Beiträge von Saxonicus

    Bei mir haben das erste Mal alle Völker überlebt. War auch gleichzeitig das erste Jahr ohne AS. Blockbehandlung 7x in 21 Tagen.

    Zur Winterbehandlung kann man zwei Mal hintereinander den Stand behandeln. Die erste Runde zum Auflockern der Traube. Danach ist die zweite Runde dann die eigentliche Varroabekämpfung.

    Welches Problem meinst du ? Das Problem PSM? Das Problem das nicht die Ursache sondern die Symptome bekämpft werden?

    Das Problem das nicht mal die Ursachen angesprochen werden?

    Das Problem das die einfachste Bekämpfungsform der Milbe verboten ist?

    Das Problem das man mit der Milbe Fachzeitschriften, Imkerversammlungen, Bienensymposien und nicht zu vergessen die Taschen der Antivarroamittelhersteller gut füllen kann?

    Hallo Georgie, die Steuerfreiheit für bis zu 30 Völker ist einfach eine politische Entscheidung , so wie zB. die Möglichkeit der Geltendmachung der Kosten für die Fahrt zur Arbeitsstätte als Nichtselbstständiger.

    Natürlich ist es ein Unterschied ob ich den Honig von 6 oder von 30 Völkern ernten will.

    Gehe mal von 50 kg Honig aus, da kann man 1,5 t Honig eben nicht mit einer 4 Waben Handschleuder ernten. Da musst man schon vorher in Technik investieren. Das weisst Du als ehemaliger Nebenerwerbsimker bestimmt am besten. Auch dehalb bin ich für die Abschaffung dieser Steuerfreiheit für die ersten 30 Völker.

    Wenn wie in Berlin mittlerweile 6 Völker auf dem km2 gemeldet sind + ein paar weitere nicht gemeldete+ die Wanderimker die die Berliner Linde ernten wollen, dann braucht das "Hobby" Imkerei nicht mit einer Neuimkerprämie gefördert zu werden. Das Geld wäre als Bestäubungsprämie für Imker besser investiert.

    Mein Vorschlag die Greeningprämie für Landwirte in den entsprechenden Trachten an das Aufstellen von Bienenvölkern zu koppeln geht ebenso in diese Richtung.


    Viele Grüsse in die Börde

    Tom

    Um die Honigbienen brauchen wir uns wohl auch kaum Gedanken machen. Es gibt viele Imker und Züchter. Viel mehr Gedanken sollten wir uns über die Wildbienen und Insekten machen. Diese Arten haben eine viel geringere Lobby. Selbst wenn die Honigbienen nicht "systemrelevant" wäre, wo sind den aktuell die Wildbienen und Insekten zum Bestäuben? Sie sind eben kaum noch da. Die sind vor einer hochsubventionierte Agrarindustrie geflüchtet.

    Also die Honigbiene soll es ja seit wieviel von Millionen von Jahren geben ? Den grössten Teil dieser Zeit lebten sie unabhängig von Menschen. Damit sind sie im ökologischen System der Erde natürlich systemrelevant, denn ansonsten würde es sie nicht mehr geben.

    Vergessen sollte man auch nicht den gesundheitlichen Nutzen für die zu bestäubenden Gewächse durch die Übertragung von Mikroben von der Biene auf die Pflanzen bei der Bestäubung. Das hat Bernhard Heuvel in Weimar in seinem Vortrag sehr gut erklärt. Die Grösse der Früchte hängt von diesen Mikroben ab und dient gleichzeitig als eine Art Impfung für die Pflanzen.

    Guten Abend, wir drehen uns immer mehr im Kreis. Ein Hobbyimker zahlr auch derzeit keine Steuern für Einkommen aus der Imkerei. Wäre die Hobbyimkerei steuerbar, prima, dann könnte ich mein negatives Betriebsergebnis von meinem Einkommen absetzen. Soviel Gewinne können die Erwerbsimker m.E. garnicht machen, wie die Hobbyimker an Verlusten produzieren, wenn deren Kosten nach den gleichen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt werden. VG

    Hallo Georgie, Du erweckst hier den Eindruck, dass alle nichtgewerblichen Imker automatisch ein negatives Betriebsergebnis bzw. Verluste erzielen nur weil Du selber nicht kostendeckend arbeiten kannst.

    Schade für Dich, das Du aktuell nicht kostendeckend arbeitest. Schade auch das Dein imkerlicher Horizont anscheinend nur bis zu Deiner Nasenspitze reicht , denn ansonsten würdest Du nicht von Dir auf alle anderen nichtgewerblichen Imker schliessen.

    Meine Empfehlung an Dich: Such Dir doch einen erfahren, erfolgreichen gewerblichen Imker als Mentor bzw. Coach. Ich habe es jedenfalls so gemacht und habe wirklich viel dabei gelernt und mir viele Kosten erspart.

    Aus nichtgewerblichen Imker sind schließlich die meisten, eigentlich wohl alle gewerblichen Imker hervorgegangen. Diese Imker mussten kostendeckend arbeiten, um die unweigerlichen Investitionen bei steigenden Völkerzahlen stemmen zu können.

    Guten Abend, wir drehen uns immer mehr im Kreis. Ein Hobbyimker zahlr auch derzeit keine Steuern für Einkommen aus der Imkerei. Wäre die Hobbyimkerei steuerbar, prima, dann könnte ich mein negatives Betriebsergebnis von meinem Einkommen absetzen. Soviel Gewinne können die Erwerbsimker m.E. garnicht machen, wie die Hobbyimker an Verlusten produzieren, wenn deren Kosten nach den gleichen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt werden. VG

    Lieber Georgie, Du müsstest wissen, das die Verluste nach einiger Zeit vom Finanzamt mit dem Stempel "Liebhaberei" begrenzt werden. Und dann heisst es NACHZAHLEN !!!

    Bisher habe ich in diesem Thread einen wirklich guten Vorschlag gehört, und zwar die Koppelung von Greening Prämien an die Bewirtschaftung mit Bienen. Das und ähnliche Ideen halte ich tatsächlich für Zielführend.

    Danke robirot das Du meinen Vorschlag die Greeningprämie an die Aufstellung mit Bienenvölkern zu koppeln nochmal aufgegriffen hast. Die volle Greeningprämie bekommst Du im Moment schon, wenn Du nur 5 Prozent Deiner Gesamtflächen als Greeningfläche ausweist. Das ist eine reine Augenwischerei.

    Aus den Erfahrungen von Bernhard Heuvel sind hauptsächlich junge Landwirte an einer Zusammenarbeit mit Imkern interessiert. Bernhard übermittelt solchen interessierten Landwirten ja auch viel Know How im Bereich PSM. Viele Landwirte wissen ja nicht einmal was sie da spritzen. Ein grosser Teil von Landwirten betrachtet Bestäubungsprämien nur als Kostenfaktor. Die kriegst Du nur wenn die auf ihrem Kontoauszug eine gekürzte Flächenprämie präsentiert bekommen.


    Tom




    Die Subvention (ggf. in Gestalt des Steuernachlasses) wird ja gerade als (allgemeine) Bestäubungsprämie gefordert.

    Ich denke, das das den Punkt der ganzen Diskussion trifft. Notwendig ist eine Bestäubungsprämie ! ! !

    Wie lässt das am Besten umsetzen?

    Eine Möglichkeit wäre bsw. die Greeningprämie der Landwirte an die Aufstellung von Bienenvölkern zu koppeln. Zumindest bei den Früchten die Sinn dafür machen.

    Damit würde dann wohl bei Landwirten mehr Interesse erzeugt auf die Imker zuzugehen.

    Imker und Landwirte sind alle Teil der Landwirtschaft und der "oberste Dienstherr" der Landwirtschaftsminister auf Bundes- bzw. Länderebene. Es muss nicht privaten bzw. kommerziellen Initiativen überlassen bleiben die Beiden also Imker und Landwirte zusammenzubringen.

    Eine Netzwerkinitiative für Imker und Landwirte von Seiten der Landwirtschaftsämter die Völker und Flächen zusammenbringt dürfte doch kein Problem sein.

    Ich bin übrigens selber imkernder Landwirt.


    Grüsse Tom