Beiträge von iWei

    Auch wenn die Testung mit künstlichem Pheromon erstmal interessant ist, frage ich mich, ob dies als Diagnostikum wirklich weiterhilft.


    Auch in der medizinischen Forschung geht der Trend mittlerweile beispielsweise über das Klären eines Wirkmechanismus und die Betrachtung einer (z.B.) Sterblichkeitsverbesserung, also einer Ergebnisverbesserung hinaus. Denn deutlich wird, dass nicht jede dieser Ergebnisverbesserungen auch für den individuellen Patienten bedeutsam sein muss, manchmal sogar z.B. zu verlängertem Überleben aber mit schlechter Lebensqualität führt. In den Fokus rückt also immer mehr eine Ergebnisverbesserung aus Patienten-Sicht (z.B. Schmerzfreiheit und Mobilitätsverbesserung nach Hüftprothese).


    Übersetzt in die Imkerei: es hat sich gezeigt, dass das Varroa-freie Volk als Behandlungsziel nicht taugt - die Kosten dafür sind aus Sicht des Biens zu hoch. Nicht etwa deshalb, weil die Behandlungsmethoden nur noch nicht gut genug wären, sondern weil das System komplexer ist (welche Bienen leben mit welchen Milben, die wiederum welche Viren tragen?).

    So sind die Ansätze, die hier diskutiert werden, Mosaiksteine, die nicht nur vom Bien aus gesehen werden dürfen, sondern auch von der Milben-Population aus: welche Form/Ausprägung der VSH selektiert Milben, die das Überleben des Biens zulassen?


    So gesehen ist der erfahrene imkerliche Blick auf die Völker (Stärke, Honigeintrag, Sanftmut, Schwarmfreudigkeit etc.) für meine Begriffe bereits ein hervorragender Sensor, der einem künstlichen Pheromon, welches nur einen einzigen Faktor beurteilbar machen soll, weit überlegen sein dürfte.


    Viele Grüße, Jörg

    Da gibts richtige Fragezeichen!

    In so kurzer Zeit solche „Zuchterfolge“?

    Warum hängen sich da erfahrene Imker so rein?

    Da ist ein ahnungslose(r) Zeitungsmann /-Frau und lässt sich berieseln, und sitzt dann über seinen Notizen. ...

    Ruhig bleiben und Tee trinken 🙂🙃

    Selbst der nicht erfahrene Imker weiß, dass ein Umstieg von MWs auf Naturbau nichts mit Zucht zu tun hat. Bienen bauen nun mal, egal ob mit oder ohne MWs, egal ob mit oder ohne Rähmchen, egal ob in Beuten, hohle Bäume, Mauerspalten oder umgedrehte Blumentöpfe.

    In welcher Zellgröße sie dann präferentiell bauen, könnte dann durch Zucht vielleicht beeinflusst werden können.


    Nach meiner Erfahrung kriegt man, sobald man in wörtlicher Rede zitiert wird, die entsprechende Passage vor Druck zur Freigabe - zumindest in einigermaßen seriöser Presse. Entweder ist das hier nicht passiert (dann ist's schlechter Journalistenstil) oder es wurde so freigegeben (dann sagt's was über die Imkerin).


    Seit ich Naturbau habe, habe ich weder Pest noch Cholera bei meinen Bienen gesehen, Erdbeben gab's auch keine - ja, tolle Sache! :wink:


    Gruß, Jörg


    Gruß, Jörg

    Also, ganz ehrlich, schon bereits der 2. Absatz der Zeitungsmeldung lässt mich am Rest zweifeln, wobei meine Vermutung da eher in Richtung einer unzureichenden journalistischen Arbeit geht (kein*e Imker*in würde doch wohl so einen Unsinn erzählen bzw. drucken lassen):

    Zitat


    Die der Tat zum Opfer gefallenen Tiere waren ganz besondere Bienen, wie Hobby-Imkerin Dorothea Welke gegenüber die Volksstimme sagte. „Dieses Volk betreue ich zwei Jahren und habe sie von gewöhnlichen Bienen zu Bienen im Naturbau umgezüchtet“, sagt Welke. Das ganze Unternehmen geschah unter tierärztlicher Aufsicht und auch mit Zustimmung und Beratung durch den regionalen Imkerverein.

    Oder hätte ich das VetAmt und meinen IV unterrichten müssen, als ich damals auf Naturbau umgestiegen bin? Ging übrigens ohne spezielle Züchtung recht gut. :wink:


    Gruß, Jörg

    Beim Lesen des von luffi in #64  geposteten Berichts 2019 von Randy Oliver und besonders dessen Teil bzgl. des Drohn-Pools frage ich mich natürlich (erneut) nach der Rolle von Klein-/Hobby-Imkern.


    Wäre es nicht auch ein sinnvoller Schritt, doch das gute alte Drohnenbrutschneiden zu betreiben, jedoch weniger mit dem Ziel, die Varroa zu dezimieren, sondern vielmehr um Drohnen von zur Nachzucht ungeeigneten Völkern von der Vermehrung auszuschließen?

    Dabei könnte eine bestimmte Varroalast (wie hoch?) zu einer bestimmten Zeit früher im Jahr als erst im Juli (wann? Anfang Mai?) als Auslöser für das Drohnenbrutschneidens dienen. Das ist dann auch etwas für uns Klein- und Hobbyimker, denn so stören wir den langsamen Shift des Genpools, wie ihn Randy Oliver beschreibt wenigstens nicht.


    Gruß, Jörg

    Mal abgesehen von all dem, was oben schon steht: vielleicht ist Dein Opa, der ja offenbar Erfahrung in der Imkerei hat und Dein Grundstück sowie Eure Tracht- und Wetterverhältnisse kennt, im Moment Dein bester Berater?!

    Ansonsten gilt auch hier: am besten mal beim örtlichen Imkerverein anklopfen, Kurs machen (falls Du noch keine/nicht viel eigene Erfahrung hast) und Imkerpaten suchen.

    Das Umziehen hat ja ggf. noch etwas Zeit.


    Gruß, Jörg


    P.S.: Füll doch mal Dein Profil aus, dann können erbetene Ratschläge spezifischer werden.

    Hallo Leute,


    einige solcher kleinen (ca. 1/2 cm) "Bienen" fliegen seit einigen Tagen, meistens schnell sterbend, bei uns im Haus rum. Hat jemand eine Idee, wie die heißen?



    Danke, Gruß, Jörg

    jonas : Danke für den Hinweis R-o-n : Danke für den Link

    Auch haben wir genügend Stämme, wo dieser Pilz wächst und könnten mit dem Myzel mal 'Versuche' machen. Diese Idee kam mir heute.

    Das mag ja alles ganz nett sein, aber wenn Du den Methoden-Teil am Ende des Originals liest, wird Dir schnell klar, mit welchem (hochtechnisierten wissenschaftlichem) Aufwand die Extrakte der Pilzmycelien hergestellt wurden.


    Das hat mit ein paar Pilzen von Baumstämmen bei Euch aus der Gegend - vielleicht getrocknet, kleingerieben und dann in Wasser suspendiert - nichts zu tun. "Versuche" dieser Art haben keine verwertbare Aussage außer der persönlichen Erfahrung.


    Nichts für ungut ...


    Gruß, Jörg

    Tja, sieht schlecht aus. Gedanklich gibt es noch eine Variante. Sie müssten praktisch von selbst raus kommen wollen. So würde ich es versuchen. Beute mit Waben fertig machen. Am Besten mit Futterwaben welche einen Bienensitz aufweisen. Haste die nicht geht auch Futterteig über den Waben. Dann die Beute aufsetzen und drumherum alles dicht machen. Das ist das Schwierigste. Mit Fön auf der untersten Stufe von der Seite die Luft im Kanal, der Beute sowie letztlich in der Baumhöhle langsam und kontrolliert erwärmen. Wenn alles passt, ziehen sie recht schnell heraus. Wenn man die Vorbereitungen noch bei Helligkeit erledigt inklusive Test, kann man bei Dunkelheit arbeiten und hat kaum Bieneverluste wenn nicht alles dicht ist. Quer liegender Wabenbau wird verlassen. Durch geführt habe ich sowas Ähnliches bereits.

    Das klappt nur, sollten sie selber derzeit brutfrei sein. Haben sie Brut, werden sie diese niemals verlassen.


    Fotos wären super!


    Gruß, Jörg

    Mal abgesehen von den Varroen führt zum Dezemberfrust offenbar vor allem lange Weile.


    Anders kann ich mir kaum erklären, dass manch einer hier so detailliert über die aktuelle Größe der Brutflächen in seinen Völkern berichten kann. DAS könnte dann auch noch zum Frühjahrsfrust führen.


    Gegen lange Weile im Dezember hilft mir ganz gut die kritische Analyse meiner Aufzeichnungen des letzten Jahres - da kann finde ich immer was zum gepflegten Haareraufen. :wink:


    Gruß, Jörg