Beiträge von iWei

    Für alle Interessierten folgender Hinweis:


    Berliner Imkergespräche

    Samstag, den 10.02.2018

    9:00 - 15:30

    Haus Eichkamp, Zikadenweg 42 a, 14055 Berlin (S-Bahn Messe Süd)


    Anmeldung über den IV Reinickendorf: hier.


    Veranstaltet vom IV Charlottenburg-Wilmersdorf (Erika Mayr) und IV Reinickendorf (Melanie von Orlow) werden als Gastredner Günther Friedmann und Bernhard Heuvel kommen.


    Na, wenn das nicht mal ein Programm ist ... :wink:


    Gruß, Jörg

    In der Tat eine interessante Frage:


    Nach welchem Kriterium wird eigentlich ein Züchter besteuert, der ausschließlich Königinnenzucht und -verkauf betreibt? Zwar hat er auch Zuchtvölker, die bringen aber nur unwesentlich Honig. Die Haupteinnahmequelle ist da der Königinnenverkauf.


    Ist das dann auch auf Ableger zu extrapolieren?

    Hallo R0Li84 ,


    ich bin ganz bei meinen Vorrednern.


    Wenn also wirklich in Deiner Gegend kein Imkerkurs läuft, der die Imkerei in Theorie und Praxis über die ganze Saison begleitend darstellt, dürfte der von Dir anvisierte "Kurs" zumindest besser als nichts sein.


    Besonders wichtig wird dann allerdings ein Imkerpate, der bei Bedarf (und den wird es geben) ab und zu mal mit in Deine Kisten schaut. Den bekommst Du wahrscheinlich am ehesten über den örtlichen Imkerverein.

    Auch wenn die Qualität eines Imkerpaten manchmal nicht der eines ausgewiesenen Experten entsprechen mag, wirst Du dennoch jemanden brauchen, der Dir mit Rat und Tat zur Seite steht.

    Den guten Imkerpaten macht es aus, dass er offen sagt, wenn er auch nicht weiter weiß (und das dürfte selbst den ältesten Hasen passieren) - und dann geht man eben zusammen los, um Lösungen zu finden, z.B. hier im IF.


    Vor Deinem hier geschilderten Hintergrund finde ich Deine Entscheidung, doch erstmal mit Ablegern oder Kunst-/Natur-Schwärmen anzufangen, für weise - so hast Du eine gute Chance, dass Dich das Ganze nicht einfach überrennt, und ausreichend Zeit, Deine Infrstruktur aufzubauen und zu testen.


    Also: guter Plan! :daumen:


    Viel Spaß, Gruß, Jörg

    Ist alles hier im IF schon zu lesen:


    Manche schieden "eng", so dass möglichst Brutbretter mit Brut von Holz bis Holz auf allen Waben im Brutraum entsteht. Das Brutnest wird möglichst kompakt zusammengehalten unter der Vorstellung einer bestmöglichen Wärmeregulation. Aller Honig muss dann über einem Absperrgitter im Honigraum eingelagert werden und wird so der Honigernte zugänglich. Bei dieser Philosophie steht die Maximierung des zur Ernte bereitstehenden Ertrages im Vordergrund.


    Andere richten sich mit dem Schieden eher nach der erwarteten Legeleistung der Königin (abgeschätzt z.B. durch die Legeleistung des letzten Jahres). Dabei geht es nicht um Einengen, sondern um Anpassen des Brutraumes an die Legeleistung, um so eine möglichst optimale Balance zwischen effektiv nutzbarer Brutfläche, Futterkranz und Wärmemanagement des Volkes herzustellen. Ziel ist also ein in seiner Größe den Bedürfnissen des Biens angepasster Brutraum - diese Größe ändert sich naturgemäß im Laufe des Jahres, und das Optimum zu finden, ist eben imkerliche Kunst. Hier steht im Vordergrund: gesunde Bienen durch optimierten Brutraum => viel Honig (wenn viel Tracht).


    Die Vorstellung der schwarmhemmenden Wirkung des Schiedens beruht darauf, dass sich bei vollen Brutflächen durch Verwendung eines Absperrgitters (ASG) das Brutnest nicht mehr über den Oberträger hinaus nach oben ausbreiten kann, aber dennoch entsprechende Brutflächen - nun über dem ASG im 1. HR - "freigehalten" werden und erst darüber ein Futterkranz angelegt wird. Es kommt so zu einer "Distanzierung" des realen Brutnestes vom darüber eingelagerten Honig (= "virtuelles Brutnest"), so dass der Bien "meint", noch Platz zu haben, also noch nicht schwärmen zu müssen/können/sollen.


    Und dabei gilt dann auch noch: der Bien versucht auch seinerseits, sich immer an den ihm angebotenen Raum optimal anzupassen - egal welche Rähmchengröße, egal ob nun in Dadant, 1.5 DNM oder ZaDant, oder auch mit 1 oder 2 Bruträumen DNM oder Zander oder oder oder


    Das nennt sich dann Interaktion bzw. Imkern.:wink:


    Gruß, Jörg

    Letztes Jahr hatten wir auch Bienenflug zu Weihnachten und es blieb zumächst eher warm, bis dann eine Kältephase kam und Frost im April die Frühtracht derart dezimierte, dass - zumindest ich - alle beim Schieden entnommenen Futterwaben wieder zurück in die Völker hängen musste, damit mir niemand verhungerte.

    Naja, letztes Jahr ist nicht dieses Jahr, und Berlin in nicht Köln usw. .... aber ich bin (dieses Jahr?!) vorsichtiger und warte noch (was schadet es schon ... von wegen 80:20 :wink:).


    Gruß, Jörg

    Einen sicheren Anhalt haben wir hüben wie drüben, den Reinigungsflug....

    ^^ genau: vor 2 Jahren bin ich bei erstem etwas wärmerem Wetter im März losgerannt, um auch endlich meine Schiede zu setzen ... erste Kiste auf und das war dann das Signal zum Reinigungsflug ... Leute, sah ich vollgek...ckt aus hinterher!

    Wieder was gelernt.


    Der Winter ist lang, aber die imkerlichen Hände noch lange nicht platt genug vom Draufsitzen; da geht noch was.


    Gruß, Jörg

    Bernd hat immerhin geschafft, dass einigermaßen emotionslos über Imkern-ohne-Chemie geschrieben werden konnte.

    Und zwar einerseits Dank wirklich guter Kommunikation (= Rhetorik; ohne negative Konnotation) und andererseits offenbar ernst gemeinter, offener Schilderung seiner eigenen Erfahrung (das war authentisch).


    ... und weder Manne , FranzXR oder Werner Egger mussten dem gesagten offenbar widersprechen; rase ging auf die Diskussion ein.


    Das ist insgesamt schon mehr, als in früheren Freds. Ich bleibe bei meinem Dank dafür an Bernd.


    Bitte weitermachen, Gruß, Jörg

    Danke, Bernd, danke!


    Wer zum Thema kleine Zellen weiterlesen möchte, sei hingewiesen auf Ed und Dee Lusby bzw. (auf Deutsch) nachzulesen und weiterbearbeitet bei http://www.resistantbees.com/index.html.


    Ich meine, es ist ungeheuer wichtig, den Blick wirklich zu weiten und unter dem Superorganismus in unseren Kisten, dem Bien, nicht nur eine hochorganisierte Gemeinschaft von Bienen zu verstehen, sondern den hier schon so benannten "Milb" als Teil des Biens zu inkludieren. Und zwar nicht als etwas, dass die Bienen loswerden müssen, das vernichtet oder ausradiert werden muss. Das wird bekanntlich nicht gelingen.


    In dem Sinne wird eine "naturnahe Bienenhaltung" sich daran messen, in wie weit eine nachhaltige Symbiose von Bienen und Milben hergestellt werden kann. DAS darf sich dann "Bien" nennen.


    Vor diesem Hintergrund lese ich Bernds sog. "Spielerei" neben seiner Sicht auf die Gesundheit seiner Bienen auch so, dass die Bienengesundheit und das (Über)leben bestimmter Völker auch ein Biosensor der Veränderung des Milb ist.


    Dabei komme ich zu meinem momentanen Fazit: ich weiß viel zu wenig über die Milben!


    Gruß, Jörg