Beiträge von iWei

    Schillbee : bei mir kommen nie Brutwaben hinter das Schied!


    Das Schied begrenzt das Brutnest. Brut gehört ins Brutnest, um ordentlich gepflegt zu werden.

    Will ich schröpfen, kommt Brut raus aus der Kiste.

    Ist das Brutnest zu eng geschiedet, braucht es zusätzlichen Platz (eine Leerwabe) ans Brutnest.


    Gruß, Jörg

    Für mich ist die wesentliche Frage, ob ich von einem schwarmbereiten Volk in diesem Jahr noch Honig erwarten kann. Da ist das Kriterium, ob die das Brutnest schon runtergefahren haben (siehe Bernhards Buch).

    Wenn die alte Königin nicht mehr legt, breche ich auch keine Zellen mehr, sondern nehme das Volk auseinander und mache Königinnenableger plus mehrere Ableger. Hier ist mir die sichere Schwarmverhinderung (Stadtgebiet) im Vordergrund.

    Legt die alte Königin noch, kann Zellenbrechen noch Sinn machen. Dann Raum geben und engmaschige Kontrolle (alle 5 Tage).


    Einem schwarmlustigen Volk "alle Brut wegnehmen" ist nichts anderes als ein Königinnenableger, oder?! :wink:


    Gruß, Jörg

    Jaja, wie war es noch gleich?! Hatte doch wasgau immen irgendwann schon mal so schön beschrieben ...


    1. Auswählen eines starken Volkes mit Brutraum und Honigraum über Absperrgitter.
    2. Am alten Standort bleibt für 24 Stunden der alte Boden und darauf der Honigraum - Zuchtstoff wird in den Honigraum gehängt. Es sammeln sich hier auch die zurückkehrenden Flugbienen. Der Brutraum wird auf einem neuen Boden beiseite gestellt.
    3. Nach 24 Std. wird das ganze Volk wieder in seiner ursprünglichen Struktur am alten Standort zusammengebaut. Links und rechts neben den nun angezogenen Zuchtstoff im Honigraum werden jeweils noch eine Brutwabe gehängt (diese werden nach 9 Tagen auf Weiselzellen geprüft, die gebrochen werden).

    Wer im Brut- und Honigraum unterschiedliche Wabenmaße hat, muss ein wenig basteln geht aber auch.


    Gruß, Jörg

    Richtiger Hinweis - eine wissenschaftliche Quelle dafür habe ich nicht.

    Meine Beobachtung ist, dass die Bienen, die wegen fehlendem Haarkleid aufgrund einer CBPV schwarz erscheinen, die sind, bei denen die Krankheit sehr weit fortgeschritten ist - eben so weit, dass sie nur noch zitternd auf den Waben und Oberträgern sitzen und auch nicht mehr fliegen können.
    Das macht es für mich unwahrscheinlich, dass die von Rudi_W beschriebenen schwarzen Bienen ausgerechnet CBPV-infizierte sind, sondern wie von rase bemerkt viel wahrscheinlicher dem üblichen Bild von Räuberbienen entsprechen.
    Sprich: Rudi_W hatte v.a. ein Räubereiproblem (behoben), als ein CBPV-Problem. Letzteres ist natürlich nie (mit voller Sicherheit) auszuschließen.


    Gruß, Jörg

    Liebe Leute,


    ist ja prima, wenn alles gut geht und nichts Schlimmes passiert.


    Dennoch hilft es durchaus, die medizinisch-wissenschaftliche Evidenz zu lesen:

    "Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie" der AWMF


    (Sie wird derzeit zwar überarbeitet, da sie mehr als 5 Jahre alt ist, aber soweit ich weiß, wird es da keine wirklich substantiellen Neuerungen geben)


    Einige Zitate zum Nachdenken:

    • "Das wichtigste Medikament in der Akuttherapie bei Anaphylaxie ist Adrenalin ( Epinephrin)."
    • "Die zentrale Rolle von Histamin als Mediator allergischer Reaktionen und die Wirkung von H1-Antihistaminika bei akuter Urtikaria oder Rhinokonjunktivitis sind unbestritten, ihre Wirkungen auf den Kreislauf und die Bronchokonstriktion sind jedoch nicht belegt."
    • "Glukokortikoide spielen aufgrund des langsamen Eintritts ihrer Wirkung in der akuten Phase einer anaphylaktischen Reaktion therapeutisch eine untergeordnete Rolle"

    Gruß, Jörg

    Habe das Buch nun auch durch.


    Sehe Bernhards Gedanken als gut begründet und prima Herausforderung, meine eigene Betriebsweise und Routine zu überdenken. Das ist für mich ausgesprochen hilfreich - denn es gilt immer wieder zu verhindern, im eigenen Saft zu (ver)schmoren.


    In diesem Zusammenhang finde ich seine Hinweise auf die Veränderungen unserer Trachtsituationen sehr hilfreich (vielleicht sollten wir Gerstung & Bretschko mal ins Schwedische übersetzen oder schauen, was die italienische Imkerliteratur so hergibt?!).


    Einige Kapitel werde ich sicher noch öfter aufschlagen (nix verknarzen, wasgau immen ) - manches gerne auch zum Ausprobieren: Temperatursummen (siehe Imkertreffen 2019 mit d2dum ) oder Zweiköniginnen-Betriebsweise, TBE aus anderer Sichtweise oder Sommerernte erst im September, ...


    Viel zum Nachdenken.

    Als Einsteigerbuch würde ich das Buch nicht empfehlen. Erstmal Laufen lernen und dann das Spektrum der Imkerei ausloten und für sich das Richtige raussuchen. Dafür bietet das Buch gute Anregungen, die - will man sie nicht annehmen - erstmal ein gutes eigenes Gegenargument sehen wollen. :wink: Das macht (mir) Spaß!


    Selbstdarstellung? Nee, solche Bücher sehen anders aus ("klare" Kochrezepte und Formulierungen, wie man eben imkert ...) Hier wird schon klar, dass das eben Bernhards Herangehensweise ist - kann man machen, muss man aber nicht.


    Für mich bekommt das Buch einen prima Platz in meiner Bibliothek ... und da wird es nicht einfach verstauben.


    Gruß, Jörg


    P.S.: Wenn ich as Buch so lese, denke ich gern an die Zeiten zurück, wo Bernhard auch hier noch an Diskussionen lebhaft teilnahm.

    Sehr schnell Anschluss an einen Verein suchen und möglichst gleich um einen Imkerpaten bitten.

    Es ist jetzt viel zu tun an den Bienen (Varroabehandlung, Füttern).


    Das wann und wie kann Dir in einem Forum nicht hinreichend erklärt werden (zumal wir nicht wissen, wo Du imkerst => Ort im Profil ausfüllen), das lernt man in einem Imkerkurs und aus Büchern.

    Ist ein bisschen so, als ob Du in einem Fußballforum fragst, wie Stoppen und Schießen geht.

    Der Unterschied: schießt Du aus Versehen den Ball über den Zaun, macht es nichts, beim Imkern gehen dann Tiere drauf.


    Auf geht´s, Gruß, Jörg

    Würde mich sehr freuen, wenn einiges von dem Wissen und der Erfahrung von Bernhard in dem Buch wieder zu finden ist, die er früher hier im Forum regelmäßig zum Besten gegeben hat.


    Freue mich auf die Lektüre.


    Gruß, Jörg

    Wie sieht eigentlich eine Räuberei aus, wenn sie mittels Stockwaage sichtbar wird?


    Ist das wie ein plötzlicher Überfall (also eine schnell beginnende Gewichtsabnahme, die sich dann bis zum Sonnenuntergang fortsetzt)?

    Oder eher eine ständige Gewichtsabnahme über das erwartete Maß hinaus?


    Hat jemand sowas aufgezeichnet mit einer Stockwaage?


    Danke, Gruß, Jörg

    Auch ich sehe ein paar solcher zitternden Bienen bei einem Ableger. Das begonnene Brutnest der jungen Königin hat mich wegen seines etwas löcherigen Aspekts bereits ein Kreuz zur besonderen Beobachtung an die Kiste machen lassen.


    Gruß, Jörg

    Habe diesen Ableger erneut durchgesehen:

    • kleines, etwas löchriges Brutnest
      Königin war da
    • Verdeckelte (Um)Weiselzelle (!)
    • Auf den Oberträgern einige schwarze Bienen, die von den anderen „angegangen“ werden (sie werden nicht rausgedrängt, nicht wirklich gebissen o.ä., aber doch „mögen“ die anderen diese Schwarzen vom Eindruck her nicht).

    Und nun? Machen lassen?


    Noch eine Beobachtung: eine von den Schwarzen konnte fliegen! Ich habe 2 Rähmchen mit Bienen dann als Probe in einen Einer angestoßen: alle (!) flogen zurück. :confused:


    Gruß, Jörg