Beiträge von RalfK

    Leider ist das so,

    Es gibt ein nicht kleines Segment in der Bevölkerung, welches mit Nährwertangaben nichts anfangen kann.

    Die betroffene Gruppe kann mit der "Ampel" mehr anfangen als mit dem "Wegweiser Ernährung".

    Vor allem Personen mit Hauptschulabschluss meinen, dass der Nutri-Score die Auswahl gesunder Lebensmittel im Vergleich zum Wegweiser Ernährung eher erleichtere (66% versus 53% der Befragten mit Abitur). Auch Befragte mit starkem Übergewicht bewerteten den Nutri-Score als hilfreicher (68% versus 56% der Teilnehmer mit Normalgewicht).

    „Wenn Eltern einen geringen Bildungsstand haben oder übergewichtig sind, dann haben ihre Kinder ein deutlich erhöhtes Risiko, auch dick zu werden“, so Prof. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Der Nutri-Score erreiche diese Bevölkerungsgruppen offenbar gut und könne deshalb wirksam helfen, Kinder vor Übergewicht zu schützen.

    Leider präferiert die Ministerin den minder intuitiv auswertbaren "Wegweiser".

    Nur ein Schelm könnte ihr Industrienähe unterstellen.

    Wie gehst du eigentlich an die Beuten? Shampoo, Schweiß, dunkel angezogen oder hell?

    Wenn ich Beuten öffne, dann zumindest mit Gesichtsschutz, da auch ich stark und lang anhaltende Lokalreaktion auf Stiche habe. Meine blaue Fleecejacke hassen die Bienen. Für Durchsichten verkleide ich mich komplett mit Imkerjacke und heller Hose, in der Hoffnung dass die Wächterinnen so nicht auf mich in normaler Optik geprägt werden ;-)

    In Lauf meiner ersten Bienensaison wurden meine Völker auch zunehmend griffiger. Was rückblickend eher nicht an deren Genetik sondern an der Art & Weise meiner Durchsichten lag.

    Dank sehr erfahrener Anleitung wurde das dann besser. Insbesondere ruckarmes Waben ziehen, mehr Sicherheit, zügiges Arbeiten hilft.

    Zwei alte Geschirrtücher mit Nelkenöl helfen ebenso - bedecken die Beute vor und hinter der gerade gezogenen Wabe.

    => Umweiseln kompensiert nur bedingt imkerliche Unsicherheiten

    Bei einem Drittel meiner Völker fielen weniger als 300 Milben in den 14 Tagen nach 2x Oxalsäure Behandlung in brutfreiem Zustand.

    Ein Fünftel bot hierunter mehr als 700 Milben. Keines über 1000.

    Ein Viertel musste ich mit Ameisensäure per Nassenheider behandeln, da eine Brutfreiheit wegen Weiselwechsel kurz vor der Sommerernte nicht sinnig war.


    Im Vergleich zu den letzten Jahren ist die Milbenlast bei meinen Völkern bisher niedriger.


    Die Winterbehandlung hatte ich bei allen Völkern mit Oxalsäure durchgeführt, es fielen da schon recht wenig Milben.

    Manuel,
    Du beschreibst eine 50%ige Wabenerneuerung, wie sie sonst bei zwei-Brutraum-Betriebsweise im Frühjahr durchgeführt wird:

    ... und der ehemals obere Brutraum wird der untere. Dann wird auf den jetzt unteren Brutraum eine Zarge mit Mittelwänden aufgesetzt. ...

    Das ist natürlich keine totale Wabenerneuerung.

    Bei dreien ging die totale Bauraumerneuerung einigermaßen,

    Wie eine Totale Bau-Erneuerung sinnvoll durchgeführt wird, hat Kleingartendrohn vor geraumer Zeit hier sehr gut beschrieben.

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen geträufelter und gesprühter Oxalsäure ist der Zucker in der Träufel-Lösung - dadurch wird die geträufelte Oxalsäure von den Bienen aufgenommen, das dürfte einen Großteil der schlechteren Verträglichkeit der geträufelten gegenüber der gesprühten (oder sublimierten) Oxalsäure bedingen.

    Wenns mal so wäre,

    Und nix Resistenz gegen Amitratz!

    Randy Oliver veröffentlichte bereits 2007 über Amitraz und Resistenzen:

    Mite resistance to amitraz appeared as early as 1999 in the U.S. (Elzen, et al. 2000), yet many beekeepers are currently still using it, although at more frequent intervals, to achieve mite control. Amitraz is registered for use in Europe, in the form Apivar®. It is one of the most widely used miticides there, according to the manufacturer (http://www.beekeeping.com/biove/apivar_2.htm) It is widely used in the Czech Republic, and monitored by the Bee Research Institute at Dol. It is applied there mainly by burning treated strips of paper. Some mite resistance is also occurring in Europe. It is also used in Israel, although mainly for tracheal mite control.
    The downside of amitraz is that it is somewhat more toxic to bees than fluvalinate, and shuts down the queen’s egglaying during treatment (Henderson 1998; pers comms). This is not surprising, since Bloomquist (1996) states, “Amidines cause an overstimulation of octopaminergic synapses in insects, resulting in tremors, convulsions, and continuous flight behavior in adult insects. Moreover, these compounds have the ability to cause a true anorexia in insects and also suppress reproduction.”

    The upside to amitraz is that it degrades quickly in honey and beeswax (Fries, et al 1998), and therefore leaves virtually no residues (although one of its metabolites, DMF, is quite stable, and is a common contaminant of European honey (Shroeder, et al 2004)). Vesely, et al (2004) analyzed beeswax in the Czech Republic for amitraz and its degradation products. They concluded “these quantities do not present amitraz as hygienic risk for bees and for humans even after 20 years of its systematic application.”

    Klingt für mich wie zu optimistisch klein gebildete Kunstschwärme:

    1 Brutwabenseite DNM entspricht ca 900 Bienen, wenn voll besetzt. 10 Waben DNM wären dementsprechend maximal 18.000 Bienen gewesen, durch drei macht 6.000 pro Kunstschwarm.

    Nach der Sommersonnenwende wäre mir das zu wenig gewesen, angesichts der zu erwarteten Abgänge.

    Ohne ein Bild vom Ist-Zustand lässt sich schwer raten wie schwach die Einheiten sind. Wespen die ungehindert eindringen können belegen die zu niedrige Volksstärke.

    Ich würde die KS zumindest verstärken, sicher die Fluglöcher eng stellen und weiter kontinuierlich dünnflüssig füttern.

    Ach, das sind nur Einzelmeinungen,

    Bis auf welche Humidität sollte man im Schleuderkeller runterkommen, damit der Wassergehalt des Honigs sinkt?

    Unter 50%. Der Lufttrockner den ich benutze kann auf 40% eingestellt werden, den schalte ich mindestens einen Tag vorm Schleudern ein. Im Raum ist es dann auch sehr behaglich warm, da fliesst der Honig gut durch das Sumpf-Sieb.

    Nix desto Trotz erscheinen die mir oft etwas genervt, wenn ich da Hütchenspiele mache.

    Bin da ganz bei deinen Bienen, recht haben sie - was soll das Rähmchen-Lego bringen?

    "Brutplatzmanagement" bei einzargigem Brutraum bedeutet vor allem, das Brutnest nicht ständig neu zu sortieren. Wabenhygiene geht einfach per TBE, würde ich unterjährig nicht machen.
    Lass die Bienen doch ihren Brutraum nach deren Bedürfnissen einrichten, die können das.

    Was macht ihr wenn die Waben voller Nektar sind ?

    Die Waben abstoßen.
    Also nicht so wie bei der Spritzprobe, auch nicht im Freien mit der Faust auf einen Seitenträger kloppen, sondern im Freiraum in der Zarge eher abvibrieren als abschlagen.
    Es müssen nicht alle Bienen von der Wabe runter nur so viele daß Du die Wabe sicher beurteilen kannst.
    Geht im geschiedeten Brutraum sehr gut, ohne riesen Aufruhr zu verursachen.