Beiträge von RalfK

    Ableger-Erstellung war Ende Mai mit einer Wabe erfolgt, mit 1xMilchsäure einsprühen nach "Pia-Anleitung". Brut ist fast keine mehr vorhanden, nur etwas Drohnenbrut

    "Pia-Anleitungen" sind schon exakt zu befolgen.
    In ihren Anleitungen empfiehlt sie, die Ableger die nicht so proper sind im Herbst aufzulösen, nicht umzuweiseln.

    Wie soll dieser Ableger um diese Jahreszeit durchstarten?

    und dass das Jungvölkchen dann vielleicht doch noch was wird.

    Sorry, was soll das werden, außer Geigelei?


    Wenn sie brutfrei sind, mit Oxalsäure oder Milchsäure behandeln, dann auflösen.
    Kleine Brutreste nötigenfalls mit einer Gabel aufmachen, dann sind sie brutfrei =>behandeln, auflösen.

    ich mag auch keinen gerührten Honig

    Wenn ich einen reinen Wald- oder Akazienhonig hätte, dann käme das infrage. Habe ich aber nicht.

    Ich mag meinen Honig so anbieten dass ich von "Nachreifungs-Überraschungen" wie grober Kristallisation verschont bleibe.

    Selbst wenn es dir mit beliebig hohem Aufwand gelingen sollte, der Kundin zu vermitteln dass die aufgeschwommenen Wachspartikel kein Schimmel sind, so wird sie sehr wahrscheinlich nicht glücklich sein.
    Bringt also eher nichts, zumal die Kundin ihre Überzeugungen hat.

    Selbst wenn sie irgendwann ob der imkerlichen RechtfertigungsversucheErklärungen aufgibt, so wird sie wahrscheinlich nicht nochmal bei dir Honig kaufen.

    Ganz pragmatisch, "Der Kunde hat immer recht":
    den Honig zurücknehmen (Geld zurück oder Umtausch anbieten, so du noch ein passendes Glas vorrätig hast) und die ganze Aktion von "extra für sie direkt aus der Schleuder abgefüllt" über "weiteren Imker verkosten lassen" zu "im Imkerforum nachgefragt" als Lehrgeld verbuchen.

    Nachtrag: Extrawürste lohnen nicht.

    Eine nahe Angehörige bedrängt mich immer wieder, ihr doch Honig "lose" "wie früher" "naturbelassen" (meint ungerührt) abzugeben damit sie den selbst in "Gefäße" füllen und netten Leuten schenken kann. Das mache ich nicht, denn am Ende würden mir diese rustikal-aesthetischen Kreationen zugeschrieben werden.

    In einem anderen Forum wurde die Notwendigkeit der Ortsangabe für die Eichung mit den unterschiedlichen Gravitationszonen begründet - Wikipedia:


    Eine Gravitationszone ist eine geographisch definierte Region mit einem festgelegten Fallbeschleunigungswert gemäß dem europäischen Gravitationszonenkonzept[1]

    nach WELMEC für eichpflichtige Waagen. Das Gravitationszonenkonzept bietet Herstellern von Waagen die Möglichkeit, Waagen bereits am Herstellungsort für einen beliebigen Einsatzort in Europa zu justieren.

    Die neue Futterzarge war undicht an einer Stelle und der ganze käse ist mir durch die Beute gelaufen

    Lass mich raten, die Futterzarge ist aus Holz?
    Schau dir mal die nicot Futterzargen an, da läuft nur Sirup in die Beute wenn Du sie überfüllst.

    Waldis Motivation zur Absicherung der Windeldiagnose durch die Alkohol-Auswasch-Methode finde ich gut nachvollziehbar.


    Randy Oliver empfiehlt diese routinemäßig, mehrfach in der Saison zur Befallsermittlung, ohne dass er deswegen hier kritisiert wird - es wäre ihm wahrscheinlich auch egal.

    Aber würdest du mir ernsthaft raten, als Anfänger im ersten Jahr mit 3 WV und einem Ableger so ein Risiko einzugehen?

    Nein, ich halte dein diagnostisches Vorgehen für durchaus angemessen. Bei derart niedriger Varroa-Belastung würde ich die AS (noch) nicht anwenden, sondern aufmerksam beobachtend zuwarten.

    Mein Eindruck: Die, die so laut berichten stehen nicht für die Mehrheit der Anwender,

    Scheint nur nicht so leicht zu sein, das richtig anzuwenden, was sich immer wieder lesen lässt. Abgeknickte Dochte, ausgelaufene Flaschen, Überdosierung durch falschen Docht,

    Also die korrekte Anwendung des Nassenheider ist keine Raketenwissenschaft - solange die Anleitung gelesen, verstanden und beachtet wird. Die Fehlerquelle "Verschraubung nicht richtig dicht" gab es beim "classic" nicht, den viele Imker noch verwenden. Überdosierungen fallen bei der vom Hersteller empfohlenen frühen Kontrolle der verdunsteten Menge auf.

    Wenn ich (nicht nur im Nahfeld = Verein, Bekannte sondern auch die Auswertungen der Institute (Mayen, Österreich) so schaue wie viele Imker seit wie vielen Jahren Ameisensäure ohne größere Probleme/Völkerverluste anwenden, dann verstärkt sich der Eindruck, daß so mancher "viel Feind, viel Ehr" YouTube-Imker aus seinem Mißgeschick mit irgend einem Verdunster, ein, zwei Videos alarmistisch (gerne mit Clickbait-Titel wie "Totalschaden durch xxx?") produziert. Diese Videos werden dann auf social media und in Foren heftig verteilt.

    "Wenn der Imker nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld"