Beiträge von Honey Bee

    Ach Mensch, das tut mir Leid mit deinen Bienen, beemax . Ich finde auch jeden Verlust schrecklich. Vielleicht hilft es ein ganz kleines bisschen, wenn du dir klar machst, dass in einer natürlichen Umgebung auch nicht jeder Schwarm überlebt? Und ohne dich gäbe es auch jetzt noch mindestens acht Bienenvölker weniger. Kopf hoch, nicht aufgeben :)

    Bei der Winterbehandlung vor einer Woche waren alle sieben von sieben Völkern normal stark bis stark (6-8 Dadantwabengassen besetzt, kurz nach Sonnenaufgang und bei 0 Grad). Milbenfall eine Woche nach der Träufelbehandlung ist auch in Ordnung - liegt bei allen zwischen 0 und 20 Milben, nur ein Ausreißer mit knappen 50.
    Sorge macht mir der Futterstand. Einige Völker haben offenbar sehr lange gebrütet und ihr Futter quasi direkt in Brut umgesetzt. Habe jetzt zwar noch einige Futterwaben zugehängt, aber ist trotzdem kein gutes Gefühl. Da muss man dieses Jahr wirklich aufpassen.
    Habe mich gefragt, ob das auch an der Fütterung mit Apifonda/Futterteig liegen kann? Habe das dieses Jahr das erste Mal so gemacht, nach der Honigernte hat jedes Volk einen großes Block bekommen (ca. 12,5 kg). Sie haben es gut abgenommen, aber nach meiner Beobachtung nichts davon eingelagert. Später haben sie dann noch Futtersirup bekommen, aber offenbar nicht genug. Wie sind eure Erfahrungen dazu?

    Auf deinen Fotos sieht es so aus, als könnten die Bienen auch an einer anderen Stelle des Grundstücks platziert werden. Vielleicht sogar so, dass Herr Nachbar sie nicht mehr direkt sehen kann - verdeckt von einer Gartenlaube oder so? Das hilft in solchen Fällen ja oft schon Wunder.

    Ansonsten kann ich nur empfehlen, möglichst empathisch auf das Anliegen des Nachbarn zu reagieren, auch wenn er ein *** ist. Also immer wieder zu betonen, dass du keinen Streit möchtest und dass die Bienen den Nachbarschaftsfrieden nicht gefährden sollen. Wenn du ihm das Gefühl gibst, im Recht zu sein und sogar auf ihn zukommst, indem du die Bienen verstellst, hat er nichts mehr gegen dich in der Hand. Und du erreichst dein Ziel: Die Bienen können bleiben, der Nachbar hört auf zu stänkern. Auch wenn sich das für dich blöd anfühlt, weil du natürlich eigentlich jedes Recht hast, die Bienen dort aufzustellen.

    Vielen Dank für eure Einschätzungen 😊 Ich fürchte auch, dass sich da nichts machen lässt. “Sticheleien” gegen den Nachbarn, wie hier in einem Post geschrieben, gab es allerdings nicht - nur freundliche Gesprächsangebote. Oder war das ein besonders guter Wortwitz🤪

    In seinem ersten Brief an den Verein schrieb er tatsächlich etwas von einer "Attacke" durch die Bienen. Hinterher stellte sich wie gesagt heraus, dass seine Kinder mit ihren nackten Füßen drauf getreten sind. Sein Garten liegt mindestens 30 Meter von unseren Völkern entfernt und ist durch mehrere Hecken von "unserem" Garten getrennt. Ich finde es merkwürdig, dass da überhaupt Bienen bei ihm im Gras sitzen (außer natürlich, er lässt "bienenfreundlich" den Klee blühen...). Rechtlich hätte er meiner Meinung nach keine Handhabe, aber darauf kann ich es natürlich nicht ankommen lassen. Ich finde seine Einstellung trotzdem wirklich schade, noch nicht einmal persönlich mit mir zu sprechen.

    Liebe Gemeinde,


    ich muss mich mal auskotzen - und vielleicht habt ihr auch noch einen Ratschlag, wie ich mit der Situation umgehen kann.
    Zwei meiner (sanftmütigen) Völker stehen in einem Garten am Rande einer Kleingartensiedlung. Dieser Garten gehört nicht mir, sondern einer Theaterschule. Die Leute finden es toll, dass die Bienen da stehen und machen (coronabedingt) zurzeit auch Unterricht mit den Kindern im Garten direkt neben den Bienen. Es ist noch nie eins gestochen worden.

    Nun gibt es leider in der Kleingartensiedlung einen Gartenpächter, der drei Kinder hat (so ca 5-9). Die sind, seit die Bienen dort stehen, ein paar Mal in den Fuß gestochen worden, als sie barfuß in eine Biene traten.

    Das nahm der Mensch nun zum Anlass, einen Brandbrief an die Theaterschule zu schicken: Die Bienen müssten unbedingt sofort weg.

    Ich bin seitdem per Mail mit ihm in Kontakt, habe ihn mehrmals sehr freundlich um ein persönliches Gespräch gebeten, Verständnis für seine Position gezeigt, ihn mit den Kindern zu den Bienen eingeladen - er lehnt alles ab und bleibt dabei: Die Bienen müssen weg.
    Die Theaterleute wollen es sich nicht mit den Nachbarn verscherzen und sagen, dass es zwar jammerschade ist, aber wir dann einen neuen Standort suchen müssen.

    Es ist echt so traurig, weil es so ein wunderschöner Platz für die Bienen ist 😔 Hat es von euch schon mal jemand geschafft, so einen Nachbarn wie unseren zu besänftigen?


    Lieben Gruß und vielen Dank für jeglichen Tipp

    Hab mal nachgelesen, in der Packungsbeilage heißt es:


    "Die Sprühanwendung muss als einmalige Behandlung bei Temperaturen über 8 Grad durchgeführt werden. Eine zweite Sprühbehandlung nach zwei Wochen wird nur für stark befallene Kolonien mit einem Restbefall von über 6% empfohlen. Die Anwendung großer Mengen Oxalsäure kann zu erhöhter Bienensterblichkeit und Königinnenverlusten führen."


    Insofern verstehe ich nicht, wie man darauf kommt, sein (nicht brutfreies!) Volk mehrmals zu besprühen? Dafür ist Oxalsäure die falsche Behandlungsmethode, in diesem Fall muss man auf Mittel setzen, die in die Brut wirken.

    Meine Ableger habe ich im brutfreien Zustand ein Mal (!) mit Ox besprüht, das gibt ihnen einen guten, milbenarmen Start. Im Spätsommer erhalten sie dann noch eine Behandlung mit dem Schwammtuch (Ameisensäure). Damit fahre ich sehr gut und hatte in den letzten fünf Jahren auch noch keine probleme mit der Schwammtuch-Behandlung. Im Gegenteil: Als ich einmal die totale Brutentnahme getestet habe, starben mir im Winter mehrere Völker. Mehrmals hintereinander würde ich Oxalsäure nicht sprühen, ich bin auch recht sicher, dass in der Packungsbeilage etwas von einer erhöhten Sterblichkeit bei dieser Art der Anwendung steht. Meinst du vielleicht verdampfen? Das ist in D. nicht erlaubt, wird aber trotzdem von einigen als Blockbehandlung angewendet.

    Habe am Wochenende von zwei Völkern 75kg geschleudert, alle Waben fein verdeckelt. Das hat die eher maue Frühtracht in diesem Jahr eindeutig wieder wett gemacht, Hut ab vor den fleißigen Bienen🥰

    Moin,


    ich bin im Allgemeinen sehr vorsichtig, was Säuren und Kontamination von Honig angeht. Dieses Jahr hatte ich nun einen starken Schwarm, den ich nach einer Woche mit Oxalsäure (Sprühbehandlung) behandelt habe. Drei Wochen später war das Volk so kräftig, dass ich ihm einen Honigraum aufsetzen musste, der jetzt recht gut gefüllt ist.

    Meine Frage: Kann man diesen Honig ganz normal ernten?

    In der Packungsbeilage für Oxuvar heißt es:

    “Wartezeit: 0 Tage für korrekt behandelte Völker. Behandlung ohne aufgesetzte Honigräume ausführen.”

    Genau das habe ich gemacht, bin aber trotzdem skeptisch. Wie handhabt ihr das?


    Lieben Gruß!

    Wenn du einen Kunstschwarm stark erstellst (~2kg Bienen), dann ist das ja gleich ein richtig starkes Volk, in seiner Entwicklung nicht vergleichbar zum Beispiel mit einem Brutwabenableger:)

    Du hättest statt des Honigraums auch noch weitere Mittelwände geben können, dann hätten deine Bienen sich jetzt einfach selbst auf den Winter vorbereitet. Die Einengung im Brutraum nimmt man ja in Dadant vor allem vor, damit die Bienen all ihr Futter oben einlagern - für den Imker leicht zu entnehmen.

    So kannst du nun noch etwas Honig von ihnen ernten, auch schön!