Beiträge von Leisure Suit Larry

    Hallo liebe Kollegen,


    mein zweites Imkerjahr bricht nun an, und ich mache mir Gedanken zum erstmaligen Einschmelzen meiner Waben. Dazu habe ich ein paar Fragen an Euch und bitte um Eure Kommentare.


    1. Da ich weder einen alten Einkochautomaten noch einen Waschkessel habe, habe ich mir folgendes überlegt:
    a) große Plastikwanne mit kochendem Wasser befüllen, und Rähmchen eintauchen.
    b) den heißen Sud aus Wasser und Wachs über ein Nudelsieb und einen Nyonstrumpf in einen Eimer gießen, und erkalten lassen.
    Ist das ein gangbarer Weg?


    2. Welche Waben kann ich einschmelzen? Bisher habe ich lediglich von Brutwaben gelesen, was aber ist mit den alten Futterwaben? Kann ich diese auch gleich mit einschmelzen, oder sind diese aufgrund der Futterreste (Apiinvert, etc.) nicht dazu geeignet?


    Danke für Eure Tipps!
    Gruß, Larry

    Liebe Imkerkollegen,


    dies ist mein erster Imker-Februar und ich habe mal wieder ne Frage, für die ich Euren Rat suche:


    2 Völker, Zander, auf 1 Zarge überwintert. Jeweils 1 Eimer Apiinvert im Aug/Sept eingefüttert. Gewogen habe ich nichts.


    Bei meiner Futterkontrolle vor 2 Wochen habe ich festgestellt, daß das jüngere Volk stärker als das ältere ist, und fast kein verdeckeltes Futter mehr hat. Sodann habe ich eine Futterwabe aus dem schwachen Volk in das starke umgehängt (welche nun fast aufgebraucht zu sein scheint).
    Aus Sorge, beide könnten Hunger leiden, habe ich jeweils eine flache Alu-Grillschale (mit Stroh ausgekleidet) mit 0,5 Liter Zuckerlösung (Verhältnis 1:1, zusätzlich einen Löffel eigenen Honig) in den flachen Unterboden gestellt. Das Futter wurde auch zügig abgenommen.


    Ich dachte nun, daß ich ca. alle 5 Tage die Grillschale mit der Zuckerlösung auffülle, bis die erste Tracht einsetzt, auch wenn das bedeutet, daß ich noch 4-6 Wochen nachfüttern muß. Alternativ dachte ich, ich könnte Futterteig kaufen, und diesen mit Wasser in die Aluschale geben. Ich habe das Gefühl, daß meine beiden Völker - verlgichen mit Dezember - bereits gut an Stärke zugelegt haben.


    Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?


    Danke und Gruß, Larry

    Hallo Michael,


    ich hatte vorab ein wenig gegoogled, und dabei sind mir diese zwei Treffer aufgefallen:



    "Vor 7 Jahren hatte ich durch Zufall feststellen können, dass meine Bienen auf Rhabarberstangen nicht gut zu sprechen waren.
    An besagtem Tag kam mir die Idee, diese Stangen zu zerquetschen und in die Fluglöcher zu schieben, so das meine Bienen darüber
    laufen mußten.
    Mein Gedanke war 1., dass wenn es die Bienen schon nicht mögen, die Milben dann auch nicht.
    Sowie 2. in der Trachtzeit Juni ich auch nicht mit Chemie arbeiten will wegen den Honig.
    Mal abgesehen davon, dass ich an diesem Tage meine etwa 30 Bienenstiche als Dankeschön in nur 5 Minuten bekommen habe,
    und meine Nachbarn im Umkreis von 800 Metern mit Hund und Katze bis zum Abend nicht vor die Haustür gehen konnten, war es der Versuch für sich, (aus heutiger Sicht) ein voller Erfolg."
    https://www.landlive.de/boards/thread/25240/page/1/


    "Rhabaraber und Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) in NL Oostindische Kers genannt, Heimat Peru, Blüten und Blätter essbar, wirksam gegen Myxomatose der Kaninchen, könnten die Ursache sein für plötzliches Verschwinden von Varroen aus Bienenvölkern. Diese hätten über und zwischen Rhabarber und Kapuzinerkresse gestanden. Der Imker hatte alle seine Völker mit Apiguard behandelt und zwar zwei mal drei Wochen lang. Während in allen Völkern starker Milbenfall registriert wurde, gab es das bei dem Volk über Rhabarber und Kapuzinerkresse nicht. Weshalb? Auf telefonisches Befragen am 27. Januar 2006 erklärte Hans van Rossen: „Das betreffende Volk stand zwischen dem Rhabarber und der Kapuzinerkresse. Links war der Rhabarber, rechts die Kapuzinerkresse. Das Volk hatte einen offenen Boden, sodass die Ausdünstungen beider Gewächse in die Beute eindringen konnten."
    http://www.honig-spolders.de/41.0.html


    Ich hegte die Möglichkeit, daß meine Bienen womöglich kontinuierlich aggressives Verhalten zeigen könnten. Dies war der Grund meiner Frage.


    Gruß, Larry

    Hallo Kollegen,


    hat jemand von Euch Erfahrung mit Rhabarber Pflanzen neben den Beuten? Wie ich soeben im Netz gelesen habe, enthält Rhabarber Oxalsäure. Nun, meine Intention ist nicht, die Milben durch (schwach konzentrierte) Oxalsäure-Düfte zu eliminieren, sondern: ich habe den Platz neben den Beuten (Abstand ca. 1,5m) als Obst-/Gemüsebeet auserkoren, und möchte dort eben den Rhabarber pflanzen.


    Hat jemand dazu eine empirisch fundierte Meinung?


    Danke!
    Larry

    Liebe Kollegen,


    irgendwie ist es komisch.
    Ich bin Neu-Imker und entspechend fehlt mir die Erfahrung. Was ist passiert?
    Ich habe meine beiden ersten Jungvölker (Zander) zweimal mit dem Nassenheider Professional behandelt. Dabei sind - je nach Behandlungszyklus - zwischen 17 und bis zu 30 ml pro Tag verdunstet. Bei extremer Hitze habe ich die Behandlung unterbrochen. Die Milbenfallergebnisse waren m.E. gut. Nach der 2. Behandlung sind nur noch ca. 2-3 Milben pro Tag gefallen.
    Nun: bereits nach der 1. Behandlung habe ich festgestellt, daß beide Königinnen die Eiablage unterbrochen haben. Vor der 1. Behandlung habe ich 1/2 Eimer Apiinvert aufgefüttert, nach der 2. Behandlung den Rest. Nun haben die Bienen (beide auf einer Zarge) in die Waben - insbesondere den mittleren Wabenbereich (dort, wo normalerweise das Brutnest sitzt) eingetragen. Bei meiner heutigen Kontrolle habe ich je Volk auf lediglich einer Wabe nur eine handvoll Stifte gefunden - abseits der Wabenmitte. Das war´s!
    Mein Problem auf einen Nenner gebracht:
    - so gut wie keine Stifte seit der 1. AS-Behandlung. Könnten die Königinnen Schaden genommen haben?
    - die Wabenmitten alle voll mit Futter besetzt - wo soll die Königin nun legen?


    Vielen Dank für Euren Rat!


    Gruß, Larry

    Hallo Kollegen,


    da bei uns in Oberfranken Zander dominiert und ich meine Völker von meiner Imkerpatin natürlich auch auf Zander erhalten habe, bin auch ich Zander-Imker.
    Im Vorfeld meiner ersten Imkerschritte habe ich sämtliche Youtube Videos von Dirk Unger geradezu verschlungen, und bin deswegen ein wenig vom Warmbau infiziert. Also möchte ich nächstes Jahr einen Versuch starten, und 1-2 Völker im Warmbau aufsetzen.


    Meines Erachtens würde ich doch lediglich einen anderen Boden benötigen, der sein Flugloch nicht auf der schmalen, sondern auf der breiten Seite hat. Ansonsten könnte ich doch meine Zander Beuten dafür verwenden, oder irre ich?


    Weiß jemand, wo ich einen Warmbau-Boden für Zander beziehen kann? Nach meiner google Recherche scheint es da nichts von der Stange zu geben. Und bin ich der einzige Zander Imker, der Warmbau testen möchte?


    Danke und Gruß, Larry

    Hallo Kollegen, hallo Ralf,


    danke für Deine Empfehlung. Da ich aber gerade auch die AS-Behandlung mit dem Nassenheider Prof. (in Leerzarge) durchführe, stellt sich mir die Frage, ob es nicht besser wäre, die zweite BR-Zarge unterzusetzen. Hintergrund meiner Überlegung ist, daß der Verdunster direkt auf der "vollen" Zarge sitzen sollte, um eine höhere Konzentration im Brutbereich zu gewährleisten. Wenn ich die neue Zarge mit den Mittelwänden auf den vollen BR setze, und darauf den Verdunster, so wird möglicherweise nicht viel der Säure unten ankommen - oder liege ich da falsch?

    Hallo Kollegen,


    mal wieder eine Frage von einem Neuimker.


    Ich habe zwei Jungvölker seit Mai in meinem Garten stehen.
    - Zander, einzargig
    - Volk 1: sitzt dicht auf allen Waben
    - Volk 2: ist noch jünger und daher schwächer als Volk 1.


    Vom 28.-30.7. habe ich den Völkern einen Eimer Apiinvert aufgesetzt, welcher nach diesen 2 Tagen bereits halb leergeräumt war (ca. 5 Liter), also habe ich ihn sofort abgeräumt. Nach der heutigen Durchsicht stelle ich mir folgende Frage (für Volk 1):
    Das Volk sitzt eng auf einer Zarge, viele Waben sind mit Futter besetzt, Brut vorhanden, aber recht wenig. Ich befürchte, daß das Volk zu wenig Platz in der Zarge hat, um sowohl Futter zu lagern als auch ausreichende Anzahl an Winterbienen zu brüten.
    Meine Überlegungen gehen dahin, dem Volk eine zweite Zarge auszusetzen (habe jedoch nur Mittelwände), um ihm mehr Raum zugeben.


    Wie würdet Ihr verfahren? So belassen oder erweitern?


    Vielen Dank für Eure Ratschläge.


    Gruß, Larry

    Hallo Kollegen,


    es freut mich, daß mein Thema offenbar einige zu interessieren scheint. Aber zunächst meinen herzlichen Dank für Eure Tipps, insbesondere an Ralph und Franz Xaver!


    Angesichts der anstehenden Hitzeperiode habe ich mich nun entschieden, die Verdunster tagsüber heraus zu nehmen, und abends bis zum nächsten Morgen wieder einzusetzen (sofern es die Temperaturen zulassen).
    Ich befinde mich gerade im 7. Tag der Behandlung und möchte schon einen Zyklus, d.h. 10-14 Tage abdecken.
    Angesischts des Milbenfalls im Volk 1 (ca. 100 in 2 Tagen) sehe ich keine andere Möglichkeit, als weiter zu behandeln. Oder gibt es abweichende Meinungen?


    Eine weitere Frage:
    Meine beiden (ersten) Jungvölker sind identisch aufgebaut und stehen keine 30 cm voneinander entfernt. Die Verdunstungsrate war bisher aber signifikant unterschiedlich:
    Dauer Behandlung bis heute: 7 Tage
    Verdunstung Volk 1 (stärkeres Volk, einzargig): 180 ml
    Verdunstung Volk 2 (schwächeres Volk, einzargig): 105 ml
    Kennt Ihr dieses Phänomen auch und wie kann ich mir das erklären?


    Vielen Dank!
    Larry

    Liebe Imkerkollegen,


    aus gegebenem Anlaß möchte ich hier eine Frage aufwerfen, da ich keine zufriedenstellende Antworten im Netz gefunden habe.


    Meine Rahmenbedingungen und zeitlicher Ablauf:
    - Neuimker, 2 Völker im ersten Jahr, beide einzargig
    - Honig abgeschleudert am 25.07.
    - Auffütterung vom 28.07.-30.07. mit Apiinvert-Eimer (Futter teilweise durch Beute auf Boden getropft -> versuchte Räuberei durch Wespen), Flugloch verengt
    - 30.07. - heute: AS-Behandlung mit Nassenheider Professional in Leerzarge


    Mein Problem:
    Es herrschen 32 Grad Celsius!
    Die Bienen-Traube vor den Fluglöchern wird von Tag zu Tag größer. Die Fluglöcher sind noch verengt, Windeln sind eingeschoben, Verdunster im Volk.
    Sodann habe ich die verdunstete Menge überprüft und festgestellt, daß im Volk 1 ca. 26 ml pro Tag, im Volk 2 ca. 16 ml pro Tag verdunstet sind.
    Aufgrund der hohen Verdunstung (26 ml/Tag) und der großen Traube, habe ich nun die AS-Behandlung abgebrochen und die Windel (zur besseren Durchlüftung) entfernt. Das Flugloch habe ich aus Angst vor Räuberei eng gelassen.
    Milben sind bisher in relativ großer Zahl gefallen (ohne penibel gezählt zu haben, gut 10-20/Tag).


    Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich richtig gehandelt habe und wann ich AS-Behandlung fortsetzen soll (in der Vorhersage sehe ich nur knackige Temperaturen mit bis zu 37 Grad). Was hättet Ihr an meiner Stelle gemacht und wie würdest Ihr weiter verfahren? Vielen Dank!