Beiträge von derroteblitz

    oha! das ist natürlich peinlich :)
    lags etwa an der Hitze, dass die Männer alle gemeinsam in FKK Manier alle Siebene von sich streckten?


    bisher ist mir das "Werkzeug" tatsächlich noch nicht zu Gesicht gekommen....


    Trotzdem Danke für die schnelle Aufklärung. (das mit dem Stachel war natürlich nur ein Köder damit Ihr auch auf den Thread klickt... bei so einer offensichtlichen Wissenlücke muss ich das wohl jetzt nochmal zur Sicherheit dazuschreiben ;)

    Hallihallo,


    kurz vor der Drohnenschlacht habe ich bei meinen Stöcken viele Drohnen mit einer Hinterleibsverletzung gesehen, die ein bißchen so aussah wie bei einer Arbeiterin nach erfolgreicher Imkerzielmarkierung. (Varroen waren das sicher nicht, auch wenn es vllt auf dem Foto etwas so aussieht)


    Kennt das jemand? Sind das schon die ersten Angriffe durch die Arbeiterinnen? Oder eine Krankheit? Komisch ist, dass diese "Verletzung" immer genau an der selben Stelle am Abdomen zu sehen war.


    Freue mich über Spekulationen und natürlich nochmehr über fundiertes Wissen :)


    lg
    Ben



    https://drive.google.com/open?…ya6iiXqG9FLWhQckJuZDNkcTg

    Asche auf mein Haupt wenn ich mich irre, aber ich möchte doch widersprechen bzw. das Haar spalten:


    man kann sagen, dass sämtliche Allele die der Vater auf seinem haploiden Chromosomensatz hat, auch an die Tochter weitergegeben werden.
    Die Mutter hat alle Allele doppelt und gibt gibt ebenfalls einen haploiden Satz weiter. Sie hat also nur die Hälfte ihrer potenziell weitervererbaren Merkmale an die Tochter weitergegeben.


    Trotzdem ist die Tochter mit beiden Elternteilen je zu 50% verwandt. Es werden zur Hälfte Merkmale der Mutter und zur Hälfte die des Vaters exprimiert.
    ein Verwandschaftsgrad von 100% bedeutet Klon.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Verwandtschaftskoeffizient


    hier auch interessantes zum Thema schon da gewesen:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=11543


    lg
    Ben


    Mit dem Vaterdrohn zu 100% !


    das würde ich mal stark anzweifeln.
    (gemeint ist wahrscheinlich, dass alle arbeiterinnen die sich an der spermathek vom selben vater haben bedienen lassen 100% seines haploiden Satzes mitführen, aber das natürlich nur die Hälfte Ihres DNA Materials ausmacht (vereinfacht) und die andere Hälfte von der Mutter stammt.)


    und noch eine Anfängerfrage von mir hinterher:


    Vorschlag zur Güte: Du kannst dem Volk alle (!) BW nehmen, inkl. Schwarmzellen; quasi wie TBE. Die Kö bleibt mit dem größten Teil des Altvolkes auf MW und kann das BN neu anlegen. Den Brutsammler mit AS behandeln, Brut schlüpfen lassen und Bienen verteilen.


    wie sieht das Verteilen in der Praxis aus? einbetteln lassen, abfegen (vor anderen Beuten), direkt in eine geöffnete Beute?
    (den Brutsammler vorher verstellt? Was macht man mit den Nachschaffungszellen?)


    lg
    Ben

    ich komme nochmal auf die Genetik zurück: wie kann es eigentlich sein, dass aus einem 2 jahre lang unauffälligen Volk ein derart stichiges wird nach einem Schwarm aber eben einem Vorschwarm. Hat sich die "Alte" unterwegs nochmal bei einem Drohnensammelplatz blicken lassen und eine kleine Frischzellenkur gemacht?


    Dass da die Volksgröße allein für verantwortlich sein soll ist doch nicht wirklich plausibel.. zumindest nicht wenn das Ausmaß nicht übertrieben ist vom Genscher, was ich nicht glaube.


    Eine ganz windige Vermutung: könnte es sein, dass jetzt das Erbmaterial einer anderen Drohne zum Zuge kommt? In der Samenblase sind ja "Ladungen" von mehreren Drohnen gespeichert. Vielleicht hat sich der interne Wechsel zufälligerweise mit dem externen Umzug synchronisiert? Was sagen die Praktiker?

    Es ist ja wohl auch nicht sinnvoll, von einem Stecher nachzuziehen, wenn man keine Stecher will. Das Nachzuchtmaterial muss von einem guten Volk stammen und der Stecher muss daran gehindert werden, Drohnen aufzuziehen.


    Gruß Ralph


    bedenkenswert ist ja, dass das Volk mit der alten Königin erst nach dem Schwärmen zum Stecher wurde. Wird daher ja wohl eher an äußeren Faktoren wie Hunger oder so zu tun haben als mit Genetik.


    und was mir immernoch nicht ganz klar ist:

    Ein kleines Volk bedeutet auch wenig Bienen und somit auch wenig Flugbienen? Dadurch wirds im Stechvolk leerer und auch übersichtlicher bei der Königinnensuche...


    wie kann man denn an einem einzigen Stand das kleine weiselrichtige Volk auf den Standplatz vom Stecher stellen? Dann finden die Flugbienen von dem kleinen Volk doch auch nicht mehr zurück... (oder macht man das dann so, dass man die beiden Völker einfach vom Standplatz her austauscht? das heisst die Flugbienen werden getauscht und dadurch im eigentlichen Stechervolk weniger stechlustige Bienen und insgesamt weniger Bienen zum Erleichtern des Findens der Königin?)

    uiuiui, was ein Fred... und was ein komplexes Thema. Respekt an Bernhard für den Forschergeist!


    Es wird Zeit mal die Erkenntnisse der letzten Jahre zusammenzufassen, oder? Und daraus versuchen Licht ins Dunkel zu bringen?
    Ich versuchs mal von meinem unbeleuchteten Standpunkt aus, mehr um mir selbst einen Überblick zu verschaffen,... und denen, die das hier sicherlich besser können mal einen Anstoss zu geben :-)


    Scheint mir Fakt und wird mittlerweile nicht mehr befragt:
    - das Bienencluster hat im Winter durchgängig ca.34 Grad Celsius und hat einiges an Wasser abzugeben
    - schon in unmittelbarer Nähe des Clusters ist die Stocktemperatur schon recht nahe der Aussentemperatur. Die Traube isoliert also selbst auch schon sehr gut die Wärme. (lässt sich daraus ableiten, dass sie (trockene) Kälte ziemlich gut verträgt?)
    - Es gibt in unserem Klima im Winter mehr Feuchtigkeit als die Bienen im Stock gebrauchen können. Diese Feuchtigkeit muss raus, damit es nicht schimmelt. Am Besten als Wasserdampf, Niederschlag an den Beutenwänden ist erträglich, über der Traube abträglich.
    - Bienen mögen Schimmel nicht. Sonst würden sie ihn nicht wegputzen, im Frühjahr (auch wenn er uns anscheinend mehr stört als die Bienen.)


    Hier sehe ich irgendwie Widerspüche:
    - Zugluft mögen die Bienen nicht. Trotzdem ist ein hoher Luftaustausch nötig, um die horrenden Mengen Wasser abzutransportieren, das CO2 loszuwerden, etc. Ab wann ist hoher Luftaustausch Zugluft?
    - Gitterboden im Winter trifft nicht auf allzuviel Zustimmung. Der ungeliebte Oliver sprach am Anfang des Threads oft von seinen Bodenlüftungslöchern und Deckellüftungslöchern, die von den Bienen bei Bedarf so besetzt werden, dass kaum Luft durch kann... mit der Metapher Fenster auf Kippstellung. (Was ja bei jedem Haushaltsratgeber gegen Schimmel als grobes Fehlverhalten entlarvt wird) Trotzdem muss man zugutehalten, dass die Bienen, sollten sie wirklich durch Besetzen und Räumen der Lüftungslöcher den Luftstrom kontrollieren, eher Stoßlüften, was ja genau das ist, was als korrektes Lüften von menschlichen Behausungen empfohlen wird. Kann ja aber eigentlich nicht sein, da dann die Traube aufgelöst werden müsste.
    - Die Kondensatordeckelkonstruktionen von Bernhard sind meiner Meinung nach auch nichts anderes als ein Belüftungsschlitz/ Loch, durch das die warme, feuchte Luft entweicht, auskondensiert und als kalte, trockene Luft zurück kommt. Der Vorteil hier läge also eher daran, dass
    1. das Kondenswasser bei Bedarf zur Verfügung steht (so ganz ist ja nicht geklärt, ob sie das nun verwenden oder nicht, oder?)
    2. die zurückkommende Luft vielleicht noch einen Ticken wärmer ist, als die Luft, die von draußen durch ein Lüftungsgitter kommen würde
    3. die Luft vor und nach der Kondensationsschleife immernoch Stockluft ist, also evtl. noch andere wertvolle Bestandteile enthält, die sie vorher auch enthielt (Stichwort: eigene Milchsäureproduktion).
    - Ist die (nach außen abgegebene) Heizleistung einer Bienentraube evtl. doch so gering, dass es mehr oder weniger egal ist, ob die Beute Styropor, 10cm Holz oder 1cm Holz hat und viel wichtiger, wie das Kondenswasser verschwindet bzw. ferngehalten werden kann? (Im Baum fließt das vielleicht einfach nach unten und versickert im morschen Gehölz, beim Gitterboden läuft es nach unten raus, ganz sicher nicht wie von Oliver postuliert sinkt die kalte feuchte Luft nach unten raus.. aber das wurde ja allen ausser ihm selbst klar :-) Oder ist es egal in Hinblick auf die Kondensation, weil die eh statt findet, aber nicht egal für die einigen Tage unter -10 Grad Aussentemperatur, an denen dann ein mehr Isolation doch einen Unterschied macht, weil die Bienen an die Grenze des wärmbaren kommen?


    Und noch einige Bemerkungen (am Rande):
    - schade, dass einige Links mittlerweile nicht mehr funktionieren. Vor allem, die Zeichnungen der doppelwandigen Holzbeute
    - Ich habe kürzlich die erste komplette Durchsicht in meiner KTBH gemacht und folgendes festgestellt:
    1. Die Randwaben sind nur teils mit Honig gefüllt gewesen. Dieser ist noch unangetastet. Das erstaunliche ist aber, dass die freien Waben unter dem Honig voll mit (Kondens)wasser sind. Daran waren auch einige Bienchen zugange. (habt Ihr das auch? konnte nirgends davon lesen)
    2. das Kondenswasser in den Waben verzerrt natürlich das Stockgewicht..
    3. ich hatte den Boden im Winter verschlossen. Es gab ein obenliegendes ca. 4 cm2 großes Flugloch als Schlitz. Auf dem Boden lagen etwa 400 tote Bienen, teils etwas angeschimmelt. Das Trennschied hinter den Honigwaben war auch leicht angeschimmelt. (Die Beute habe ich aus Baumarkt Fichtenholz gebaut und nicht behandelt (die ersten hatte ich mit Leinöl aus dem Alnatura behandelt, was aber meiner Meinung nach ungeeignet ist, weil sich dort wo ich behandelt habe auf dem Holz mehr Schimmel angesetzt hat als auf den unbehandelten Teilen))
    4. Die Königin stolziert, es gibt Brut in allen Stadien. Und noch ziemlich viel vom Honig vom letzten Jahr, mal sehen wie schnell der jetzt angefasst wird. (Es sind ca. 6 Wabengassen voll besetzt und es fallen schon die Wachsschüppchen)
    - ich fand ja die Beiträge von André Megachiropter nicht so unnütz und seine Überlegungen nicht doof, wäre schade gewesen, wenn er schon vorher gesperrt gewesen wäre.


    soweit! auf weitere 29 interessante Seiten :-)

    Auch auf die Gefahr hin im falschen Forum zu posten :) (bzw. mich als falscher Fuffziger unter den Imkern zu outen ;)


    Ich bin auch bandscheibengefährdet und arbeite mit 2 kenian top bar hives (oder auch der kenianischen Oberträgerbeute), die auf Bauchnabelhöhe abschließen... Dieses Jahr sollen es 4 bis 5 werden. Da gibt's kein Kistengehebe. Ist aber natürlich nicht jedermanns Sache und bei 30 Völkern natürlich ein ziemlicher Umstieg.... Ich persönlich bin aber großer Freund dieser Betriebsweise und finde alle horizontalen Beuten, vor allem wegen der nicht anfallenden Schlepperei, durchaus interessant.


    Und einen Honigeimer kann man auch mit gelittenen Bandscheiben viel besser anheben als eine gleich schwere Kiste körperfern auf eine andere drauf zu heben.


    Zum Bauchmuskelthema: in der akuten Phase ist Bauchmuskelbetätigung tatsächlich schmerzhaft und Training nicht möglich bzw. zu empfehlen. Aber in der anschließenden Phase sehr wohl, gerade weil jede sanfte Belastung und Bewegung die Strukturen stärkt und aufbaut. Genau so wichtig wie Aufbautraining ist aber übrigens kontinuierliche Bewegung. Weit vorne dabei: Gehen... Sitzende Tätigkeiten sind deshalb so fatal, weil durch den vertikalen Druck auf die Bandscheiben und durch die fehlende Bewegung über Stunden die Durchblutung in den BS stark herabgesetzt ist und so die Nährstoffversorgung. Damit wird das Gewebe schleichend geschädigt und somit brüchig/ anfällig.


    Und als letzter Tipp an alle bandscheibengeplagten Bauchschläfer: zwingt euch auf der Seite zu schlafen (auf einer guten Matratze)... Das ist nicht zu unterschätzen.


    Lg,
    Ben

    Hey ihr alle,


    danke für eure Antworten, die ja ein klarer Fingerzeig Richtung füttern sind. Habe dementsprechend am Wochenende auch noch mal 4 kg Sirup angeboten, und eine kleine Honigwabe, die ich bisher nicht mitgezählt hatte von aussen ans Brutnest rangehängt. Samstag und Sonntag gab es auf jeden Fall noch ordentlich gelbe Pollenhöschen (Goldrute?) und weiss bestäubte Rücken (indisches Springkraut?... Ist auf jeden Fall beides in der Nähe zu finden).


    Auch freue ich mich über die eher philosophischen Standpunkte, die hier teils versteckt und teils klar geäußert werden. Das hilft mir ein tiefgründigeres Verständnis für Imkerei und den Bien aufzubauen...


    Ich bin schon jetzt tierisch gespannt auf das Frühjahr und hoffe mal auf einen kurzen knackigen Winter...


    Lg Ben

    was unterscheidet einen 'natürlichen' Schwarm im Juni bzl. der Trachtlage in unserer natürlichen Landschaft von seinem wie auch immer gearteten 'unnatürlichen' Gegenstück? Was die Bienen wollen und was sie können ist zweierlei. Ende Juni gab es hier um Köln nix mehr, die Linde hat völlig versagt. Beispielsweise. Das 'natürlich' kannst Du schlichtweg vergessen in unserer jetzigen Landschaft, und auch im Paradies kommen nicht alle Schwärme durch. Wenn Du hundert Schwärme unter gleichen Bedingungen einschlägst und drei kommen nicht durch, dann stimmen Deine Aussagen bzl. der natürlchen Auslese, ansonsten isses Quatsch, wenn Du einen Schwarm bei Dir einquartierst und der dann zu schwächlich ist sich eine Busfahrkarte ins Nachbartal zu lösen, wo die Goldrute blüht. Da bist Du dann gefragt, als Imker. Wenn Du meinst, mit naturnaher Imkerei und den Honig nicht 'klauen' wär es getan, dann ist das Naturromantik pur. Das mein ich mit Feingefühl vs. Weltbild. Wenn Du wiegst und fütterst (fast egal womit, lassen wir 'Chance-auf-Faulbruthonig' mal außen vor), dann isses ja gut :)


    Beste Grüße,
    Ralf


    Ich verstehe deinen Standpunkt. Heisst ja auch nicht umsonst Völkerführung.. Und bin auch wirklich heiß drauf diese in der Gänze ihrer Eleganz zu erlernen [emoji57]

    Hey liebe Leute,


    Dank für die Antworten.


    Was mich angeht vorneweg: ich bin schon seit ein paar Wochen dabei dezent zuzufüttern, bin aber trotzdem eher der Theorie zugeneigt, dass es kein besseres Winterfutter als den eigenen Honig gibt und dass "mehr" nicht immer besser ist. Und genau dieses Abschätzen im Herbst, wann und wieviel man den Bienen eben unter die Arme greifen muss oder ob sie selbst (besser) zurecht kommen ist für mich momentan noch nicht einfach zu sehen. Es leuchtet mir ein, dass zu viel Füttern im Herbst besser ist als Notfütterung im Frühjahr, aber das heisst ja nicht, dass es nicht auch ein "zu viel" im Herbst gibt.
    Aber danke für eure Einschätzungen ich werde auf jeden Fall weiterfüttern und mal auf Dadant umrechnen.


    und jetzt noch ein bißchen Off-Topic: Ralf :

    Nich Dein Feingefühl muß einjustiert werden, sondern Dein gesamtes Weltbild


    Von meiner Frage auf meine Weltanschauung zu schließen halte ich für recht weit aus dem Fenster gelehnt. Daher hier mal kurz einen kleinen Einblick in meine selbige:
    - Ich stimme Jörg zu: Zum Lernen gehört das Fehler machen dazu. (und Kommunikation, denn dadurch kann man auch von Fehlern anderer lernen und muss sie nicht selbst machen.)
    - als diplomierten Biologen interessieren mich neben imkerlicher Praxis und Traditionen auch die von der Natur geschaffenen Prinzipien und Mechanismen, die ich verstehen möchte und die mich faszinieren.
    - ich glaube nicht an den Stein der Weisen. Selbst der erfahrenste Imker (oder allgemein: Meister seines Faches) macht Fehler und es lohnt sich immer bestehende Systeme und Praktiken zu hinterfragen.
    - Prinzipiell ist es besser auf starke Völker zu selektieren, z.B. indem man möglichst wenig eingreift, anstatt auch schwache Völker durch immer weiter steigenden Aufwand durchzubringen.


    Soweit liebe Grüße,
    Ben