Beiträge von Kruppi

    Was tun, wenn Honig nicht kristallisiert, erst irgendwann, und dann auch noch sehr grob?


    Bei mir bleibt der frisch geschleuderte Honig normaler Weise sehr lange flüssig, teilweise länger als 1 Jahr und das bei einem Wassergehalt zwischen 16-17%. Damit er überhaupt cremig wird muss ich ihn impfen, rühren, 2 Wochen ruhen lassen, nochmal lange rühren (ca. 45 Minuten mit Doppelflügel und voller Drehzahl) und fülle dann am nächsten Tag ab. Der Honig ist dann noch flüssig, aber schon sehr trübe. Wenn ich ihn so bei Zimmertemperatur stehen lassen würde wäre er nach 2 Monaten grob auskristallisiert. Wenn ich ihn bei 5°C in einen Kühlschrank stelle ist er nach ca. 3 Wochen fest und super fein.

    Für Liebhaber von etwas gröberem Honig hab ich eine kleine Extracharge. Der war nur 3 Tage im Kühlschrank und ist dann bei Zimmertemperatur weiter auskristallisiert. Er ist dadurch grober und dunkler:

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    Um in meinen kleinen Arbeits-Kühlschrank ca. 60 Gläser zu bekommen nutze ich auch die Türfächer und muß die vordere Reihe Gläser zum Teil mit Kraftklebeband sichern:



    Jetzt im Winter konnte aber auch mal ein ganzer Eimer in der kalten Garage fest werden lassen, als Impfhonig für die kommende Saison. Mit Gläsern wäre das natürlich auch möglich, aber die bekomme ich dort nicht hin, ohne das der Honig gegen den Deckel läuft. Im Kühlschrank klappt das wunderbar, zu jeder Jahreszeit und die Deckel kleben nicht. :)

    Es ist nur ein kleines Geschenk, und weil er fest ist, noch nicht mal klebrig.

    Wenn jemand zum Beispiel immer nur flüssigen Honig kauft schenk ich manchmal den dazu um ihn auch mal zu probieren. Manchmal hab ich auch Familien oder Passbilder mit Kindern, die sich sehr darüber freuen... Ich finde Honig pur, gerade Linde, auch nicht unbedingt so aussagekräftig. Die sollen den lieber am Sonntag morgen auf einem Butterbrötchen probieren, da schmeckt er doch am besten...:)

    Ich fülle meine 30g Probebecherchen ganz normal mit dem Quetschahn ab. Bei 200 Stück dauert das dann eben mal 2 Stunden.

    Dann kommen sie auch noch 3 Wochen in den Kühlschrank, genau wie die großen Gläser, damit der Honig schön feinchremig und fest wird. Und dann kommen auch noch die Etiketten drauf... kostet alles Zeit, wie alles in der Imkerei..., muß man eben gerne machen!


    Verkauft hab ich davon noch keins, die gibt es nur geschenkt zum Anfüttern für Neukunden...:*


    Die Gastroflaschen hab ich auch probiert. Geht nur mit sehr flüssigem Honig und nur sehr langsam, kann ich nicht empfehlen. Die sind nur für kleine Mengen z.B. wenn Waffeln gebacken wurden ganz praktisch.

    Natürlich entstandene Königinnen sind aber auch unterschiedlich gut, je nachdem wie gut die Zellen gewärmt wurden, also auch ob sie in der Brutnestmitte oder eher am Rand lagen.

    Im Brüter kann man dafür sorgen, das immer alle nicht nur "gut" werden, sondern optimal. Eine Fahrt von 10 Km im Sommer im Auto wird die Zellen auch nicht gleich so sehr auskühlen, das sich das im Ergebnis bemerkbar macht, oder man den Brüter schon im Auto haben müßte.

    Wenn man die Zellen auf Pflegevölker verteilt, die ja auch erst mal nicht sofort alle Zellen auf 35°C heizen, (sofern sie das mit nur zwei Brutwaben im Honigraum überhaupt hinbekommen...) ist die kurze Fahrt wahrscheinlich die bessere Wahl.


    Meine Sorge wären da eher Erschütterungen. Ich würde für die Fahrt den ganzen Zuchtrahmen gut gepolstert über Kopf mitnehmen, damit die Maden im Futtersaft am Zellengrund bleiben, und erst im Brüter richtig herum einhängen.

    Wenn man die wertvolle Königin absichtlich in einer zu kleinen Beute hält, um sie zu "schonen", dann aber doch dauernd Brutwaben entnimmt legt die doch trotzdem was das Zeug hält? Da wäre mir das Risiko auch zu hoch, das sie schwärmen. Meine Wirtschaftsvölker schwärmen nicht, warum sollte man da was anders machen? Die sind alle auf 1 Brutraum DNM und werden dadurch schon ganz automatisch genug "geschont".

    Ich bestelle meine Zuchtmütter lieber regelmäßig und führe sie ganz normal wie alle anderen auch, werde sie allerdings nicht schon nach einem Jahr umweiseln... :S

    Krabbelzelle schön und gut, aber woher soll er sie nehmen?

    ...

    Zuchtstoff von der Zuchtkönigin des Vereins holen oder direkt aus Hohenheim. Das ganze dann im Ableger

    Wie, Zuchtstoff in den Ableger? Klingt nicht gerade nach einem guten Plan sondern eher nach Verschwendung von Zeit und Benzin...

    Dann würde ich aber noch 10 Völker mit Bannwabentasche testen. Da kannst du jede Woche eine neue Wabe reinhängen und mit den 10 entnommenen ein neues Volk bilden! Einfach von jedem Volk noch eine Wabe voll Bienen dazu und gleich behandeln, solange die Brutwaben noch nicht verdeckelt sind. So wird die Legeleistung der Königinnen wenigstens nicht verschwendet.:u_idea_bulb02:

    Nur mal so als Idee. Hab ich noch nicht ausprobiert, die Bannwabentaschen sind auch nicht ganz billig...

    Ich teile bis jetzt lieber komplett in Brut mit Altkönigin + wenig Bienen und Flugling auf neuen Waben mit neuer Königin. Der neue Teil kann brutlos behandelt werden. So kann man die Völkerzahl nach der Ernte auf einen Schlag verdoppeln. Mit den vielen Brutwaben mach ich auch gerne nochmal einen starken Sammelbrutableger für die letzte Zuchtreihe mit Krabbelzellen und Königinnen zum umweiseln.


    Diese Minipluswabe mit eingeklemmtem Mittelwandstück ist jedenfalls Murks. Die paar Eier, die von der Königin dort gelegt werden können..., erst muß sie warten, bis das ausgebaut ist, dann legt sie vielleicht 1/2 Tag und das wars.

    Skalvinikäfige sind sicherlich besser, auch wenn die Königin darin weniger "Auslauf" hat, aber immerhin kann sie weiterlegen. Das ist wohl wichtiger.

    Mir wäre es zu Schade, um die ganze Brut, die sie normaler Weise in der Zeit anlegen könnte.

    Alle Völker wurden mit Oxalsäure im Dezember behandelt.

    Innerlich oder äußerlich?

    Innerlich ist schnell mal überdosiert, schwächt die Bienen und verkürzt die Lebensdauer...

    Völker, denen es gut geht fliegen lieber erst bei besserem Wetter. Ist dieses Volk evtl. auch schon im Spätherbst durch stärkeren Flug und evtl. viel Totenfall vor der Beute aufgefallen? Dann war zu viel Varroa drin. So einen Kandidaten hatte ich letztes Jahr dabei, die sind dann bei der letzten kleinen Kältewelle im März doch noch eingegangen. Da waren aber auch fast keine Bienen mehr drin. Dieses Jahr könnte das auch wieder bei 1-2 Völkern passieren, die im letzten Herbst besonders hartnäckig von Wespen ausgeraubt wurden trotz winzigem Flugloch... kleine Verluste hat man immer mal. Solange das aber nur 5-10% sind gehört es wohl in der Imkerei einfach dazu.

    Aber Zuchtstoff zu besorgen bedeutet wieder viel Aufwand, wenn man noch keine Linie am eigenen Stand hat. Daher würde ich als erstes mal Königinnen kaufen und dann im Folgejahr von der besten nachziehen.

    Auch kannst Du den schlechteren 5, verdeckelte Drohnenrahmen der besseren 5 geben, nachdem deren Drohnenrahmen geschnitten wurde - dann haben die auch Drohnen im Volk

    ... und Milben.

    ... und begattet wird nicht im Volk!;)

    Drohnen fliegen auch so in verschiedene Völker. Und das auch nicht nur am eigenen Stand, sondern sie wandern und breiten die genetische Vielfalt damit aus. Der eigene Stand trägt je nach Imkerdichte (fehlende Ortsangabe beim Fragesteller) bei wenigen Völkern dem entsprechend auch nur wenig zu der Begattung bei.

    Dann ist noch die Frage, was sind gute Völker, und warum sind sie es? Das liegt ja hauptsächlich an der Königin, aber die Genetik spielt dabei weniger eine Rolle als die Aufzuchtbedingungen. Auch gut nachgezogene F2-Fx Königinnen und auch Landrasse-Naturschwarm-Königinnen können super sein!

    Bernhard Heuvel sagt: "Futter und Wärme sind 50%, die anderen 50% vielleicht Genetik" (siehe hier ab Minute 10:20)


    Bus-T Wenn du wirklich gute Königinnen haben möchte gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

    1. Das volle Programm der Königinnenzucht mit Zuchtmutter, Sammelbrutableger, Brutbox, Begattungseinheiten und Kunstschwarmbildung...

    oder

    2. Erst mal welche bei einem guten Züchter oder Vermehrer bestellen.


    Ich würde dir dazu raten jetzt schon mal 6 Begattungskästchen und später 6 unbegattete Königinnen zu kaufen. Dann Begattungseinheiten mit kleinen Kunstschwärmen bilden, und diese im Erfolgsfall später zum umweiseln über Zeitungspapier auf entweiselte Wirtschaftsvölker aufsetzten. Wenn du mehr Völker haben möchtest solltest du größere Kunstschwärme mit begatteten Königinnen bilden.

    So hast du schon mal einen kleinen Einstieg in die Zucht und kannst bei Bedarf im nächsten Jahr mit mehr Völkern das Thema Sammelbrutableger angehen. :daumen:  


    ... und spät begattet! Kommt also auch auf die Umgebung und das Wetter an ob es "Sinn macht".


    Was allerdings auch "Sinn macht" ist die Vermehrung durch Kunstschwärme mit guten Königinnen statt "Ableger" und "schwache Völker" später aufzupeppeln.


    Und, um beim Thema zu bleiben, gute Königinnen zieht man nicht in Blumentöpfen.

    (Ableger schon, aber nur Pflanzen... :p_flower01:)

    wenigstens Begattungseinheiten im Standmaß sollten schon genutzt werden.

    Das mit dem Königinnen kaufen ist zwar auch richtig, aber ich befürchte, da fehlt wohl noch etwas Erfahrung und dementsprechend hoch ist das Risiko, das die teuer gekaufte Königin gleich wieder abgestochen wird. Das klappt auf Anhieb wahrscheinlich noch schlechter als die Nachzucht im Blumentopf. ;(

    Maxi das ist wirklich keine gute Idee. Wenn du unbedingt was in der Richtung probieren willst, nimm wenigstens Holz oder Styropor, und schraub das zusammen. Begattungskästchen sollten wenigstens gut isoliert sein.