Beiträge von Kruppi

    Ganz oben direkt unter dem Gefrierfach ca. 3-5°C und unten oder in der Tür eher so 7-8° C. Ich stell den auf Maximum und sehe meistens nur ca. 2x die Woche kurz rein. Ich sehe es dann am besten an der Oberfläche, ob er fertig ist, die glänzt noch recht lange und wird irgendwann richtig schön glatt und seidenmatt. Ist aber wie gesagt auch alles eine Frage der Sorte. Der Mischhonig bei mir neigt nicht besonders stark zum Kristallisieren, wenn dann meistens nur grob, den kann ich echt nur mit Kühlung dazu zwingen schön fein auszuhärten.

    Bei mir bilden sich die ersten Blüten, wenn der Honig zu lange im Kühlschrank steht. Bei der weiteren Lagerung und Verkauf bei Zimmertemperatur von ca. 21°C wachsen die Blüten nicht weiter und Gläser ohne Blüte bilden auch erst mal wochenlang keine, es sei denn der Wassergehalt vom Honig ist sehr niedrig. Hängt aber sicherlich auch von der Sorte ab. Ich mische meistens den Honig verschiedener Ernten so das ein Wassergehalt zwischen 17 - 18 % entsteht, da entfaltet sich das Aroma auch besser als bei ganz trockenem von um die 16 % finde ich. Solchen Honig hebe ich lieber auf um auch mal ein paar Eimer mit 19 % zu retten...

    ...würde mich mal interessieren, welche Temperatur der Honig im Eimer vor und nach dem Rühren hat.

    Der Honig wird nicht viel wärmer beim rühren. Ich hab es nicht gemessen, aber nach dem Rühren mach ich immer nochmal eine Löffelprobe zum probieren und zum Messen des Wassergehalts. Gefühlt hat der gerührte Honig jedenfalls höchstens 23-24°C wenn es vorher 20-21°C waren. Von der Schaumbildung machen sich manche vielleicht auch ein falsches Bild, darum hier mal ein richtiges:

    20B_7718kl.jpg

    Den Honig habe ich gestern von 15-16 Uhr gerührt. Der Doppelpropeller ist dabei im 40 Kg Hobock im unteren Drittel platziert und zieht weder großartig Luft in den Honig, noch schrabt er an der Wand oder dem Boden. Es werden lediglich die groben Kristalle in kleine feine zerschlagen und so wird auch der abgefüllte Honig im Kühlschrank innerhalb 2-3 Wochen sehr schön feinchremig und fest.

    So lange da nur Mutmaßungen kommen und keine schlechten Erfahrungen kann ja jeder selbst entscheiden, ob er es selbst mal ausprobieren möchte.

    Ich hab jedenfalls seit Jahren gute Erfahrung mit diesem Verfahren gemacht und wollte es nur mal als Alternative zum verflüssigen mit Wärme darlegen, auch wenn es vielleicht etwas länger dauert oder mehr Aufwand bedeutet. Ich glaube auch nicht. das tatsächlich 99,9% der Imker in Deutschland überhaupt einen Melitherm oder einen Auftauschrank besitzen oder benutzen möchten. Natürlich ist es besser den Honig gleich nach der Ernte zu impfen zu rühren und abzufüllen. Das mache ich auch, so viel wie man im Sommer eben schafft nebenbei... aber da sind im Winter dann eben doch noch einige Eimer übrig, die langsam anfangen grobe Kristalle zu bilden, die zerschlage ich eben lieber statt sie zu schmelzen.

    Wie gesagt, es ist eine Alternative und als solche vielleicht für manche Leser interessant. Ich würde mich freuen, wenn hier mehr gute Erfahrungen berichtet werden.

    Klingt so richtig lecker.

    Ich verstehe nicht, was dich an so einem Verfahren festhalten lässt

    Hoffentlich nimmt sich das niemand zum Vorbild

    Glaubt es oder nicht, der Honig wird auch nur durch langes rühren sehr schön feinchremig und verliert dabei vor allem kein Aroma und auch sonst keine wertvollen Inhaltsstoffe wie durch erhitzen. Phasentrennung entsteht später auch nicht, jedenfalls nicht bei höchstens Zimmertemperatur innerhalb der ersten 2 Jahren Lagerung. So ein hohes Alter erreichen bei mir auch nur Rückstellproben, denn der meiste Honig wird noch vor der nächsten Ernte frisch verkauft.

    Schade, das wir hier keinen Geschmacksvergleich machen können, nur ein Foto kann ich anbieten und euch versichern, das der Honig tatsächlich super lecker ist ... :)

    imkerforum.de/attachment/15055/

    Da ich keinen Marktverkauf mache sondern täglich nebenbei in meinem Laden, kommen vor allem Stammkunden, Gelegenheitskunden und viele "Wiederholungstäter", weil der Honig so lecker war. Ich bekomme also durchaus neben der leeren Gläser auch viel feedback und das gibt keinen Anlass irgend etwas an dem Verfahren zu ändern, im Gegenteil, ich halte es für einen sehr guten Weg bei kleinen bis mittleren Mengen von ca. 200-800 Kg / Jahr.

    Melitherm, Impfen, Rühren

    Wenn dein Lagerhonig nicht steinhart ist versuch es doch mal ohne erhitzen.

    Den groben Honig einfach so lange rühren bis er fein ist. Ich rühre mit dem Doppelpropeller meistens am Freitag Abend ca. 1 Stunde mit voller Drehzahl und am Montag kann abgefüllt werden. Restliche grobe Kristalle sind dann am Boden und etwas Schaum an der Oberfläche. Abgefüllt werden ca. 36 von 40 Kg aus der Mittelschicht und kommen sofort in den Kühlschrank. Nach 2-3 Wochen ist der Honig (ca. 17-18% Wassergehalt) feinchremig fest kristallisiert und kommt raus aus dem Kühlschrank. Der Resthonig im Hobock dient gleich als Impfhonig für die nächste Charge.

    ...leichte Blütenbildung und der Honig löst sich an manchen Stellen von der Glaswand.

    Kann mir jemand Tipps geben...

    Je niedriger der Wassergehalt um so schneller passiert das. Einfach früher aus dem Kühlschrank nehmen hilft. Wenn du die Blüten unbedingt wieder los werden willst hilft warm stellen, aber echte Honigkenner (auch und gerade unsere Kunden... :)) wissen schon, das es eher ein Qualitätsmerkmal als ein Mangel ist. Bei mir stehen Honige mit und ohne Blütenbildung und werden alle gerne genommen.

    ... Besonders wichtig bei einem so riesigen Honigetikett von 5x8 cm ! ;)

    Kommt mal auf den Boden und macht nicht so eine Wissenschaft draus. Wandelt die Vorlage vor dem Hochladen in das gängigste Fotoformat um. Wenn dann der Bildschirm auch noch einigermaßen gut stimmt wird auch das bestellte Ergebnis nicht mit "totalem Rotstich" zurück kommen, sowas passiert nur wenn irgendwelche anderen Farbprofile eingebettet werden.

    Holzasche

    Holzasche

    Ich frag mich die ganze Zeit, warum meine Hühner keinen Kalk oder andere Pulver brauchen...

    Die Asche von Kamin und Lagerfeuer landet allerdings regelmäßig im Hühnergehege! :u_idea_bulb02:

    Danke für den Tip, da werd ich ab jetzt auch immer etwas extra in das Sandbad einmischen damit meine Hühner so schön milbenfrei bleiben. Man lernt hier wirklich immer was dazu!