Beiträge von Noldi

    Jonas, du schreibst eh die gleichen Gründe hin wie ich und Karl (DerBergische) oben und wieso "mir" der Varroatester mit CO2 besser gefällt, als ein Varroaschüttelbecher mit "Puderzucker". Wie der Varroatester CO2 im Vergleich zu Schüttelbecher mit Bienenhilfe ist, darum ging es bisher gar nicht und kann ich auch gar nicht beantworten, ich hatte noch nie Bienenhilfe in Verwendung. Dass der Preis für den Varroatester CO2 zu hoch ist wurde auch vorher schon erwähnt. Im Gebrauch komme ich auf ca. 10cent für das CO2 pro Test.


    Interessant wäre bei Verfahren wie Varroatester CO2, Schüttelbecher Bienenhilfe, ... wie die Schadschwellen hier wirklich sind, denn meine gemessenen Werte weichen da von der Windel ab. Vielleicht gibt es da ja einen Unterschied zwischen Rähmchenmaß, Betriebsweise (angepasster Brutraum oder nicht), ... Bei mir Dadant mit angepasstem Brutraum und Entnahme der Bienen zum testen von einer der wenigen Brutwaben.


    Gibt es eigentlich eine Möglichkeit die CO2 425g Flaschen, die es heute für zu Hause für Sprudelgetränke gibt, zu nutzen? luffi : was benutzt ihr für ein Anschlussset für die 2kg Flaschen?

    Ich habe mir ein paar Schüttelbecher für die Puderzuckermethode gebaut. Gehen gut, solange die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist. Also zusammenpappender Puderzucker ist ärgerlich. Um den Puderzucker schon zu Hause für mehr Völker vorbereiten zu können habe ich billige Urinbecher gekauft. Die Methode dauert mir aber zu lange und mir hat es dauernd die dazu nötigen Metallsiebe verstopft. Gefällt mir aber besser wie die Windeln, vor allem während der Saison nutzen mir die nichts, da ich da auf dem Gitter ein Brett liegen habe.


    Also heuer einen Varroa-CO2-Tester gekauft und tja, bis auf den Preis und dass es mir den ersten gelieferten CO2 Spender zerrissen hat (der neue funktioniert), bin ich von dem Teil begeistert. Das einzig leicht nervige ist, dass einige Milben zwischen Gitter und Glas hängen bleiben. Aber ein wirkliches Problem ist das eigentlich auch nicht.


    Auffallend, es fallen mehr Milben als bei der Puderzuckermethode und mehr Milben als man bei den üblichen Umrechnungsfaktoren für die Windeln erwarten würde.

    Optimal wie auch Bernhard immer schreibt, jetzt den Brutfreien Zeitraum für ne einmalige Bedampfung nutzen. Die Blockbehandlungen hatten wir ja schon oft, wirken bei Brut erst optimal über ein langen Zeitraum, da die Milben sofort wieder in die frische Brut abtauchen. Nur wer kann das schon zeitlich machen über ein Zeitraum von ca. 21 tagen alle 4-5 tage zu bedampfen.



    gr. Stefan



    Deswegen unterscheide ich oben auch zwischen Sommerbehandlung und Spätherbst/Winterbehandlung. Ox Dampf im Sommer - wenn es warm ist, die Bienen ausfliegen können und nicht in der Traube sitzen - wirkt anders als im Spätherbst, aber vor allem Winter in der Traube. Das im Spätherbst/Winter keine Blockbehandlung nötig ist hat die Studie der Fischermühle gezeigt. 1x oder 2mal im Abstand von 2 Wochen. Im Sommer aber funktioniert das nicht. Ca. Mitte Okt. einmal bedampfen wie mehrere oben (ich auch) beschrieben haben ...

    Sommer:
    TBE -> Altvolk nach 5 Tagen einmal bedampfen. Brutscheune auslaufen lassen und einmal bedampfen. (Brutscheune ist das einzige wo ich eine höhere Dosis nehme, ca. 2.3-2.5g Ox)
    bei allen Völkern bei denen keine TBE durchgeführt wird (warum auch immer) eine Blockbehandlung entweder 4x alle 4 Tage oder 5x alle 3 Tage.
    Variante TBE bringt bei mir den niedrigeren Abfall im Oktober, ich bedampfe aber auch nicht bis die im Sommer bei einer Blockbehandlung auf 0 herunten sind. Heuer 5 mal alle 3 Tage, letztes Jahr 4x alle 4 Tage => ich merke fast keinen Unterschied, tendiere aber zur alle 3 Tage Variante .... Falls wer eine Studie zu OX Blockbehandlung hat, bitte her damit.

    Meine Erfahrung (meine Völker stehen in Österreich) nach korrekter Sommerbehandlung:


    ca. Mitte Okt. also ca. 2 Wochen nach dem Temperatursturz, der hier fast immer Anfang Oktober ist und der dafür sorgt dass die meisten Völker kurzzeitig aus der Brut gehen bzw. zumindest stark einschränken: einmal bedampfen (ob um die Zeit öfter etwas bringt, da müssten sich andere dazu äußern ... ich zähle um die Jahreszeit nicht mehr wirklich)


    Dann um die Wintersonnenwende noch einmal und je nachdem wie da der Abfall war (also entweder helle Milben dabei oder zu viele oder für die die auf Nr. Sicher gehen wollen immer ...) 2 Wochen später (gemäß der Studie der Fischermühle) ein zweites mal bedampfen.


    Ich nehme jedesmal ca. 1.2-1.3 Gramm ApiBioxal.
    Dichte Maske und Handschuhe nicht vergessen! zB. Moldex 7000 (7002 wäre Größe M) mit P3 Filtern (sehr angenehm zum atmen mit den Dingern).

    Ich glaube das Gegenteil ist der Fall und zwar dass ein wirklich gut angepasster Brutraum Vorteile bringt. Warum? Nehmen wir eine Beute die für ein Volk - noch - zu groß ist. Dann laufen die Bienen zwar immer mal wieder überall herum, aber wirklich belagern tun sie eben nicht alles. Beim angepassten Brutraum belagern sie die Brutwaben deutlich stärker. Sie beherrschen diesen Raum. Das Schied ist rundherum offen, ist es ja nur in der Größe eines Rähmchens. Relativ früh im Jahr hängen hinter dem Schied Flugbienen herum. Dieser Raum ist somit nicht Bienenleer, vielmehr ist der Raum so dass der Käfer dort nicht wirklich einen Platz zum verstecken hat.


    Die Idee und Sichtweise dass ein kleineres Rähmchenmaß besser wäre, vertritt Herr Peter Frühwirth von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich. Der hat einen Artikel dazu veröffentlicht unter dem Titel: "Der kleine Beutenkäfer. Anlass zum Überdenken von Betriebsweisen und Arbeitsprozessen." https://www.lko.at/media.php?filename=download%3D%2F2016.01.11%2F1452518586388.pdf&rn=Der%20Kleine%20Beutenk%E4fer%20-%20Anlass%20zum%20%DCberdenken%20von%20Betriebsweisen%20und%20Arbeitsprozessen.pdf
    Der argumentiert für die Flachzarge.


    So, für meine Aussage zu Funktionären etc. allen denen ich hier Unrecht tat ... ein kurzes Wort: Sorry!

    Muss ja nicht dicht sein. Es muss nur klein genug sein damit adulte Käfer nicht durchkommen und groß genug damit Varroa durchfliegen und die fliegen bei sehr kleinen noch durch. Gibt bei den Amis aber noch eine andere Variante und zwar groß genug damit der Käfer durch kann. Die präparieren dann die Windel mit einem aufgerauten Fließ in dem sich der Käfer verfängt und nicht mehr rauskann ... bei anderen ist da drunter eine Ölwanne und der Käfer ersäuft ...

    Im Deutschsprachigen Raum hat das Standardvarroagitter 2,7x2,7mm, ergibt in der Diagonale eine Länge von 3,8mm. Da kommt der kl. Beutenkäfer durch. Die Gitter der Amis gegen den Beutenkäfer sind 1,65x1,65mm oder waren es sogar nur 1,45x1,45mm ... müsste ich aus meinen Unterlagen rauskramen.

    Mulmschicht? Damit sich der Käfer verstecken kann?


    Eines muss ich schon ankreiden: der Öst. und der D. Imkerbund und die Institute bekommen Subventionen aus Steuergeldern. Wie viele von denen waren denn bisher in der Roten Zone? Wie viele waren denn bisher in den USA und haben sich dort vor Ort angeschaut wie dort die Erfahrungen mit dem kl. Beutenkäfer sind? Sich dort angeschaut welche Böden funktionieren, welche nicht und warum? ... Ich hatte schon Fallen und Böden von Beetle Jail zu Hause ... Wie viele der dortigen Funktionäre kennen davon überhaupt Bilder?!? ....
    ich sage es mal böse: wenn der Käfer wirklich in Russland angekommen sein sollte, dann besteht ja Hoffnung auf praktikable realistische Lösungen. Waren ja auch die die uns gezeigt haben wie es praktikabel mit der Milbe abläuft. OX verdampfen und Co. Danke liebe Russen.