Beiträge von Noldi

    Mal abgesehen davon, dass ich den Diebstahl an Bienen generell nicht verstehen kann, leuchtet mir der Diebstahl im Herbst schon überhaupt nicht ein. Aber anscheinend ist das die neue Mode anderen Imkern Bienen und Honig zu klauen. Schön langsam werden damit Wildkameras und GPS Empfänger zum Standard. Heuer Frühling haben sie in Preissl/Neuburger 26 Völker geklaut mit angeblich ganz frischem Zuchtmaterial. Für den Dieb vermutlich normale Völker, für die Zucht und damit für uns alle ein großer Verlust. Im meinem Nachbarbezirk hat der dortige Altbürgermeister mehr als 10 Jahre lang einem dort ansässigen Erwerbsimker die Völker aufgemacht und volle Honigrähmchen gegen leere ausgetauscht, bis er in flagranti erwischt wurde ... Ist doch alles nur noch krank!

    "Siebente vermehrte und verbesserte Auflage"

    "Bei der raschen Aufeinanderfolge der Auflage ist es zu verstehen, daß umwälzende Erkenntnisse den Inhalt des vorliegenden Lehrbuches kaum beeinflussen können. Auch in der Zeit zwischen dem Erscheinen der VI. und der VII. Auflage sind weder auf theoretischem noch praktischem Gebiete Ereignisse eingetreten, welche mich hätten veranlassen können, das Buch nach Anlage und Inhalt wesentlich umzugestalten. Doch bin ich bemüht gewesen, alle beachtenswerten Fortschritte zu berücksichtigen und so den Inhalt entsprechend dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis und der praktischen Erfahrung zu gestalten."


    Das Buch kam 1926 heraus.1925 starb er. Es enthält ein kleines zusätzliches Vorwort von Pfarrer Bruno Gerstung: "So hat denn mein Vater die Neuauflage seines Lehrbuches nicht mehr erleben dürfen. Als das Testament eines Toten geht es hinaus in die Imkerwelt. Wir dürfen aber, denke ich, darüber schreiben: "Die Toten siegen!"
    Die Wissenschaft schreitet in der Erforschung des Biens unaufhörlich vorwärts. Um dem gerecht zu werden, behandelt Mittelschullehrer i. R. Karl Koch, Berlin-Lankwitz, in dankenswerter Weise als Nachschrift zu diesem Buche die Arbeitsteilung und die Ernährungsvorgänge im Bienenvolke."

    robirot

    Du meinst es bleibt chemisch bei Ox und du schreibst Diethylester ist nur im Wasserfreien stabil.


    Nun, hier gibt es aber jetzt 2 Rezepte. Einmal mit 96% Alk und einmal mit 30ml Wasser + 70ml 96% Alk. Hat die Hinzufügung von destilliertem Wasser Auswirkungen auf das Ox (Stabilität etc)?

    Anni, das "Original"rezept lautet:

    120ml Lösung= 100ml Ethanol 96%, 15g Ox, 10g Thymol


    Golem wollte nun eine Lösung ohne Thymol und statt Ethanol Wasser. Und auf dem Weg dahin hat er halt das Thymol weggelassen, die Ox Menge verdoppelt und den Alk mit destilliertem Wasser verdünnt. Das ist nun dieses Rezept mit 70ml Ethanol 96%, 30ml destilliertes Wasser und 30g Ox.


    Das sind also lediglich verschiedene Rezepte für das selbe Gerät. Bis auf, wenn Thymol dabei ist schreibt der Hersteller vom Varomor, dann soll man die Lösung nur bei Temperaturen verwenden, bei denen die Bienen auch wirklich fliegen können .... Einiges an Flugbienen verlässt nämlich bei dem Rezept mit Thymol die Beute ... wobei ich nicht weiß ob das nur bei der Lösung mit Thymol so ist oder ob das am Alk liegt ...


    Auf gut Deutsch: Wenn du Ethanol 96% pur verwendest passts, nimmst du 70ml Ethanol 96% und 30ml destilliertes Wasser funktioniert es laut den Kollegen hier im Thread auch.


    Ad Ethanol: die Wachsproblematik wirst du ja mitbekommen haben, von daher nimm nur Trinkethanol 96% (Weingeist etc.) oder Ethanol mit Thymol vergält. Für letzteres weiß ich aber keine Bezugsquelle ... das normale Vergällungsmittel dürfte ins Wachs übergehen können.


    Und, nachdem da Flüssigkeiten verdampft werden und nicht nur reines Oxpulver, nutze eine gute Maske, nicht nur P3, sondern die mit dem A vorne beim Filter.

    Luff, nehmt das Angebot vom FranzXR an. Je mehr Augen desto besser.


    Seit ich den CO2 Becher habe, interessiert mich das Thema ebenfalls ... ich habe dazu ein paar Daten zusammengetragen, aber "ich" komme auf keinen grünen Zweig, also wie man von dem mit CO2 Becher ermittelten Ergebnis auf eine Gesamtbefallsrate käme ... also inkl. in der Brut. Aber vielleicht helfen ja euch diese Daten weiter ...


    Anteil der Varroa in der Brut:

    März bis Juli: 58-94% (Rosenkranz und Renz 2003)

    Juli bis Sept: 74-52% (Rosenkranz und Renz 2003)

    Anfang September: kann runter auf 29% gesunken sein (Mande 1991)

    September-Oktober: abhängig vom Brutumfang: 58-17% (Otten 1991)


    Afrikanisierte Bienen räumen 32% infizierte Brut aus, Europäische Bienen 8% (vanDamme 2002)

    Brut afrikanisierter Bienen ist weniger attraktiv als Brut Europäischer Bienen (Guzman Novoa et al 1996, Aumeier und Rosenkranz 1997)


    dann halt noch die Frage welche Rolle spielt VSH, Brutumfang, Volksgröße, ...

    Es hat schon Gründe wieso der Trend in 2 Richtungen geht, entweder wirkliche Hobbyimkerei mit nur einer Hand voll Völkern oder richtige Erwerbsimkerei. Die Finanzämter gehen, nicht zu unrecht, beim durchschnittlichen Hobbyimker davon aus, dass er keinen Gewinn macht. Wenn Hobbyimker wirklich ehrlich ALLES rechnen (also auch Kleidung, Reinigung, Desinfizierung, Strom, anteilige Kosten fürs Auto, Raumkosten, ...), dann kommen sie drauf, dass der durchschnittliche Hobbyimker (gibt auch andere) pro verkauftem Glas Honig draufzahlt. Dass sich die Imkerei selbst trägt, ist für den durchschnittlichen Hobbyimker ein Märchen, auch wenn es viele glauben ... der verkaufte Honig senkt halt die Kosten für das "Hobby".

    Gibt doch eh Halbdadanträhmchen im Handel. Also Oberträger halbiert und somit ca. 241-240x209-208x285mm. Wer die im Kaltbau in Dadant umhängen möchte fertigt sich halt ein kleines Metallteil in das die Ohren passen. Also ca. 32mm lang und Innenmaß "minimalst" größer als 25x10mm (Rähmchenohr ist bei Halbdadant ca. 16mm lang, 25x10mm). Das Teil verbindet dann 2 Rähmchen ...


    Für die Halbdadanträhmchen gibt es 12er Zargen die auf die Standard 12er Mini Plus Zargen passen. 274x509mm Außenmaß. Für das System gibt es auch EHM und Zanderzargen. Passende Duoböden und DuoAdamFütterer etc. Alles passt zusammen. Bei einem zusätzlichen Rähmchen passt erst wieder nichts zusammen.

    Laut dem Schreiben kommen Kunstschwärme südlich von Bari. Wer dann nur ein wenig googelt findet rechts unten in Italien mind. einen Großproduzenten der laut dessen Homepage aus der Gegend um Lecce nach ganz Europa ausliefert (ca. 330km vom letzten Käferfund weg, der Rand von Apulien ist aber nur ca. 70km vom Rand der Sperrzone entfernt ...) nach Vet. Genehmigung. Und wer kurz googelt findet weitere Importeure aus dem Deutschsprachigen Raum die aus Apulien ihre KS herbekommen.