Beiträge von Noldi

    keinimker ich habe in der Gegend selbst Stände, einiges an Verwandtschaft und Bekannte in der Gegend. Ja durchsetzt. Neben den Forststraßen sind da Gemeinde und Landesstraßen die durch das Gebiet laufen und vielfach am Rand der Straßen mitten im Wald eben Stände. Mehrere Kollegen haben dort schon Bienenstände kartographiert, mit der Idee mitten im Wald wird ja keiner stehen, also könnte man da doch eine saubere Anpaarung hinbringen ... denkste. Unmengen an Bienenvölkern.

    Würden wir bei "unseren" Bienen eine natürlich hervorgerufene Varroatoleranz bekommen, dann hätten wir diese schon lange. Am Anfang wurde nicht behandelt!


    Es gibt ein paar wenige Forscher die in Mitteleuropa die These der Wildpopulation vertreten. Bsp. in einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete, dem Kobernaußerwald-Hausruckwald in Oberösterreich liest man befände sich eine Wildpopulation. Weil da findet man wilde Völker in Bäumen, die andersfarbig seien (bunter) wie die lokalen grauen Bienen ... Ich wohne nicht sonderlich weit weg. Und tja, ich kenne das in den Texten erwähnte Gebiet und das ist ein Waldtrachtwandergebiet, außerdem stimmen die Aussagen der lokalen Imker nicht, dass da nur graue Bienen gehalten würden. Außerdem stehen da lokale Imker mitten im Wald verteilt das ganze Jahr über. Klar sieht man die Völker nicht gleich, aber wenn man die Forststraßen alle abfährt, dann stolpert man über sehr viele Stände. Rund um das Waldgebiet sind mehrere Imkervereine mit nicht ganz sooo wenigen Imkern. Dazu hunderte Völker mitten im Wald während der Trachtzeit. Die Völker in den Bäumen sind schlicht und ergreifend Schwärme der lokalen Imker und der Wanderimkereien ... und so wird es überall sein.

    Immenreiner Das abwechselnde Monitoring von ausgewählten Bezirke gibt es in OÖ nach wie vor, aber kontrolliert werden da ja eben nur die Wanderimker und die Züchter. Standimker waren davon noch nie betroffen. Es gibt dazu mittlerweile einen Text der Landwirtschaftskammer OÖ dass die Züchter und Wanderimker (das sind ja eher die größeren Imkereien und die haben in Öst. selbst ein internes Monitoring aufgebaut) offensichtlich nicht die richtige Zielgruppe für ein Monitoring sind, da die AFB dennoch eher zunimmt. Man müsste die kleinen Standimkereien nach dem Zufallsprinzip kontrollieren ...

    Immenreiner in Oberösterreich zielt man auf die Wanderimker und auf die Züchter. Die kleinen Standimker kontrolliert in OÖ niemand, solange die nicht in einem Sperrbezirk stehen. Die größeren Imkereien in Österreich lassen allerdings fast alle sämtliche ihrer Völker jährlich in Dol auf AFB kontrollieren. So auch ich. Dementsprechend zielt das AFB Monitoring in Öst. auf die falsche Zielgruppe ab, nämlich auf die Größeren, die Verbandsintern aber ein kostengünstiges freiwilliges flächendeckendes Monitoring aufgebaut haben (Erwerbsimker).

    Wie kommt ihr auf eine 50er Grenze?


    Bsp. aus meinen Bedampfungen Beginn Mitte Sept.: starker Ableger mit 3 vollen DD Brut, keine Sommerbehandlung, bei der Erstellung unbehandelt ...: 1. Bedampfung nach 24h 49 Milben, 2. Bedampfung nach 6 Tagen 120 Milben


    Volk 10 DD wirklich dicht besetzt, noch ca. 4DD Brut, schränkt Brut gerade ein. TBE im Sommer, 5 Tage später bedampft. Nach 1. Bedampfung Mitte Sept. 40 Milben, nach der 2. Bedampfung 140 Milben.


    oder von 20 auf 100, von 0 auf 9 etc. ... bei mir ist bei allen der Abfall bei der 2. Bedampfung höher wie bei der 1. Bei keinem Volk lag der Abfall nach 24h bei der 1. Bedampfung über 50.

    Aus Argentinien dürfen schon seit Jahren keine Bienenvölker mehr importiert werden. Die letzten Jahre wurde der Import immer strenger. Bis vor längerem die USA gesperrt wurde, bis auf Hawai - Hawai gesperrt seit Mai 2010). Es blieben noch der legale Königinnenimport aus Argentinien, Australien und Neuseeland. Kunstschwarmimport nur noch aus Neuseeland. Ob diese Ausnahmen Argentinien, Australien und Neuseeland noch aktuell sind müsste man im EU Recht nachschlagen. Ohne Veterinärbehörden auf beiden Seiten, Versender und Importeur, geht da jedenfalls nix, zumindest nicht legal.


    Vor kurzem hat eine Argentinische Imkerei stolz Fotos auf FB gestellt mit hunderten Königinnen, die sie verpackt haben und die per Flugzeug nach Spanien gingen. Auf den Fotos sieht man auch Hinweise auf Veterinärdokumente. Es dürften also nach wie vor Bienenköniginnen aus Argentinien in die EU importiert werden.

    Ich habe auch an anderer Stelle auf die Stelle im Patent hingewiesen, derzufolge das Mittel in bereits geringen Dosen, Larven in vitro getötet hat. Allerdings nicht um gegen ein eventuelles späteres Medikament oder gegen die Forschung zu schießen (wer bitte hätte denn etwas dagegen wenn eine leichte Lösung gefunden würde?!?), sondern aus 2 Gründen:
    a) weil die Zeitungsartikel so getan haben als würde da morgen schon die Lösung für das Varroa Problem in den Imkerbedarfsläden stehen und
    b) [der wichtigste Grund, wir kennen ja alle unsere Kollegen ...] weil dank der überschwenglichen Zeitungsartikel garantiert heuer so einige diesen Stoff bei ihren Völkern reinschütten werden. Also Info um da einige doch davon abzuhalten. Die ersten tauchen schon auf FB, in Foren und offline auf die einem genau das schildern: in der Zeitung stand die Lösung, ich werde das gleich im Frühling ausprobieren ... O-Ton Samstag bei einer Geburtstagsfeier.