Beiträge von Noldi

    Wie gesagt, wer als Imker dafür ist Flächenbegrenzungen einzuführen, dem soll schon klar sein, dass er damit auf den meisten Flächen ein Verbot der Hobbyimkerei fordert.

    In Deutschland steht zur Entscheidung, salop ausgedrückt, "...generelles Honigbienenaufstellverbot in Naturschtzgebieten und 3 km drum herum..."

    Wo genau steht das zur Entscheidung?

    Nachdem es heißt Entscheidung wird es um die politische Ebene und um die Ämter Ebene gehen. Bei uns in Österreich marschieren die Wildbienenfreunde auch längst bei Naturschutzbehörden und Politikern aus und ein und versuchen die von Verboten zu überzeugen.

    Eh, aber das ist ja nur ein erster Schritt. Wir wissen aus den Gesprächen aus Österreich, dass es Teilen der Wildbienenfreunde um ein generelles Verbot geht. Die Naturparks sind erst der Anfang, dann geht es um Landverbindungen zwischen den Parks ... Das hört ja nicht auf, wenn man denen entgegenkommt. Ich hatte da die letzten Jahre dazu mehrere Gespräche mit Ämtern, Wildbienenfreunde, Imkern, Politikern, dass ich nicht mehr daran glaube, dass Schluss ist wenn eine Fläche gesperrt wird. Schritt für Schritt ... Die Sperrung der Heide oder einzelner Parks ist nur ein Schritt.


    Und auf den Flächen die frei bleiben wird es enger, was auch dann in Folge Konsequenzen hat.

    Wir haben in Österreich die gleichen Probleme. Wildbienenfreunde wollen da in Schutzgebieten die Honigbiene verbieten. Das läuft nun schon einige Jahre. Zu Beginn der Diskussion kam das Ganze in Österreich aus dem Rassenstreit. Die Buckfastzüchter haben im Burgenland eine staatlich anerkannte Belegstelle beantragt, die Carnicafreunde (vor allem ein Tierarzt aus einem Nachbarbundesland ...) haben diese bekämpft mit dem Argument das ist eine künstliche industrielle Hochleistungsbiene die den Wildbienen die Nahrung wegfrisst. Die Carnica sei an die lokalen Wildbienen angepasst. Gut nach gut einem Jahrzehnt genehmigten die Politiker die Belegstelle dann doch. Aber dann kamen die Dunkle Biene Freunde in OÖ mit demselben Argument (ursprüngliches Dunkle Gebiet) die C sei eine hybridisierte künstliche Hochleistungsbiene ... und wetterten gegen die Carnica. Hatte Folgen ... Und jetzt kommen die Wildbienenfreunde mit demselben Argument gegen alle Honigbienen. Die Geister die man rief ...


    Relativ zu Beginn des Threads stand Hobbyimkerei zulassen, Erwerb weg ... Leute, EU rechtlich und aus der Notwendigkeit für Bestäubung für die Landwirtschaft ist es anders rum. Derartige Vorschläge hätten ein Verbot der Hobbyimkerei zur Folge. Den Erwerb trifft es als Letztes. Kommen zB. Beschränkungen ala Anzahl Völker x pro km, dann ist klar, dass der Erwerb Vorrang hat. Das hat Grundrechtliche Ursachen und EU rechtliche und und


    In Österreich geht es bei diesem Streit um ca. 1/3 der Staatsfläche. In Bundesländern wie Wien um fast die ganze Stadt und Salzburg um ca. 2/3 des Bundeslandes. In Oberösterreich ist man so weit, dass eine staatlich geschützte Belegstelle geschlossen werden musste und im dortigen Nationalpark Bienenhalteverbot gilt. Auf Widmung Wohngebiet 3 Völker pro Baugrund als Kleintierhaltung erlaubt und das nach einem medialen Aufschrei. Die Grenze lag schon bei verboten. Also da bereits der Beginn der Trennung von Hobby und Erwerb. Gnädigerweise darf der Hausbesitzer noch bzw. wieder 3 Völker auf seinem eigenen Grund halten. Noch gibt es keine Regelung außerhalb vom Wohngebiet. In OÖ sind die Widmungskategorien aber klar. Im Wohngebiet haben Bürger also Hobbyisten Vorrang, in den anderen Widmungskategorien der Erwerb. Kommt da der logische nächste Schritt auch noch war's das für die Hobbyimkerei. Diese Teilung ist in Oberösterreich in den Widmungen sehr konsequent umgesetzt, ist aber im Großen und Ganzen von EU Recht und Grundrechten gedeckt.


    Wie gesagt, wer als Imker dafür ist Flächenbegrenzungen einzuführen, dem soll schon klar sein, dass er damit auf den meisten Flächen ein Verbot der Hobbyimkerei fordert.

    Langstroth 4/3 Rähmchen gibt es in Tschechien zu kaufen. Nachdem die Tschechen die Beuten mit 8mm beespace bauen anstatt den 9mm der Amis, hat Langstroth 4/3 dort 326mm Höhe. 2* Zargenhöhe Langstroth 2/3 (167mm) minus 8mm = 326mm. Brutraume dafür gibt es nicht, dafür braucht man allerdings auch einfach nur 2 Stück 2/3 Zargen übereinander stellen.

    Allgemeinaussagen in der Imkerei sind immer gefährlich. Gelee Royale geben oder nicht .... wie immer kommt drauf an. Bewölkt, nicht heiß, höhere Luftfeuchtigkeit ... nass Umlarven nicht nötig. Heiß, trockene Luft ... viel Spaß beim Umlarven ohne Gelee Royale. Es kommt drauf an ...

    Ich habe mit Brutknick die Vorwürfe gegen die Schieder gemeint, die behaupten das Schied würde einen Brutknick verursachen. Ich habe nicht geschrieben was ich von diesem Vorwurf halte. Das ginge tiefer .. Diese Diskussion tue ich mir schriftlich nicht an. Ist im Gespräch schon schwierig genug. Der einzige der das bisher gut erklären konnte war Maier.


    Um was es mir geht ist dass wir im imkerbereich vielfach alleine mit Glauben unterwegs sind, gute wissenschaftliche Überprüfungen ob wir richtig liegen aber vielfach fehlen. Leider.

    Im Thread war eine Aussage dass manche Italiener mittlerweile Ablegerbeuten fürn Honig nehmen. Interessant weil, 6 Dadant Blatt Bruträhmchen sind ca 10 Langstroth. 10 Langstroth ist die Weltkiste. Keine Schiederei. Kein Anpassen. Und die Diskussion mit Brutknick ist auch weg.


    Leider findet man - zumindest ich nicht - gut gemachte Vergleichsstudien zum Thema Langstroth 10er vs Dadant mit Schied bezüglich Ertrag und Aufwand. Bezüglich Styro vs Holz haben die Amis die Studien gemacht. Ergebnis die frühere Stärke im Styropor gleichen die anderen mit stärkerem Brüten rechtzeitig zur Tracht wieder aus. Die fanden beim Ertrag keinen Unterschied. Solche Studien gehen mir ab.

    Von der Idee, dass es nur einen Weg gibt muss man sich verabschieden. Der eine macht nur Honig, der andere Königinnen daneben, der andere verkauft auch Ableger, der andere Kunstschwärme ... so und jetzt mal überlegen welches Material wann das beste ist. Eines für alles gibt es nicht. Aber wenn man weiß wohin man will, kann man sich den Weg überlegen.

    Irgendwie ein witziger Thread. Ich persönlich finde den Verkauf schwieriger wie die Erzeugung. Man muss sich entscheiden, entweder viele Völker und Verkauf an Großabnehmer oder weniger Völker und viel Zeit im Verkauf. Eine 3 stellige Völkerzahl an einem Tag durchzuschauen ist bei geeignetem Material keine Hexerei. Das Problem ist da meist, dass die Leute diese Hobbydingerbeuten kaufen wie am schlimmsten EHM/DNM und nein 1,5DNM ist nur Hobbybereich aus sehr guten Gründen, auch je nach Hersteller problematisch aber schon akzeptabler Zander. Am durchdachtesten das ganze Langstroth Zeug, bis hin zu Dadant mod. Aber auch da gibt es Hersteller die einen Schmarrn produzieren ... 12er tun dem rücken nicht gut. Dadant Blatt ist auch nett.


    Bis 60 oder 80 Völker ist das alles egal. Bei der Menge hat man eh Zeit zum spielen. Die Frage ist also will man darüber hinaus oder nicht? Wenn nicht, ist eh alles egal. Bis auf die Zeit die man damit verscheißt, die geht dann halt bei der Familie und im Verkauf ab. Aber viele nutzen die Bienen ja als Ausrede um eben nicht viel Zeit bei der Familie zu verbringen ...


    Ich kenne alles. Von Kollegen die mit 4 Völkern überfordert sind, bis Kollegen die 100-250 Völker neben einem 40h Job machen, bis Kollegen die Tausende Völker wandern, bis 5 stellig. Kollegen die alleine über 500 Völker betreiben, bis Kollegen die mit 80 Völkern genug erwirtschaften um durchzukommen. Andere mit hunderten Völkern die jedes Jahr kurz vorm Konkurs sind. Niemand davon hat seinen Betrieb von heute auf morgen aufgebaut. Alle brauchten Jahre. Und alle hatten Rückschläge. Und eigentlich fast alle haben im Lauf ihr Beutensystem geändert ... Die meisten die eine Erwerbsimkerei probieren scheitern!


    Ein riesen Problem ist, dass der Erwerbsimkernachwuchs in den meisten Ländern von Hobbyimkern ausgebildet wird. Von Leuten die selbst keine hundert Völker betreiben.

    Mittlerweile dürften ja ein paar auch Erfahrungen mit Europäischen Anbietern haben. Anel zB. Welche Erfahrungen wurden damit gemacht?

    Ahh, Sommer und Winter ... da könnten die unterschiedlichen Ansichten liegen. Ich habe 4 Sommer vom Wagner, aber nicht mehr im Gebrauch. Die Sommer Halbdadant und Sommer Holz Mini Plus vom Wagner passen nicht zusammen. Beespace oben vs. Unten, etc. Von den Sommerkisten halte ich genau nichts.

    FranzXR sorry aber du liegst falsch. Zähle hier mal die Rähmchen: https://www.bee-craft.com/articles/bee-hive-to-beekeeper


    Bruder Adam hatte 2x8 bzw 4x4 Rähmchen Halbdadant, so wie er es auch in seinem Buch beschrieben hat. In seinem Buch Bild 22 und 23 "Meine Betriebsweise". In seinem Buch schreibt Adam ausdrücklich von 4 Halbdadanträhmchen je Begattungsvölkchen.


    Und auch bei Wagner und den Abständen liegst du falsch. Ich habe von Wagner eine da. Ist besetzt, darauf eine Zarge Mini Plus ... Die wackeln nicht.

    Wagner hat Halbdadanträhmchen ala Bruder Adam, also "Oberträger" halbiert [Mini Plus ist Unterträger halbiert] (Unterträger Wagner 208mm, Adam müsste 209mm gewesen sein). Adam hatte in der Kiste 2 Abteile, wobei jedes noch einmal mit Trennschied teilbar war. Also 2 x 8 Rähmchen oder 4 x 4 Rähmchen. Paul Jungels nannte mir mal als Maße seiner Halbdadant Unterträger 205mm, 285mm hoch. Paul hat 2x10 bzw. 4x5 er Kisten.


    Adam seine Kisten standen alleine auf der Belegstelle. Paul seine passen auf seine 10er Dadant. Daher unterschiedliche Anzahl an Rähmchen die reinpassen.