Beiträge von Amape

    Solange der Inhalt gärt, entsteht ständig neues Kohlendioxid. Da dies eine höhere Dichte als Luft hat und die Öffnung normalerweise oben ist, steht über der Flüssigkeit ein See aus Kohlendioxid. Somit kommt kein neuer Sauerstoff an den Gäransatz. Erst wenn weniger Kohlendioxid entsteht oder vor allem, wenn man das Fass langsam leert, wird frische Luft hineinkommen, die dann Sauerstoff in nennenswerten Mengen mitbringt.
    Der Gärspund verhindert vorher eher das Eindringen von Lebewesen, weil er das Fass abschließt, ohne das Austreten von Kohlendioxid zu verhindern, wenn der Druck steigt.
    Sobald das Fass geleert wird, kommt normalerweise immer Luft mit Sauerstoff hinein und ggf. auch Bakterien, wenn man die Luft nicht filtert. Die Essigbakterien und was sonst noch an aeroben Mikroorganismen im Fass war, können -sofern sie die Gärung überstanden haben- jetzt wieder arbeiten. Deshalb wird ja auch ein Wein nach ein paar Tagen sauer, wenn man den Rest in der Flasche bei Raumtemperatur lagern will.


    Zur gezielten Essiggewinnung kann man also entweder die Essigbakterien nehmen, die sowieso schon drin sind, oder nachhelfen, indem man zusätzlich welche einbringt. Dazu Essigmutter kaufen oder aus einem vorhanden Essig abziehen.

    Es kommt darauf an, wozu man den Schied einsetzen will.
    Wenn nur der Platz für das Brutnest innerhalb der Beute verkleinert werden soll, um die Bienen dazu zu bringen, dass sie ein kompaktes Brutnest anlegen, dann braucht man eine Begrenzung, um die sie herumlaufen können, also in der Größe vom Außenmaß der Rähmchen. Sie betrachten den Platz dahinter dann trotzdem als "außerhalb" und lagern ggf. Futter aus dort geparkten Waben um und lagern auch nichts da ein oder fangen dort an zu brüten - solange im anderen Abteil bzw. Honigraum genug Platz ist.
    Wenn man mehrere Ableger/Völker gleichzeitig in einer Beute einquartieren will, dann muss eine bienendichte [B]Ab[/B]trennung her und für jedes Abteil ein eigenes Flugloch. Dafür gibts dann einen bienendichten Abtrennschied und Böden mit Flugkochkeilen für getrennte Eingänge.
    Bei den meisten Anbietern gibt es deshalb zwei verschiedene Schiede, die dann meist auch Trennschied oder Abtrennschied heißen - leider manchmal auch nicht, sondern erst in der Detailansicht sieht man den Unterschied.

    Wenn ich meine Waschmaschine belade habe ich aber keinen Hautkontakt mit größeren Mengen Waschpulver, da ich das Zeug nicht mit der bloßen Hand einfülle und mit der Waschlauge auch nicht, weil die ja erst im Waschgang entsteht und ausgespült ist, ehe ich die Wäsche wieder rausnehme.
    Beim Reinigen eines Kessels mit heißer Sodalösung wird man vermutlich mit einer Bürste oder einem Lappen nachhelfen und so die Lösung an die Finger kriegen oder wenn es spritzt auch in die Augen. Bei höherer Sodakonzentration würde ich als Brillenträger vielleicht auf die zusätzliche Schutzbrille verzichten, aber zumindest so einfache Spülhandschuhe anziehen, weil ich keine Lust hätte, die nächsten zwei Tage ständig meine spröden Finger einzucremen.


    Da ist IMHO genau das Problem, das man am Anfang hat. Man sieht zu wenig und das liegt nicht an der Voreingenommenheit, sondern an der fehlenden Erfahrung. Es dauert bis man die kleinen Zeichen bemerkt, die man am Anfang eines aufziehenden Problems wahrnehmen kann. Das "Gespür" dafür muss man erst bekommen und ich behaupte, dass es eine Kombination aus Offenheit beim Betrachten, Erfahrung ("hab ich schon mal so beobachtet und dann war...") und Wissen, worauf man achten muss ist. Das erste kann man man mitbringen, das zweite bekommt man erst mit der Zeit und das letzte setzt Bereitschaft und Zeit zum Lernen voraus.
    Dann weiß ich aber erst, was bei den Bienen nicht stimmt. Jetzt muss ich auch noch eine Idee haben, wie ich ihnen helfen kann. Dafür brauche ich wieder Wissen und Erfahrung.


    Da leider nicht jeder die Möglichkeit hat, mit einem erfahrenen Bienenpaten erst einmal lange zu lernen und Erfahrung zu sammeln, muss man irgendwo mit wenig Erfahrung und Wissen aus Büchern und Kurs anfangen. Dafür bieten sich Methoden für das "Alltagsgeschäft" an, um erst einmal langsam ein Gespür für Bienen entwickeln zu können. Beim Hobbyimker mit wenigen Völkern sind die Trainingsmöglichkeiten da begrenzt und die Lernzeit somit länger. Das entbindet zwar nicht von der Verpflichtung, das Handeln zu reflektieren und nicht stur eine Methode durchzuziehen, aber als Anleitung für die Standard-Arbeiten sind diese Methoden für den Anfang auch nicht so schlecht wie sie hier immer gemacht werden. Es gibt natürlich durchaus unterschiedliche "Methoden-Bücher", die unterschiedlich gut für Anfänger geeignet sind. Gefährlich finde ich, wenn es so dargestellt ist, als wäre alles einfach beim Imkern, wenn man nur das richtige Programm durchzieht, ohne wenigstens darauf hinzuweisen, dass das nur ein Mustervorschlag sein kann.

    Bei Wagner gibts auch welche und bei vielen anderen auch. Stehen meist unter "kompatibles System" mit dabei und fallen wenig auf, weil es ja nur einen Eintrag für die Bruträume gibt. Der Rest drumrum passt ja dann für Zander, Langstroth...

    Immer die gleiche Anzahl an Völkern kann man wohl nur haben, wenn man sofort verkauft oder nachkauft sobald sich was ändert.


    Sinnvoll erscheint mir deshalb eine Festlegung auf:
    - Zahl der Wirtschaftsvölker, die man halten will (Ableger, Kunstschwarm... zusätzlich bis man diese im nächsten Jahr als Wirtschaftsvolk bearbeitet oder eben abgibt)
    - Maximale Zahl der belegten Beuten, weil man bei Platz/Geld/Toleranz von Nachbarn... limitiert ist.


    In beiden Fällen wird die Zahl zum Spätsommer am höchsten und im Frühjahr am kleinsten sein. Meine kurze eigene Erfahrung mit meinen Bienen und aus mehreren Jahren mithelfen bei einem befreundeten Imker wäre, dass man mit Verkauf der überzähligen Bienen nur zum Herbst oder Frühjahr wohl mindestens Material für die 1,5 fache bis doppelte Völker/Ablegerzahl braucht, um diesen Bestand zu halten. Also 9 - 12 Beuten für dauerhaft 6 Völker und bei weniger Völkern ist die Schwankung sicherlich eher größer. Wenn man selbst durch Ableger oder Kunstschwärme stets junge Völker haben will, dann ist es besser mit Faktor 2 - 3 zu rechnen, also 12 - 15 Beuten für die 6 Völker, um pro Volk zunächst ein bis zwei Nachfolger zu ziehen.

    Um die Organisation des Bienenvolkes und damit das Verhalten der Bienen besser zu verstehen, finde ich die Bücher von Thomas D Seeley gut: Honigbienen: Im Mikrokosmos Des Bienenstocks oder Bienendemokratie: Wie Bienen kollektiv entscheiden und was wir davon lernen können


    Dort sind zwar keine konkreten Beobachtungstipps, aber Verhaltenserklärungen mit solider naturwissenschaftlicher Forschung begründet enthalten.

    Was hier zurückbleibt ist Wasser, das wegen zu niedriger Temperatur nicht verdunsten kann.
    Wenn überhaupt ist hier nur minimaler Anteil AS drin.


    cu


    Das könnte man ja einfach mit einem Indikator nachprüfen...
    Aber viel Wasser bedeutet leider auch, dass sich ein Teil der Ameisensäure (wieder) darin lösen wird. Es fehlt also in jedem Fall immer ein Teil von der aus der Flasche ausgelaufenen AS in der Beutenluft. Wir lesen aber nur die Skala auf der Flasche ab.

    Das grundsätzliche Problem ist doch schon einmal, dass vom Docht - weitestgehend unabhängig vom Wetter - eine bestimmte Menge pro Zeit auf die Fliesunterlage tropft. Die Menge, die der Docht transportiert hängt hauptsächlich von Dochtgröße und Pegelstand (somit waagrechter Lage) an der Ansaugstelle ab. Nur bei warmem, trockenen Wetter verdunstet bereits ein größerer Anteil bereits vom Docht und erreicht die Unterlage nicht.


    Ist das Wetter für die Verdunstung ungünstiger, verdunstet die Flüssigkeit auf der Unterlage langsamer (pro Flächenstück) und so breitet sich die Fläche aus. Damit steigt die Verdunstungsfläche und somit die Verdunstungsmenge pro Zeit. Das geht so lange weiter, bis sich Nachlieferung und Verdunstung ausgleichen. Ist das Wetter ganz ungünstig, reicht die Fläche bis zum Rand nicht aus, um dieses Gleichgewicht zu erreichen und die Wanne füllt sich in die Höhe.
    Bei günstigem Wetter wird zunächst hauptsächlich nur die Verdunstung in der Wanne höher und die Fleckgröße nimmt wieder ab, sodass bald wieder weniger verdunstet, weil ja nur eine bestimmte Menge nachgeliefert wird. Ist die Wanne allerdings vollgelaufen, dauert das ziemlich lange und die Verdunstungsmenge bleibt lange hoch.
    Bei starken Temperaturwechseln Tag-Nacht vermute ich deshalb tagsüber eine ziemlich hohe und nachts eine kleine Verdunstung. Die Nachlieferung bleibt aber immer gleich. Der tägliche Schnitt mag ja dann passen, aber sonst ist das wohl eher wie jeden Tag morgends ein Schwammtuch rein.

    Querulant ist man ja nur für Leute, die sich nicht vorstellen können, dass auch ein anderer persönlicher Geschmack berechtigt sein könnte.
    Ich habe wegen der Umgebung ebenfalls mit Zander nach "Liebig-System" angefangen und dann nach der Lektüre anderer Bücher mit Dadant probiert. Mir fällt jetzt am Ende der ersten Dadant-Saison die wabenweise Betriebsweise mit ungeteiltem Brutraum und Schied leichter - auch wenn ich zugeben muss, dass ich mit eigenen Bienen noch einen sehr überschaubaren Erfahrungsschatz habe.
    Gut ist aber immer ein Ansprechpartner, der bei der gewählten Betriebsweise eigene Erfahrungen hat und geduldig auf Fragen antwortet, die man nicht mit Büchern lösen kann und bei denen man am Anfang auch nicht nach Bauchgefühl entscheiden kann. Dieser kann für die meisten Fragen allerdings auch weiter weg sein und via Telefon oder Internet kontaktiert werden, wenn man eine entsprechende Gesprächsbasis für Beschreibungen gefunden hat.


    Gruß
    Kurt

    Danke für die Rückmeldung. Viel Erfolg beim Setzlinge ziehen.
    Nachdem dir die Kontaktaufnahme dazu nur als Forumsmitglied möglich war, kannst dir ja auch mal überlegen, ob sich eine Spendierbiene gut neben deinem Namen macht.

    Der Zander-Kollege macht es halt klassisch - für ihm passt es ja. Ich traue mich (noch) nicht einräumig, weil meine Völker dieses Jahr ziemlich groß waren und meine Erfahrung überschaubar. Das Mithelfen in den drei Jahren vorher hat mir zwar viel gebracht, aber selbst etwas erkennen und entscheiden müssen, wenn man gerade alleine vor den eigenen Bienen steht, ist halt doch noch einmal was anderes. Das Volk aus dem letztjährigen Zander-Ableger sitzt aktuell immer noch auf mehr als 10 Rähmchen, obwohl ich beim Abräumen die Honigraum-Bienen für einen Kunstschwarm weggenommen habe und in einer Dadant-Beute der Schwarm aus diesem Volk von Pfingsten residiert, weil ich die Zeichen vorher zu spät erkannt habe und die Schwamstimmung nicht mehr in den Griff bekommen habe...
    Nächste Saison werde ich nochmal parallel probieren und dann entscheiden, ob ich ganz auf ein System (Tendenz eher Dadant) setze. Als Hobbyimker ist der Materialeinsatz ja nicht so groß und außerdem kann bei 10er Dadant ja Zander-Honigräume und Böden nehmen.