Beiträge von Amape

    Der Zander-Kollege macht es halt klassisch - für ihm passt es ja. Ich traue mich (noch) nicht einräumig, weil meine Völker dieses Jahr ziemlich groß waren und meine Erfahrung überschaubar. Das Mithelfen in den drei Jahren vorher hat mir zwar viel gebracht, aber selbst etwas erkennen und entscheiden müssen, wenn man gerade alleine vor den eigenen Bienen steht, ist halt doch noch einmal was anderes. Das Volk aus dem letztjährigen Zander-Ableger sitzt aktuell immer noch auf mehr als 10 Rähmchen, obwohl ich beim Abräumen die Honigraum-Bienen für einen Kunstschwarm weggenommen habe und in einer Dadant-Beute der Schwarm aus diesem Volk von Pfingsten residiert, weil ich die Zeichen vorher zu spät erkannt habe und die Schwamstimmung nicht mehr in den Griff bekommen habe...
    Nächste Saison werde ich nochmal parallel probieren und dann entscheiden, ob ich ganz auf ein System (Tendenz eher Dadant) setze. Als Hobbyimker ist der Materialeinsatz ja nicht so groß und außerdem kann bei 10er Dadant ja Zander-Honigräume und Böden nehmen.

    Das mit dem Material war bisher das kleinere Problem, weil man ja meist nicht gerade irgendwas im eigenen Standmaß spontan ganz dringend sofort braucht, wenn man halbwegs gut geplant und sinnvoll eingekauft hat. Toll ist es natürlich schon, wenn man das als Sicherheit im Hintergrund hätte.
    Viel schwieriger finde ich, dass die Betriebsweisen bei Zander und Dadant deutliche Unterschiede im Arbeiten mit sich bringen, was beim Erfahrungsaustausch manchmal Probleme macht. Ich "lerne" ja gerade parallel mit beiden umzugehen und muss verschiedene Leute fragen, wenn ich von deren Erfahrung mit einem der Systeme profitieren will. Mein Imkerkurs ist diesbezüglich auch eher sehr einseitig ausgelegt.

    Bei meinen Silphie Pflanzen sind die ersten Samen reif. Sollte irgendjemand Interesse daran haben, für nächstes Jahr Setzlinge zu ziehen, kann er sich gerne melden. Bei mir waren die Blüten dieses Jahr gut besucht und während der Trockenheit waren die Pflanzen - dank tief reichender Wurzeln - so ziemlich das einzige, was noch geblüht hat. Blüten gibts allerdings erst ab dem zweiten Jahr, aber bei gutem Standort über längere Zeit.


    Option zwei: leere Kiste mit neuer Königin im verschlossenen Käfig an die Stelle, wo das Volk stand, Volk in ein paar Metern abfegen, bienenleere Waben zurückhängen, Königin ausfressen lassen. Dabei Absperrgitter vor das Flugloch! Vorteil: geht alles ziemlich fix, ist aber eine häßliche Aktion. Geht nur bei Flugwetter! Ist nicht ganz so sicher wie Option eins, vor Allem, wenn die neue Königin eine längere Reise mit der Post hinter sich hat.


    Ralf


    Versuche gerade auf diese Weise zunächst die Bienen und die Königin zu erhalten. Danke für Eure offenen Antworten Diese haben allerdings eher bestatigt, was ich befürchtet habe: Es muss schon viel richtig gut gehen, dass dieses Volk noch den Frühling erleben kann. Realistisch gesehen ist das jetzt eher die Reservekönigin für die nächsten Wochen, wenn bei den letzten AS-Behandlungen in den Ablegern bei mir oder meinen Imkerkollegen was schief gehen sollte.

    Hallo,


    Herzlich Willkommen auch von mir. Ich bin auch Neuling hier und möchte auch nächste Saison mit dem Imkern anfangen.


    Ich habe mir hier mal eine kleine Auflistung zur Bestellung bei Weber gemacht, teilweise mit Kommentaren meines Paten. Ich hoffe, das hilft.


    Wenn ich es nicht überlesen habe, dann fehlen zu den Rähmchen im Brutraum noch Abstandshalter, die ich dringend empfehlen würde. Seit ich es beim ersten Volk vermisst habe, achte ich auch vor dem Besiedeln immer noch darauf, dass in der Beute am Rand einer für die erste Wabe einer dran ist.


    Shadowdiver : Trafo brauchst du auch für die ersten Mittelwände, aber da kann man auch mal einen leihen und ein paar auf Vorrat einlöten. Rähmchen würde ich mehr kaufen als reinpassen, weil man immer mal welche noch nicht wieder einsatzklar hat, wenn man frische braucht. Oft gibt es bestimmte Verpackungseinheiten, die dann Rabatt bringen. Honigernte wird im ersten Jahr mit Ablegern wohl nicht das große Thema werden und kannst du vermutlich im Verein oder beim Kollegen machen. Bei einer Komplettbeute in Reserve hättest du auch die zusätzlichen Honigräume, die rase empfohlen hat.


    Als Lektüre fand ich noch Reiner Schwarz: Imkern mit Dadant und Mini-Plus super für den Einstieg und lese dort immer mal wieder was nach. Die letzte Auflage gibts gratis zum Download auf der Homepage und die aktuelle kann man dort bestellen.

    Bei mir gibts momentan auch jede Menge Flugbetrieb sobald das Wetter dies zulässt. Springkraut, Zwischenfruchtanbau auf zwei Feldern in weniger als 1 km. Die Fütterer werden dafür langsamer geleert, man hatte manchmal fast das Gefühl, dass die Bienen da nur rausholen, wenn sie gerade nicht fliegen können.
    Ich nehme aber an, dass es vor allem noch die letzten Bienen aus dem Sommer sind, die sich in den Wochen vorher dank Trockenheit und dann wegen Regen und Kälte schonen konnten. Mit dieser Tracht ist auch die Räubertendenz wieder deutlich schwächer als im August und die Wespen sind mehr am Fallobst als vor den Beuten.

    Bei der Durchsicht vor dem Urlaub (13.08) habe ich vermutet, dass ein Volk weisellos sein könnte (keine Stifte, keine neue Brut, besonders unruhig), aber es waren auch nirgends Hinweise auf Nachbeschaffung zu erkennen. Ich konnte aber nix mehr unternehmen und hoffte mich zu täuschen...
    Letzte Woche nach der Rückkehr jetzt die Klarheit. Alle Brut ausgelaufen und keine Stifte, aber auch kein Interesse Weiselzellen anzulegen.
    Ich wollte die Bienenmasse erhalten und habe mich letzte Woche um eine Königin gekümmert, die ich aber leider erst morgen bekomme.
    Ich habe Bedenken, dass eine Afterweisel oder nicht legende Königin drin ist. Zudem hat die Volksstärke gestern bei Räuberei gelitten, ehe ich das unterbinden konnte. Es sind momentan sicher zu wenig Bienen, um alleine wieder auf die Beine zu kommen, auch wenn hier mit Efeu, Senf usw. im Moment wieder mehr Trachtangebot ist als vor 4 Wochen.


    1. Ich könnte die Königin dort einweiseln und mit Bienen/Brut aus anderen Völkern verstärken


    2. Ich könnte mit Bienen aus 5 anderen gut besetzten Völkern einen "Kunstschwarm" machen und a) die Bienen aus dem Volk abkehren und sich bei den anderen einbetteln lassen oder b) mit für den Kunstschwarm nehmen


    3. andere Vorschläge, da ich die Königin gerne sinnvoll verwenden will und meine anderen Völker/Ableger haben diesjährige oder letztjährige Königinnen.
    Vorhandenes Möglichkeiten: Beute, Bienenflucht, Absperrgitter, Wandergitter, Mittelwände, ausgebaute Waben, eigener Honig, andere Völker, Standort außerhalb des Flugkreises


    Ich tendiere zu 2a, aber würde zum Teil ausgebaute Waben verwenden, dass sie gleich mit Brut und Winterfutter einlagern beginnen können.


    Ich bitte um Tipps oder Vorschläge
    Danke
    Kurt

    Hallo Nico,
    willkommen im Forum.


    Für den Anfang empfehle ich dir:
    1a. Mindestens zwei komplette Beuten oder besser dritte als Reserve (je Boden mit Varroaschub, Anflugbrett, Brutraum mit Schied, zwei Honigräume, Absperrrgitter, Innendeckel, Außendeckel)
    1b Rähmchen für Brutraum und Honigraum
    1c Mittelwände
    2. Wandergitter (für Transport und sonst immer mal hilfreich)
    3. später je Wirtschaftsvolk Deckel mit Bienenflucht ggf. jetzt Innendeckel mit Möglichkeit zum Einsetzen der Flucht nehmen
    4. Beutenbock oder irgendwas worauf du die Beuten stellen kannst
    5. Füttermöglichkeit - Futteraufsatz, Futtertasche
    6. persönliche Schutzausrüstung inkl. säurefester Handschuhe für Varroabehandlungen (Schleier bis Imkeranzug je nach Geschmack, Handschuhe, säurefeste Handschuhe)
    7. persönliche Arbeitsgeräte (Smoker, Stockmeißel, Abkehrbesen oder Feder, optional: Königinnenfangclip, Zusetzkäfig, Zeichengeräte...)
    8. Varroabekämfungsmittel (je nach Plan: Milchsäure, Ameisensäure, Oxalsäure jeweils ad us vet, Sprüher, Schammtuch, Verdunster)


    Also zu den ersten eigenen Bienen als Ableger brauchst du sicher bereits die Nummern 1, 4, 6 und 7 und ggf. Beutentaugliche Farbe/Lasur und bis auf die Bienenfluchten den Rest im Verlauf der ersten Saison. Ich empfehle dir immer eine leere Beute in Reserve zu haben, weil es einfach doof ist, wenn man eine gute Gelegenheit nicht nutzen kann (Schwarmfang...), weil man in der Hauptsaison erst noch eine Beute auftreiben muss. Wandergitter finde ich für den Transport praktisch und ansonsten schützt es meine Honigraumwaben bei luftiger Lagerung vor Mäusen usw.


    Bei den Herstellern gehen die Meinungen auseinander - einfach mal im Forum suchen. Leider sind nicht alle 100% kompatibel, sodass man sich vorher überlegen sollte, worauf man Wert legt und wo man das am besten erreicht. Gerade Rähmchenrechen limitieren oft die Rähmchenherstellerauswahl.


    Viele Grüße
    Kurt

    Normalerweise werden die Bienen immer das Futter möglichst weit weg vom Flugloch, also jetzt in die obere der beiden Zargen einlagern.
    Du solltest jetzt besser schauen, dass sie sich auf den beiden Zargen für den Winter vorbereiten - außer für Futter oder Behandlung würde ich somit keine weiteren Zargen dazugeben.
    Wenn das Wetter passt, solltest du behandeln und mit weiterem Futter langsam den Vorrat für den Winter ins Volk bringen. Beim Füttern um diese Zeit darauf achten, dass noch genug Platz für Brut übrig bleibt. Je nachdem, ob ein Bauer in der Umgebung noch Bienenweide als Zwischenfrucht anbaut oder sie viel Springkraut finden, tragen deine Mädels auch noch selbst was ein.

    Ich habe in den letzten Jahren immer wieder mal mit gekauften Nützlingen im Garten etwas nachgeholfen. Gegen Blattläuse sind Marienkäfer oder Florfliegenlarven immer ganz erfolgreich gewesen. Manchmal sind die Läuse einfach zu schnell bei der Vermehrung, um von der natürlich vorkommenden Nützlingspopulation weggefressen zu werden, ehe die Blumen zu sehr leiden.
    Auch die Nematoden gegen Ameisenbauten waren wirksam, aber leider nur begrenzte Zeit, sodass man mit einer Behandlung pro Jahr meist nicht die ganze Saison die Ameisen von bestimmten Gartenbereichen fernhalten kann. Aber zunächst siedeln sie die Nester schon mal um.


    Beachten sollte man immer die Empfehlungen zum Ausbringen und bei den Blattlausfressern, dass Ameisen die Zuckerquelle gegen Feinde verteidigen und so die Wirksamkeit deutlich reduzieren können. Außerdem sollte man nur heimische Arten kaufen, um keine Neozoenprobleme zu fördern.

    Nein, das soll nur deutlich machen, dass es eben nicht wie bei "Wachskreislauf" wörtlich genommen immer wieder eingeschmolzen und neu zu Mittelwänden verarbeitetet wird.
    Hier wird reines Wachs der Bienen von Naturbau und Deckeln getrennt gesammelt und später für Mittelwände verwendet. Wachs, das bereits Mittelwände enthält, wird nicht mehr für neue Mittelwände genommen.

    Wenn ich zum Auffüttern mehrere kg (bzw. l) gebe, dann finde ich die Fütterer angenehmer. Da kann ich nach dem Abräumen erst mal 5 kg geben, dann die Fütterer umgedreht über den Nassenheider Verdunster stellen und am Schluss je nach Bedarf die restliche Futtermenge in ein oder zwei Portionen.
    Mit den Futtertaschen müsste ich die Völker öfter zum Nachfüllen öffnen (was ich in der trachtarmen Zeit vermeiden will) und für die Verdunster die Rähmchen aus den Honigraumzargen im Lager für diese Zeit anderweitig unterbringen.
    Für den kleinen Futterstrom zum Aufbau fülle ich in die Futtertaschen lieber nur 0,5 kg bis 1 kg Zucker in Lösung ein, damit die kleineren Völker das Zeug auch verwerten können, ehe die Gefahr des Verderbens besteht.

    Nachdem es ja fast mehr Versandkosten als Warenwert ausmacht, kannst du ja auch selbst testen, was dir am meisten zusagt. Wenn die Leih-Futtertasche ok ist, dann kauf doch so eine oder frage, ob du die noch ein paar Tage länger leihen kannst.
    Ich verwende Adam-Fütterer für die großen Fütterungen und Kunststoff-Futtertaschen für die kleinen Fütterungen bei Schwärmen und Ablegern. Die Futtertaschen werden nach der Entnahme in der Spülmaschine gereinigt. Damit meine Mädels nicht im Futter ertrinken, habe ich die Wände etwas mit groben Schleifpapier angerauht und als Schwimmhilfen gut ausgewaschenen Schaumglas-Schotter, Korkstücke oder raue Holzstücke.

    Theoretisch ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Sorten, welche Rückstände bzw. Nebenbestandteile in welchen Mengen drin sein dürfen. Normalerweise wird in technischer Säure auch nicht viel drin sein, das für Bienen/Honig/Honigesser/Wachs... in diesen kleinen Mengen gefährlich sein dürfte, aber es wird halt bei der Prüfung je nach Deklaration ein anderer Maßstab verwendet. Somit wird in der Praxis im Allgemeinen kein Unterschied bei der Verwendung auftreten, aber Pech wenn doch.
    Aber es ist erstens nicht erlaubt, Mittel zu verwenden, die keine Zulassung zur Verwendung an Lebewesen haben - wie kann man sonst immer auf illegale Verwendung von Pflanzenschutzmitteln schimpfen, aber wegen ein paar Cent pro Volk illegale Behandlung machen.
    Zweitens würde ich für meine Familie auch keine Medikamente nehmen, bei denen mir grundlegende Tests auf gesundheitsgefährdende Stoffe nicht garantiert werden, indem sie für diesen Verwendungszweck zugelassen sind. Die Acetylsalicylsäure, die ich im Chemiepraktikum selbst hergestellt habe, habe ich auch nie gegen Kopfweh verwendet, sondern lieber in der Apotheke welche gekauft, da ich Rückstände nicht ausschließen kann.