Beiträge von Amape

    Nachdem sich meine Frau beim Entdeckeln bisher nie beteiligt hat, wäre das für mich ein schlechter Rat.
    Wenn man eine radiale hat, kann man alleine arbeitend auch alle paar Waben die Drehzahl von Hand erhöhen und braucht sie nicht zu programmieren. Ich müsste bei meinen Schleuderzeiten schon ziemlich lange arbeiten bis ich den Aufwand fürs Programmieren (inkl. Optimierung und Nachjustierung) gegenüber nebenbei immer mal wieder von Hand schneller drehen wieder eingespart habe. Beim Selbstwender ist programmieren gegenüber Handsteuerung aus meiner Sicht ein echter Vorteil.

    Dann hast du entweder versehentlich eine Königin oben, aber dann gibt es normalerweise auch mehr Brut dort oder aus der vermeintlichen Weiselzelle schlüpft später ein Prinz, weil eine Arbeiterin da was reingelegt hat.

    Lediglich beim Umhängen von Waben könnte eine mit befruchtetem Stift da rauf kommen, die dann zur Nachschaffungszelle wird.

    Das Risiko ist immer, dass eine noch wenig gereifte Königin durch unmajestätisches flinkes Herumlaufen den Rückhalt beim Volk verliert und von den Bienen angegangen wird.

    Ich denke auch, dass du mit der Zeit bis zum Schlüpfen, den Hochzeitsflug und dann erst Legebeginn jetzt gerade an der unteren Grenze bist. Es wäre also nicht verwunderlich, wenn da momentan noch keine neue Brut da ist. Dafür zur Bestätigung dieser Erwartung aufreißen? Falls du nur am Wochenende kannst, hätte ich das nächste genommen.

    Für cremigem Honig reicht sieben und abschäumen vor dem Rühren. Da ist es viel wichtiger, dass er vor dem Abfüllen nochmal Zeit bekommt, dass sich Luftbläschen usw. oben absetzen können statt ins Glas zu wandern. Alles was auch durch das Sieb gepasst hat ist so klein, dass man es im Creme-Honig eh nicht wirklich sieht. Schlimmer sind helle flüssige Honige, wo man jedes dunkle Pollenkorn sofort bemerkt.

    Je nach Zusammensetzung kann es bei Frühtracht zwischen "fängt an" und "ist steinhart" ziemlich schnell gehen. Wenn man nur ein Gefäß beobachtet, kann es im anderen schon ganz anders sein. Wer nicht impfen will oder kann, sollte also engmaschig kontrollieren oder von Anfang an regelmäßig rühren. Die Anfänge am Eimerrand oder Boden übersieht man sonst schnell. Auch beim Abfüllen kann "mach ich morgen" mit extrem großem Zeitverlust durch sehr langsames Fließen verbunden sein, wenn er heute gerade richtig war.

    Wenn der Honig fein gesiebt ist und du genug Gläser hast sowie die Chance dann den abgefüllten Honig in absehbarer Zeit (= vor der Ernte nächstes Jahr) großteils zu verkaufen, dann würde ich den abschäumen, cremig rühren und abfüllen.


    Ich finde Auftauen und rühren bei weniger als 2 Eimern immer nervig, weil man fast genau so lange braucht und vor allem, weil man ja trotzdem danach alles putzen muss, egal ob man vorher 100kg oder 15kg durch Melitherm und Abfüller gejagt hat. Ich verarbeite somit immer mindestens zwei Eimer zu 20kg auf einmal.

    Vom Melitherm bekommt der Honig zwar keinen messbaren Schaden, aber besser wird er davon sicher auch nicht. Wenn er jetzt fein gesiebt ist, was sollte davon noch besser werden? Man schickt ihn sonst beim Schleudern wegen der besseren (schnelleren) Siebmöglichkeit da durch (oder später zum Auftauen)


    Mit einem Melitherm kannst du auch nicht sinnvoll erwärmen. Da geht nur richtig flüssig machen gut. Wenn er vorher schön cremig ist, wäre es schade drum, das erst wieder flüssig zu machen und dann wieder cremig. Beim Auftauen im Eimer und Abfüllen des erwärmten Cremehonigs kann es allerdings später beim fester werden zum Absetzen von flüssigen Anteilen kommen, wenn du den Eimer nur bis zur besseren Fließfähigkeit erwärmst und dann abfüllst. Daher rühre ich mittlerweile lieber erst vor dem Abfüllen, aber dann kannst du dir das cremig rühren für die Lagerung im Eimer sparen und den ungerührten Honig verflüssigen und nur vor dem Abfüllen cremig rühren.

    Es ist wie immer. Man erkauft sich ersparte Arbeitszeit mit Geld für Maschinen. Der größte Vorteil von Selbstwender mit Motor dürfte sein, dass man nebenbei entdeckeln kann, wenn man allein arbeitet. Bei Handantrieb kann man während des Kurbelns nichts anderes machen.
    Ich denke, wenn du allein arbeiten willst/musst, wird ein 4 Waben Selbstwender reichen. Gerade, weil die Schleuder typsicherweise bei wenigen Völkern auch 360 Tage pro Jahr ungenutzt im Weg steht, wäre für mich der Vorteil der etwas geringeren Schleuderzeit im Vergleich zu Kosten und Platznachteil zu gering. Wenn du nicht allein schleudern musst, kannst du dir sogar überlegen, ob nicht einer schleudert und die Waben schnell von Hand dreht, während der zweite entdeckelt. Dann kannst du dir sogar den Aufpreis für den Selbstwender sparen. Da findet sich vielleicht auch eine 6-Waben-Variante, die von Preis und Platz weniger Nachteile hat.

    Sorry, schlampig gelesen. Ich dachte, du hast sie beim Einlaufen gesehen.
    Sonst: Ruhe bewahren. Wenn sie reingelaufen sind, bleiben, bauen... gehen sie wohl davon aus, eine Zukunft zu haben. Dann ist sehr wahrscheinlich eine Königin dabei. Falls es eine unbegattete ist, dauert es vielleicht auch ein paar Tage länger. Mach nicht immer auf, sondern schaue von außen, ob sie irgendwann auch deutlich mehr Pollen eintragen, ob sie fleißig sammeln....

    Ich gebe zu Bedenken, dass Fliegengitter, Vlies aus Kunststoff... eventuell auch Stoffe abgeben könnten, die man nachher nicht im Wachs haben will. Bei rückstandsfreier Baumwolle sieht das vielleicht besser aus, aber die behält vielleicht einen Teil des wertvollen Wachses zwischen den Fasern. Auch Holz saugt sich erst einmal mit Wachs voll, sodass du zumindest am Boden Blech brauchen wirst, wenn du das verhindern magst.

    Ich kratze einfach den Satz aus Futterresten, Propolis und Häutchen mit einer Spachtel raus, wenn sie noch lauwarm sind. Das ist dann so ein klebriger Rückstand, den man kompostieren kann (aber Bienensicher!). Für kleinere Wabenmengen geht das nebenbei ganz gut und man kann sie auch lange genug drin lassen, dass das meiste Wachs rausschmilzt. Zusätzliches Pressen spare ich mir. Größere Mengen, die z.B. nach der TBE anfallen mache ich mit dem Dampfwachsschmelzer.

    Ich würde jetzt auch laufen lassen. So schnell werden die auch nicht drohnenbrütig wenn die andere bis vor kurzem noch gelegt hat. Du kannst später im Jahr immer noch umweiseln. wenn du gerne eine gekaufte Königin reingeben willst. Jetzt eine zugekaufte einlaufen lassen halte ich für Pokern mit schlechten Karten.

    wenn man noch keine Handvoll Völker hat, ist es sinnvoll mit Bakup zu arbeiten- 2 Zellen stehen lassen bzw besser ein zusätzlicher Ableger.

    Entweder Ablegerkiste, oder Zweiteilung der Dadantbeute.

    Dafür ist es ja jetzt zu spät, wenn er alle Zellen bis auf eine gebrochen hat.


    Ansonsten würde ich es ebenfalls empfehlen, wenn man Zellen auf zwei Waben hat oder sie so gebaut sind, dass man sie gut verteilen kann, diese wegen der doppelten Chance auf zwei Beuten zu verteilen. Es wäre ja immer auch mal möglich, dass die eine Königin nicht vom Hochzeitsflug zurückkommt oder sonst was schief geht und dann hat man die zweite noch. Gerade wenn man keine Brutwabe vom anderen Volk zur Nachschaffung umhängen oder umlarven kann, ist das ziemlich ärgerlich.


    Beide Zellen in einer Beute stehen zu lassen führt bei starken Völkern meist zum Teilen des Volkes mit Schwarm einer unbegatteten Königin. Die fliegt meist gut und man erwischt den Schwarm dann schlecht. Man verliert in diesem Fall also die zweite Königin und einen großen Teil des Volkes. Da würde ich lieber alles auf eine Karte setzen.

    das könnte man aber über die Synchronsierungsfunktion als angemeldeter Nutzer so einstellen. Diese Möglichkeit bieten alle Browser, wenn man personalisierte Nutzerkonten benutzt. Ob man das nur dafür will, ist eine andere Frage.

    ...man bekommt bei Ungeduld und zähem Honig trotzdem Wabenbruch - aber mit viel Geduld geht alles schleuderbare raus. 8)


    Was technisch bei einer anderen Konstruktion nie so einfach zu realieren ist, ist ein zweiter Ablass für die Reinigung am eindeutig tiefsten Punkt unten in der Mitte. Selbst mit Schrägboden usw. hat man immer weniger Gefälle und eine größere Fläche daneben als bei diesem Ablass unten an der Radschleuder