Beiträge von Amape

    Ich würde tatsächlich das mit der Nahrungskonkurrenz deshalb nicht großartig vertiefen, aber mehr Focus auf den Verlust von Lebensraum, Biodiversität usw. legen. Diese Faktoren haben vermutlich einen größeren Einfluss und auch das wäre nachvollziehbar, wenn auch ebenso nicht konkret durch Studien in %-Zahlenwerten belegt. Zwischen Landverbrauch unter ausschließlich wirtschaftlicher Sichtweise und besessenem Naturschutz gibt es viele Stufen des Kompromisses, wo für beides Platz da wäre. Diese Entscheidungen fallen aber in vielen Fällen sehr lokal, wo man die Entscheider kennt und/oder persönlich wählt. Dort die Meinung differenzieren und ansetzen, wo man selbst Grund und Boden besitzt oder die Leute persönlich kennt, die diesen besitzen und bewirtschaften. Mit den meisten kann man vernünftig reden. Wenn jemand dadurch eine differenzierte Meinung hat, glaubt er nicht sofort alles, was man später einseitig an ihn heranträgt.

    "Sehen Sie, Fakten können sich ändern, doch meine Meinung ändert sich nie, wie auch immer die Fakten sein mögen" hat Stephen Colbert in seiner Paraderolle immer zum Ausdruck gebracht.
    Dummerweise wird wenig Ahnung oder belegbaren Fakten oft von viel Meinung und Lautstärke begleitet. Mit den Fakten kann man dann auch höchstens dafür sorgen, dass die falschen Behauptungen nicht zu einem falschen Bild bei der Mehrheit führen. Die Fanatiker überzeugt man nie - auch nicht mit Aluhut. Die behaupten auch gegen Fakten weiter Unfug. Nachdem es die Fakten aber meiner Meinung nach lange nicht belegt geben wird, müssen wir wohl vorher selbst aktiv werden und möglichst viele Leute informieren. Wir können nicht auf darauf warten, dass die Verbände das für uns tun.

    wasgau immen Ich denke, dass dafür eher das regionale Klima und die spezielle Situation deiner Böden einen höheren Anteil hat als die Konkurrenz.

    Immerhin können wir unsere Bienen durch Eingriffe über kritische Phasen bringen und wenn es danach wieder passt, können sie wieder sammeln. Die Wildbiene ist dann halt einfach weg, wenn sie die kritische Phase nicht aus eigener Kraft übersteht. Unsere Bienen bekommen auch die Bruträume usw. gestellt...
    Ich fürchte, dass wir auf eine seriöse und aussagekräftige Untersuchungsreihe zur Konkurrenz zwischen Wildbienen und Honigbienen lange warten. Da gibt es als Wissenschaftler wenig Ansehen zu gewinnen und schwer Finanzmittel dafür. Die Forschung ist aber sicher ziemlich aufwändig und muss groß angelegt sein, wenn sie was aussagen soll. Alleine der Ausschluss anderer Faktoren wird es schwer machen.

    Jemandem erlauben seine Arbeit zu machen kann man wohl kaum als Schweigegeld bezeichnen. Oder wie meinst du das?

    Mir fällt gerade kein besserer Ausdruck ein. Ich meine damit ein Zugständnis, das man gibt, damit der andere nicht so schlecht dran ist, dass er aufbegehrt.

    Sehen wir den Tatsachen doch ins Auge: Imkerei ist Landwirtschaft. .... Es gibt kein Recht darauf, fremde Gebiete oder öffentliche Flächen einfach mal für eigene wirtschaftliche Interessen nutzen zu dürfen. Dieses aber immer vorauszusetzen halte ich für das Grundproblem vieler Imkerargumentationen.

    Wow, steile These. Ich habe in meiner grenzenlosen Naivität bisher geglaubt, dass die Imkerei genau das sogar ganz ausdrücklich darf - und sich eben damit von wahrscheinlich allen übrigen Zweigen der Landwirtschaft unterscheidet.

    Wie sehr es mich ärgert, das man soetwas als Imker in einem Imkerforum überhaupt aufschreibt kann ich in angemessener Form leider nicht ausdrücken.


    Jungejunge :cursing:...

    Genau das meine ich. Wenn ich schreibe, dass man sich auch drum kümmern muss, dass die Umgebung passt, dann beinhaltet das dafür Sorge zu tragen, dass die Umwelt zur Bienenhaltung passt. Entweder dort imkern, wo das so ist und das einfach schweigend genießen oder dafür Verantwortung zu übernehmen, dass es so wird bzw. bleibt, dass es passt.

    Letztlich sind doch die Ziele bei fundiertem Umweltschutz, nachhaltigem Leben, verantwortungsvoller Landwirtschaft und dem Imker die gleichen. Wir müssen eine Umwelt so erhalten, dass es auch in mehreren Generationen noch möglich ist, dort zu leben, aber eben auch jetzt.

    Engagiert euch an den Stellen, wo es was zu entscheiden gibt - überzeugt den Bauern im Heimatdorf, den lokalen NABU..., sprecht mit den entsprechenden Vertretern, werdet selbst politisch oder in den Vereinen und Gremien aktiv, statt diese Leuten zu überlassen, die ganz andere Ziele verfolgen. Jede komische Regelung in der Demokratie kommt daher, weil die vernünftigen und sachkundigen sich immer zu schade sind, selbst mitzumachen. Dann gewinnen die lauten Spinner oder Lobbyisten...

    Sehen wir den Tatsachen doch ins Auge: Naturschutzverbände sind Interessensorganisationen ohne Land. Wer kein eigenes Land hat, der muss sich eben darum kümmern, dass es Land gibt, dass dafür taugt. Es gibt kein Recht darauf fremde Gebiete oder öffentliche Flächen einfach mal für eigene Interessen nutzen zu dürfen. Dieses aber immer vorauszusetzen halte ich für das Grundproblem vieler Naturschutzverbände.


    Merkst du was? Es geht um Gemeinnützigkeit. - Möchtest du Honigbienen die Gemeinnützigkeit absprechen? Also sagen, dass die Bestäubungsleistung nicht mehr gewünscht wird, die ein Vielfaches der Wertschöpfung gegenüber Honig ausmacht.


    Ebenso sollte man Naturschutzverbänden nicht die Gemeinnützigkeit absprechen.

    Ganz im Gegenteil. Ich sehe die Bestäubungsleistung der Bienen und damit die Gemeinnützigkeit sehr wohl, schließe aber gerade die beim Aufstellen von hunderten Bienenvölkern in einem Linden-/Rubinie/Kastanien-/Tannen-/Heide-Wandergebiet nicht als Ziel an. Da geht es doch wohl vor allem um Honig für den Wander-Imker. Bienen die dort auf einem Fleck gehalten werden bestäuben auch nicht in der Fläche. Die Erlaubnis zum Wandern ist doch wohl eher eine Beruhigungspille, Schweigegeld, "heimliche Subvention" an die Imker, dass sie unter schlechten Rahmen-Bedingungen finanziell noch irgendwie hinkommen, wenn sie mit der Imkerei Geld verdienen müssen.

    Zu den Anzahl Völkern: Zählt man offiziell nicht immer nur die Einwinterungsvölker bzw. die überwinterten Völker ?

    Kommt auf das Bundesland an. Die Tierseuchenkasse NRW möchte den Jahreshöchstbesatz haben, inkl. Ableger und Co.

    Daher wird hier tatsächlich doppelt und dreifachgezählt.

    Für je 2 WV rechne ich eine Brutscheune, einen Ableger, drei fremde Schwärme,...

    In Bayern wird zum Stichtag 31. Oktober abgefragt. Da hat man dann nur die Völker, die man überwintern will. Wer die dann im Frühjahr aufstellt, falls man sie verkauft, ist für die Zahl ja weitestgehend egal, wenn man die nicht über die Landesgrenze verkauft.
    Für die Diskussion zur Nahrungskonkurrenz sollte man allerdings nicht nur mit Anzahl der Bienen rechnen, sondern vor auch auf auf Seiten des Nahrungsangebotes die Unterschiede sehen.

    Während früher einmal größere Brachen, breite Wegränder, Feldhaine mit Hecken und Waldränder mit breiten Übergangsflächen, Alleen mit weitestgehend unbehandeltem Unterwuchs, Streuobstwiesen mit Weidehaltung.... mit größerer Biodiversität auf kleinteiligen Flächen über Jahre hinweg ein Angebot für stabile Ökosysteme und konstanten Lebensraum für eine entsprechend angebpasste Lebensgemeinschaft gegeben haben, wird heute doch fast jede Fläche als Nutzfläche betrachtet und entsprechend ständig bearbeitet. Selbst die Wegränder an Straßen werden ständig gemäht, die Büsche in Form getrimmt oder gewachsene Kulturen eben jetzt sogar gefräst und mit der Einheits-Blühmischung bienenfreundlich gemacht... je knapper aber die Nahrungsangebote werden, desto bedeutender wird die Konkurrenz.

    Sehen wir den Tatsachen doch ins Auge: Imkerei ist Landwirtschaft. Wer dafür kein eigenes Land hat, der muss sich eben darum kümmern, dass es Land in der Umgebung gibt, das dafür taugt. Es gibt kein Recht darauf, fremde Gebiete oder öffentliche Flächen einfach mal für eigene wirtschaftliche Interessen nutzen zu dürfen. Dieses aber immer vorauszusetzen halte ich für das Grundproblem vieler Imkerargumentationen.

    ich vermute mal, dass es teurer zu produzieren ist, weil man viel mehr "Metallkanten" bearbeiten muss. Eine Radialschleuder für 12/24 Waben ist ein 70-90cm "Topf" mit eingesetztem Schleuderkorb und einfachem Deckel lose oben drauf. Eine Radschleuder hat einen größeren Trommel-Durchmesser und an beiden Seiten muss man den kompletten Rand von Kessel und aufklappbarem Deckel dicht mit den Seitenblechen verbinden. Macht also einmal Umfang vom Topf unten zum Boden gegenüber von zweimal jeweils größerer Umfang der Seitenteile für die komplette Seite.
    Bei Schleudern für viele Waben muss man radial den Kesseldurchmesser immer mehr erhöhen, bei der Radschleuder erhöht sich nur die Breite, während der Umfang der Nähte durch gleichen Trommeldurchmesser nicht steigt. Damit wird die teure Nahtfertigung im Vergleich eher günstiger.

    Es gibt manchmal besonderen Beratungs- und Prüfbedarf bei Allergikern, ehe sie geimpft werden dürfen, weil das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen oder allergischer Reaktion beim Impfen statistisch höher ist. Es wäre also durchaus möglich, dass man mit bestimmten Allergien nicht einfach zum normalen Impftermin im Impfzentrum aufschlagen darf. Mehr als diese allgemeine Information zur Impfung von Allergikern kann ich aber leider im Moment auch nicht geben.

    Met aus eigenem Honig in Lohnkelterei ist wirtschaftlich bei kleinen Mengen sicherlich kein Gewinn. Ich mag aber die Idee, dass ich meinen Honig in handwerklicher Qualität umgearbeitet anbieten oder verschenken kann.


    Außerdem war es für mich eine Möglichkeit, den Honig sinnvoll zu verwerten, den ich nicht als zweite Wahl verkaufen wollte und auch in diesen Mengen nicht selbst konsumieren konnte: beispielsweise Honig, der älter als zwei Jahre ist, Honig mit beginnender Phasentrennung, Rückstellproben, Honig aus dem Deckelwachsschmelzer, Abtropfhonig vom Entdeckeln....


    Mittlerweile habe ich meine Honigverarbeitung und meinen Verkauf verbessert, sodass ich weniger zweite Wahl Honig-Anteile habe.

    Dafür habe ich jetzt neben selbst gemachtem Met für Essigproduktion, Eigenkonsum und Hopfenmetversuche auch wirklich guten Met vom eigenen Honig zum Verkauf oder als besonderes Geschenk.

    Ist die Beetrine das ganze Jahr so offen?

    Die Scheiben sind immer abgedeckt. Sonst würde das zu warm im Sommer und die Wintertraube würde vermutlich auch nicht zur Ruhe kommen. Nur ab und zu mache ich die Abdeckung für einige Minuten ab.

    Es wäre von der Temperaturregulierung auch zu schlecht, wenn es nur die kaum isolierende Glaswand gäbe - sowohl gegen Sonnenhitze als auch gegen Nachtkälte mit Kondenswasserbildung im großen Stil.
    Vor allem gibt es auf Dauer sonst noch ein ganz anderes Problem: Die Bienen machen sich mit Propolis selbst einen Lichtschutz. Dann kannst du auch gleich eine Holzwand nehmen. Ich finde die Bilder und natürlich auch die Beute dahinter ziemlich beeindruckend. Als Betreuer von zwei Bienenwohnungen für eine Schule, bei denen man immerhin einen großen Teil des Innenlebens sehen kann, bin ich auf diese Rundum-Einsicht fast ein bisschen neidisch.

    Wie von den Kollegen bereits angegeben, solltest du vor allem die Bestimmung des Alkoholgehalts vom Fachlabor machen lassen, da der Alkoholgehalt auf dem Etikett ziemlich genau angegeben werden muss. Das schafft man als Laie mit preiswertem Werkzeug nicht zuverlässig genug. Außerdem irgendwie Met gären ist nicht schwer, geschmacklich guten Met hinzubekommen schon deutlich schwerer.


    Ja nachdem, was für dich eine geringe Menge ist, musst du auch noch die Transportkosten pro Einheit berücksichtigen. Ich kann aus eigener Erfahrung Alexanderhonig/Apivinium der Familie Kreisel aus Gaildorf in BaWü durchaus empfehlen. Dort habe ich schon Met machen lassen. Wenn du aber bei deiner Ortsangabe deinen Honig extra hin fahren musst und dann den Met wieder abholen fährst oder jeweils Versand/ Spedition dafür zahlst, dann kann es umgelegt auf einen Liter Met schnell ziemlich teuer werden. Solange die Messen stattgefunden haben, konnte man die Übergabe auch an den Berufsimkertagen machen, aber das ist diesmal wohl auch keine Option. Für mich war es nicht so weit und außerdem nur ein kleiner Umweg beim Weg zum IFT, sodass ich wenig zusätzlichen Transportaufwand pro Liter hatte.

    Bei einer radialen Schleuder ist der Vorteil der Automatik nicht so groß, da man auch von Hand immer mal wieder schneller machen kann. Das klappt sogar allein, wenn man neben dem Entdeckeln zwischen zwei Rähmchen wieder eine Stufe schneller macht. Beim Selbstwender ist der Vorteil deutlich größer, weil man da doch mehr zu beachten hat, als nebenbei einfach mal die Drehzahl erhöhen.

    Ich glaube mich dunkel daran zu erinnern, dass "aufgetaut" verwendet werden muss, wenn es sich auf die Qualität auswirkt, es also einen Unterschied zwischen niemals gefrorener Ware und zwischenzeitlich tiefgekühlter Ware gibt. Das dürfte auf Honig nicht zutreffen. Mit diesem Argument wurde in meiner Erinnerung gerechtfertigt, dass Butter diese Kennzeichnung nicht haben muss, wenn man Weidemilchbutter in Blöcken einfriert, um sie ganzjährig anbieten zu können.