Beiträge von Amape

    jetzt komm mir keiner mit Fakten, ich hab doch schon eine Meinung...:rolleyes:

    1. Honig leidet bei jeder Erwärmung

    -> je weniger Temperaturerhöhung, desto besser

    -> je kürzer die Dauer im erhöhten Temperaturbereich, desto besser


    2. Honig bleibt aber nicht flüssig, wenn noch Start-Kristalle drin sind, also muss man alle auflösen (mit allen Nebenwirkungen) oder schnell verbrauchen/rühren. Mehrmals auflösen ist ja auch keine Lösung.


    3. Kundenwünsche sind verschieden. Wer selbst und direkt verkauft, kann hier vielleicht den Kundenwunsch beeinflussen.

    -> die meisten Kunden wollen flüssig oder cremig und sehen Schaum als Makel, weil sie das so woanders bekommen

    -> grob kristallin oder mit Schaum hat ebenfalls Fans und anderen muss man es erklären können.


    Jetzt muss jeder von uns entscheiden, wo sein Kompromiss von möglichst unberührt und am besten zum Kundengeschmack passend für seine Kunden liegt. Das kann man hier nicht pauschal diskutieren, wohl aber die grundsätzlichen Möglichkeiten.

    Ansonsten kann man den im Glas sanft erwärmen (Wärmeschrank, Wasserbad...) bis man ihn vernünftig rausbekommt und dann im Melitherm wieder verflüssigen.

    Jedenfalls ist es immer viel Arbeit und deshalb versuche ich es zu vermeiden.

    Ich habe einen Abfüller, in dem ich flüssigen Honig aufbewahre und dann immer nur die Mengen abfülle, die ich vermutlich bald verkaufe. Falls es im Abfüller anfängt einzutrüben ehe er leer ist, kann ich rühren und dann cremig abfüllen. Bei mir gehen aber auch nur maximal 50 Gläser pro Saison flüssig in den Verkauf, den Rest wollen meine Kunden cremig.

    Laut meinen Beobachtungen beim Bienenfenster haben immer einzelne Drohnen da überwintern dürfen. Ich vermute daher, dass man sich eine Reserve "gönnt" bzw. dass die paar Fresser im Rahmen der Selektion weniger Nachteile haben als Vorteile bei Bedarf an Drohnen.


    Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass bei freier Auswahl bevorzugt Drohnen bei der Paarung zum Zuge kommen, die nicht direkt verwandt sind. Auch das wäre für eine evolutionsstabile Strategie sicher gut. Damit wäre Aufenthalt in anderen Völkern eine höhere Chance zur Fortpflanzung.

    Bei Trinkwasser sollte man nicht nur den Preis rechnen, nur weil wir derzeit in den meisten Gebieten noch genug davon haben...


    Ich kam mir da schon als Student mit den Wasserstrahlpumpen immer so komisch vor, wenn ich nur zum Absaugen einer Apparatur an einem Labortag mehrere Kubikmeter feinstes Trinkwasser verplempert habe...


    Du kannst sicher auch rechnen, ob du nicht einen Helfer (Schüler...) anstellen willst, der dir mal einen Tag lang MW gießt. Selber gießen mit diesen Geräten wird sich leider nie rechnen, wenn du einen normalen Stundenlohn für dich ansetzt. Da braucht es andere Geräte. Es geht doch eher darum, die Wachsstrecke durchgängig selbst kontrollieren zu können. Das muss einem dann eben die Zeit wert sein, wenn man die sinnvollen Optimierungen ausgenutzt hat. Für größere Mengen würde ich dann lieber den Umarbeiter meines Vertrauens fragen, der dann andere Geräte hat oder mir andere Geräte kaufen und gegen Bezahlung auch für Kollegen umarbeiten. Das ist doch beim Schleudern genauso - mit kleinem Budget für Technik dauert es und mit großem Gerätepark dauert es lange bis man die Kohle wieder erwirtschaftet hat.

    Nein, ich mache keine 60 MW/h, denn ich gieße derzeit in meinem Heizungskeller und da sind auch andere Parameter nicht optimal. Trotzdem habe ich damit meine Ausschussquote fast auf 0 gedrückt und die Zeit pro MW deutlich reduziert. Ich mache 20-30 MW je Stunde, weil es bei meinem Bedarf somit meist auf zwei gemütliche Abende mit Musik rausläuft und dann das Wachs aufgebraucht ist und ich da dann auch keine Akkordarbeit machen muss.


    Ich puste nicht nur kurz drunter, sondern löse erst den Deckel und dann die ganze MW durch Luft von der Form und hebe die ganze MW durch drunter pusten so weit an, dass ich sie mit der anderen Hand einfach rausnehmen kann. Ein entsprechendes Video gibt es auch von Alfranseder für seine Pressen

    . Bei meiner Blauton steht der Rand vorne jedoch über wie es jonas auch in der Bauanleitung rät, sodass ich dort schön ansetzen kann. Zudem braucht man kein Trennmittel. Mit einem feinen Wassersprüher kann man jedoch mit Wasser pur sprühen und die Form vor dem Eingießen nochmal zusätzlich durch Verdunstung kühlen, ebenso durch außen Einspühen des Deckels nach dem Schließen. (Es muss dafür auch nicht der Sprüher von Blauton sein)

    Die obere Platte ist wegen dem Eingießen immer kühler als die untere und löst sich so schneller ein Stück -> Einblasen löst Wachs-Platte schneller ganz vom Deckel

    Die MW kühlt dann beim Lösen mit Luft schneller weiter ab und Entnahme geht schneller. Die untere Hälfte der Presse kühlt schneller auf die Starttemperatur durch die Luftströmung bei der Entnahme. Du beschleunigst also eigentlich drei Schritte des Gießprozesses.

    Die perfekte Wachstemperatur zu den aktuellen Bedingungen zu finden, ist tatsächlich der erste Schritt, weil zu kalt fließt es nicht lange genug beim Zukappen und gibt dicke Wände. Jedes Grad zuviel verlängert die Abkühlzeit. Wichtig ist daher auch, dass die Wachstemperatur im Topf während des Gießens gleich gehalten werden kann.


    Der Kompressor mit Düse reduziert den Ausschuss beim Entnehmen, weil kaum noch eine MW dabei reißt. Zudem kühlt die Luft die Form, weil die Luftströmung Wärme abtransportiert. Ich habe den Unterschied zu daheim ohne Kompressor am IFT 2017 gesehen und mir gleich danach einen Flüsterkompressor gekauft.

    Wenn man die Zeit fürs Reinigen, Ausschlachten und Umbauen rechnet, ist sie plötzlich gar nicht mehr umsonst. Wenn die nicht ganz uralt sind, gibt es innen mittlerweile doch einige Teile aus Kunststoff statt Edelstahl und den Dampferzeuger brauchst du auch noch.

    Den Schmelzer kann ich locker allein tragen und für die ungenutzte Zeit platzsparend verstauen - Bei der Spülmaschine wird es selbst nach dem Ausschlachten damit schwieriger sein. Diese beiden Aspekte waren mir das Geld beim Kauf wert, aber das kann man natürlich auch anders gewichten

    Als bayrischer Imker kannst du auch die Imkerförderung dafür beantragen und mit dem Zuschuss relativiert sich der Preis. Die rechteckige Form fand ich jetzt für eckige Rähmchen auch passender als rund. Einzelne Rähmchen mache ich mit Sonnenwachsschmelzer nebenbei, aber die Spitzen beim Waben aussondern sind viel angenehmer, wenn man viele Wabem auf einmal schafft, Den zugehörigen Dampftopf habe ich als Zubehör beim Set-Kauf ebenfalls gefördert bekommen, bei Tapetenablösern gibt es vermutlich eher keine Förderung.

    Es gab auch in Donaueschingen einen Vortrag "Über das Zusammenwirken von Bienenkrankheiten &

    Pestiziden - Ursachen für Beeinträchtigung von Lebensfunktionen und für
    Verluste bei Honig- und Wildbienen" Referent: Dr. Anton Safer

    Da war auch viel interessantes Material dabei. Ich hoffe, dass es den Vortrag bald als Video zu sehen gibt. Auch wenn er sich noch oft darauf zurückziehen musste, dass es statistisch signifikante Korrelationen sind und noch keine Beweise, wird da in den nächsten Jahren noch vieles wissenschaftlich belegt werden können.

    Ich habe wegen dieser Preispolitik auch auf den Aufsatz verzichtet...

    Im Moment entdeckle ich noch in die Wanne vom bereits vorhandenen Entdecklungsgeschirr, wo ich eine Konstruktion für die Messerentdecklung nutze, die ich schon vor dem Schmelzerkauf benutzt habe. Das Deckel-Wachs muss ich dann eben zwischendrin mit einem großen Pfannenwender umschaufeln. Dafür kann ich die Wanne auf die passende Höhe fürs Entdeckeln stellen und den Schmelzer etwas abseits so hoch stellen, dass man nachher den Honig gut abfließen lassen kann. Falls ich mal weniger entdeckle kann ich auch das Wachs-Honig-Gemisch in große Honigeimer zum Zwischenlagern schaufeln.

    Wieso komisch? Stehe ich gerade auf dem Schlauch oder fassen wir den Beitrag verschieden auf?


    Ich verstehe das so, dass er entweder ganz normal Honigräume ausbauen lässt wie auch vorher beschrieben

    oder

    einzargige Völker mit Füttern mit aufgesetzten Mittelwänden zu verstärkten Bauarbeiten verlockt. Die dabei gewonnen Waben nutzt er dann zum Beispiel als ausgebaute Waben zur Erleichterung für Bruträume in anderen Völkern/Ablegern.

    Bei mir auch so. Wenn ich rechtzeitig, also Weidenblüte, ausgebaute Waben zur Verfügung stelle, dann lagern sie oben ein und legen keine großartigen Futterkränze über die Brut und keine Futterwaben im Brutraum an. Im zweiten HR kann ich dann Mittelwände geben, die sie dann mit zunehmender Tracht ausbauen müssen. Bei mir ohne Massentracht geht das meist gut, weil dann viele Bienen in den Honigräumen sitzen und man durch rechtzeitige Erweiterung nach oben den Schwarmtrieb nicht fördert.

    Wenn ich das verpasst habe, dann neigen meine Damen die ganze Saison dazu, im Brutraum viel Futter haben zu wollen. Sie bauen sogar teilweise hinter dem Schied lieber Wildbau für Futter als oben neue Mittelwände auszubauen.