Beiträge von Amape

    Propolis ist doch bereits ein Antibiotikum...


    Man kann sicher alles auch anders machen. Wie beemax aber schon geschrieben hat, muss man bei einem Gefäß, aus dem man direkt entnimmt immer mit Eintrag von Keimen beim Entnehmen rechnen. Somit muss man immer Vorkehrungen gegen Verkeimung treffen. Das kann ein Konservierungsstoff sein, Kälte.... was auch immer. Haltbarkeit ohne Vorkehrung gibts nur für besonders lebensfeindliche Stoffe. Alternativ muss es eben frisch oder einzeln portioniert sein. Dann aber bitte nicht in Kunststoffen mit undefinierbarem Weichmacher, der in Fett löslich ist... Irgendwas ist halt immer.


    Die Chemiker in mir (und auch anderen) wurde natürlich davon getriggert, dass pauschal die Chemie verurteilt wurde und als Beispiel ausgerechnet ein Stoff herhalten muss, der auch natürlich in Pflanzen vorkommt. An manchen Tagen kann ich sowas ignorieren, aber manchmal stört es mich zu sehr, um den Mund bzw. die Tastatur zu halten und dann spring ich über das Stöckchen. Ist wie bei gewissen Pauschalaussagen zu Beuten, Bienenrassen...

    Wieso Benzoesäure kommt auch in der Natur in Pflanzen und Früchten vor. Das findet man mit Google sogar auch bei Wikipedia. Das Natrium-Salz der Benzoesäure gibt es damit sicher auch natürlich. Das kann jetzt als Konservierungsstoff auch künstlich gewonnen sein, aber prinzipiell gibts das auch in der Natur. Die Wirkung sollte in beiden Fällen gleich sein. Auch andersherum würde ich nicht davon ausgehen, dass etwas besser oder gesünder ist, nur weil es in der Natur vorkommt oder aus dieser extrahiert wird - da gibt es viele Beispiele. Eine Creme ohne "unnötige Hilfs-und Konservierungsstoffe" wäre sicher wünschenswert, aber ich fürchte, dass es schwer wird, sowas zu finden.

    Dazwischen gibt es doch Lösung 1,5. Umzug im Winter, aber wenn es nicht so kalt ist wie im Moment. Derzeit hat es bei mir auch tagsüber unter 0°C. Da würde ich die Kisten nicht mal anrempeln wollen.
    Wenn es warm genug ist, dass einzelne Bienen fliegen, kannst du sicher auch eine Probe nehmen und nach dem Ende des Flugverkehrs den Umzug machen und den Vorteil des Winterumzugs mitnehmen.

    Wenn ich mit Messer entdeckle wie hier im Forum schon beschrieben und dann das Wachs vorher schon im Endecklungsgeschirr über Nacht abgetropft ist, sind es eher nur so 5%, die ich zusätzlich an Honig gewinnen kann. Mir gehts dabei aber auch darum, möglichst reines Wachs zu gewinnen, ohne viel Honigbrühe wie bei anderen Schmelztechniken übrig zu haben (und entsorgen zu müssen) oder wegen Honigkaramel-Einschlüssen mehrmals umschmelzen zu müssen.

    Den Abtropf-Honig verarbeite ich ganz normal weiter, den aus dem Deckelwachsschmelzer getrennt und nehme den vor allem zum Eigenbedarf, Met nachsüßen usw., obwohl ich (bei der Blindverkostung) keinen Unterschied erkennen konnte und die veröffentlichten Messwerte von Untersuchungen keine Honigschäden gezeigt haben.

    Ich nutze auch gerne den Speedking - auch bei kleineren Ernteterminen. Nachdem man aber die Gabel sowieso braucht, um nicht ordentlich überbaute Ecken nachzuarbeiten, ist zwischen einem Entdeckungsgeschirr, wo du mit beiden Geräten rein entdeckeln kannst und zwei Euroboxen mit Bastellösung dazu preislich nicht so viel Unterschied. Platzbedarf beim Lagern zwischendrin ist auch ähnlich. Ich habe am Anfang ein Endecklungsgeschirr gekauft, weil ich mit der Gabel angefangen habe und es dazu gekauft hatte.

    Ich habe mir zum Messer dann auch einen Deckelwachsschmelzer gekauft, weil den nicht-abtropfenden Honig haben wollte und vor allem, weil ich das Wachs zur Weiterverwendung möglichst honigarm haben will. Ich entdeckle seitdem meist in das Entdecklungsgeschirr (mit Gabel oder lege die Stange vom Rapido als Edelstahlauflage quer auf die beiden Wabenhalter). Mehr als eine Wanne wird es pro Tag kaum, weil ich lieber mehrere Tage je einen Teil mache. Dann packe immer am nächsten Tag das abgetropfte Wachs in Honigeimer. Nach dem letzen Schleudertermin einer Serie schmelze ich dann das Deckelwachs aus den Honigeimern weg. Hätte ich mehr Platz neben der Schleuder, würde ich vielleicht auch direkt in den Deckelwachsschmelzer entdeckeln, aber so ist es für mich ganz gut passend. Auch wenn das ausdrücklich nicht gefragt war: Ich würde lieber auf eine eigene Schleuder verzichten als auf den Deckelwachsschmelzer und dann bei einem Kollegen schleudern.

    So wie in der Werbung beschrieben, klappte das auch bei mir nicht. Zum Verteilen von Impfhonig nehme ihn manchmal statt der Rührspirale. Nachdem die Spirale am besten komplett unter der Oberfläche bleiben sollte, kann ich sonst in meinen kleineren Gefäßen nicht rühren, weil der Pegelstand dafür zu niedrig ist.

    ...und die limitiert man bei einer Königin mit mehr Potential, indem man frühzeitig die Brut einschränkt, sodass nicht zu viele künftige Pflegebienen schlüpfen. Das funktioniert nur mit eng-halten im Brutraum bei mir irgendwann nicht mehr, wenn man die Völker im Frühjahr erst noch auf sinnvolle Größe erweitern lässt. Da wird dann überall noch in die verbleibenden Lücken dazu gebaut. So viel Honigraum kann ich dann nicht geben. Das Volk so einzuschränken, dass es gar nie in die Situation kommt, mehr wachsen zu können, erscheint zumindest mir eine schwere Gratwanderung.
    Besser funktioniert es -zumindest bei mir im Schaufenstervolk- mit Schröpfen von Brutwaben samt aufsitzender Mannschaft sobald die Wunschgröße erreicht ist. Das erfordert aber ständige Entnahme während der Hauptsaison und einen zweiten Standort, um ein Zurückfliegen zu verhindern.

    Aus den bereits genannten Gründen (Größe, Gewicht, Handhabung) sehe auch ich Zadant als eine guten Kompromiss für die Magazinbetriebsweise. Ob man dann die Honigräume mit den bisherigen Zander-Räumen macht oder besser halbe Honigräume nimmt, die leichter zu heben sind, muss das Budget und die Größe/Kraft der Schüler/Betreuer entscheiden.

    Falls es aber nicht zu sehr darauf ankommt, dass die Schüler eine typische Betriebsweise für eine Imkerei kennenlernen, sind ganz andere Formen ohne oben liegende Honigräume (die man sonst immer abnehmen muss) vielleicht wirklich eine bedenkenswerte Alternative. Das in der Nähe liegende Ammerseegymnasium hat aus praktischen Erwägungen darauf umgestellt, obwohl der Kollege privat mit Magazinen imkert. Sie schleudern auch Honig. Die Kompatibiltät mit der Umgebung ist nicht so wichtig, wenn man keine Völker verkaufen will und selbst nachzieht.

    Kleine Völker zu halten, finde ich eher schwierig. Man müsste sich ja eine Königin selektieren, die nur wenig Volksstärke aufbauen kann. Wenn die mehr kann als ich will, muss ich ja ständig schröpfen oder sehr konsequent und gründlich Zellen brechen. So eine Königin zu finden ist auch nicht viel leichter als eine Top-Königin, da sie zusätzliche zur Wunschgröße auch noch ein besonders sanftmütiges und wabenstetes Volk regieren soll. Ich würde da eher Flexibilität bei der Wohnung schaffen als mich bei der Wahl der Königin so zu beschränken oder ständig Eingriffe zur Regulation der Volksstärke machen zu müssen.

    Wenn du ohne Tricks wie Gefriertruhe arbeiten willst, ist der optimale Zeitpunkt, wenn der Honig beim Erwärmen auf etwas über 30°C gerade noch schön abzufüllen geht. Das kann bei Raps aber zwischen noch nicht so weit und schon drüber auch nur ein Zeitfenster von einem halben Tag sein.

    Ich fülle auch in handwarme Gläser und Stelle die zuvor in den Deckelwachsschmelzer. Wichtig ist nur, dass sie keinesfalls aus diesem unbeheizten Raum sind. Stelle sie zumindest vorher in einen warmen Raum, wenn du keine Möglichkeit zum Wärmen hast. Backofen aufheizen und ausschalten geht auch, hat aber wenig Kapazität.
    Nachtrag: Ist er denn auch bei über 20°C noch hart oder ist er vielleicht bei der Entnahme aus dem unbeheizten Lager besonders hart bis er durchgehend wärmer ist?

    Eigentlich ist es vollkommen egal "wer" schuld ist. Interessant wäre "was", um es abstellen zu können. Die ganzen Untersuchungen zeigen bisher nur die Wirkung, konnten aber wenig klare Ursachen belegen. Natürlich sehen wir Korrelation, aber es gibt wenig handfestes. Klar, dass ein Acker mit Intensivkultur weniger Biodiversität aufweist als eine verschieden strukturierte Naturschutzfläche. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man so quantifizierbaren Effekt hätte, wie "Rauchen steigert das Lungenkrebsrisiko um xx%". Ein Wegstreifen von xx cm Breite bringt y% mehr. Oder was am Ackerbau, Straßenbau, Siedlungsbau müsste man anders machen, dass es weniger Schaden macht? Wenn man Nutzen und Schaden/Kosten abwägen kann, dann kann man für Gebiete entsprechend planen.

    Nachdem das Essen ja irgendwo wachsen muss und falls man das mit der regenerativen Energie oder den nachwachsenden Rohstoffen beibehalten will, dann auch Fläche dafür. Somit können wir ja schlecht nur Naturschutzgebiete und Naturgärten haben, die wir mit Fußwegen verbinden, weil arbeiten und Infrastruktur brauchen wir ja auch noch.

    Ich behaupte sogar, dass du innerhalb eines Standes die Krankheiten, die man dabei übertragen würde auch durch Verflug, Drohnenbesuche usw. übertragen bekommst, ohne Waben, Ausschleckwachs oder (ausgewaschenen) Honig zu tauschen.


    Also ich hätte eher Bedenken wegen der Räuberei bei dem Honigduft. Wenn ich daran denke, wie es mit dem Abräumen oder bei der TBE ist, wenn draußen gerade nicht mehr so viel Nektar zu holen ist und viele Sammlerinnen nicht ausgelastet sind. Da darf ich schon immer kein Zuckerwasser verkleckern. Wenn das jetzt auch noch nach Honig riecht...