Beiträge von Amape

    Ich habe auch Zubehör mit den Geräten bestellt und das auch so im Antrag formuliert. Es wurde vorher genehmigt und nachher auch bezuschusst. Nachträglich bei der nächsten Runde nochmal Zubehör oder Ersatzteile wird aber schwer. Einhängegitter und Schleuder auf einmal bestellen und im Antrag "Einhängegitter zur Schleuder" schreiben. Zur Erläuterung musst du ja sowieso Katalogseiten oder Warenkorb aus dem Webshop beilegen. Da sieht man ja auch, dass es zusammengehört.

    Ja, es macht schon einen Unterschied. Privat muss ich einfach entsprechende weniger Honig verkaufen, um die Anschaffung wieder einzuspielen. Als Wirtschaftsbetrieb habe ich geringere Investitionen, somit kann ich was anderes zusätzlich kaufen oder habe auch die nächsten Jahre weniger Betriebskosten durch geringere Abschreibungen bei weniger Anschaffungskosten - das wird bei Kreditfinanzierung durch ersparte Zinsen und somit kleinere Raten noch deutlicher.


    Somit ganz einfach: Ja, es ist ungerecht, dass die Möglichkeiten so unterschiedlich sind. Dass das auch in anderen Bereichen ist, macht es nicht besser. Im Gegensatz zu ungleich verteilter Kaufkraft oder Mietpreisen in Deutschland könnte man das allerdings leicht ändern. Die Änderung wird aber wohl nicht dazu führen, dass alle anderen Länder dann die Zuschüsse auch so zahlen, sondern eben keiner mehr und das Geld wird dann im Haushalt für was ganz anderes eingeplant. Für mich hätte sich auch ohne Zuschüsse wenig geändert. Ich hätte das Zeug auch so gekauft und entsprechend mehr von meinem privaten und versteuerten Einkommen investiert. Damit hätte ich dann eben was anderes nicht gekauft oder hätte weniger Geld für meinen sonstigen Lebensunterhalt ausgegeben.

    Ich bin somit der klassische Fall von denen, die sowas mitnehmen, wenn man es angeboten bekommt. Da ein Verzicht kaum was für die Allgemeinheit bringen würde, mir aber deutliche Nachteile bringt, habe ich kein schlechtes Gewissen dabei - wäre aber auch nicht böse, wenn es die Möglichkeit grundsätzlich nicht geben würde. Am liebsten wäre mir auch sonst eine durchgängig niedrigere Abgabenquote und kaum Ausnahmen und Zuschüsse für irgendwas, um die Steuererklärung schnell nebenbei manchen zu können und am Schluss etwa netto auf das gleiche zu kommen wie jetzt mit viel Aufwand, Gegenrechnerei und Zuschüssen.

    ...und bevor der rase jetzt weint: Für größere Investitionen muss man da vorher auch belegen, dass es wirtschaftlich ist. Zudem muss man die Förderung zurückzahlen, wenn man es vor einer bestimmten Frist verkaufen will.


    Ja, es ist ungerecht, wenn im Föderalismus die Bundesländer unterschiedliche Programme auflegen, denn schließlich stehen nachher im Zweifelsfall zwei Gläser im Regal nebeneinander, die ganz unterschiedlich subventioniert wurden.

    Die Frage ist aber, ob man mit diesen einmaligen Investitionszuschüssen nicht nur die Qualität der Ausstattung und damit der Produkte verbessert. Ich gehe zumindest nicht davon aus, dass jemand deshalb eine Schleuder zu 70% selbst bezahlt nur wegen dem Zuschuss in den Keller stellt und nach Ablauf der Frist verkauft. Der bezuschusste Hobbyimker ist wohl keine größere Konkurrenz für den Berufsimker im Markt als der vollständig selbst zahlende Hobbyimker. Die Neugründung von Betrieben kann man auch aus ganz anderen Töpfen fördern lassen als nur den landwirtschaftlichen - da kann man noch viel mehr verzerren.

    Ich halte sämtliche Zuschüsse, Förderungen usw. in fast allen Bereichen nur dann für sinnvoll, wenn damit etwas angestoßen werden soll, das sich nach der Anlaufphase selbst tragen soll bzw. ohne Zuschuss läuft, weil es sinnvoll/wirtschaftlich ist. Trotzdem bin ich gerne bereit auch die unnötigen Zuschüsse als Geschenk anzunehmen. Hier sinkt der Zuschuss, wenn mehr angefragt wird als Etat da ist. Mein Verzicht führt also im Zweifelsfall davon, dass ein anderer mehr bekommt, der es noch weniger verdient hat.

    Bei mir ist dieses Jahr bisher wenig Futter eingelagert worden. Den Neubau nach der TBE mussten sie diesmal zum großen Teil mit dem gegebenen Futter machen, weil weniger anderes reinkam als in den letzen beiden Jahren.

    Nachdem ich immer vor dem Füttern auf beiden Seiten mit der Kofferwaage wiege und das Gewicht beider Seiten in der Stockkarte notiere, weiß ich, dass ich noch mehr ergänzen muss als in den letzen Jahren.

    Ich füttere mit Zuckerwasser und habe diesmal im lokalen Supermarkt den Zucker bestellt. Die 10kg-Packen mit 10x 1kg konnte ich so direkt vom Lager mit so einem Wagen wie sie sonst zum einsortieren nehmen direkt zum Kofferaum fahren. Beim Anrühren muss ich jetzt halt mehr Packungen öffnen, aber dafür musste ich nirgends extra hinfahren oder Lieferung bezahlen. Fand ich jetzt bei 150kg angenehmer.

    Das Problem ist doch eher, dass von uns niemand direkt Mitglied beim DIB ist und somit dort austreten kann. Wir müssten -falls wir dort Mitglied sind- unsere Imkervereine zum Austritt bewegen, denn die Vereine sind die Mitglieder bei den Verbänden auf Landes- oder Bundesebene. Direkte Beschwerden und Druck mit möglichem Austritt könnten somit auch nur die Mitgliedervereine machen.


    Ich bin in keinem Imkerverein Mitglied, weil ich bisher keinen für mich passenden gefunden habe und bei den schlechter passenden nicht als stiller Teilhaber dabei sein wollte. Dann müsste ich nämlich auch diesen Überbau mitfinanzieren, den ich von außen betrachtet derzeit für einen reinen Selbsterhaltungsverein für hauptamtliche Warmluftproduzenten halte, statt für einen Vertreter für mich und meine Interessen als Hobby-Imker. Das will ich nicht. Die vielzitierten Versicherungen könnte man auch direkt abschießen oder über die Buckfastimker-Mitgliedschaft dazu buchen. Austausch mit Kollegen mache ich lieber privat beim Bier oder beim gemeinsamen Arbeiten an den Bienen als mein Leben so umorganisieren zu müssen, dass es zu den Vereinsterminen passt. Da habe ich mit dem anderen großen Verein in meinem Leben schon genug organisatorische Arbeit.

    Ich hatte auch Brutpausen mit deutlicher Einschränkung bis zur vollständigen Einstellung des Brutgeschäfts bei manchen Völkern. Andere reduzieren erst jetzt langsam. Nachdem andere Faktoren (Volksstärke, Alter der Königin, Standort, Vorrat) weitestgehend ähnlich sind, halte auch ich eine genetische Ursache für den Hauptgrund.

    Nachdem die beiden definitiv viel Ahnung von guten Königinnen und deren Züchtung haben, werden sie dir sicher nicht grundsätzlich abraten.
    Sie bestärken dich in der Ansicht, mit lokalen Königinnen umzuweiseln - allerdings nicht pauschal, sondern erst nachdem du mit den bisherigen gearbeitet hast.

    Meine Empfehlung wäre tatsächlich die, dass du mit den jetzigen anfängst. Wenn es doof läuft, musst wegen großer Schwarmtendenzen (Königinnen-)Ableger machen.

    Zum Sommer kannst dir Königinnen besorgen und damit einen Kunstschwarm machen. Ist halt auch eine Frage der Anzahl der Völker, die du anstrebst. So hast dann gelernt und einen Vergleich.

    Wenn du dann (in der folgenden Saison) feststellst, dass deine bisherigen Königinnen im Vergleich wirklich keine Völker bringen, die du haben willst, kannst sie immer noch umweiseln.

    Für die neuen Königinnen empfehle ich dir den Imkermarkt oder die Inserate von z.B. Biene und Natur im Auge zu behalten. Dort findest du Züchter und Vermehrer, die dann zur Saison Königinnen verkaufen. Suchst du dir einen in der Gegend aus, wo du auch hinfahren kannst zum Abholen und nimmst frühzeitig Kontakt auf. Zwischen Alpen des Oberlandes und Großraum München kannst du da zwischen mehreren erfahrenen Buckfast- und Carnica-Verkäufern wählen, die dir dann anständige (an ihren Ständen begattete) Königinnen anbieten können. Da ich deren Königinnen nicht persönlich habe, will ich nach Hörensagen über Kollegen hier öffentlich dazu keine Empfehlung geben. Wichtig ist bei guten Leuten sicher, dass du frühzeitig bestellst und einen Lieferzeitraum vereinbarst, damit ihr beide planen könnt.

    Ableger mit Nachschaffungszellen geben nicht unbedingt schlechte Königinnen - sind aber natürlich nicht das Optimum der Königinnenvermehrung.

    Dieses Jahr war zumindest in unserer Gegend ziemlich schwarmfördernd. Wenn sie also nicht das absolute Reisegen bekommen haben, kann es nächstes Jahr trotz dieser Herkunft nicht mehr so schlimm sein.

    Im ersten Jahr mit eigenen Bienen den größeren Schwarmtrieb klar sehen zu können und dann entsprechend zu handeln, finde ich jetzt zum Lernen trotzdem angenehmer als eine schwarmträge Linie, de dann ganz unerwartet doch irgendwo Zellen "versteckt", sich bis zur Abreise unauffällig verhält. Sonst ist es damit natürlich einfacher zu arbeiten und deshalb hole ich immer wieder Königinnen vom Züchter dazu. Bei meinen Standbegattungen wird die Vermehrungsfreude mit jeder Generation größer. Muss wohl ein Kollege im Flugkreis andere Ansprüche an seine Völker haben.

    Meine Empfehlung wäre auch, mit den Völkern so wie du sie bekommst anzufangen.
    Falls dir die Eigenschaften nicht zusagen, kannst du immer noch im Verlauf der Saison umweisen, wenn neue Königinnen leichter zu bekommen sind.


    Eine weitere Empfehlung meinerseits: Eine (ungefähre) Ortsangabe im Profil, macht für solche Fragen die Antwortmöglichkeiten besser. Für Oberbayern ist es doch ein gewaltiger Unterscheid, wo du dort bist. Vielleicht könnte man dir ja auch einen schwäbischen, niederbayrischen, östereichischen... Kollegen empfehlen, wenn es näher ist als die anderen Ecken von Oberbayern oder auch des Alpenvorlandes (GAP bis BGL ist auch nicht so toll zu fahren). Um den Dialekt wird es ja nicht gehen, sondern um die Fahrtstrecke ;)

    wenn sie überall gleich dick sind und du sie zusammenschieben wirst, kann keine Biene rein. Da musst du dann gar nix entdeckeln.

    Der Trick bei Dickwaben ist ja, dass die Waben weit genug über das Holz ausgezogen werden, damit man auch leichte Unebenheiten beim Verdeckeln nicht von Hand nachbearbeiten muss. Damit normale Rähmchenstärke, und größerer Abstand