Beiträge von Amape

    Stell dich drauf ein, dass es im/bis Frühjahr knapp werden kann. Mehr rumprobieren ist jetzt auch nur Aktionismus. Entweder kann ein Volk jetzt den Winter überleben oder nicht. Damit meine ich:

    Mach wie geplant die Winterbehandlung und lass die Bienen den Rest machen.

    Freu dich, wenn es trotzdem gut geht und lerne daraus für die nächste Saison.

    Lege dir einen Plan zurecht, wie du im Frühjahr ggf. noch Futter reinbekommst, wenn es länger kalt ist als das Futter reicht.

    Plane nicht damit, dass alle Völker durchkommen.

    Stylex Ich stelle da gar nichts hin. Der Vermieter kauft selbst für sich und die Familie bei mir ein. Zusätzlich kauft er bei mir die kleinen Gläser für die FeWo. Es ist eine einzelne FeWo im Haus, wo der persönliche Kontakt zu den Gästen da ist. Somit glaube ich nicht dass es so gesehen wird.

    WFLP wie ich bereits geschrieben habe, würde ich die Bienenhaltung nicht aufgeben, aber ich würde den Verkauf aufgeben.

    Für weniger Völker brauche ich weniger Material. Ich brauche auch keine eigene Schleuder, weil ich dann auch zweimal im Jahr einen Tag woanders schleudern kann, ohne dass es mich zu sehr nervt. Ich könnte nach dem Abschäumen direkt in meinen Abfüllkübeln rühren und abfüllen... Ich hätte mehr Platz im Keller und Schuppen...

    ...und ja ich hätte dann nur Unkosten für mein Hobby und eigenen Honig. DAS finde ok. Nicht ok finde ich es, wenn ich mir zusätzliche Arbeit und Investition in Material schaffe, um dann etwas zu produzieren, wo ich beim Verkauf nicht wenigstens den zusätzlichen Aufwand finanziert bekomme. Bisher habe ich viele Dinge nur gekauft, weil ich es mir leisten kann und den Komfort zu schätzen weiß, wenn man mehr Honig als den Eigenbedarf verarbeiten will. Noch mehr Völker würden jetzt natürlich den Stückpreis pro Glas senken, weil meine Schleuder dann ja auch nicht mehr kostet aber mehr Honig rauskommt. Der Abfüllkübel kann auch mehrmals aus dem Honigeimer nachgefüllt werden usw. Aber dann muss ich auch anders vermarkten, wenn ich den Honig nicht nur im Keller einlagern will...

    Ich will also derzeit nix ändern. Ich will Bienen haben. Ich will für mich qualitativ hochwertigen Honig erzeugen. Ich will dafür zur Bequemlichkeit bestimmte Dinge kaufen und finanziere das indem ich den Überschuss halbwegs hochpreisig verkaufe. Ich will es nicht übertreiben, da meine Kunden mir persönlich bekannt sind, aber ich würde ja auch nicht ständig gratis zu denen zum Rasen mähen gehen (oder auch umgekehrt). Warum sollte ich meinen Honig verschleudern.

    Bienenköniggibmirhonig Die Geschenke erhöhen zumindest bei mir den regionalen Anteil nur bedingt, weil mein Freundeskreis sonst anderen Honig kaufen würde, der zumindest auch aus Deutschland wäre.


    Die Tourist-Info gibt es nicht in jedem Ort. Ich habe einen Kunden aus dem Ort, der stellt als Begrüßungsgeschenkt immer ein 250g-Glas mit meinem Honig in die Ferienwohnung. Der wird wohl gerne genommen, teilweise bekomme ich auch das Leergut von ihm zurück, weil der Honig bereits beim Aufenthalt leer gegessen wird, aber nur wenige Gäste kaufen zusätzlich einen zum mit nach Hause nehmen als Mitbringsel.

    Ob die 20% wirklich hier gegegessen werden oder teilweise exportiert und dafür der Importanteil beim Konsum im Land höher ist, lässt sich sicher nur aus diesen Import/Export-Werten und der theoretischen Selbstdeckung nicht ermitteln.

    Die für Imker spannende Frage wäre doch eher, ob man die Imker-Anteile erhöhen kann. Den Anteil des verkauften einheimischen Honigs ohne die Abfüllbetriebe, die für Imker schlechte Einkaufspreise zahlen und eventuell auch den Anteil des heimischen Honigs am Gesamtmarkt. Der Anteil für den verarbeiteten Honig in Müsliriegeln usw. bei Großkonzernen fällt derzeit sicher weg, wo es dort um Bruchteile der Centbeträge beim Einkauf geht.

    Wo ich noch eine bessere Chance zum Ausbau sehe ist der Anteil in der Gastronomie beim Frühstück, in Kantinen... wenn dort die Nachfrage von den Kunden kommt. Kantinen, in denen die Kunden vermehrt ein bestimmtes Angebot nachfragen, stellen sich ja auch sonst darauf ein (Bio, Vegi, regional...) und kalkulieren dann damit die Preise.

    WFLP Ein klares Jein.

    Wenn ich mir keinen Gedanken über den Preis für die Honiggewinnung und den Verkauf gemacht habe, kann ich doch die Frage nicht klären, ob ich besser keinen Honig verkaufe. Das sollte auch der Hobbyimker selbst wenn es ihm nur um die Bienen geht.

    Fürs Marketing sind engagierte Haustür- und Marktverkäufer sicher ein Gewinn. Wer vom Imker direkt öfter Honig "mit Geschichte" gekauft hat, wird auch im Selbstbedienungsladen eine andere Einstellung zu Honig haben und auch die Etiketten bei der Auswahl kritischer betrachten.

    Ein Nachtrag:
    Das Schöne an der Kalkulation ist, dass ich einem "Kunden" über meinen Preis was sagen kann. Ich weiß, warum ich diesen Preis festgelegt habe und dass ich bei weniger einfach auf den Verkauf verzichten würde. Dann würde ich nur noch für mich und für besondere Geschenke ernten, weil die Freude an 10 Völkern nicht größer ist als an 3. Ich sehe es nicht ein, mit meiner zusätzlichen Zeit dann den Honigkonsum der Käufer zu subventionieren. Ich habe mir mit Qualität und Transparenz in den letzen Jahren Stammkunden erarbeitet und verkaufe den größten Teil an diese direkt an der Haustür oder über die Arbeit. Wer einmal neu kauft, kommt meist wieder, obwohl es andere Imker gibt (die teilweise sogar günstiger wären). Meine Schwiegermutter hat mir anfangs auch immer vorgeworfen, dass der Imker bei ihr am Markt nur 5€/Glas verlangt. Da konnte ich guten Gewissens sagen, dass sie doch dort kaufen soll, wenn der Honig gut ist, weil meiner nicht billiger sondern höchstens knapper wird.

    Ich habe eine Buchführung. Meinen Einnahmen aus Verkauf von Honig und Bienen stehen die Ausgaben für die Imkerei gegenüber. Ich habe da sogar sowas wie die Kosten fürs IFT als Ausgaben für mein Hobby drin. Ich habe mir meinen Honigpreis ausgerechnet, den ich verlangen muss, um meine Kosten zu decken und etwas "Verdienst" als Stundenlohn übrig zu behalten. Unter diesem Preis würde ich keinen Honig verkaufen. Alternativ hätte ich weniger Völker und würde ggf. nur einen Teil des Honigs ernten und weniger füttern. Zusätzlich habe ich mir ein Limit in der Erweiterungsphase gesetzt, welches ich maximal pro Jahr drauflegen kann, um neue Sachen zu kaufen, die ich ja gleich bezahle aber bei meiner Rechnung mit dem Abschreiben ja nur teilweise im Anschaffungsjahr als Investition drin habe.

    Wenn ich bei meinem Zeit-Aufwand allerdings meinen normalen Stundenlohn ansetzen würde, müsste ich etwa 20€/kg verlangen, weil ich ja viel von Hand mache und bei wenigen Völkern sowas wie putzen vor/nach dem Schleudern auch nicht viel schneller geht... Mein Lohn wäre das teuerste an der Imkerei. Mein Platz und auch mein geringes Bestreben die Imkerei auszubauen halten mich aber davon ab, den Lohnanteil durch noch mehr Technik zu senken.

    Demgegenüber steht auch die Tatsache, dass ich auch Bienen hätte, wenn ich gar keinen Honig verkaufen würde. Ich würde dann also nur Geld in mein Hobby stecken. Es macht mir einfach Freude, den Bienen beim Leben zuzusehen. Hätte ich zwei Schafe im Garten, würde ich die auch nicht nach dem Schachtwert betrachten. Dazu kommt, dass ich voll Stolz was Selbstgemachtes verschenken kann, wenn ich Freunden was mitbringen will und Freude dran habe neue Dinge zu probieren - Verschiedene Arten Honig cremig zu bekommen, Met machen, Essig machen... Dafür rechne ich die Zeit nicht - ich rechne ja auch nicht, wenn ich was besonderes koche, ob es nicht finanziell lukrativer gewesen wäre zu arbeiten und stattdessen Essen zu bestellen.

    Was ich allerdings mache: Ich verschenke oder verkaufe Honig. Verschenken statt anderer Geschenke - z.B. Honig oder Met statt einer gekauften Flasche Wein bei einer Einladung für den Gastgeber. Sonst verlange ich immer den gleichen Preis beim Verkauf - auch von Freunden. Es ist mit 7€/500g Glas ein Preis, der hier über dem Preis der meisten Direktverkäufer liegt. Trotzdem werde ich demnächst wieder erhöhen. Mein Honig wird von meinen Kunden als (diesen) Preis wert honoriert. Wer das nicht zahlen will, kauft eben woanders. Mit dieser Preisgestaltung mache ich auch sicher keinem Kollegen das Leben schwer.


    Wenn die Königin überlebt hat, heißt das nicht zwangsläufig, dass sie auch noch fit ist. Dann hättest du deutlich nach der Behandlung auch keine Brut mehr finden dürfen. Falls du das nicht in den Wochen danach kontrolliert hast, kannst du das rückwirkend auch nicht mehr machen.


    Viele Bienenteile auf dem Einschub kommen nicht vom normalen Totenfall. Bienen verlassen zum (geplanten) Sterben den Stock. Wer drin tot von der Wabe fällt wird von einem gesunden Volk am Stück rausgetragen. Bei Kämpfen von Räuberei oder wenn Wespen den Totenfall zerlegen findet man größere Mengen Gliedmaßen auf dem Einschub.


    Wenn ein Volk Schaden durch Varroa hat, dann sind die zur Behandlung noch voll mit Bienen. Die geschädigten Bienen sind aber nicht langlebige Bienen für die Überwinterung, sondern sterben im Herbst. Im Oktober ist dann die Kiste plötzlich deutlich leerer. Oft versuchen die Reste dann verzweifelt durch mehr Brutaktivität nochmal neue Bienen-Masse nachzubilden. Dafür brauchen sie dann auch viel Futter zum Heizen. Gelingt das nicht oder sind sie davon zu verschlissen, hast du je nach Winterverlauf danach ein kleines Häufchen Elend in der Kiste oder eine Kiste ohne Bienen mit Futter oder einen winzigen Rest Bienen mit Königin, die verklammt und verhungert auf erfrorener Brut ein paar Zentimeter neben Futter sitzen.

    Der Verbrauch ist für mich eigentlich nur mit Räuberei oder starker Heizlast wegen viel Brut zu erklären. (Früher im Jahr hätte es noch Bauen sein können)

    Wenn sie jetzt so viel brüten, dann haben sie das Gefühl, dass sie noch viele gesunde Bienen brauchen. Dann könnte mit dem Volk gesundheitlich was nicht in Ordnung sein. Zu wenig gesunde Winterbienen wegen Varroaschäden?

    Wenn sie alle so geräubert werden, dann haben sie alle irgendein großes Problem, denn dann müsste es ja ein Räuber von auswärts sein, der alle plündert (es fällt ja jetzt bei allen das Gewicht)

    Bring ich meins auch hin. Kann ich auch für größere Mengen empfehlen...

    Bei Jelle habe und werde ich auch wieder umarbeiten lassen. Bin mit dem Ergebnis und der Kommunikation sehr zufrieden. Leider kein 5.1 Zellmaß... Aber irgendwas ist ja immer. 😉


    Schau Mal hier.

    Danke Ihr Lieben :liebe002:

    Wie Ihr wisst: Sie bemühte sich redlich...

    Scheinbar: Sie bemühte sich mit Erfolg...

    (Sie bemühte sich, die ihr übertragenen Aufgaben zu erledigen wäre im Arbeitszeugnis nicht wirklich ein Lob)

    Ich verkaufe auch Honig von Kollegen - ich habe selbst keinen Sortenhonig und habe damit trotzdem sowas zur Ergänzung im Angebot.

    Dazu gibt es bei mir Etiketten für eigenen Honig, auf dem das auch genau so steht und Honig auf denen ich nur als Imker stehe. Nachdem ich meine Vermarktung nur persönlich mache, erkläre ich es den Kunden auch, dass ich diesen anderen Honig vom vertrauenswürdigen Kollegen bezpgen habe. Nachdem der Absatz von fremden Honigen bei mir ziemlich gering ist, habe ich dafür in den letzen beiden Jahren auch schon einfach mal einen Karton fertig abgefüllter Gläser vom Kollegen gekauft oder am IFT gegen Honig von mir getauscht.


    Ich habe einen Bekannten mit Hofvermarkung, der hat ein großes Schild im Laden: Alle Produkte aus eigener Erzeugung außer die mit * markierten. Diese Waren vom Kollegen verkaufen wir auch, weil es der Chef selbst gerne isst.

    Kann ich so bestätigen. Bezahlt wird nur das auf Rechnung ausgewiesene, maximal aber das aus dem Antrag. Somit ist die Empfehlung keinen Rabatt oder ähnliches im Antrag einzurechnen und den Antrag nicht vor der Preisaktualisierungsrunde abzuschicken.
    Ich hatte das große Glück, dass ich meinen Antrag mit dem Preis für die Mittelwandpresse von jonas gerade mit dem Preis aus der Preisliste abgeschickt hatte, als die Preise angepasst wurden. Bis zur Lieferung hat sich dann die Ausstattung geändert, sodass die Preise nochmal angepasst wurden. Gefördert wurde dann nur der Preis aus dem Antrag. Ich fand es zunächst ärgerlich, aber man muss ja auch immer sehen, dass man das Zeug hoffentlich auch kaufen würde, wenn es gar keine Förderung geben würde. Da kann man sich dann auch freuen, wenn ein großer Teil gefördert wird, statt rumzuheulen, weil man irgendwas zu 100% selbst bezahlt hat. Bitte bei der Rechnerei immer dran denken, dass es maximal 30% sein können. Sollten viele Anträge eingehen, ist es vielleicht auch deutlich weniger. Es gab auch schon Jahre, da waren es am Schluss dann unter 20% von netto.
    Bei ausländischen Preisen auch dran denken, dass die netto-Preise gefördert werden und ihr die MwSt. selbst zahlen müsst. Wer also nicht den Akt mit Kauf ohne MwSt und MwSt. bei Einfuhr machen kann/will, hat beispielsweise bei Österreich dann 20% statt 19 oder 16% in Deutschland.