Beiträge von Amape

    Wohl dem, der nah genug an Dänemark oder Österreich Bienen hält, um mit den Beuten zur Behandlung ins Ausland zu fahren. Ist ja auch bei bestimmten Behandlungen in der Humanmedizin üblich - vor allem bei denen, die man selbst zahlt (oder zumindest anteilig)


    Bedampfen vertragen die Bienen aus dem von beemax genannten Grund offensichtlich ziemlich gut, sodass man mit der Blockbehandlung eigentlich fast alle Milben erwischen kann, die irgendwann aus der Brutzelle rauskommen.
    Flüssig besprüht wird die Biene auch mehr abbekommen, weil der Körper benetzt wird und nicht nur die "Haare" außen. Das würde ich nicht im Block einen ganzen Verdeckelungszyklus lang wiederholen. Träufeln mit der OS-Zuckerlösung vertragen Bienen auch nur einmal, weil sie wohl zuviel davon auflecken und so auch einiges an OS abbekommen.

    Im Prinzip geht alles, was du auch mit den anderen Völkern machen kannst. Du musst nur die Dosierung entsprechend anpassen.

    Ich verwende Oxalsäure wie auch bei den anderen. Entweder Blockbehandlung oder einmalig brutfrei (durch TBE)

    Mache ich auch so (mit Adam-Fütterer). Besser und schneller geht es, wenn zwischendrin Plätze frei sind, also nur jede zweite Stelle im Rechen mit Honigwabe belegt. Da wird der Turm aber doppelt so hoch und man braucht genug übrige Honigräume.

    Da ich hier nur Bruchstückweise was dazu gelesen habe würde ich gerne mal in die Runde Fragen was konkret dagegen spricht im August nochmal zu schleudern bzw. wer das praktiziert. Gerade die Waldtracht kommt wenn doch erst vergleichsweise spät und wär zum derzeitigen Zeitpunkt wohl kaum im Honigraum angekommen.

    DAS spricht dagegen!

    Zitat

    Für die Varroabekämpfung würde mir dann immer noch Ende August/September bleiben. Habe hierzu auch den Nsssenheider horizontal - womit man meiner Meinung nach auch noch ganz gut mit geringeren Temperaturen (20+) behandeln kann weil er direkt an der Brut platziert werden kann und nicht zwingend eine extra Zarge und damit mehr Temperatur benötigt.

    Wenn du so spät ernten willst, musst du vorher was gemacht haben, dass die Milbenlast bis dahin nicht so groß ist. Wenn nicht, dann werden die Winterbienen, die du dann erbrüten lässt den Winter nicht überleben und das Volk ist im Frühjahr hin. Die Milben müssen wenig sein, ehe das Volk die Winterbienen macht. Wer solche Spätrachten mitnehmen will, der muss vorher mit anderen Methoden die Milbenlast niedrig halten. Sonst hast du Honig von diesem Jahr, aber dafür von diesem Volk nix mehr nächstes Jahr.

    Hi Panger,

    ja ich kenne das leider auch so. Der Urlaub oder die Dienstreise sind gebucht und bei den Bienen kam vorher was dazwischen...


    Wenn so wenig fällt, ist entweder wirklich wenig drin (kann sein, ist aber leider meist nicht der Grund) oder sie haben eben noch schöne Brutflächen, in der die Milben sofort abtauchen und deshalb fällt wenig - und das tragen dann noch Ameisen oder Ohrkneifer weg.

    Ich würde zum Zeit gewinnen jetzt behandeln. Du kannst auch mit einer anderen Methode behandeln, z.B.: auch OS sprühen, vielleicht sogar zweimal im Abstand von ein paar Tagen, wenn du die noch hast. Schwammtuch geht auch. Damit erwischt du zwar keine Milben in der Brut, aber wenigstens reduzierst du die Belastung für die nächste Brut um die Milben, die gerade auf den Bienen sitzen (leider die Minderheit). Das ersetzt somit keinesfalls die weitere Behandlung, kann dir aber etwas Zeit dafür verschaffen. Zudem siehst du dann auch mal, was beim ersten Behandeln so fällt.

    Ob du dann die richtigen Prioritäten gesetzt hattest, siehst du im Frühjahr. Wenn die Milbenzahl und die Virenlast gering war, kannst du ohne Probleme so spät erst behandeln. Sollte es nicht so sein, hast du nach der Behandlung zu wenig Zeit, um noch genug gesunde Winterbienen zu bekommen. Dafür hast du dann im Frühjahr das restliche Futter in schönen neuen Waben :rolleyes:


    Behandeln mit dem Nassenheider macht man vom Wetter abhängig und den Urlaub/Abwesenheit kalkuliert man vorher ein oder hat vertrauenswüdige Kollegen. Ich würde den auch nicht reinstellen und dann eine Woche abwesend sein, ohne jemanden zu haben, der danach sieht. Dann lieber jetzt eine Kurzzeitbehandlung oder was anderes, um die Milbenlast zu reduzieren.

    Ich messe deshalb auch immer zwischendrin den Honig, der aus der Schleuder kommt. Der Honig, der zuerst aus der Wabe kommt, fließt am leichtesten und hat den höchsten Wassergehalt. Also eher am Anfang einer neuen Schleuderrunde messen.

    ...dann solltest du beide Teile brutfrei behandeln und dann rückvereinigen.


    Brutscheune bedeutet, dass Brutwaben mit einem Teil der Bienen drauf zur Pflege extra gestellt sind. Die Bienen aus der Brutscheune kannst du dann nach Auslaufen der Brut behandeln und zum behandelten anderen Volksteil geben. Bei überwiegend verdeckelter Brut braucht man nicht so viele Pflegebienen, aber Futter, weil kaum Flugmannschaft vorhanden ist. Ich stoße die Brutwaben einmal sanfter ab und packe die dann in die Brutscheune. Dabei sieht man dann auch meist gut, ob sich die Königin noch drauf befindet. Falls ich keine Futterwaben reingeben kann, wird gefüttert.

    Das Volk mit den neuen Waben solltest du dünn füttern, dass sie sich ums Bauen und die neue Brut kümmern können.


    Die Möglichkeiten werden nicht besser, wenn du wartest und von allein wird das Volk nicht das alte Zeug rausreißen und neu bauen. Also entscheide dich für eine Variante und fange an.

    Vor allem würde ich überlegen, wo der Fehler passiert ist. Es kann ja nicht sein, dass der Honig so gravierende Unterschiede im Wassergehalt hat, wenn du ihn nicht länger offen im feuchten Raum lagerst/bearbeitest.

    Der feuchteste Honig setzt ist im Eimer meist oben ab. Lässt man den Honig stehen (nach dem Durchrühren) und misst dann aus der oberen Schicht, dann bekommt man vielleicht so ein Ergebnis. Auch bei fehlender Temperaturberücksichtigung und verschiedenen Temperaturen bei Schleudern und jetzt, aber auch bei nicht ausgewogener Stichprobenauswahl. Kannst du Messfehler ausschließen/eingrenzen?


    Nachdem Umtragen und neu ernten nach der Behandlung besser nicht gemacht werden sollte (abgesehen vom Aufwand auch sonst), kannst du diesen Honig entweder durch Mischen mit trockenen Honig unter die 20%-Grenze drücken oder so weiterverarbeiten/lagern, dass es kein Problem mit dem Wassergehalt gibt. Du kannst ihn auch als Futter verwenden, wenn keine großen Honigtauanteile enthalten sind. Nur als Honig in Verkehr bringen scheidet mit dem Wassergehalt aus. Ansonsten könnte man den Honig auch noch nachträglich trocknen. Ideen dafür und Diskussionen dazu findet man auch hier im Forum.

    Ich hatte auch schon ziemlich hohe Anteile an Tau-Honig in der Sommerernte. Ohne Impfen bleibt sowas bei mit fast ein Jahr flüssig. Da fülle ich dann immer eine überschaubare Menge Gläser flüssig ab und lasse einen Abfüllbehälter mit flüssigem Honig stehen, um ggf. weitere abzufüllen. Sobald er beginnt selbst leicht einzutrüben oder ich ihn endgültig abfüllen will, impfe ich dann und rühre. Das gibt wunderbar cremige Honige, die auch nicht zur Phasentrennung neigen, wenn ich sie länger im Glas rumstehen habe. Die Zeitspanne vom Beginn des Schimmers bis zum "läuft nur noch in Zeitlupe ins Glas" ist aber viel länger als bei rühtracht, sodass man ruhig ein paarmal öfter rühren darf.

    Die Waben sind noch voll mit Honig. Ist der dann komplett für die Tonne oder kann man da noch irgendwas als Futter retten?
    Die Waben einschmelzen ist dann klar.

    Mal dran riechen und dann überlegen, ob du den noch essen willst...
    Im Hinblick auf Fütterung: Ein Kg Zucker kostet weniger als 1€. Willst du für ein bisschen Honigverwertung die Gesundheit eines Volkes riskieren? Ausschmelzen geht nicht gut wegen der Temperaturerhöhung, beim Ausschlecken/Umlagern schleppst du die Wachsmottenlarven/eier und eventuell andere Dinge rein.

    Das Wachs und die Rähmchen kannst du retten, wenn du ausschmilzt. Dabei hast du aber ziemlich viel Honigplörre oder im Sonnenwachschmelzer Kramell für ein bisschen Wachs und ein Rähmchen. Komplett entsorgen und ein neues Rähmchen und eine neue Mittelwand sind sicher attraktiver - gerade weil Ausschmelzen voller Waben auch eine weniger schöne Arbeit ist und trotzdem wenig Recycling stattfindet.

    Am Ende stehen die theoretisch eingelagerten Gewichte. Nachdem meine Damen aber manchmal mehr verbrüten und machmal mehr zusätzlich sammeln als in allen schönen Büchern und Webseiten steht, rechne ich in Zucker für den Einkauf.

    Dann wiege ich nach der TBE und füttere. Abzüglich etwas Zuwachs an Bienen und Wachs kann ich dann besser schätzen wie viel wirklich eingelagert wurde. Da kann ich dann so lange füttern bis das Gewicht passt.

    Ich rühre in Edelstahleimern und Abfüller sowie Siebkübel. Letzeres spart einmal umfüllen, aber muss dann sicher rechtzeitig abgefüllt werden, weil nochmal drin aufwärmen bei mit dann wegen den Maßen schwerer möglich ist

    Es gibt nur wenige Fixpunkte für diese Rechnerei. Einer davon ist, dass du je nach lokalem Klima wissen solltest, wie viel Futtervorrat am Schluss vor dem Winter drin sein soll. Dafür gibt es Empfehlungen in Tabellen (Bücher, Webseiten, Forum...) Wann du bis dahin welche Zwischenziele erreicht haben solltest, da geht es weit auseinander. Zur Wintervorbereitung gehört auch, dass viele gesunde dicke Winterbienen erbrütet werden sollen. Dafür muss noch Platz bleiben und für die Wintertraube auch ein Platz ohne Futter direkt unter dem Sitzplatz. Deshalb ist zu viel vor allem dazu noch zu früh doch ein Problem. Auch das steht bei meinen Vorrednern. Die Futterwabe, die dann im März bei Tracht übrig ist, ist kein Problem, sondern deine Versicherung bei einem Kälteeinbruch.


    Ich habe hier lokal an einem Standort viel späte Trachten wie Springkraut, Greening-Flächen, Efeu..., die mir Futter sparen. Ich muss dafür noch Platz lassen und füttere in den letzen Jahren meist weniger als 10kg dazu. Andererseits habe ich auch mit Föhn warme Tage noch sehr spät im Jahr, wo man nochmal Futter reinbekommen kann falls noch was fehlt.

    An meinem anderen Standort kann ich Anfang August fertig sein, weil da kaum mehr was reinkommt. Wozu dann warten. Da kann ich Ende Juli die erste Portion füttern, weil kaum was reinkommt. Da füttere ich bis Ende August auf Zielgewicht.


    Ich empfehle dir, VOR dem Füttern zu wiegen (einfache Kofferwaage reicht dafür) und dann eine Strategie zu überlegen wie du den Gewichtszuwachs durch Futter bis zum Zieltag erreichst. Mit Nachwiegen kannst du dann grob schätzen, was an Futter eingelagert wurde und den Ist-Zustand mit deinem Soll-Wert vergleichen, um die nächsten Portionen zu bemessen. Manche Linien verbrüten vielleicht vom Anfang auch noch das meiste. Sowas fällt dir dann sogar ohne Kiste öffnen auf.