Beiträge von Amape

    Warum erst im März futtertechnisch was unternehmen ??

    Ich habe eben zweien 2,5 kg Apifonda spendiert.

    Geizt ihr im Sommer alle so mit Futter? Man könnte ja meinen, die Notfütterung im Winter wäre der Regelfall. Es sollte aber m.E. die seltene Ausnahme sein.

    Nee, aber vielleicht gibt es auch noch andere Völker als manche von mir, die gemeint haben, dass man mit so viel Futter ja auch noch einmal ganz viel Brut füttern könnte...

    So ist bei denen jetzt viel weniger Futter drin als sein sollte (aber viele Fresser). Da bin ich auch nicht so ganz entspannt und kontrolliere öfter das Gewicht. Könnte schon sein, dass die auch noch den Teig brauchen. Mir ist nur einmal ein Volk verhungert, weil ich zu spät mit der Prüfung auf Futter angefangen habe. So einen Fehler sollte man nicht oder wenigstens nur einmal machen. Seitdem wiege ich die Völker vor dem Füttern. Dann kann ich beim Nachwiegen doch immer halbwegs genau abschätzen, wie viel Futter noch drin sein muss und wann ich besser zur Sicherheit ein Schönwetterzeitfenster zum Nachfüttern nutze.

    Hier bei mir heute auch Flug und einzelne gelbe Flecken im Schnee rund um die Beuten. Wollten wohl mal die Blase leeren...

    Hatte wegen starkem Wind die letzten Tage die Einschübe drin. Auf diesen hat man am Gemüll schön gesehen, wo sie sitzen und was sie so machen.

    Ich entdeckle hauptsächlich mit Messer und habe somit wenig Wachskrümel für ein Grobsieb. Damit komme ich für einen "Schleuder-Tag" auch nur mit dem Spitzsieb im Eimer aus. Dann passt der Siebkübel bei meiner Anordnung besser (auf Unterlage) unter den Auslauf und ich sehe vor allem auch den Pegelstand im Kübel besser (vor allem, wenn man nur nebenbei und kurz schaut, weil man z.B. schon mal weiter entdeckelt).
    Apidät : Ich mache das auch so mit dem gedrosselten Auslauf. Man darf trotzdem nicht zu viel Honig in der Schleuder zwischenpuffern. Ein Kollege von mir hat das übertrieben und sich die Aufhängung vom Korb beschädigt als dieser auf einmal im Honig drehen musste und damit stark abgebremst wurde.

    Also ich habe bei mir tatsächlich das Problem, dass der obere Auslass vom Siebkübel wirklich ziemlich weit oben ist und einen geringeren Durchmesser hat als der Auslass bei der Schleuder.
    Ich muss beim Schleudern somit nicht nur wegen Wabenbruch langsam anfangen oder den Abfluss aus der Schleuder drosseln, weil sonst beim ersten Schwapp der Honigpegel im Siebkübel gefährlich nah an den Rand kommt.
    Dieser Effekt ist unabhängig vom Sieb. Der maximale Auslauf im Kübel ist einfach kleiner als der maximale Zulauf aus der Schleuder.

    Propolis ist doch bereits ein Antibiotikum...


    Man kann sicher alles auch anders machen. Wie beemax aber schon geschrieben hat, muss man bei einem Gefäß, aus dem man direkt entnimmt immer mit Eintrag von Keimen beim Entnehmen rechnen. Somit muss man immer Vorkehrungen gegen Verkeimung treffen. Das kann ein Konservierungsstoff sein, Kälte.... was auch immer. Haltbarkeit ohne Vorkehrung gibts nur für besonders lebensfeindliche Stoffe. Alternativ muss es eben frisch oder einzeln portioniert sein. Dann aber bitte nicht in Kunststoffen mit undefinierbarem Weichmacher, der in Fett löslich ist... Irgendwas ist halt immer.


    Die Chemiker in mir (und auch anderen) wurde natürlich davon getriggert, dass pauschal die Chemie verurteilt wurde und als Beispiel ausgerechnet ein Stoff herhalten muss, der auch natürlich in Pflanzen vorkommt. An manchen Tagen kann ich sowas ignorieren, aber manchmal stört es mich zu sehr, um den Mund bzw. die Tastatur zu halten und dann spring ich über das Stöckchen. Ist wie bei gewissen Pauschalaussagen zu Beuten, Bienenrassen...

    Wieso Benzoesäure kommt auch in der Natur in Pflanzen und Früchten vor. Das findet man mit Google sogar auch bei Wikipedia. Das Natrium-Salz der Benzoesäure gibt es damit sicher auch natürlich. Das kann jetzt als Konservierungsstoff auch künstlich gewonnen sein, aber prinzipiell gibts das auch in der Natur. Die Wirkung sollte in beiden Fällen gleich sein. Auch andersherum würde ich nicht davon ausgehen, dass etwas besser oder gesünder ist, nur weil es in der Natur vorkommt oder aus dieser extrahiert wird - da gibt es viele Beispiele. Eine Creme ohne "unnötige Hilfs-und Konservierungsstoffe" wäre sicher wünschenswert, aber ich fürchte, dass es schwer wird, sowas zu finden.

    Dazwischen gibt es doch Lösung 1,5. Umzug im Winter, aber wenn es nicht so kalt ist wie im Moment. Derzeit hat es bei mir auch tagsüber unter 0°C. Da würde ich die Kisten nicht mal anrempeln wollen.
    Wenn es warm genug ist, dass einzelne Bienen fliegen, kannst du sicher auch eine Probe nehmen und nach dem Ende des Flugverkehrs den Umzug machen und den Vorteil des Winterumzugs mitnehmen.

    Wenn ich mit Messer entdeckle wie hier im Forum schon beschrieben und dann das Wachs vorher schon im Endecklungsgeschirr über Nacht abgetropft ist, sind es eher nur so 5%, die ich zusätzlich an Honig gewinnen kann. Mir gehts dabei aber auch darum, möglichst reines Wachs zu gewinnen, ohne viel Honigbrühe wie bei anderen Schmelztechniken übrig zu haben (und entsorgen zu müssen) oder wegen Honigkaramel-Einschlüssen mehrmals umschmelzen zu müssen.

    Den Abtropf-Honig verarbeite ich ganz normal weiter, den aus dem Deckelwachsschmelzer getrennt und nehme den vor allem zum Eigenbedarf, Met nachsüßen usw., obwohl ich (bei der Blindverkostung) keinen Unterschied erkennen konnte und die veröffentlichten Messwerte von Untersuchungen keine Honigschäden gezeigt haben.

    Ich nutze auch gerne den Speedking - auch bei kleineren Ernteterminen. Nachdem man aber die Gabel sowieso braucht, um nicht ordentlich überbaute Ecken nachzuarbeiten, ist zwischen einem Entdeckungsgeschirr, wo du mit beiden Geräten rein entdeckeln kannst und zwei Euroboxen mit Bastellösung dazu preislich nicht so viel Unterschied. Platzbedarf beim Lagern zwischendrin ist auch ähnlich. Ich habe am Anfang ein Endecklungsgeschirr gekauft, weil ich mit der Gabel angefangen habe und es dazu gekauft hatte.

    Ich habe mir zum Messer dann auch einen Deckelwachsschmelzer gekauft, weil den nicht-abtropfenden Honig haben wollte und vor allem, weil ich das Wachs zur Weiterverwendung möglichst honigarm haben will. Ich entdeckle seitdem meist in das Entdecklungsgeschirr (mit Gabel oder lege die Stange vom Rapido als Edelstahlauflage quer auf die beiden Wabenhalter). Mehr als eine Wanne wird es pro Tag kaum, weil ich lieber mehrere Tage je einen Teil mache. Dann packe immer am nächsten Tag das abgetropfte Wachs in Honigeimer. Nach dem letzen Schleudertermin einer Serie schmelze ich dann das Deckelwachs aus den Honigeimern weg. Hätte ich mehr Platz neben der Schleuder, würde ich vielleicht auch direkt in den Deckelwachsschmelzer entdeckeln, aber so ist es für mich ganz gut passend. Auch wenn das ausdrücklich nicht gefragt war: Ich würde lieber auf eine eigene Schleuder verzichten als auf den Deckelwachsschmelzer und dann bei einem Kollegen schleudern.

    So wie in der Werbung beschrieben, klappte das auch bei mir nicht. Zum Verteilen von Impfhonig nehme ihn manchmal statt der Rührspirale. Nachdem die Spirale am besten komplett unter der Oberfläche bleiben sollte, kann ich sonst in meinen kleineren Gefäßen nicht rühren, weil der Pegelstand dafür zu niedrig ist.

    ...und die limitiert man bei einer Königin mit mehr Potential, indem man frühzeitig die Brut einschränkt, sodass nicht zu viele künftige Pflegebienen schlüpfen. Das funktioniert nur mit eng-halten im Brutraum bei mir irgendwann nicht mehr, wenn man die Völker im Frühjahr erst noch auf sinnvolle Größe erweitern lässt. Da wird dann überall noch in die verbleibenden Lücken dazu gebaut. So viel Honigraum kann ich dann nicht geben. Das Volk so einzuschränken, dass es gar nie in die Situation kommt, mehr wachsen zu können, erscheint zumindest mir eine schwere Gratwanderung.
    Besser funktioniert es -zumindest bei mir im Schaufenstervolk- mit Schröpfen von Brutwaben samt aufsitzender Mannschaft sobald die Wunschgröße erreicht ist. Das erfordert aber ständige Entnahme während der Hauptsaison und einen zweiten Standort, um ein Zurückfliegen zu verhindern.