Beiträge von Amape

    Bei den lauen Lüftchen habe ich nur Steine auf dem Deckel. Wenn ich länger nicht Zugriff habe als Wetterprognose halbwegs zuverlässig funktioniert (Urlaub usw.) oder Sturm bevorsteht, verzurre ich zusätzlich die Beuten mit den Beutenbock. Für immer ist mir das zu doof, weil es ein klein wenig mehr Aufwand ist und vor allem, weil die Zurrgurte mit der Sonne so schnell altern.

    Ich habe diese Tabelle, die es ja schon länger im Netz gibt, einfach mit meinen Kosten versehen. Da sind dann eben für 5 Wirtschaftsvölker zum Ernten auch Material für 10 Völker vorgesehen, das ich abschreiben muss, höhere Zeitansätze (auch für mehr als 5 Völker, weil ich ja auch die Reserven pflegen muss....). Zudem sind die ganzen Preise an meine Ausgaben angepasst.
    Das fand ich dann schon interessant, weil ich nur für mich natürlich auch nur 3 Völker einwintern könnte und eben keinen Honig verkaufen, wenn ich dann im Frühjahr nur eines zum Ernten und eines zum Vermehren behalte.

    Ich muss mit Imkern kein Geld damit verdienen, dass meine Freunde, Nachbarn und Leute aus dem Ort guten Honig kaufen können, weil ich gerne mit Bienen arbeiten will. Ich muss aber auch nicht zusätzlich draufzahlen, wenn ich wegen denen mehr Völker halte, um diesen Honigbedarf zu decken. Als Kleinimker bleibt für mich derzeit eigentlich kein Gehalt übrig, aber immerhin bringe ich zur Arbeit - die mir Spaß macht und deshalb nicht zwangsläufig als solche gesehen wird - nicht auch noch Geld fürs Material mit. Auch sowas wie das IFT, Mitgliedsbeitrag.... wird vom Verkauf bezahlt und sorgt für deutliche Ausgaben. So ist das für mich ok und die größeren Imker aus dem Nähe könnten sogar erhöhen, um erst auf diesen Preis zu kommen. Vielleicht könnte ich sogar noch mehr verlangen, aber ich kenne fast jeden Käufer persönlich und muss da jetzt auch nicht auf deren Kosten Gewinn mit dem Hobby machen.

    Ich rühre mit Spirale in Edelstahlgefäßen, um Abrieb zu vermeiden. Sobald der Honig nach dem impfen beim Rühren leichten Perlmutschimmer zeigt, lass ich ihn ein paar Stunden stehen und fülle dann in handwarme Gläser. Die stehen über Nacht bei Raumtemperatur. Dann packe ich die in den Kühlschrank oder Gefrierschrank und lasse sie dort fertig kristallisieren. Blütenbildung gibts nach meiner Beobachtung eigentlich nur, wenn die Temperaturen dabei viel schwanken (wie im Wohnmobilkülschrank als Ausweichquartier) oder das Glas beim einfüllen kälter als der Honig ist.

    Je vielfältiger die Landschaft/Bepflanzung für das Gebiet, desto höher ist die Ausfallsicherheit, wenn einzelne Phasen wegen Temperatur oder Trockenheit ausfallen. Dafür gibt es auch in guten Jahren keine Massen an Honig von einer Tracht. Da die Bienen oft auch Quellen finden, die dem Imker beim Spaziergang entgehen, bleibt dir nur ausprobieren. Wichtiger als üppig Nektar zu jeder Zeit finde ich Pollen, wo man auch mit Blumenbeeten und ungemähten Wegrändern/Gartenecken ein Mindestmaß an Versorgung bekommt. Nektar könnte man zur Not auch leichter durch Füttern oder größere Vorräte beim Schleudern übrig lassen kompensieren. Für den direkten Vergleich müsste man beide Standorte auch im direkten Vergleich testen (gleiche Zeit, ähnliche Völkerzahl und Volksstärken). Wenn du im Zweifelsfall schon damit zufrieden bist, dass der bequemere passt, dann probier doch zunächst nur den sofern du dort alle Völker unterbringen kannst, ohne einen Standort zu überfordern.

    Es ist ja ok, wenn man eine geeichte Waage verwenden soll, um zumindest schon mal eine Ausrede nicht zu haben. Es ist auch ok, wenn man sogar kleine Imker stichprobenartig kontrolliert. Aber die Größenordnung der kontrollierten Menge und der Gebühren im Vergleich zum Jahresumsatz sind für kleine Imker schon schwer zu ertragen. Cui bono? Zum Nutzen der Konsumenten, wenn man dadurch den lokal produzierenden Imker (oder in anderen Bereichen auch sonstigen Landwirt, Bäcker, Metzger, Gemüsegärtner...) immer mehr gegenüber den großen benachteiligt.

    Egal, ob du von außen durch das Flugloch oder von innen durch eine (nachher verschließbare) Öffnung bedampfst, wird aus jeder Ritze auch feiner OS-Staub in das Innere vom Bienenhaus gelangen. Dieser wird sich auch auf allen Oberflächen niederschlagen. Das Rausquellen aus jeder Ritze kann man ja auch bei der Behandlung bei freistehenden Beuten beobachten.
    Wenn du es allerdings schaffst, während der Behandlung und danach mit Lüften (am besten Durchzug) den in der Luft schwebenden Staub hauptsächlich nach draußen zu verteilen, ehe er sich drinnen niederschlagen kann, sollte der Rückstand im Bienenhaus ziemlich gering sein. Da ist dann eher die Verbreitung in der Umgebung das Problem, wenn jemand ungeschützt in der Nähe vom am Bienenhaus ist. Eine offene Sprühbehandlung der Waben im Bienenhaus sorgt wahrscheinlich wirklich für eine höhere Oberflächenkontamination, wenn du die Sprühnebel nicht absaugen kannst.
    Ob das zusätzliche Abfangen der Staubpartikel drinnen wirklich eine nennenswerte Verbesserung gegenüber dem Lüften bringt, müsste man vermutlich konkret an deinem Setting probieren. Dazu einfach eine dunkle Unterlage zum Messen daneben legen und an einer Beute mit und ohne zusätzlichen "Fangteppich" drumrum bedampfen. Du kannst für die Versuche ja auch zusätzlich eine Decke auf den Oberflächen auslegen, um die Verunreinigungen beim Versuch einzufangen oder mit Staubschutzfolien/tunnel aus dem Baumarkt den Bereich um die TEstbeuten eingrenzen statt gleich alle Oberflächen im Haus zu versauen. Schaden wird der zusätzliche Schutz wohl nicht, aber der Aufwand ist dann schon nochmal deutlich höher... (aber eigentlich musst du deine Bienen zum Bedampfen derzeit ja sowieso über die Grenze fahren ;) )

    Das gilt im übrigen auch für mich. Ich bin nicht gegen Bedampfen und kann schon alleine von meinem Studium und damit ausgeübten Beruf mit Gefahrstoffen und Schutzausrüstung umgehen.

    Aber sogar die eigene Erfahrung zeigt eben auch, dass die Dampfwolken (oder genau genommen Rauchwolken, da es ja ein fein verteilter Feststoff in Gas ist) dummerweise auch in deutlicher Entfernung noch die Atemwege und Augen reizen. Deshalb kann und will ich Aussagen, die dies verharmlosen oder ausblenden nicht stehen lassen. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass allein aus diesem Grund die vermeidbare Freisetzung minimiert werden soll. Jeglicher Vergleich mit anderen Gesundheits-Gefahren ändert leider nichts an der Tatsache der Gefährdung. Auch der Verdünnungseffekt, das natürliche Vorkommen des Stoffes oder die Abbaubarkeit ändern auch nichts an der Tatsache, dass grundsätzlich jede Vermeidung von unnötiger Freisetzung besser ist.

    ...ich kann die Rhabarber-Nummer nicht mehr hören/lesen. Hab von meiner Rhabarber-Pflanze noch nie Husten vom Inhalieren der Ausdünstungen bekommen. Auch die Applikation macht Unterschiede in der Wirkung.

    Ja, OS ist gut in der Bienenverträglichkeit. Sie kommt auch in der Natur vor, sogar als Zwischenprodukt an zentraler Stelle im Stoffwechsel des menschlichen Körpers. Trotzdem ist sie gesundheitsschädlich und man sollte den Kontakt und die zusätzliche Aufnahme in den Körper vermeiden. Das fängt nun mal bei der unnötigen Freisetzung an - je nachdem wo die Wolke hinzieht, spürt man auch in einiger Entfernung noch die Wolke beim Atmen und in den Augen - eben auch, wenn man nicht der mit Schutzausrüstung am Gerät ist.

    Na du machst mir Mut. Muss noch eine Königin aus einem Mini in ein volles Dadant-Volk (ehemals Brutsammler) einweiseln, das sich nicht weisellos fühlt (also zumindest bei der Probe keine Zellen zieht), aber brutlos ist und keine Spuren der alten Königin mehr enthält. Ich tippe auf missglückte Umweislungsversuche und jetzt eine unbegattete drin.
    Bin schon am Überlegen, ob ich nicht lieber die schöne neue aus dem Mini in ein anderes Volk einweiseln soll und dort eine alte rausnehmen, bei der mich der Verlust nicht so schmerzen würde, weil die Genetik nicht so toll ist, denn eigentlich wollte ich mit der auch Umweiseln.

    Die Pauschale sehe ich mehr als Entschädigung für den zusätzlichen Aufwand, dass ich dieses Volk gebunden habe. Das sollte ich nicht für Ableger zerlegen, Brutwaben nehmen usw,, sondern für Honig optimiert betreuen und es steht auf einem guten Platz, wo dann kein anderes hinkann. Bei anderen kann ich mir aussuchen, was ich machen will oder sie auch jederzeit umstellen.

    Ich empfehle auch mit einer Pauschale zu arbeiten. Anschaffung ist ja leicht zu bestimmen. Durchschnittlicher Zeit-Aufwand pro Volk fürs Jahr auch. Falls er seinen Honig nochmal kauft, in jedem Fall einen fairen Preis für beide Seiten, wenn er den in Gläser verschenkfertig bekommt.

    Beim Rest wäre ich bei Landwirtschaft. Von super Jahr bis Totalverlust ist bei einem Volk alles drin. Das Risiko muss er bei so einem Modell tragen, wenn er konkret sein Volk bei dir in Pflege gibt.