Beiträge von Amape

    Ich betreue Bienen an einer Schule.

    Die Kinder selbst sind wirklich kein Problem, wenn die Bienen so stehen, dass man nicht genau in deren Nähe tobt oder der Ball immer genau dorthin fliegt. Das gilt sicher auch für Hortkinder auf dem dortigen Gelände. Gelegentlich wird es aber Stiche geben, wenn einer auf eine Biene in der Wiese tritt und das sind dann sicher immer genau deine von dort. Das kann dann ein Problem werden.

    Wenn dir der Platz gut und ausreichend sicher erscheint, würde ich mit Gemeinde/Hort noch die rechtlichen Fragen klären. Es ist vermutlich ein wichtiger Unterschied, ob du die Bienen (von Hort/Gemeinde) dort betreust (ehrenamtlich/Aufwandsentschädigung) oder deine Bienen dort (gegen Miete/gratis) hinstellst. Falls es da eine gute Lösung gibt, würde ich es machen.

    Bei den halben Zargen (halbe Breite nicht halbe Höhe) gibt es welche, die dann jeweils 5 Waben aufnehmen und nebeneinander genau so breit sind wie eine ganze Zarge. Die Wände sind dann bei manchen Ausführungen etwas schlanker, um den Platz für die notwendigen Wände zwischen den beiden halben Zargen rauszuholen, bei andern Ausführungen stehen diese einfach außen über oder haben als Abtrennwand zwischen den beiden Hälften nur ganz dünne Platten, die sich dann gerne mal verziehen.

    Wenn du die entnommen Rähmchen gleich noch nachputzt während die nächste Runde im Schmelzer ist, musst du auch bei einer Kammer gar nicht viel gelangweilt rumstehen...

    Falls es preislich nicht viel Unterschied macht, sind zwei Schmelzer vielleicht sogar interessanter als ein Doppelgerät, weil du die einfache Ausführung auch alleine und ohne Hilfsmittel tragen kannst.

    Aus Erfahrung mit dem Hommel-Schmelzer kann ich dir nur sagen, dass der Dampferzeuger möglichst viel Dampfleistung haben muss, wenn du schnell arbeiten willst.

    Ich sehe kein Problem dabei, Honig von einem Kollegen zu einem angemessenen Preis anzubieten. Ich deklariere diesen aber eindeutig als "vom Kollegen" zugekauft. So kann ich auch Abwechslung bieten mit Honigen, die ich selbst nicht ernten kann. Wenn der Kollege in einem anderen Land sitzt, hätte ich da auch kein Problem damit. Solange man das zur Erweiterung oder Ergänzung des eigenen Sortiments macht, wird es auch den Markt kaum verderben, sondern eher Kunden für die Honigvielfalt sensibilisieren. Bei mir wollten die meisten Kunden aber trotzdem überwiegend meinen Honig und den anderen nur gelegentlich zur Ergänzug. Rechnen tut es sich im kleinen Maßstab bei mir somit kaum. Ich verkaufe nur Honig, der mir selber schmeckt.

    Ich schau ja auch jetzt noch rein, aber sie sammeln nebenbei ja auch immer sehr unterschiedlich gut aus Springkraut usw. Da sind die zusätzlich benötigten Füttermengen schon ganz unterschiedlich. Fürs Frühjahr finde ich es zudem sehr angenehm, wenn man dank Wiegen mit wenig Störung die Restfuttermenge halbwegs genau abschätzen kann. Da habe ich aber keine Lust für jedes Volk auszurechnen, wie denn das "Leergewicht" sein muss bei 12 Waben oder nur 9 und dafür noch drin hängender Futtertasche...

    Soweit ich mich an die Gespräche mit wasgau immen erinnern kann, liegt das aber auch zu einem großen Teil an den Böden. In der Sandsteinwüste wächst dann auch kein Springkraut.


    Ausrotten wird sowieso nicht mehr gelingen und das Beschränken auf ganz wenige Standorte auch nicht. Aber aktiv verbreiten sehe ich kritisch, genauso die Bekämpfung von Neophyten/Neozoen nur deswegen, weil sie sind, was sie sind.


    Das größte Problem ist doch, dass wir zunehmend stärker die Natur an unsere Bequemlichkeit/Wünsche anpassen als unser Lebensweise an die Gegebenheiten der Natur. Die Abwägung wird zunehmend zu Lasten langfristiger Folgen zum Nutzen kurzfristiger Vorteile gefällt. Man sollte jetzt nicht neue Gebiete der Invasion preisgeben, um kurzfristig Futter zu haben und sich Maßnahmen zu ersparen, die langfristig wirksamer wären, aber aufwändiger. Gerade wir Imker müssen doch auch sonst viele Faktoren beachten und beobachten. Da sollten wir auch hier mit gutem Beispiel voran gehen.

    Es gibt in Deutschland viele Neophyten, die wir sehr fördern oder nutzen, wenn man den Zeitraum, in dem wir diese importiert haben etwas größer setzt.

    Das größte Problem bei manchen Leuten ist, dass sie das Prinzip der Evolution oder auch der Sukzession nicht verstanden haben. Hier geht es zwar immer um Angepasstheit des Individuums, aber letztlich damit dann bei der Selektion um das Überleben der Art. Wenn zwei Arten im gleichen Lebensraum vorkommen können, die ähnliche Bedürfnisse haben, wird die besser angepasste die andere verdrängen. Je größer der Unterschied, desto schneller. Sollte das an allen Standorten passieren, wird eine Art ganz aussterben.

    Damit die Krux: Wenn wir bestimmte Pflanzen/Tiere oder Lebensgemeinschaften erhalten wollen, müssen wir deren Lebensraum möglichst ohne Veränderungen erhalten. Das heißt, dass man Almen beweiden muss, Streuwiesen mähen (dummerweise ja beides erst durch Landwirtschaft entstanden)... sonst wird ganz natürlich wieder Wald draus.

    Wenn ich die bisherige Vegetation erhalten will, darf ich dann aber auch absichtlich keine neuen Pflanzen da einbringen. Das mag für besonders erhaltenswerte/seltene Biotope ja sinnvoll sein, aber ansonsten sind auch alle Maßnahmen zum Verhindern von Veränderung schwere Eingriffe in die Natur. Aber was soll man schon mit den Fakten anfangen, die können sich ja auch mal ändern. Hauptsache meine Meinung bleibt. So schaffen es dann immer wieder ökologische Fundis mit Halbwissen durch ihr Handeln mehr Schaden anzurichten als ihre Tätigkeit nützt. Das gleiche gilt aber auch für Landwirtschaft oder Imker, wenn man einfach mal einseitig gedacht irgendwo irgendwas anpflanzt, weil es einseitig betrachtet einen Vorteil hat.

    Ich würde deshalb kein Springkraut aktiv anpflanzen, aber auch keine Bestände in Waldlichtungen oder auf Bracheflächen versuchen auszurotten. Beides erscheint mir ökologisch wenig sinnvoll.

    Ja, meine Völker kommen dank Goldrute und Springkraut auch mit wenigen Kilo zusätzlichem Futter aus Imkerhand aus.


    Springkraut bekommt man allerdings wegen der Samen nicht los, wenn man es nicht rechtzeitig mäht. Die Samen werden auch bei Waldarbeiten usw. mit den Reifen oder auch mit Mähgut oder in Bächen verschleppt, sodass es sich weiter ausbreitet. Ich würde es keinesfalls zusätzlich verbreiten, da es teilweise dann auch andere Pflanzen verdrängt.

    Wenn da noch genug Bienen und Platz in der Beute sind (sowie keine Massentracht außerhalb), würde ich mir ebenfalls Sorgen machen, warum sie das Futter so langsam abnehmen. Wenn die meisten Bienen noch mit Brut beschäftigt sind oder kaum noch freie Flächen vorhanden sind, kann es vielleicht auch einen harmlosen Grund geben.


    ...und ansonsten ich schreibe es mal wieder in einen Futter-Beitrag:

    Nach dem Abschleudern (oder sobald man den Abeger auf die Ziel-Rähmchenzahl gebracht hat) einmal links und einmal rechts mit einer billigen Kofferwaage wiegen (und natürlich das Gewicht in der Stockkarte notieren). Dann beginnt man zu füttern und man kann davon ausgehen, dass die Gewichtszunahme vor allem Futter in den Waben ist. Wen interessiert im Frühjahr schon die Menge, die man gefüttert hat - man muss wissen, ob der Vorrat noch reicht.

    Die letzen Jahre hatte ich kaum Wespen im Garten, weil die Hornissen scheinbar früh im Jahr die meisten Nester ausgeräumt haben. Momentan ist mir eines im Dachzwischenraum bekannt, das auch nicht mehr lange bis zum natürlichen Absterben hat.

    Ansonsten sollte man wirklich bei jedem Nest überlegen, ob es wirklich so stört, dass man es wegmachen muss. Gegen Tiere im Haus helfen Fliegengitter und gegen Nester an störenden Stellen die Umsicht im Frühjahr (Löcher schließen, Nelkenöl oder auch nur die Königin bei der Suche mehrmals stören)

    Was spricht eigentlich dagegen, solchen Honig flüssig zu verkaufen? Warum muss immer alles gewaltsam cremig gerührt und geimpft werden?


    Viele Kunden wollen doch gerade flüssigen Honig und die wissen alle, dass er irgendwann fest wird und haben damit keine Probleme, weil sie das kennen (oder ihn sowieso so schnell essen, dass sie damit nicht in Berührung kommen).

    Ich lasse dafür dann immer einen Teil flüssigen Honig in einem größeren Abfülleimer übrig, den ich dann nach und je nach Bedarf abfülle. Meist bleibt der dann über ein halbes Jahr flüssig und wird dann gerührt, wenn er anfängt zu kristallisieren. Den Rest mache ich vorher mit Impfen cremig.

    So habe ich flüssigen Honig für die wenigen Kunden, die das wollen und mir kristallisiert keiner im Glas während er im Lager steht. Das fand ich wirklich lästig, weil den so keiner will und man ihn auch nur mit viel Wärme aus dem Glas wieder rausbekommt.

    Gibt es weitere Tipps wie ich die Räuber in den Griff bekommen kann? Was haltet ihr von der Idee die Räubervölker auch Tagsüber zu füttern um sie zu beschäftigen?


    Lieben Dank..

    nix. So viel kannst du ein starkes Volk nicht in der Beute beschäftigen, dass sie keine Zeit zum Räubern mehr haben. Die sind unersättlich und füllen notfalls jede Zelle auf den Waben mit Futter (geräubert, gesammelt oder gefüttert ist da egal) bis die Kiste voll ist und dann machen sie Wildbau für den Rest. Die Nachricht über Futter sorgt vielleicht sogar für vermehrte Suche.

    Du kannst sie höchstens wegstellen und so von der Quelle wegbringen. Solange sie nichts neues finden, räubern sie dann nicht mehr.

    Nachdem jegliches bewegliches Teil gerne mal klemmt, wenn es das ganze Jahr über draußen der Witterung ausgesetzt ist...


    Für mich selbst habe ich:

    1. verschiedene Fluglochkeile (nomales Flugloch groß, Flugloch kleiner seitlich, zwei Fluglöcher seitlich für zwei Ableger in einer Beute)

    2. Holzleisten mit verschiedenen Breiten, die von der Höhe genau in die Fluglöcher passen. Damit kann ich die Grundbreiten aus Punkt 1. dann entsprechend anpassen.

    => Für Ableger extra Keile, für Völker immer den gleichen Keil und in der Werkzeugkiste eine kleine Abteilung mit passenden Hölzchen zum Anpassen. Wird nicht zernagt, kann schnell gewechselt werden und braucht kaum Platz beim Lagern/Mitnehmen

    Die meisten haben aber auch eine baugleiche Reservebeute, die man dann wiegen kann. Andere denken vor dem Füttern ans wiegen und ganz andere suchen hier im Forum nach dem Beitrag, in dem dieses bereits ausgiebig diskutiert worden ist (samt diverser Gewichtsangaben) und müssen dann nicht für nichts danken :/

    Bitte für ebenfalls nichts!