Beiträge von Amape

    Ich mache das auch seit Jahren mit Erfolg so (Königin mit Begleitung zum Ausfressen reinhängen, Futter dazu, mindestestes eine Wabe, Rest Waben oder Mittelwände, Flucht, Honigräume verschiedener Völker drauf.), allerdings bei mir meist mit Kellerhaft und am gleichen Stand. Dauert manchmal ein paar Tage, bis die Königin legt. Oft sind die tagelang ziemlich laut beim Bauen und Futter einlagern, aber hat noch immer geklappt und tolle Völker ergeben - selbst wenn die Königin an diesem Tag per Post angekommen ist.

    habs mir auch mal bestellt..

    wobei ich aus euren Beitragen den ganz großen Wurf bisher nicht rauslesen kann.

    Bzw. klingt das alles bisher nicht so ganz neu oder radikal.

    Solides Wissen zusammengestellt und aus der eigenen Praxis mit Erfahrung untermauert. Das ist natürlich nicht neu oder radikal, aber aktuell leider eher die Ausnahme. Insofern lohnt es sich vermutlich schon dafür. Ich konnte mein Exemplar noch nicht viel lesen, aber der erste Eindruck vom Durchblättern und Probelesen deckt sich schon mal mit den Rezensionen hier.

    Tippe aufgrund der Form auch auf eine Wespe. Eine genauere Bestimmung schaffe ich mit dem Foto leider nicht.

    Wenn du auf Wespengift allergisch bist, wäre ich auch bei Bienengift vorsichtig.

    Wespen hätten in jedem Fall den Vorteil, dass das Nest zum Herbst aufgegeben wird und dann ausgeräumt werden kann.

    Kann dazu aus eigener Erfahrung sagen, dass auch das (weiselrichtig und behandeln) nicht garantiert, dass sich die anderen nicht wieder was holen. Ob das an meinen Brutscheunen gelegen hat, die nur 300m weiter standen oder an fremden Bienenstöcken kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall ist ohne völlig isolierte Lage eine Milbenschleuder betreiben nicht besonders sozial.

    Wenn du eine Tonne Rapshonig schleudern kannst, bist du selbst schuld, wenn du das erst im Juli machst... :)

    Ich hätte mit Frühtracht keine 20kg zusammen gebracht, da bleibt beim Putzverlust wenig übrig, aber es wird auch in den meisten Waben nix kristallisiert sein.


    Für jemanden, der nur kleine Reste kristallierten Honig zwischen dem Ganzjahreseintrag in schleuderbarer Form hat, gibt es wohl diese Möglichkeiten:

    • flüssigen Teil weitestgehend ausschleudern und kristallisierte Anteile umtragen lassen
    • ausschmelzen der kristallierten Waben mit oder ohne vorher den flüssigen Teil drumrum schleudern - man muss halt beim zusätzlichen Schleudern mehr Schmelzzeit sparen als man dafür Zeit aufwendet. Die Waben sind so oder so danach für neue Mittelwände frei.

    Ich habe hier im Forum gelesen, dass ein Mitglied das sogar spottbillig macht…

    'Arbeiterbrut vom Feinsten' bei 100ter Fallzahlen/Tag, was soll das werden? Jede schlüpfende Zelle von der feinsten Arbeiterinnenbrut bringt das Volk weiter Richtung leere Kiste im September. Und die Zeit läuft, wenn Du den Schnitt später machst, sind weniger gesunde Bienen für den Turnaround im Volk und weniger Zeit bis zum Winter. Aber vielleicht kommt ja noch wer und erzähl Dir, was Du hören willst ;)

    bei den fallzahlen schlüpft da vermutlich nix, was länger lebt. Mit radikaler Brutentnahme und brutfreier Behandlung bleibt dir jetzt noch die Chance, dass die leicht geschädigten jetzt noch für gesunde winterbienen sorgen. Sonst ist die Kiste jetzt voll und bei den ersten kühlen Nächten schmilzt die Bienenmasse dahin wie Eis in der Sonne. Dann hast ein Krüppelvolk, das mit der Königin im Winter auf der Wabe erfriert oder sich schon vorher leer fliegt. Jetzt Brut opfern oder das Volk.

    Die Holzböden für 12er Dadant gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen.

    Wagner mit Lochblech, die anderen meist mit Gitter, sodass weniger drauf liegen bleibt. Viele Anbieter bauen die Böden aus dem gleichen Holz wie den Rest. Aber manche montieren unten eine Eichenleiste. Bis auf Wagner haben glaube ich fast alle Kunststoff-Schieber. Die haben viele Vorteile, aber auch den Nachteil, dass mehr Kondenswasser drauf stehen bleibt, weil sie schlechter isolieren.

    Wo du jetzt deine Prioritäten setzt, musst du selbst entscheiden. Ich würde aber ein Set von einem Hersteller bevorzugen und nicht den Boden von x, den BR von y und die HRe von z. Dann lieber Kompromisse für das beste Set.

    Wo es passt Nicot-Futterzarge

    So handhabe ich das eigentlich auch.

    Aber für die Holz M+ gibts den halt nicht.

    Ok, danke. Wachs ist dann wohl hier die schnellste Lösung.

    Für diesen Fall tut es ein Brett mit einem (oder zwei für Doppelmini) Loch, über das man einen runden Fütterer mit Domaufstieg stellt. Wer es gerne stabil und sicher haben will, packt noch eine leere Zarge auf das Brett ehe er den Deckel aufsetzt, sodass der runde Fütterer in der Zarge steht. Kostet euch ein Restholz-Brett und 5 Minuten fürs Zuschneiden und Bohren. Wem das zu viel ist, der kann sowas ähliches als Doppelmini beim Wagner inklusive Fütterer kaufen. Das heißt dann 2 in 1. Da ist dann der Blech-Deckel so geformt, dass man sich die extra Leerzarge sparen könnte, weil die Seiten bis zum Deckel mit Loch runtergehen.

    Die runden Fütterer sind dicht, kann man in der Spülmaschine reinigen und kosten fast nix. Außerhalb der Fütterung kann man sie platzsparend stapeln.

    Ich habe die alte Königin gesucht, mit den Brutwaben entnommen und schöne Waben ohne Brut und Eier als Starthilfe am Rand gelassen und mit Mittelwänden oder Teilwänden aufgefüllt. Die Waben hatte ich beim Entnehmen immer abgeschüttelt. Die neue Königin habe ich dann im Käfig auf die Oberträger gelegt. Einmal sah der Empfang unfreundlich aus, da habe ich dann gewartet. Sobald sich die Lage beruhigt hatte (und ich die Brutscheunen fertig hatte) aufgemacht und gesehen wie sie auf den Käfig reagieren. Da hingen dann immer ganz viele dran und waren genervt, wenn ich den zum Lasche öffnen raushab. Dann hab ich alle dann zum freipressen zwischen zwei Oberträger geklemmt und Futter gegeben. Wenn sie nicht heimlich selbst zeichnen, haben sie die Königinnen behalten :)

    Kommt vor, wenn es warm ist und der oberste Draht mehr als ca. 3 cm vom Oberträger weg ist. Habe das auch bei eingeschlagenen Schwärmen vermehrt festgestellt.

    Bei meinen Rähmchen mit Nut im Oberträger gehört das der Vergangenheit an.

    Kenne ich leider auch so, wenn es ziemlich warm ist und die Mittelwände noch nicht ausgebaut/angebaut sind. Passiert leichter bei gepanschtem Wachs, ist aber auch bei garantiert eigenem Deckelwachs für die Mittelwände (aus Völkern, die vorher gar nix anderes zum selbst panschen im Stock hatten) passiert.

    Dagegen hilft: Nut oben zum fixieren, Oben mit einer Wachsspur fixieren, Rähmchen mit Draht weiter oben, nur bei kühlerem Wetter einsetzen (dann sind sie ausgebaut/angebaut ehe es zu warm wird)
    Alternativ kannst du auch die Mittelwände so tief setzen, dass über dem obersten Draht wenig davon übersteht. Die Lücke oben wird mit Naturbau geschlossen.

    Auch wenn Augsburg nicht weit weg liegt, sind meine Bedingungen am Ammersee trotzdem etwas abweichend. Wir haben gerade im Herbst doch einen größeren Einfluss durch den See und das verhinderte manchen Nachtfrost, den man in Augsburg schon abbekommt. An meinem Standort habe ich Wald, sumpfige Wiesen und große alte Gärten, sowie die Greening-Flächen eines befreundeten Landwirts mit eigenen Bienen. Ich habe also bis zum Frost im November/Dezember an Flugtagen Chancen auf Nektar und vor allem Pollen. Ich versuche entsprechend bis Anfang September auch nur einen Teil aufzufüttern, weil die Bienen oft selbst noch viel eintragen. Ich füttere mit Waage-Kontrolle (nach der TBE "Leergewicht" notieren) und dann entsprechend füttern. Mein Zielgewicht peile ich nach Wetterverlauf somit teilweise auch sehr spät an.

    Dank Föhntagen im Winter können meine Bienen auch immer mal wieder einzelne Stunden bis im Dezember fliegen und ab Ende Januar meist schon wieder. Abkoten ist somit kein Problem, wenn doch mal zu viel Mineralstoffe im Honig sind.

    Amape

    Ich möchte den Großteil der Ansitzenden Bienen eigentlich den Völkern belassen, in die Brutscheunen kommen auch Bienen von den Waben mit ca 1/3 der Ansitzenden Bienen.

    Die Königin muss ich ja eine externe zugeben, deswegen die Frage, ob im Ausfresskäfig oder nicht, will ja Völker verjüngen.

    Du würdest dann zusätzlich zur bevorstehenden TBE, die Völker einer Blockbehandlung unterziehen, bei Sublimation hält sich der Schaden in Grenzen?!

    Das ist auch eine gute Idee, hatte ich auch so vor ursprünglich, aber musste leider etwas umplanen. Werde ich nächstes Jahr aber so machen! Zwei Fragen dazu, die so erstellten Völker müssen den Stand verlassen, wegen dem Rückflug von Flugbienen und anschließend Räuberei?! Verschlechtert sich nicht die Annahme der Königin, wenn ich unten offene Brut habe?!

    Bei deinen Überlegungen habe ich es für ein ähnliches Ziel schon so gemacht:

    TBE bei den Völkern mit Entnahme der Königin. Stattdessen eine neue (in meinem Fall allerdings begattet) zum Ausfressen mit reingehängt. Mindestens eine ausgebaute Wabe hatten sie dabei mit Futteranteil drauf, sonst noch zusätzlich Mittelwände oder zumindest "breite Anfangsstreifen" bis zum ersten oder zweiten Draht. Sobald sie nach wenigen Tagen da einigermaßen sitzen und sich verteilen können, einmal mit OS behandelt, ehe sich Milben in der Brut davor verstecken können. Dann können sie alle neu angelegte Brut behalten und sind trotzdem milbenarm.

    Mit den entnommenen Waben und den erhaltenswerten alten Königinnen habe ich Brutscheunen gemacht. Dabei habe ich etwa Brut aus drei Völkern für eine Brutscheune verwendet und wenig aufsitzende Bienen mitgenommen. Dafür je eine Brutwabe mit viel offener Brut von der Königin samt dieser und den Pflegebienen als Fangwabe rein. Trotzdem habe ich die Brutscheunen immer dann, wenn wieder ein großer Teil geschlüpft war eine Behandlung mit OS unterzogen, da ich davon ausgehe, dass eine Fangwabe bei so viel Brut nicht reicht, selbst wenn man diese zweimal oder dreimal entnimmt und einschmilzt. Da waren beim Öffnen fast alle Brut-Zellen mehrfach befallen. So haben sie dann die Chance im Herbst mit dem Pollen von dem was noch blüht eine einigermaßen gesunde Winterbienenbrut aufzuziehen. Trotzdem schrumpfen diese Völker ganz schön, weil eben viele Bienen aus der vorherigen Brut nicht so langlebig sind, aber sie bauen noch mit aus, lagern Futter ein und ziehen langlebige Bienen nach, ehe sie abgehen.

    Zusätzlich habe ich oft noch vermehrt, indem ich beim Schleudern von mindestens 3 Völkern jeweils einen Honigraum einen Tag bei mir im Gartenschuppen (halbwegs kühl und dunkel) über Bienenflucht einer gekäfigten (zum freifressen vorbereiteten) Königin mit einer Wabe, Mittelwänden und einer Futtertasche über Bienenflucht aufgesetzt habe. Am nächsten Tag die Honigräume runter und schleudern, nach zwei weiteren Tagen die Bienen abends aufstellen, bis dahin im Schuppen gelassen und je nach Futterschätzung dünn gefüttert. Nach dem Aufstellen einmal mit OS behandelt ehe Brut verdeckelt wird. Dann (wie auch die aus der TBE) immer dünn gefüttert, dass sie schön ausbauen und wenn sie genug Platz haben mit dem Aufüttern begonnen. Das gibt fürs Frühjahr immer Traumvölker auf neuen Waben. Wenn ein Volk vorher 3 Honigräume hatte, macht es nix, wenn du einen davon abzweigst, um ihn auf diese Weise zu nutzen.

    Zur Sicherheit habe ich überzählige (alte) Königinnen teilweise mit etwas Volk im Mini+ geparkt falls ich im Herbst noch irgendwo eine brauche, weil was schief geht. Wenn ich umweisele, habe ich aber einen Grund und dann will ich diese Königin bis dahin wirklich nur als Notnagel behalten. Die wird dann auch nicht überwintert, wenn ich sie doch nicht brauche, sondern das Volk aufgelöst.

    Klingt so als wolltest du mit den Bienen aus dem Honigraum und was zurückfliegt am alten Standort einen "Kunstschwarm aus einem Volk" auf Mittelwänden mit neuer Königin machen. Sollte klappen. Wenn du eine ausgebaute Wabe dazugeben kannst und die erste offene Brut abwartest, wird die Flucht auch besser funktionieren. Dann kannst du immer noch nach dem Abräumen behandeln.


    Falls du nur 12 Waben in einen Brutsammler packst, wird das wohl reichen, wenn die Brut nicht sonderlich geschädigt ist. Sonst wäre mehr besser. Das wäre aber ja fast nur ein Königinnenableger mit zusätzlichen Brutwaben und einer Wabe für die Königin zum Milben fangen. Da kannst du die eine Königin auch gleich drin lassen und nur die anderen Brutwaben zuhängen. Wenn du die Waben vorher sanft abgeschüttelt hast, sollten die verbleibenden Pflegebienen reichen und sich auch der Streit in Grenzen halten. Drauf achten, dass nur eine Königin reinkommt und vor allem keine im TBE-Volk bleibt.
    Wichtig ist auf jeden Fall, dass du eine isolierte Sammelwabe für die Milben hast und zudem würde ich bei Aufstellung bei meinen anderen Völkern die Milben zusätzlich mit einer Blockbehandlung reduzieren, dass auch nicht viel verschleppt werden kann, wenn sich Bienen verfliegen oder still räubern.


    Alternativ kannst du auch gleich die Völker am Standort mit einer getrennten Wabe als Milbensammler aufstellen und immer mindestens 3 Honigräume auf einen neuen Brutraum mit Mittelwänden und neuer Königin aufsetzen. Diesen mit Flucht dazwischen auf den anderen Standort und so die Völker vermehren.
    Alternative 2 nach Josef Koller findest du hier https://www.josefkoller.de/sommerschwarm.php