Beiträge von Amape

    Ansonsten halt auch die Folgen bedenken, wenn man sich falsch entscheidet. Nicht oder zu spät geschiedet bedeutet, dass vor allem größere Völker die Brut auf mehr Waben verteilen als du später haben willst -> du hast mehr Arbeit bei Kontrollen, vielleicht lagern sie etwas mehr Honig unten ein, je nach Genetik auch schwarmfördernd

    Zu früh und zu eng geschiedet, wenn es dann nochmal länger kalt wird -> Volk verhungert ein paar Zentimeter neben dem Futter, weil es nicht umtragen kann und nicht hinkommt. Das ist vor allem auch ein Problem von kleineren Völkern, die später auch nicht so viel Waben bräuchten.

    Was soll dir jetzt also jemand raten, der die Völker nicht sieht?


    Ich musste letzte Woche ein paar meiner Völker öffnen, um nach dem rechten zu sehen. Zwei habe ich tatsächlich dabei geschiedet, andere nicht. Vor allem habe ich aber geschaut, ob der Bienensitz noch Kontakt zum Vorrat hat und ggf. hier eine Futterwabe an den Sitz gebracht. Die Waben, auf denen sie sitzen, sind noch so verkittet wie sie im Herbst von den Bienen eingeklebt wurden. Hier am Stand zögert die Weide noch und vorher sehe ich keinen Bedarf zu handeln (außer Futter im Auge behalten)

    Marcus Göbel Das mag wohl so sein, aber der Honig, den ich dann geerntet habe wird davon eben nicht nur trockener, sondern verliert auch Aroma an den Raum - selbst wenn das nur umgewälzt wird ist ein Teil nachher da in der Luft. Ob man das jetzt schmeckt, wie schlimm das ist oder ob es womöglich schlechter ist wie wenn die Bienen mehr getrocknet hätten, wird immer heiß diskutiert. Vor allem mit viel Meinung und wenig wissenschaftlicher Messung...

    Im Prinzip ist es auch egal. Solange eine drin ist, die legt und das Volk haben will, kannst du sie jetzt ja einfach machen lassen.
    Sollte die Königin den Bienen nicht (mehr) gefallen, werden sie eh (nochmal?) umweiseln. Sollte sie dir nicht gefallen, kannst du das Volk später immer noch umweiseln.
    Ob du die alte jetzt mit der Trauergemeinde in eine kleine Beute als "Austragshäusl" packst bis sie allein stirbt oder das Ende beschleunigst indem du sie erlöst oder mit den paar Trauergästen draußen sitzen lässt ist jetzt deine Entscheidung.

    Mit dem Melitherm trocknen bedeutet, dass du den Honig in einem ziemlich trockenen Raum mit dem Abstandsring durchschickst. Dann wird an der Oberfläche beim Runtertropfen etwas Wasser verdunsten und so kann man den Honig etwas trockener machen. Wenn deine Luftfeuchtigkeit im Raum höher ist, kannst du damit den Honig auch feuchter bekommen. Der Sinn eines Melitherm ist ja eigentlich auch nicht das trocknen, sondern das Verflüssigen von Kristallen
    Honig nachträglich trocknen ist sicher immer die schlechtere Wahl gegenüber der Ernte von reifem und trockenen Honig. Honig entsorgen zu müssen oder nur als Backhonig verwerten zu können, wenn man das nicht geschafft hat, aber auch blöd, sodass man grenzwertigen Honig damit etwas pimpen kann.
    Es hilft: Raum trocken halten beim Schleudern, beim Lagern, beim Rühren und beim Abfüllen. So wird der Honig wenigstens nicht feuchter, manchmal sogar minimal trockener. Richtig trocknen geht nur mit großen Oberflächen und warmer, trockener Luft, aber da verliert man auch flüchtige Aromen. Mischen mit trocknen Honigen ergibt dann einen Honig, dessen Durchschnittsfeuchte dann haltbarer ist.
    Refraktometer muss man richtig nutzen (Temperatur von Honig und Gerät sollte gleich sein und dem Wert für Kalibrierung entsprechen, das Gerät muss richtig kalibriert werden...), sonst ist da gerne auch mal 1% Abweichung drin. Bei 14 oder 15% egal. Bei 17,5 oder 18,5% ein Drama.
    Beim Lagern: Die Deckel sind nie ganz dicht. Beim Erwärmen entweicht Luft, beim Abkühlen zieht es Luft rein. Ist die Luft drumrum feucht genug, kann der Honig Wasser ziehen (und immer die Gerüche aufnehmen). Je Öfter man den Deckel bei Kunststoffeimern aufgemacht hat, desto schlechter dichtet er. Steht Gewicht in der Mitte auf, biegt es den Eimer am Rand, sodass er weniger dicht ist. Deshalb immer Brett dazwischen...
    Fazit: Man kann Honig später leicht feuchter bekommen, richtig trocknen geht nur mit entsprechenden Geräten und Tricks (und widerspricht den Regeln, dass nix entfernt werden darf)

    Im Prinzip wäre es sogar möglich, dass eine junge Königin vom stillen Umweiseln drin ist, weil sie das vorhatten, ehe du ihnen eine zweite gegeben hast. Dann hast du sie nicht gesehen, weil du ja vor allem nach einer gezeichneten suchst....

    Ich empfehle dir gemäß der Signatur von Wasgau, dich mal mit dem Thema Wasseraufnahme und Dichtigkeit von Gefäßen auseinanderzusetzen. Bei 50% nimmt der Honig schon Wasser auf und ein nicht zugeschweißter Eimer ist nie dicht... Alleine in den einschlägigen Diskussionen hier im Forum, kannst du dazu viel (belegte) Information finden

    Hätte ich die Probe vorher gerührt, wäre der gemessene Wassergehalt um die 17% gewesen. Heist das, man muss ihn regelmässig rühren, damit sich die feuchtere Schicht oben nicht bilden kann?

    Das ist einerseits richtig geschlossen, aber andererseits die falsche Konsequenz. Der hygroskopische Honig nimmt immer Wasser auf, wenn die Luftfeuchtigkeit des Luftraums oberhalb hoch genug ist. Je trockener der Honig (und desto feuchter die Luft), desto leichter kann er das tun. Wenn du also den feuchteren Honig immer wegrührst, nimmt der trockenere immer leichter Wasser auf. Du bringst also mehr Wasser in den gesamten Eimer.
    Sinnvoller wäre es, die obere Schicht zu trocknen, indem du trockene Luft darüber hast. In trockenen Räumen zum Lagern....

    Bei dem von Tobber (und mir) ist der Boden dadurch auch schräg, dass die Beine hinten etwas länger sind und so der ganze Boden schräg steht.
    Ich finde es genial, dass man die gelochte Kiste einfach nur in den Boden reinstellt. Ist also wie ein Siebkorb. Zum reinigen nehme ich dann die Kiste raus und kann das Wachs vom Boden noch schön entfernen, ohne in einen Behälter greifen zu müssen.

    Mit Spendierbiene und Chrome geht es bei mir super.
    Ich weiß, dass die Diskussion schon mehrfach geführt wurde. Aber jede Leistung online wird irgendwie am Ende bezahlt - mit Geld, mit Werbung oder mit Daten.
    Ich habe kein Problem damit, für mein Hobby auch hier zu bezahlen.
    Beim Websteiten-Code mit Werbung drin kenne ich mich nicht aus, um zu beurteilen, ob es elegantere Lösungen als die von Hartmut gewählte gibt. Meine Seiten waren immer werbefrei, aber müssen auch deutlich weniger Serverleistung bezahlen.

    Ob es jetzt besser/schlechter ist, dass man gleichzeitig, kurz nachher... auch an anderer Stelle fragt oder lieber schreibt als telefoniert... das kann doch jetzt wirklich jeder selbst entscheiden. Da gibt es jetzt wieder meine, deine und noch viele andere Wahrheiten/Meinungen.


    Spannend für alle Helfer und für Jonas wäre jetzt aber die noch ausstehende Antwort auf die Frage "Woran hat es denn nun gelegen" Das wäre vielleicht sogar zusätzlich auch eine Hilfe für alle, die künftig die Suchfunktion benutzen, weil sie ein ähnliches Problem haben. Das wäre jetzt etwas, wo ich gerne noch etwas dazu lesen würde.
    -Hat sich jetzt mit Jonas überschnitten, aber ich lasse es trotzdem mal zu Bekräftigung der Frage stehen-

    Den Honig aus einer Oberträgerbeute kannst du vermutlich auch ganz ohne Pressen, ausschmelzen usw. als Wabenhonig verkaufen. Einfach die schönen Bereiche ausschneiden und die Wabenstücke verkaufen. Spart noch mehr Arbeit und gibt wegen des geringen Angebots auf dem Markt auch anständige Kilopreise.

    jonas wenn ich deine Äußerungen hier im Forum immer so lese, dann kann ich mir auch vorstellen, dass es manchen Leuten schwer fällt, dich anzurufen. Du bist am Telefon sehr hilfsbereit, aber manche Formulierungen in den Forumsbeiträgen klingen nicht so einladend, sondern eher so als würdest du dich immer angegriffen fühlen, weil jemand behauptet, dass dein Produkt schlecht ist, obwohl er nur zu doof ist, es richtig zu verwenden. Das mag nicht so sein, aber so klingt es zumindest für mich.

    Es ist nun mal so, dass es auch mit der Anleitung (und sogar mit den telefonischen Tipps) noch etwas Rumprobieren erfordert, die passenden Einstellungen zu finden. Mit entsprechenden Tipps kommt man schneller ans Ziel und mit mehr Übung gehts dann insgesamt beim Gießen auch schneller und das Gefühl für die Anpassungen an Wachs-Temperatur und Kühlung wächst auch.

    Gerade am Anfang ist man anfangs ziemlich genervt, wo es doch in den allen Videos und in allen Anleitungen (egal welcher Hersteller) immer so dargestellt wird als wäre es nur Wachs warm machen, reinschütten, Deckel zu, Deckel auf, perfekte Mittelwand einfach rausnehmen. Wir wissen, wie es wirklich ist und wie lange man dafür rumprobiert bis es wirklich läuft. Somit sollten wir uns leichter tun, dem Anfänger mit Verständnis und Großzügigkeit zu begegnen solange er trotz allem Ärger darüber noch einigermaßen sachlich und freundlich bleibt. Dem Anfänger wird es mangels Erfahrung nicht so leicht fallen können, den Fehler oder das Problem in der Sache der vielen Variablen und fehlenden Erfahrung zu finden.

    Die Temperatur oder die Dickeneinstellung stimmt nicht. Für die Blauton brauchst du kein Trennmittel - noch nicht einmal Wasser. Damit beschleunigt man nur das Abkühlen.

    Das Wachs muss beim einfüllen noch heiß genug sein und das Gefäß groß genug, dass du in einen Guss die Form voll bekommst, ohne dass das Wachs schon beginnt fest zu werden. Deckel zudrücken und warten bis er allein etwas aufgeht. Dann warten bis das Wachs kühl genug ist, dass sich die MW gut lösen lässt.
    Du musst für die Wachs-charge und die aktuelle Situation der Umgebungstemperatur die passende Wachstemperatur, Lüfterstufe und Wartezeit finden. Jonas von blauton kann dir helfen, wenn du ihm genau dein Vorgehen und das Fehlerbild beschreibst, schneller in die richtige Richtung zu kommen

    Ansonsten lieber anfangs etwas zu warm arbeiten und langsamer abkühlen. Kostet zwar Durchsatz, aber hilft dir ein Gefühl dafür zu bekommen. Typischer Fehler ist die Abkühlung im Schmelztopf zu vergessen, die durch wieder einschmelzen des überlaufenden Wachses und von abgeschnittenen Randstreifen kommt.

    Im Behälter kannst halt nicht einfach den Dampf abschalten zum öffnen, weil dann das heiße Wasser immer noch drunter ist.
    Wenn du was zum Gerät von Hommel wissen willst, kannst ja direkt fragen. Jetzt weißt du ja auch wen du direkt im Forum fragen kannst.