Beiträge von Amape

    Mit 1000qm bekommst du vermutlich noch nicht mal ein Volk satt, also keinen wirklichen Honigüberschuss und schon gleich garantiert nix sortenreines.
    Zur Abschätzung kannst du Trachtwerte aus Tabellen benutzen, wo du sehen kannst, wie viel Nektar/Honig pro Fläche eine Pflanzensorte bringt. Für Sortenhonige darf es aber dann in der Umgebung in dieser Zeit nichts attraktiveres geben.

    Wobei es bei den Preisen für schweizer Honig schon gemein ist, wenn du da "billigen deutschen Nektar" sammeln lässt ;)


    Im Buch "Im Mikrokosmos des Bienenstocks" von Seeley sind Versuche beschrieben, mit denen man die Bewertung von Trachtquellen durch Bienen untersucht hat. Interessant fand ich, dass sie meist nach "Aufwand pro Futter" bewerten, aber auch nach "viel pro Zeit" bewerten können, wenn die Zeit drängt.

    Zum Thema Druck sollte man jedenfalls bedenken, dass bei Umgebungsdruck aus einem Schnapsglas Wasser über 20 Liter Dampf entstehen. Wenn das System also dicht ist oder zu wenig Dampf rauskann, kann der Druck durch den Dampf ziemlich schnell ansteigen, wenn die Heizung gut Wärme zuführt.


    Nachdem ich mit dem kleineren Dampftopf vom Bernd auf dem Gaskocher bei einer Füllung viel mehr Dampf bekomme als für einen Schmelzdurchgang nötig ist - selbst mit Futterwaben - sehe ich für meinem Bedarf keinen Vorteil in einem viel größeren Dampftopf. Während der Entnahme und dem wieder Befüllen des Schmelzers kann der Dampftopf auch gut wieder nachheizen (wenn ich nochmal Wasser nachfüllen muss), sodass ein durchgängiger Dampfstrom aus dem großen Gefäß ja nur Vorteile bringt, wenn man auch kontinuierlich Dampf braucht, also bei zwei Schmelzern oder zumindest zwei Kammern. Wenn du aber nur wenig Dampf aus dem großen Dampftopf brauchst, hast du viel Totvolumen, das du dann unnötig mitheizen musst. Ich würde also keinen zu großen Boiler nutzen und außerdem einen Überdruckablass installieren, weil du ein Holzfeuer ja nicht mal schnell abschalten kannst.

    Nein, ich imkere nur in Südbayern (ist für jemanden aus HH vielleicht allerdings fast das gleiche ;))

    Hier hatte es heute fast 20°C und strahlenden Sonnenschein und ich habe die erste Durchsicht gemacht sowie die Schiede gesetzt.

    Ein Volk hatte Brut auf 5 Waben (dabei nicht nur so kleine Flächen), sitzt schon auf 8 Waben obwohl viele fliegen und hat die Lücken im Futter bereits mit frischem glitzernden Nektar gefüllt. Ich muss ihnen also jetzt neuen Platz geben, ehe sie selbst irgendwo anbauen. Die können auch einen Honigraum vertragen.

    Ein anderes hat nur Brut auf 3 Waben (und dort deutlich weniger Fläche) und auch noch genug Platz, da kann ich auch bis nach der angekündigten Kaltphase aufsetzen. Die übrigen liegen zwischen den beiden.

    Am meisten Sorgen zum weiteren Vorgehen macht mir mein überwintertes MiniPlus. Auf 22 Rähmchen belegt und viel Brut. Wenn ich noch ein bisschen warte, kann ich die gleich zur Königinnenzucht aus Schwarmzellen nehmen. Dabei wollte ich das eigentlich erst später zum Vermehren nehmen.

    Ich denke auch, dass man als Imker seinen Preis festgesetzt hat. Ob man dann davon abweicht oder nicht und welche Mengen man an einen Kunden verkauft, sollte jeder selbst entscheiden dürfen.


    Ein Kunde, der meinen Willen dazu ignoriert und mich durch mitgebrachte Helfer einschränkt, meinen Willen durchzusetzen, ist kein Geschäftspartner.


    Verhandeln ist ok, aber jeder der beiden sollte die Chance haben, dann auf das Geschäft zu verzichten, wenn er zu diesen Bedingungen nicht will. DAS war hier nicht gegeben. Ob es jetzt kulturell Unterschiede gibt oder was auch immer ist mir da egal, denn in diesem Land habe ich das Recht nach deutschen Gesetzen den Handel durchzuführen und da ist einseitige Willenserklärung und dann einfach machen, weil man stärker ist, definitiv nicht vorgesehen.


    Ich würde dem Kunden versuchen zu erklären, dass ich so nicht mit ihm als Geschäftspartner handeln will. Sollte er mich dann bedrohen, ist das erst recht ein Grund, nicht mehr mit ihm ins Geschäft kommen zu wollen und eher ein Fall für die Justiz. Eine Kamera im Laden (rechtssicher installiert) könnte hier helfen, Eskalation könnte für deine Gesundheit oder dein Inventar (auch nachträglich) eher ungünstig sein.

    Ich habe von Etiketten-Werk individuell gestaltete Haftfolien. Diese sind sogar nach der Spülmaschine einfach und ohne Rückstände zu entfernen indem man sie einfach abzieht. Auch beim Aufkleben kann man schief sitzende Etiketten damit einfach nochmal abziehen und gerade wieder aufkleben. Sie überstehen Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit usw. ohne zu verrutschen. Lediglich zum Einstempeln vom MHD braucht man spezielle Stempelfarbe oder so wie ich kleine Datumsetiketten zum Aufkleben.

    Die Veränderung einer bestehenden Vorlage zu einem individuellen Etikett hat ebenfalls nicht viel gekostet. Ich würde dort jederzeit wieder bestellen.

    und um das noch zu ergänzen:

    Es gibt auch einen deutlichen Unterschied in der Dringlichkeit des Besuchs am Stand zwischen einfach mal Nachsehen und unaufschiebbaren Arbeiten. Selbst bei vorsorglicher Isolation sollte man hier gut abwägen, was die Folgen wären, wenn man mal zwei Wochen nicht hinkommt.

    Ja, im untersten Honigraum ist ein mehr oder weniger großes virtuelles Brutnest über den Brutwaben und dort lagern sie auch gerne Pollen unter dem Futterkranz. Wenn man diesen Effekt verhindern will, muss man so viele Waben unten lassen, dass sie dort nicht bis an den oberen Rand brüten. Dann hat man aber dafür andere Probleme.


    Alternativ kann man nur den ausgeschleuderten Honigraum dann gleich nach dem Schleudern wieder als untersten einsetzen. So kommen kaum Pollen in andere Waben. Sollte dieser Honigraum sowieso nur wenig Honig enthalten, würde ich den ganz drauflassen und erst beim Abschleudern wegnehmen oder nur die Waben ausschleudern, die viel Honig enthalten. Ich entscheide das immer individuell.

    Ich lasse auch normalerweise mindestens einen Honigraum drauf. Je nachdem wie die Honigräume befüllt und reif sind, ordne ich die vorher auch so um, dass ganz unten der ist (oder die zwei), der (die) noch nicht geschleudert werden soll(en). Dann schleudere ich die oberhalb der eingesetzten Flucht und setze danach die ausgeschleuderten wieder oben drauf (natürlich ohne Flucht). Sobald der unterste dann reif ist und auch wieder etwas in den vorher ausgeschleuderten, setze ich dann diese nach unten und den Rest über die Flucht zum Schleudern.


    Beim Abschleudern kommen alle HR runter und gleich etwas Futter drauf. Bei einem oder entsprechend mehr Völkern bei vielen HRen gebe ich nur wenig oder gar kein Futter in einer Schüssel in den Fütterer und setze über dem Fütterer die ausgeschleuderten HRe zum ausschlecken auf.

    Ehe du hier dann wieder die unsägliche Diskussion dazu lesen wirst: Zu jeder Betriebsform (mit Maß) gibt es auch eine Vorgeschichte und dann die die Verbesserungen/Anpassungen.

    Mit den alten Bienenlinien und womöglich im Bienenhaus haben andere Faktoren mehr Gewicht gehabt als heute mit Bienen, die viel größere Völker bilden ohne dabei zu schwärmen und überwiegend in Freiaufstellung stehen. Dann noch die Unterschiede von schneereichen und langen Wintern zu den vielen Tagen mit Flugwetter in den letzten Jahren....

    Und dann muss man als Imker ja auch noch den Kompromiss zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen der Bienen finden. Ich persönlich gehe davon aus, dass es die optimale Beute nicht gibt und je nachdem, wie man die Prioritäten setzt, wird man andere Kompromisse wählen.

    Es gibt wohl wenig seriöse Untersuchungen dazu, aber viel Meinung und Religion. Am lautesten sind dann die, welche ihre Bücher und Anpassungen als Material verkaufen wollen oder deren Gefolge als Missionare. Es gibt ja auch kein wirkliches Interesse an Forschung dazu, außer du willst nachher die optimale Beute als Neuentwicklung verkaufen - dafür ist aber der Markt wohl zu klein.

    Wenn du genug eingefüttert hast, dann mach gar nix!

    Ist eine Königin da, wird sich schon noch anfangen mit dem Legen. Wenn nicht, verendet das Volk von allein.

    Vereinigen mit einem anderen Volk würde ich auf keinen Fall. Wer weiß, was du da auf ein gesundes Volk überträgst.

    Wenn genug Futter drin ist, würde ich auch warten - vielleicht legt noch jemand.

    Bei zu wenig Futter erst einmal füttern und schauen, ob dann jemand legt.


    Bei Drohnenbrut oder mit Futter immer noch keine Brut in zwei Wochen, würde ich auflösen. Wenn du wie Bienenlude das empfiehlt nur wartest bis sie von allein verenden, dann holen sich die benachbarten Völker bei der Leichenfledderei erst recht alles an Krankheitserregern mit nach Hause. DAS würde ICH auf keinen Fall machen.

    Ich bin zwar nicht der Stefan, aber ich würde mir heute auch den Gasoxamaten kaufen, den es bei meinem Kauf noch nicht gegeben hat. Wenn man den Dosierer und einen extra Autoakku zur Stromversion dazu kaufen muss, kostet es etwa gleich viel, aber dafür muss man ein Teil weniger schleppen. Wenn man einen Akku übrig hat und bei weniger Völkern auf den Dosierer verzichtet, sieht die Rechnung vielleicht anders aus.