Beiträge von Amape

    Bei mir wird auch stark geflogen und fleißig Pollen eingetragen. Die Weide in Vollblüte hörte sich an als wäre ein Schwarm drin. Trotzdem habe ich in allen Völkern bis auf eines heute bei der Futterkontrolle durch Anheben und Blick von oben eher beruhigende Restfuttermengen und sichtbare freie Wabenfläche feststellen können. Die Futterwaben hinter dem Schied werden scheinbar eher noch geleert. Es gibt nur einen besonders starken Ausreißer (Kunstschwarm vom August), der augenscheinlich begonnen hat, die Randwabe neben dem Schied weiter auszubauen. Der bekommt morgen einen Honigaum. Für den Rest reicht es nach kühleren Tagen der nächsten Woche auch noch locker.

    Was hier bisher eindeutig fehlt ist die Frage, ob man alles selbst haben muss. Wer wirklich nur wenige Tage im Jahr schleudert und dafür dann da alles, kann sehr oft auch mit ordentlichem Equipment arbeiten, wenn er für die Nutzung bezahlt. Es gibt auch Schleuderverleih, Schleuderräume zur Nutzung gegen Gebühr, Schleudermobile...

    Da kann man dann mit ordentlicher Technik arbeiten und hat nicht die übrigen 360 Tage das Zeug ungenutzt rumstehen. Die Gebühren sind auch niedriger als die realistische Abschreibung bei der Anschaffung. Sowas bieten manchmal Imkervereine, aber für vereinsscheue Imker auch ganz normale Unternehmen oder hier in der Nähe die Imkerschule Landsberg an. Wer seine Honigräume beim Sammeln sowieso verladen muss, kann sie auch an anderen Orten schleudern.

    Ich schiede so wie sie nach dem Winter sitzen, indem ich überzählige Waben entnehme und Reserve-Futterwaben auf die andere Seite vom Schied hänge. Dann nehme ich später nur die Futterwaben raus und lasse den Rest unverändert. Ich nehme auch keine Thermoschiede usw.

    Futter sollte sobald wie möglich raus, wenn man Verschleppen in den Honig verhindern will. Trotzdem darf ein Volk nie(!!!) hungern. Ich setze die Honigräume auf, wenn das Volk stark genug dafür ist und entnehme dann die Futterwaben, wenn auch von draußen was reinkommt (muss nicht gleichzeitig sein). Dann ist meist der Honigraum schnell angetragen und kann als Reserve für schlechte Tage genutzt werden. Ohne Tracht werden sie auch nicht ausbauen.


    Den HR kann man so bestücken. Bei um 90° gedrehtem HR geht das gut. Bei gleicher Ausrichtung sollte in jedem Fall die ausgebaute Wabe und die Mittelwand über dem Brutnest liegen, weil sie dort raufsteigen und anfangen. Dann lieber nicht symetrisch.

    Denk mal an, Reinvasion, Räuberei, so etwas. Die geputzten Ableger außerhalb des ehemaligen Flugkreises in Quarantäne mit guter Pollenversorgung aufstellen, mag ich nicht mehr missen.

    Übrigens, ne Fangwabe (ja geht!) funzt auch. (und schadet weniger als Ätze)

    Was ich im Sinn habe mögt ihr nicht....

    Ich konnte bisher keine Schäden beobachten. Trotzdem ist aus den von dir genannten Gründen der zweite Stand sicher von Vorteil.


    Ohne AS komme ich jetzt ganz gut hin und ich gehöre auch nicht zu den OS-Blockbehandlern mit 753 Durchgängen. Langfristig werde ich auch Alternativen zur Behandlung suchen. Die radikale Selektion bringe ich wohl nicht übers Herz, aber die Variante ein Konzept nach Schadschwellen vorzugehen und bei der Königinnenvermehrung auf die Milbenzahl zu achten erscheint mir für mich nach dem IFT praktikabel. Züchten ist für mich dann dafür aber ein großes Wort. Da kann ich als Helfer (Zählen usw.) bei richtiger und planvoller Zucht sicher mehr beitragen.

    ribes : Unter "Flüsterkompressor" und "ölfrei" wirst du sicher fündig. Da bei den Geräten dann immer das Betriebsgeräusch angegeben ist, kannst du selbst entscheiden, welche Firma dir besonders geeignet erscheint. Bei der logarithmischen dB-Sklala machen hier ja kleine Unterschiede im Zahlenwert deutliche Unterscheide in der Wahrnehmung aus.

    Ich habe das Wachs lieber nicht zu kalt, weil es dann beim Zuklappen etwas besser verteilbar ist. Bei Dadant-Waben ist mir sonst vom Eingießen die Zeit fast zu lang, dass auch das zuerst eingeossene Wachs noch die passende Temperatur hat.

    Das Gefäß sollte mehr als das wirklich benötigte Wachs für eine MW fassen, sodass man in einer "Runde" über die Form so viel eingießen kann, dass sicher noch was vorne herausgedrückt wird. Der Eingießbogen und die Menge sollten so gewählt sein, dass nach hinten und zu den Seiten genug hingedrückt wird, aber wenig überschüssiges Wachs von dort bis nach vorne gedrückt werden muss.

    Das mit dem passenden Gefäß war eher eine Anspielung auf Kiki und Jörg, die sich gegenseitig über die verwendeten Gefäße beim Vergleich am IFT 2018 immer etwas geneckt haben.

    ...das mit der Pressluft wäre tatsächlich noch mal eine Idee...werde berichten.

    Stell bloß den Kompressor in einem anderen Raum auf, sonst wird es unangenehm laut mit der Zeit...

    wenn man paar € mehr ausgibt, kann man den auch in die Stube stellen.

    Das ist so laut, wie eine Unterhaltung.

    Bei mir ist auch die Luftströmung aus der Düse das laute Störgeräusch. Für den Kompressor habe ich beim Kauf extra auf die Lautstärke im Betrieb geachtet. Der stört jetzt kaum den Musikgenuss.

    Der zusätzliche Kühleffekt bei der Entnahme mit Pressluft und die leichtere Entnahme haben jedenfalls meine Fertigungszeit pro MW spürbar reduziert. Ich habe als Presse so ein Gerät von Jonas mit dem blauen Ton (und dank Jörg weiß ich ja seit dem IFT 2018, dass es auch auf die richtige Schöpftechnik ankommt :))

    Ich habe es die letzten zwei Jahre bei der letzten Schleuderung im Juli so ähnlich gemacht, wie wasgau immen beschrieben hat.

    Meine Abweichungen:

    • Ich hänge neben der ausgebauten Wabe oder teilgebauten keine ganzen MW ein, sondern nur breite Anfangsstreifen (bis 1 oder 2 Draht) und lasse mehr bauen.
    • Ich nehme 3 HR von 3 verschiedenen Völkern, weil ich dann genug Bienenmasse habe und angeblich 3 Clans sich besser vereinigen als 2.
    • Ich packe noch ein wenig Starthilfe flüssig unten in eine Futtertasche
    • Nach Wegnahme der HR nehme ich die Flucht raus und setze einen Fütterer auf das Loch
    • Ich stelle die Beuten am 3. Tag nach der Kunstschwam-Bildung in der Abenddämmerung am gleichen Stand auf. Das etwas höhere Risiko von Räuberei oder Rückkehr zum früheren Muttervolk hat bisher noch nie zu offensichtlichen Konsequenzen geführt, aber ich spare mir den zweiten Standort.
    • Ich behandle mit OS. Wenn ich da sowieso schon offen habe, entnehme ich überzählige Waben und schiebe die Futtertasche daneben.
    • Ich wiege an beiden Seiten mit der Kofferwaage, um zu wissen, was sie vor dem Einfüttern etwa gewogen haben.
    • Dann nur noch dünn Füttern zum Bauen, später zum Zielgewicht auffütternund auf das nächste Jahr freuen.

    Remstalimker Daumen drücken hat sich gelohnt. Danke!


    Habe gerade vorher die Nachricht bekommen, dass ich zu den 100 Auserwählten gehöre.

    Zitat


    Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihre Bewerbung von der Jury aus nahezu 300 qualitativ sehr hochwertigen Bewerbungen unter die top 100 Anwärter gewählt worden ist.

    Kann also hier berichten, wie es weitergeht.

    Ok, ich gebe hier mal meine persönliche Erfahrung an:

    "Fechtmaske" vs. normaler Schleier - Die Sicht ist ist etwas besser, aber Stifte sieht man mit beiden schlecht - alles andere mit beiden gut genug.

    Schlüpfjacke vs. Reißverschlussjacke - ich finde die Schlüpfjacke beim Tagen angenehmer, aber beim Ausziehen fallen manchmal die I..A-Bleistifte oder das Feuerzeug aus der Tasche. Vollanzug habe ich noch nie benutzt.

    normales Gewebe vs. atmungsaktives Gewebe - wenn man nicht in der Mittagssonne viele Völker durchsehen will, reicht auch das normale Gewebe. Mir wäre es den Aufpreis nicht wert, weil ich warten kann bis Schatten an den Völkern ist.


    => Ich würde mir für den Anfang einen einfachen Schleier und eine Jacke mit normalem Schleier zum Abnehmen kaufen. Falls du dir später was besseres gönnen willst, hast du die für gelegentliche Helfer oder Besucher.

    Nach allem, was ich bisher so an Untersuchungsberichten gelesen habe, würde ich davon ausgehen, dass die Haltbarkeit besser ist, je kühler gelagert. Für normale Lagerzeiten gewinnt man aber unter 10°C nicht mehr genug, dass sich der höhere Kühlaufwand lohnt. Schaden tut es somit nur dem Geldbeutel und der Umwelt durch den Energieverbrauch.

    Viel wichtiger scheint die halbwegs gleichmäßige Temperatur zu sein, also besser ein trockener Keller, der die Temperatur hält oder eine geregelte Kühlzelle nicht so besonders kühl als dauernde Wechsel auch bei kühlen und ganz kalten Temperaturen.

    Da die meisten Gefäße leider nicht 100% luftdicht sind, sind Temperaturschwankungen ein Problem. Wenn sich die Luft im Eimer durch Erwärmung ausdehnt, entweicht etwas davon. Kühlt der Inhalt wieder ab, saugt sich durch den Unterdruck etwas Luft hinein. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch oder die Luft voll Geruch, dann wird er Honig davon feuchter oder Fremdgerüche annehmen. Im Keller sind diese Temperaturschwankungen bei mir ziemlich klein. In meiner Garage wäre die Differenz - trotz Schatten und Mauer teilweise im Hang eingebaut jeden Tag vorhanden und somit für mich ein Ausschlusskriterium.

    Freut mich das zu lesen. Manchmal sind die Zeichen widersprüchlich, aber gerade da ist es wichtig besonnen zu handeln, wenn es keinen Zeitdruck gibt.

    Wie gut, dass du die Geduld hattest - sonst hättest du vollkommen unnötig ein Volk geopfert.

    Ich kann dazu beitragen, dass aus eigener Beobachtung die Bienen im Begattungskästchen beim Kollegen spontan im Tanz umgeschalten haben. Wenn man die Bienen durchs Fenster beobachtet hat, haben sie nach Lehrbuch getanzt. Hat man das Begattungskästchen so gedreht, dass sie Wabe waagrecht war, hat der Tanz die Flugrichtung angegeben.

    Ich war sehr überrascht, aber mein Kollege kannte das schon lange - soweit ich mich erinnere sogar schon aus der Forschungszeit bei Frisch.


    Bei Seeley oder Tautz waren auch Versuche beschrieben, die zeigten, dass die Ortsangaben nicht so exakt sind, wie man zunächst dachte, aber für die Bienen reicht es. Wir haben auch schon die Trachtquellen nach den Tänzen im Bienenbeobachtungsfenster gesucht und meist auch gefunden. Aber vielleicht haben die Klosterbienen ja auch traditionellere Vorstellungen - wäre ja bei katholischen Lebewesen nicht so ungewöhnlich ;)

    Man kann leere Waben tatsächlich vorsichtig mit Fütter füllen. Geht auch mit eigenem Honig. Ist aber keine tolle Lösung, weil es viel Arbeit ist und beim Füllen Sauerei macht. Ein älterer Kollege macht sowas manchmal. Außerdem kann man die Waben nur teilweise füllen, weil der Rest sonst rausläuft und dann hast du auch Sauerei am Volk.

    Besser ist, wenn man Futtertaschen verwendet, die man direkt neben die Rähmchen mit den Bienen drauf hängen kann. Wenn es nicht zu kalt ist, nehmen sie daraus auch willig lauwarmes Futter ab. Noch besser und bei fast jeder Temperatur geht es mit Futterbeutel (Ziplock) oder Futterteig oben auf den Rähmchen drauf.