Beiträge von Amape

    SK-Honig Sowas ist hart - vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass man es verhindern hätte können. Ich hätte bei mir auch nie gedacht, dass sie die reichlichen Reserven so stark dezimieren.

    oder ich ebenso falsch. Ob die Idee gut war, zeigt die Zukunft.


    wasgau immen : Mit Futterwabe überbrücke ich die Durststrecke mit Futter, aber sie schränken trotzdem die Brut ein, weil ja nichts reinkommt. Mit Futterteig oder noch stärker mit flüssigem Futter werden sie animiert weiter zu brüten, weil ich ihnen Tracht vorgaukle. Sehe ich das richtig so.

    Damit sollte ich doch bei einer vollen Kiste besser nicht auch noch zum Wachstum animieren, um den Schwarmtrieb nicht zu fördern ("uns gehts gut und wir brauchen mehr Platz") oder steigert eher die mangelnde Beschäftigung mit Brutpflege auch in dieser Situation auch die Schwarmneigung ("ist so langweilig hier, wenig zu fressen gibts woanders auch"). Du hast zwar eine andere Landschaft, aber ähnliche Bienen und Betriebsweise wie ich. Was zeigt deine lange Erfahrung eher für eine Tendenz?

    Ich habe sie hinter das Schied gehängt, weil ich den Platz vor dem Schied nicht erweitern will. Ich hoffe ja, dass die vielen Bienen wieder Brut pflegen, wenn das Wetter besser wird und da will ich dann nicht zu viele Waben drin haben. Die Völker sind auch so stark, dass sie genug Bienenmasse haben, um das Futter umzutragen. So kalt ist es ja nicht - sie fliegen ja sogar immer um die Mittagszeit jeden Tag in den Regenpausen.

    Wenn du den Platz hast und demnächst auch wieder genug Geld für weiteres Material, dann würde ich die Vermehrung und Verkauf der Überschüsse an deiner Stelle ernsthaft in Erwägung ziehen.

    Ableger (auch Königinnenableger bei massiver Schwarmstimmung) oder gefangene Schwärme falls was schief geht machen viel weniger Arbeit als Wirtschaftsvölker. Man muss viel weniger kontrollieren als bei Wirtschaftsvölkern und beim Einwintern fallen zwei oder drei Völker mehr von der Arbeit auch kaum ins Gewicht - lediglich die Futtermenge steigt linear. Dafür ist dann ein Volk Verlust im Frühjahr weniger problematisch und die Abgabe von allem, was du nicht behalten willst, geht meist auch ganz gut und bringt wieder Geld.


    Ich arbeite momentan mit 4-6 Wirtschaftsvölkern und kann vom Material bis zu 15 Völker einwintern. Bisher hatte ich noch die Probleme im Frühjahr die Überschüsse zu verkaufen.

    Wenn die vorher viel Brut hatten, kann jetzt auch voll sein, obwohl sie geschwärmt sind...


    Wenn die Königin noch da ist, werden sie bei dieser Schwarmstimmung wohl immer noch versuchen zu schwärmen. Wenn du mehr als eine Zelle stehen lässt (absichtlich oder übersehen), wird vielleicht auch die erste Prinzessin schwärmen statt die anderen zu töten.


    Sollte die Königin noch da sein (und doch noch gefunden werden), würde ich einen Königinnenableger machen und genau eine Zelle im Volk stehen lassen. Ansonsten kannst du ja auch mit einer Schwarmzelle noch einen Ableger machen und eine stehen lassen, wenn du noch eine findest. Zur Kontrolle würde ich in diesem Fall auch alle Waben abstoßen, um keine Schwarmzelle zu übersehen. Selbst mit Abstoßen der Waben musste ich da schon die Tage darauf dem Schwarm zusehen, weil ich doch eine übersehen habe.

    Ist jetzt vielleicht nicht die Antwort, die du hören willst:

    Ich hänge keine Waben hoch. Ich sortiere im Frühjahr bei zweizargiger Überwinterung Waben zusammen, die meine Brutraumwaben sein sollen und setze dann den Honigraum auf. Darin sind ein paar ausgebaute Waben und Mittelwände, die sie ausbauen müssen. Honig wird dann meist gleich oben eingelagert, Pollen auch oft (leider, weil man dann die Waben nicht mehr mottenfrei überwintern kann). Die Zellen unten werden dann nach und nach alle mit Brut belegt. Am Anfang ist da noch Futter als verdeckelte Futterwabe drin, das sie dann verbrauchen bis wirklich was reinkommt. Sobald der Honigraum als Reserve taugt, werden Futterwaben entfernt und durch Mittelwände oder Anfangsstreifen ersetzt. Bei Tracht werden die zügig ausgebaut und bestiftet. Da bleibt kein Platz für Honig.

    Wenn der Schaukasten groß genug angelegt wird, kannst du mehrere Wochen Bienen darin halten. Bei entsprechendem Aufwand geht das sogar auf Dauer. Einfacher ist es aber sicher wenn du zu den Sommerferien die Bienen wieder in eine normale Beute setzt und den Schaukasten erst im nächsten Jahr wieder besiedelst.

    In der Umgebung meines Bienenstandes hat sich das Futterangebot und auch die Nistmöglichkeit für Wildbienen verbessert seit ich mich bewusst darum sorge, dass das Angebot besser wird. Vorher habe ich Botanik nur nach: kann man essen, trinken und rauchen oder ist nutzlos eingeteilt - damit war mir der größte Teil der Wildpflanzen egal. Jetzt achte ich auch auf sowas.

    Ich packe Schwärme auch immer gleich in die Beute, in der sie dann bleiben sollen. Gebe ihnen Anfangsstreifen und lasse die Beute dann noch einige Zeit am Fangort stehen. Spätestens am Abend oder nächsten Morgen vor Flugbeginn stelle ich sie dann am gewünschten Standort auf. Das ist meist dann in der Nähe von dem Platz, wo der Rest, der nicht mit geschwärmt ist auch steht. Konnte da jetzt keine größeren Rückflüge beobachten.

    Im meinem SWS kann man auch nachträglich noch etwas Wasser in die Form füllen, weil das Wachs in der Auffangschale an einem sonnigen Tag wieder weitestgehend flüssig wird. Deshalb würde ich auch nur eine hitzebeständige Schale nehmen...

    Ich habe heute den vermutlich einzig warmen und sonnigen Tag der Woche genutzt, um alle Völker durchzusehen. In allen Völkern keine Schwarmzellen, weder in Arbeit noch ausgebissen oder rund geöffnet - lediglich minimale Spielnäpfchenansätze bei manchen. In allen Völkern noch viel verdeckelte Brut, Drohnenbrut und einige Drohnen, aber kaum offene Brut gesehen. Außerdem zum Teil keine Stifte und keine einzige Königin gesehen. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass jetzt alle geschwärmt sind. Ich tippe und hoffe eher, dass sie bei so vielen Tagen kaltem Sauwetter eine Legepause machen.

    Wer erzählt schon rum, dass er hohe Verluste hat - meist liegt die Schuld ja am Betreuer (Imker?) der Bienen, der irgendwo vor dem Einwintern Fehler gemacht hat. Wer geht mit seinen Fehlern so offensiv hausieren?


    Viele neue Imker werden von Paten betreut, aber es gibt in meiner Wahrnehmung zunehmend Leute, die manchen Berichten glauben, dass man sich einfach irgendwo Bienen und Beute kauft (am bequemsten online bestellt und frei Haus geliefert), aufstellt und dann ists gut, wenn man eh keinen Honig ernten will. Krankheiten verschleppen diese Völker aber dummerweise beim Zusammenbrechen mit den Räubern und beim Einbetteln auch in ordentlich betreute Völker. Dafür reicht es dann, wenn einer im Flugkreis was eingeschleppt hat.

    Es ist schade, dass für die bei den Medikamenten angegebenen Wartezeiten, keine Begründung mit angegeben wird. Die Diskrepanz zwischen den Wartezeiten für die älteren Standardzulassungen


    (...) Weder der Wirkstoff, noch die Applikationsform scheinen für die unterschiedlichen Einstufungen der Wartezeiten ausschlaggebend zu sein. Eher scheint eine grundsätzliche andere Risikoeinstufung erfolgt zu sein. Wenn dass der Fall ist, müsste man eigentlich erwarten, dass auch die Standardzulassungen dahingehend angepasst werden.

    Ich vermute mal, dass man bei der Zulassung den Nachweis bringen muss, dass bestimmte Mengen an Rückständen im Honig nicht überschritten werden. Das ordentlich unter verschiedenen (- auch ungünstigen) Rahmenbedingungen nachzuweisen ist sicher aufwändiger für kurze Zeiträume als für das nächste Jahr. Wenn nicht für die Zulassung nötig, dann sicher wenigstens für die Haftung ein kleineres Risiko.

    Es scheint ja von der Zulassung erlaubt zu sein. Nach mehreren Tagen wird wohl auch weniger in den Honigraum verschleppt. Außerdem nutzt man ja minimale Mengen OS, die sich dann auf viele Kilogramm Honig verteilen und damit verdünnen.

    => Somit gehe ich davon aus, dass du den Schwarm mit OS besprühen kannst und sie jetzt mit fein dosiertem Futter bauen lassen kannst, ehe du dann in ein paar Tagen zum Flugwetter die Honigräume drauf zugänglich machst. Aber wie rase geschrieben hat, sollte jetzt nach ein paar Wochen Bruttätigkeit eigentlich auch kaum Milbenlast vorhanden sein und meiner Erfahrung nach nehmen die Schwarmbienen auch noch weniger Milben mit als im Stock zurückbleiben. Du könntest allerdings jetzt damit die Last vielleicht so weit senken, dass du bei Schadschwellenbeobachtung vielleicht ohne Sommerbehandlung auskommst...