Beiträge von Amape

    Es gibt nur wenige Fixpunkte für diese Rechnerei. Einer davon ist, dass du je nach lokalem Klima wissen solltest, wie viel Futtervorrat am Schluss vor dem Winter drin sein soll. Dafür gibt es Empfehlungen in Tabellen (Bücher, Webseiten, Forum...) Wann du bis dahin welche Zwischenziele erreicht haben solltest, da geht es weit auseinander. Zur Wintervorbereitung gehört auch, dass viele gesunde dicke Winterbienen erbrütet werden sollen. Dafür muss noch Platz bleiben und für die Wintertraube auch ein Platz ohne Futter direkt unter dem Sitzplatz. Deshalb ist zu viel vor allem dazu noch zu früh doch ein Problem. Auch das steht bei meinen Vorrednern. Die Futterwabe, die dann im März bei Tracht übrig ist, ist kein Problem, sondern deine Versicherung bei einem Kälteeinbruch.


    Ich habe hier lokal an einem Standort viel späte Trachten wie Springkraut, Greening-Flächen, Efeu..., die mir Futter sparen. Ich muss dafür noch Platz lassen und füttere in den letzen Jahren meist weniger als 10kg dazu. Andererseits habe ich auch mit Föhn warme Tage noch sehr spät im Jahr, wo man nochmal Futter reinbekommen kann falls noch was fehlt.

    An meinem anderen Standort kann ich Anfang August fertig sein, weil da kaum mehr was reinkommt. Wozu dann warten. Da kann ich Ende Juli die erste Portion füttern, weil kaum was reinkommt. Da füttere ich bis Ende August auf Zielgewicht.


    Ich empfehle dir, VOR dem Füttern zu wiegen (einfache Kofferwaage reicht dafür) und dann eine Strategie zu überlegen wie du den Gewichtszuwachs durch Futter bis zum Zieltag erreichst. Mit Nachwiegen kannst du dann grob schätzen, was an Futter eingelagert wurde und den Ist-Zustand mit deinem Soll-Wert vergleichen, um die nächsten Portionen zu bemessen. Manche Linien verbrüten vielleicht vom Anfang auch noch das meiste. Sowas fällt dir dann sogar ohne Kiste öffnen auf.

    Wenn du willst, dass sie sich einbetteln, dann solltest du ihnen vorher die Gelegenheit geben, etwas mitzubringen...vielleicht nochmal vollsaugen lassen.


    Jetzt ist noch die Frage, was ein ordentliches Knäul Bienen ist. Sind das nur vielleicht 100 Bienen, dann würde ich das Brett nehmen, nochmal in der Nähe der anderen Völker am Standort abkehren. Wirklich alles am alten Standort wegräumen, das noch nach ihnen riecht und gut ist. Alternativ kannst du das natürlich auch nach kurzem Transport in einer Kiste am zweiten Standort machen, um sicher zu gehen, dass sie auf keinen Fall zum alten Standort fliegen.


    Was meint denn dein Pate dazu?

    So habe ich das auch meist gehandhabt. Ich frage mich nur, warum bei manchen Völkern die Bienenflucht gut funktioniert (=nur eine Handvoll Bienen im HR über der Bienenflucht) und bei manchen Völkern fast gar nicht (=auf jeder Wabe schätzungsweise 50 Bienen). :?:

    Wenn unter der Flucht direkt die Bruträume kommen und kein Platz ist, dann klappt es bei mir schlechter als mit mehr Platz für die zusätzlichen Bienen.

    Außerdem bleiben mehr Bienen oben, wenn dort größere Flächen mit unverdeckeltem Honig sind. Vollständig verdeckelte Waben sind normalerweise bienenleer. Da versteckt sich nur gelegentlich eine in einer Ecke. Aber gerade bei schlechter Tracht hängen sie gerne in den unverdeckelten Bereichen.

    und auch dran denken, dass an den Laufwegen zu den Beuten und fürs Arbeiten an den Beuten grundsätzlich das Problem mit Beschädigung der Isolierung auch besteht. Auch dort sollte man entsprechende Schutzmaßnahmen treffen.

    Ok, also nochmal ein Tipp dazu: Bei neuen Kunststoff-Futtertaschen sind die Wände manchmal ziemlich glatt. Da kommen nasse Bienen von den Schwimmhilfen manchmal schlecht nach oben. Ich raue deshalb bei neuen Futtertaschen die Oberfläche immer ein bisschen an, indem ich mit einem groben Schleifpapier oder eine Stahlbürste mit wenig Druck ein bisschen drauf rumkratze. So werden die Dinger beim Spülen immer noch ordentlich sauber und die Bienen können besser klettern. In der Futtertasche liegt bei mir Schaumglas-Schotter, der die ganze Oberfläche bedeckt, dass er sich wenig drehen kann.
    Zweites Problem, das ich früher bei Folien auf der Beute manchmal hatte: Wenn nicht genug Abstand zwischen Folie und Rand der Futtertasche bleibt. Ohne weiche Folie sollte es aber dieses Problem nicht geben, da zwischen Beuten-Deckel und Rand der Futtertasche normalerweise mindestens eine Bienenbreite Platz sein sollte.

    Wenn ich alle Völker auf diese Weise gleichwertig versorge und dann eines trotzdem auffällig viele Ertrinkungsopfer hat, dann siehe #26


    Ich gehe übrigens davon aus, dass eine Biene nicht ertrinkt, sondern erstickt. Die Tracheen sind normalerweise zu fein, um Wasser/wässrige Lösung mit Oberflächenspannung tiefer eindringen zu lassen. Solange Flüssigkeit den Eingang blockiert, kommt aber auch keine Luft mehr rein. Sobald die Oberfläche trocknet, kann das Insekt wieder atmen. Deshalb überstehen Bienen normalerweise auch das zeitweilige Untertauchen ganz gut.

    Egal ob mit Futtertaschen (inkl. Aufstiegs- und/oder Schwimmhilfen) oder in Fütterern. Völker bei denen viele Bienen ertrunken sind, obwohl technisch kein Problem vorgelegen hat, haben bei mir -trotz Sommerbehandlung- dann das Frühjahr nicht erlebt. Die scheinen echt ein größeres Problem zu haben, selbst wenn man ihnen sonst nichts anmerkt.

    Problem ist, dass bei mehr Auflagefläche auch mehr Kontaktfläche am Rand verkittet werden kann. Damit brauch man dann wieder mehr Kraft beim Lösen...


    Ich habe bei DD nur die Auflageschienen aus Metall und da geht es ganz gut. Bei den Zander-Beuten ist nur eine Holzauflage gefräst und da sind die gerade nach längerem Nicht-Bewegen bis zur ersten Durchsicht im Frühjahr teilweise schon ziemlich fest verkittet worden. Aber du kannst es ja mal ausprobieren und berichten, ob es denn eine gute Option ist.

    "Nicht erhitzt" kann man als "Werbung mit Selbstverständlichkeit" ausgelegt bekommen. Ist wie "kalt geschleudert". Honig darf sowieso nach Verordnung nicht erhitzt werden.

    ...und genau da muss man unterscheiden:
    Wenn die gekaufte Verpackung (Glas/Deckel) gereinigt oder lebensmittelgeeignet produziert und entsprechend verpackt bei mir ankommt, kann ich sie durch Spülen nur "schmutziger" machen.
    Wenn ich aber lose Ware kaufe oder eine auch Palette Gläser kaufe, die nicht staubsicher verpackt ist, dann MUSS ich die vorher entsprechend lebensmittelecht machen. Ob die heimische Spülmaschine dafür geeignet ist, ist eine andere Diskussion, die wir im Forum auch schon geführt haben.
    Die anderen Lebensmittel-verarbeitenden-Betriebe, die ich kenne, verfahren auch genau nach diesem Prinzip. Entweder vom Hersteller befüllfertig geliefert und sofort benutzt oder kaufen und zuerst durch die Reinigungsstraße laufen lassen. Die Angabe, ob es befüllfertig ist, gibt dir ein Lieferant, der dann auch dafür gerade stehen muss. Die Angabe, ob das Material für die Aufbewahrung von Lebensmitteln geeignet ist, macht dazu keine Aussage, ob du vorher spülen musst.

    Du musst in jeden Fall damit rechnen, dass ein Teil der Mannschaft heim fliegt. Es ist aber kein repräsentativer Volksteil, sondern überwiegend Flugbienen. Somit verliert das Schwärmchen überproportional Sammlerinnen für Pollen/Nektar und Wasser.
    Darüber hinaus könnten sie den Ort, an dem der Honig in den Waben ruht auch ans Muttervolk melden und bei schlechter Tracht so ein Räuberei-Problem entstehen.
    Außerdem sind mehr Bienen auch wieder eine größere Gefahr für die neue Königin.

    Normalerweise müsste es um diese Zeit noch gut ausgehen, aber die Quote sinkt mit diesen Einschränkungen.

    Dann sind es Flecken, die daher kommen, dass die Deckel in in der Spülmaschine nicht vernünftig trocknen. Ich habe das sonst vor allem auf Kunststoff-Teilen. Ich gehe davon aus, dass es eine Mischung aus Kalk/Salz aus der eingebauten Wasserenthärtung und Klarpüler ist.

    Die Deckel laufen nicht ganz ab und kühlen aber zu schnell aus, um schnell und fleckfrei aufzutrocknen ehe sich das fein verteilte Wasser irgendwo zu Tropfen sammelt. Dort wo sich der Rest vom Wasser sammelt, gibts diese Flecken. Auf dem Geschirr kann ich die feucht abwischen.

    Wenn es denn Flecken vom Kalk sind (die auf den matten Oberflächen auch gut haften können) dann kann man sie mit destilliertem Wasser (oder ganz leicht saurer Lösung wie verdünnter Essig) wegpolieren.

    Für alle, die keine Kalkflecken mögen: Im Labor spült man deshalb mit destilliertem/deionisiertem Wasser nach. Könnte man z.B. im Baumarkt im Kanister kaufen. Deutlich weniger Ablagerung gibts mit sehr weichem Wasser aus dem Getränkehandel. Damit betreibe ich bei meinem sehr kalkigen Leitungswasser auch meine Espresso-Maschine und setze damit auch den Met an. Einfach mal auf den Etiketten im Getränkemarkt suchen, was die geringesten Mengen an Ca- und Mg-Ionen enthält

    ich denke auch, dass du ein Los erwischt hast, das eine Macke hat. Zurückbringen und andere holen oder damit leben, dass du die nach dem zweiten Öffnen nur noch für Wachsarbeiten verwenden kannst.

    Ich liebe da meine Edelstahleimer. Die gibt es auch in kleiner, aber der Preis bei der Anschaffung ist natürlich dann trotzdem noch in einer anderen Liga als bei Kunststoff. Dafür sind die schön dicht und die Deckel halten was aus.