Beiträge von kelte

    Auf Befragung erklärte Dr. Wallner, daß der Hobbyimker Thymol nur durch längeres Kochen des Wachses wieder reduzieren kann (Ausdünsten der ätherischen Öle).

    Dr. Wallner / Uni Hohenheim berichtet aber auch folgendes:

    "Nach der Auswinterung ist die Thymolbelastung im Wabenwerk hoch und sinkt dann aufgrund der zunehmenden Temperatur und der Ventilation der Bienenvölker allmählich ab. Die ersten, Anfang Mai analysierten Baurahmen zeigten Thymolgehalte im mittleren ppm-Bereich, aber bereits in der zweiten Serie waren die Gehalte unter 1 ppm gefallen und verringerten sich dann bei den folgenden sieben Serien weiter. Hohe Außentemperaturen scheinen einen Effekt auf die Thymolbelastung des Baurahmenwachses zu haben."

    Siehe hier: https://www.uni-hohenheim.de/o…-thymol-im-baurahmenwachs


    Auch Thymol belastete Mittelwände lassen sich durch offene luftige Lagerung durch Abdampfen des Thymols "entseuchen". Hohe Temperatur und Ventilation beschleunigen dies - wie im Bienenvolk auch.


    Grundsätzlich ist noch anzumerken, dass ein Belassen von Varroazid-Wirkstoffen im Volk über längeren Zeitraum Resistenzbildung fördert und daher bei jedem Wirkstoff vermieden werden muss.


    kelte

    Schon oft habe ich die Frage nach der Stromversorgung in kalten, dunklen und windstillen Winternächten gefragt und das ohne Kohle oder Kernkraft. Keiner konnte mir bislang antworten.

    Na dann versuch ich's mal mit dieser Antwort:


    Einstieg in die Wasserstofftechnologie. PV Energie zur Hydroloyse nutzen und in der kalten Winternacht mit der Brennstoffzelle Strom erzeugen. Die Zukunft gehört nicht dem Li-Akku - schon längst sollte viel mehr in die Wasserstoff-Technologie investiert werden. Warum passiert das nicht ? Lobby zu schwach !

    kelte

    Hallo,

    die richtigen Rahmenbedingungen, ja welche denn?

    Wenn Politik was ändern kann, ja, was? Ich wiederhole mich: Nur über Preise ab Hof! Alle Zuschüsse und ähnliche Hebel hebeln nur die schonende Bewirtschaftung der Acker- und sonstigen Nutzflächen aus.

    Wenn wir in Deutschland nicht mit der Biolandwirtschaft vorankommen, dann liegt das an den nicht dem Aufwand entsprechenden Preisen der Produkte.

    ...höhere Agrar-Erzeugerpreise führen ja wohl eher zu noch höherer Intensität in der Produktion, nicht zu niedrigerer.

    Wenn man National keinen Bio-Standard durchsetzen kann oder will, wäre z.B. ein Weg eine Besteuerung auf Pflanzenschutzmittel einzuführen. Diese wäre dadurch zu rechtfertigen, dass der PSM-Einsatz volkswirtschaftliche Schäden und gesellschaftliche Kosten verursacht (Grundwasserkontamination, Artensterben, Rückstände, Krebsrisiko....), die nicht vom Hersteller und Anwender der PSM getragen werden. Die Steuer würde das korrigieren. Jeder Bauer könnte weiterhin zwischen konventionell und Bio wählen.

    kelte

    Bedenke, mehr als die Hälfte der in Deutschland produzierter Lebensmittel geht ins Ausland.

    Nun frag ich, wer zahlt die Zeche dafür?


    Der hohe Export ist nur möglich, weil wir auf der anderen Seite sehr viel Lebens- und vor allem Futtermittel importieren.


    Wer die Zeche zahlt ?

    Die junge und die kommenden Generationen. Die übrigens gar kein Wahlrecht haben.

    Die Politik wird es im jetzigen System also niemals richten können. In einigen Jahrzehnten wird der Großteil der Wahlberechtigten aus Rentnern und Greisen bestehen, denen es vor allem um ihre Altersversorgung und Pflege gehen wird - Umwelt und Biodiversität werden dann keine wichtigen Themen mehr sein.


    kelte

    Da stellt sich die Frage, ob DBIB und DIB nicht besser in anderen Dachverbänden vertreten wären, um sich nicht als assoziierte Mitglieder des Bauernverbandes in einer TV-Sendung von einer Marionette der Agrochemie vertreten zu lassen.


    Nett zu sehen war auch, dass der Bundeslandwirtschaftsminister und der Bauernverbandsfunktionär an entgegengesetzten Enden des Tisches platziert waren. Bildlich anschaulicher wäre gewesen, wenn man Schmidt auf den Schoß von Krüsken gesetzt hätte.


    kelte

    Was mich bei diesem Diebstahl immer wieder wundert ist, wie kann man Spass an einem Hobby haben, wenn man nur durch Diebstahl gut ist? Vor allem gibt es einem nicht zu denken, wenn man sich immer Völker oder Honig klauen muss?

    ...und was mich bei dem Thema wundert:


    Wieviele Imker möglicherweise wissen, dass ein Kollege durch eine Straftat an neue Völker gekommen ist - ohne zu wissen, dass sie dadurch in den Bereich der Strafvereitelung kommen können und evtl. auch eine Straftat begehen, aufgrund derer sie zum gleichen Strafmaß wie der Dieb verurteilt werden können...


    Eine Straftat zu verdecken ist kein Kavaliersdelikt - sollte man zum Schulungsthema in allen Imkervereinen machen.


    kelte

    Warum gibt es denn keinen Schutz für Bioprodukte, warum gibt es zu den Verbandssiegeln noch ein EU-Zertifikat? Warum gibt es kein Importverbot für Bioprodukte? Warum entschließt sich eines der stärksten Länder in Europa nicht zu einem Alleingang und schützt sich und seine Bevölkerung?

    Warum kann das ein Land wie die Schweiz? Weil die Schweiz so mächtig ist?

    Ich weiß es nicht!!!!

    Deshalb:

    http://www.sueddeutsche.de/wir…gen-und-pflegen-1.3668000

    Dann schau auf einer langjährigen Mulch-, oder Direktsaatfläche (wofür entsprechend oft Glyphosat und wietere PSM eingesetzt werden) und dann schau auf einer Fläche mit geringem, oder garkeinen Pflanzenschutz und dafür häufiger intensiver Bodenbearbeitung, z.B. auf einem "Bio-Acker".

    Dann überleg nochmal wo Du "lebendigen" und wo "toten" Boden siehst.


    Es ist eine Mär von Agrochemie und Bauernverband, dass im Intensivackerbau mehr Bodenleben entsteht. Viele langjährige Studien auch von nicht Bio-nahen Institiuten haben gezeigt, dass im Biolandbau mehr Artenvielfalt auch auf und unter der Bodenoberfläche vorliegt, trotz mehr mechanischer Bodenbearbeitung. Bzgl Regenwürmer gibt es weit mehr als zwei Arten in unseren Böden - übrigen am wenigsten in intensiven Mais-Fruchtfolgen und signifikant mehr bei Bio-Bewirtschaftung. Wir beklagen zur Zeit das Artensterben bei den Fluginsekten - was wir nicht zur Kenntnis nehmen, dass das Artensterben auf und unter der Bodenoberfläche weitergeht - im wesentlichen aufgrund der persistenten Agrochemie und der industriellen nicht bodenschonenden Agrartechnik

    Die Story vom tollen Bodenleben aufgrund Glyphosat-Mulchsaat kann nur glauben, wer nicht kritisch denken kann oder will und auch sonst Bayer & Co & DBV alle Geschichtchen abnimmt.

    kelte

    Wie kann es sein, dass IMKER den Anbau dieser Pflane auch noch begrüßen und fördern wollen?!?


    1. Weil die Silphie - zumindest in meinem Bestand - sehr rege von Honig-, Wildbiene, Hummel etc. beflogen wird und sichtbar Pollen von dort eingetragen wird

    2. Weil der Pollen hochwertiger als Maispollen ist und unbelastet von Pestiziden und die Pollenvielfalt im Spätsommer verbessert

    4. Weil der "Mähtod" hier im Vergleich zur Wiesenmahd eine geringere Rolle spielt, da Ernte im September/Oktober auch bei Nichtflugwetter / Regen / Dunkelheit - solange die Felder befahrbar sind

    5. Weil sich auch Imker für rückstandsfreies, nitrat - und pestizidarmes/freies Grundwasser einsetzen sollten und für den nachhaltigen Erhalt der Fruchtbarkeit des Bodens (Vermeidung Bodenerosion) und für mehr Vielfalt an Blühpflanzen auf unseren Feldern

    kelte

    Das schweizerische Bienenforschungszentrum hat Mahd-Verluste untersucht (siehe Veröffentlichung aus 2001) und Verluste von 24.000 Bienen/ha bei Kleegras bis 90.000/ha bei Phacelia festgestellt und empfiehlt der Praxis:


    Faustregel:

    Sind mehr als 1 Biene/m² vor dem Mähen im Bestand zu beobachten, sollte das Mähen unterlassen werden.


    • Bei bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen mähen, hier erfolgt weniger Bienenflug.
    • frühmorgens vor 7 Uhr oder abends nach 18 Uhr mähen, insbesondere bei Schönwetterlagen
    • Mähwerke ohne Aufbereiter verwenden oder am besten (Doppel)Messerbalkenmähwerke (die auch nur einen Bruchteil der Energie zur Mahd brauchen im Vergleich zu Rotationsmähwerken). Ein Hersteller (BB-Umwelttechnik) hat dafür 2016 den Europäischen Bienenpreis der Landtechnikhersteller gewonnen.
    • Mähaufbereiter ausschließlich zu Zeitpunkten geringer Bienenaktivität einsetzen.
    • Greeningflächen ausserhalb des Bienenflugs mulchen


    kelte