Beiträge von kelte

    Was Apfel-Anbauer schon lange wissen, haben Forscher auch bei der Erdbeere bestätigt:

    Bienenbestäubung verbessert Qualität und Haltbarkeit von Erdbeeren


    Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass Selbstbestäubung zu kleineren und leichteren Erdbeerfrüchten führt. Zudem waren über 90 Prozent dieser Früchte deformiert, wiesen eine kürzere Haltbarkeit auf und hatten folglich den mit Abstand geringsten Handelswert. Insektenbestäubte Blüten entwickelten sich hingegen zu wohlgeformten, schwereren und größeren Früchten, welche einen um 92 Prozent gesteigerten Handelswert aufwiesen. Es bestand kein merkbarer Unterschied zwischen Hand- und offener Bestäubung. „Insekten- und Handbestäubung führte zudem, wie anhand des Zucker-Säure-Verhältnisses nachgewiesen wurde, zu einem sortenspezifischeren Verhältnis von Geschmackskomponenten in der Frucht“


    https://www.uni-goettingen.de/…von+erdbeeren/583929.html


    ==> Argumentationshilfe für höhere Bestäubungsprämie im Erdbeeranbau.


    kelte

    Bevor das Thema abschweift: Habe Dank dem von Hymenoptera eröffneten Thread dazu nachgelesen.


    Zum neuen Verpackungsgesetz, das die bisherige Verpackungsverordnung ersetzt, hat das Bundesumweltministerium eine FAQ-Seite für Bürgerfragen eingerichtet:
    https://www.bmub.bund.de/clust…eg-und-verpackungsgesetz/


    Was sich für den Imker (96% Direktvermarkter) durch das neue Gesetz gegenüber der bisherigen Verordnung letztlich tatsächlich ändern soll, ist mir nicht klar geworden - ausser, dass die Einhaltung des Gesetzes nun strenger verfolgt werden kann/wird (zentrale Registrierungsstelle, Bußgelder).


    Letztendlich geht es um weitere Förderung von Mehrweg und Erhöhung der Recyclingquoten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Imkerverband - im Gegensatz zur Getränkeindustrie - einen nennenswerten Einfluss auf die Gesetzgebung hatte. Dafür sind die paar Honiggläser "peanuts".


    Von den Verbänden wird es dazu hoffentlich bald konkrete Information geben.


    kelte

    Auf Befragung erklärte Dr. Wallner, daß der Hobbyimker Thymol nur durch längeres Kochen des Wachses wieder reduzieren kann (Ausdünsten der ätherischen Öle).

    Dr. Wallner / Uni Hohenheim berichtet aber auch folgendes:

    "Nach der Auswinterung ist die Thymolbelastung im Wabenwerk hoch und sinkt dann aufgrund der zunehmenden Temperatur und der Ventilation der Bienenvölker allmählich ab. Die ersten, Anfang Mai analysierten Baurahmen zeigten Thymolgehalte im mittleren ppm-Bereich, aber bereits in der zweiten Serie waren die Gehalte unter 1 ppm gefallen und verringerten sich dann bei den folgenden sieben Serien weiter. Hohe Außentemperaturen scheinen einen Effekt auf die Thymolbelastung des Baurahmenwachses zu haben."

    Siehe hier: https://www.uni-hohenheim.de/o…-thymol-im-baurahmenwachs


    Auch Thymol belastete Mittelwände lassen sich durch offene luftige Lagerung durch Abdampfen des Thymols "entseuchen". Hohe Temperatur und Ventilation beschleunigen dies - wie im Bienenvolk auch.


    Grundsätzlich ist noch anzumerken, dass ein Belassen von Varroazid-Wirkstoffen im Volk über längeren Zeitraum Resistenzbildung fördert und daher bei jedem Wirkstoff vermieden werden muss.


    kelte

    Schon oft habe ich die Frage nach der Stromversorgung in kalten, dunklen und windstillen Winternächten gefragt und das ohne Kohle oder Kernkraft. Keiner konnte mir bislang antworten.

    Na dann versuch ich's mal mit dieser Antwort:


    Einstieg in die Wasserstofftechnologie. PV Energie zur Hydroloyse nutzen und in der kalten Winternacht mit der Brennstoffzelle Strom erzeugen. Die Zukunft gehört nicht dem Li-Akku - schon längst sollte viel mehr in die Wasserstoff-Technologie investiert werden. Warum passiert das nicht ? Lobby zu schwach !

    kelte

    Hallo,

    die richtigen Rahmenbedingungen, ja welche denn?

    Wenn Politik was ändern kann, ja, was? Ich wiederhole mich: Nur über Preise ab Hof! Alle Zuschüsse und ähnliche Hebel hebeln nur die schonende Bewirtschaftung der Acker- und sonstigen Nutzflächen aus.

    Wenn wir in Deutschland nicht mit der Biolandwirtschaft vorankommen, dann liegt das an den nicht dem Aufwand entsprechenden Preisen der Produkte.

    ...höhere Agrar-Erzeugerpreise führen ja wohl eher zu noch höherer Intensität in der Produktion, nicht zu niedrigerer.

    Wenn man National keinen Bio-Standard durchsetzen kann oder will, wäre z.B. ein Weg eine Besteuerung auf Pflanzenschutzmittel einzuführen. Diese wäre dadurch zu rechtfertigen, dass der PSM-Einsatz volkswirtschaftliche Schäden und gesellschaftliche Kosten verursacht (Grundwasserkontamination, Artensterben, Rückstände, Krebsrisiko....), die nicht vom Hersteller und Anwender der PSM getragen werden. Die Steuer würde das korrigieren. Jeder Bauer könnte weiterhin zwischen konventionell und Bio wählen.

    kelte

    Bedenke, mehr als die Hälfte der in Deutschland produzierter Lebensmittel geht ins Ausland.

    Nun frag ich, wer zahlt die Zeche dafür?


    Der hohe Export ist nur möglich, weil wir auf der anderen Seite sehr viel Lebens- und vor allem Futtermittel importieren.


    Wer die Zeche zahlt ?

    Die junge und die kommenden Generationen. Die übrigens gar kein Wahlrecht haben.

    Die Politik wird es im jetzigen System also niemals richten können. In einigen Jahrzehnten wird der Großteil der Wahlberechtigten aus Rentnern und Greisen bestehen, denen es vor allem um ihre Altersversorgung und Pflege gehen wird - Umwelt und Biodiversität werden dann keine wichtigen Themen mehr sein.


    kelte

    Da stellt sich die Frage, ob DBIB und DIB nicht besser in anderen Dachverbänden vertreten wären, um sich nicht als assoziierte Mitglieder des Bauernverbandes in einer TV-Sendung von einer Marionette der Agrochemie vertreten zu lassen.


    Nett zu sehen war auch, dass der Bundeslandwirtschaftsminister und der Bauernverbandsfunktionär an entgegengesetzten Enden des Tisches platziert waren. Bildlich anschaulicher wäre gewesen, wenn man Schmidt auf den Schoß von Krüsken gesetzt hätte.


    kelte

    Was mich bei diesem Diebstahl immer wieder wundert ist, wie kann man Spass an einem Hobby haben, wenn man nur durch Diebstahl gut ist? Vor allem gibt es einem nicht zu denken, wenn man sich immer Völker oder Honig klauen muss?

    ...und was mich bei dem Thema wundert:


    Wieviele Imker möglicherweise wissen, dass ein Kollege durch eine Straftat an neue Völker gekommen ist - ohne zu wissen, dass sie dadurch in den Bereich der Strafvereitelung kommen können und evtl. auch eine Straftat begehen, aufgrund derer sie zum gleichen Strafmaß wie der Dieb verurteilt werden können...


    Eine Straftat zu verdecken ist kein Kavaliersdelikt - sollte man zum Schulungsthema in allen Imkervereinen machen.


    kelte

    Warum gibt es denn keinen Schutz für Bioprodukte, warum gibt es zu den Verbandssiegeln noch ein EU-Zertifikat? Warum gibt es kein Importverbot für Bioprodukte? Warum entschließt sich eines der stärksten Länder in Europa nicht zu einem Alleingang und schützt sich und seine Bevölkerung?

    Warum kann das ein Land wie die Schweiz? Weil die Schweiz so mächtig ist?

    Ich weiß es nicht!!!!

    Deshalb:

    http://www.sueddeutsche.de/wir…gen-und-pflegen-1.3668000