Beiträge von kelte

    und daher macht eine schwache Unterlage mehrfach Sinn:

    - kleiner Standraum

    - früheinsetzender Ertrag (man muss nicht wie Hymenoptera seit 2011 auf die erste Ernte warten)

    - Der Baum lässt sich leicht einnetzen, womit man das Problem mit Staren, Kirschfruchtfliege und bei eintsprechend engmaschigem Netz auch mit Kirschessigfliege los ist,d.h. man kann mit regelmässigem (echt veganem) Ertrag rechnen


    Dann kann man auch problemlos eine Sorte der 7.-8. Kirschwoche pflanzen und hat im Vergleich zur Burlat ein ganz anderes Geschmackserlebnis und Ertrag.


    kelte

    Aktuelle Studie vergleicht Bestäubung von Ackerbohne durch Honigbiene / Erdhummel / Gartenhummel:


    http://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=5043


    ==> Gartenhummel bestäubt effizienter als Honigbiene


    kelte

    Und daneben-pflanzen ist schwierig wegen der offiziellen Pflanzabstände laut Nachbarschaftsrecht.


    M

    Dann wär ich nicht traurig - wenn die Sorte nicht gestimmt hat, war womöglich auch die Unterlage keine kleinkronige Kirsche, sondern schlimmstenfalls ein Vogelkirschensämling. Ärger mit dem Nachbarn ist dann ein Frage der Zeit.

    D.h. ich würde eine kleinkronige frühe Kirsche kaufen (z.B. GiSelA Unterlagen).

    Burlat ist zwar lange bewähter Standard, mir fehlt bei ihr aber das knackige - sie ist zu weich.

    Ausserdem auf Befruchtersorten (S-Allele) achten. Wenn kein Pollenspender in der Nähe, können Deine Bienen noch so fleissig sein, die Kirschen bleiben aus.

    Alternative z.B. Early Star: festere Kirsche und selbstfruchtbar;

    Am aller wichtigsten: eine vertrauenswürdige Baumschule......

    Gruss

    kelte

    Gab immer wieder Aussagen, die Bienen würde darauf schlecht überwintern...aber soweit ich weiss, gab es bei Tests an den Bieneninstituten keine Probleme mit diesen (preiswerteren) Siruptypen.

    Ist kein Gerücht - Probleme kann es geben - siehe hier:

    "Stärkesirupe (Fertigprodukt) auf der Basis von Stärke hergestellt, auf Eignung als

    Bienenfuttermittel achten. Einige Futtermittel, die aus Stärke hergestellt wurden,

    zeigten in Versuchen eine häufigere Kristallisation des Futters und an kühleren Standorten teilweise sogar Ruhrerscheinungen."

    Quelle:

    https://www.lwg.bayern.de/mam/…n/dateien/fuetterung_.pdf

    kelte

    Nicht nur das.

    In eine Wintergetreide- und/oder Rapsfruchtfolge integriert kann er den PSM-Einsatz in den anderen Kulturen mehr reduzieren als der Mais selber braucht.

    Versteht der dümmste Bauer.

    Für die selbsternannten Spezialisten aber noch zu hoch.

    Richtig: Für selbsternannte Spezialisten und Industrieverband Agrar-Hörige ist hier einiges zu hoch.


    Wie "gesund" der Mais auf Wintergetreide wirkt, sieht man z.B. in diesem vieljährigen Monitoring:

    https://www.lfl.bayern.de/mam/…ateien/don_vorfr_0815.pdf


    ==> Höchster Mykotoxingehalt im Winterweizen nach Mais


    Ferner gehören die in Mais eingesetzten Herbizid-Wirkstoffen zu den persistentesten selektiven Herbiziden und gelangen durch die späte Bedeckung dieser Kultur in die Oberflächengewässer und ins Grundwasser.


    Konventionell angebauten Mais als Gesundungsfrucht zu verkaufen - nur was für die dümmsten Bauern.


    kelte




    weder noch:

    In Bayern sind Bienen in der Tierseuchenkasse nicht beitragspflichtig.

    Der Erhebungsaufwand für die Beiträge zur TSK wären sehr hoch, die Leistungen eher gering - daher wurde bisher drauf verzichtet.

    kelte

    Das kann ich so nicht rauslesen aus den zitierten Gesetzen. Da steht etwas von einer Pflicht gegen Varroatose zu behandeln, aber nicht, dass das mit chemischen Mitteln geschehen muss.

    ...und damit der Imker keine Probleme beim Rauslesen aus den Gesetzen (hier § 15 BienSeuchV) hat, erlassen die Landratsämter in Bayern öffentlich bekanntgemachte Allgemeinverfügungen (so auch in Soapps Lankreis Freising), in denen i.d.R. steht, dass


    1. alle Bienenstände mit allen Völkern im Landkreis bis zum 31.12. zu behandeln sind

    2. nur mit zugelassenen Tierarzneimitteln

    3. mit Eintrag der apothekenpflichtigen Arzneimittel ins Bestandsbuch und

    4. für Zwecke der Resistenzzucht / Nicht-Behandlung eine Ausnahmegenehmiguung einzuholen ist


    Da bleiben doch keine Fragen offen ?


    kelte

    Ruf doch Deinen zuständigen Fachberater für Imkerei in Deinem Regierungsbezirk - vermutlich Oberbayern - an.

    Er hat bei Genehmigungen von Bienenhäusern eine Stellungnahme abzugeben und kann sicher beurteilen, ob Du Dir noch Hoffnung auf Duldung deines Bienenhauses machen kannst und wie Du dann am besten weiterverfährst.

    kelte

    Was Apfel-Anbauer schon lange wissen, haben Forscher auch bei der Erdbeere bestätigt:

    Bienenbestäubung verbessert Qualität und Haltbarkeit von Erdbeeren


    Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass Selbstbestäubung zu kleineren und leichteren Erdbeerfrüchten führt. Zudem waren über 90 Prozent dieser Früchte deformiert, wiesen eine kürzere Haltbarkeit auf und hatten folglich den mit Abstand geringsten Handelswert. Insektenbestäubte Blüten entwickelten sich hingegen zu wohlgeformten, schwereren und größeren Früchten, welche einen um 92 Prozent gesteigerten Handelswert aufwiesen. Es bestand kein merkbarer Unterschied zwischen Hand- und offener Bestäubung. „Insekten- und Handbestäubung führte zudem, wie anhand des Zucker-Säure-Verhältnisses nachgewiesen wurde, zu einem sortenspezifischeren Verhältnis von Geschmackskomponenten in der Frucht“


    https://www.uni-goettingen.de/…von+erdbeeren/583929.html


    ==> Argumentationshilfe für höhere Bestäubungsprämie im Erdbeeranbau.


    kelte

    Bevor das Thema abschweift: Habe Dank dem von Hymenoptera eröffneten Thread dazu nachgelesen.


    Zum neuen Verpackungsgesetz, das die bisherige Verpackungsverordnung ersetzt, hat das Bundesumweltministerium eine FAQ-Seite für Bürgerfragen eingerichtet:
    https://www.bmub.bund.de/clust…eg-und-verpackungsgesetz/


    Was sich für den Imker (96% Direktvermarkter) durch das neue Gesetz gegenüber der bisherigen Verordnung letztlich tatsächlich ändern soll, ist mir nicht klar geworden - ausser, dass die Einhaltung des Gesetzes nun strenger verfolgt werden kann/wird (zentrale Registrierungsstelle, Bußgelder).


    Letztendlich geht es um weitere Förderung von Mehrweg und Erhöhung der Recyclingquoten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Imkerverband - im Gegensatz zur Getränkeindustrie - einen nennenswerten Einfluss auf die Gesetzgebung hatte. Dafür sind die paar Honiggläser "peanuts".


    Von den Verbänden wird es dazu hoffentlich bald konkrete Information geben.


    kelte