Beiträge von kelte

    Martin,


    ich mach dass schon 10 Jahre und funktioniert sehr gut und vor allem super schnell. Ich verwende den Bodensatz, der sich im Tank bei Speiseöl-Leinölpressung absetzt ohne Zugabe von Pigmenten oder Sikkativen. Diese Fraktion geht ansonsten meist an Pferdehalter lässt sich aber nach Erwärmung im Wasserbad gut spritzen. Ich verwende eine elektrische Spritze von Wagner, die das schon viele Jahre mitmacht. Mit Druckluft habe ich keine Erfahrung. Die Zargentürme lasse ich in der Halle > 1 Woche stehen bis das Öl oxidiert und hart bzw. nicht mehr klebrig ist.

    Ob diese Behandlung die Lebensdauer einer Holzbeute deutlich erhöht kann ich nicht mit Sicherheit sagen - kann auch Einbildung sein. Der Anblick einer frisch geölten Beute ist es mir aber wert.


    Viel Spaß beim Sprühen

    kelte

    Ich frage mich, wie die PSM-Rückstände auf den Brocken kommen sollen. Nur über Wind vom bewirtschafteten Acker zig Kilometer weg ? Oder vielleicht auch abgeregnet, gar aus der Atomsphäre ?

    Die Herbizid-Wirkstoffe des Baumwollanbaus (TCDD und Metaboliten) um den (ehemaligen) Aralsee in Kasachstan / Usbekistan finden sich im Blut von Pinguinen in der Antarktis wieder. Feinste Bodenteilchen werden über die Stratosphäre über tausende Kilometer transportiert. Auch für diese Wirkstoffe gilt der alte Chemiker-Lehrsatz, wonach sich jede Substanz langfristig statistisch in der Umwelt verteilt.


    kelte

    Geht es um, Höhenmeter für Luftdruck usw ? halte ich für eher unwahrscheinlich

    Oder darum, dass die Waage in XXXXX steht und nicht als Wanderhure missbraucht wird ?


    Es geht um § 32 Anzeigepflicht Mess- und Eichgesetz (MessEG):

    (1) Wer neue oder erneuerte Messgeräte verwendet oder im Auftrag des Verwenders Messwerte von solchen Messgeräten erfasst, hat die betroffenen Messgeräte der nach Landesrecht zuständigen Behörde spätestens sechs Wochen nach Inbetriebnahme anzuzeigen. Anzugeben sind 1.die Geräteart,
    2.der Hersteller,

    3.die Typbezeichnung,
    4.das Jahr der Kennzeichnung des Messgeräts sowie
    5.die Anschrift desjenigen, der das Messgerät verwendet.



    Die Anschrift wird gebraucht,um den Verwender eines Meßgerätes zu überwachen:

    § 54 Grundsätze der Verwendungsüberwachung

    (1) Die zuständigen Behörden kontrollieren anhand angemessener Stichproben auf geeignete Weise und in angemessenem Umfang, ob beim Verwenden von Messgeräten und Messwerten die Vorschriften des Abschnitts 3 beachtet sind (Verwendungsüberwachung). Die zuständigen Behörden überwachen insbesondere 1.das ordnungsgemäße Aufstellen und die Eignung des Messgeräts für den vorgesehenen Verwendungszweck,
    2.das ordnungsgemäße Verwenden des Messgeräts entsprechend den Angaben des Herstellers und das Verwenden des ordnungsgemäßen Zubehörs sowie das Vorhandensein der Gebrauchsanleitung und der vorgeschriebenen Dokumente,
    3.die ordnungsgemäße Kennzeichnung und Sicherung des Messgeräts,
    4.nachträgliche Veränderungen am Messgerät, einschließlich solcher durch elektronische Maßnahmen,
    5.das ordnungsgemäße Anzeigen des Messergebnisses und dessen ordnungsgemäße Speicherung, Weitergabe und das Verwenden,
    6.die verwendete Software.

    (2) Die Behörden verbinden die Aufgabe der Verwendungsüberwachung, soweit möglich, mit der Durchführung von Eichungen nach § 37.


    Gruß

    kelte

    Ein Vektor für die Übertragung von Biene zu Biene ist die Varroa.


    Was habt Ihr für Lösungswege zur Sanierung, bzw., wie beurteilt Ihr die Chancen für so ein Volk und das Risiko für seine Nachbarn?

    Ob die Varroa bei CBPV ein bedeutsamer Vektor ist, ist meines Wissens nicht abgesichert.


    Für die Sanierung: Alles unternehmen, um erkrankte Völker zu isolieren und dem Volk helfen den Totenfall zu entsorgen (d.h. Pollenfallen, enge Fluglochschieber etc. weg).

    Daher auch auffällig, daß CBPV nach Schlechtwetterphasen zunimmt, wenn lange kein Ausfliegen möglich ist.

    Langjährige Daten aus UK zeigen daß das Auftreten bei Berufsimkern häufiger ist als bei Hobbyimkern, was ebenfalls einen Zusammenhang mit Völkerzahl pro Bienenstand nahelegt.


    kelte

    "Alle versuche AFB Sporen im Wachs auf anderem Wege zu beseitigen, sind kläglich gescheitert.

    Naja- mit Gamma-Strahlung kann man Waben sterilisieren und auch AFB Sporen inaktivieren. Die Temperaturerhöhung dabei ist gering, so daß die Wabe erhalten bleibt. Das Equipment dazu haben manche Kliniken und Forschungseinrichtungen. Die lassen nur leider Imker ungern rein.....

    kelte

    Wer weiss was genaues dazu?

    Die LMIV (Lebensmittelinformationsverordnung) oder ausgeschrieben:

    VERORDNUNG (EU) Nr. 1169/2011 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1924/2006 und (EG) Nr. 1925/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 87/250/EWG der Kommission, der Richtlinie 90/496/EWG des Rates, der Richtlinie 1999/10/EG der Kommission, der Richtlinie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, der Richtlinien 2002/67/EG und 2008/5/EG der Kommission und der Verordnung (EG) Nr. 608/2004 der Kommission.



    kelte

    zu b: ja, die Inhalte müssen angegeben werden, ebenso die Nährwertangaben.

    Angabe der Nährwerte nicht erforderlich - Pflicht entfällt sofern folgendes zutrifft:


    Handwerklich hergestellte Lebensmittel, die direkt in kleinen Mengen durch den Hersteller an den Endverbraucher oder an lokale Einzelhandelsgeschäfteabgegeben werden, die die Erzeugnisse unmittelbar an den Endverbraucher abgeben.


    kelte

    Die Frage ist (leider) weniger, wie ein Waldumbau aus imkerlicher Sicht aussehen sollte, sondern welche Baumarten überhaupt zukunftsfähig sind.


    Nicht nur eingewanderte Pilze und Schädlingsarten, sondern auch die bei uns vorhandenen zeigen Massenvermehrungen. Der Trockenstreß durch verstärkt auftretende Frühjahrstrockenheit nimmt immer mehr zu.


    Der Wald in 100 Jahren ?


    Szenario 1: Nur <= 2 Grad Erwärmung ==> unsere Arten (Rotbuche, evtl. Eiche) haben gute Chancen zu überstehen


    Szenario 2: Klimaerwärmung >> 2 Grad ==> unsere bestandsbildenden Arten können nicht überstehen; dann kommen Arten wie z.B. Tulpenbaum, Libanonzeder, Speierling und Elsbeere....


    Was heisst das für den Imker ?

    Vielleicht werden wir in 100 Jahren vor allem Metcalfa-Honig schleudern ?


    kelte