Beiträge von Allgaeu_Imker

    also die Beweggründe sind bei mir mit den Bienen ähnlich. Ausgleich zum Job am PC, Naturnähe, Faszination Biene, Honig als schönes, wertgeschätztes Produkt etc. etc....


    Bei mir gings seit dem Start 2013 stetig nach oben auf aktuell 32 Völker. (neben einer relativ zeitintensiven Selbstständigkeit) In dem Bereich bin ich an meinem persönlichen Limit. 50 gingen zwar wahrscheinlich auch noch, aber dann müsste ich sosehr auf Zeit und Effizienz achten, dass nach meinem Empfinden der Kontakt zu den Völkern leiden würde. Es mag sein, dass es für die Biene besser ist, Deckel auf, Arbeitsschritt, Deckel zu... Weniger Zeit pro Volk = weniger Störungen, ganz klar. Trotzdem mag ich ich mir mal in Ruhe eine Wabe betrachten, die Bienen oder das Flugloch beobachten und (möglichst) nicht von Kiste zu Kiste hetzen mit dem Gedanken wieviel noch vor Einbruch der Dunkelheit erledigt werden muss. Das ist trotzdem oft genug der Fall....


    Da fährt man seine Stände an vielen schönen Frühjahrs- und Sommerabenden ab, sieht wie andere den Tag gemütlich auf ihren Terrassen sitzend ausklingen lassen und man selbst hebt verschwitzt Kiste nach Kiste oder fährt sinnlos durch die Gegend weil man was vergessen hat, um anschließend direkt ins Bett zu fallen... Da fragt man sich dann schon, ob nicht vielleicht doch 12 Völker reichen würden...


    aber sobald die Auffütterung ziemlich geschafft ist, fehlts einem wieder. Was, wie gar nichts zu tun bei den Bienen... schade...


    Meine Meinung: Wenn Du die Imkerei übernehmen kannst und dies als Chance begreifst, dann mach es. Wenn Du dabei eine Weile Unterstützung bekommst: Unbedingt annehmen. Wenn der Sprung zu schnell ist, dann lege doch erst einmal Völker zusammen, am besten jetzt oder sobald Du dann auf Dich allein gestellt bist. Falls es Dir dann zu wenig Arbeit ist, kannst Du Deine Völkerzahlen dann so schnell wie es beliebt wieder erhöhen...


    schöne Grüße

    Unser Wildbienenhotel aus einer Euro Palette: wbhotel.jpggerade mit den Kindern fertig gebastelt und eröffnet. Luxuxbereich ist auch gerade noch ergänzt worden:

    hummel-suite.jpg

    Haben alles mögliche verwendet, Sonnenblumenstängel, Holder, Reet, Schilf, Lehm, Bambus, Lochziegel, Holz, Papierstrohalme, Papprohre...Für die Kinder halt auch eine schöne Aktion sowas zu basteln, Lehm, Schilf etc. holen, Löcher bohren etc. Auch ein Spechtschutz, denn das letzte war ein reines Buffet und war nach 1 Jahr zerpflückt und zerhackt.


    Da soll noch einer sagen, wir Imker sind der Untergang der Wildbienen.... Bitte nachmachen :-)

    Also ich hab seit 2013 neben 20 bis 30 Magazinbeuten (Zander und Zander 1,5) auch einige Bienenkisten betreut. Die Easy Bee Box ist ja eigentlich von der Funktionsweise nichts anderes nur alter Wein in neuen Schläuchen nur ein wenig aufgepimpt (wobei sich der Boden nicht für die Winterbehandlung öffnen lässt). Mit Kenntnissen und Interesse lässt sich das trotzdem seitens des Bienenbetreuers ( ist m.E. nicht imkern) schon einigermaßen managen.


    Bei der Bienenkiste gabs z.B. hier in der Region erstklassig betreute monatliche Stammtische auf denen alle Themen und Fragen geklärt wurden mit konsequenter gegenseitiger Unterstützung (auch vor Ort), gemeinsamen Bestellungen, Besuchen, Aktionen, Ausflügen, Schwarmbörse, Winterbehandlungen Gegenseitigem auf die Finger schauen etc. etc. Die Überwinterungsquoten der Anwesenden lagen bei 90 % bis 95 %. Das ist aus meiner Sicht keine so schlechte Sache, man bekommt neue Sichtweisen und Offenheit, denn viele Imker sind ja schon recht engstirnig und heiligen nur ihre eigene Philosophie. Auch andere Konzepte haben ihre Daseinsberechtigung, wenn von vorne bis hinten allen wichtigen Aspekten Rechnung getragen wird. Obwohl mir die BK aufgrund des schlechten Wärmehaushalts und der Notwendigkeit von Ameisensäure zur Sommer-Behandlung mittlerweile nicht mehr wirklich gut gefällt...


    Will sagen: Es kommt immer darauf an, wer neben bzw. hinter der Kiste bzw. Box steht, wie er an das Thema herangeführt und betreut wurde und mit welcher Motivation und welchem Selbstverpflichtung an die Sache herangegangen wird. Und hier ist bei dieser Easy Box das Problem. Die Leute werden nicht durch erfahrene Imker mit Workshops und langfristiger Betreuung herangeführt sondern sollen sich nach einer Marketingsendung im Trash TV im Baumarkt quasi als Impulskauf so ein Teil in den Garten stellen. Statt einem Gartenteich oder Vogelhäuschen jetzt halt als neues Feature eine Bienen Easy Box.


    Es gibt wahrscheinlich schon Tutorials etc. auf Youtube und es wird auch einen kleinen Teil geben (vielleicht 20 %?), der sich auch länger ernsthaft damit auseinandersetzt. Winterbehandlung wäre ja theoretisch z.B. durch einen Imker mit Ox Verdampfung möglich aber das ist ja noch nicht zugelassen...


    Der Großteil der Leute die Bienen einfach toll finden und haben wollen wird früher oder später jedoch an einen Punkt kommen wo entweder Überforderung, nachlassendes Interesse oder Frustration über Negativentwicklungen die Anfangseuphorie der eigenen Bienen nach 1-2 Saisons in einem Scherbenhaufen beenden werden. Für diese Bienen kann es einem Leid tun. Und für die Imker die Schwärme einfangen müssen und mit evt. mehr Varroabelastung durch zufliegende Easy Box Bienen aus siechenden Völkern kämpfen müssen...



    die Easy Box ist halt eine logische Blüte die das "Rettet die Bienen" Fieber treibt. Den Jungs kann man deshalb m.E. nur den Vorwurf machen sich in dieses TV Format gestellt zu haben.... Die sind natürlich von ihrer Entwicklung begeistert und können damit umgehen (auch wenn erst seit wenigen Saisons getestet) aber können wahrscheinlich gar nicht absehen was am Ende dabei rauskommt und welchen Bärendienst sie den Bienen und anderen Imkern aufgrund des falschen Publikums hier erwiesen haben. Die Geister die sie dadurch riefen werden sie so schnell nicht mehr loswerden...

    Allerdings bin ich z.B. über eine offensichtliche Falschaussagen gestolpert (Volkpreis ab 30 Euro). Ob das Unwissenheit ist oder bewußte Täuschung ist, sein dahin gestellt. Da der eine in einen anderem Video eine langjährige Betreuung von Bienen anführte, schließe ich daraus, dass er einfach die Unwahrheit gesagt hat. Auch bei anderen Auaasagen scheint der zu schwindeln. Das macht auf mich einen schlechten Eindruck.

    Das mit dem Preis wird schon passen, denn die machen das ja fast im Aumeier 1 Wabenableger Stil:


    (1) So befüllt man die easyBeeBox mit einem Ableger - YouTube


    die Rede ist von 2-3 Rähmchen mit Bienen und Brut und die kriegt man wahrscheinlich schon für 30 bis 60 Euro.


    Selbst wenn man in so einer Box tatsächlich Bienen halten kann (Bienen sind ja verblüffend flexibel), dann kommt es immer noch auf denjenigen an der die Kiste betreibt. Und da ist das eigentliche Problem bei so einem "Massenprodukt"....

    also ich habe dieses Jahr Zander-Doppelbannwabentaschen ausprobiert (auch für meine Zander 1,5). Hat im Wesentlichen funktioniert und reduziert die Zahl der Brutwaben erheblich. Materialaufwand also geringer. Arbeitsaufwand nicht unbedingt. Bei den drei Zander 1,5 für die ich keine Bannwabentaschen mehr hatte, habe ich alle 2 Waben ein Schied gesetzt. Hat auch funktioniert und es war zumindest nur auf 2 Waben Brut. Ist nicht repräsentativ, Kö wird in einigen Fällen sicher auch herumkrabbeln und hinter dem Schied stiften.


    bin am Überlegen ob ich mir TBE nächste Saison nochmal antue mit 28 Völkern schon ein irrer Aufwand. AS kommt aber trotzdem nicht in Frage, nur OX. Ist ja noch genug Zeit im Winter zum Planen.


    Gruß

    neben erwärmtem Sirup klappt bei mir auch gut wenn ich eine Spur eigenen Honig zum und an dem Futterbehälter in die Ecken + auf die Schwimmhilfen etc. schmiere. Da können gesunde Völker nicht widerstehen und ist erst mal eine Standleitung mit Bienenketten aufgebaut, dann wird auch gleich noch der Sirup über die Pipeline aufgesogen. Hat bei mir auch in den Einzelfällen bei Völkern geklappt die aus unerfindlichen Gründen den Sirup nicht anrührten. Erst eine Woche trotz passendem warmen Wetter nicht angerührt und dann in 2 tw. kälteren Tagen 6 kg Futter weggezogen, alles schon erlebt.

    werde auch umstellen auf 2/3 Honigräume nachdem ich letzte Saison 4 alte vom Luis getestet hab. Ist halt eine ordentliche Investition bei 28 Völkern (3 -4 HR pro Volk), weshalb ich da auch schrittweise vorgehen will bei der Umstellung. Unten bleibt erst mal ein Zander Raum fürs virtuelle BN, da lassen sich die Waben mit Pollen dann bei der TBE anschließend für die Zander-BR verwenden so wie ich das bislang immer gemacht hab. Wenn alles umgestellt ist wär dann auch der Bee Blower für die Honigernte eine Option. Was tatsächlich für die Halbzargen spricht ist die Auslastung der Selbstwendeschleuder, aber über kurz oder lang wird ohnehin eine Radialschleuder angeschafft.


    Grüße

    Hier schön viele Läusepopulationen in den Fichten aufgetaucht kurz vor dem Regen und im Wald hier hats auch schon gesummt :-). Hoffe die können sich halten bis es wieder trockener wird Ende nächster Woche, dann dürfte es richtig losgehen. Paar Bilder

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    Hier im Allgäu siehts ganz gut aus, aber enorme Unterschiede bei den Standorten. Im Ostallgäu bei 12 Völkern nur 1 /3 der bisherigen Gesamternte, 9 Völker stehen im Oberallgäu, die haben bislang 2/3 geholt. Insgesamt aktuell ca. 510 kg also ca. 24 kg pro Volk geschleudert. Kurz vor dem Regen ging es hier mit der Fichte los (Lachniden und Lecaniden) hat schon richtig gesummt im Wald, die Bienen waren agro und es kam gut was rein. Hoffe der Regen wird nicht zu arg, damit es danach richtig abgeht. Die ersten paar wenigen offenen Lindenblüten auch schon entdeckt, da kommt der Regen gerade recht für das Finale. Mitte Juli dürfte hier spätestens alles durch sein.