Beiträge von Han Kle

    "Bienensirup", "Futtersirup", Zuckersirup"

    Tom, Du hast zwei Jungvölker, die noch nicht stark genug sind, auch bei bester Trachtlage, sich für den Winter selbst zu versorgen.
    Es ist aber keine Trachtlage mehr. Die ist vorbei.

    Damit die Königin ohne Unterbrechung stiftet, muss sie aber den Eindruck eines ununterbrochenen Futterstroms haben.
    Das heißt: regelmäßig dünn füttern!

    Dünn füttern eines Ablegers aber immer vorsichtig, denn auch zur Verteidigung ist der Ableger jetzt noch etwas schwach.

    Stärkere Völker könnten ihn ausrauben, vor allem dann, wenn duftendes Futter (Zuckerwasser oder Honig) offen gefüttert werden.

    Offen sind: Futtertasche, Futterschüssel in aufgesetzter Zarge. Jede Biene, die ins Flugloch kommt, kann an das Futter ungehindert ran. Das gibt eine schlimme Schlacht.


    Ideal ist jetzt: Geschlossen füttern, also Futterzarge.

    Ideal ist jetzt: Geruchlos füttern, also Sirup. keinesfalls Honig (und NIE Fremdhonig!!!)

    Ideal ist jetzt: dünn füttern. (Sirup verdünnen ist aber umstritten... da sollen die was dazu schreiben, die das besser wissen – oder Suchfunktion!!)

    Ideal ist jetzt: Kleines Flugloch.


    Der Unterschied zwischen Zuckersirup und Futtersirup ist der, dass der Zucker erst von den Bienen noch invertiert werden muss. Aber das können sie. Sie haben das "im Blut"...


    Hans

    PS.:

    Versuche, bevor Du Fragen stellst, den Wissens-Schatz hier wirklich zu heben!!

    Füll Dein Profil aus!
    Respektiere, dass hier sehr viele sehr erfahrene Leute schreiben.
    Werde nicht pampig! Für Stolz gibt es keinen Grund. Schluck ihn runter.

    Nein, rase,


    da will ich Dir, bei allem Respekt, widersprechen.
    Das klingt nicht nach Troll, das klingt nach dem Ergebnis dessen, was seit zwei-drei Jahren in der Öffentlichkeit über Bienen und das Bienensterben geschrieben und gesendet wird.

    Ein Guter Mensch kommt da auf die Idee, er könne den Bienen ganz natürlich einen Schutzraum eröffnen. Die Idee, weißer Zucker sei ungesund, liegt nahe.


    Dass aber Bienen nicht mit Ideen gehalten werden, sondern mit nachvollziehbaren wissenschaftlichen Fakten, muss auch der Wohlmeinendste immer erst lernen.


    Ich kann den Ansatz nachvollziehen.

    Bin selber mit "Ideen" gestartet – habe sie gottseidank nie umgesetzt.

    Das "Besser", das der gute Mensch sucht, ist aber bei der Bienenhaltung oft ein "Schlecht für die Bienen".

    Je schneller Du, Tom, das lernst, desto besser für alle Beteiligten!

    Hans

    Sumsumtom,


    man soll sich hüten, das, was für Menschen ungesund ist (weißer Zucker ohne Mineralstoffe) auf die Bienen eins zu ein übertragen.
    Du kannst Die Bienen auf dem eigenen Honig überwintern, wenn sie im Oktober ca. 15 kg Vorrat haben (gerne auch etwas mehr).
    Nur, wo bitte sollen die Bienen jetzt noch diese Menge auftreiben??
    Voraussetzung ist darüber hinaus, dass der Honig möglichst mineralstoffarm (!) ist.
    Waldhonig macht im Winter Darmbeschwerden!

    Weißer Zucker schadet nicht. Im Gegenteil. Seit Jahrzehnten überwintern Bienen gut mit diesem Futter, sind gesund und kommen stark aus dem Winter.
    Nach welchen Kriterien möchtest Du Dich richten?


    Leg Deine Ideen weg und imkere wirklich so, wie die Bienen es für ihre Gesundheit brauchen.

    Hans

    Soapp,


    ich würde versuchen, die Bienen etwas näher an Freising dran zu stellen.
    Ich liege genau am Stadtrand und der Flugradius ist genau geteilt: Stadt/Land.
    Ist ideal, weil ich sowohl den Raps und eventuelle Phacelia mitnehmen als auch die Stadtbäume (Robinie/Linde) und als Läppertracht die Gärten deutlich spüre. (Heute hatte ich wieder +850g)
    Für Standimkerei ideal...


    Viel Erfolg trotzdem!

    Hans

    Ich möchte mich DeinDilemma anschließen.

    Ich bin in Landshut, Stadtrand, und profitiere dort tageweise vom Blatthonig, von Resten der Linden und von diesem und jenem. Natürlich ist erst mal 1-2 Tage lang nichts, wenn es richtig geduscht hat, aber die Tracht kommt dann noch immer wieder.
    Auch Läppertracht ist Tracht.

    Dass bei Dir die Honigräume leer sind, wundert mich. Wahrscheinlich sind sie angetragen.
    Du hast ja auch erst vor 2 Wochen geschleudert.

    Wir stark sind die Völker?

    Andererseits kann nach 2 Wochen der HR noch nicht platzen.

    Ich habe etwa 2 Wochen früher geschleudert und ich habe heute schon wieder recht schwer heben müssen. Bis zu 25 kg sind laut Stockwaage schon wieder dazugekommen.

    Bei den Völkern im Schwarmdusel allerdings nicht.

    Hans

    Ich füttere stets mit Zuckersirup, nicht erhitzt.
    Noch nie gab es damit Schwierigkeiten, auch wenn die Auflöserei etwas Arbeit ist.

    Bei vier Völkern ist das aber echt machbar.

    Schleimpilz hatte ich bisher nicht. Dazu ist die Abnahme zu rasch.


    Hans