Beiträge von UliR

    Liebe Leute,

    Eure Verwunderung über die genannten Milbenzahlen ist mir ein Rätsel.


    Angenommen es sind zur TBE 1000 Varroen in meinem Volk.

    TBE entnimmt 70% = 700, es bleiben 300 übrig.

    OXS wirkt brutfrei mit 97%, es bleiben 3% von 300 übrig, das sind 9, es sei der 01. Juli.


    Ein Brutzyklus der Biene ist 21 Tage lang, dann sind 7 Brutzyklen 147 Tage und 8 sind 168 Tage. Das ist der 24.11. resp. der 15.12.

    Die Vermehrungsrate der Milbe wird laut DieHonigmacher auf 2 bis 2,5 geschätzt. Nehmen wir 2 an. Dann ergeben sich 9*2^7=9*128=1152 und bei 8 Zyklen ca. 2300 Milben. Dass ein paar Hundert Milben nach einer erfolgreichen TBE im Volk sein können ist kein Wunder. Die Fähigkeit zur exponentiellen Vermehrung ist eine große Stärke der Natur.

    Und dass die Massnahmen im Sommer erfolgreich waren misst sich daran, ob das Volk ohne großen Varroa-Schaden die Winterbienen aufziehen konnte. Und das war im August, September und Oktober locker der Fall.


    Was mich viel mehr bewegt: es gibt Völker, die haben nach der Winterbehandlung nur eine handvoll Varroen auf der Windel liegen. Ich hatte ein Volk mit 2 und eins mit 5 Milben.

    Diese Völker können etwas! Wir müssen die Völker mit diesen Fähigkeiten erkennen und von diesen KÖs nachziehen, wenn wir als Hobbiisten KÖs nachziehen. Dann tragen auch wir etwas zur Befähigung der Biene gegen die Varroa bei. Einige Züchter arbeiten schon sehr gezielt in diese Richtung. Und erste Erfolge zeichnen sich ab. Und wir Hobby-Imker können auch was tun, nicht immer nur wundern.


    Beste Grüße und frohe Weihnachtstage

    Ulrich

    Nach ca. 48 Stunden sind keine weiter heruntergefallen. Habe von unten auf das Bodengitter geschaut. Da liegt nichts auffälliges drauf, nur wenige Tote Bienen.


    Speckkäfer sind eher kleiner als diese Maden. Sie fressen Pollen oder Aas, das hätte passen können. Aber die Bilder von Larven, die ich gefunden habe, sehen diesen hier nicht sehr ähnlich.


    Das Gemüll auf der Windel zeigt jetzt eine Wintertraube ganz rechts mit schlüpfender Brut. Keine weiteren Auffälligkeiten. Ich hab jetzt keinen Anlass, den Kasten zu öffnen und genauer nachzuschauen. Also vielleicht gebe ich mich mit der Deutung zufrieden, dass genug Futter für die Tiere im Gemüll war?

    Wenn es keiner kennt, ist es kein typischer Bienenschädling, oder?

    Hallo Leute,

    habe heute die Windeln sauber gemacht und bei einem Volk diese hier auf der Windel gefunden. Ca. 60 Stück. Sehen aus wie eine etwas borstige Larve in der Größe einer Fliegenmade. Bewegten sich langsam und konnten die spitzere Seite anheben und "umherschauen" bei ca. 4 Grad Außentemperatur. Das Gemüll sah untypisch aus, vermutlich haben diese Tiere das aufgegessen und durch ihre eigenen Ausscheidungen ergänzt.

    Kennt das jemand? Muss ich mir Sorgen machen?


    Danke und Gruß Ulrich

    Ihr habt mich verunsichert. Deshalb noch mal nachgeschaut.


    Der Dadant Deckel vom Bienenweber ist so aufgebaut:

    Rahmen, darin eine Sperrholzplatte, darauf eine Weichfasermatte, ich würde sagen so eine Art Wollfilz. Meine Modifikationen: 30mm Styroporplatte passend in den Rahmen eingelegt, sie ragt über das Holz nach oben hinaus. An den Ecken Abstandsklötzchen an den Rahmen angeschraubt, damit der darauf liegende Blechdeckel unterlüftet ist.


    Habe die seit 1 bis 2 Jahren im täglichen Einsatz, z. Z. 20 Kästen.


    Habe die Deckel heute noch mal genau angeschaut und Fotos gemacht. Ergebnis: Der Wollfilz ist warm und trocken. Das Sperrholz ist von unten wenig verfärbt. Das Sperrholz ist von oben trocken und nicht verfärbt. Hier die Bilder.

    Ziel ist eine bessere Dämmung am Deckel. Vielleicht Gibts dafür bessere Lösungen? Diese hier geht für meine Einschätzung schon in die richtige Richtung.

    Gruß Uli


    Ja was ist denn das Ziel, was will ich denn mit dem Deckel erreichen? Für mich ist die Frage wie kann ich den Bien dabei unterstützen sein Brutnest schön warm zu halten. Dafür soll der Deckel gut sein. Ist dafür diffusionsoffen wichtig? Irgendwie schon, weil wenn nass, dann keine gute Isolierung. Aber geht es auch mit z.b Styropor? Ich denke schon. Dann gibt's wenig Kondenzwasser weil warm.


    Also ich würde den gegebenen Innendeckel mit den Löchern nehmen und die Weichfaserplatte drauflegen, damit sie nicht zernagt wird. Und keine Folie, weil der Bien über die Oberträger rübergehen will. Da liegt eben nix direkt drauf, keine Folie und keine Weichfaserplatte, da ist beespace.


    Aber wenn nicht alles gegeben ist? Wie soll ein guter Deckel aussehen? Zum Isolieren des Brutraums nach oben.


    Was ich jetzt habe ist der Deckel vom Weber mit einem Rahmen und darin eine Faserplatte (das war jetzt mal bei mir das Gegebene). Ich würde das jetzt nicht Weichfaserplatte nennen. Darauf habe ich drei Zentimeter Styropor aufgelegt. An den Ecken Holzklötzchen so angeschraubt, dass der Blechdeckel ca. 5mm unterlüftet ist, denn die Beuten stehen in der prallen Sonnne. Isoliert also gegen extreme Hitze und soll die Wärme innen halten, bei Normaltemperaturen unter 35 Grad. Und wie bin ich damit zufrieden? Es gibt im Winter etwas spackige Ecken in den Deckeln von innen. Also ich würde nicht von Schimmel sprechen aber leicht spackig, etwas schwarz, so leicht. Ist das ein Problem? Ich weiss nicht. Ich würde sagen dieser Deckel unterstützt das Ziel schon ganz gut.


    LG Ulrich

    also es roch deutlich sauer, probieren wollte ich das nicht. Ja ich stimme zu, so ein Gammel gehört nicht auf ein Bienenvolk. Und sie haben ja auch kaum noch etwas abgenommen. Habe es weggeschüttet und die Futterzarge sauber gemacht.

    Es ging hier nicht um Geiz, sondern um die Frage, ob die Bienen Schaden erleiden, wenn sie gammeliges Futter eintragen. Also wie gefährlich ist das. Da sie das Angegorene kaum noch genommen haben, ist es als Futter nicht mehr brauchbar.


    Das Volk werde ich noch mal genauer anschauen, was da los ist.


    Danke für die Tipps.

    Moin Leute,

    habe auf einem Volk im Adamfütterer deutliche Schlieren im Futter und es bildet sich ein schwarzer Rand. Vermutlich habe ich zu viel auf einmal rein getan, sie konnten es nicht schnell genug abnehmen. Nach ein paar Tagen bilden sich ja dann die Schlieren. Jedenfalls wenn man Zuckerlösung füttert.


    Dieses Futter sieht unappetitlich aus, die Biens nehmen aber davon noch etwas ab.


    Nun meine Fragen:

    1. Ist das Futter verdorben, also schädlich für die Bienen? Muss ich es raus nehmen und sauber machen oder kann ich es drin lassen?

    2. Wenn ich Invertsirup verdünne, fängt das dann auch an zu schimmeln? Oder passiert das nur bei selbst aufgelöstem Zucker?


    Danke für Eure Einschätzung.

    Gruß UliR

    Moin Leute,

    Also mich würde interessieren, was ihr auf den Bildern sieht. Ich sehe nicht, warum das Volk im Herbst tot sein sollte. Bitte um ein paar Worte, auch wenn Bilder euch mehr sagen. Danke.

    Hallo FranzXR, ich hatte die Frage so verstanden: wann engt ihr das Brustnest ein im Dadant und hatte mir vorgestellt, dass es etwas mit dem angepassten Brustnest zu tun hat. Du empfiehlst mir, nicht einzuengen, sondern mit weniger Abstand 13 Rähmchen reinzutun. Kann man auch besprechen. Vielleicht in einem anderen Faden?


    Viele Grüße Uli

    Hallo ihr Imkers, hier meine Ideen zur Schiedführung übers Jahr.

    Bin in diesem Jahr vollständig von den DNM Kisten auf DD US mit 12 Rähmchen umgezogen, die Biens sind jetzt in der richtigen Kiste. Kann also als Anfänger keinen langjährig erprobten Erfahrungsbericht liefern.

    Habe mir hier im Forum viel über das Schieden und das Einengen des Brutraums durchgelesen. Und habe mir ein Wochenende mit Jürgen Binder über den angepassten Brutraum geleistet, das war sehr aufschlussreich und sehr unterhaltsam und hat mir nach meinem Gefühl einiges gebracht.

    Auf dieser Grundlage möchte ich Euch meine Ideen zum Schieden (selbstverständlich mit zwei reflektierenden Thermoschieden) kurz vorstellen. Ihr könnt ja mal sagen, wo grobe Missverständnisse oder Fehler liegen. Danke dafür.

    Die Sprechweise sollte m.E. tatsächlich geändert werden: nicht der Brutraum wird angepasst, sondern das Brutnest. Unter Brutraum verstehen wir ja im Allgemeinen die Kiste oder Zarge. Anpassungen nehmen wir aber am Bienensitz und am Brutnest vor. Und dafür gibt es zwei Grundregeln/konzeptionelle Ideen: Im Herbst und Winter wird an die Bienenmasse angepasst, im Frühjahr an die Brutmasse. Angepasst ist das Brutnest immer, außer zur Einfütterung ab ca. Mitte Juli, da geben wir den Brutraum komplett frei, keine Schiede oder Schiede an den Rand.

    Für den Einsatz der 2 Schiede stelle mir grob folgenden Ablauf vor:

    Im Oktober/November setze ich den Bienensitz auf 4 BW, das andere Futter ist hinter dem Schied aber direkt dran also ohne Lücken. Ziel ist dabei, dass die Wintertraube nicht so viel Heizenergie verbraucht und schön kuschelig sitzt. Und sobald gebrütet wird, ist die Brut immer schön warm und gut versorgt. Es entstehen langlebige Bienen. Futtermangel hat das (hoffentlich) nicht zur Folge, weil ja immer mal 5 oder mehr Grad erreicht werden und die Damen etwas umtragen können, näher ran ans Brutnest. Und sie können ja das Schied auf allen Seiten umlaufen.

    Im März wird dann bei Flugwetter das Futter kontrolliert und ggf. näher ran gerückt. Im April zur Kirschblüte kommen dann die ersten HR drauf und die Futterwaben kommen bis auf eine aus dem BR raus. Nun wird ja gebrütet und das Volk wächst und wenn tatsächlich die Kö mit den 4 Bruträhmchen nicht auskommen sollte, kommt noch eine (oder zwei) Futterwaben ins Brutnest rein. Ziel ist eine Brutnestgröße (an die Leistung der Kö angepasst) von 4 bis 6 Rähmchen. Damit gehe ich durch die Trachtsaison. D.h. im Brutnest ist nahezu vollständig Brut, der Honig ist im HR. Pollen habe ich schon im ersten HR im virtuellen Brutnest gesehen. Weiß nicht, ob ich das schlecht finden soll. Es wird jedenfalls wenig Pollen im BN eingelagert und das ist erstrebenswert (haben hier schon viele gesagt).

    Letzte Juniwoche dann TBE und Brutscheunen. Und ab Mitte Juli Einfüttern mit MW oder Anfangsstreifen auf 9 bis 10 Bruträhmchen.

    Mir ist nicht so richtig klar, wie ich erkennen soll, wie viele BR-Rähmchen so eine Kö denn braucht, ob 3, 4, 5 oder 6. Aber Der Rest ist für mich ganz klar. Während der Tracht wird das BN nicht mit MW erweitert und möglichst nicht geschröpft. Gebaut wird im HR, und es kommt immer eine weitere HR-Zarge drauf, wenn die obere zu einem Drittel genutzt ist. Und nach der Tracht wird die dann verfügbare Bienenmasse genutzt: erstens für Kunstschwärme und zweitens zum Ausbauen von BR-Rähmchen, in die dann das Futter eingelagert wird. D.h. bei der Frage, wer zuerst schiedet, habe ich gewonnen: Oktober!

    Beste Grüße und noch frohe Festtage

    Uli