Beiträge von Mr. T

    Hallo Mateo,


    Ach so, du bist auf den Kanaren...
    Ich würde mich an deiner Stelle mal schlau machen, in wie und in welchen Beuten dort geimkert wird. Wenn du die Schwärme an einen Imker im Ort abgegeben hast, dann hast du ja schon erste Kontakte geknüpft. Da würde ich ansetzen. Geh dahin, schau dir an wie die dort arbeiten. Es werden ja hoffentlich nicht alle so "komisch" wie dein Nachbar sein. Wenn es mit der Sprache noch nicht so klappt, dann eben mit Händen und Füßen oder evtl. englisch. Dann kommt dir vielleicht nicht mehr alles spanisch vor. :-D
    Ich würde keine Beuten aus Deutschland importieren. Billiger wird das auch nicht. Auch nicht im Reisegepäck. Neben der Größe ist auch das Gewicht begrenzt, was man mitnehmen darf.
    Außerdem wirst du noch viele andere Dinge brauchen: Rähmchen, Mittelwände, Werkzeug usw. Da kommt Einiges zusammen. Kruppi hat das ja schon angedeutet. Die Kanarischen Imker müssen ihr Material ja auch irgendwoher bekommen. Vielleicht ist ja sogar hier im Forum jemand der sich mit den Gegebenheiten bei Dir ein wenig auskennt.


    Gruß
    Michael

    Hallo,


    Mateo schreibt ja: "Mein Nachbar betriebt Imkerei, ohne große Ambitionen, rein aus wirtschaftlichem Interesse." Das klingt für mich so, das ob der Nachbar seine Völker nicht bewusst schwärmen lässt, sondern nicht oder nur nachlässig Schwarmverhinderung macht. Es gibt aber auch Imker, die sagen: Die paar Schwärme interessieren mich nicht! und verzichten bewusst auf Kontrolle nach Schwarmzellen. Und laufen auch keinem Schwarm nach. Das kann man so oder so sehen. Wer das gut im Griff hat, warum nicht?


    Frage an Mateo: Was hast Du denn bisher gemacht, wenn du dich um die Unterbringen der Bienen gekümmert hast?
    Das Interesse scheint ja bei dir vorhanden sein. Warum also nicht Imkern? Vielleicht kannst du ja sogar bei deinem Nachbar mit reinschnuppern, denn mit aufstellen einer Beute allein ist ja nicht getan.


    Gruß
    Michael

    Hallo Bernhard,


    Bienen suchen bevorzugt stehende Gewässer. Pfützen, Brackwasser usw. ist besser als frisches Wasser. Salzwasser ist auch kein Problem. Es wird sogar empfohlen, in Bienentränken etwas Salz zu geben.
    Wenn die sogar Chlorwasser mögen... :eek:
    Wobei ich das mit dem Poolwasser nicht unbedingt bestätigen kann. Ich bin auch einer dieser Kloppis mit Pool im Garten. :roll: Da fliegt allerlei Getier rein. Gelegentlich auch mal eine Biene. Genauso wie Wespen, Käfer usw. Und Blätter. :evil: Abdecken bei Nichtbenutzung hilft.


    Gruß
    Michael

    Hallo Xings,


    Wenn Du bei deinem Beutensystem bleiben willst, empfehle ich einen Umzug über einen Kunstschwarm. Kurz und schmerzlos.
    Sauberer Neustart. Kein Mitschleppen von möglicherweise alten Waben und Rähmchen.


    Gruß
    Michael

    Den Honig würde ich so nicht anbieten und auch nicht kaufen!


    Aber wer sagt denn, das der Honig bei der Anlieferung durch den Imker auch schon so ausgesehen hat? Wie lange stehen die Gläser denn schon im Regal? Vielleicht ist es im Laden zu warm oder sonst wie ungeeignet für den Honig?
    Beliefert jemand von euch solche Läden und schaut dann regelmäßig vor Ort nach? Ich glaube kaum, dass das Personal in den Läden dafür ein Auge hat, da zählt wohl nur das MHD.


    Gruß
    Michael

    Hallo Auriane,


    Die Kälte ist nicht das Problem, sondern eher die Feuchtigkeit. So wie Du den Mäuseschutz beschrieben hast, befürchte ich, das wirklich zu wenig Luft in die Beute kommt. Dazu noch der geschlossene Boden!
    Wichtig ist Luftaustausch, aber es darf keine Zugluft entstehen. Wurde ja schon geschrieben. Ich würde daher raten, den Mäuseschutz durch ein Drahtgitter zu ersetzten, da kommt deutlich mehr Luft durch.
    Falls der leere Teil der Beute auch Fluglöcher hat, dann auf damit. Dort wird eine Maus keinen Schaden anrichten, falls die jetzt überhaupt noch auf Suche nach einem Winterplatz sind.


    Den Boden Umbauen wenn die Beute mit Bienen besetzt ist? Keine gute Idee! Egal ob die Biene fliegen oder nicht.
    Es sei denn, Du kannst den Boden abnehmen, ohne die TBH selbst zu bewegen. Dann könnte man einen neuen, offenen Gitterboden bauen und dann auswechseln.


    Ich glaube, das mit der Spracherkennung ist ... ähem ... suboptimal. :-? Dann lieber tippen, auch wenn es etwas länger dauert. Es liest sich einfach besser. Punkt!


    Gruß
    Michael

    Hallo Kruppi,


    Kellerhaft dient z.B. dazu, das die Bienen sich als Volk zusammenfinden, wenn der Kunstschwarm aus mehreren Völkern gebildet wurde, quasi als Teambildungsmaßnahme :) Oder auch damit die Bienen die Orientierung verlieren und nicht zur alten Beute zurückfliegen. Das wird 2 bis 3 Tage gemacht und zwar ohne Waben! Der Kunstschwarm muss während der Kellerhaft gefüttert werden.
    Dann wird der Schwarm in die neue Beute einquartiert. Entweder auf Mittelwänden, Leerwaben dürften auch gehen, oder aber Naturbau.
    Der große Vorteil eines Kunstschwarms ist ja gerade der Neustart auf neuem Wabenbau ohne Altlasten mitzuschleppen.
    Ich halte das für das geeignetste Verfahren zum Umzug auf ein anderes Wabenmaß. Genau wie es der Grupenschlumpf vor hat.


    Gruß
    Michael

    Ja, Bruder Adam habe ich auch gelesen. Deswegen bin ich ja auch hellhörig geworden, das nun hier wieder einer anfängt, die Bienen ins "Warme" (bzw. besser: den kalten Keller) zu bringen.
    Der Vergleich mit Pflanzen kam mir auch schon in den Sinn. Vielleicht etwas weit hergeholt. Aber auch da gibt es welche wo die Jungpflanzen frostempfindlich sind und die später mehr Kälte aushalten können. Zum Beispiel der Bienenbaum.
    Vielleicht denken wir aber einfach nur zu "menschlich"...

    Die Seite Der Kanadier ist recht interessant. Der Aufwand, der dort getrieben wird, ist freilich nicht zu verachten. Allerdings haben die dort ja auch andere Bedingungen und richtige Winter!
    Mir ging es hauptsächlich um die Überwinterung kleiner Ableger. Nicht aller Völker. Die Ableger pflegt und hätschelt man das ganze Jahr über. Da wäre der zweifellos höhere Aufwand evtl. gerechtfertigt.
    Dabei geht es nicht mal unbedingt nur um nicht ganz so tiefe Temperaturen, auch die Temperaturschwankungen sind im Keller deutlich geringer.
    Aber man muss natürlich erst mal einen geeigneten Keller parat haben. Wird ja heutzutage immer schwieriger. Dann könnte wie von Drobi erwähnt die Erdmiete wieder interessant werden.


    Gruß
    Michael


    Gruß
    Michael

    Lieber Michael,


    hier gibt´s Mißverständnisse, aber keine Probleme mit Kondenswasser oder Bienen in der Dämmung.
    Ich bin aus mehreren Gründen für ein Minimum an Ausrüstung und strebe daher Mehrfachnutzung von Ausrüstungsteilen an. Zum Füttern kommt auf den Brutraum die Bienenflucht drauf. Ein Lochausschnitt wird mit Fluchteinsatz verschlossen, der andere mit dem Fütterer mit seinem Aufstiegsdom. Die Bienen kommen so nur bis in den Fütterer (Kompottschüsselabdeckung des Domes). Darüber wird der Innendeckel verkehrt herum gestülpt, Dämmung notfalls direkt auf dem Fütterer oder auf dem Innendeckelboden (der ja dann oben liegt)), darüber hinterlüfteter Blechdeckel. In sehr kalten Nächten findet sich Kondenswasser in dieser "Kompottschüssel" und ganz selten auch auf der Innenseite des Füttererdeckels (wenige Tropfen von der warmen Luft, die über den Dom und die Mini-Löcher der Kompottschüssel aufsteigt).
    Ich las vor Jahren hier schon den Vorschlag, auf diese Weise im leeren Fütterer winters Kondenswasser aus der Beute wegzufangen. Ich räume Bienenflucht und Fütterer aber nach dem Füttern ab (vorher durch Herausnehmen der Kompottschüssel sauberschlecken lassen), lege die Folie auf, Innendeckel wieder richtig herum darüber (mit dem Boden nach unten), Dämmung rein, hinterlüfteter Blechdeckel drüber -> winterfertig.


    Jetzt verständlich? - Gottfried


    Lieber Gottfried, vielen Dank für ausführliche Erläuterung. Ich denke, damit sind die Missverständnisse meinerseits ausgeräumt [emoji1]


    Gruß
    Michael