Beiträge von Mr. T

    Auch ich habe vor einigen Jahren einen Anfängerkurs belegt, wo ich sehr viel gelernt habe. Außerdem hatte ich vorher schon viel gelesen so dass sich einiges wiederholte, was aber nicht schlimm ist. Darüberhinaus lernt man so auch Gleichgesinnte kennen und kann sich austauschen. Zu dem Satz:

    Ein guter Imker muss kein guter Didakt sein.

    fällt mir nicht nur ein Beispiel ein...:whistling:

    Als ich das erste Mal im örtlichen Imkerverein aufkreuzte, war der Hinweis auf den Anfängerkurs quasi omnipräsent und auch hier im Forum ist es ja ähnlich.

    Doch wie ging das eigentlich früher? 8|

    Bitte versteht mich nicht falsch, die Frage ist wirklich ernst gemeint.

    Die Imkerkurse gibt es ja erst seit vielleicht 15 Jahren oder so. Aber davor?

    Der Alt-Imker, der quasi den Grundstein für mein Interesse zur Imkerei legte, hat die Bienen von seinem Schwiegervater übernommen, als der altersbedingt kürzer treten musste.

    Soweit ich das beurteilen kann, versteht er sein Handwerk. Er hat ein paar (wenige) Bücher, war nie in einem Verein, kennt aber die Imker um sich herum, wie man sich auf dem Dorf halt kennt.

    Daher die Frage an die Altgedienten hier im Forum: Wie habt ihr mit der Imkerei angefangen?


    Ich will den Sinn und Nutzen der Imkerkurse nicht schlechtreden, aber es ist aus meiner Sicht nur der Beginn, der die Grundlagen bringt. Selbst wenn man über ein ganzes Jahr auch in der Praxis begleitet wird, ist man anschließend immer noch Anfänger.

    Ich ziehe gern den Vergleich zur Fahrschule. Wenn man den Kurs bestanden hat, darf man zwar fahren. Das heißt aber noch lange nicht, das man es auch kann. Leider denken das aber Viele. Sowohl nach der Fahrschule, als auch nach dem Imkerkurs...


    Gruß

    Michael

    Ja, da ist was dran! Alles was irgendwie nach Biene riecht, wirkt anziehend für die Scoutbienen.

    Lockbeuten, wo schon mal ein Schwarm drin war funktionieren besser als neue Beuten usw.

    Seeley hat das in seinen Untersuchungen auch nachgewiesen.

    Auch deswegen sollen ja nicht genutzte Beuten verschlossen werden...


    Gruß

    Michael

    Dann lügt der Weber!

    Styropor isoliert gar nicht!

    Sagt Wer? :/


    Und bei meinen Holzböden leg ich das Einlegebrett auch falsch ein:

    https://www.holtermann-shop.de…mass-Beute-Hochboden.html


    Das gehört gar nicht unten in den Boden, sondern muß auf die Varroaschublade drauf gelegt werden!

    https://www.holtermann-shop.de…te-Varroa-Schieblade.html

    Das ist ja eine andere Konstruktion als das verlinkte Beispiel für den Segeberger Universalboden.

    Aber auch hier wird das Wärmebrett (bei Holtermann halt als Einlegeplatte bezeichnet) auf das Gitter gelegt. Oder?

    Dann landet auch nicht mehr so viel Zeug auf der Windel!

    Klasse!

    :):):)

    Korrekt! Wenn das Wärmebrett eingelegt ist, landet das Gemüll nicht auf der Windel. Milben zählen auf der Windel geht dann nicht.

    Der gleichzeitige Einsatz von Wärmebrett und Windel ist m.E. nicht zielführend und so auch nicht vorgesehen.

    Bei den Holtermann Hochböden wird die Windel zusammen mit einem Rahmen und einem weiteren Gitter (Varroa Schieblade) eingesetzt. Dazu braucht es aber Platz, wie er im Hochboden vorhanden ist, macht aber den Aufbau nicht einfacher. Dafür kann das darunter liegende Brett drin bleiben. Hat auch was...


    Gruß

    Michael

    Die Styroporschublade kann aber das Wärmebrett nicht ersetzten, da die unter dem Gitter eingeschoben wird.

    Das Wärmebrett wird ja auf das Gitter gelegt und kann so von den Bienen belaufen und gereinigt werden. Siehe auch Jörgs Bemerkungen dazu (#39).

    Außerdem ist das Wärmebrett so wie ich es kenne auch nicht ganz geschlossen, sondern deckt nur etwa 2/3 des Bodens ab. Ich sehe das eher als Schutz vor Zugluft und weniger als Wärmeisolation.


    Gruß

    Michael

    In meinem Falls war es eher so, das mein Bruder dachte, die verschiedenen Farben des Honigs kommen durch verschiedenen Zucker, der den Bienen gefüttert wurde. So z.B. helle Frühtracht -> normaler Zucker, dunklere Sommertracht ->brauner Zucker.

    Keine Unterstellung, er dachte das muss so...


    Gruß

    Michael

    Hallo Werner,


    Vielleicht ist es einfach nur Unwissenheit?

    Dazu passend kann ich ebenfalls eine Begebenheit beisteuern:

    Mein Bruder fragte mich vor einiger Zeit, wie ich denn die verschiedenen Honigsorten mache. Ob ich meinen Bienen dazu verschiedenen Zucker gäbe...?! X(

    Da habe ich erst mal gelacht. Dann habe ich mir überlegt, daß das eigentlich gar nicht zum Lachen ist. Eher zum heulen... Dabei haben wir eigentlich schon immer, also auch vor meiner Imkerzeit, unseren Honig direkt von Imkern gekauft. Er hat sich halt nie weitere Gedanken darüber gemacht.

    Ich befürchte, das solches Unwissen oder falsche Annahmen usw. viel verbreiteter ist, als wir denken.

    Und die Chinesen machen genau das, was ohnehin viele glauben...8|


    Viele Grüße

    Michael

    Ich habe bei meinen Beuten die Bodenbretter nachgerüstet. Da mich diese Konstruktionen mit Einstecken in die Nut für die Windel auch nicht überzeugt haben, habe ich die Bretter eingehängt, wie bei Weber bzw. Ruck.

    Der Neigungswinkel ist hier variabel (in Grenzen natürlich), sodass die Bretter auch bei uneben Boden bzw. unterschiedlich hoch aufgestellten Beuten immer bis zum Boden reichen.

    Bedingt durch die Konstruktion können die Bodenbretter bisweilen nur angesteckt bzw. abgenommen werden, wenn der Fluglochkeil raus ist. Das kann man als Vorteil, aber auch als Nachteil betrachten...

    Vom Winde verweht wurde bei mir jedenfalls noch nichts. Wo das aber öfter passiert, sollte man evtl. über einen geeigneteren Standort nachdenken, bzw. generell für besseren Windschutz sorgen.


    Gruß

    Michael

    Hallo Wolfgang,


    das habe ich hier auch beobachtet. Die ganze "Saison" kamen die meisten Völker irgendwie nicht richtig aus dem Knick. Von einigen Völkern habe ich nichts ernten können, weil entweder erst gar nichts im Honigraum angekommen ist, oder in der Zwischenzeit wieder verbraucht wurde.

    Und plötzlich explodieren die Völker regelrecht. Wohin soll ich mit all den Bienen..? :|


    Michael

    Ich hatte genau so einen Fall letztes Jahr. Drohnen in normalen Arbeiterinnenzellen. Gut an den Buckeln zu erkennen. Da dachte ich auch erst an schlechte Begattung oder Drohnenbrütigkeit bzw. Buckelbrut. Nach ein paar Wochen hat sich das gegeben und das Brutnest ist seit dem normal.

    Also auch meine Empfehlung: Vorerst weiter beobachten.


    Gruß

    Michael

    Hallo Bienenfred,

    diese Vorgehensweise funktioniert aber nur wenn du jedes Volk (bzw. dessen Waben ;)) einzeln schleudern willst. Im Bienenwagen oder Bienenhaus wurde das früher üblicherweise so gemacht.

    Ansonsten brauchst du viele leere Waben und Zargen...

    So wie Marion es beschreiben hat, habe ich auch gute Erfahrungen gemacht.

    Wichtig ist, besonders in trachtloser Zeit, die abgekehrten Honigräume gut abzudecken. Also z.B. oben und unten mit einem Innendeckel. Und zügig wegräumen.


    Viele Grüße

    Michael