Beiträge von Chr!s

    Ein Kollege nimmt seine Königinnen daher vor der AS-Behandlung aus dem Volk und gibt sie nach einigen Tagen per Zusatzkäfig wieder zurück. Scheint ganz gut zu funktionieren, hab das aber nicht selbst getestet und kann nichts weiter zur Methodik sagen.

    Dann lieber anständige Brutpause und den Bienen komplett die AS ersparen. Sorry, wenn die Königin eh rausgenommen wird gibt es keinen Grund für AS oder MAQS. Ist schonender und billiger aber psssssst...


    Gruß Chris

    Raps mit Akazie hatte ich vor 2 Jahren und dieses Jahr dank dem bescheidenen Frühjahr und der "glorreichen" Akazienblüte von 3 Tagen in den Kisten gehabt. Kann die Aussage von rase zu 100% bestätigen. Gut rühren und impfen hilft, bewahrt den Honig aber nicht vom entmischen wenn er es dann mal ins Glas geschafft hat.


    Rapshonig bekommst du aber je nach Motivation, Technik und Geduld Konsestenzmäßig von Nutella bis Bordsteinkante.


    Gruß Chris

    Pauschal ist selbst bei großen Völkerzahlen nicht nützlich. Jeder der/die Bienen hält, sollte seine Völker gut kennen. Überraschungen gibt's ohnehin reichlich, jedoch weiß ich, welche "Linien" viel und welche weniger Befall aufweist. Das Merkmal "Varroabelastung" wird bei mir nach jeder Saison wie 3 weitere grundsätzlich gg. den Standdurchschnitt ermittelt.

    Pauschal ist bei großen Völkerzahlen aber definitiv schneller.

    Und ich beobachte meine Völker relativ gut würde ich behaupten und wurde bisher schon dermaßen überrascht was den Milbenbefall angeht. Das siehst du den Völkern durch reines beobachten garnicht an, erst wenn es schon zu spät ist. Erst zwischen Juli und September trennt sich da die Spreu vom Weizen und ob eine Linie einen niedrigen oder hohen Befall aufweist, ergibt sich nur durch eine anständige Befallskontrolle. Windel oder er Fall durch eine Behandlung ist meiner Meinung nach nicht aussagekräftig.


    Gruß Chris

    Die Natur züchtet nur auf Überleben....

    Genau, und die Natur peppelt nicht!

    Deswegen Milbenbelastung prüfen, schauen was aus der Reihe fällt, Daumen drauf und umweiseln. Damit fahr ich bisher ganz gut und der "Aufwand" ist es mir wert. Man muss nicht sterben lassen oder wesensgemäß mit der Schwefelschnitte von Stand zu Stand fahren.


    VSH-Zucht ist da ne andere Sache, weitaus aufwendiger. Aber wenn ich nur pauschal behandle fallen mir diese Ausreißer nach oben sowie nach unten nicht auf.

    Grundlagen schaffen, sich mit interessierten und motivierten Leuten zusammentun oder sich an ein bestehendes Projekt ranhängen. Die Leute sind froh drum!


    Gruß Chris

    Wieviel Arbeit in einer 100 % VSH-Königin steckt, die ein 10-jähriges "pedigree" besitzt, das diverse SDI's verschiedener Herkünfte aufweist, sollte nicht unterschätzt werden. Da wurde viel Aufwand betrieben, auf langjährige Selektionen zurückgegriffen und kombiniert, um die evolutionäre Nische zu etablieren und ich verbeuge mich vor den Leuten, die direkt oder indirekt dazu beigetragen haben; viele wohl auch ehrenamtlich.

    Bin ich völlig bei dir. Und da ist es meiner Meinung egal ob eine VSH-Königin oder eine über Jahre gut durchgezüchtete Linie. Das macht beides entsprechend Arbeit und sollte bei den Züchtern gut bezahlt werden.

    Was man damit macht, ist eine andere Frage. Einweiseln, hinstellen und Honig ernten dürfte Perlen vor die Säue geworfen sein. Davon die Drohnen zur künstl. Besamung von Jungköniginnen aus anderen VSH-Linien nutzen, könnte durchaus Sinn haben und sich in einer milbenarmen Imkerei abbilden.

    Seh ich genauso, auch bei kontrolliert angepaarten Königinnen. Vor ein paar Jahren hatte sich unser Verein auch eine "Zuchtkönigin" "gegönnt". Das Volk stand dann beim Vereinsvorsitzenden und hat in 2 Jahren nicht einen Umlarvlöffel gesehen. Perlen vor die Säue...

    Seriös ist, was zwei Vertragspartner miteinander vereinbaren und gemäß Vertragsinhalt realisieren.

    Grundsätzlich ja, aber man sollte generell das was man verspricht auch halten. Es ist halt komisch dass es auf der einen Seite Züchter gibt die in ihren Pedigrees Königinnen mit 87,5% und 100% haben und hiervon nichts verkaufen (ich schreibe bewusst nicht abgeben!) und auf der anderen Seite gibt es Züchter die ohne öffentliches Pedigree ihre VSH-Bienen bewerben und unter die Leute bringen wollen. Ein Schelm wer böses denkt...


    Gruß Chris

    Wer VSH-Königinnen kauft und denkt er kann gänzlich auf die Behandlungen oder das strenge überwachen verzichten wird zwangsläufig auf die Nase fallen.

    Die Leute die in Deutschland hier die Zucht vorantreiben verkaufen das Material auch nicht weil es oder die Imkerschaft noch nicht so weit ist. Dass jetzt Leute auf den Zug aufspringen und VSH-Königinnen zu horrenden Summen verkaufen war klar, ist aber alles andere als seriös.


    Gruß Chris

    Danke für die Antworten. Dann haben wir nun die Erkenntnis, dass nur die geöffneten 7 Tage alten Brutzellen reale Daten liefern - Bernd, wieviel machst Du auf ? - 100, 200 ?

    ... und dass eine sehr engmaschige Kontrolle zwingend ist, um sich ein Bild zu machen.

    Dazu gehört für mich die indikative OXS-Bedampfung....

    Wenn ich grundsätzlich eine Blockbehandlung durchführe brauch ich nicht alle 2 Wochen Befallskontrollen mit Puderzucker, CO2 oder Auswaschprobe zu machen. Das schließt sich aus.

    Dann schau ich ein paar Wochen nach der Behandlung vielleicht noch nach wie die Belastung ausschaut, pack mein Zeug weg und geh in den Winter. Kann man machen, funktioniert.

    Ich möchte aber vorher wissen wie schauts milbentechnisch aus, dann kann ich auch abschätzen ob das was während/nach der Behandlung fällt auch passt oder gegebenenfalls auf eine Behandlung verzichten.


    Gruß Chris

    Wartest du wirklich bis sich Gesundheitsschäden zeigen?

    Nein, bitte genau lesen.

    Engmaschige Kontrollen über den akutellen Milbenbefall.

    Ab Ende Juni alle 3 Wochen und ab Anfang August alle 2 Wochen wenn noch nicht behandelt wurde. Nach Behandlung natürlich entsprechende Wartezeit weil die Messwerte dann nicht belastbar sind.

    Wenn sich Gesundheitsschäden, DWV etc. zeigen brauchts keine Befallskontrolle mehr. Dann musste direkt handeln bzw. biste eigentlich schon zu spät dran, aber

    Der Rest vital, gesund und entspannt.

    Warum soll ich dann pauschal behanden?

    Die Milben in der verdeckelten Brut kannst mit keiner Diagnostik finden. Sie sind im Sept. dann plötzlich da....

    Wenn du im Juli 2 mal kontrollierst und dann denkst du bist safe geb ich dir recht. Aber ich kontrolliere ab Ende Juni im 3 Wochenturnus und ab Anfang/ Mitte August alle 2 Wochen. Ende Juni/ Anfang bis Mitte Juli finde ich die Ausreißer die unter Umständen schon stärker vermilbt durch das Jahr gegangen sind (hatte ich letztes Jahr, sei es mein Verschulden oder Genetik). Und letztes Jahr war es in der 2. Augusthälfte bei den Völkern so weit dass ich gesagt habe ich behandle jetzt alle. Da waren auch welche dabei bei denen ich noch hätte warten können oder evtl. verzichten, wer weiß. Bei den anderen war der Befall noch nicht kritisch aber die Kurve mit der Tendenz nach oben.

    Nicht zu behandeln muss man sich dann auch erst mal trauen. Ich bin/war nicht so weit, werds aber nächstes Jahr versuchen, sofern die Genetik auch dann dazu passt.

    Ich bin die letzten Jahre befallsorientiert gut gefahren. Ist Aufwand aber mit ein wenig Vorbereitung auch ruck zuck erledigt.


    Gruß Chris

    Weil ich nicht mehr ausreichend Material habe. Und kostentechnisch kommt mich das Standmaß teurer.

    Das ist ein Trugschluss. Ein Mini wächst im Frühjahr rasant zu einem stattlichen Turm an. Im Standmaß haste davon Honig, im Mini nur Arbeit.


    Reserve haben kostet halt, ob Bienen, Kisten oder Geld im Zukauf. Minis führen nur um mal ne Königin auf Reserve zu haben ist Käse, dafür wurden sie auch nicht gemacht. Dann überwinter Sie lieber in nem Ablegerkasten im Standmaß und verkauf Sie im Frühjahr wenn sie über sind.


    Gruß Chris

    Gibt es wiklich welche, die gar nicht behandeln

    Ähem, da gibt's Imker, die VSH-Königinnen haben...

    Auch ohne VSH.

    Wenn die Befallskontrolle (ab Mitte August engmaschig) keinen kritischen Befall zeigt, warum soll ich behandeln? Wenn mein Nachbar die Grippe hat werf ich ja auch keine Pillen ein.


    Bei mir bis jetzt ein Brutsammler bei dem sie jetzt im Zucker krabbeln. Der Rest vital, gesund und entspannt.


    Gruß Chris

    doch doch, echter Dieb(stahl). Aber im Rahmen dessen (zum Glück) die für mich harmloseste Form.

    Der Schaden hielt sich im Rahmen, die hat er nämlich liegen lassen :D


    Wenn wenigstens alle Völker noch alle da und heile sind.


    Ja, im Nachinein ist immer gut dass man die Leute dann nicht direkt zwischen die Finger bekommt, sonst..


    Gruß Chris

    wasgau immen

    Sommerbehandlung hab ich letztes Jahr durchgeführt, Winterbehandlung nicht. War auch nicht nötig.

    Komplett ohne Sommerbehandlung erst nächstes Jahr nach eingehender Vorprüfung, dieses Jahr nur die Kandidaten bei denen der Befall entsprechend ist, die kristallisieren sich aber in den nächsten Wochen heraus.


    Das Werkzeug und die Bedienung ist klar, jetzt brauchts nur noch Fleiß, Geduld und Mut alles laufen zu lassen.


    Gruß Chris