Beiträge von bienenfred

    Reihenweise Sträucher/Bäume pflanzen - und 20 Jahre später wächst mehr zwischen den Baumreihen als man mähen möchte.

    Mit der Bieneweide haben wir die letzte jahre auch Pech gehabt, durch die Trockenheit im Mai kommt da kaum was, aber Distel u.a. Unkräuter sind zu mindestens für Schmetterlinge und Wildbienen etwas.

    Wetter können wir nicht ändern, und angesichts der Trockenphasen sind die jungen Bäume starkem Stress ausgesetzt bis sie ausreichend den eignen Bereich beschatten. Bäumer und Sträucher sind gerade bei der derzeitigen Klimaänderung wichtiger als die Blühstreifen und andere jährliche Aktionen.

    Bienen sammeln auf Vorrat- etwas weniger stark schieden, Pollenwaben länger hinterm Schied lassen, und dann klappt es auch in wechselhaften Frühjahren wie die letzten Jahre.

    Binder und Co gehen davon aus, das immer Pollen zur Verfügung stehen- tut es nicht- das weiß die Biene und sammelt im Herbst mehr als benötigt wird!

    Der beste Ersatz von fehlendem Pollen ist Pollen. Bei 11-12 DNM im Brutraum im Warmbau werden idR auch Pollenwaben mit 50-100% angelegt, warum diese nicht im 1.HR lagern bzw einfrieren. Dann hat man bei pollenarmen Hitzeperioden Reserven für die Entwicklung der Ableger und Kunstschwärme. Die WV haben Pollen auch im 1.HR und Brutbereich und auch im Fettkörper der Reservebienen gespeichert, das sie das kompensieren können.

    Bevor man anfängt über Pollenersatz zu grübeln, sollte man Haselnuß/ Weiden pflanzen. Das bringt neben dem Pollen auch Wind- und Sichtschutz. Frühblüherknollen kann man auch in öffentlichen Rollrasen stecken.

    es haben noch einige einzelne Begattungskästen als Reserve zu stehen, einige Angebote kamen über Mailingliste vom Verein. Da kann man auch suche-Anzeigen aufgeben.

    Bei mir kamen einige in 5-W-DNM-Ableger und der letzte Kieler bekommt eine weitere Zusatzzarge.

    Bei Brutfreiheit nach AS- Behandlung genau schauen, ob geputzte Zellen bereit gehalten werden trotz Fütterung und Weiselprobe machen, wenn man die ungezeichnete nicht findet. Da reicht es ein Stück Wabe von einigen cm2 mit Eiern+Maden von einem Ableger zu tauschen.

    das Drehen hätte man nach der Sommerernte , vor dem Einfüttern machen müssen, jetzt haben die ihren Wintersitz eingerichtet.

    Ich habe vor kurzem auch noch Ableger in Segeberger umgesetzt, die vorherige Anordnung im Kaltbau oder Warmbau bleibt- zu den Seiten bzw nach hinten wird mit helleren bzw angebrüteten Waben erweitert.

    Wenn genug Platz ist, setze ich auch ein Wärmeschied an die Stirnwand im Warmbau (in Holzbeuten) vor die meist vorhandene Pollenwabe.

    es gibt Imker, die sperren die Königin in Isolatoren für 5-6 Monate, um eine lange Brutpause zu erzwingen. Das gab es schon länger als die erzwungenen Brutpausen im Sommer zur Varroahochphase.

    Da kommt aber regional unterschiedlich durch den Klimawandel die Erstpollenversorgung mit Haselnuss in den früheren Winter (letztes Jahr nach Weihnachten) und auch alle anderen Frühjahrspflanzen blühen in den warmen( aber noch unter 15°C) Phasen früher und konzentrierter. Das macht natürlich nur Sinn für die Bienen, wenn auch Pollen für Brut gebraucht wird. In den kurzen Phasen über 15°C können dann nur Völker Nektarfluß ausnutzen, die schon einen Überschuß an Reserve-Bienen 4 Wochen vorher neu produziert haben. Die anderen entwickeln sich langsam den verlorenen Pollen- und Nektarangeboten hinterher und können keine Überschüsse in den Trachten gewinnen(verpennen den Raps), und verbrauchen Reserven wieder in den Trachtpausen, so das erst mit der Robinie oder Linde Sommertrachtüberschuß für den Imker kommt.