Beiträge von AndreasH

    Laufen lassen, die verschwinden von selbst wieder... Da wird viel zu viel Panik gemacht. Etwas mehr Gelassenheit ggü. Wespen würde nicht nur den Wespen gut tun.

    Vor einigen Wochen habe ich unseren Bienenwart bei der Beweissicherung unterstützt, weil ein Imker, der es eigentlich besser wissen sollte, ein Hummelnest vergiftet hat. Mit einem Wespennest wäre der vermutlich genauso verfahren...

    Ne, ich reinige es aber i.d.R. auch nicht mit Desinfektionsmittel.

    Ich meinte, ich hätte von Dir Desinfektionsmittel gelesen, aber egal, ist auch nicht so wichtig.


    Ich persönlich finde, Sauberkeit ist toll, aber alles totsterilisieren muss auch nicht sein.

    ...oder wenn es wirklich mal sein muss, Sagrotan, dann aber wirklich gründlich.

    Lies nochmal genauer nach und drehe oder übertreibe es nicht so, wie du es gern hättest. Sagrotan ist ein reines Desinfektionsmittel, wie wir alle wissen... Nur weil mein Reiniger "Desinfektionsreiniger" auf dem Etikett stehen hat, ist das nicht pure chemische Keule, schlimmer oder anders als Sagrotan. Sagrotan ist auch nur einer von vielen geschützten Handelsnamen, und den habe ich tatsächlich nicht ins Rennen beworfen...

    ...

    Sauberkeit? JA

    Desinfizieren? WTF?

    Auch du, aber bei dir ist es offenbar normal, selektiv zu lesen, ich setze und nutze Schrift- und Satzzeichen nicht zufällig... Mir reicht die Sauberkeit nur mit Wasser und Spülmittel eben nicht aus. Ich habe die Hinterlassenschaften des Vorbesitzers, der auch nach eurem 0815-Schema gereinigt hat - wenn überhaupt - einmal mit viel Mühe entfernen müssen, um mir meinen Honig nicht zu versauen. Kam nur leider erst beim Schleudern, trotz gründlicher, vorheriger Reinigung ans Licht. Das hat mir gereicht.

    Vllt. sind eure Nasen auch nicht so fein, dass ihr es nicht bemerkt...


    Ihr veranstaltet da viel zu viel Kopfkino und Bullshitbingo indem ihr völlig haltlose Wortklauberei und Sinnentstellung betreibt. Um ehrlich zu sein klingen da aus einigen Beiträgen eher "getretene Hunde" durch, die man kalt erwischt hat... Wie gut, dass das Thema entglitten ist, so hatten wieder einige der üblichen Verdächtigen die Chance, sich zu entlarven... :evil:


    Gruß Andreas

    Meine ist schon ein paar Tage älter, ist noch hartgelötetes VA in einem original Wald&Wiese Profilgestell montiert...

    So, wie ich sie jetzt reinige, habe ich die Sauberkeit im Verhältnis zur vorherigen und erst recht zur Reinigung des Vorbesitzers deutlich und spürbar verbessert. Das ist das, was zählt.


    Gruß Andreas

    Lies noch mal genau, wo jemand Hygiene ins lächerlich zieht. Macht keiner. Es geht um den Zeitpunkt und irgendwelche dubiosen Zusätze, wovon auch 'ein Loffelchen voll' zuviel sein kann.

    ...

    Da paßt doch super hier in den Faden, weil es schön veranschaulicht, wie sich durch 'die Neuen' die Regeln verändern. 'Berlin' versteh ich dabei nicht als fixen Ort, sondern als Synonym für neue Entwicklungen im urbanen Raum (in HH, Köln oder München wird die Entwicklung ja ähnlich sein).

    Wenn jemand wie joew penibles Reinigen von Lebensmittelwerkzeugen oder - geräten als blinden Aktionismus bezeichnet, oder das von jakobleipzig als unnötig und kontraproduktiv bezeichnet wird, ist das nichts anderes als ins Lächerliche ziehen. Der Zeitpunkt, wie und wann, ist doch wohl jedem selbst überlassen.

    Wenn ihr meint, es reicht für euch aus, erst kurz vor dem nächsten Schleudern zu reinigen, dann fühlt euch frei aber erzählt nicht und legt nicht für andere fest, dass es falsch, blind oder unnötig ist, anders zu verfahren, als ihr es gewohnt seid oder für richtig zu halten meint. Ich mache es umgekehrt, sofort nach Gebrauch und habe dann Ruhe. Dubios ist daran gar nichts und es ist auch kein Zusatz, sondern ausgewiesener Haushalts-Desinfektionsreiniger, der wie du schon korrekt festgestellt hast, nach einem Jahr keine Spuren mehr hinterlassen hat.


    Mit Berlin hat das schon lang nichts mehr zu tun, OT und Sagrotan habe ich hier nicht reingetragen, von daher kann es mir auch egal sein.

    Sorry, aber das ist blinder Aktionismus.


    Auf (sauberem!) Edelstahl kann kein Keim länger als 20 Minuten überleben.


    Mehr als (gründlich!) auswaschen ist wirklich nicht nötig.

    Ich reinige nach der Saison grob und die 'Endreinigung' kommt unmittelbar vor dem nächsten Gebrauch. Weil bis dahin.....ist auch Dein Sagrotan verflogen.

    Mehr noch, es ist kontraproduktiv. Des.-mittel sind Gift (in geringer Dosis) und stören das natürliche Gleichgewicht im Raum. Deswegen so sparsam wie möglich einsetzen.

    1. Ist es kein blinder Aktionismus, weil niemand deswegen Panik gemacht hat. Ich schiebe selbst auch keine Panik, will mein Gerät aber sauber haben, damit ich es nicht erst vor der nächsten Arbeit gründlich reinigen muss. Spült ihr euer Geschirr und Essbesteck auch erst vor dem Essen, wenn die alten Essensreste daran hart und fest sind? Für mich ist der Gedanke daran schon mehr als nur unappetitlich.

    2. Wen interessieren Keime? Der Geruch nach einem Jahr hat mir bisher verraten, dass einfache Reinigung mit warmem/kaltem Wasser und evtl. einem Schuß Spülmittel mir eben nicht ausreicht. Das was jetzt nicht mehr drin ist, wird auch im nächsten Jahr garantiert nicht drin sein.

    3. Ich entferne damit nicht nur mögliche und tatsächlich vorhandene Keime, sondern auch den Schmauch (den dünnen Film), der sich auf dem Stahl absetzt, der entwickelt nämlich den typischen Räucherduft und ist ein Indiz für Korrosion. Den trüben Schmauch bekommt man nämlich nicht allein mit Wasser entfernt

    Dass V2A nicht korrodiert ist übrigens ein Märchen. Gerade Honig mit seinen sauren Inhaltsstoffen ist als dünner Film auf der Oberfläche und den Lötnähten ein perfekter Langzeitkiller für VA. Dazu muss man aber auch wissen, wie Korrosion an VA abläuft. Der Edelstahl ist nunmal nicht sauber, wenn ein dünner Film aus Honig auf ihm verbleibt, und ja, genaus deshalb bilden sich dort Keime.

    4. Was ich für nötig halte, sollte man schon mir überlassen! Ich habe meine eigenen Erfahrungen gemacht und gehe entsprechend vor.

    5. Die verwendete Menge Reiniger aus der Sprühflasche beträgt ungefähr einen Teelöffel für die gesamte Schleuder, wenn das nicht sparsam ist...

    6. Staubschutz ist wichtig, ja. Das ist aber das geringere Problem, wenn die Schleuder innen vernünftig ausgewaschen und getrocknet wurde, vor allem alle Honigreste komplett raus sind. Dann kann auch nichts darin verkleben.


    Hier wollen immer alle so vorbildlich korrekt sein, aber wenn es um die kleinen , feinen Details geht, dann wird herumgerudert und selbst Hygiene ins Lächerliche gezogen und als Aktionismus abgetan.


    Vielleicht kann einer der Mods diesen Hygieneteil, aus dem Berlin-thread , und anderswo neu aufmachen.


    Gruß Andreas

    ...

    Und wird nich lauthals nach Regeln gerufen?


    ich sach nur, jeder gute Jäger hat anfangs gewildert, also dem Gesetz nach:)

    Ich stimme dir nur selten uneingeschränkt zu, aber in diesem Punkt hast du völlig Recht. Alles, wovon "gemeint wird", es nicht mit gesundem Menschenverstand geregelt zu bekommen, oder regeln zu können, soll/muss gesetzlich festgeschrieben sein, damit blos jeder irgendwann mal auf Missachtung hin belehrt werden kann.


    Regeln ist ein aktiver Vorgang, das macht man selbst, gesetzlich regeln lässt sich grundsätzlich erstmal gar nichts, es ist nur auf Papier geschrieben...


    btw, um das Sagrotan aufzugreifen:

    Ich habe meine Edelstahlschleuder gestern nach dem Schleudern zusätzlich auch mit Desinfektionsreiniger endgereinigt. Nicht weil das irgendwer irgendwann als "Pflicht und Ordnung" ins Spiel gebracht hätte, sondern weil ich das so wollte. Denn sie steht bis nächstes Jahr in der Ecke und ich weiß, warum ich es so gemacht habe...


    Gruß Andreas

    Du bist ja ein ganz Gewiefter... Erzählst hier groß was von Physik und vergisst dabei, dass kalte Luft schwerer ist und absinkt. Dann rätst du mir, im Winter 20°C warme Luft mit 10%rh zu nutzen? Woher bekommt man Luft mit 10%rH ohne Labor, evtl. ausserhab antarkischer oder sibirischer Örtlichkeit?

    Warme Luft steigt auf, kühlt ab und sinkt übrigens irgendwann auch wieder ab, auch in den Keller, dabei erwärmt sie sich dann wieder und nimmt neue Feuchtigkeit auf.


    Du legst hier Werte und Bedingungen fest, um etwas zu beweisen oder zu widerlegen. Mir geht es nicht um Werte und reproduzierbare Ergebnisse, sondern um das prinzipielle Nutzen von bereits vorhandenen, natürlichen Abläufen, die selbstverständlich auch der Physik unterliegen. Ihr kommt doch mit eurer Raketentechnik auch nicht weiter. Weder verbessert ihr eure Ergebnisse, noch spart ihr Energie. Also macht man sich Gedanken, wie man den Ablauf anders gestalten und optimieren kann. Ihr reduziert es auf weitere technische Ergänzung, ich erweitere es um natürliche Abläufe.


    Föhnt man sich die Haare etwa auch mit nasskalter Luft? Wie wie trocknet man Holz oder luftgetrockneten Schinken ohne geregelte Klimatechnik? Nach euren Ausführungen dürfte das alles gar nicht möglich sein, weil natürliche Klimatechnik nicht funktioniert... 8|


    Gruß Andreas

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    Durchströmung mit warmer Luft und extrem niedriger relativer Luftfeuchtigkeit, würde auch gehen, ja nur wird das unter den derzeitig klimatischen Bedingungen nicht möglich sein, da es ein Bestreben gibt zu Maximalisieren, dh. die Luft wird soviel Feuchtigkeit aufnehmen wie es geht.

    Ja, davon schrob ich. Nur nicht von ruhender, sondern bewegter Luft, die nicht im Raum verbleibt. Und ich denke schon, dass die bisherigen Bedingungen dafür sehr gut geeiget gewesen wären, aber nun ist es erstmal wieder vorbei. Die nächsten Tiefs mit Regen stehen vor der Tür.

    Wenn Du Aussenluft in Deinen Keller pustest, dann transportierst Du damit nicht nur die Temperatur dieser Luft, sondern auch die in dieser Luft enthaltene Feuchtigkeit in den Keller.

    Ich will sie nicht reinpumpen und drinlassen, sondern zirkulieren lassen und mit Gebläseunterstützung durchströmen lassen! Auf altdeutsch: horizontaler Durchzug mit warmtrockener Luft von ca. 45-55%rH, um kaltfeuchte Luft mit ca. 90% rh zu entsättigen und abzuführen. Hatte ich auch deutlich geschrieben. Ihr schreibt von stationärer Luft, die ihr nicht trocken genug bekommt... !

    ...

    Wenn überhaupt, müsste man kältere Außenluft ansaugen, durch die Erwärmung dieser kann diese mehr Feuchtigkeit aufnehmen und dann beim nächsten Lufttausch wieder abtransportiert werden.

    Worin besteht dann der Unterschied zur Durchströmung mit wärmerer, trockener Luft, um die angereicherte kühle bis kalte Luft zu entsättigen (der Begriff fiel mir vorhin nicht ein)? Die kalte Innenluft wird auch durch die Durchströmung "aufgemischt", bzw. erwärmt, angereichert und kann abfließen, damit wäre ein Schritt gespart und auch die nötige Energie geringer.

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    Der Luftdruck hat keine Bedeutung für die relative Luftfeuchte, da die relative Luftfeuchte definiert ist als das Verhältnis des aktuellen Wasserdampfdrucks zum Sättigungsdampfdruck, wobei letzterer ausschließlich durch die Temperatur bestimmt wird.

    Gruß Ralph

    Nun, nach deinem Beitrag weiter vorn ist/war die rH innen wesentlich höher als draussen, sogar knapp an der Sättigungsgrenze = kurz vor Nebel oder Waschküche, wenn da gering feuchte Warmluft drüber strömt und nicht abströmen kann, fällt Niederschlag :S

    Das gilt es ja möglichst zu vermeiden, darum erst die fast gesättigte Luft entsättigen/austauschen. Eine fast gesättigte Mischung zu sättigen/zu übersättigen, ist einfacher, als umgekehrt.


    rH ist das Verhältnis von tatsächlich = absolut vorhandenem Wasserdampf bei Temperatur X zum max. möglichen Wasserdampf bei X - Druck kommt da gar nicht vor, wie du ja selbst geschrieben hattest. Es besteht nur ein etwas umfangreicherer Zusammenhang zwischen den Größen ;)

    Dampfdruck ist eine weitere Nebengröße mit Bezug zum Luftdruck. Der wird spürbar, wenn die Kanalisation bei längerem Tiefdruck mangels Frischluft zu stinken anfängt...

    Man könnte es auch noch einfacher regeln, mit dem zitierten Beispiel als Grundlage:

    Wenn ich eine OAT von 24°C mit 45-55%rH vor Ort habe, dann bin ich doch nicht so dumm, und versuche, die nassere Innenluft (89%rH/16°C sind schon fast Herbstnebel, kurz vor fühl- und sichtbarer Dampf- oder Nebelbildung!) durch Kühlung zu trocknen. Es funktioniert so nicht. Ich setze damit lediglich den Taupunkt weiter herab und "quetsche" = fälle den schon sehr geringen Wasserdampf heraus, was im Resultat sogar mit 6 Litern angegeben wurde... Den Luftdruck haben wir dabei noch gar nicht bedacht, denn der spielt auch eine Rolle, noch vor dem Wassergehalt der Luft.


    In diesem Beispiel wäre die einzig richtige Maßnahme, die trockene Aussenluft in den Raum herein und mit Feuchtigkeit angereichert wieder herauszuleiten, damit die höhere, innere Raumfeuchte rein durch Zirkulation und Konzentrationsgefälle reduziert wird, nennt es meinetwegen Diffusion. Das täte auch dem Raum selbst sehr gut... Es sollte doch bekannt sein, dass warme trockene Luft mehr Wasserdampf aufnimmt, als kalte Luft... Ihr redet da quasi von einer Nasszelle in trockener Umgebung, die immer gleichmäßig nass und nasser gehalten wird.


    Hinterher, wenn die größten Differenzen ausgeglichen sind, geht es darum, sowohl primär die Temperatur als auch die Luftfeuchte möglichst gering schwanken zu lassen. Denn es sind immer noch die Temperatur und Luftdruck, die die relative Luftfeuchte bestimmen, nicht umgekehrt.


    Gruß Andreas

    Ich habe bei 20° aber keine überhöhte Luftfeuchte. Ganz im Gegensatz zu 15°C, die die auch noch 400€ zusätzliche Stromkosten verursachen (Bei 500kg Honig...).

    Bei 45-55% rF kann die Luft von mir aus wechseln wie sie will.

    Ich versuche zu begreifen, was eigentlich euer Problem ist.

    Die rH ist auf 15°C bezogen 65%. Wenn Ihr also schon bei 20°C/54%rH (OK, ist nur ein Beispiel) an der Aussenluft rappelig werdet, ist das im Prinzip Klagen auf hohem Niveau, weil die rH bei 20°C höher sein müsste. 45-55% rH ist schon eine trockene bis sehr trockene Luft.

    Ich kann mich kaum erinnern, am Arbeitsplatz mal um die 40% draussen gehabt zu haben, dort ist eine genormte Messstation für amtliche Werte. Das trat meist nur bei für unsere Breiten "extremen" Wetterlagen ein, d.h. ein stark ausgeprägtes sommerliches oder winterliches Hockdruckgebiet - an der westlichen Nordseeküste wohlgemerkt, wo das Klima seine speziellen Eigenheiten hat.


    Alles, was um die 65% bei beliebiger Temperatur ist, ist normal oder besser als normal - immer im Blick die allg. Bedingungen vor Ort! Es hängt auch von den Wetterbedingungen ab. Kontinentale (Sommer)Luft ist trockener, als maritime. Wenn ihr planen wollt, dann solltet ihr besser regelmäßig den Wetterbericht im Voraus studieren - ich fasse es nicht... Wettervorbereitung zur Honiglagerung, und das von mir... :rolleyes:


    Wenn ich draussen eine so trockene Luft habe, dann hole ich sie doch nicht in einen geschlossenen Raum, um das Wasser aus ihr dort zu konzentrieren und zum Niederschlag zu bringen, Klima und Luftfeuchte in meinem Wohnort werde ich dadurch nicht verbessern... Und JA, ich habe schon verstanden, dass es um den Wassergehalt im Honig geht. Man kann sich Probleme aber auch künstlich schaffen, die man vorher nicht hatte...


    Gruß Andreas

    Ihr denkt alle zu kompliziert...
    Wird er erwischt, bekommt er Honig anstatt Teer über die Kleidung. Warum umständlich, wenn es auch einfach geht. Hoffentlich verstehen die Bienen den Hinweis, oder besser noch die Wespen, die können ja mehrmals und noch viel nerviger sein... Wie ich schon schrob: stilgerecht sollte es dann wenigstens schon sein... Falls dann jemand konkrete Fragen stellen sollte, dann wird der Dieb sich leider etwas zu ungeschickt angestellt haben und den Honig sollte man sogar zuordnen können...


    Ich habe eine große Baufolie, einen kleinen gut sortierten Eimer mit etwas Kleinwerkzug im Kofferraum. Wenn ich danach gefragt werde, mache ich eine ernste Miene und sage, dass ich öfter Leute treffe, die auf der Folie stehen bleiben sollen...


    Gruß Andreas

    ...Der Absatz ist das Problem. Die Neuimker klagen, dass sie ja keine Kunden hätten. Und Vermarktung kommt von Markt.

    Wenn zeitweise zuviel Honig am Markt vor Ort ist, sinkt der Preis. Im Grunde müssen Neuimker anderen Imkern ja Kunden abwerben...

    Müssen muss erstmal niemand. Ich vertrete immer noch die Ansicht, dass jemand, der als Hobby Imkerei betreibt, das erstmal für sich macht oder für sich machen sollte, warum auch immer. Und sei es nur, weil er/sie gern Honig isst, von dem man selbst weiß, was drin oder auch nicht drin ist und woher er kommt. Nicht jeder Neuimker macht das aus reinem Profitstreben, diese Behauptung ist grundsätzlich erstmal falsch, auch wenn es hier oder da gehäuft so vorkommen sollte. Oft wird es den Neuimkern auch erst eingeredet, von wegen "nach drei Jahren rechnet sie die Hobbyimkerei blabla..."


    Wer als Neuimker direkt im ersten Jahr anfängt, Preise zu drücken oder im Dumpingmodus unterwegs ist, oder den eigenen Honig als den besten der Welt "vermarkten" will oder meint, so verfahren zu müssen, hat irgendwas nicht richtig verstanden oder einen falschen Beruf gewählt. Sollen sie rennen, bis ihnen die Luft ausgeht, man kann dann entspannt und mit Kondition an ihnen vorbeispazieren und "nett" grüßen.


    Das ist ähnlich wie die große Welle vor Jahren, als jeder Hans und Franz meinte, als Messermacher die Szene neue aufmischen zu müssen oder seit einigen Jahren, dass jeder mit Digitalkamera meint, sich Fotograf nennen zu müssen, weil der Beruf rollenfrei und damit nicht mehr geschützt. Wenn man dann aus dem Hintergrund beobachtet, stellt man nicht selten fest, dass da nur heiße Luft kommt und die "Experten" sich permanent durchfragen müssen, weil sie effektiv null Ahnung haben und lediglich dem eigentlichen Markt hinterherrennen, anstatt selbst etwas auf dem Markt bewegen zu können. Dazu haben sie nämlich nicht den Mut und verschwinden schneller wieder, als ihr Erscheinen alle anderen in Panik versetzt hat...


    Verdammter Modehype aber auch, irgendwer fällt immer wieder drauf rein, glaubt an den Goldrausch und macht jeden Blödsinn mit...


    Gruß Andreas