Beiträge von AndreasH

    Ist die Frage an mich gerichtet? :whistling:

    Ich bin kein Elektriker, nur Metaller und Hausbesitzer. Ich habe selbst als Metaller schon Stromzaubereien in meinem Haus entdeckt, da habe ich mir als Ahnungsloser die Haare gerauft und der beauftragte Elektriker hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen... Mir hat mal jemand einen weisen Spruch gesagt:


    Du darfst für Elektrotechnik nicht farbenblind sein, alles, was mehr als drei Farben hat, ist schwarze Magie!

    Und mir hat der lokale Netzbetreiber an der Hotline erzählt' dafür bräuchte ich einen anderen Zähler, weil anderer Anschluss, damit sogar einen anderen ZählerKasten am Übergabepunkt .... usw.8|=O<X

    Nun... Wenn der Netzbetreiber deine Anschlußdaten kennt, kann die Antwort durchaus ernst gemeint gewesen sein. Obwohl ich es mir kaum vorstellen kann, dass man dir dann nicht direkt eine Modernisierung nahelegt... Einerseits sicherer, andererseits nicht kostenlos.


    Ich kenne auch nur Drehstromzähler als Hauszugänge, allein schon weil einzeln installierte Durchlauferhitzer oder eben die schon erwähnten älteren Öfen/Herde früher meist nur mit 380V betrieben werden konnten. Was davon tatsächlich als Drehstrom genutzt wird oder werden kann, liegt am Hausbesitzer oder -eigentümer.


    Im mittlerweile leerstehenden Haus bei mir ggü. ist auch noch eines dieser gefährlichen 1950er Jahre Stromnetze ohne FI in Betrieb gewesen... Wenn man sie nicht an den alten Zählern oder den Keramik-Schraubsicherungen erkennt, dann spätestens an den wie Spaghettitöpfen vollgeproppten Verteilerdosen mit etlichen Verschleifungen, Lüster- oder Wagoklemmen...


    Da würde ich mal einen Elektriker kommen lassen, das kann einem auch böse Überraschungen ersparen - das meine ich ernst! Wegen solcher Pfuschereien der Vorbesitzer sind wir mal knapp einem Unterputz-Schmorbrand (falsch abgesichert, kein FI, zusammengerotzte Leitungen, aber nutzbare 380V...) entgangen, der später erst erkennbar wurde... Ist nicht lustig, wenn man es entdeckt, aber beruhigend, wenn es dann von Grund auf behoben und mit Option auf sicheren Kraftstrom erneuert worden ist...

    ...

    Ne Lösung gibt es, nennt sich Frequenzumformer, macht aus einer drei Phasen.

    Nur dass FU bei bestimmten 220V Motorvarianten als Upgrade auch einen Sinn haben, denn die müssen dafür schon ab Werk tauglich sein, was nicht alle, bzw. die meisten nicht sind. Man kann nämlich nicht alle "Lichtstrommotoren" mit FU zweckmäßig regeln, was der Sinn eines FU ist. Regelbar sind sie alle, aber nicht zugleich auch zweckmäßigerweise. Zudem hat man Leistungsverluste durch den FU, die das Umbauen und Frickeln im Resultat zu einer brotlosen Spielerei verkommen lassen.


    Hat man zufällig einen FU-tauglichen 220V Motor, stellt sich die Frage nicht, weil er dann vermutlich schon den FU verbaut hat. Die andere Frage ist, wieviel Drehmoment man benötigt - das ist der zweite Vorteil von 380V Motoren. Was die kleinen über Drehzahl evtl. mit Untersetzung/Vorgelege/Getriebe schaffen, macht der große allein über Drehmoment, was beim Honigrühren mit niedriger Drehzahl wohl angesagter sein wird.


    Und der keine rote Drehzahlregler am Startknopf der Bohrmaschine ist nicht das gesuchte Teil, ebensowenig taugt ein Bohrmaschinenmotor mit stufenloser Drehzahlregelung zum dauerhaften Honigrühren.

    Aber vorher sollte dann auch die rote Steckdose gesetzt (geht noch im DIY-Modus) und angeschlossen sein, am Besten vom Elektriker. Mit dem roten Stecker auffem Hof und im Keller rumrennen ohne Anschluß ist ziemlich sinnfrei... Den roten Stecker kann man sogar mit zwei linken Händen in die rote Steckdose setzen... :D

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    Dass Hornissen friedlich sind, ist allgemein bekannt. Für einen Stich muss man sich schon Mühe geben.

    Hornissen sind für meine Begriffe sogar extrem träge und zurückhaltend. Die lassen sich noch nichtmal bei ihren Mahlzeiten durch Blitzlicht direkt vor ihrem Gesicht aus der Ruhe bringen...

    Glasetikett steht es aber nicht?

    Doch doch :)

    Auf diesem Foto habe ich auch danach gesucht, vor einigen Jahren habe ich mal ein Handyfoto aus dem hiesigen Edeka davon gemacht und hier gezeigt. Kam nur Schulterzucken als reaktion. Da war es nur eine spezielle "Sorte", wenn ich mich recht erinnere, war es "kaltgeschleudert"... :D

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    Bleibt die Frage: Wie viel Deutscher Honig verbleibt tatsächlich in Deutschland?

    Dazu ergänzend:

    Wieviel kreist zwischen Imkern/Imkereien und wird mit Verlust oder "Subvention" unter Wert weiterverkauft? Der Honig taucht offiziell nirgends auf, ausser vllt. in Inseraten, auch hier. Das gehört eigentlich auch mit auf den Tisch, auch wenn die Preise da anders angesetzt sind.


    Aber das wird dann sicher wieder mit "whataboutismus" gekontert... "Ja, aber wenn ich meinen "Kunden" nichts verkaufen kann, sind sie weg! Darum muss ich zukaufen [und mit Zuzahlung] weiterverkaufen..." Ist das gleiche Spiel, nur in kleinerem Maßstab und wird allgemein toleriert und schöngeredet....

    Die Läden brauchen den Platz, um Geschäfte zu machen. Wenn ein Artikel nicht läuft kommt er weg oder der Preis geht runter.

    Das wissen wir aus dem Beispiel nicht, oder hat Llecter die MHD der Gläser kontrolliert und Gläser gezählt? Worauf ich hinaus wollte, dürfte eigentlich klar geworden sein: Nur weil die Gläser dort ein halbes Jahr stehen oder standen, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass immer wieder nachgeliefert worden ist und deshalb immer noch dort angeboten werden kann. Dieser Eindruck kann durch umsortieren aber erweckt werden, genau wie man Angebot über geschickte Präsentation künstlich verknappen oder aufblähen kann :S

    Warum sollte eine Einzelhandelskette über viele Monate hinweg ein Produkt ins Regal stellen, dass entstaubt werden muss, sprich nicht verkauft wird? Natürlich kenne ich keine Zahlen, aber das erscheint mir abwegig. Ich denke schon, dass man sich dort für die Zahlen interessiert und Produkte auch wieder aus dem Regal nimmt, wenn sie nicht laufen. Da wird der "Regionalhype" keine Rolle spielen.

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    Da verstehe ich dich nicht. Es geht im Vortrag darum, dass unser Honig zu einem hohen Preis verkauft werden sollte, nicht um konkrete Zahlen. Das Honig in der Praxis zumindest unter bestimmten Bedingungen auch zu einem hohen Preis verkauft werden kann, soll dieses Beispiel darlegen. Das Rewe eine Marge bekommt und der Umsatz nicht zu 100% an den Imker fließt ist sonnenklar, aber in diesem Kontext irrelevant.

    zu 1:

    weil auch der Filialist dafür bezahlt hat und den Umsatz machen muss. Den Regionalhype habe ich deshalb eingeworfen, weil es heuzutage nicht mehr ohne gemacht wird. Fällt auch unter Marketingstategie. Du hast den Preis evtl. vor einem halben Jahr gesehen, wie ist er nach diesem halben Jahr? Ob der Honig verkauft wurde oder nicht, wissen wir hier nicht und du offenbar auch nicht. Du nimmst es lediglich an. Ob er "gut läuft" wissen wir auch nicht.

    Und ja, es gibt Artikel, die ewig und drei Tage im Regal stehen, nicht nur im "non-food"-Sektor. Und es ist auch nicht die Einzelhandelskette, sondern ein Filialist dieser Kette, die Marktleiter haben gewissen Spielraum und Freiheiten, was ihr örtliches Sortiment angeht.


    zu 2:

    Es geht im Vortrag darum, wie teuer der Imker den Honig verkaufen sollte, könnte und müsste - egal an wen!

    Würde dein Kollege die 10€ + selbst einnehmen, wäre das 100% im Sinne des Vortrags. Da er aber über den lokalen Einzelhandel vermarkten/verkaufen lässt, verzichtet er gezwungenermaßen und subventioniert ebenfalls im Sinne des Vortrags. Somit ist es sehr wohl relevant.


    Will er (oder jeder andere größere Imker) im lokalen Handel vertreten sein, muss er mit dem VKP <-> EK runter, sonst bleibt er draussen. Denn anders würde man selbst vermarkten und nicht über Einzelhandel. Was letztlich wohl noch das geringere Übel ggü. Verkauf an Großabfüllern ist. Im Sinne des Vortrags ist es jedenfalls nicht.


    Dein Beispiel taugt nicht zum Nachweis der Richtigkeit des Vortrags, eher unterwandert es den Vortrag gewisserweise sogar, auch wenn die Zahlen, mit denen dein Kollege arbeitet, hier unbekannt sind. Den Vortrag selbst halte ich inhaltlich für absolut korrekt, trotz des fiktiven Vergleichs mit der Marketingstrategie von Apple.

    Mit der Zahl >10€/500g kann jeder einen groben Preis berechnen, den dein Kollege selbst einnehmen würde. Er wird dann etwa zwischen 6,50 - 7,50€ im VK liegen und damit im ganz normalen Preisrahmen für eure Gegend.


    Hier bei uns wäre er mit 6 - 6,50€/500g bei Eigenvermarktung schon fast Großverdiener. Über den lokalen Handel sähe es schlechter aus, da wird hier auch für "nur" ca. 5 - 5,50€/500g von einem regionalen Erwerbsimker im größten Supermarkt der Region angeboten.

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    Nettes Beispiel dazu: In Heidelberg verkauft ein Kollege seinen Honig in den lokalen Rewe-Märkten für über 10 € / 500 g. Frühjahrblüte & Co, wohlgemerkt. Deutlich teurer als der Honig hier sonst beim Imker kostet, auch bei mir. Da der Honig nach einem halben Jahr immer noch in den Regalen steht, wird er wohl auch tatsächlich für diesen Preis verkauft.

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    Woher weißt du, dass der Honig dort tatsächlich stetig zu dem Preis verkauft wird und nicht einfach nur nach einem halben Jahr lediglich regelmäßig entstaubt immer noch dort steht? Dann wäre die nächste Frage, wieviel er als Erzeuger/Lieferant davon erhält oder daran anhand der allgemeinen Kalkulation verdient. >10€ bezahlt man ggf. bei Rewe an der Kasse, nicht an deinen Kollegen!

    Dieses Beispiel besagt gar nichts im Zusammenhang mit der durch den Vortrag anders aufgerollten Preisermittlungsdiskussion. Auch dafür gilt, dass der ausgeschilderte Verkaufspreis nichts darüber aussagt, dass auch zu dem Preis gekauft wird.


    Es gibt auch noch die kleinen Verkaufstricks und -strategien im Handel wie z.B. Regale regelmäßig umräumen, Sortimente komplett umstellen, verpackte Ware regelmäßig in den Kartons nach vorn oder an die andere Seite des Regals ziehen. Oder einfach den "Regionalhype" praktisch umsetzen, ob effektiv was dabei rumkommt, interessiert niemanden.

    Der besagte Honig wird lediglich für den Preis dort angeboten, mehr ist damit nicht bewiesen. Ich gehe eher davon aus, dass man solche Preise eher im exclsiveren Feinkostsektor oder eigenvermarktet erzielt, aber nicht bei großen Filialisten, die selbst auch ihren Anteil über EK verdienen wollen.

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    Gefühlt gibt es hundert Mal im Jahr die selben alten Artikel und Vorträge und Schulungen über Beutensysteme, Kerzengießen Ablegerbildung wie in den 100 Jahren zuvor, aber praktisch nie Schulungen zu Verkauf, Marketing. Und wenn doch, dann nur immer auf der Unterseite, bei den Mindestpreisen auf Kostenbasis. Nie an der Oberseite der Möglichkeiten. Die Titel lauten dann regelmäßig "was muss ich mindestens verlangen" aber nicht "wie kann ich möglichst viel verlangen".


    Es werden blind Imker produziert ohne auch dafür zu sorgen, dass sie danach auch wirtschaftlich weiter kommen und sich nicht gegenseitig parasitieren.

    Im ersten Absatz finde ich einen Gedanken wieder, den ich etwas abgewandelt auch mittlerweile hatte. Was hat der Referent ebenfalls nicht erwähnt oder gesagt?

    Er hat kein Wort darüber verloren, womit die Imkerschaft sich in Nebenschauplätzen verläuft und verirrt. Das war vermutlich auch ganz bewusst nicht im Konzept vorgesehen, ist aber ein Teil des Problems, worüber ich mit meinen "zu schweigsamen Imkern" selbst gestolpert bin.

    Konkret:

    Da wären im Gegensatz zu schweigsamen "preispolitischen" Imkern regelrecht "detailtechnisch" geschwätzige Imker, wenn es um Dinge geht wie z.B.

    - welche Bienenlinie C oder B

    - welche Behandlungsmethode

    - beste Standplätze

    - bestes Beutensystem

    - Schwarmvermeidung/Schwarmfang

    - ...

    - ...

    Kurz: interne Dinge, die unter reines Fachwissen, Fachsimpelei oder individuelle Praxis unter Praktikern fallen, werden deutlich intensiver und emotionaler behandelt, als eine externe (= mit Aussenwirkung) Diskussion oder Festlegung.


    Wobei ich für mich sage, dass ich mich aus Gründen auch nicht mehr gern von anderen festlegen oder bestimmen lassen will, wenn es in anderen Aspekten keine gemeinsamen Nenner gibt. Das gilt auch für meinen Preis je Glas, auch wenn ich weder übertreibe noch verschleudere...


    Zum zweiten zitierten Satz möchte ich mit Bezug auf Guido Eichs Honigschulung begründet widersprechen :

    Er hat deutlich, wenn auch blumig gesagt (sinngemäß): "liebt eure Kunden/Käufer/Abnehmer, genau wie euren Honig und verkauft ihn nicht unter Preis! Erklärt ihnen, was drin steckt und sie werden es verstehen und akzeptieren! Und wenn jemand kommt und sich über Luftblasen im Honig beschwert, sagt ihnen "die Luft wird nicht mitgewogen oder berechnet!"

    Das malt auch der Referent detaillierter aus.


    Bogen zurück zu Vortrag:

    Alles schön und gut, er hat prinzipiell Recht mit seiner Idealvorstellung. Nur ein Detail hat er auch nicht erwähnt:

    Man steht da nicht allein mit seinem "Plan" oder Konzept, es gibt auch ein Gegenüber mit eigenen Vorstellungen. Er geht davon aus, dass man "nur" überzeugend und raffiniert genug die psychologischen Verkaufstricks anwenden muss. So läuft es letztlich darauf hinaus, seinen Plan dahin umzustricken, es zu versuchen und sich mit dem Gegenüber auf bessere Wertakzeptanz zu einigen.

    Als "Plausibilitätsmodell" taugt die in der Realität nicht vorhandene Analogie zu Apple auf jeden Fall.

    Andere Beispiele wären Leica, Rolex, Rolls-Royce, Montblanc etc. Die wissen, sie ein Bedürfnis wecken.

    Nur bezweifle ich, dass das in der gesamten Imkerschaft - rein von der täglichen Praxis - so machbar ist. Es ist nicht jeder ein Feingeist, begnadeter Schönredner und Alleinunterhalter, um dieses Bedürfnis reibungslos wecken zu können.


    Nicht weil man das Bedürfnis nicht mit überzeugendem Fachwissen übermitteln oder wecken könnte, sondern weil die meisten Imker eher schweigsam sind. Zumindest die, die ich bisher kennengelernt habe. Die fühlen sich eher belästigt und gestört, wenn sie zu viel reden müssen...


    Auch wenn der Vortrag evtl. nicht in allen Details nachweislich korrekt gewesen sein sollte, darum ging es auch gar nicht. Es ging einfach darum, das Prinzip der falschen Vermarktung oder die prinzipiell falsche Vermarktung in der Gegenüberstellung deutlich zu machen.


    Kurz: *prinzipiell* hat der Referent mit allem Recht!

    Hallo Zusammen,


    wenn ich mir eine Scheune kaufe und da einen Schleuderraum und ein Imkerei-Lager reinbauen möchte,

    Nur mal so als Denkanstoß, vllt. hilft es für das Szenario weiter:

    Es gibt den Begriff "Nebenerwerbslandstelle", das sind die kleinen Höfe, die früher (Vorkriegszeit) eingerichtet worden sind, um nebenher Landwirtschaft zur Eigenversorgung zu betreiben. Wenn du schon eine Scheune (einzeln oder freistehend?) ohne Wohnteil anschaffen kannst, warum nicht gleich so eine kleine Nebenerwerbslandstelle, dann könntest du auch darin wohnen und einige rechtliche Fragen lösen sich dadurch evtl. oder hoffentlich in Luft auf oder werden überschaubarer.


    Die Scheunen im Hinterhaus sind dann ebenfalls überschaubar groß und zu bearbeiten... Ich wohne selbst in so einer früheren Schmiede und Nebenerwerblandstelle, allerdings mitten im Dorf.

    Zumindest wären dann die baulichen Fragen nach Strom, Wasser, Vorratsraum schonmal geklärt.

    In Norddeutschland sind diese "Minihöfe" oder "Kolonistenhöfe" weitverbreitet, zum Teil sogar landschaftsprägend und zum Teil mitten in Ortschaften, manchmal sogar mehrere in einer Ortschaft nebeneinander.


    Ist nur eine Idee, ob das wirklich so laufen kann, weiß ich nicht.