Beiträge von Cuximker

    Ist ein Imkerverein nicht aber erst ab 18?! Und wenn nicht dann werde ich doch wahrscheinlich da garnicht Akzeptiert

    Eine Vereinszugehörigkeit ist nicht an ein bestimmtes Lebensalter gebunden. Da du aber noch nicht geschäftstüchtig im Sinne des Gesetzes bist, werden deine Eltern dem immer zustimmen müssen.

    Ob du in einem Verein akzeptiert wirst oder nicht, liegt ganz alleine bei dir, deinem Verhalten und deinem Auftreten in der Vereinsgemeinschaft. In deinem Alter genießt man im allgemeinen auch noch den "Welpenschutz"!

    Moin Junior Imker (Hast du auch einen richtigen Namen, außerhalb deines Nikname?)


    sich mit Bienenrassen zu beschäftigen sollte für einen Beginner in der Bienenhaltung nicht die oberste Priorität sein. Das ist dann vielleicht etwas für den fortgeschrittenen Imker der sich die Vorzüge und vielleicht Besonderheiten der jeweiligen Rasse auf die Fahne schreiben will.
    Dieses erfordert zumindest detailliertere Kenntnisse um die jeweilige Rasse. Eine Rassebiene zu halten erfordert zunächst mal umfangreiches Wissen in der Imkerei und zuweilen auch neben dem üblichen Kostenfaktor finanzielle Mittel für die Grundsteinlegung der Rassehaltung.


    Damit solltest du dich aber jetzt zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nicht beschäftigen, sondern eher mit der guten Hausbiene, vielleicht aus einem Schwarmfang heraus.


    Ich kann deinen ungehaltenen Tatendrang nach Wissen ja gut verstehen, aber wenn du es nicht schaffst, Informationen in geortneter Weise für dich auf zunehmen, wirst du am Ende nur sehr wenig behalten und noch weniger umsetzen können.

    In einem anderen Beitrag habe ich dir einen Weg, so wie ich es für gut halte, aufgezeigt und kann dir hier und jetzt nochmals die Empfehlung geben, dich an den örtlichen Imkerverein zu wenden. Ich bin überzeugt davon, da wird dir geholfen.

    Gruß
    Bernhard

    Wie seid ihr denn an einen (Sympatischen) Imkerpaten gekommen?Und würdet Ihr Anfängern Dadant oder Zander empfehlen?

    Moin Junior Imker,
    ich habe das Glück gehabt ein gutes Jahr lang, einem Imker mit über 50 Bienenvölker über die Schulter schauen zu dürfen. Mein großes Glück dabei war auch, dass dieser Imker mehrere Beutensysteme mit Bienen bewirtschaftete. Er hat zwar darüber geflucht, weil das Equipmend dafür um so reichhaltiger vorgehalten werden mußt, mir aber mehr übersicht gab, was wohl für mich am besten ist.
    So kam ich recht bald darauf, dass für mich nur Dadant US mod. zum tragen kommen würde. Ich habe es bis jetzt nicht bereut.
    Dann lag für mich ein Umzug von 1000 km an und an meinem neuen Wohnort habe ich mir dann meine ersten eigenen Bienen zugelegt und ohne "Imkerpaten" versucht meine Bienen zu halten.
    Fast gleichzeitig habe ich die vom Imkerverein angebotene Anfängerschulung mit Honiglehrgang besucht.
    Einen direkten Imkerpaten habe ich trotz intensiver Suche nicht gefunden, aber gute Hilfestellung von einzelnen Mitgliedern aus dem Imkerverein heraus. Dafür war ich sehr dankbar, weil es mich über viele eigene Unsicherheiten im Umgang mit meinen Bienen hinweg geholfen hat.


    Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus, kann ich nur dringend zu einem Imkerpaten raten.

    Gruß
    Bernhard

    Hallo Junior_Imker

    jemanden kennen zu lernen, sollte für junge Menschen wohl keine Hürde sein. Erkundige dich in deinem Umfeld/Nachbarschaft ob jemand einen kennt, der einen Imker kennt. Meistens sind Imker dichter in der Nachbarschaft als man es als Außenstehender mitbekommt. Oft steht an des Imkers Wohnstätte auch ein Schild "Honig aus eigener Imkerei" Dann einfach mal klingeln und höflich fragen.


    Ein weiterer Weg kann sein, sich an den örtlichen Imkerverein zu wenden und sein Anliegen vortragen. Diese Imkervereine haben meistens regelmäßige Treffen in ungezwungener Atmosphäre um sich gegenseitig Erfahrungen zu tauschen.
    Oft sind diese Treffen auch abends in Räumen von Lokalitäten anberaumt. Wenn du daran teilnehmen möchtest um dich vorzustellen und dein Anliegen, einem Imker über die Schulter zu schauen vorbringen möchtest, solltest du einen Elternteil mit nehmen. Macht dann immer einen guten Eindruck;):)


    Es kommt auf auf das regionale Umfeld deines Wohnortes an. In der Stadt ist es meiner Meinung nach vielleicht etwas schwieriger, aber auch nicht unmöglich. Auf dem Lande dagegen etwas weitläufiger aber da "kennt man sich". :D


    Imkern erfordert auch eine gewisse Kreativität und Mut zum Handeln. Vor allem aber auch nicht den Mut aufgeben, wenn es einmal nicht so toll geklappt hat. Rückschläge sind beim Imkern immer gegeben und das fängt manchmal schon beim Start an. Davon darf man sich aber nicht abhalten lassen, wenn man wirklich mal eigene Bienen haben möchte.
    Diese Tugenden setze ich bei dir voraus, denn sonst hättest du nicht den Weg hier ins Forum gefunden. :thumbup:


    Lass von dir hören wie weit du gekommen bist, oder weitergehende Unterstützung brauchst.

    Gruß
    Bernhard

    Ohne eine wohlwollende Unterstützung der Eltern geht es letztendlich in diesem Alter sowieso nicht!

    Wenn die Eltern in der Imkerei jedoch auch unerfahren sind, fällt das fachliche schon mal weg und es bleibt lediglich die persönliche Unterstützung.

    Ich denke, wenn "Junior Imker" es wirklich will, wird er auch einen Weg finden sich in der Imkerei nach seinen Möglichkeiten zu verwirklichen. Dabei gibt es bekanntlich mehrere Wege. Sinnvolle und/oder teuer Bezahlte.

    Junior Imker  

    Toll, dass du dich mit deinem Anliegen hier an dieses Fachforum gerichtet hast.

    Dein Anliegen, zeige mir Parallelen zu meinem Enkel (14) auf.

    Viele Aktivitäten möchten von Jugendlichen ausprobiert werden, in vielen wir auch reingeschnuppert was meistens mit nicht unerheblichen Kosten für die "Erstausrüstung" verbunden ist.

    Nach einer gewissen Zeit merkt der Proband jedoch, das auch andere Dinge der Freizeitgestaltung recht interessant klingen und einem dann doch vielleicht besser liegen. Bei der Imkerei hat man es aber mit lebenden Tieren zu tun, die nicht so einfach bei nicht gefallen in die Ecke abgestellt werden können.

    Meinem Enkel habe ich geraten und dir rate ich es auch: wende Dich an einem Imkerin deiner Nähe, von dem du glaubst der ist dir sympatisch! Frage höflich (so wie man in den Wald hineinruft.....) ob du möglichst bei ihm die Gelegenheit bekommen kannst, in die Imkerei hinein zu schnuppern.

    Solltest Du eine Zusage bekommen, versuche dieses Verhältnis solange aufrecht zu erhalten bis du für dich das Gefühl hast, mit deinem Wissen, verantwortlich selber Bienen zu betreuen. Das sollte aber erst frühestens nach einem Jahr der Fall sein.

    Diesen Imker kannst du dann mit allen Fragen zur Imkerei befragen und was du nicht gleich verstanden hast auch rückfragen.

    So hast du erstmal keine Kosten und nur Lernvorteile!

    Kannst viel über die Bienen und die Betriebsweise des Imkers in der Praxis erfahren.

    Aus den von dir gemachten Erfahrungen wirst du selber Schlüsse ziehen ob die Imkerei auf Dauer etwas für dich ist.
    Trägst nicht gleich alleine die Verantwortung für lebende Tiere.
    Bei gegenseitiger Sympatie hast du dir dann, wenn du dabei bleibst, gleich für die weitere Zeit einen Imkerpaten an Land gezogen. :)

    Persönlich halte ich es in deinem Alter noch viel zu früh, alleine mit dem Imkern zu beginnen.

    Ich wünsche dir mit der Imkerei viel Spaß
    und noch mehr Glück bei der Suche nach einem Imkerpaten
    der dir den Einblick in seine Imkerei ermöglicht.

    Grüsse aus Cuxhaven
    Bernhard

    Ich finde die Darstellung von Imker in den Youtube Kanälen ist nicht besser oder schlechter, wie der Darstellungsdurchschnit der Imker in den einschlägigen Foren oder bei Facebook.
    Es spiegelt sich halt der Gruppendurchschnitt der Bevölkerung wider.

    Die Qualität der Inhalte kann der "Unwissende" erstmal nicht vordergründig beurteilen. Erst mit der Zeit und mit eigener Wissenssteigerung, woher derjenige sie auch immer her hat, wird er die "Spreu vom Weizen" selber trennen können.
    Dann aber braucht er meistens die tatsächliche Unterstützung aus Youtube Beiträgen und Foren nicht mehr, sondern wird im Idealfall, dort Beiträge mit fundierten Inhalten abgeben.

    Für den erfahrenen Imker mögen die einschlägigen Imker Videos auf Youtube ja nicht so interessant sein.

    Für einen Neuimker wie mich, veranschaulichen diese Filme z. T. bei mir noch unverständliche praktische Vorgänge und Handlungsweisen besser als schriftliche Erklärungen.

    Durch Youtube wird man zwar nicht das Imkern lernen, das geht meiner Meinung nach nur in der eigenen Praxis, kann aber über manches Fragezeichen im Verständnis, möglicherweise etwas mehr Klarheit beim Betrachter schaffen.
    Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!

    Hallo Elk,

    den geschäftlich lukrativen Umgang mit "arabischen Kunden" kann man in keinem Schulbuch/Lehrgang lernen, sondern beruht auf Erfahrungswerte. (Erfahrung ist die Sammlung der gemachten Fehler!)

    Das dein Honig klasse ist, weißt du und das ist gut so. Ob du deinen Honig auch mal "verschenken" kannst, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich verkaufe keine Tonne Honig/Jahr. Ich halte immer meinen Preis und werde nicht billiger, weil der Markt es so will. Jedoch gebe ich, wenn ich es für richtig und förderlich halte auch schon mal ein Glas völlig ohne Geld ab.

    Dein arabischer Kunde hat deinen Honig alleine vom Preisgefüge als nicht so hochwertig eingeschätzt. Zumal wissen Völker aus anderen Kulturkreisen genau, dass Honig gepanscht werden kann und auch wird. Daher ist in diesen Kreisen oft der Wabenhonig als einzig nicht gepanschter Honig angesehen.

    Die Erwartung nach einem Glas Honig ohne Bezahlung war nicht als "schnorren" zu werten sondern eher als eine besondere Aufmerksamkeit für den Käufer, weil dieser Honig so "rar und damit so wertvoll" ist, dass er nicht und zu keinem Preis verkauft werden kann, sondern als das Besondere, ausschließlich nur für "gute Freunde" als Geste der besonderen "Wertschätzung" reserviert ist.

    Mach dir jetzt keinen Kopf darum, ob du die Erwartungen des Botschafters erfüllt hast oder nicht. Ändern oder beeinflussen kannst du das sowieso nicht mehr, diese Leute spielen ihre Spiele in einer anderen Liga.
    Beeindrucken kann man diese Leute lediglich mit einer überzogenen stolzen Haltung aber gleichzeitig mit dargestellter Demut, um diese Verhaltensweisen geschäftlich zu nutzen.

    Ich habe geschrieben, lukrative Geschäfte mit Arabern sind spannend aber für uns auch immer anstrengend.

    Über diese Praktiken könnte ich stundenlang aus dem Nähkästchen plaudern. Dieser Umgang mit diesen Kunden/Gästen liegt nicht jedem, aber wer damit umgehen kann, kann sich damit auch heute noch eine "goldene Nase" verdienen, denn Geld spielt für diese Leute eine völlig untergeordnete Rolle.

    Ich wünsche dir viel Glück, vielleicht gibt es ja doch noch einen Folgeauftrag.
    Gruß
    Bernhard

    Moin Elk,
    solche Kunden braucht man nicht seltsam finden - wenn man sich mit den Kaufgepflogenheiten gewisser orientalischer Kreise mal auseinander gesetzt hat.

    Das ist ein sehr breit gefächertes Gebiet und alle Branchen die arabische Kundschaft haben, könnten Bücher darüber schreiben.
    Sehr oft wird der Wert einer Ware da einfach am Preis festgemacht. Bezahlen kann man ja leicht jede geforderte Summe.
    Versehe deinen Honig mit etwas Blattgold und setze einen Preis an, der den Gesellschaftsschichten "angemessen" ist und du wirst sehen, du hast dankbare Abnehmer und auch Folgeaufträge.

    Meine Erfahrungen damit habe ich aus der Hotelerie wie auch anderen Branchen gewinnen können.
    Kann eine spannend lukrative Angelegenheit sein, ist aber mit Sicherheit für unsere Kulturkreise eine sehr Anstrengende.

    Gruß
    Bernhard

    Es wandern auch viele Imker auf die Halligen, z.B. Nordstrandischmoor. Ab Ende Juni sind viele Inseln und Halligen fest in Imkerhand.

    Wenn es funktioniert, kann ich mir das sehr gut vorstellen. Verbirgt aber auf Grund der rel. späten Varroabehandlung ein hohes Risiko. Aufwändig ist diese Wanderung dann nochmal mehr als auf dem Festland. Bleibt zu wünschen dass es sich letztendlich auch rechnet.

    Vielleicht ist ja ein Imker hier im Forum, der selber Völker in den Salzwiesen stehen hat.

    Auf Grund der späten Blüte in den Salzwiesen könnten hier ebenso wie bei der Heide ähnliche Probleme aufkommen. Relativ späte Varroabehandlung dadurch hohe Völkerverluste?