Beiträge von Cuximker

    Ich gehe heute Abend Futterteig verteilen. Die Völker haben ihre Reserven fast vollständig verbraucht, es ist zwar auch frischer Nektar drin aber das reicht nicht mal für 1 Woche.

    Ich habe letzten Freitag, zuletzt Futterteig aufgelegt.
    Heute, in der Nachschau war dann Nektareintrag im Honigraum direkt über dem Brutnest feststellbar. Ich hoffe die Linde macht sich so bemerkbar, die seit Sonntag hier offen ist.

    Hat schon mal jemand daran gedacht, dem "Weiterverkäufer" lediglich eine "Provision" zu zahlen, dass er im Auftrag des Imkers, dessen Honig verkauft.
    Die Bezahlung der Ware durch den Kunden, erfolgt dann lediglich als Durchlaufender Posten über den Händler, an den Imker.

    Für diese "Bearbeitung" erhält der "Weiterverkäufer" dann eine Provision in Höhe von -x-.

    Nur mal so von mir als Möglichkeit angedacht. Verkaufe so meinen Honig über 2 Kleingartenvereine (dort stehen auch Völker von mir) an dessen Mitglieder.

    Zum ersten mal stand ich ja auch mit 4 Völkern diese Jahr im Raps. Mitten in der Feldmark. Mehrere Rapsschläge in unmittelbarer Nähe. Sonst weit und breit nur Landwirtschaftliche Nutzfläche.
    Eigentlich haben die Völker gut eingetragen, auch wenn ich die Feuchtigkeit lt. Refraktometer laufen kontrollierte, hatte ich zunächst richtig Sorgenfalten.

    Ich konnte aus diesen 4 Völkern etwas über 55 Kg schneeweißen Rapshonig ausschleudern. Der Rest, ca. 40-50% ist in den Waben kristallisiert und war dort nicht mehr zu lösen. Darüber habe ich bereits hier geschrieben.
    Der ausgeschleuderte Honig war in 2 Tagen fertig gerührt und abgefüllt. Geschmack - halt Raps. Konsistenz einmalig streichzart und auf der Zunge schmelzend. Ich denke so sollte Rapshonig sein.

    Der Aufwand der Rapshonig Gewinnung war dann doch schon sehr Aufwändig und ich Augenblick weiß ich noch nicht, ob ich mir dieses nochmal antuen soll.
    Meine Frühtracht war mindestens genau so ergiebig, vom Geschmack hervorragend und gibt mir mit weniger Schleuderaufwendungen zunächst flüssigen und wenn gewollt auch cremigen Honig.

    Die Rapsanwanderung war ja für mich etwas völlig neues in der Imkerei, wobei hier an der Küste, schon reichlich Rapsschläge vor der Haustüre liegen.

    Im Augenblick schlagen noch 2 Herzen in meiner Brust, ob ich mir das mit dem Raps dann künftig noch mal zumuten möchte. Jetzt kommt es auf den Endkunden an, ob er diesen Rapshonig annimmt oder ich darauf sitzen bleibe.


    Rapshoniggewinnung ist aber schon sehr "speziell" :D

    Meine nächste Erfahrung wird meine Anwanderung mit diesen vier Völkern in die Linde sein. Mal sehen, was ich hieraus berichten kann.

    ...

    Ich bereue, nicht aufgeschrieben zu haben, wieviel ich schon für mein "Hobby" ausgegeben habe!

    VG

    Ich kann dir versichern, Du lebst ohne präzise Kostenaufzeichnungen wesentlich ruhiger und grübelst nur darüber nach, warum Du mit der Imkerei nicht reich wirst.

    Würdest Du wirklichlich penible Kostenaufstellungen machen, würdest Du Dein Hobby evtl. ganz anders beurteilen. ;)

    Geschmacklich muß man aber auch für Lindenhonig seinen Käuferkreis finden. ;)

    Da habe ich gar keine Probleme… selbst der Junior hat mit 4 Jahren Linde entdeckt. Immer ein offenes Glas auf dem Tisch vor sich. ;)

    Richtig und alles gut. Meine Erfahrung - der Kunde fragt immer nach dem Produkt, welches man augenblicklich u. z. Zt. gerade nicht hat. :D

    Für wieviel Völker reicht denn so ne mittelgroße Linde?

    Ich weiß es ja auch nicht, aber, wenn die Linde auch genügend Wasser bekommt sollten 1-2 gute Bäume vielleicht für ein Volk reichen.
    Bin in diesem Jahr zum ersten mal, nach dem Raps, die Linde angewandert. Ich habe hier 2 lange Straßenzüge die mit altem Lindenbestand bestückt sind. Für mich ist es ein Versuch, genau so wie mit dem Raps.

    Meine 4 Beuten stehen ca. 30 m von den Lindenbäumen entfernt. Eigentlich sollte das dort so klappen. Bin voller Spannung.

    Jedenfalls ist die Weiterverarbeitung von Lindenhonig wesentlich besser/einfacher als Rapseintrag.
    Geschmacklich muß man aber auch für Lindenhonig seinen Käuferkreis finden. ;)

    Bei uns in der Region klagen die Erdbeerbauern über mangelnde Nachfrage, da man die konsumierte Menge reduzieren kann, ohne wirkliche Einschränkungen zu haben. Bei Honig könnte uns etwas ähnliches blühen. Guter Honig wird von vielen Menschen als Luxusprodukt angesehen. Wenn die Nachfrage einbricht haben auch wir ein Problem.

    Honig ist doch schon jetzt ein Lebensmittel, welches man zwar gerne nimmt, aber für den Lebensbedarf wiederum nicht unbedingt braucht. Halt ein gewisser Luxus, den man sich hin und wieder leistet, wer es denn auch kann.

    Wenn man als Hobbyimker eh nicht auf Kalkulation und Geld verdienen mit Honig angewiesen ist kann man doch 10 € pro 500 g nehmen. Warum immer nach unten orientieren? Für 10 € gibt es auch Kunden, weil der Honig lokaler und eh besser ist als anderer. Es kommt auf die Geschichte drumherum an.

    Sicherlich kann man das machen, wenn ich mich mit meinem Honigprodukt von der Basis am Markt heraus hebe und dafür Kunden, die es dann auch bestimmt geben wird, auf mich aufmerksam machen kann.

    Leider gibt es zu viele Imker, die Marketing nicht leben und den einfacheren Weg gehen und sich dadurch vergleichbar machen. DIB-Etikett und Glas. Damit kann man weder optisch noch mit der Preisgestaltung sich irgendwo abheben, sondern nur in der vergleichbaren Masse der Mitbewerber mitschwimmen.

    Als Hobbyimer, ist mir die Preiskalkulation wurscht. Es ist mein Hobby.

    Ich verkaufe meinen Honig nach meiner eigenen Wertschätzung, angelehnt an den gefühlten Marktpreis. Eine gewissenhafte Kalkulation, gemessen an den Selbstkosten mache ich nicht. Somit kann ich auch keine Gewinnermittlung/Verlustrechnung für meine Hobbyimkerei aufstellen.

    Ich denke, so ergeht es den meisten Hobbyimkereien, die sowieso keine gewissenhafte Kostenrechnung nachhalten, weil sonst die Ehefrauen schon längst einen Riegel davorgesetzt hätten.


    Dennoch erwarte ich bei der Abgabe meines Honigs einen gewissen Anerkennungswert für dieses hochwertige, mit viel Aufwand und Investitionen hergestellte Produkt meines Honigs.
    Ich halte einen Abgabepreis von 8,00 € für ein 500 g Glas meines Honigs hier für angemessen und durchaus für umsetzbar. Vielleicht ginge auch mehr.
    Mein Honig aus 2021 ist von 20 Völkern restlos verkauft.

    Persönlich halte ich eine Diskussion über VK-Preise im Hobbybereich nicht für Zielführend, weil im Hobbybereich andere Parameter zur Geltung kommen.

    Problematisch sehe ich allerdings einige VK-Preise aus der Hobbyimkerei, gegenüber den Berufsimkern u. Abfüllbetriebe, die sich am allg. Markt auch mit ihren VK Preisen behaupten müssen.

    Hier kann, und wird es aber wohl keinen Konsens geben, weil jeder Imker ein Individualist ist. Meist fehlt es aber an die Courrage, mit einem Marktgerechten Preis, sein hochwertiges Produkt an zu bieten.

    Danke für die zahlreichen Hinweise hier zu meinem Problem.

    Als Stadtimker mit beschränkten Platzverhältnissen kommt ein Deckelwachsschmelzer für mich nicht in Frage. Ich habe einfach keinen Platz mehr für dieses Gerät, mag er noch so sinnvoll sein.

    Ich werde morgen die Frühtracht schleudern und dann die Rähmchen aus dem Raps untersetzen. Die ausgeschleuderten reinen Frühtrachträhmchen setze ich dann obendrauf.
    Mal sehen was sich daraus ergibt.

    Moin,
    heute habe ich den letzten Rest meines Rapshonigs geschleudert. Mit der Eintragsmenge war ich durchaus zufrieden. Mit der tatsächlichen Ausbeute allerdings weniger.

    Ca. 50 % des Honigs ist in den Waben kristallisiert. Der Rest hatte ein Feuchtigkeitsgehalt, von mir gemessen bei 17,3 %.

    Nun habe ich ein großes Problem! Wie wird mit den Waben/Rähmchen umgegangen, welche diese Mengen an kristallisiertem Eintrag enthalten, die ich nicht mehr ausschleudern kann.
    Ursprünglich hatte ich mir vorgestellt, diese Honigzargen für die Sommertracht, u. a. für die Linde wieder auf zu stellen.
    Wenn mir die Bienen zu dem kristallisierten Waben aber die Sommertracht eintragen wird das wohl nix.

    Was kann ich kurzfristig machen? Meine Sommertracht bleibt in der Regel lange flüssig worüber ich immer froh war, weil ich Kunden für flüssigen Honig habe. Gibt es eine einfache Möglichkeit, diesen kristallisierten Honig noch aus den Waben zu bekommen und somit Platz für die Sommertracht zu schaffen, oder ist Ausschmelzen und neue Mittelwände einlöten die einzige Lösung.

    Ich hatte mit in den Waben kristalisiertem Honig bislang keinerlei Probleme. (War bislang aber auch noch nie im Raps mit meinen Bienen.
    Bin für hilfreiche Hinweise sehr dankbar. Einen Deckelwachsschmelzer habe ich leider nicht, und auch keine Möglichkeit kurzfristig einen zu bekommen.
    Gibt es ein Verfahren, dass die Bienen veranlasst, diesen kristalisierten Honig zu verarbeiten oder mach ich mir dabei meinen Sommertrachthonig kaputt?
    Grüsse vom Cuximker
    Bernhard.

    Moin,
    ich habe in meinen Beiträgen zu diesem Faden ja schon geschrieben, es ist das erste mal, dass ich mit einem jüngeren, kräftigen Imker den Raps angewandert bin.
    Also auch noch "jungfräulich" was die imkerlichen Erfahrungen hierbei sind.
    Heute haben wir einen Teil der Bienen (2 Völker im Raps und 3 Völker aus der Frühtracht) nach Hause geholt und geschleudert. Der Rapshonig hatte 16,5 - 17 % Wasser, der Frühtrachthonig lag bei 16,2 % mit dem "Schätzeisen" gemessen.
    Neben dem bereits in den Waben kristallisiertem Rapshonig, den wir nicht mehr aus den Waben raus bekommen haben, war der ausgeschleuderte Honig auch noch sehr zäh, fast gallertartig. Den Honig aus der Frühtrachtblüte war gut verdeckelt und ging auch relativ gut durch die Doppelsiebe.

    Den Rapshonig zu schleudern hat dagegen keinen Spaß gemacht und war ein gutes Stück Arbeit. Auch wenn die Beute aus diesem Schleudertag für uns recht ansehnlich war, ist die Rapshoniggewinnung ein richtiges und echtes Stück Arbeit welche uns ganz schön beschäftigt hat.
    Morgen werden wir nochmal 4 Rapsvölker mit jeweils 3 Honigzargen (Dadant US) nach Hause holen und abschleudern. Die restlichen 16 Völker aus der Frühtracht hebe ich mir dann wohl für übermorgen auf, damit der "Genußstress" nicht alles an einem Tag kommt, und wir länger etwas davon haben. 8):D
    Bis jetzt kann ich aber sagen, den Raps an zu wandern ist wohl immer sehr spannend, aber ob ich mir das dann nochmals in Zukunft antuen werden kann ich jetzt noch nicht sagen. Vielleicht belasse ich das auch bei einer normalen Frühtracht in der Obstblüte.