Beiträge von Cuximker

    Für Berufsimker zählen ja da noch ganz andere Maßstäbe, auch auf Grund der Masse an Honig. Für Berufsimker ist ein gutes Marketing nun mal existenziell um sich im Direktverkauf mit seiner Marke am Markt zu behaupten. Ist nicht einfach.

    So lange ich meinen Honig aus 20 WV mit meiner Strategie und in meinem Einzugsbereich zu meinem Preis verkaufen kann, glaube ich dass ich mit meinem Marketing zufrieden bin. Dennoch muss man auch immer mal was neues probieren und am Markt testen.

    Ich finde die Auswertungen von Werbemaßnahmen immer sehr spannend, wobei man Mißerfolge zwar sehr schnell auswerten kann, eine Erfolgsbestätigung aber auch schon mal länger dauern kann. Kommt aber auch auf die Lage und den Kundenkreis an.

    Georgie  
    Diese Kunden brauchst Du aber nicht mehr zu bewerben, die sowieso schon Folgekäufer sind. Diese Kunden muss man "halten".

    Neukunden animieren, bewerben, zum Kauf anreizen unterliegen dabei andere Gesetze, die auch viel spezieller und aufwändiger, aber auch spannender sind, wenn man das in einer wie auch immer gearteten Direktwerbung macht.

    Hallo Beemax,
    einem Zwischenhändler kannst Du dieses anbieten, für den dauerhaften Verkauf mußt Du aber den Endkunden überzeugen.

    Wenn Du das auch persönlich machen möchtest, ist das zwar effektiv, aber sehr Zeitaufwändig. So genannte Propagandisten praktizieren dieses in Einzelaktionen in Verbrauchermärkten gelegentlich.
    Es ist nun mal so, dass Herr Hipp oder Herr Darboven wie auch Herr Grupp, persönlich ihre Produkte in Person bewerben.

    Diese Gabe hat aber nicht jeder Imker. Die meisten Imker, die ich kenne haben eher ein Problem damit, direkt und offen auf Kunden zu zugehen und ihre Produkte zu bewerben.

    Man muß auch nicht immer alles mitnehmen, was geht.

    Die Kunden interessieren sich kaum für unser Gejammer. Jedoch wenn ich einem erkläre, dass ich "von April bis August keinen längeren Urlaub machen kann, wegen der Bienen und so", hat er mal 'ne Botschaft. Weiterhin kann man auch mal ausrechnen, wie lange die ganze Honigbearbeitung und das Drumherum (Gläser, Etiketten, Saubermachen) dauert und das in Relation stellen. Da kommt dann das Argument "ist ja Hobby". Dann muss man allerdings erklären, dass Hobby auch Einsatz, Zeit und Geld kostet.

    Den Kunden interessiert es wirklich nicht worüber du jammerst. Auch nicht ob du keinen Urlaub im Sommer oder überhaupt bekommst.
    Erst wenn für den Kunden ein "Mehrwert" durch den Kauf dieses Produktes entsteht, wird er sich zu einem Kauf entschließen.
    Daher gilt es im Marketing, den Kunden davon zu überzeugen, dass gerade dein Honig, ihm diesen Mehrwehrt zukommen läßt.
    Je nach Kundenklientel, wird er dann den ausgelobten Preis alleine schon durch die Aufmachung akzeptieren. Sämtliche Premiummarken bei allen Verbrauchsartikel zeigen uns dieses auf.

    Eine Reinigung des Bodens nehme ich grundsätzlich nur mit einer weiteren Hilfsperson vor.
    Einer hebt die Dadantzarge kurz an und hält diese fest, dabei bleibt das Kreuz gerade. Der andere fegt den Boden schnell sauber. Dann kommt die Zarge wieder zurück auf den Boden.

    Das geht ruck zuck und dauert pro Beute keine 30 Sekunden.

    Als jemanden mit Insiderwissen zu solchen Fällen, sei es juristisch oder anderweitig vorbelastet, mag man die Abwicklung solcher Schadenfälle ja abgeklärter sehen.

    Für mich ist die Imkerei ein Hobby, welches mir in erster Linie Freude bereiten soll.
    Da komm ich in Kenntnis solcher, hier diskutierter Vorfälle schon mächtig ins Grübeln, da ich weder juristisch noch im Versicherungswesen beschlagen bin und froh bin, möglichst beide Fachrichtungen nicht in Anspruch nehmen zu müssen. :D

    Daher bin ich froh über erklärende Beiträge von Wissenden.

    Grüsse
    Bernhard

    Was mich überrascht hat, dass das OLG mit Sicherheit davon ausgeht, dass der nahegelegenste Bienenstand der Verursacher ist. Das muss aber Grenzen finden. So wäre ein Abstand von 500 Meter sicherlich anders zu bewerten.

    Aber diese 500 m sind dann doch auch nur eine willkürlich angesetzte Distanz.

    WFLP  
    dann möchte ich aber nicht der beschuldigte Imker sein. Das halten meine Nerven und auch mein Blutdruck auf Grund meiner Rechtsauffassung nicht stand.
    Unter diesen Umständen dürfen sich dann im Flugkreis von Bienen keine Menschen aufhalten. In einem Schadensfall ist automatisch der nächste Imker haftbar.

    Es hat bei mir eine Weile gedauert, die Rechtslage welche dem in Rede stehenden Urteil zu Grunde liegt zu verstehen und komme zu dem Ergebnis, die Gerichtsentscheidungen sind nachvollziehbar und stehen im Einklang mit dem Gesetz. Als Halter von Bienen unterliegen wir einer Gefährdungshaftung. Vor Schadensersatzleistungen schützt uns eine Haftpflichtversicherung. Ohne Versicherungsschutz kann es sehr sehr teuer werden. Man muss sich hierbei auch in die Lage des Geschädigten versetzen. Bleiben dauerhafte Schäden zurück und für den Schaden zahlt eine Versicherung so hilft es, das persönliche Schicksal zu mildern. Ohne die gesetzliche Gefährdungshaftung sehe es für beide Parteien schlechter aus. Für mich ist die Welt hier wieder in Ordnung. VG Jörg

    Wie würde dann eine Entscheidung bei materiellen Schäden (Verunreinigung durch Reinigungsflüge) aussehen können?
    Ich frage deswegen, weil im letzten Frühsommer derartige Regressansprüche mir gegenüber ausgesprochen, es jedoch nicht juristisch angegangen wurde.



    Meine Bienenvölker stehen ausschließlich in Kleingartenanlagen mit einer max. Parzellengröße von ca. 400 m²

    Entsprechender Publikumsverkehr auf den Wegen und in den Nachbarparzellen ist obligatorisch.

    Ja, es ist in den Anlagen leider auch schon vorgekommen, dass Kleinkinder mit nackten Füßen spielend, im Rasen von Bienen gestochen wurden. Mehr ist gottlob nicht passiert und die Eltern wie auch die Kinder haben es unter "Lebenserfahrung" hin genommen.

    Ich halte dieses Urteil nach meiner Rechtsauffassung für sehr "bemerkenswert". Denke aber, dass man es wohl eher verstehen wird, wenn man die kompletten Umstände und die vollständige Urteilsbegründung kennt die hierzu geführt haben.

    :thumbup:
    Alle Imker können leider nicht alles haben und müssen in den unterschiedlichen Situationen sehen wie man möglichst gut klar kommt. Vernünftige Gerätschaften von einer Gemeinschaft benutzt macht ja auch Sinn. In Deinem Fall bleibt die Pflege, Reinigung und Wartung halt bei einem zurück. Wenn man dann einen Weg findet ist das auch i. O.