Beiträge von Cuximker

    Re-Mark  

    Hallo Robert,

    nun komm mal schnell wieder runter und denke an Deinen eigenen Blutdruck.

    Ich mach bestimmt in der Imkerei nicht alles richtig, habe aber auch auf Grund meiner Lebenserfahrungen gelernt manche Dinge gelassen zu sehen und an solchen journalistischen Veröffentlichungen unter der Überschrift "...war stehts bemüht..." zu ordnen.

    Diese Artikel sind in "einfache Kost" für die breite Masse ein zuordnen und nicht für ein Fachpublikum gedacht. Ich bin mit meiner Hobbyimkerei ein sog. "Stadtimker" und komme in der Kleingartenanlage mit vielen Passanten über meine Bienen ins Gespräch. Somit bekomme ich auch Rückmeldungen über den vorhandenen allg. Kenntnisstand der breiten Bevölkerung im Thema Bienen.


    Ich denke, du überschätzt die Wirkung eines solchen Berichtes. Nachhaltigkeit ist da ebenfalls kaum beim Leser vorhanden, weil die meisten andere Probleme für wichtiger erachten.
    Nur der eindeutig in diesem Bienenthema vorbelastete Imker und der stark Bieneninteressierte der sich in dieses Thema vertieft hat, wird erkennen, welche journalistischen Unzulänglichkeiten im Thema, mit diesem Artikel publiziert werden.


    Meinen obigen Beitrag #3 habe ich daher begonnen:

    "Muß man als Imker über jedes Stöckchen springen, welches einem vorgehalten wird?"


    Nimm es gelassener und denke an Deine Gesundheit. Du wirst die Welt nicht ändern.

    Grüße von der Nordsee, aus Cuxhaven
    Bernhard

    Pinky69


    Hallo Chris,
    ich habe mir meine Beutenböcke nach im Bild dargestelltem System gebaut.

    - sind einfach herzustellen
    - sind relativ preisgünstig
    - können gut vorbereitet werden
    - sind jederzeit zerlegbar
    - ein Umsetzen unter den Beuten dauert bei entsprechender Vorbereitung, keine 5 Minuten.
    ist also für die Bienen völlig unproblematisch.

    Muß man als Imker über jedes Stöckchen springen, welches einem vorgehalten wird?

    Dieser erwähnte Beitrag sagt doch klar aus, dass vom "Stadtimker" keine Gefahr für die Wildbiene ausgeht.
    Die Überschrift dient alleine um den Leser auf diesen Artikel zu ziehen.
    Als Stadtimker sehe ich das mit großer Gelassenheit. Sollte ich darauf angesprochen werden habe ich hier vor Ort hinreichend Beispiele warum die Honigbiene in der Stadt keine Gefahr für die Wildbiene darstellt, weil Nahrung für beide Arten hinreichend vorhanden ist.

    Auch durch die Beiträge hier in diesem Thread...

    Ich hab sie mal gezählt:

    3 Imker haben dir dazu geraten abzuschwefeln.

    12 Imker haben dir dazu geraten das Volk durch Abkehren aufzulösen und auch noch gut erklärt, warum und wie man das am besten anstellt.

    Es ist mir schleierhaft, wie du auf Grund der "Beiträge hier in diesem Thread" zu dem Entschluß gekommen bist abzuschwefeln. Das es letzten Endes doch nicht nötig war sei mal dahingestellt, aber schön, wie "spannend" du es beschrieben hast... und dann die große Erleichterung! Toll !

    Hallo Kruppi,
    danke für Dein Statement und die Mühe, die Beiträge zu aufzuschlüsseln. Dieses Volk hatte bereits 1 mal abgefegt, mit der Folge, dass die Drohnenmütterchen es doch wieder zurück in die Beute geschafft hatte.
    Nach dem 2.x Abfegen, hatte ich es dann mit einer neuen Königin versucht. Hier habe ich nach ca. einer Woche die neue Königin nicht mehr gesehen, aber Wabenzellen mit mehreren Stiften gefunden die auch noch ungeordnet in den Zellen angeordnet waren.


    Daraus schloss ich für mich, dass es beim 2. mal wieder nicht geklappt hat und habe meine Beiträge hier ins Forum gestellt.
    Ich nehme nicht für mich in Anspruch ausreichende Kenntnisse für eine umfassende Beurteilung von Problemvölker zu besitzen.
    Daher suchte ich nach Meinungen hier aus dem Forum. Ich weiß aber auch, dass für jeden eine Ferndiagnose sehr schwer bis unmöglich ist, zumal die Angaben auch sehr wage sind.

    Meine Vorstellungen waren, nachdem ich die letzte Königin nicht wieder gesehen hatte, dass das Dronenmütterchen diese abgestochen habe. Somit auch weiterhin die Gefahr bestehen könne, dass nach dem Auflösen dieses Volkes das Drohnenmütterchen sich in einem anderen Volk einnistet. Daher schien mir ein Abschwefeln, auch wenn es für mich schmerzlich gewesen wäre, aber sicherer.

    Ich habe für mich kein Problem damit, auch eigene Fehler oder von mir getroffene Fehlentscheidungen hier öffentlich zu Posten. Damit meine Fehler möglichst von Anfängern nicht nochmals gemacht werden.
    Dass mir bei der Vorstellung des Abschwefeln noch erhebliche Selbstzweifel geblieben sind, sollte mir jeder hier Abnehmen. Folglich habe ich dann nochmals vor dem Abschwefeltermin eine gründliche Durchsicht gemacht, die zum besagten erfreulichem Ergebnis geführt hat. Darüber bin ich selbst mehr als froh und glücklich.

    Meine Wertschätzung gegeüber Ratschlägen von erfahrenen Imkern zu meinen Fragen hier in diesem Forum ist weiterhin ungebrochen und werden dankbar zu Kenntnis genommen. Sonst wäre ich nicht mehr hier und würde täglich in diesem Forum lesen.


    Schöne Grüsse von der Nordseeküste, aus Cuxhaven

    Bernhard

    Moin liebe Forengemeine,


    in meinem Beitrag Buckelbrut Volk zu retten ist fehlgeschlagen - jetzt abschwefeln. habe ich von meinem Problemvolk und meiner Absicht, dieses Volk endgültig zu eleminieren, geschrieben.


    So habe ich mir Schwefelschnitten online bestellt, die aber bis heute noch nicht angekommen sind, mit der Absicht, diese auch zur Anwendung zu bringen.


    Auch durch die Beiträge hier in diesem Thread, bin ich mich dann nochmals in mich gegangen und habe mir diesen Schritt nochmals vor Augen gehalten und mir das "für und wider" für mich nochmals abgewogen. Ich bin zum festen Entschluß gekommen, das es wohl keinen anderen Weg für dieses Volk gibt.


    Heute, bei ca. 18° C, Sonnenschein und bestes Flugwetter, habe ich dann die Beute nochmals geöffnet und alle Rähmchen gezogen. Warum kann ich jetzt nicht mal genau sagen, weil meine Entscheidung für dieses Volk stand fest. Dennoch wollte ich mir alle Rähmchen nochmals genau ansehen.


    Es waren 9 besetzte Dadant Brutrahmen. Futter war gut eingetragen. Nachdem ich jede Wabe nach und nach gezogen habe, bekam ich entgegen meiner Erwartungen, Waben mit nachfolgenden Bilder zu sehen.

    Auch hat sich mir die gezeichnete Königin heute gezeigt! Was soll ich sagen - dieses Volk stellt mich jedesmal vor neue Herausforderungen.
    Jetzt bin ich froh, nochmals eine Durchsicht gemacht zu haben. Da das Volk von der Bienenmasse recht gut bestückt ist, auch gut Futter eingetragen ist, hoffe ich jetzt mal das Volk doch noch retten zu können.

    Moin Ede,

    das Abschwefeln nur das letzte Mittel der Wahl sein kann, da bin ich ja voll bei dir. Diesen Schritt mache ich mir auch nicht leicht, denn ich habe 2 mal den Versuch mit abfegen und neuer Königin zusetzen praktiziert.
    Beide mal ist es fehlgeschlagen. Eine weitere Königin habe ich nicht und werde ich auch nicht nochmal zukaufen.
    Auch ist mir das Risiko zu hoch, dass mir das oder die Drohnenmütterchen andere Völker gefährden.


    Das Argument "Was denken denn Andere von uns, wenn sie das lesen?" kann ich nicht gelten lassen, weil es für mich nicht relevant ist was andere denken, denn nur ich bin für meine Bienen verantwortlich.
    Dieser Verantwortung werde ich auch dadurch gerecht, wenn ich ein Volk, welches nicht überleben kann, sachgerecht abtöte.
    Ich werde dieses Volk sich nicht selbst überlassen bis es durch meine Nachlässigkeit früher oder später eingeht.

    Gerade weil ich meine Bienen für die Umwelt erhalten möchte, muß ich meine anderen Völker davor schützen, daß sich ein Drohnenmütterchen ins weiselrichtige Volk einnistet. Diese Gefahr scheint mir bei einem erneutem Abfegen und Wegnahme der alten Beute zumindest gegeben.


    Daher scheint mir in diesem Fall das Abschwefeln als letzte und einzige Möglichkeit. Auch wenn´s mir nicht leicht fällt.


    Gruß von der Nordseeküste aus Cuxhaven
    Bernhard

    Moin aus Cuxhaven,

    aus diesem Forum kommen viele Ratschläge von Imkern mit langjährigen Praxiserfahrungen, die auch an unerfahrene Jungimker wie mich, wohlwollend weiter gegeben werden.
    Dafür bin ich sehr dankbar, auch wenn ich manche Hinweise hinterfrage, skeptisch bin oder auch nicht immer 1:1 befolge.

    Solches Jungimkerverhalten mag für den Ratgebenden hier im Forum gelegentlich frustrierend und demotivierend sein. Das kann ich zwar verstehen, würde aber die Situation der ratsuchenden Jungimker nicht verbessern zumindest durch die hier gegebenen Ratschläge, sein eigenes fehlendes Wissen zu vervollständigen.

    Auch ich habe die erhaltenen Ratschläge hier aus dem Forum nicht befolgt, als es darum ging mein Drohnenbrütiges Volk auf zu lösen. Ich habe gehofft und für mich gedeutet, mein drohnenbrütiges Volk, durch abfegen und zusetzen einer neuen Königin, eine Chance zu geben, sich weiselrichtig zu erneuern.
    Das hat leider so nicht geklappt und halte es für meine Pflicht, dieses hier zu posten, damit die Ratgebenden Imkerkollegen zumindest eine Rückmeldung erhalten.

    Nachdem ich das drohnenbrütige Volk, ca. 50 m vom Bienenstand auf der Wiese abgefegt hatte und am bisherigen Standplatz eine neue Beute mit ausgebauten Mittelwänden und eine neue Königin platziert habe, hoffte ich, dass die zurückkehrenden Bienen diese neue Königin annehmen werden.
    Diese Königin habe ich auch noch nach 8 Tagen lebend im Volk ausmachen können und mich gefreut, dass diese Maßnahme doch noch gelingen könne. Heute vor dem Nachfüttern, konnte ich die gezeichnete Königinn nicht mehr sehen!
    Nach intensivem Betrachten der Waben musste ich wieder das gleiche Bild mit Wabenzellen und mehreren Stiften, sowie eine ausgezogene Zelle erkennen. Folglich der Rettungsversuch ist gescheitert und ich werde das Volk abschwefeln.

    Darüber bin ich sehr enttäuscht, aber viele hier aus diesem Forum haben es mir im Vorhinein angedeutet, das es nicht klappen wird. Also Asche auf mein Haupt. Alle Ratgeber haben voll recht gehabt!

    Jetzt habe ich auf Grund fehlender Praxis mit Abschwefeln von Bienen, ein neues Problem. Wo bekomme ich Schwefel her und wie wird es zum abtöten dieses Volkes richtig angewandt? Hierfür bitte ich dieses Forum nochmals um Hilfe und versichere ich werde diese befolgen.

    Gruß
    Bernhard