Beiträge von Cuximker

    Es kann der frömmste nicht in Frieden leben,
    wenn´s dem bösen Nachbarn nicht gefällt...

    Moin Stony, erstmal hast Du mein Mitgefühl, weil ich dieses in diesem Jahr in ähnlicher Weise durchgemacht habe.
    Aber dafür kannst Du Dir auch nichts kaufen.

    Ich kann und werde Dir hier auch keinen Handlungsrat geben, weil ich Deinen Nachbarn und die möglichen Reaktionen hieraus nicht abschätzen kann.

    Ich habe die Situation meine Situation einfach ausgesessen und warte bis heute auf irgendwelche anwaltliche Schreiben des Beschwerdeführers.

    Ich habe in einer Kleingartenparzelle 12 WV und über den Sommer eine Entsprechende Anzahl Jungvölker/Ableger/eingefangene Schwärme stehen. Ein Nachbar in ca. 80-100 m Entfernung zu den Bienenkästen hat sich vehement darüber beschwert, dass meine Bienen, sein Auto mit Kot beschmutzen und sein Glasdach vom Wintergarten mit Kot einsauen.
    Es wurden verschiedene Institutionen hier diesbezüglich vom Beschwerdeführer mobilisiert. (Stadtverwaltung, Bezirksverband der Kleingärtner, Landkreis/Veterinär, Polizei usw. sind Stellen die mir bekannt sind)
    Nichts, aber auch garkeiner dieser von mir aufgezählten Stellen haben diese Beschwerde in irgend einer Form verfolgt oder mich auch nur angeschrieben.

    Also ruhig bleiben und weiter so machen. Man kann sich nicht wie ein Fähnlein im Wind drehen, sondern muß manchmal auch Sachen aussitzen.

    Auch ich bin an einem friedlichem Miteinander, gerade in der Nachbarschaft interessiert, aber wenn es einfach nicht sein soll, kann man einfach nichts anderes machen. Laß ihn einfach zetern.

    Moin,
    nun habe ich hier gelernt, dass ein gegorener Honig durchaus noch weiter verwertet werden kann.

    Ich werde es dennoch für mich nicht machen, weil mein Kopfkino mich davon abhält und ich beim Essen immer daran denken muß.

    Dennoch bedanke ich mich bei allen für die ausführlichen Erklärungen.

    Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu. :)

    Danke für Deine Erklärung ^^ Jetzt habe auch ich Verstanden. Manchmal brauche ich ja auch ein bischen länger.
    Einen Defi werde ich mir für diese Einrichtung bestimmt nicht zulegen. Einmal aus Kostengründen übersteigt dieses meine Möglichkeiten und des weiteren muß man mit so einem Gerät auch umgehen können, wenn man es denn anwenden müßte. Ich denke, das ist auch ein wenig überzogen.

    Mit meiner Frage dachte ich mehr an Unfälle der alltäglichen Art, auf die man entsprechend reagieren muß. Sollte ich den Anschein haben, dass es sich um einen möglichen Herzkasper handelt oder ähnlichem, kann man sowieso nur die 112 zur Hilfe holen.

    Sollte ich Besucher an einen offenen Bienenkasten heran führen, hat dieser immer die Möglichkeit eines Stichschutz zu bedienen, die ich bereit halte.
    Wenn diese nicht genutzt werden, muß derjenige mit den möglichen Folgen halt leben.
    Sollte es zu außergewöhnlichen Reaktionen dann kommen, muß sowieso der Notarzt gerufen werden.

    Denke ein Allergie notfallset dürfte nicht schaden. Hiermit könnte ich schon mal einer Frau das Leben retten.

    Das darfst du aber eine andere Person nicht so ohne weiteres verabreichen.

    Ein Notfallset gegen Allergie muß ein Arzt verordnen und fällt somit als Erste Hilfe raus.

    Moin, nun möchte ich meinen Haupt Bienenstand (24 qm Gartenlaube in einer Kleingartenanlage als Wirtschaftsgebäude) den imkerlichen Alltagsanforderungen anpassen. Hierzu zählt dann unweigerlich auch ein Erste Hilfe Verbandkasten. Möglichst ausgelegt auf die Bedürfnisse die im imkerlichen Alltag so an Verletzungen passieren können und die der ersten Hilfe von Laien bedürfen. Neben Eigenbedarf, was jedem mal in der Imkerei auch bei handwerklichen Tätigkeiten passieren kann, habe ich gelegentlich „Praktikanten“ welche sich
    meine Betriebsweise in der Praxis ansehen möchten, auch teilweise bieneninteressiertes Publikum/Passanten in meiner Parzelle. Ich denke, einen Erste-Hilfe-Kasten inkl. Füllung DIN 13157 sollte inhaltlich alles abdecken was man als Laie zur Ersten Hilfe durchführen kann. Eine Kühltruhe mit einigen Kühlpads ist ebenfalls für den Notfall vorhanden. Für alles andere muß dann sowieso der Notarzt gerufen werden, was möglichst nicht erforderlich ist, weil dieser Fall erst gar nicht eintreten möge. Gibt es da Erfahrungen in der Praxis, was man zusätzlich noch vorhalten sollte? Grüsse vom Cuximker Bernhard

    Liebe Imkerkollegen,
    auch wenn Honig ein Hochwertiges Produkt ist, sollte es auch wenn es den Imker passiert hat, ein hochwertiges Produkt sein.

    Aus meiner Sichtweise sind all die hier beschriebenen "Rettungsversuche" eines mißglückten Honigs reine "Geigelei"

    Bei aller Wertigkeit für einen guten Honig, den wir alle in den Verkehr bringen wollen, sollten diese Behandlungsmethoden nach meiner Ansicht, so nicht angewandt werden um auch noch das letzte Glas Honig verwerten zu müssen.

    Cuximker : Sei etwas relaxter und setze zur geistigen Übung mal Sauerteig ganz altmodisch an. Roggenmehl, und Leitungswasser. Und dann abwarten, was spontan wächst. Das ist maximal undefiniert und gibt sehr leckeres Brot.

    Über das Zustandekommen von Sauerteig bin ich mir sehr bewußt. Dieser Prozeß zielt dann genau auf diesen Vorgang ab.
    Dennoch, sollten sich beim Entstehungsprozeß dieses Sauerteiganstellgut unkontrolliert auch Schimmel bilden, verwerfe ich diesen Sauerteig und versuche nicht durch manipulierende Maßnahmen diesen Sauerteigansatz noch für irgendwas zu retten.

    Wenn ein Honig eigenständig in eine Gährung übergegangen ist, ist ein Prozess gestartet, der so wohl nicht beabsichtigt war.

    D. h. im Umkehrschluß das Produkt hat sich in irgend einer Form verselbstständigt, was ich nicht gewollt und von mir so nicht bewusst beeinflusst worden ist. Dieses ist eine wilde Vergährung.

    Warum sollen solche Produkte noch in irgend einer Form für den menschlichen Verzehr genommen werden, von dem ich nicht weiß, wie oder wodurch es zustande gekommen ist?

    Als Imker mit Verantwortungsbewustsein verwende ich auch keine Futterwaben weiter, von Bienenvölker für dessen plötzlichen Tod ich keinen Grund finde.

    Wer es sich nicht leisten kann, bedauerlicherweise in Gärung übergegangenen Honig auch mal zu vernichten, sollte sein Imkerkonzept mal neu überdenken.

    Die Anwendung der Hygieneauflagen und deren Dokumentation, sind in erster Linie zur Eigenabsicherung.

    Dir ist also das wichtigste ungeschoren davonzukommen? ... Hmmm

    Sorry, wenn ich mich da missverständlich ausgedrückt haben sollte, daß Du es so daraus schließt.
    Die Anwendung und Einhaltung der Hygieneauflagen dienen in erster Linie dem Verbraucherschutz!

    Die Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen dienen mir als Nachweis, diese entsprechend angewandt zu haben und in einem evtl. Beweislastumkehrverfahren gem. HACCP zum Eigenschutz.

    Sollte noch etwas unklar sein, gerne nachfragen, es zeigt mir, daß Du Dich wirklich mit dem Thema beschäftigst. ;)

    Gruß
    Bernhard

    Danke für Deinen Post und auch Grüße von der Nordsee zurück.

    Auch danke ich Dir für den Hinweis auf die Dokumentation der Ungezieferprophylaxe. Diese habe ich doch wirklich vergessen, obwohl ich darüber weiß.

    Sicherlich ist es ein Weg, vorher mit dem Veterinäramt über die Einrichtungsvoraussetzungen für einen Schleuderraum zu sprechen. Bei einem komplettem Neubau oder auch als Berufsimker würde ich es sicherlich auch so machen.

    Welche Auskunft sollen aber die Behörden dann aber geben wenn nicht Forderung/Umsetzung einer Maximallösung. Also 100% Erfüllung der Vorgaben. Bei einer Vorabinfo wird evtl. noch auf Variationsmöglichkeiten in der Ausführung hingewiesen, jedoch kaum irgend einen Ermessungsspielraum gleich eingeräumt bzw. bekannt gegeben.

    Einen Ermessungsspielraum kommt erst dann zum tragen, wenn man bei der Beurteilung der vorgefundenen Gesamtsituation, diesen Spielraum auch anwenden kann.

    Somit möchte ich es erstmal bei meiner Darstellung belassen und abwarten, was dann als Kompromiss einer Nachbesserung möglicherweise bedarf, wenn überhaupt jemand zur Hygienekontrolle kommt.

    Als "Hobbyimker" sollte man zwar auch hohe Hygieneanforderungen bei der Honiggewinnung ansetzt, muß aber auch nicht durch vorauseilenden Gehorsam, unbedingt "schlafende Hunde" wecken. Die Anwendung der Hygieneauflagen und deren Dokumentation, sind in erster Linie zur Eigenabsicherung. Natürlich ist man am Ende auch froh, sollte es bei einer Kontrolle zu keinen oder nur geringfügigen Beanstandungen kommen, die man dann auch gerne beseitigt.

    Im Augenblick und in naher Zeit, erwarte ich nicht unbedingt einen Besuch, bzw. Kontrolle durch den Veterinär. Aktuell die Schweinepest und Vogelgrippe sorgen für entsprechende Verlagerung der Prioritäten, gegenüber einem kleinem Hobbyimker. Des weiteren hoffe ich auch eine realistische Einschätzung in dieser Richtung durch die Veterinär Amtsleiterin, da sie selber eine Hobbyimkerei betreibt.

    Es ist und bleibt jedenfalls ein spannendes Thema. Derzeit bin ich ja noch in der Umgestaltungsphase. Wenn die Imkerhütte in der Kleingartenanlage dann fertig ist, werde ich sie gerne hier auch in Bilder vorstellen.

    Grüsse vom Cuximker
    Bernhard