Beiträge von Cuximker

    Bommelmann  

    Aus solche Aufstellungen für sich irgendwelche Schlüsse zu ziehen, halte ich bei der Vielfältigkeit der persönlichen Umstände eines jeden Imkers für wenig Aufschlußreich. Warum der eine so und mit dieser Betriebsweise imkert, kann beim anderen Imker jedoch ganz anders sein.

    Ich bin Standimker. D. h. ich wandere nicht. Ich möchte auch keine Zargen bei der Durchsicht abheben, denn die Kraft bringe ich nicht für alle Völker auf. Daher auch meine Honigräume in Flachzargen.

    Da kann ein junger Wanderimker dann schon ganz andere Anforderungen an seine Beuten u. Betriebsweisen als Kriterium festlegen

    Es gibt viele Beutentypen und Betriebsweisen und jede hat seine Marktberechtigung bis hin zum Bienenkorb. Warum auch immer.

    ...

    Kann bisher nicht erkennen, dass Thermoschiede da den großen Unterschied gemacht haben sollen. Vielleicht zeigt es sich auf lange Sicht. Mal abwarten.

    Dann mußt du halt fester daran glauben, denn der Glaube versetzt Berge!:D

    In meinen Holzbeuten konnte ich heute nur bei 3 von 20 Völkern mit älteren Königinnen, schwache Brutfelder mit Brut in allen Stadien feststellen.

    Meine überwinterten Königinnen in MiniPlus in Styropor auf 3 Zargen waren dagegen deutlich weiter entwickelt.

    Edwin  
    Ich versuche immer eine Lösung zu finden um ein gutes Nachbarschaftliches Verhältnis zu wahren. Es sind ja schließlich auch meine Honigkunden. Als "Don Krawallo" würde ich mich da auch selber schaden.

    Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass es als Imker nicht immer einfach ist, jedem recht zu tun. Das hat aber weniger mit der Region zu tun als mit den Menschen die darin leben.

    Nun hatten wir im letzten Jahr auch kaum Niederschläge, die eine Verunreinigung weg gewaschen hätten. Hinzu kam die "neue Coronasituation" und die Leute hatten sehr viel Zeit im Liegestuhl unter dem Terrassendach die Gedanken schweifen zu lassen.
    So hoffe ich in diesem Jahr auf eine andere Situation und wie damit umgegangen wird.
    Die Bienen stehen ja jetzt seit 2017 an diesem Ort und auf einmal bemerkt man solch eine Störung.

    Ich hoffe auf jedenfall auf eine "friedliche" nachbarschaftliche Bienensaison.

    Edwin  
    Probleme entstehen wohl kaum abhängig von einer Lage, Probleme entstehen durch und von den Menschen die dort leben.

    Ich habe meine Bienen in einer Kleingartenanlage, Parzelle ca. 400 m² direkt neben einem Ortsrand Wohngebiet stehen. Weder die unmittelbaren Nachbarn in der Gartenanlage noch die Bewohner in nächster Nähe beschweren sich in irgendeiner Form über meine Bienenhaltung.

    Dennoch gibt es einen Bewohner in einer Entfernung von 70-80 m mit seinem Endreihenhaus, der sich Permanent über die Verschmutzung durch meine Bienen beschwert. (Terrassenüberdachung voll mit Bienenkot, parkende Autos am Straßenrand ebenso verdreckt, Garten nicht mehr nutzbar usw.)

    Er habe ja nichts gegen Bienen, aber meine nehmen dann wohl überhand und ich würde das ja auch schon "professionell aufziehen" was in einer Kleingartenanlage ja so nicht erlaubt wäre.


    Wir leben hier direkt an der Küste. D. h. gefühlt sind hier, bedingt auch durch die Fischindustrie, fast genau so viele Möwen in der Luft wie Bienen. Alle fliegende Tiere lassen ihre Hinterlassenschaften aus der Luft fallen. Entsprechend groß ist der Frust bei den (ge ) betroffenen.

    Es ist aber nur ein einziger Anwohner der sich, dann auch noch nicht nur über meine Bienen, gestört fühlt.

    Also es liegt nicht an der Gegend, es liegt an den Menschen.

    Egal was du machst oder für welche Variante Du Dich entscheiden magst. Halte Dein Beutensockel mobil, falls Du Dich später aus irgendwelchen Gründen auch immer, anders orientieren möchtest und die Bienen umstellen willst.

    Wenn Bienen schwärmen, lassen sie sich in einem Umkreis von ca. 20 m zum ersten mal nieder. Auch wenn Du das persönlich nicht sofort mit bekommst, halte ich es für möglich, daß aufgebrachte Mütter bei ihren Kindern am Spielplatz hysterisch reagieren. Mit allem was da kommen kann. :D

    Und bei diesem Nachweis sehe ich dann die Ungleichbehandlung, weil von Menschen, die seit 20 Jahre im Imkerverein sind, eine entsprechende Sachkunde fingiert wird.


    Grundsätzlich ist das alles wünschenswert, aber dann müsste es eben fair sein und auch kontrolliert werden und das sehe ich nicht.

    Das kommt dann darauf an, wie eine entsprechende Durchführung aufgestellt wird.
    Ich gebe Dir recht, das würde keine einfache Kiste werden, weil sich die Imkerschaft, wie in vielen anderen Dingen, wenig einig sind.

    Die Jägerschaft rennt aber auch mit Schusswaffen rum, deswegen finde ich da das "grüne Abitur" mehr als angemessen.


    Die Waffenhandhabung ist aber auch nur ein Teil der Jägerausbildung, wenn auch ein sehr wichtiger!
    Dennoch schließt es nicht aus, dass Jäger weiterhin ihre Waffen am Garderobenhaken im Flur hängen haben und sich nicht immer die Mühe machen, den Waffenschrank zu nutzen.

    Ein Sachkundenachweis für Hobbyimker wird auch künftig nicht verhindern unsachgemäß mit Bienen zu hantieren. Dennoch wäre eine intensivere Wissensvermittlung abgerufen als es derzeit bei vielen Hobbyimkern ist.

    Moin,
    ich finde die Forderung nach einem Sachkundenachweis für eine Bienenhaltung durchaus für legitim und nicht mal ungewöhnlich.

    Die Jägerschaft zeigt doch wie es geht. Hier spricht man sogar vom "grünem Abitur" weil die Latte zum Erreichen eines Jägerbriefs entsprechend hoch hängt und Wissen vermittelt wird, die weit über das direkte erlegen des Wildes hinaus geht.

    Die allgem. Kosten für den Einstieg in die Imkerei noch höher zu schrauben, macht keinen Sinn und wird den Interessenten kaum von seinem Vorhaben abhalten.
    Auch hier ist das Jagdwesen ein typisches Beispiel.

    Lediglich die Wertschätzung um dieses Produkt der Bienenhaltung und Honiggewinnung könnte mehr Beachtung zukommen.

    Für Berufsimker zählen ja da noch ganz andere Maßstäbe, auch auf Grund der Masse an Honig. Für Berufsimker ist ein gutes Marketing nun mal existenziell um sich im Direktverkauf mit seiner Marke am Markt zu behaupten. Ist nicht einfach.

    So lange ich meinen Honig aus 20 WV mit meiner Strategie und in meinem Einzugsbereich zu meinem Preis verkaufen kann, glaube ich dass ich mit meinem Marketing zufrieden bin. Dennoch muss man auch immer mal was neues probieren und am Markt testen.

    Ich finde die Auswertungen von Werbemaßnahmen immer sehr spannend, wobei man Mißerfolge zwar sehr schnell auswerten kann, eine Erfolgsbestätigung aber auch schon mal länger dauern kann. Kommt aber auch auf die Lage und den Kundenkreis an.

    Georgie  
    Diese Kunden brauchst Du aber nicht mehr zu bewerben, die sowieso schon Folgekäufer sind. Diese Kunden muss man "halten".

    Neukunden animieren, bewerben, zum Kauf anreizen unterliegen dabei andere Gesetze, die auch viel spezieller und aufwändiger, aber auch spannender sind, wenn man das in einer wie auch immer gearteten Direktwerbung macht.

    Hallo Beemax,
    einem Zwischenhändler kannst Du dieses anbieten, für den dauerhaften Verkauf mußt Du aber den Endkunden überzeugen.

    Wenn Du das auch persönlich machen möchtest, ist das zwar effektiv, aber sehr Zeitaufwändig. So genannte Propagandisten praktizieren dieses in Einzelaktionen in Verbrauchermärkten gelegentlich.
    Es ist nun mal so, dass Herr Hipp oder Herr Darboven wie auch Herr Grupp, persönlich ihre Produkte in Person bewerben.

    Diese Gabe hat aber nicht jeder Imker. Die meisten Imker, die ich kenne haben eher ein Problem damit, direkt und offen auf Kunden zu zugehen und ihre Produkte zu bewerben.