Beiträge von Cuximker

    Am 18. Tag Brutwaben entfernen? Da kann es aber sein, dass noch nicht alle Zellen geschlüpft sind. Arbeiterinnen brauchen 21 Tage bis zum Schlupf. Kann man machen, vergibst aber möglicherweise Teile der Brut.

    Wie ich anfangs schon geschrieben habe, es gibt mehrere Methoden der TBE. Ich habe hier lediglich beschrieben wie ich es bei mir mache. Deswegen können andere Methoden aber ebenso zum Ziel führen.

    Ja, über einen Brutzyklus kann man die Bienen auch ohne Königin lassen.

    Wann machst du denn deine TBE, Mitte Juli oder schon früher? D.h. du machst bei brutscheunen nochmals 1-2 Woche im August eine TBE?

    In diesem Jahr werde ich wohl in der ersten Julihälfte meine TBE durchführen um auf eine entsprechende starke Völkerentwicklung für den Winter zu hoffen. Im letztem Jahr war ich da etwas zu spät mit, was sich in der Volksstärke der Ableger negativ auswirkte.
    Aber da spielten bei mir auch noch andere Faktoren mit.

    Ich mache nur eine TBE beim Ursprungsvolk.
    Wenn ich aus den Brutscheunen dann Ableger bilde, bekommen diese natürlich auch alles neue Mittelwände.

    canaz
    Hallo Roland,
    bei der TBE gibt es ja verschiedene Vorgehensweisen.
    Wenn ich aus meinen Brutscheunen neue Ableger bilde, breche ich nach dem 9.Tag alle gebildeten Weiselzellen.
    Zum folgenden Termin, also bis zum vollständigem auslaufen der Brutzellen füge ich die neue Königin (unbegattet) über eine Zweitschlupfzelle ein und lasse diese bei mir Standbegatten. Es sind immer noch genug Drohnen vorhanden, so dass ich bislang nie Schwierigkeiten hierbei hatte.
    Sind alle alten Brutwaben ausgelaufen entferne ich diese, ebenso die vorhandenen Futterwaben und setzte neue Mittelwände ein. Im Gleichen Schritt füttere ich Zuckerwasser 1:1
    Die Bienen bauen so sehr stark und die neue Königin wird in diese ausgebauten Mittelwände stiften.
    Wenn die Bienen sich auf die Mittelwände verteilt haben und fleißig bauen, Sprühe ich Oxalsäure.
    Mit diesem System habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.
    Das Ursprungsvolk füttere ich ebenso zunächst dünn ein um die Bautätigkeit zu fördern. Das OS Sprühverfahren wende ich hier genauso an.

    Bommelmann

    Aus solche Aufstellungen für sich irgendwelche Schlüsse zu ziehen, halte ich bei der Vielfältigkeit der persönlichen Umstände eines jeden Imkers für wenig Aufschlußreich. Warum der eine so und mit dieser Betriebsweise imkert, kann beim anderen Imker jedoch ganz anders sein.

    Ich bin Standimker. D. h. ich wandere nicht. Ich möchte auch keine Zargen bei der Durchsicht abheben, denn die Kraft bringe ich nicht für alle Völker auf. Daher auch meine Honigräume in Flachzargen.

    Da kann ein junger Wanderimker dann schon ganz andere Anforderungen an seine Beuten u. Betriebsweisen als Kriterium festlegen

    Es gibt viele Beutentypen und Betriebsweisen und jede hat seine Marktberechtigung bis hin zum Bienenkorb. Warum auch immer.

    ...

    Kann bisher nicht erkennen, dass Thermoschiede da den großen Unterschied gemacht haben sollen. Vielleicht zeigt es sich auf lange Sicht. Mal abwarten.

    Dann mußt du halt fester daran glauben, denn der Glaube versetzt Berge!:D

    In meinen Holzbeuten konnte ich heute nur bei 3 von 20 Völkern mit älteren Königinnen, schwache Brutfelder mit Brut in allen Stadien feststellen.

    Meine überwinterten Königinnen in MiniPlus in Styropor auf 3 Zargen waren dagegen deutlich weiter entwickelt.

    Edwin
    Ich versuche immer eine Lösung zu finden um ein gutes Nachbarschaftliches Verhältnis zu wahren. Es sind ja schließlich auch meine Honigkunden. Als "Don Krawallo" würde ich mich da auch selber schaden.

    Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass es als Imker nicht immer einfach ist, jedem recht zu tun. Das hat aber weniger mit der Region zu tun als mit den Menschen die darin leben.

    Nun hatten wir im letzten Jahr auch kaum Niederschläge, die eine Verunreinigung weg gewaschen hätten. Hinzu kam die "neue Coronasituation" und die Leute hatten sehr viel Zeit im Liegestuhl unter dem Terrassendach die Gedanken schweifen zu lassen.
    So hoffe ich in diesem Jahr auf eine andere Situation und wie damit umgegangen wird.
    Die Bienen stehen ja jetzt seit 2017 an diesem Ort und auf einmal bemerkt man solch eine Störung.

    Ich hoffe auf jedenfall auf eine "friedliche" nachbarschaftliche Bienensaison.

    Edwin
    Probleme entstehen wohl kaum abhängig von einer Lage, Probleme entstehen durch und von den Menschen die dort leben.

    Ich habe meine Bienen in einer Kleingartenanlage, Parzelle ca. 400 m² direkt neben einem Ortsrand Wohngebiet stehen. Weder die unmittelbaren Nachbarn in der Gartenanlage noch die Bewohner in nächster Nähe beschweren sich in irgendeiner Form über meine Bienenhaltung.

    Dennoch gibt es einen Bewohner in einer Entfernung von 70-80 m mit seinem Endreihenhaus, der sich Permanent über die Verschmutzung durch meine Bienen beschwert. (Terrassenüberdachung voll mit Bienenkot, parkende Autos am Straßenrand ebenso verdreckt, Garten nicht mehr nutzbar usw.)

    Er habe ja nichts gegen Bienen, aber meine nehmen dann wohl überhand und ich würde das ja auch schon "professionell aufziehen" was in einer Kleingartenanlage ja so nicht erlaubt wäre.


    Wir leben hier direkt an der Küste. D. h. gefühlt sind hier, bedingt auch durch die Fischindustrie, fast genau so viele Möwen in der Luft wie Bienen. Alle fliegende Tiere lassen ihre Hinterlassenschaften aus der Luft fallen. Entsprechend groß ist der Frust bei den (ge ) betroffenen.

    Es ist aber nur ein einziger Anwohner der sich, dann auch noch nicht nur über meine Bienen, gestört fühlt.

    Also es liegt nicht an der Gegend, es liegt an den Menschen.

    Egal was du machst oder für welche Variante Du Dich entscheiden magst. Halte Dein Beutensockel mobil, falls Du Dich später aus irgendwelchen Gründen auch immer, anders orientieren möchtest und die Bienen umstellen willst.

    Wenn Bienen schwärmen, lassen sie sich in einem Umkreis von ca. 20 m zum ersten mal nieder. Auch wenn Du das persönlich nicht sofort mit bekommst, halte ich es für möglich, daß aufgebrachte Mütter bei ihren Kindern am Spielplatz hysterisch reagieren. Mit allem was da kommen kann. :D

    Und bei diesem Nachweis sehe ich dann die Ungleichbehandlung, weil von Menschen, die seit 20 Jahre im Imkerverein sind, eine entsprechende Sachkunde fingiert wird.


    Grundsätzlich ist das alles wünschenswert, aber dann müsste es eben fair sein und auch kontrolliert werden und das sehe ich nicht.

    Das kommt dann darauf an, wie eine entsprechende Durchführung aufgestellt wird.
    Ich gebe Dir recht, das würde keine einfache Kiste werden, weil sich die Imkerschaft, wie in vielen anderen Dingen, wenig einig sind.

    Die Jägerschaft rennt aber auch mit Schusswaffen rum, deswegen finde ich da das "grüne Abitur" mehr als angemessen.


    Die Waffenhandhabung ist aber auch nur ein Teil der Jägerausbildung, wenn auch ein sehr wichtiger!
    Dennoch schließt es nicht aus, dass Jäger weiterhin ihre Waffen am Garderobenhaken im Flur hängen haben und sich nicht immer die Mühe machen, den Waffenschrank zu nutzen.

    Ein Sachkundenachweis für Hobbyimker wird auch künftig nicht verhindern unsachgemäß mit Bienen zu hantieren. Dennoch wäre eine intensivere Wissensvermittlung abgerufen als es derzeit bei vielen Hobbyimkern ist.

    Moin,
    ich finde die Forderung nach einem Sachkundenachweis für eine Bienenhaltung durchaus für legitim und nicht mal ungewöhnlich.

    Die Jägerschaft zeigt doch wie es geht. Hier spricht man sogar vom "grünem Abitur" weil die Latte zum Erreichen eines Jägerbriefs entsprechend hoch hängt und Wissen vermittelt wird, die weit über das direkte erlegen des Wildes hinaus geht.

    Die allgem. Kosten für den Einstieg in die Imkerei noch höher zu schrauben, macht keinen Sinn und wird den Interessenten kaum von seinem Vorhaben abhalten.
    Auch hier ist das Jagdwesen ein typisches Beispiel.

    Lediglich die Wertschätzung um dieses Produkt der Bienenhaltung und Honiggewinnung könnte mehr Beachtung zukommen.