Beiträge von Kleiner Bär

    Ich habe gelesen, dass der Käfer auch im Sommer aufgetreten ist. Eh klar, alles andere wäre verwunderlich, wenn man ihn gemeldet hätte, wäre das auch verwunderlich. Die wollen endlich, dass Normalzustand eintritt und nicht alles verbrannt wird. Der Käfer ist ohnehin nicht mehr auszurotten. Wir werden damit leben. Wieder eine Belastung mehr für den Bien.

    Ich habe die Restentmilbung durchgeführt, einige wenige Völker waren jedoch nicht brutfrei. Wie lange soll ich warten, um nochmals die Windel reinzuschieben?

    Wie viele dürfen dann, sagte wir mal in der ersten Februarwoche, abfallen
    ? Ich möchte nicht zu spät testen, wenn die Ameisen kommen ist es zu spät.


    Und was würdet Ihr dann konkret mit einzelnen Völkern tun, die eventuell zu hohen Abfall haben?


    Danke!

    Ich verwende seit Jahren Dadant. Anfangs kaufte ich bei den Bergwinkel Werkstätten die Weymouthkiefer-Beuten und kann aus heutiger Sicht nur eines sagen:


    Nie wieder Weymouthkiefer.


    Warum?


    Diese sind erheblich teurer, entsprechen in der Haltbarkeit jedoch nicht meinen normalen Fichte-Beuten. Das Holz schimmelt eher und teilweise sehr stark. Es ist heikler gegen Beschädigungen. Der geringe Gewichtsvorteil ist zu vernachlässigen, schließlich ist in erster Linie der Inhalt schwer, ich kann bei den Arbeiten keine Erleichterung bzw. Vorteile erkennen. Zwei meiner Imkerkollegen sind ebenfalls rasch wieder von diesem Holz abgekommen. Mag sein, dass es unterschiedliche Qualitäten dieses Holzes gibt, ich kann und möchte das jedenfalls nicht mehr beurteilen.


    Ich kaufe meine Dadant-Beutenteile jetzt bei Bienenzuchtbedarf Geller. Dort bekomme ich bessere bzw. gleich gute Qualität wie anderswo, jedoch zu günstigen Preisen.


    Im Übrigen halte ich das Beuten-Thema generell für überbewertet. Alle meine bei unterschiedlichen Herstellern bzw. Lieferanten gekauften Beuten entsprechen und sind in etwa gleichem Zustand, lediglich die Weymouthkiefer-Beuten sind bereits in schlechtem Zustand.

    wenn du die Beuten früher nicht geöffnet hast, war das nicht falsch und viel besser für die Völker.


    Lieber Reinhard, Du hast natürlich recht, aber früher hatte ich eindeutige Winter, bei denen ich mit ziemlicher Sicherheit von Brutfreiheit ausgehen konnte, was jetzt nicht mehr der Fall ist. Im November hatten wir noch 20 Grad-Tage und Pollen wurden eingeflogen.

    Ich habe einige Stichproben gemacht und auch einige Völker kurz geöffnet, um die Brutfreiheit zu überprüfen. Wie zeigt sich im Moment, also Mitte Dezember, ein "normales Volk" (Dadant)?


    Vorerst erschrak ich, weil ich dachte, einige Beuten sind leer. Ich stellte dann fest, dass einige Völker im unteren Teil des Brutraumes sitzen. Ist das auch normal? Diesbezüglich fehlt mir völlig der Vergleich, weil ich früher im Winter nicht geöffnet habe.


    Wie ist der Sitz eines Volkes um diese Zeit? Ist das temperaturabhängig? Leider schwanken die Temperaturen zwischen Tag und Nacht ziemlich.


    Wie viele Wabengassen sind normalerweise im Dezember besetzt?


    Über Eure Erfahrungen würde ich mich freuen. Vielen Dank!

    Was mich interessiert: Sind die klimatischen Verhältnisse im Süden Österreichs wirklich so, dass die Völker lange brüten? Hier sind die Völker i.d.R. spätestens Mitte Oktober völlig brutfrei. Obwohl ich lange Zeit meine Völker diesbezüglich beobachtet habe, aber durchbrütende Völker konnte ich noch nie feststellen, egal wie der Winter war.


    Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Wir hatten heute 22 Grad und meine Völker sind großteils in Brut.

    Zur eingangs gestellten Frage und auch zur Problematik, dass gewisse Zanderkollegen von der Beutenwahl "Dadant "nicht begeistert sind:


    Ich wollte zu Anbeginn Dadant, weil mich die zwei Bruträume bei anderen Beuten verwirrt hatten, ich verstand nicht, warum der Brutraum geteilt ist, ich dachte, ein einzelner und großer ist einfacher. Als ich mich dann in Foren erkundigte, herrschte einhellig die Meinung: Nimm Dir was, was Deine Nachbarimker auch haben, sonst hast ein Problem.


    Obwohl niemand in der Gegend Dadant hatte, wurde ich von einem weit entfernten Dadant-Imker in einem kurzen Telefonat überzeugt, das System zu nehmen. Ich habe dann zwar niemandem über die Schulter gesehen, hatte nie einen Imkerpaten, kam aber damit gleich ganz gut zurecht. Letztendlich lernte ich relativ schnell, da ich schon im zweiten Jahr 50 Völker hatte. Viele Völker = viele unterschiedliche Situationen = guter Vergleich. Ich habe es bis heute nicht bereut, wenngleich ich mich niemals als Profi bezeichnen möchte. Ich lern jedes Jahr dazu. Ich hab mir seit Anbeginn niemals mehr die Frage gestellt, ob nicht eine andere Beute besser wäre. Ich denke, dieses Thema wird - insbesondere von perfektionistischen Anfängern - völlig überbewertet.


    Und noch was: Da ich keinen Vergleich habe, wäre es meinerseits vermessen zu behaupten, Dadant sei das beste ... Ich bin zufrieden :)