Beiträge von Mc Fly

    Es ist zum verrückt werden, die Reinzuchtköniginnen schlummern vor sich hin, während die Nachschaffungsköniginnen abliefern.

    Abhängig von den Drohnen und der falsch bezeichneten Reinzuchtköniginnen ist es natürlich nicht zwingend, dass die F1 in der Standbegattung die totalen Überflieger werden. Vielleicht hast du im Umkreis jemanden der mit einer anderen Linie eine hohe Drohnendichte erzeugt und diese Genetik bringt erstmal keine Leistungssteigerung, das erfolgt dann erst in der F2 oder F3 etc.

    Im Normalfall hat man das in der F1, gerade bei Kreuzungszucht kann es auch erst später sein.

    Genaues müsstest jetzt weiter versuchen, indem du von diesen guten standbegatteten nachziehst und schaust was daraus wird. Meist hast dann paar die weiterhin super sind, paar im Mittelfeld und eben etliche die eher nur Arbeit machen.

    Ich bin jetzt fast geneigt, einfach immer nur von meinem besten Volk nachzuziehen und auf die Belegstellenbesuche zu verzichten.

    ob du damit glücklich wirst, siehst dann die nächsten Jahre. Nicht vergessen für Vergleichsmöglichkeiten zu sorgen!

    Kann das gutgehen oder drehe ich mich damit nur im Kreis und erzeuge keine echte Verbesserung ?

    Eine Vitalisierung hast dann garantiert, ob der Rest zum Guten oder Schlechten neigt, ist die große Unbekannte.

    Und im weiteren sind F1 von Zuchtköniginnen möglicherweise immer besser als Wirtschaftköniginnen.

    AUs einer Linienzucht heraus kann man das meist mit ja beantworten.

    Die F1 und F2 sind aber oft vitaler, wenn ich das richtig verstanden habe, weil die Vermischung mit anderem Erbgut die gewünschten Eigenschaften gewissermassen richtig zum Überschäumen bringt. Stichwort Heterosis. Das ist toll für Wirtschaftsvölker,

    genau

    So wie ich das verstehe, soll es genau so sein. Wenn jetzt alle F1 homogen performen, ist doch alles in Butter.

    :thumbup:

    Leider kann man davon nicht nachziehen.

    warum nicht? Du hast halt die Chance bei jedem Umlarven 5 verschiedene Väter zu haben. Mact es nicht einfacher, aber nicht unmöglich! Wenn man jedoch im Folgejahr nochmal Schwestern davon gezielt anpaaren kann, dann wird es interessant ob diese ebenso abliefern. Zumindest in der Standbegattung sollten dir die freude bereiten.

    ok, da hab ich was falsches geschrieben, die zugekauften waren natürlich standbegattete F1 Königinnen und meine eigenen Nachzuchten waren Larven eines Prüfhofvolkes..

    nun wendet sich natürlich das Blatt.

    Meine eigenen "Vermehrungen" waren Larven eines Prüfhofvolkes, angepaart auf einer Belegstelle mit anderer Drohnenlinie. Sind das dann Reinzuchtköniginnen ?

    im Grunde ja, wenn keine Linienzucht dann musst in der Kombinationszucht wieder genau auslesen, da es zu Neukombinationen kommt. Solche Königinnen stehen dann den standbegatteten wenig nach.

    Wenn ich von einer von denen nachziehe (hier dürfte es egal sein welche Königin ich nehme, oder ?)

    dürften diese F1 nächstes Jahr TOP sein, auch wenn ich sie standbegatten lasse.....

    Nix egal, Bei der Vererbung und Teilung können soooooviele neue Kombinationen entstehen, da musst erst mit Probetöchtern heraus finden welche auch vererbt was du suchst.

    Habe ich das jetzt richtig verstanden ?

    noch nicht ;)

    Tja wenn das alles so einfach wäre

    so ist es. Dann müsste man künftig nur mit einer Königin zur Belegstelle. Ach wär das schön. Und alle kämen uniform zurück, so könnte man einfach den Deckel aufmachen und umlarven. Keine Selektion mehr, keine Entwicklungsbeobachtung usw.

    @McFly: Danke! Ich meinte die Weiterpflege. Die Anpflege im Weisellosenzustand war mir klar.

    Angepflegte Zellen kannst direkt in den Brutraum geben, die werden auch entsprechend gepflegt und solange kein Schwarmtrieb vorliegt, werden die auch nicht schwärmen.

    Es kommt aber bei weiselrichtiger immer zu etwas mehr Schwund wie bei weiselloser Endpflege.

    Nach meinen Beobachtungen werden weisellrichtig mehr angepflegte Zellen wieder ausgefressen wie bei weisellosen. Kann man aber gut einplanen und mit paar Larven mehr ist das einfach zu kompensieren.

    Direkt nach dem Umlarven in den Brutraum ?

    dann kannst sie auch neben die Kiste stellen und hast etwa eine gleich gute Annahme, sofern das Volk nicht in Schwarmstimmung ist und sich daher über weitere Zellen freut. Dann musst nur schnell sein damit die Königin nicht auch noch mit den Bienen flüchtet.

    Bei Dadant könntest hinter das Schied ausweichen und am Zargenrand mit der Drohnenwabe arbeiten.

    Oder die angeblasenen Zellen in den Brutraum ?

    So wird ein Schuh daraus. In die Wabentasche und eher an den Brutraum, da bietet sich die Drohnenwabe als Abtrennung an.

    xerof, ja.

    Die meisten Pflegebienen befinden sich im Brutraum, also macht es Sinn die Zuchtleiste dort reinzuhängen. Geschützt sind die Zellen durch das Gitter.

    in der Theorie passt das alles, ein Volk ohne Schwarmtrieb wird aber nicht einfach so Larven anpflegen nur weil der Imker die köpfüber rein hängt, die sind nach wenigen Minuten schon ausgefressen.

    Aber im HR wäre das Kö-Pheromon schwächer, wäre da nicht die Pflege besser?

    Genau, Anpflegen lassen immer mit ausreichend Abstand zur Königin oder noch besser ganz ohne Königin für die maximale Annahme.

    Oder ist bei bereits angeblasenen Zellen das egal, da der Pflegetrip der Ammen sowieso da ist?

    angeblasene Zellen werden im Normalfall weiter gepflegt. Besser ist es jedoch, dies im direkten Beisein offener Brut vorzunehmen. Ansonsten kann es bei der Temperatur zu abweichungen kommen, was die Entwicklung verlangsamt bzw. ist es auch nachgewiesen, dass das Vorhandensein von offener Brut für eine bessere Gelee Royal Versorgung sorgt und die Königinnen auch eine geringfügig höheres gewicht haben.

    Geht ganz schnell, alles grob vor mischen, dann die Eimer nen Tag in die Wanne mit heißem Wasser oder etwa 12h in den Wärmeschrank bei 30/35 Grad, Dann raus, alles nochmal Durchkneten, da sich am Boden eine dünnflüssige Schicht absetzt. Danach ist der komplett geschmeidig und fertig zum abbacken.

    Ohne extra Wärme geht das aktuell noch nicht, im Sommer kann man die dann auch einfach paar Stunden im Eimer in die Sonne stellen.

    Wie würde man bei großen Brutwaben wie Zadant, Dadant, DNM 1.5 dosieren?

    schenkt sich alles nicht viel, die Originalanleitung basiert jedoch auf Langstroth, daher die Länge der Streifen. Wenn man sie selbst macht, kann man das an seine Wabenhöhe anpassen.

    Dosieren auch mit 4 Stück für ein starkes Volk.

    Für Mini Plus ein Streifen pro Zarge, nehme ich an?

    Genau, ein Streifen je Brutzarge hatte ich bei mir getestet und für gut befunden. Dazu hänge ich die Streifen über 2 Rähmchen, damit die nicht unten heraus hängen, es bleibt also eine Wabengasse dazwischen frei. Ist dann aber bei möglichen Durchsichten etwas doof falls er verkittet wird.

    Man hängt die über die Oberträger, und in jeder Wabengasse ist dadurch eine halbe Länge Streifen.

    genau so

    Scheint total einfach zu sein, aber außer bei Randy Oliver habe ich davon noch nie gehört... und auf einmal stelle ich fest, man kann das kaufen und es gibt Leute, die damit Erfahrung haben?

    Da musst mal etwas über den deutschsprachigen Raum raus gehen, glaub selbst in Australien finden sich dazu rege Diskussionen in Foren.

    Gibt es noch mehr positive Erfahrungsberichte? Oder darf man das nicht zugeben, weil verboten?

    Vermutlich sagen die wenigsten etwas und natürlich muss man es erst mal probiert und über eine gewisse Dauer bestätigt haben bevor man es weiter empfiehlt. Kann ja nix schlimmeres passieren als etwas zu empfehlen und im nächsten Frühjahr trägt man eine Mitschuld an leeren Kisten.

    Aber Randy Oliver bevorzugt getränkte Tücher, die er oben auflegt. Er berichtet da, wenn ich mich recht entsinne, von besserer Wirkung. Ich denke, wenn man Beespace oben hat wird das besser überlaufen und man macht sich die Brutfläche nicht kaputt. Die Tücher gibt es allerdings nicht zu kaufen.

    getränkte Tücher haben einen schlechteren Wirkungsgrad. Hatte es selbst versucht und noch eine Plastikbox voller Tücher in der Garage. Einmal und nie wieder. Die Bienen meiden es diese zu belaufen, egal ob Tücher, streifen oder was auch immer. In den Wabengassen müssen sie halt daran vorbei, die Tücher können sie umlaufen.

    Liebig und Simon Hummel hatten dazu auch schon Versuche gemacht, dabei haben sie dann etwas Futterteig auf den Tüchern platziert, damit war dann auch ein guter Wirkungsgrad gegeben, ohne diesen Trick war es nix. Meinen Versuch hatte ich davor gemacht und kein Futter darauf gelegt.


    Die teilweise Abtragung der Wabe an den Streifen ist vernachlässigbar und nach Entnahme schnell wieder behoben.

    Mc Fly super. Danke für die guten Tipps.

    Wie kann man sich die Streifen vom Imkershop24 vorstellen? Sind die triefend nass oder eher nur feucht? Wobei sich glaub das DIY der Streifen schon lohnt wenn man 6 Wochen behandelt und die Dinger halt einmal tauschen muss.

    Die sind bisher bei mir Recht trocken gewesen, also nix tropfendes. Dank propolisallergie hab ich immer Einweghandschuhe an und empfehle solche beim berühren zu verwenden.

    Sollten die Streifen feucht/tropfend sein, dann etwas abstreifen.


    Einmal tauschen ist nicht, die kommen einmal rein und am Ende wieder raus.

    Bei 1,24 je Volk bastel ich nicht mehr selbst. Wenn diese Streifen eine Zulassung bekommen würden, dann wäre der Imkerschaft und den Bienen wirklich geholfen.

    Keine gefährlichen Säuren für den Anwender und keine verätzte Bienen/Larven für die Bienen.

    Macht eine Frühjahrsbehandlung mit OX-Streifen Sinn? 2-3 Wochen. Anstatt Träufeln im Frühjahr wie BH es macht. Oder eine Behandlung zwischen erster und 2. Tracht?

    Du musst halt mindestens 3 Wochen abdecken können damit es eund vernünftige Wirkung erzielt.

    Frühjahr wäre ich dabei, wer zwischen den Trachten behandeln muss, hat davor schon genug verschlafen und sollte diesbezüglich sein Handeln überdenken um die 3-4 Monate ohne Milbenprobleme zu überstehen.

    Ausreißer kann es immer mal geben, wenn man jedoch die Mehrheit notbehandel muss...


    Ach noch ein Vorteil der Streifen, normal erstellt man Ableger und sprüht OS, bleiben die bis August unbehandelt um dann die AS Dusche rein zu hauen.

    Hier kann man die Ableger schon von Anfang an damit versehen, für 2 BW 1 Streifen und im Juli erweitert man dann mit der Behandlung der restlichen Völker auch die der Ableger. Keine AS Keule mehr mitten in die Winterbienen und man hat seine Freude daran.

    Hab zum Tränken ein langes 50ziger HT-Rohr genommen was man auf beiden Seiten verschließen kann. Passen glaub ich so 20 Streifen rein, müsste ich noch mal genau zählen.

    Vorsicht, gerade wenn die Temperatur beim Mischen zu hoch war baust du dir damit eine Bombe.

    Meine ersten hatte ich in einem Honigeimer, erst normal für 24h und dann auf den Kopf gestellt für die andere Seite. Irgendwann hab ich dann ein Plopp vernommen, mir aber keinen Reim darauf machen können. Bis ich dann am nächsten Tag die Suppe herum laufen sah. Bei Wärme gast da schnell mal was aus. Roch bei mir komisch, hatte CO2 und AS im Verdacht. Bei kaltem anmischen hat man das eher nicht.

    Bei dem Preis lohnt sich das Selbstherstellen ja kaum.

    so sieht es aus.

    Die Suche nach dem Unmöglichen wird einen langfristig nicht zufrieden stellen.

    Man muss sich selbst ein Ziel setzen und damit auch zufrieden sein.

    Jede Behandlung hat seine Vorzüge und Nachteile.

    so sieht es aus. Den großen Vorteil sehe ich in der Gefahr einer möglichen Reinvasion. Das hatte ich beim Blockbedampfen immer wieder bemerkt. Wenn ich nun an einem Stand damit arbeite und ggf. nach 14 Tagen noch Völker vom Wandern dorthin verbringe, mein Nachbar ende August aus der Tanne heim kommt oder Begattungseinheiten noch unbehandelt da stehen, dann kann ich nun mit einem ruhigen Gewissen schlafen und muss mir da keinen Kopf mehr machen oder hinter her springen um zu sehen ob es wieder knallt.

    Auch unterschiedliche Behandlungsbeginne machen da nix mehr aus. Am Ende kommen die bei allen wieder zur gleichen Zeit heraus, die einen hatten sie dann 6 Wochen und die anderen auch mal 9 Wochen drin.

    Mitte Juli bis Ende September und man kann sich voll und ganz aufs Einfüttern, Schleudern und sonstiges kümmern. Das ganze Temperaturunabhängig... Für mich erfüllt das all meine Wünsche.

    In Argentinien gibt es eine Studie bei der auch während der Tracht behandelt wurde und es kam zu keinen erhöhten OS Werten im Honig.

    In Südamerika gibt es in den meisten Gegenden keinen WInter, nur Trocken- und Regenzeit. Da brüten die Völker 12 Monate und alle die keine afrikanisierten Bienen haben, stehen vor dem gleichen Problem wie wir, eher noch unter verschärften Bedingungen, da die Völker in der Trockenzeit die Brut auch zurück fahren und es somit auch zu einem Zusammenbruch kommen würde. Was also unter den Bedingungen funktioniert, kann bei uns nicht viel schlechter sein ^^

    Im imkershop24 steht, man soll nach 2-3 Wochen die Streifen entfernen oder erneuern.

    Irgendwie muss man ja den Umsatz erhöhen ^^

    Heißt das, du gibst bei 6 Wochen in der Halbzeit neue Streifen bzw. bei 9 Wochen eben ein zweites Mal?

    Solange die Streifen nicht austrocknen, was durch das Glycerin fast unmöglich ist und es genau dafür eingesetzt wird um die Feuchtigkeit zu binden, oder komplett abgenagt werden (was bei manchen Völkern passieren kann), solange wirken die auch.

    Dazu wurde gemessen wieviel gr der OS nach 6 Wochen in den Streifen verblieben sind und das war noch mehr als genug.

    Also ich häng die rein und wenn fertig kommen sie wieder raus. Das kann dann teils etwas Arbeit sein wenn die festgebaut wurden, mit dem Stockmeisel oben lösen und ggf BR kippen um dann von unten auch zu lösen und heraus zu ziehen. Bei Zander hängen die teils genau an den Unterträgern oder darauf, wodurch es da dann klemmt wegen festkitten etc.


    Noch als Hinweis, am Anfang wurden die am Rähmchenrand hingehangen, so die damalige Empfehlung, es kann vorkommen, dass hinter den Streifen das Wachs zurück gebaut wird und ggf. teilt man damit sein Brutnest ein wenig, daher die damalige Empfehlung. Richtig wirken können sie nur bei gutem Bienenkontakt, d.h. die müssen dahin wo das Brutnest ist und ich verteil sie dann immer versetzt etwas aus der Mitte.


    Nach 6/9 Wochen plus Kontrolle, mit Bayvarol an einzelnen Völkern, gab es dann noch 2-6 Milben die über 21 Tage gefallen sind, von Oktober bis Dezember lagen dann 1-3 Milben natürlicher Fall auf der Windel. Damit war die Winterbehandlung gestrichen die ich letztes Jahr noch gemacht hatte, jedoch ohne zu zähen.


    Wenn der Milbenbefall bereits zu hoch ist und die kritische Schwelle überschritten, dann sind die Streifen weniger geeignet, die sind eher wie ein Lanzbulldog der zwar langsamer ist, dafür aber verlässlich arbeitet. Bei hoher Milbenlast muss was schnelles her, ob Schwammtuch mit AS, Dampf oder was auch immer, hat man die grobe Entlausung erledigt, kann man wieder auf die langfristige Maßnahme setzen.