Beiträge von Quirin

    Hallo,

    und vielen Dank für die interessanten Erfahrungsberichte und Ratschläge, die mir wirklich sehr weiter helfen.

    Ich hatte die Waben ja alle vorweg geschleudert und habe jeweils nur die mehr oder weniger große verbliebene Restmenge zu bearbeiten.

    Was sich ausschmelzen lässt, ist ein sehr dunkler, wohlschmeckender Honig. Das was auf dem Lochblech verbleibt, ist teilweise zäh, überwiegend aber eher bröckelig, jedenfalls im warmen Zustand und hell.

    Eine teilgefüllte Wabe, die im Freien am Stand verblieben war, enthält auch jetzt noch Zellen, die mit weißem Honig gefüllt sind, obwohl sich Bienen und Wespen tagelang abgemüht haben.

    Ich hatte mir schon ausgerechnet, dass der Schmelzer sich schon dieses Jahr zur Hälfte bezahlt macht; das wird aber wohl nix.

    Pro Durchgang (13-14 DN-Waben) ernte ich ca 5 kg Honig und eben das Wachs - und einige kg dieser süßen, unbrauchbaren Masse.

    Leider haben wir auf unserem Hof keine Schweinehaltung mehr, sonst könnte man sie vielleicht darüber verwerten.;)

    In einigen Tagen bin ich fertig und freue mich, dass ich über 25 Jahre Imkereierfahrung gebraucht habe, um sowas zu erleben.


    Noch einmal vielen Dank

    Quirin

    Hallo,

    dieses Jahr habe ich erstmals eine größere Menge Melzitosehonig geerntet. Nachdem ich mich hier im Forum schlau gemacht hatte, habe ich mir einen Entdeckelungswachsschmelzer (von Logar) gekauft.

    Am Montag ist das Teil endlich hier angekommen. Nach dem Reinigen habe ich erst einmal eine Runde Deckelwachs geschmolzen, erst mit 70, dann mit 75, zuletzt mit 85 °C. Zuletzt blieb zwar ein undefinierbarer Schmodder auf dem Siebblech übrig und das Ganze hat fast den ganzen Tag gedauert, aber es kam schon eine erstaunliche Menge Honig dabei heraus.

    Heute habe ich es mit den ersten Melizitosewaben versucht. Ergebnis: Wenig Honig, wenig Wachs, aber viel von einer zähen, konfitürenähnlichen Masse, die Bienen verrückt macht und für nichts zu gebrauchen ist.:(

    Leider gibt es in der Gebrauchsanleitung nur allerhand Vorschläge, wofür der Schmelzer eingesetzt werden kann, aber keinerlei Empfehlungen, welche Temperatur für die einzelnen Einsatzzwecke eingestellt werden soll.

    Da es ja hier einige Leute mit einem solchen Gerät gibt, die Frage: Was stellt Ihr fürs Wabenschmelzen ein?

    Auch wenn ich weit über 100 Melzitosewaben habe, möchte ich dann doch nicht weitere mit Versuch und Irrtum verderben, bis ich die richtige Einstellung gefunden habe. Oder habe ich eine besonders hinterhältige Sorte Melzitose wo gar nichts geht?


    Etwas ratlos

    Quirin

    Hallo,

    wem noch keine Königin auf Nimmerwiedersehn entflogen ist, der hat noch nicht viele gezeichnet.

    Wenn mir eine Jung-Königin abfliegt, suche ich sie schon intensiv in der Umgebung der Beute oder dort, wo ich sie vermute. Wenn ich sie nicht finde - sie ist ja dann noch nicht gezeichnet- , hilft nur abwarten. Manchmal ist Sie zurück in ihr Volk und dann so schnell nicht auffindbar, oder aber im falschen Volk oder am Boden und verloren.

    Kürzlich ist mir eine aus dem Zeichenrohr abgeflogen, ich glaubte zu sehen wohin, konnte sie auf dem Waldboden aber nicht finden. Einige Tage später hatte ein weiselloser Ableger gleich daneben auf einmal bestiftete Zellen! :) So viel Glück hat man nicht immer.

    Der ursprüngliche Heimatableger setzte in der gleichen Zeit Nachschaffungszellen an. Das wird auch Dein Ableger so machen, falls Brut oder Stifte vorhanden sind. Deshalb nicht so verbissen suchen, sondern einfach 2-3 Tage warten, dann sind entweder Nachschaffungszellen angesetzt oder die Kö. ist wieder drin.


    Grüße

    Quirin

    Hallo Herry Streetmann,

    zur Zeit honigt es hier ordentlich. Das wird bei euch im Bergischen wohl nicht anders sein.

    Also gib dem armen Volk doch endlich noch einen Honigraum und sobald dieser 2/3 voll ist vielleicht auch noch einen.

    Wie das mit Deinen halben HR ist, verstehe ich nicht so richtig aber mir ist klar, dass Du auch im BR Entlastung schaffen musst, wohl durch (vorrübergehende) Entnahme von Honigwaben, falls nicht schon ein Schwarm abgegangen ist und die Bienen den BR voll Honig tragen, da eh keine Kö. da ist zum Bestiften.

    Kläre zuerst einmal, ob eine Kö. vorhanden ist.

    Und noch etwas Grundsätzliches bei der Bienenhaltung:

    Du sollst Dich immer an den Gegebenheiten orientieren, die Du vorfindest und nie denken "das ist normal nicht so" oder " das kann nicht sein" . Wenn ein Volk in seiner Entwicklung abgeht wie eine Rakete, hast Du dich danach zu richten und wenn ein anderes gleich daneben sich nur langsam entwickelt, hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Es sind ja zwei ganz verschiedene Vereine.

    Als Letztes noch einen Tipp: Wenn du eine Leiter brauchst, um zu Deinen Bienen zu kommen (außer bei Schwärmen :)), solltest Du mal über einen praktischeren Standplatz nachdenken.


    Nu mach mal

    Quirin

    Es müssen schon länger Drohnen fliegen:


    Am 14.3.2018 kurze Nachschau bei einigen Völkern, genug Futter, schönes kleines Brutnest.

    Am 2. 4.2018 ausführlichere Kontrolle, bei einem Volk nur noch auslaufende Brut und eine geschlüpfte Nachschaffungszelle - was soll ich machen? - Abwarten.

    Am 13.4. 2018 drei Waben mit offener Brut.

    Am 20.4.2018 erste Brut verdeckelt und Brutnest schon größer, die Kö. ist nicht zu finden, Altkönigin war gezeichnet.

    Fazit: Es müssen auch früh im Jahr schon Drohnen, die die Jungkönigin begattet haben, unterwegs sein, woher auch immer.

    Zur Zeit sind bei mir in den meisten Völkern längst Drohnen vorhanden und gestern habe ich das erste bestiftete Näpfchen gesehen.

    Dieses Jahr ist halt alles ein bisschen Hals über Kopf.

    Schaut oft genug in eure Völker, damit Ihr auf dem Laufenden bleibt!


    Grüße

    Quirin

    Hallo,

    Marder fressen auch gerne Waben und Honig bzw. Winterfutter und können viel kaputtmachen, wie auch Waschbären. Beim 10-cm Loch im Lüftungsgitter war das ganz sicher ein Marder.

    Meine Wildkamera hat in den letzten Tagen zweimal einen Marder fotografiert, der Fluglöcher inspizierte, aber sonst nichts anstellte. Ist auch mehr ein Winterproblem.


    Grüße Quirin

    Hallo Berggeist,

    Du kannst ruhig wetten, denn gestern habe ich bei der Abschlussdurchsicht in mehreren Völkern, die völlig in Ordnung waren, auch mit jungen Königinnen, noch Drohnen gesehen, zwei hatten sogar noch etwas Drohnenbrut!


    Also braucht es zur Begattung nur passendes Wetter...


    Grüße

    Quirin

    Hallo,

    brumli : Wenn Dein Volk so viel Futter und Brut hat, wurde es nicht ausgeräubert und Du kannst es beruhigt gewähren lassen.

    @derbocholder: Du verlangst von Deinen Kunstschwärmen aber Schwerstarbeit oder machst welche während der Trachtzeit, wenn genügend flüssiger Necktar eingetragen wird, oder Du machst gar keine und hast nur was gelesen :lol::wink: .

    Ich mache jedes Jahr zum Abschleudern, wenn die Völker auf den Brutraum reduziert werden, einige Kunstschwärme, die dann ihren Bau komplett neu erstellen müssen; das ist ja neben anderen Aspekten Sinn und Zweck der Übung. Und glaub`mir: ohne Flüssigfütterung wird das nichts. Die besten Erfahrungen habe ich dabei mit Fertigfutter wie Apiinvert oder Apikel gemacht. Selbstgemachtes Zuckerwasser geht auch, aber blos nicht mit Honigbeimischung.

    Und wenn Brumli jetzt Kunstschwärme hat, ist das ähnlich wie bei mir, nur 2 Wochen früher.


    Grüße Quirin


    Noch eine Frage an Immenreiner: Was macht man besser nicht und warum?

    Das Problem ist auch , dass man beim Umstellen so gut wie immer auch Räuberbienen mit umstellt, die sich dem Volk nicht zugehörig fühlen und sich, wenn das eigene Volk nach dem Umstellen nicht mehr erreichbar ist, - dazu braucht man bei gutem Wetter um diese Zeit mindestens 3 km - womöglich bei fremden Völkern einbetteln und Werbung für die ergiebige "Trachtquelle" machen.

    Wenn es logistisch möglich ist, stell das Volk mit etwas Futter und (natürlich) geschlossenem Flugloch für

    3 Tage in den Keller, wie man es auch sonst mit einem Kunstschwarm macht. Dann sind die Räuberbienen normalerweise umgepolt und gehören dazu. Anschließend das Volk weder am alten, noch am 2. Platz, sondern an einem neuen entfernten Ort aufstellen. Vor der ganzen Prozedur auf Weiselrichtigkeit prüfen, sonst ist alles für die Katz.

    Und noch etwas Brumli: Kunstschwärme sind fragile Gebilde, da sie ja zusammengewürfelt und nicht komplett sind. Bei fehlender Tracht genügt ein kleiner Fehler, ein Umstand, den man nicht bedacht hat, ein undichtes Futtergeschirr, ein kleiner Riss in der Beutenwand etc. um eine Räuberei auszulösen, dafür braucht der Imker kein Depp zu sein. Und sie müssen flüssig gefüttert werden, sonst können sie nicht bauen.

    Andererseits sind sie nach der Ethabilisierungsphase, das heißt ab dem Schlüpfen der ersten Brut, in der Regel sehr entwicklungsfreudig.


    Viel Glück

    Quirin

    Hallo,

    auf 2 meiner 5 Stände wird es wohl keinen Sommerhonig geben, weil eben, wohl durch die Trockenheit, keine

    Tracht vorhanden war. Letzte Woche habe ich einigen Völkern Futterwaben gegeben, um Hungern zu verhindern.

    2 andere Stände hatten bis letzte Woche Tracht, wohl von Brombeeren und Wald.


    Die Frühtracht war bei mir sehr gut; ich habe aber auch schon Honig aus neuer Ernte an andere Imker verkauft, die, obwohl in der gleichen Region, nur sehr wenig geerntet haben.


    So ist das eben.

    Quirin

    An sich ist eine Mittelwand im Brutnest zunächst ein Fremdkörper und veranlasst die Bienen zu einer Reparatur.

    Auch wenn diese erfolgreich verläuft, verursacht sie Stress.

    Ich versuche meine Bienen pfleglich zu behandeln und mache das grundsätzlich nicht.

    Das Brutnest hat ja an 2 Seiten Randbereiche, wo man bei Bedarf eine Mittelwand einhängen kann. Wenn`s zum Volkszustand passt, werden sie diese schon ausbauen.

    Wenn das Brutnest dauerhaft verhonigt, haben die Bienen entweder nicht genug Platz für den Honig - ich habe auch schon mal einem Ableger einen HR gegeben - oder die Königin hat eine zu geringe Legeleistung.

    Verhonigte BN , wenn sie nicht gerade voll verdeckelt sind, werden bei guten Völkern nach Erweiterung auch wieder leergetragen bzw. -gefressen.


    Grüße

    Quirin

    Wie schon in den vorigen Beiträgen: Wenn Du genug Absperrgitter hast, lege unter jeden HR eins. Nach 3-4 Tagen nachschauen: In der Zarge mit frisch bestifteten Zellen ist die Königin. Die Waben dieser Zarge in den BR abfegen, oder die Kö. nur in dieser Zarge suchen, oder diese Zarge über dem BR plazieren damit wenigstens die anderen Zargen wieder zu HR werden.

    Normalerweise tragen die Bienen bei Platzbedarf schon den Honig nach oben, besonders, wenn er nicht verdeckelt ist.


    Nur die Ruhe!

    Quirin

    Du brauchst Dich nicht zu schämen; das ist auch schon anderen Leuten passiert.

    Und Deine Nachschaffungszellen sind ohne Inhalt nur Spielnäpfchen, die um diese Jahreszeit bei Völkern, die gut drauf sind, oft standartmäßig mitgebaut werden.

    Werden sie aber bestiftet und Maden gepflegt, möchte das Volk umweiseln und Du solltest es dann um diese Zeit gewähren lassen. Die Schwarmzeit ist, jedenfalls hier bei uns, vorbei.


    Viel Erfolg!

    Quirin