Beiträge von Quirin

    Hallo,

    das beschriebene Verfahren mache ich nur bei starkem Schwarmtrieb um eben diesen zu beenden und erst bei weit angezogenen, besser schon verdeckelten Weiselzellen.

    Die Königin hat ohne HR und Brutnest das Gefühl, als hätte sie schon geschwärmt :):).

    Wenn sie es trotzdem tut - es gibt nichts was es nicht gibt - lass sie fliegen, sind dann eh Schwarmteufel :(. Ohne HR kommt auch der Bautrieb.

    Nicht vergessen, im Ursprungsvolk alle WZ bis auf eine zu brechen. Oder bei entsprechender Stärke und falls gewünscht noch einen schönen Ableger, ruhig auch mit mehreren WZ machen!


    Grüße

    Quirin

    Die Sache mit dem vorweggenommenen Schwarm kann man auch viel einfacher haben:

    1. Volk aus dem der vorwegg. (Kunst-)Schwarm kommen soll, auf einen anderen Platz am Stand stellen

    2. Am ursprünglichen Platz eine Beute mit Mittelwänden aufstellen.

    3. Bienen von 3-4 Brutwaben hineinschütteln

    4. Königin vom Muttervolk dazugeben (über Rähmchenoberträger einlaufen lassen)

    5. Deckel drauf und

    6. nach 2 bis 4 Tagen den Honigraum des Muttervolks aufsetzen.


    Die Flugbienen machen den Schwarm stark, da sie auf den alten Platz eingeflogen sind.

    Die Bienen von den Brutwaben sind als Bau- und Brutpflegebienen gedacht.

    Das Volk braucht während der Trachtzeit den Honigraum, da die Flugbienen ja weiter eintragen; außerdem sorgen die Honigraumbienen für Verstärkung.

    Nur bei schlechtem Wetter sollte man eine Honig- oder Futterwabe zwischen die Mittelwände hängen,

    damit das Volk in den ersten Tagen nicht hungert.


    Freundliche Grüße

    Quirin,

    der heute wegen Regenwetter ausnahmsweise mal Zeit hat, in der Saison was zu schreiben.

    Zum Thema:

    Auf den Bildern sind kleine Pflänzchen von Gelbsenf und Phacelia und etwas Unkraut, also eine zu spät gesäte oder durch Trockenheit zu spät aufgelaufene Zwischenfruchtmischung. -

    Wird wohl nicht mehr viel.

    Entspannte Grüße

    Quirin

    Hallo,

    man kann stattdessen auch Milch- oder andere Getränkekartons verwenden, die man an der Faltung oben abschneidet.

    Milchpackungen haben genau 2 Wabenbreiten und werden bei mir in den DN-Beuten auf die Waben-Oberträger der unteren Zarge gestellt. 5 Stück nebeneinander fassen etwa 5kg Futter pro Portion.

    Nach Gebrauch dann in den Gelben Sack; für's nächste Jahr sammelt man wieder neu.

    Nicht vergessen: In jede Packung einen Zweig o.ä. als Steighilfe geben!

    Für größere Völkerzahlen braucht man allerdings anderes Equipment.


    Quirin

    Meine Völker auf DNM überwintere ich (fast) immer zweizargig und natürlich ohne Absperrgitter. Dieses soll auch schon im August raus, damit die Bienen ihren Wintersitz ungehindert einrichten können.


    Und jetzt, Mitte Oktober, sollte das alles inc. Einfütterung und Spätsommerbehandlung längst gelaufen sein und die Bienen in Ruhe gelassen werden.


    Noch ein Tipp: Zur Vermeidung oder Verminderung von Schimmel kann jeweils die letzte Wabe bis zum Frühjahr entnommen werden; es sind ja noch noch genügend vorhanden.


    Quirin

    Hallo,

    mach am besten nichts. Es ist jetzt Ende September und normalerweise die Tracht zu Ende. Also wird der freie Bereich langsam größer werden. Vor einer Woche hatten auch hier (Eifel) manche Völker nur noch auslaufende Brut.

    Könnte auch in Östereich ähnlich sein-


    Quirin

    Wenn es mit dem Aufsetzen über Zeitungspapier nicht geht, hilft es auch, die verbleibende Königin im Ausfresskäfig mitsamt dem Brutnest zuzusetzen.

    Bis sie frei ist, hat sich die ganze Vereinigunsaufregung gelegt.

    Die andere Kö. natürlich vorher entfernen.

    MFG

    Quirin

    Hallo,

    vor einigen Jahren hatte ich ein Volk mit der selben Verhaltensweise. Als ich lange genug probiert hatte, war es zu spät im Sommer und ich habe den letzten Rest der mittlerweile wohl überwiegend alten Tanten abgeschwefelt.

    Sowas habe ich in bald 30 Jahren aber erst einmal erlebt.


    In Deinem Fall, ist es sicher sinnvoll, noch eine Woche abzuwarten. Falls Drohnenmütterchen aktiv werden, kannst Du es immer noch im Notfall abfegen.

    Die Annahme einer Weiselprobe kann man jedenfalls nicht erzwingen.

    Ist nicht so tragisch.-

    Quirin


    Ach ja, fast habe ich vergessen: Manche jungen Königinnen beginnen erst nach Auslaufen der vorhandenen Altbrut mit dem Stiften.

    Hallo,

    ich beziehe meine Eimer 12,5 kg von Holtermann, größere (25kg) von Honigwerk - sind besonders praktisch durch zusätzliche Griffmulden. Auch Bienenweber hat gute Eimer, allerdings mit schwabbeligen Plastikhenkeln.

    Deine jetzigen Eimer oder Deckel haben wohl mal in der Sonne gelegen.

    Viele Grüße

    Quirin

    Hallo Ritzbert,

    Deine Völker sind wahrscheinlich nicht alle 6 aggressiv; das Kunststück besteht darin, herauszufinden, aus welchem die bösen Bienen kommen.

    Ich fange in so einem Fall jedesmal mit einem anderen an, dann merkt man schnell, ab welchem Volk es wild wird.

    Dieses wird dann umgeweiselt und alle Drohnenbrut entfernt. Es dauert aber meist einige Wochen bis die Aggressivität sich legt.

    Wenn Du dringend Abhilfe brauchst, wechsle den Standort, wenn auch nur vorübergehend.


    Nicht verzagen ;):thumbup:

    Quirin

    Hallo,

    und vielen Dank für die interessanten Erfahrungsberichte und Ratschläge, die mir wirklich sehr weiter helfen.

    Ich hatte die Waben ja alle vorweg geschleudert und habe jeweils nur die mehr oder weniger große verbliebene Restmenge zu bearbeiten.

    Was sich ausschmelzen lässt, ist ein sehr dunkler, wohlschmeckender Honig. Das was auf dem Lochblech verbleibt, ist teilweise zäh, überwiegend aber eher bröckelig, jedenfalls im warmen Zustand und hell.

    Eine teilgefüllte Wabe, die im Freien am Stand verblieben war, enthält auch jetzt noch Zellen, die mit weißem Honig gefüllt sind, obwohl sich Bienen und Wespen tagelang abgemüht haben.

    Ich hatte mir schon ausgerechnet, dass der Schmelzer sich schon dieses Jahr zur Hälfte bezahlt macht; das wird aber wohl nix.

    Pro Durchgang (13-14 DN-Waben) ernte ich ca 5 kg Honig und eben das Wachs - und einige kg dieser süßen, unbrauchbaren Masse.

    Leider haben wir auf unserem Hof keine Schweinehaltung mehr, sonst könnte man sie vielleicht darüber verwerten.;)

    In einigen Tagen bin ich fertig und freue mich, dass ich über 25 Jahre Imkereierfahrung gebraucht habe, um sowas zu erleben.


    Noch einmal vielen Dank

    Quirin

    Hallo,

    dieses Jahr habe ich erstmals eine größere Menge Melzitosehonig geerntet. Nachdem ich mich hier im Forum schlau gemacht hatte, habe ich mir einen Entdeckelungswachsschmelzer (von Logar) gekauft.

    Am Montag ist das Teil endlich hier angekommen. Nach dem Reinigen habe ich erst einmal eine Runde Deckelwachs geschmolzen, erst mit 70, dann mit 75, zuletzt mit 85 °C. Zuletzt blieb zwar ein undefinierbarer Schmodder auf dem Siebblech übrig und das Ganze hat fast den ganzen Tag gedauert, aber es kam schon eine erstaunliche Menge Honig dabei heraus.

    Heute habe ich es mit den ersten Melizitosewaben versucht. Ergebnis: Wenig Honig, wenig Wachs, aber viel von einer zähen, konfitürenähnlichen Masse, die Bienen verrückt macht und für nichts zu gebrauchen ist.:(

    Leider gibt es in der Gebrauchsanleitung nur allerhand Vorschläge, wofür der Schmelzer eingesetzt werden kann, aber keinerlei Empfehlungen, welche Temperatur für die einzelnen Einsatzzwecke eingestellt werden soll.

    Da es ja hier einige Leute mit einem solchen Gerät gibt, die Frage: Was stellt Ihr fürs Wabenschmelzen ein?

    Auch wenn ich weit über 100 Melzitosewaben habe, möchte ich dann doch nicht weitere mit Versuch und Irrtum verderben, bis ich die richtige Einstellung gefunden habe. Oder habe ich eine besonders hinterhältige Sorte Melzitose wo gar nichts geht?


    Etwas ratlos

    Quirin

    Hallo,

    wem noch keine Königin auf Nimmerwiedersehn entflogen ist, der hat noch nicht viele gezeichnet.

    Wenn mir eine Jung-Königin abfliegt, suche ich sie schon intensiv in der Umgebung der Beute oder dort, wo ich sie vermute. Wenn ich sie nicht finde - sie ist ja dann noch nicht gezeichnet- , hilft nur abwarten. Manchmal ist Sie zurück in ihr Volk und dann so schnell nicht auffindbar, oder aber im falschen Volk oder am Boden und verloren.

    Kürzlich ist mir eine aus dem Zeichenrohr abgeflogen, ich glaubte zu sehen wohin, konnte sie auf dem Waldboden aber nicht finden. Einige Tage später hatte ein weiselloser Ableger gleich daneben auf einmal bestiftete Zellen! :) So viel Glück hat man nicht immer.

    Der ursprüngliche Heimatableger setzte in der gleichen Zeit Nachschaffungszellen an. Das wird auch Dein Ableger so machen, falls Brut oder Stifte vorhanden sind. Deshalb nicht so verbissen suchen, sondern einfach 2-3 Tage warten, dann sind entweder Nachschaffungszellen angesetzt oder die Kö. ist wieder drin.


    Grüße

    Quirin