Beiträge von Bienenlude

    Warum sollen die Imker andere Imker finanziell unterstützen? Für 99% der Imker ist die Imkerei ein Hobby, von dem meist gar nicht erwartet wird, dass es Rendite abwirft. Es bleibt doch jedem selbst überlassen, welchen Preis er für Honig, Völker oder Wachs fordert. Wem dazu die Nachfrage nicht hoch genug ist, braucht schließlich auch nicht produzieren.


    Das Gejammer, dass der Honig und Bienenvölker zu billig seien, ist ein imkertypisches Verhalten.

    Wenn Sport- und Gesangsvereine ihr Straßenfest machen und die Vereinsmitglieder dort ihren selbstgebackenen Kuchen verkaufen, habe ich auch noch niemand jammern hören, dass dies keinen Gewinn abwirft. Und die Bäcker in der Region gehen deswegen auch nicht unter.

    Zur Abwechslung jetzt mal was semantisches:

    Hier wird immer von dem Bemühen geschrieben, "varroatolerante" Bienen zu züchten, also solche Bienen, welche die Varroa im Bien dulden.

    Könnte dies der Grund sein, warum die ganze Züchterei bisher keinen Erfolg im Kampf gegen die Milbe gebracht hat ;-))

    Sollte nicht besser versucht werden "varroaintolerante" Bienen züchten?

    Persönlich vermute ich eine Vergiftung mit Pestiziden (die Völker liegen komplett tod auf dem Boden.

    Ich wohne zwar auf dem Land, bin aber kein Landwirt. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch nie gesehen oder gehört, dass in den Monaten Nov. und Dez. irgendwo Pestizide gespritzt werden.

    Die wahrscheinlichste Ursache dürfte doch ein Varroa- Virenschaden gewesen sein.

    Welches Winterfutter hast Du gegeben?

    Nach einer Umfrage des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen, bei der rund 11.500 Imkerinnen und Imker mitgemacht haben - das entspricht etwa einem Zehntel der deutschen Imker - liegt die Verlustrate von Bienenvölkern im Winter 2016/17 je nach Region zwischen 15 und 20 Prozent über der normalen Sterblichkeitsrate von zehn Prozent.


    • Es gibt in Deutschland etwa 115.000 Imker.
    • Ein Prozent davon tummelt sich hier im Imkerforum.
    • Davon erklären fast alle dass ihre Völkerverluste weit unter 25% liegen.

    Ich schließe daraus messerscharf, dass in diesem Forum die Crème de la Crème der deutschen Imkerschaft zu finden ist. Oder?

    Wenn das neue Wundermittel erst mal auf dem Markt ist, werden sich bei den Milben auch Resistenzen dagegen entwickeln.

    Im übrigen sterben Milben auch, wenn man sie in Salzwasser (NaCl) schmeißt. Hat man das Versalzen von Bienenfutter auch schon mal mit Natriumchlorid probiert?

    Ui. Durchschnittlich 25%!? Das wäre nah am GAU.

    Dann würd es aber keine Berufsimker mehr geben.

    Bei Berufsimkern und anderen Ertragsmaximierern, wird das Absterben von Völkern nur vertuscht. Z.B. durch Auflösen, Zusammenlegen und Umweiseln.

    Ein Volk stirbt mit seiner Königin. Alles andere sind bestenfalls neue Völker im alten Wabenwerk.

    Alles eine Definitionsfrage.

    Mit Bienenvölkern ist es wie mit Haaren. Je mehr man hat, desto mehr verliert man auch.

    Solange der durchschnittliche Völkerverlust pro Jahr nicht über 25% liegt, ist alles in Ordnung.

    Denke daran, dass eine Königin maximal 5 Jahre lebt.


    Wenn ein Imker nur ein Volk hat, beträgt sein Risiko dieses zu verlieren schon deshalb mindestens 20%. Mit nur einem Volk sind ausgesprochene Pechvögel auch zwei oder drei Jahre hintereinander dabei. Wer Pech hat würfelt auch dreimal hintereinander eine 1 obwohl das Risiko nur 16,7% ist.

    Lass Dich nicht entmutigen.

    Eine Kosten/Nutzenrechnung sollte für die Behandlung schon angewandt werden. Wie groß ist der Schaden an den Bienen, wenn ich mit der Oxalsäureträufelung noch 5 Milben aus dem Volk hole? Bei mir werden nicht alle Völker eine Oxs-Träufelung bekommen. (auch wenn ich Anfängern mit sehr wenig Völkern diese grundsätzlich ans Herz legen würde)

    Persönlich freue ich mich natürlich über Deinen guten Rat für Anfänger. Allerdings ist es doch ziemlich beunruhigend, wenn selbsternannte Experten glauben, sich über allgemeine Grundsätze fachlich guter Bienenhaltung hinwegsetzen zu können.

    Zitat

    Lude, wie sind Deine Auswinterungen?

    Wieviel wiegen sie denn auf der anderen Seite?

    Bisher ist mir im Winter noch kein Volk eingegangen. Ich habe alle Bauteile der Beute gewogen und das Gewicht draufgeschrieben. Zweizargig mit Waben aber ohne Bienen, Brut und Futter wiegt eine Beute 21 kg. Wiegt die ganze Beute im Oktober 40 kg entfallen ca. 19 kg auf Bienen und Futter. Für 1 kg Bienen reichen 18 kg Futter aus.

    Ich wiege die Beute nur hinten und verdopple das gemessene Gewicht. Misst man vorne und hinten, ist der Unterschied vernachlässigbar, es dauert nur länger.

    Ich wiege meine Völker (Liebig Einfachbeuten, 2 Zargen) mit der Federwage. Wenn diese Ende Oktober auf einer Seite der Beute 20 kg wiegen ist alles o.k.

    Bei der Behandlung mit Ameisensäure ist die Wirksamkeit immer von der durchschnittlichen Temperatur des Behandlungszeitraums abhängig.


    Jetzt meine Frage: Was ist damit gemeint, der Durchschnitt der täglichen Höchsttemperaturen oder der Durchschnitt der durchschnittlichen Tagestemperaturen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang oder der Durchschnitt der durchschnittlichen Tagestemperaturen über 24 Stunden?

    Habe dieses Jahr von meinen drei Wirtschaftsvölkern insgesamt 75 kg Feld- Wald- und Wiesenhonig (kein Rapshonig) geerntet. Nach Abzug von 25 kg für den Eigenverbrauch, wird der größte Teil an Freunde, Bekannte und Mitarbeiter verschenkt. Wenn ein Fremder mich um Honig fragt, verkaufe ich diesem das 500 gr. Glas für 7,50 EUR. Wem das zu teuer ist, den verweise ich an die gemeinnützige Tafel, an die ich im Dezember die Überschussmenge verschenke.