Beiträge von Bienenlude

    Mir mangelt es an Verständnis, wenn ein Volk 17 kg verloren hat, von 3 Kg Abnahme zu reden.

    Ich habe das Dir hier unter Nr. 7 schon mal zu erklären versucht. Jetzt nochmal unter Angabe des Anfangsgewichts: Die ganze Beute wog anfänglich 34 kg. Dann habe ich 14 kg eingefüttert und danach das Ganze nochmal gewogen. Das neue Gewicht war 31 kg. Also war sie 3 kg leichter als vorher und es fehlen 17 kg Futter. Noch besser erklären kann ich es mangels didaktischer Ausbildung wirklich nicht.

    Und ja, auf der Windel waren jede Menge Wachskrümel und die Drohnenbrut war löcherig.

    Aber dass es sich um Räuberei handelt, das war mir schon bei meiner Anfangsfrage klar. Ich wusste nur nicht was zu tun ist.

    2) Beide Völker aus dem Flugradius verbringen und dort nebeneinander aufstellen,

    Warum das? Eine neue Königin kann man doch auch am bisherigen Stand einweiseln. Das drohnenbrütige Volk abfegen auch. Oder?


    Die anderen Völker haben mehr an Gewicht zugelegt als ich eingefüttert habe. Dieser "Zugewinn" betrug bei meinem stärksten Volk allein schon 6 kg. Tracht ist keine.

    Ich fragte, wie man Völker retten kann, denen 17 kg Futter geraubt wurden.

    Ich erhielt folgende Antworten:

    1. Manne würde auflösen
    2. Honigmayer bezweifelt Räuberei, da nicht das ganze Wachs geschrottet ist
    3. Meißnerimker weiß, dass keine Räuberei im Spiel, sondern Billigwaage. Erkennt dann aber doch Räuberei
    4. Rowa meint ich würde falsch wiegen
    5. Grisu erklärt wie man wiegt
    6. Berggeist erkennt nur noch Räuberbienen in der Beute

    Vielen Dank für diese Bemühungen.


    Elk, Michael halfen weiter, mit dem dringenden Rat in die Kiste zu schauen und Holzhacker hat Recht: In beiden Völkern ist der Wurm drin.

    Ergebnis: Beide Völker sind noch ziemlich stark. Untere Brutzarge voll besetzt und verdeckelte Drohnenbrut in einem und obere Brutzarge vollbesetzt mit verdeckelter Weiselzelle im anderen Volk. Die jeweils andere Zarge war nur wenig mit Bienen besetzt. Nach einer Königin habe ich dann nicht weiter gesucht.

    Die jeweils wenig besetzte Zarge habe ich entfernt. Beide Völker sitzen nun in einer Zarge. Habe jedem Volk nochmal 3 kg Weizensirup eingeschenkt.


    Ich beabsichtige noch zu warten ob eine junge Königin überhaupt noch begattet wird. Das andere, vermutlich drohnenbrütige Volk, könnte dabei helfen, Drohnen habe ich in diesem Volk gesehen.

    Was würdet Ihr nun tun?

    Meine Völker werden auf Zander zweiräumig überwintert.

    Nun mein Problem:

    Ich habe meine Bienen zur gleichen Zeit mit Apiinvert (niemand hat irgendwo vor diesem Zeug gewarnt) in Futterzargen gefüttert. Zwei Völker (Flugloch war eingeengt) hatten riesigen Flugbetrieb, Gedränge aber keine sichtbaren Kämpfe am Flugloch.

    Nach der Fütterung waren diese zwei Völker um drei Kilo leichter (!) als vor der Fütterung. Also doch Räuberei.

    Wenn ich jetzt versuche diese Völker mit Weizensirup neu aufzufüttern, dürfte die Räuberei wieder neu anfangen, weil sie als Futterquelle bei den Spürbienen ja bekannt sind. Einen anderen Platz zum wegstellen in 3 km habe ich nicht.

    Wie sind diese Völker noch zu retten?

    Vielen Dank für alle hilfreiche Antworten.

    Rainer

    Auf der Tagesordnung stehen mehrere Vorträge zum Thema Honig. Nur einer fehlt: "Die Honigerzeugung auf Basis von Apiinvert und ähnlichen Futtermitteln".

    Vermutlich sind dort die Plätze wegen der großen Nachfrage schon ausgebucht ;-)

    Bisher ist alles perfekt. Die zweite Zarge ist drauf und etwas eingefüttert hast Du auch schon.

    Besorge Dir einen "Liebig Dispenser" (googeln), lies wie es geht und behandle damit. Besser als Schwammtuch.

    Dann voll auffüttern. Die Bienen lagern in der oberen Zarge ein und werden im Laufe des Winters dem Futter nach oben folgen. Wenn Du dann im Frühjahr zur Weidenblüte den Honigraum aufsetzt, ist das Brutnest in der oberen Brutzarge und der direkt darüber liegende Honigraum wird leicht angenommen.

    Bienen lieben alte Schwarten. Die Wabenhygiene machst Du deshalb am besten erst im Spätsommer des nächsten Jahres (unteren Brutraum wegnehmen und den ausgeschleuderten Honigraum als neuen 2. Brutraum,aufsetzen).

    Die optimale Entwicklungstemperatur der Bienenbrut beträgt 34,5 °C, die der Varroa hingegen nur 32 °C. Versuche zeigten, dass Milben bereits bei Temperaturen von 38 °C geschädigt werden (Dr. Stefan Berg vom Fachzentrum für Bienen in Veitshöchheim).

    Die aktuellen Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 33 und 40°C. Steht eine Bienenbeute in der Sonne, dürften die Temperaturen darin locker auf 42°C oder höher steigen. Das bisschen Fächeln von Bienen am Flugloch dürfte eher der Sauerstoffversorgung der Stockbienen als einer wirksamen Senkung der Beuteninnentemperatur dienen.

    Ich vermute, dass die aktuelle Wetterlage aus meinen Zanderbeuten aus Holz eine Art natürlicher Bienensauna macht, welche in erster Linie der Varroa schadet. Jedenfalls habe ich derzeit bei meinen Völkern einen Varroafall von 0 bis max 2 pro Tag, obwohl ich dieses Jahr noch keine Varroabehandlung gemacht habe. Habt ihr ähnliche Beobachtungen gemacht? Ich überlege, ob ich dieses Jahr auf die Varroa-Behandlung mit AS verzichten und alles mit der OS-Behandlung im Dezember erledigen kann. Was meint Ihr?

    Noch eine Frage: Was geschieht bei solchen Temperaturen mit dem Spermienvorrat der Königin??


    Danke für alle Antworten

    Rainer

    Ich imkere auf Zander Einfachbeuten. Nach Abnahme des gefüllten Honigraums, habe ich bei einem Volk durch Wiegen der Gesamtbeute mit den zwei Bruträumen (52 kg), für Bienen, Brut und Futter ein Gewicht von 29 kg (!) errechnet.

    Ich möchte nun durch die Entnahme von Waben etwa 8 kg Honig aus dem oberen Brutraum entnehmen und durch Leerwaben ersetzen. Kann ich dann auf eine Winterauffütterung verzichten oder ist es besser viel mehr (z.B. 20 kg?) zu entnehmen und zum Winter hin mit Sirup aufzufüttern.

    Danke für hilfreiche Antworten.

    Rainer

    Soweit ich das jetzt überblicken kann, gibt es zwar viele Aussagen, auch Forschungsansätze, aber es fehlt bisher wirklich eine belastbare Validierung.

    Das hat Propolis mit den homöopathischen Mittelchen gemeinsam. Wenn überhaupt, dann wirken diese auch nicht durch ihre Substanz, sondern allein durch den Glauben des Patienten. Der kann bekanntlich Berge versetzen ;-)