Beiträge von Bienenlude

    An alle Drohnenwabenschneider.

    Wer von euch hat sich den wirklich schon mal die Mühe gemacht, eine verdeckelte DW zu öffnen und wirklich genau zu zählen,wieviel Milben

    rausfallen. Man tötet zigtausend Lebewesen um dann eine handvoll Milben zu erwischen. Das kann´s nicht sein

    Josef

    Eine Hand voll Milben sind weitere zigtausend Lebewesen die getötet werden ;-))

    Moin!


    20 eingewintert, 20 wieder aus dem Winter draußen - 10 gehen direkt in den Verkauf. Alle Kö aus 2016, AS-Behandlung Ende Juli, Mitte/Ende August. Mit reichlich Futter die starken Völker aus der Brut gedrückt, danach MS Behandlung und im Dez. 14 Tage nach Frost OS-Behandlung. Kein Milbenabfall bzw. deutlich unter 1 in drei Tagen. Völker sehr kräftig und noch mit reichlich Futter dabei.

    Das gleiche Ergebnis habe ich bei meinen 5 Völkern durch nur zwei AS-Behandlungen mit dem Liebig-Dispenser erreicht. Einmal AS60 Anfang August und dann AS85 Mitte September.

    Die Pollenfarbe ist vorwiegend ein kräftiges Gelb. Ich vermute es ist Pollen von Salweiden. Diese blühen schon länger, sind aber ca. 500m entfernt. Ich wundere mich nur, warum die blühende Salweide in 80m Entfernung und die noch näheren Kornelkirschen und Eiben nicht angeflogen werden. Könnte es sein, dass die Bienen, wenn sie sich erst mal auf ein Ziel eingeflogen haben, erst dann neue Ziele suchen, wenn das alte Ziel "abgeräumt" ist?

    In meinem großen Grundstück (4500 qm), wo auch meine 5 Bienenvölker stehen, blühen die Eiben, Salweiden, Kornelkirschen und natürliche Krokusse. Sie werden von den Bienen nicht angeflogen. Andererseits sammeln sie Pollen wie verrückt.

    Was haben andere, was ich nicht habe?? ;(

    Zitat von Granitbiene:

    Zitat

    Habe auch ein Volk mit den selben Symptomen verloren. Starker Ableger vom Mai auf 6 Wabengassen eingewintert, bei den Varroabehandlungen mit OS nie auffällig gewesen.


    Zweimal mit Oxalsäure behandeln ist einmal zu viel.

    Zitat

    Da kann es mE. schon erheblich sein ob die vielleicht 1000 jungen Bienen vom Februar ihren Job machen...

    Ja, das stimmt wohl aber wenn es die nicht gibt, tun vielleicht die 100 eliminierten Milben ihren Job auch nicht mehr. Was wiegt schwerer??


    Zitat

    Als Anfänger IMMER die Winterbehandlung machen, alles andere ist Murks.

    Ich habe die glaubwürdige Information, dass man die Zahl der Milben über den täglichen Milbenfall hochrechnen kann und denke, dass die Notwendigkeit einer Winterbehandlung von der Zahl der Milben abhängt und nicht von der Erfahrung des Imkers.


    Zitat

    …und für die Zukunft zur Sicherheit bis man es soweit einschätzen kann das nicht die Bienen drunter leiden, die Winterbehandlung machen.

    Dass die Bienen unter der Winterbehandlung leiden beweist schon der viel höhere winterliche Totenfall der behandelten Völker im Vergleich zu den unbehandelten. Über subletale Folgen kann ich keine Aussage machen, die soll es aber auch geben.


    Zitat

    Ich glaube, dass das ein falsches Bild ist. Die Varroa wird durch Ammen in die Nähe geeigneter Brutzellen getragen. Solange wenig Brut da ist, gibt es auch wenig Fütterungsereignisse durch Ammen. Dadurch kommen die meisten Varroen nicht in die Nähe der Brut und bleiben auf den Bienen sitzen. Die Entnahme der kleinen Brutflächen hätte dadurch keinen ausreichenden Effekt auf den Varroabefall und würde im Wesentlichen nur die Frühjahrsentwicklung stören.

    Danke Ralph. Das schein mir ein sehr plausibles und sachliches Argument zu sein. Gibt es darüber wissenschaftliche Untersuchungen?


    Zitat

    Ich würde so einen Eingriff, als Volkszerstörend einstufen.

    Warum? Hast Du es bereits ausprobiert oder kennst Du jemand der es mit schlechtem Ergebnis ausprobiert hat?


    Vielen Dank für alle Antworten. Ich werde darüber nachdenken. Wenn ich die frühe Entnahme verdeckelter Brut bei einem Volk vielleicht versuche, wird das bei wärmeren Wetter evtl. bei einem Reinigungsflug sein.


    Viele Grüße
    Rainer

    Ich habe Anfang Mai 2014 mit der Imkerei angefangen. Mein Erfahrungsschatz ist entsprechend übersichtlich.
    Im Spätsommer habe ich meine Völker zweimal mit Ameisensäure (erst 60% dann 85%) behandelt (Liebig-Dispenser). Wie ich glaube mit gutem Erfolg. Mehrmaliges Zählen des Milbenfalls in den Monaten November u. Dezember haben bei keinem Volk einen Milbenfall von mehr als 2 Milben innerhalb von 4 Tagen ergeben. Ich habe deshalb auf eine die Bienen belastende Winterbehandlung mit Oxalsäure verzichtet.

    Nun meine Frage: Macht es Sinn Mitte Februar oder vielleicht schon früher alle verdeckelte Brut zu entnehmen?
    Meine Überlegung ist dabei diese, dass nach der winterlichen Brutfreiheit mit Beginn des Brutgeschäfts alle noch auf den Bienen sitzenden Varroen sich auf die erste Brut stürzen werden und die Entfernung der noch kleinen Brutflächen keinen großen Einfluss auf die Volksentwicklung haben dürfte. Deren Entfernung sollte also einen sehr viel höheren Nutzen haben, als alle späteren Brutentnahme-Maßnahmen, auf die man dann verzichten könnte.

    Über Eure hilfreichen Antworten würde ich mich sehr freuen.
    Rainer

    Aber hallo liebe Imkerfreunde,
    ich schrieb im Konjunktiv, was ich tun würde, wenn ich solche stechwütigen Bienen hätte. Zum Glück habe bisher solche noch nicht gehabt.
    Trotzdem halte ich es für richtig ein Volk sofort abzuschwefeln, wenn es sich so verhält wie Genscher dies hier zu Anfang geschildert hat. Meine Gesundheit und die meiner Familie und Nachbarn ist mir wichtiger, als eine Meute stechwütige Arbeitsbienen, die ohnehin in den nächsten acht Wochen verendet wäre oder ein paar Kilo Honig, welche ich mehr ernten könnte.


    So mitfühlende Sprüche wie Achtung vor den (Bienen-)Individuen, von Imkern, die Königinnen abdrücken, Drohnenbrut schneiden und von Landwirten (!!) rühren mich zu Tränen ;-))


    Gruß Bienenlude

    Habe jetzt alle 73 Beiträge zu diesem Thema gelesen und mich gewundert, warum bei stichigen Völkern zwar die Königin gewechselt und die Drohnenbrut vernichtet werden soll, die Arbeitsbienen aber verschont bleiben.
    Ich würde mich von diesen keinesfalls noch viele Wochen stechen lassen, bis auch die letzte Stecherin das Zeitliche gesegnet hat, sondern die ganze Bande unverzüglich mit Pech und Schwefel in die Hölle schicken.

    Hallo Bocholter, danke für die Antwort.


    Im vergangenen Jahr habe ich bei meinem ersten Ableger zu Beginn der Salweidenblüte den zweiten Brutraum (allerdings ohne Futter) aufgesetzt und später zur Kirschblüte darauf den Honigraum. Der Honigraum wurde nicht angenommen und im 2 Brutraum waren Honig und Brut. Konnte keinen Honig ernten. Bin seither skeptisch bezüglich des Aufsetzen des zweiten Brutraums.
    Gruß Rainer

    Ich habe einen Ableger einzargig überwintert. Vom Gewicht her, habe ich die Befürchtung, dass das Futter knapp ist.
    Kann ich jetzt schon, kurz vor der Salweidenblüte den zweiten Brutraum mit 3 Waben, 6 Mittelwänden und einer Futtertasche mit 2 kg Zuckersirup untersetzen. Oder führt das zu Räuberei und es wäre besser mit dem Untersetzen noch zu warten und die Futtertasche in den aktuellen Brutraum zu hängen? Futterwaben habe ich leider keine.