Beiträge von Bienenlude

    Bei mir teilweise 4 kg Nektareintrag in 3 Tagen. Alles voll Nektar und Pollen. Manche Völker stark wie im Sommer. Soll man trotz Temperaturabsturz und prognostizierten -7 Grad nachts trotzdem schon HZ draufsetzen? Die ganzen Blüten gehen doch kaputt?

    Das Bundesland BW hat sehr unterschiedliche Klimazonen. Von der Schwäbischen Alb über den Schwarzwald bis zum Kraichgau dem Kaiserstuhl und dem Oberrheintal.

    Man könnte das besser beurteilen und dir einen besseren Rat geben, wenn du in deinem Profil eine genauere Ortsangabe machen würdest.

    Wenn du genug eingefüttert hast, dann mach gar nix!

    Ist eine Königin da, wird sich schon noch anfangen mit dem Legen. Wenn nicht, verendet das Volk von allein.

    Vereinigen mit einem anderen Volk würde ich auf keinen Fall. Wer weiß, was du da auf ein gesundes Volk überträgst.

    ich seh das genau so kritisch wie die Mehrheit hier, werde aber trotzdem mal ein Volk an eine andere ´´Wasseraderkreuzung´´ stellen und dieses Jahr beobachten ob ich was besonderen merke.

    Reinhard

    Das neue Jahr hat anderes Wetter, das Volk kann still umgeweiselt haben und der benachbarte Bauer kann etwas anderes angebaut haben und und und.

    Mit Umstellen kannst du über die Wirkung von "Wasseradern" nichts beweisen.

    Auch für Honig gilt: In einem Markt mit vielen Wettbewerbern bestimmen nicht die Herstellkosten den Preis eines Produkts, sondern allein die Nachfrage.

    Diese kann jeder Imker durch geeignete Werbung für seinen Honig selbst ankurbeln. Das langweilige DIB-Glas ist dabei nicht gerade hilfreich


    Ich habe jedenfalls noch nie ein Glas Honig für weniger als 7,50 EUR verkauft. Muss allerdings zugeben, dass meine Angebotsmenge bisher nicht über 150 Gläser hinausging.

    Eine Behandlung bringt doch jetzt (Mitte Januar) gar nichts mehr. Die Milben sitzen doch bereits wieder in der Brut und vermehren sich.

    In diesem Fall macht man an einen milden Januartag eine totale Brutentnahme.

    Die Varroen sind danach fast alle weg und der geringe Verlust an Bienenbrut, wird von einem sonst gesunden Volk schnell wieder ausgeglichen.

    Ausnahmen bestätigen meist die Regel! Und ich bezweifle stark, dass die Drohnen, welche Deiner Weisel beigewohnt haben, aus einem Drohnen-brütigem Volk stammen da diese in Arbeiterinnenzellen heran wachsen und nicht zu vollwertig reifen können. Mir ist zumindest die Feststellung einer natürlichen Begattung durch Zwergdrohnen nicht bekannt.

    Vielleicht war es nur Glück.

    Jetzt vergleiche ich mal Bienen mit anderen Lebewesen: Dass widrige Bedingungen wie Mangelernährung und ungünstiges Klima sich nicht negativ auf die Fruchtbarkeit der Menschen auswirken, beweisen die hohen Geburtenraten gerade in den allerärmsten Ländern. Und Wiesen auf magerem Boden zeigen die schönste Blütenpracht ;-)

    Nachtrag: Ich will hier noch kurz berichten, wie es weitergegangen ist.


    Das drohnenbrütige Volk ist bis Ende Oktober in die ewigen Blütengründe eingegangen.

    In das weisellose Volk mit der Weiselzelle habe ich nicht mehr reingeschaut. Es hat den Winter überstanden, sich im Frühjahr stark entwickelt und im Sommer (ich schleudere nur einmal im Jahr) eine gute Honigernte ermöglicht. Jetzt habe ich es als starkes gut entwickeltes Volk eingewintert.

    Fazit: Das Kerle aus dem drohnenbrütigen Volk haben trotz der späten Jahreszeit ihre Pflicht an der jungen Königin erfüllt. Und aus Jungen, welche von verachteten Müttern abstammen, können doch noch erfolgreiche Männer mit prachtvollen Nachkommen werden :-)

    Jedes Herumgefummel am Honig mindert dessen Qualität.

    Ich fülle gleich nach dem Schleudern in Gläser ab. Wie sich der Honig dann entwickelt, ob er früh oder spät, grob oder fein kristallisiert, ist mir egal. Er ist immer gleich gut und lässt sich auch immer gut verkaufen. Jedenfalls sind das meine Erfahrungen.

    Dabei kann Dir jeder Steuerberater helfen. Auch wenn er absolut keine Ahnung von Bienen hat.

    Umsatzsteuerpflichtig ist man erst bei einem Umsatz von über 17.500 EUR.

    Mit 30 Völkern musst Du schon eine besonders leistungsfähige Rasse haben, um auf diesen Umsatz zu kommen.

    Wenn Du aber freiwillig für die Umsatzsteuer optierst, bist Du 5 Jahre darauf festgelegt und holst Dir eine ganz und gar unnötige Bürokratie ins Bienenhaus. Vom höheren Preis für Deinen Honig abgesehen, der Deine Wettbewerbsfähigkeit mindert.


    Ich glaube nicht, dass das Optieren bei der Umsatzsteuer für dich so vorteilhaft ist, dass sich ein Steuerberater lohnt. Der arbeitet anders als viele Imker, nicht für Gotteslohn.

    Ich habe noch nie subventioniertes Zeug gekauft, weil ich Subventionen für Steuerverschwendung halte, welche die Politiker nur gewähren, um sich die Zuneigung des einfältigen Wahlvolkes zu erkaufen.

    Ich kaufe grundsätzlich nur die technische Ameisensäure. Das ist bekanntlich das gleiche Zeugs mit der selben Wirkung auf Bienen und Varroen, wie "ad us med", nur billiger.

    Verunreinigen, die für die Bienen schädlich sein könnten, gibt es nicht. Selbst wenn es sie gäbe, blieben sie im Docht zurück.

    der Bauer braucht finanzielle Anreize um Blühstreifen usw. auch wirklich umzusetzen


    Ist doch klar, dass die Bauern nicht freiwillig auf Land verzichten und damit auch zwangsläufig weniger verdienen.. das ist so als würde ein Arbeitnehmer freiwillig auf Gehalt verzichten (hab ich bisher noch nie gehört)

    Also muss Druck auf die Politik ausgeübt werden um finanzielle Anreize für sinnvolle Subventionen zu fördern.

    Ihr könnt die besten Vorschläge haben... wenn diese nicht finanziell in irgend einer Form unterstützt werden ist es utopisch zu denken, dass die Landwirtschaft diese umsetzen wird.

    Subventionen sind der reinste Schwachsinn. Man kann sie sehr gut und viel billiger durch Gesetze ersetzen, die ein gewisses Verhalten vorschreiben.


    Im übrigen hat es schon oft Belegschaften gegeben, die ihr Unternehmen durch einen freiwilligen, teilweisen Lohnverzicht vor der Insolvenz gerettet haben.