Beiträge von AKM

    Hallo Allerseits,


    die Bedürfnisse von glücklichen Eseln sind in folgendem pdf ganz gut zusammen gefasst:


    http://www.noteselhilfe.org/do…Herdenschutztiere_neu.pdf


    Hier wird schnell klar, dass es sich um ein Haustier handelt, welches nicht an unsere Umwelt angepasst ist und deshalb eine besondere Zuwendung seitens seines Halters braucht, was Hygiene, Pflege, Unterstand, Futter anbelangt. Auch wenn wohl jeder von uns schon ungepflegte und verwahrloste (Einzel-) Esel in Südeuropa erleben musste, heisst das nicht, dass diese Tiere ohne besondere Zuwendung auskommen. Leider kann man auch in Deutschland viele überfettete, kranke und leidende Tiere sehen - wohl meist aus diesem Mißverständnis heraus.


    @ Hardy alias Radix: Auch wenn man einem Esel genügend Heu anbietet heißt das nicht, er das fette Gras nebenan ignoriert - ganz im Gegenteil. Setz mal einem Ruhrpöttler am Currywurststand einen Feldsalat vor und beobachte genau was passiert...
    Gruß, Andreas

    Glückwunsch Jörg,
    eine schöne Eselei ist das, schönes Tier!


    Hallo bienenbock (und Jörg):
    Esel sind sehr gesellige Tiere und schreien ihre Umgebung ab, um nicht allein zu sein. Deshalb mindestens zwei Tiere halten und alle sind glücklicher...wünsche Euch ein schönes und erfolgreiches 2016, Andreas

    Hallo Sabi(e)ne,


    das Leben der Damen ist doch nur zu Ende, wenn ihr Stachel (mitsamt einem Teil des Hinterleibes) abreißt und sie damit an der offenen Wunde eingehen, oder? Danke für den Hinweis mit der später einsetzenden Giftproduktion - so habe ich mir das harmlose Stechen spontan auch erklärt. Aber ob die Mädels seit 'zig Millionen Jahren nach unserer relativ unerfahrenen Logig funktionieren bezweifele ich dennoch. Werde mal weiter recherchieren. Übrigens: Nachdem ich eine Minute geflüchtet war konnte ich mich dem Stock unbehelligt nähern. Also keine allgemeine Alarmstimmung.


    Danke für Deine Gedanken, Andreas

    Guten Tag an Alle!


    Ich habe seit Anfang Mai die liebsten Buckies der Welt bei mir im Garten, so etwa wie das eigene Baby immer das hübscheste ist. Habe von Anfang an alle Durchsichten zur Schwarmkontrolle inklusive Baurahmen schneiden und verdächtige Zellen stechen im T-Shirt ohne jeglichen Schutz durchgeführt. Die lassen sich wirklich viel gefallen und sind mich nie besonders angegangen. Das machte mich leider etwas nachlässig und heute habe ich den ersten Honigraum geerntet und Wildbau über dem Honigraum unter der Flucht entfernt. Dabei habe ich folgendes nicht beachtet:


    1. Ich trug ein sehr verschwitztes dunkelrotes T-Shirt.
    2. Ich nutze zum "herabkitzeln" der letzten Bienen (nicht fegen) von der Unterseite der Flucht einen Kunsthaarbesen, in den sich in einer der vorherigen Aktionen einige Bienen verbissen und sicherlich mit Alarm-Pheromonen geimpft haben.
    3. Da ich nicht wie üblich ein scharfes Küchenmesser zum Entfernen des Wildwuchs dabei hatte, nutzte ich den Stockmeißel, was zu ruckartigen Erschütterungen am Honigrähmchen führte.


    Kurzum: Diesmal fanden einige meiner Damen meinen respektlosen Umgang mit Ihnen und Ihren mühsam erarbeiteten Vorräten unpassend und stürzten sich auf mich. Zwei stachen mich in den rechten und linken Oberarm. Das fühlte sich an wie Mückenstiche und gab auch solche kleinen Pickel, etwas gerötet. Die Stachel blieben nicht in der Haut stecken und das bisschen Gejucke verschwand schon nach einer Minute. Die Pickel waren nach 4 Stunden nicht mehr zu sehen. Ich kenne Bienenstiche aus meiner Vor-Imkerzeit und weiß, dass sie gewöhnlich schmerzhafter sind und länger in Erinnerung bleiben. Offensichtlich haben sie ohne Gifteinsatz gestochen.


    Nun meine Frage zur Bienenbiologie:
    Gibt es so etwas wie "Warnstiche", ohne Gift und nicht sehr tief? Oder haben die Honigabnehmerinnen vielleicht keinen sehr entwickelten Giftvorrat?


    Falls jemand mehr darüber weiß wäre ich für Aufklärung dankbar.
    Gruß, Andreas

    Hm,
    Hufrehe hat nichts mit feuchten Wiesen zu tun. Und ein Wanderesel bekommt weniger Probleme mit Verfettung, gegen zu viel Gefräßigkeit falscher Grasorten kann man auch noch was machen und schon fluppt das :daumen:


    Hast recht! Hab' wohl - wie meistens - meiner Getreuen nicht akurat zugehört. Dir schon, aber so sind die Männers. Jetzt schläft sie schon, also muss Wikipedia herhalten. Wikipedia: Die Futterrehe ist die am weitesten verbreitete Hufrehe und wird durch falsche Fütterung verursacht


    Also eine Ursache und doppelte Wirkung. Darf ich Dich fragen, wie man was gegen das wahllose Fressen falscher Grassorten auf Hirtenwanderschaft was machen kann, oder was Du machen würdest?


    Gute Nacht und heute keine Eseleien mehr, Andreas

    Ich liebe Esel.


    Meine verehelichte Lebensabschnittsgefährtin hat mir aber gerade erklärt, das dies hier nicht funktioniert. Meine Partnerin ist viel schlauer als ich, wie alle guten Ehefrauen. Die Esel bekommen demnach auf den meist feuchten Viehweiden Hufkrankheiten (Hufrehe) und verfetten hoffnungslos aufgrund des viel zu fetten Grases. Sie brauchen eigentlich Trockengras oder Steppe. Vielleicht funktioniert es auf relativ trockenen Gründen, wie der Schwäbischen Alp. Sonst wohl eher nicht. Leider. In 1000 Jahren könnte der Klimawandel die Karten neu mischen, wenn wir uns weiter so viel Mühe geben wie bisher.
    Gruß, Andreas

    Das schreibt mellifera dazu.


    Das fasst alles über diese Absurdität zusammen. Mir tun jetzt schon die Milliarden von Bienen leid, die diesem Wahn zum Opfer fallen werden. Habt Ihr mal die Kommentare und Fragen dazu in den social media angesehen? Da wird oft nur gefragt, was das Gerät kostet und wo man die benötigten Bienen her bekommt.


    Gruß, Andreas

    ...Übrigens: Seit 1. Januar sind folgende Varroamedikamente nicht mehr apothekenpflichtig:
    ALV, Thymovar, Apiguard. 60%ige AS ad.us.Vet. sowieso nicht.
    Es besteht auch keine Aufzeichnungspflicht mehr dafür.


    Das stimmt so leider nicht, die Befreiung aus der Apothekenpflicht gilt nur für Arzneimittel, die als Wirkstoff ausschließlich Thymol enthalten. Mittel wie ApiLifeVar, die weitere ätherische Öle oder andere Zusätze enthalten sind weiterhin apothekenpflichtig.


    Gruß, Andreas

    Hallo AKM,


    ich hoffe, Du bist bisher schon in der Lage gewesen, Fundiertes von Unfundiertem zu unterscheiden und Theorien von der Praxis.


    Tja, liebe Marion, das hoffe ich auch!


    Die Praxis fehlt mir zugegebenermaßen in weiten Teilen. Ich gehe seit einigen Monaten regelmäßig zu Vereinstreffen, vereinzelt zu Vorträgen und schaue seit Frühsommer letzten Jahres Imkerfreunden über die Schulter. Einen Paten habe ich dankenswerter Weise auch schon, von ihm werde ich das erste Volk erhalten.


    ...Skeptisch sollte man sein bei solchen, die zwar glaubhaft solche haben und Theorien, die aber viel Verlust und Schäden zu beklagen haben, die zu Lasten der PSM gehen. Objektiver beurteilen kann man die Varroaerfolgsergebnisse bei sicheren Auswinterungserfolgen ohne PSM-Verfälschende Todesfälle. Da weiß man, was zuversichtlich hilft.


    Zuversichtlich ist eine gute Wortwahl! Ich habe noch von keinem Pflege- und Behandlungskonzept erfahren dürfen, welches zuverlässig funktioniert.
    Im meinem Umfeld wird vorwiegend die Kombination von AS (65 und 85%) und OS träufeln praktiziert, mit den bekannten witterungsbedingten Wirkungseinschränkungen. War z.B. 2014 wohl nicht so der Renner. Maximal werden jedes Jahr noch Ableger (meist Brutableger) gebildet, vereinzelt kommen zusätzlich noch ätherische Öle (ApiLifeVar o.ä.) zum Einsatz. Was Oxalsäureverdamfung mit dem Oxamat betrifft, muss ich mich bisher auf die meist positiven Erfahrungsberichte aus Österreich, der Schweiz oder ansatzweise hier im Forum verlassen. Die TBE habe ich theoretisch verinnerlicht und werde sie das erste Mal hoffentlich mit Unterstützung meines Paten umsetzen können. Die thermische Behandlung von Drohnenwaben im Hühnereierbrüter (statt Schneiden und verwerfen) ist (für mich) ein komplett neues Feld, an das ich mich auf Basis einiger Literaturangaben zur Wärmerestistenz von Maden, Puppen und Varroa-Milben schrittweise selbst heranarbeiten möchte. Hier sind anfängliche Fehlschläge für das Volk nicht so desaströs und daher in meinen Augen das Experimentieren vertretbar.

    ...Niemals würde ich beabsichtigt warten auf erste Anzeichen von Bienenschäden mit Krüppeln und Kurzbienen...
    Ich auch nicht.


    Danke für Deinen konstruktiv-mahnenden Beitrag,
    Andreas

    Bei starken Wirtschaftsvölkern solltest Du vielleicht eher auch sowas wie eine TBE (Brutentnahme) zusätzlich zur Bedampfung mit ins Behandlungskonzept einbeziehen. Die starken Völker erzeugen soviel Wärme, dass da der Großteil der Brut befallen sein kann, ohne dass Du denen was ansiehst. Zur richtigen Zeit gemacht, verlierst Du max. einen Brutdurchgang (bzw. die verdeckelte Brut von 10-11 Tagen, sofern offene Brutzellen dringelassen werden) und erwischst mit einer gleichzeitigen Bedampfung alle nicht in der Brut befindlichen Milben...


    Danke für den Hinweis Sven, werde ich für Ende Juni bis Mitte Juli vormerken, da ich im April nur ein Wirtschaftsvolk bekomme und ohnehin in irgend einer Form vermehren möchte.


    Gruß, Andreas

    Hallo Remstalimker, wie wahr.
    Allerdings hat Schiller meines Wissens auch nicht geimkert und wer nie los legt, weil er keine Erfahrung hat, wird auch nie über solche verfügen.
    AS kommt für mich nicht in Frage, damit hatte ich beruflich genug zu tun und meinen Arm schmückt eine Narbe von vor 25 Jahren. Ich habe der Gabe von Ameisensäure bei Imkern öfter beigewohnt und weiß ganz sicher, dass ich das Hobby gar nicht erst anfangen würde, wenn es keine Alternativen gäbe.
    In diesem Sinne lass' mir doch das winterliche Gespinne.
    Gruß, Andreas