Beiträge von kaktusland

    Ich habe am letzten Sonnabend (16.4.) in einem Volk (DNM) eine verdeckelte Schwarmzelle gefunden (Kö war noch da). Die Wabe habe ich sofort in eine Ablegerkiste getan und einen Ableger gebildet. Diesen habe ich am Sonntag an einem neuen Standort aufgestellt. Gestern hat sich dort ein Nachbar gemeldet und gesagt, seine Tochter hätte eine Bienenallergie, deshalb wäre er nicht darüber begeistert, daß die Bienen dort jetzt für 4 Wochen stehen sollen. Weil ich gerade nicht da bin, könnte ich sie ohnenhin erst am Mittwoch dort wegholen (allerdings muß ich vorher noch einen neuen Standort finden). Was meint Ihr, kann ich die Bienen jetzt ohne Schaden da wegholen? :confused:
    Am Mittwoch Abend wäre der Ableger 12 Tage aus meinem Garten weg, wenn die Kö geschlüpft ist, ist sie mindestens 4 Tage alt wenn sie wirklich noch 7-8 Tage in ihrer Zelle war. Am liebsten würde ich auch nicht öffnen, um nach der Zelle zu sehen.
    Da der Nachbar nicht mit mir direkt geredet hat, weiß ich nicht, ob ich ihn mit einem Glas Honig zur Duldung überreden kann.
    Annette

    Bin gerade bei der Zusammenstellung von Material, was ich in diesem Jahr kaufen will und bin in drei Onlineshops auf Mehrfachfangeräte gestoßen, die man vor die Beute hängen und somit den Schwarm samt ausfliegender Königin abfangen kann. Was haltet Ihr davon? Habe im letzten Jahr drei Schwärme verloren, weil die immer dann abhauen, wenn ich nicht da bin. Wie hängt man so etwas davor und wie lange darf es dranbleiben?

    Wenn ich den Beitrag so sehe, denke ich, ich hätte das Zeug einfach nur innerhalb der Beute in die Futterwanne tun müssen, statt in den Ableger ... Irgendwie hat mich der Nassenheider Verdunster davon abgehalten und die Idee, daß das aus der Beute weg muß einschließlich der angekitteten Wanne. Oder hätten die neuen Wildbau dort gemacht, wo auf den Oberträgern noch Platz ist und die Wanne wieder eingekittet?
    Außerdem hatte ich, glaube ich, den Fehlschluß, daß sich Füttern und Varroabehandlung ausschließen, aber das kann bei eigenen Waben ja eigentlich kein Problem sein. Gut, sollte das wieder vorkommen, habe ich jetzt wenigstens eine Strategie, aber es passiert dann wahrscheinlich was anderes, womit ich nicht gerechnet habe.
    Also dann doch noch mal gründlicher reingucken. Mal sehen, wo sie mich dann wieder hinstechen. Irgendwie schaffen sie es neuerdings immer wieder, unter meinen Schleier zu kommen, hab die richtige Schwachstelle (Anzug) noch immer nicht gefunden.


    Aber was mach ich denn jetzt am gescheitesten mit der Wanne im Ableger. Abwarten, ob alles gut ausgeht?


    Annette

    Ich habe eigentlich nur 5kg Zucker gefüttert nach der Honigentnahme, abgeschleudert habe ich mehr. Das Volk steht auf 2 Zargen, und als ich den Wintersitz Ende Juli eingerichtet habe, war da viel Platz. Dieser Wildbau war ja auf die Oberträger gebaut. Kitten die das dann dort nicht einfach wieder fest und bauen oben darüber, wenn ich es abschneide, umlege und drin lasse?
    Platzmäßig wird es jetzt auch etwas schwierig, weil der Verdunster ja jetzt auf den Oberträgern steht. Es ergab eine komplette Wanne voll, die 5l faßt.Wenn die Futterwanne bienefrei ist, kann ich sie vielleicht rausnehmen und in einen verschlossenen Raum stellen, bis die Verdunster fertig sind. Irgendwie blöd. Oder könnte ich eine freie Beute nehmen und nur die Wanne übergangsweise reinhängen? Überleben dann die restlichen Bienen, wenn ich das Flugloch verschließe?
    Und dann - ist es jetzt nicht vielleicht schon zu spät, die anderen Bienen von eventueller Räuberei abzuhalten? Ich kann das frühestens heute Abend oder morgen früh korrigieren. Hatte gestern Abend keine bessere Idee, und es wurde langsam dunkel ... Hatte mit sowas nicht gerechnet.
    Beim nächsten Mal kann man ja vielleicht mal die Methode mit den Thujazweigen probieren (anderer Thread), damit sich die Bienen neu einfliegen müssen, dann bleiben sie vielleicht da. Aber dafür ist es in diesem Fall zu spät.


    Annette

    Gestern wollte ich meine Nassenheider Verdunster in die Beuten stellen. Ich hatte nach dem Füttern die Wannen drin gelassen. Eine Futterwanne hatte die Wachsreste von der Honigernte zum Ablecken, die andere Futterwanne war leer. Die erste Beute war völlig normal, die mit der leeren Wanne hatte riesige Wabengebäude mit frischem Honig und Unmengen von Bienen unter der Wanne, ich habe die Futterwanne kaum rausbekommen. Ich habe nun den gesamten Wildbau rausgenommen (Bienen waren stinkwütend und haben danach außerdem in großen Mengen außen an der Beute gesessen) und den Verdunster reingestellt. Was macht man aber nun mit dem rausgenommenen Zeug? Es waren ja noch viele Bienen drin und offen kann man das nicht stehen lassen. Als Notbehelf habe ich alles in eine Futterwanne getan und oben in meine Ablegerbeute gehängt, in der Hoffnung, die fremden Bienen fliegen raus und die Ablegerbienen lecken den Wildbaumatsch in der Wanne aus. War eh eine ziemliche Schweinerei, gut daß ich Gummihandschuhe anhatte. War das so okay oder habe Ihr eine bessere Idee? Hatte übrigens in die Ablegerbeute unter die Wanne einen Liebigdispenser gestellt.


    Annette

    Ist DNM. Falzlose Beute von den Vogtlandwerkstätten für 13 Rähmchen.


    Ich könnte es ja mal probieren. Momentan werde ich wohl nichts mehr ändern, weil ich den Wintersitz schon eingerichtet habe und die Beuten nicht mehr groß auseinandernehmen wollte (hoffentlich zur Freude der Bienen). Aber im nächsten Frühjahr könnte ich den Versuch machen. Schont vielleicht nicht nur die Bienen sondern auch die Rähmchen.:wink:

    Ich hab eine ganze Weile Nelkenöl benutzt. Hatte nicht das Gefühl, es würde was bewirken. Dann hab ich es stärker gemacht, da wurden sie aggressiv. Jetzt nehm ich Rauch und habe das Gefühl, daß es etwas besser funktioniert, aber auch nicht optimal.
    Nelkenöltücher: Machst Du die selbst und wie groß sind die und wo genau legst Du sie drauf?


    Zum Platz in der Zarge: Ich hab 13 Rähmchen, die passen straff rein. Wenn ich je 1 rausnehme, bauen die Bienen alles zu, hab ich schon probiert und wieder aufgegeben. War mir nicht sicher, ob da so gut ist. Angeblich bevorzugen die Bienen auch eine ungerade Anzahl, weiß nicht genau, wo ich das mal gelesen habe.

    Muß ich mal gucken. Stachel in meinem Vollschutz habe ich noch nie gesucht, dachte immer, da bleiben keine stecken.
    Aber ich muß den Anzug eh komplett in die Bleiche (Klorix) stecken wegen Stockflecken und die Handschuhe mal vorsichtig waschen, weil sie klebrig sind. War gerade 10 Tage nicht da und muß morgen mal endlich den Nassenheider Verdunster reinstellen. Danach probiere ich das mal.

    Hallo,


    ich habe vorgestern (Montag) die Varroawindeln kontrolliert. Auf der einen waren ziemlich viele tote Bienen, so etwa 1/3 voll. Auf den anderen war nichts. Manchmal sitzen 1-5 Bienen auf der Windel, mir ist auch unklar, wie die dorthin kommen.
    Die Beute, in der die vielen toten Bienen waren, hatte ich Samstagabend gefüttert (2kg Zucker) - eventuell HMF-Schaden? Ich hatte das Waschwasser von den Honiggeräten vorher erhitzt, aber abkühlen lassen. Gestern waren keine toten Bienen dort.


    Auf einer anderen Varroawindel hatte ich winzige Maden unter Gespinsten und eine größere. Wachsmotten?


    Annette

    Na ja, den Anzug mußte ich ohnehin frisch waschen, jetzt riecht er nach Waschmittel, also anders. Das war es also nicht. Handschuh - kann sein, ich war soger schon einige Meter weg. Ich werde mal versuchen, die vorsichtig zu waschen, aber erst, wenn sie Zeit haben zu trocknen, momentan brauche ich sie täglich, weil ich jeden Tag eine Portion Zuckerwasser reinkippe (habe versetzt geschleudert), und dann muß ich noch die Ameisensäure reinstellen. Nelkenöl habe ich mir neulich auch schon wie Parfüm aufgelegt, hatte keinen Effekt, aber vielleicht dann auf einem gewaschenen Handschuh. Gestern wieder das Gleiche. Ich wollte die andere abgeschleuderte Beute umsortieren und die Bienen füttern. Habe also alles, was ich brauchte, hoch zu den Beuten getragen. Es hat nicht lange gedauert, da schwirrten schon wieder zwei Abwehrkämpfer um meinen Hut, obwohl ich noch gar keine Beute angefaßt hatte. Während ich dann meine Beute komplett durchsortiert habe, war ich zwar immer noch mit genug Bienen besetzt, sie haben aber keine Drohgeräusche mehr gemacht. Ob mich dann wieder eine zurückverfolgt hat, habe ich vergessen.


    Annette

    Ja, wenn ich nur wüßte, was ich falsch mache ...
    Aber ich muß zugeben, ich fühle mich immer ein bißchen schlecht, wenn ich den Bienen so viel Streß mache. Hab vielleicht noch nicht genug Erfahrung und mach auch noch Fehler. Man lernt zwar draus, aber die Bienen lernen eben auch ...

    "Also pass auf Schwester, als ich damals meine ersten Sammelflüge machte, da kam dieses Weiße Monster, erst dachten wir die Steppe brennt, aber dann kam alles viel Schlimmer. Die Höhle wurde aufgerissen, die Sonne brannte von oben hinein und unsere Vorräte waren bis auf einen kläglichen Rest verschwunden. So richtig gesehen habe ich es nicht, der Qualm brannte mir in den Augen. Aber pass auf, wenn das weiße Monster wiederkommt, dass du alles dafür tust, dass wir über den Winter kommen."


    Genau das habe ich gestern auch gedacht. Ich habe ja meine Bienen eine Weile in Ruhe gelassen. Aber jetzt habe ich ihnen Honig weggenommen und die Beute komplett durchgesehen, ein paar schwarze Waben entfernt und ein paar Rähmchen umgeordnet. Am Freitag hatte ich schon alles im Auto, dann fiel mir ein, daß der offene Werkzeugeimer noch oben neben der Beute stand und es könnte ja regnen. Also Schleier nicht noch mal aufgesetzt (hatte aber den Anzug noch an) und Eimer geholt. Prompt habe ich zwei Stiche von Kamikazefliegern auf dem Hinterkopf eingefangen.:Biene: Jetzt komme ich zwar, um Futterlösung zu bringen, aber sobald ich mich mit meinem Anzug in Beutennähe sehen lasse, werde ich angegriffen. Gestern hatte ich den letzten Honig geholt, und bei den letzten Aufräumarbeiten haben sie mich immer noch verfolgt, zum Glück nur meinen Handschuh gestochen. Aber die haben am Sonnabend selbst ein Miniloch im Schleier gefunden, das ich noch nicht bemerkt hatte. Als normal angezogener Mensch werde ich nicht angefallen. Aber ein bißchen mulmig wird mir jetzt schon. Früher, bei anderen Imkern, habe ich sogar die Rähmchen völlig ohne Schutz in die Hand genommen und war ganz relaxt. Dieses Vertrauen habe ich plötzlich verloren. Barfuß wolllte ich zwar nie imkern, aber zum Feigling will ich auch nicht werden, das merken die Bienen. Ist bloß nicht ganz so einfach.


    Annette