Beiträge von kaktusland

    Hallo,


    ich habe vorgestern (Montag) die Varroawindeln kontrolliert. Auf der einen waren ziemlich viele tote Bienen, so etwa 1/3 voll. Auf den anderen war nichts. Manchmal sitzen 1-5 Bienen auf der Windel, mir ist auch unklar, wie die dorthin kommen.
    Die Beute, in der die vielen toten Bienen waren, hatte ich Samstagabend gefüttert (2kg Zucker) - eventuell HMF-Schaden? Ich hatte das Waschwasser von den Honiggeräten vorher erhitzt, aber abkühlen lassen. Gestern waren keine toten Bienen dort.


    Auf einer anderen Varroawindel hatte ich winzige Maden unter Gespinsten und eine größere. Wachsmotten?


    Annette

    Na ja, den Anzug mußte ich ohnehin frisch waschen, jetzt riecht er nach Waschmittel, also anders. Das war es also nicht. Handschuh - kann sein, ich war soger schon einige Meter weg. Ich werde mal versuchen, die vorsichtig zu waschen, aber erst, wenn sie Zeit haben zu trocknen, momentan brauche ich sie täglich, weil ich jeden Tag eine Portion Zuckerwasser reinkippe (habe versetzt geschleudert), und dann muß ich noch die Ameisensäure reinstellen. Nelkenöl habe ich mir neulich auch schon wie Parfüm aufgelegt, hatte keinen Effekt, aber vielleicht dann auf einem gewaschenen Handschuh. Gestern wieder das Gleiche. Ich wollte die andere abgeschleuderte Beute umsortieren und die Bienen füttern. Habe also alles, was ich brauchte, hoch zu den Beuten getragen. Es hat nicht lange gedauert, da schwirrten schon wieder zwei Abwehrkämpfer um meinen Hut, obwohl ich noch gar keine Beute angefaßt hatte. Während ich dann meine Beute komplett durchsortiert habe, war ich zwar immer noch mit genug Bienen besetzt, sie haben aber keine Drohgeräusche mehr gemacht. Ob mich dann wieder eine zurückverfolgt hat, habe ich vergessen.


    Annette

    Ja, wenn ich nur wüßte, was ich falsch mache ...
    Aber ich muß zugeben, ich fühle mich immer ein bißchen schlecht, wenn ich den Bienen so viel Streß mache. Hab vielleicht noch nicht genug Erfahrung und mach auch noch Fehler. Man lernt zwar draus, aber die Bienen lernen eben auch ...

    "Also pass auf Schwester, als ich damals meine ersten Sammelflüge machte, da kam dieses Weiße Monster, erst dachten wir die Steppe brennt, aber dann kam alles viel Schlimmer. Die Höhle wurde aufgerissen, die Sonne brannte von oben hinein und unsere Vorräte waren bis auf einen kläglichen Rest verschwunden. So richtig gesehen habe ich es nicht, der Qualm brannte mir in den Augen. Aber pass auf, wenn das weiße Monster wiederkommt, dass du alles dafür tust, dass wir über den Winter kommen."


    Genau das habe ich gestern auch gedacht. Ich habe ja meine Bienen eine Weile in Ruhe gelassen. Aber jetzt habe ich ihnen Honig weggenommen und die Beute komplett durchgesehen, ein paar schwarze Waben entfernt und ein paar Rähmchen umgeordnet. Am Freitag hatte ich schon alles im Auto, dann fiel mir ein, daß der offene Werkzeugeimer noch oben neben der Beute stand und es könnte ja regnen. Also Schleier nicht noch mal aufgesetzt (hatte aber den Anzug noch an) und Eimer geholt. Prompt habe ich zwei Stiche von Kamikazefliegern auf dem Hinterkopf eingefangen.:Biene: Jetzt komme ich zwar, um Futterlösung zu bringen, aber sobald ich mich mit meinem Anzug in Beutennähe sehen lasse, werde ich angegriffen. Gestern hatte ich den letzten Honig geholt, und bei den letzten Aufräumarbeiten haben sie mich immer noch verfolgt, zum Glück nur meinen Handschuh gestochen. Aber die haben am Sonnabend selbst ein Miniloch im Schleier gefunden, das ich noch nicht bemerkt hatte. Als normal angezogener Mensch werde ich nicht angefallen. Aber ein bißchen mulmig wird mir jetzt schon. Früher, bei anderen Imkern, habe ich sogar die Rähmchen völlig ohne Schutz in die Hand genommen und war ganz relaxt. Dieses Vertrauen habe ich plötzlich verloren. Barfuß wolllte ich zwar nie imkern, aber zum Feigling will ich auch nicht werden, das merken die Bienen. Ist bloß nicht ganz so einfach.


    Annette

    Also, ich habe auch ziemliche Honigblüte (geerntet am 31.5.), und zwar genau an den Stellen im Glas, wo der Honig bein Etikettieren noch mal hoch und runtergelaufen ist. Gläser, die ich nach dem Abfüllen nicht gekippt habe, weil sie für mein rundes Standardetikett zu klein waren, haben die Honigblüte auch nicht. Meine Bienenpatin sagte, er stand zu warm, irgendwo hier habe ich gelesen, so was passiert, wenn es zu kalt ist. Ich bin aber fast überzeugt, daß es am Rühren liegen muß. Ich habe nämlich die Schaumschicht (viel Schaum war nicht) mit einer Schöpfkelle runtergenommen und in ein separates Glas gefüllt. Das Glas habe ich genau dort und genauso lange aufbewahrt, wo auch der andere Honig stand - in meiner Wohnung bei Zimmertemperatur. Der Honig im abgeschöpften Glas hat keinerlei Honigblüte und sieht weicher aus als der gerührte, die Farbe ist auch gelber. Ich habe auch noch ein ungerührtes Glas verschenkt an jemanden, der ungeduldig war, der hat auch keine Blüte und ist weniger fest.
    Ich habe den Honig natürlich auch als besonders wasserarm angepriesen und gesagt, es sei ein Zeichen für gute Qualität. Meine Bienenpatin hat sich köstlich amüsiert über diese Marketingstrategie, meinte aber, Hongblüte dürfe keinsfalls passiere, so ein Honig wäre nicht prämierungswürdig und ein Ladenhüter. Brr! Dabei schmeckt er , und man kann ja auch erst den Honig aufs Brötchen schmieren und die Butter obendrauf:wink:
    Annette

    Na ja, ich hatte gar keine Königin und wollte aber wenigstens noch ein Volk mehr. Für zwei mehr, wie usprünglich geplant, hat es leider dann nicht gereicht. Ist nicht so gelaufen wie ich es mir ausgemalt hatte. Also habe ich eine gekauft, und es hat funktioniert. (Aufgeben ist bei mir nicht.)


    Danke für die Regel. Nun ist also klar, daß ich mit nur drei Völkern in den Winter gehe, eine ganze Zarge kann ich nicht entbehren. Bin froh, wenn ich die Völker alle wieder auf eine ordentliche Stärke bekomme.


    Annette

    Na ja, bei anderen Imkern habe ich auch keinen Schutz angehabt und bin nicht gestochen worden. Hab auch die Rähmchen ohne Handschuhe genommen. Meine eigenen merken aber sofort, wenn es eine Schwachstelle gibt. Ich habe es daher aufgegeben mutig zu sein. Gestern haben sie gemerkt, daß ich einen Reißverschluß nicht vergessen hatte. Prompt hat mich eine auf die Kinnspitze gestochen und ich sah aus wie Babajaga. :oops: Zum Glück war es nach dem Aufstehen nicht mehr so schlimm, so daß ich mich raustrauen konnte. Gestern hat mich dieses eine Volk komplett besetzt und einmal auch noch durch den Anzug gestochen als ich mich angelehnt habe. Keine Ahnung, warum sie sich so verhalten. Es ist besonders dieses eine Volk, das ich als Schwarm bekommen habe im letzten Jahr und das auch zweimal abgeschwärmt ist.


    Annette

    Vielleicht hättest Du lieber eine begatte Königin reinsetzen sollen, das spart Zeit und verkleinert das Risiko. Ich hab schon Ende Mai gedacht, daß mein Ableger schleunigst in die Gänge kommen muß, wenn er dieses Jahr noch was werden soll. Deshalb habe ich eine begattete genommen. Ich weiß nicht, wieviel Zeit Du damit noch hast, aber wenn es wieder schiefgelaufen ist, mußt Du den Ableger vielleicht auflösen.
    Wie lange kann man eigentlich Ableger machen? Bis zur Sommersonnenwende?


    Gruß,
    Annette

    Nee, zu flüssig ist er nicht - im Gegenteil, ich hätte ihn gerne etwas flüssiger gehabt. Jetzt muß ich erst den Honig aufs Brötchen schmieren und die Butter obendrauf :-).
    Er schmeckt durchaus (sehr süß übrigens) und ist auch nicht körnig. Ich hoffe nur, daß meine Gartennachbarn, die Kaufwünsche geäußert haben, das so akzeptieren. Hab mir so gedacht, daß ich 1€ für 100g Honig nehmen könnte.


    Übrigens wegen dem Honigimpfen: Ich hab meinen Hobbock bisher noch nicht ausgewaschen, nur grob ausgekratzt und ordentlich zugedeckelt. Kann man da den Sommerhonig, den ich hoffentlich im Juli ernten kann obendrauf laufen lassen? Quasi zum Impfen? Oder soll ich den Hobbock vorher doch lieber auswaschen und das Honigwasser anderweitig verwerten? Ich weiß nicht genau, ob es sonst eventuell hygienisch oder anderweitig problematisch wird oder ob es eine sinnvolle Nutzung der Ressourcen ist.


    Gruß,
    Annette

    Hab auch das erste Mal geerntet (31.5.) und den Honig mit dem Löffel gerührt, es waren boß 11kg, das ging. Allerdings habe ich nicht regelmäßig morgens und abends gerührt und auch nicht jeden Tag. Habe vorher die oberste Schicht ungerührt in ein Glas gefüllt. Habe dann den Honig nach ca. 2 Wochen abgefüllt, als er perlmuttartig war. Innerhalb von einer Woche wurde der gerührte Honig dann im Glas fest und jetzt hat er sogar helle Stellen an der Glaswand (soll ja ein Zeichen von Qualität sein). Der ungerührte Honig ist zwar auch dicker geworden, aber nicht fest.


    Hm, bin etwas ratlos.


    Gruß,
    Annette

    Hallo,


    ich habe das gerade erfolgreich so gemacht. Mein Ableger vom April hat sich keine Königin gezogen. Hatte ihn wegen Drohnenbrütigkeit schon einmal abgekehrt und ein neues Brutbrett reingehängt. Fehlanzeige, wieder Drohnenbrut. Habe dann eine begattete Königin gekauft, noch mal abgekehrt und die Königin eingesetzt (am 6.6.). Hatte schon Bammel, ob das funktionieren kann, vor allem auch, weil die Bienen so lange ohne Königin waren und immer älter wurden. Gestern habe ich dann Unmengen verdeckelte Brut und Larven gefunden (die Königin natürlich auch und quietschlebendig). Ich denke, der Ableger ist gerettet.


    Gruß,
    Annette

    Hab vorgestern das Dilemma gesehen. Keine der beiden Beuten hatte mehr Brut, der Ableger auch nicht, aber vielleicht kommt der noch. Habe dann von dem Volk, das stark dezimiert war, den zweiten Honigraum runtergenommen und das Absperrgitter rausgezogen. Die andere Beute hatte wenigstens schon gut gefüllte Honigwaben oben, den Honigraum, der vorher unten war, scheinen die Bienen aber nicht richtg füllen zu wollen, den oberen neuen mögen sie lieber. Habe gestern von meiner Betreuerin dann zwei Brutbretter bekommen und jedem Stock eins mitten ins Brutnest gesetzt. Ich hoffe, die rappeln sich wieder.


    Annette