Beiträge von kaktusland

    Hm, meine späte Frühjahrstracht bzw. frühe Sommertracht zieht auch nicht wirklich an. Aber die habe ich erst letztes Wochenende geimpft und angefangen zu rühren. D.h. zwei Kübel zeigen eine leichte Verdickung, einer nicht (alle mit derselben Charge beimpft, unterschiedliche Beuten vom selben Stand). Ich rühre immer früh mit dem Auf und Ab zwischen 50 und 100 Bewegungen pro Kübel. Wann sollte man den Honig dann in Ruhe lassen und abwarten, damit man nicht überrührt? Über meinen "Grieß" im letzten Sommer hat zwar niemand gemeckert, manche fanden schön, daß er etwas mehr Konsistenz hatte, aber ich war mir nicht sicher, ob er gut genug war. Den hatte ich so lange stehen lassen, bis er von alleine dicker zu werden begann, hab es aber dann bereut und mir einen Melitherm gewünscht.

    Habe noch nicht beobachtet, daß meine Bienen mit vollen Pollenhöschen im Gras landen, die fliegen immer gleich auf den Vorsprung vor dem Eingang. Ich hab im Frühjahr manchmal Bretter angestellt, weil sie es bei Kälte nicht immer schaffen. Ich kann aber jetzt nicht sagen, ob das wirklich einen Unterschied gemacht hat. Daß wirklich welche davor lagen, kam ohne Brett auch mal vor, aber nicht oft. Hab aber nicht ständig beobachtet, was passiert, wenn das Brett da war, weil ich im Frühjahr auch nicht oft im Garten bin. Irgendein Imkerkollege legt Kunstrasen davor, ich halte liebe mein Gras kurz.

    Für Königinnenzucht eigenen sich die Minis super. Habe mir angesehen, wie man einen Turm im Frühjahr in lauter kleine Zuchteinheiten zerlegen kann. Und frisch begattete Königinnen kann man dort auch gut aufbewahren, bis man sich endgültig entschieden hat, ob man sie vielleicht doch verkauft. Zur Honiggewinnung würde ich sie nicht verwenden. Und so eine Königin mitsamt einer Minizarge ohne Boden kann man auch mal über einer Zeitung in einer Leerzarge mit dem darunterliegenden Volk vereinigen, wenn man neu beweiseln will. Ist sicherer und schonender als mit Ausfresskäfig.

    Soll, wenn auch vielleicht nicht für die Ewigkeit, doch eine Lösung für die Zeit sein, in der ich Bienen im Garten habe. Und eigentlich plane ich zumindest für so lange, bis ich das wegen Alter oder Gesundheit aufgeben muß ;).

    Ich gebe zu, die Mäusegitter hätte ich eher öffnen können (hatte ich schlichtweg verpennt, weil sie sich nicht beschwert haben), aber an der Beutenwand müssen sie nicht landen. Sie kommen seit Jahren ohne Anflugbretter gut zurecht. Der Vorsprung des Bodens reicht ihnen.

    Ich hab mir deswegen extra Pergolas über meine Beuten gebaut mit genug Platz daneben, um Zargen abzustellen, und ungefüllte Kletterrosen dran gepflanzt. Aber seit letztem Jahr sind die Pflanzen dafür noch nicht gut genug gewachsen. Die Bienen haben es auch so verkraftet.:) Aber vielleicht wächst mit der Zeit doch noch eine ordentliche dekorative und nützliche Beschattung.

    "Genetisch aggressive Völker sind meiner Meinung nach sehr, sehr selten. Mir ist noch kein einziges untergekommen in den letzten fast 10 Jahren und ich habe nicht nur ein paar Völker."


    Mir allerdings schon vor ein paar Jahren, und ich weiß jetzt auch, wie ich mir das eingefangen habe. Eingebracht hat mir das eine bis heute stinkige Nachbarin, und ich mußte meine Beuten auf die andere Gartenseite stellen. Seitdem achte ich auf das Material meiner Königin, und deshalb habe ich mit Zucht angefangen. Die waren plötzlich im Herbst stichig, als ich bloß die leere Futterwanne abgenommen habe, und die waren im kommenden Jahr nicht zu ertragen. Ich habe meine Tomaten im oberen Garten dann mit Montur geerntet und später umgeweiselt.

    Hab am WE 2 Beuten intensiver untersucht. Erst mit Co2 - da kam gar nichts. Um sicherzugehen , habe ich die Bienen nicht wieder zurückgegeben sondern im Gefrierfach abgetötet und ausgewaschen- 1 h im Wasser stehen lassen und dann mit scharfem Wasserstrahl im Doppelsieb abgespült. Ergebnis: 1 Stock ganz ohne, 1 Stock mit einer etwas helleren. Das wars. Danach tat es mir leid, noch mehr Bienen sinnlos zu töten, da die Proben das Ergebnis der Windeln bestätigt haben. Habe sogar eine Lupe benutzt. Unsere "Chefin" hat gemeint, ich soll nicht behandeln, aber engmaschig kontrollieren. Also werde ich jetzt weiter auffüttern. Bei einer muß ich vorher noch eine neue Königin reintun, weil die Alte fast keine Brut hat, und das seit einigen Wochen. Auch deshalb wollte ich wissen, ob ich behandeln muß, weil das ja für die Kö immer ein Risiko ist. Und da soll eine richtig gute rein, die schon in der Mini mit den Füßen scharrt.

    Ersatzpack Patronen hatte ich gleich mitbestellt ;).

    Nassenheider professional ist nicht Kurzzeit und hat bisher gut funktioniert. Aber erst mal sehen, was wirklich Sache ist.

    Na gut, aber das ist auch erst mal nicht so wichtig. Entscheidend ist doch erst mal zu sehen, ob dabei überhaupt Milben sichtbar werden. Wenn ja, stelle ich den Nassenheider sofort rein, egal, ob ich 2 übersehen habe. Wenn nicht, muß ich wohl noch ein weiteres Testverfahren anwenden.

    Ich habe grundsätzlich jedes Jahr 2x mit dem Nassenheider professional gearbeitet und 1x Oxalsäure getröpfelt, und immer alle Völker gut durch den Winter bekommen. Es ist das erste Jahr, wo keine Milben runterfallen. Gut, dann werde ich mal den CO2-Tester auspacken und ausprobieren, den ich im letzten Jahr gekauft habe. Brutstatus und Volksgröße kenne ich gut. Sind verschieden.

    Hätte ja sein können, daß andere dasselbe Phänomen beobachtet haben.