Beiträge von Dommy

    Davon höre ich auch zum ersten mal.

    Das ist mir dieses Jahr bei zwei von fünf Völkern auch Flachboden passiert: Da steht man traurig vor der Beute, weil in den Nachbargästen Flugbetrieb ist - und in dem "Flachboden-Volk" nicht. Denkt sich: "Lieber schnell wegräumen, bevor noch geräubert wird." Dann hebelt man die Zarge des totgeglaubten Volkes ab, um sie ins Auto zu tragen - und steht mitten in einer Wolke auffliegender Bienen!

    Die konnten einfach vor lauter Totenfall nicht mehr ans Flugloch gelangen... (Was meinst du, wie gesprenkelt meine Jacke nach den beiden Aktionen aussah...)


    Wochen später habe ich dann erst gemerkt, dass trotz Reinigen der Flachböden nur ein Teil des Totenfalls beseitigt hat: Bei meinen Naturbauwaben sind meist die Ecken noch nicht ausgebaut. In diesen Ecken (vor Allem im hinteren äußeren Bereich natürlich) steckten noch immer hunderte Bienen-Leichen und gammelten vor sich hin...

    Dennoch - es gibt solche bauwütigen Linien; hatte ich bis dato nicht. Hier würde ich um so früher Raum nach oben schaffen.

    Genau danach suche ich noch: Eine richtig ordentlich "bauwütige Linie": Nur dann habe ich die Hoffnung, wirklich endlich komplett auf Mittelwände (Fremdwachs, evtl. Nachteilen für die Kommunikation im Volk, Mehraufwand beim Einlöten und beim Ausschmelzen etc.) verzichten zu können!

    Jetzt der Bogen zurück zum Thema...:
    Ich habe in den letzten beiden Jahren mir zusätzlich (geschlossene) Flachböden gebaut und für mich als Standimker bisher folgendes Fazit ziehen können: Die Völkerführung in Flachböden ist im Verlaufe des Sommers einfacher. Es kann ja nur oben gebaut werden, was mir zeitlichen Puffer verschafft und die Bearbeitung erleichtert.

    In den Beuten mit Flachböden habe ich im Frühjahr deutlich öfter Schimmel. Der Totenfall staut sich die Rähmchen hoch, weshalb aktue Gefahr des Erstickens im Frühjahr ohne Eingriff durch mich besteht. Der Futterverbrauch ist kleiner, wobei auch die Völker im Frühjahr kleiner sind. Die Überwinterungsrate scheint bei beiden Böden gleich zu sein.
    Daher werde ich das Jahr über weitestgehend die flachen Böden verwenden, überwintert wird ausschließlich im hohen, offenen Boden mit geschlossener Windel.


    Frohe Ostern wünscht

    DOMMY

    Das stimmt. Ich hatte auf dem IFT2019 per Volksentwicklungssimulation gezeigt, warum ein schwaches Volk sich nicht wie die anderen Völker entwickeln kann.

    Genau diese Info deines Vortrages war einer meiner "Aha-Momente" des IFT-Wochenendes. Nochmals vielen Dank dafür! :thumbup:

    Ich kann das kleine Immergrün empfehlen, dass auch bei uns im Halbschatten auf saurem Boden wächst. Es rankt über dem Boden und nur die Blütenstengel steigen zum Blühen auf. Außerdem bleiben die Blätter, so wie der Name schon andeutet, auch im Winter dran.

    Ich hoffe, dass man das auf dem Foto erkennen kann. Dort sieht es zwar sehr sonnig aus, doch die meiste Zeit ist es hier durch die Fichten und andere Bäume schattig bis halbschattig.

    Gruß Kristine

    Klasse Christine: Jetzt weiß ich endlich, wie diese wunderbar aussehende, jetzt schon blühende Pflanze heißt!

    Ich hatte sie letztes Jahr geschenkt bekommen und in einen teilweise ausgehölten Baumstamm gepflanzt. Hier hat sie nicht nur anstandslos überwintert, sondern rankt auch schon munter einen Meter tiefer am Boden weiter. Die scheint ordentlich robust zu sein: Kommt mit wenig Nährstoffen und fast ohne Wasser aus...


    Danke und viele Grüße

    DOMMY

    Ich kann bestätigen, dass deren Support zu arbeiten scheint: Ich habe Ende Februar ein Problem per Mail gemeldet: Bei mir ließ sich ein Volk partout nicht mehr auswählen, trotz Neustart der App und auch meines Handys. Wie ich gerade festgestellt habe, ist das Problem behoben, eine Info darüber gab´s bis heute nicht.

    Unsere Stadtverwaltung wird in diesem Jahr auch noch einen Bienenlehrpfad einrichten, selbst die Mittel dafür wurden schon bewilligt. Für Anfang März habe ich jetzt als Vertreter unsereres Imkervereins einen Termin mit der Stadtverwaltung vereinbaren können.


    Wolfgang: Wenn die uns helfen lassen, wäre ich gern mit von der Partie.


    Schönes Wochenende wünscht

    DOMMY


    Bei uns im Verein ist vor zwei Wochen der Betreiber der Linien-Belegstelle Kohnert-Buche (Singer-Carnica (wie jedes Jahr) vorstellig geworden. Auf die Frage, wie er die Varroa-Festigkeit seiner Zuchtmütter überprüft, gab´s von ihm eine klare Antwort:

    "Gar nicht."


    Er schiebt im Juli die Windeln rein, behandelt zweimal mit AS im Langzeitverdunster. Wenn dann noch immer viele Milben fallen, gibt´s auch schon mal einen dritten Durchlauf!


    Gefragt, ob dann diese Völker, die dreifach behandelt werden müssen, um den Herbst zu überleben, im nächsten Jahr doch wohl hoffentlich aus der Zucht fallen, reagierte er schon fast entrüstet:

    "Aber warum denn! Wenn die im nächsten Jahr so richtig loslegen, wenn die so richtig stark sindd . natürlich wird davon nachgezogen!"


    Was macht man mit solchen Leuten, wenn man gezwungen ist, bei ihm zu kaufen, weil man voll in seinem Schutzbereich liegt? :(


    Ratlose Grüße

    DOMMY

    ...natürlich KANN immer was sein. Aber wie groß ist das Risiko und wie groß die Quälerei? Nach drei(!) Tagen gibt es schon Wabenwerk, oder, falls der Schwarm unbekannter Herkunft schon länger unterwegs war, eine Kiste voll verhungerter Bienen. Beides unlustig.


    Wabenwerk von 3 Tagen wegzunehmen, ist m.E. keine große Quälerei. Daß in Kellerhaft gesetzte Bienen engmaschig (d.h. nicht nur 2 x am Tag) zu überwachen sind und sofort nach Auftreten der ersten herabfallenden Bienen Futter zugänglich gemacht werden muß, ist fachlich als selbstverständlich vorauszusetzen.

    Auch meiner Erfahrung nach baut in Schwarm genau eine Woche lang wie verrückt, danach lässt der Bautrieb deutlich nach. Bei einem Kunstschwarm verfliegt die anfängliche ebenfalls vorhanden Baulust sogar noch etwas schneller. Mit den drei Tagen Kellerhaft hast du dann also deine prima Chance auf astreinen Naturbau verschenkt.

    Und verstehe ich dich richtig: Man soll mehrmals täglich in den Keller gehen, um genau dann mit Füttern anzufangen, wenn die ersten verhungerten Bienen auf dem Boden aufschlagen? Falls ja, würde ich vorschlagen, dass du deine Einschätzung von "keine große Quälerei" nochmal überdenkst... :)


    Viele Grüße

    DOMMY

    Besser ist es, ein Tuch aus Sackgewebe auf die Rähmchen zu legen und es von den Bienen propolisieren zu lassen.

    Das vergiss mal so lieber schnell wieder: Die Bienen nagen dir dieses Jutegewebe innerhalb von ein paar Wochen mit wachsender Begeisterung durch! Und die Jutefasern zusammen mit dem Füllstoff des Kissens (bei mir war es Stroh) findest du dann überall - wirklich in jedem Winkel, auf jeder Wabe - in der Beute... :(
    Wenn man es aber nach der Original-Anleitung von Warre mit Mehl-Wasser-Kleister so gründlich einstreicht, dass im Sackgewebe keine offenen Poren mehr ersichtlich sind, funktioniert das tatsächlich wunderbar: Es wird nicht genagt, sondern ordentlich propolisiert.

    anten:

    Hallo Alex,


    deine "Probleme" hier sind exakt einige der Gründe, warum mich auf mit Zander-flach (159 mm) auf ein einziges Rähmchenmaß festgelegt habe.:


    Ich versuche Völker immer auf zwei (Flach-)Zargen einzuwintern. Zur Kirschblüte gibt es für mich dann zwei Varianten:

    Völker, die stark genug sind beide Zargen zu bewohnen, bekommen über ASG einen normalen Honigraum aufgesetzt. Hier kann ich bei der Ernte später auch problemlos alle Honigräume runter nehmen, da in hier in den Seitenwaben beider Zargen stets einige Kilo Futter verbleiben.


    Den Völkern, die gerade so die oberste Zarge füllen, nehme ich den untersten Raum weg, um diesen dann über ASG als ersten Honigraum aufzusetzen. Dieser muss dann aber unbedingt immer auf dem Volk bleiben, wird nicht gerntet!

    Zur Einwinterung brauche ich dann hier lediglich das ASG wegnehmen und auf´s Endgewicht auffüttern.


    Einen schönen Wochenstart wünscht

    DOMMY