Beiträge von Dommy

    Hallo zusammen,


    habe das dieses Jahr versucht mit dem 2-zargigen überwintern. Fazit im Februar: die obere Zarge war fast leergefuttert, untere Zarge war wieder bebrütet. Aufgrund des milden Winters, scheinen die Bienen zum fressen hochgegangen sein und dann wieder runter in die Traube. Muss mir für dieses Jahr auch eine andere Strategie überlegen....

    War bei mir auch so, fand ich perfekt: Deckel auf, Rauch von oben, etwas warten. Oberste Zarge runter, Absperrgitter drauf, oberste Zarge wieder drauf, Deckel zu. Fertig! :)

    Wie handhabst Du das dann mit den Waben aus der letzten Schleuderung?

    Die dürfen diese Völker zwar trotzdem ausschlecken. Aber davor werden diese auch strikter beerntet, als die anderen. Und sie werden sofort im Anschluss ans Ausschlecken fertig aufgefüttert, damit der Druck auf Teufel komm raus alles zu sammeln (ggfl. auch zu räubern) möglichst gar nicht entsteht.

    Die Bienen sammeln auch im August noch Nektar, wenn es die örtliche Tracht zulässt. Also wenn es noch Tracht gibt in der Gegend dann schleudere etwas früher ab, die aufgeschleuderten Waben oben auf auslutschen lassen und dann sehen, ob die Beiden Bruträume ordentlich mit Honig gefüllt werden. Wenn es nicht so aussieht kann man meist noch dreiviertel August nachfüttern. Vielleicht ergibt sich so ein Mix aus selbst gesammeltem Honig und zugefüttertem Zuckerwasser. Meiner Meinung nach ist das ok.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Meine Versuche in diese Richtigung sind grandios fehlgeschlagen...:

    Bei meinem Schleuderraum habe ich zwei Völker zu stehen. Die dürfen nach jeder sSchleuderung die ausgeschleuderten Waben leer schleckern. Das - zusammen mit dem, was Sie nach der Linde selbst noch finden konnten - war dann deren Winterfutter.

    Das habe ich zwei Jahre so gemacht. Beide Jahre hatten diese beiden Völker - und nur die - tierische Durchfallprobleme! Sie haben das zwar überlebt. Jedoch war das ordentlich Arbeit für mich und an Frühtracht von denen war nicht zu denken.


    Mein Fazit: Ab diesem Jahr werden auch diese beiden Völker gleich nach dem Abschleudern regulär mit selbst angerührtem Zuckerwasser auf Einwinterungsgewicht eingefüttert.

    Ich habe schon live erlebt, wie ein Vereinskollege entspannt in seinem Garten saß und mit der Entdecklungsgabel die Drohnenmaden aus den Waben zog. Mit einem Schwung aus dem Handgelenk flogen die Maden dann von der Gabel in den Teich zu seinen bereits wartenden Fischen.


    Übrigens ist das noch heute seine Art der Kontrolle, welches Volk außergewöhnlich hohen Milbenbefall hat. :u_idea_bulb02:

    Ich habe mal gelesen, das man die Hoffmann Seitenteile auf einer Seite spitz anfasen kann, dann sollen sich die verkitteten Rähmchen leichter lösen.

    Das funktioniert nicht: Ich habe das vor drei Jahren bei einer Charge Rähmchen gemacht. Einziger Erfolg dieser Aktion war, dass durch die zusätzlichen Kanten das Sauberkratzen der Rähmchen nach dem Dampfwachsschmelzer deutlich aufwendiger geworden ist.


    Schönes Wochenende
    DOMMY

    Leider kann ich dieses Jahr aus terminlichen Gründen nicht zum IFT.

    Ich bin gerade noch in Urlaub, Anfang März möchte ich aber die ersten Entwürfe fertig haben.


    Wolfgang

    Guten Morgen Wolfgang,
    magst du uns wissen lassen, was aus deinem Vorhaben geworden ist?


    Freundlichst fragende Grüße und frohes neues Jahr

    DOMMY

    Eine sehr ähnliche Diskussion haben wir ->hier im Forum schon über den "Nürnberger Stadthonig" geführt.


    Daher würde auch ich meinen, dass - völlig unabhängig von der Entscheidung des Markenamtes - dem Auftraggeber des Anwaltes ein Schutzrecht für "Ruhrpott-Honig" allein schon durch den stolzen 15jahrelangen Gebrauch entstanden ist.


    Ob dieser Anspruch gerechtfertig ist und somit Bestand haben wird, dürftest du nur gerichtlich feststellen können. Mir persönlich wäre das zu risikoreich - zumal wenn das Ganze tatsächlich bisher so friedlich ohne Unterlassungserklärung, Abmahnung etc. verlaufen ist.

    Viel Erfolg
    DOMMY

    Auch ich nutze herkömmliches Krepp-Klebeband aus dem Baumarkt.

    Direkt auf die Rolle schreibe ich Herkunftsort, Honigbezeichnung und Schleuderdatum, hinter meinem Schriftzug kann ich das dann abreißen und auf den Eimer kleben.

    Der Streifen Klebeband lässt sich auch Monate später noch problemlos abziehen. Er wandert daher vor dem Auftauen auf den Weck-Automaten, von hier aus dann auf den Abfüller. So weiß ich stets, welche Etiketten ich verwenden und welches Datum ich stempeln muss.

    Schau mal Wiesenimker, vielleicht wirst du ja hier fündig:

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    Liebe Grüße

    DOMMY

    Davon höre ich auch zum ersten mal.

    Das ist mir dieses Jahr bei zwei von fünf Völkern auch Flachboden passiert: Da steht man traurig vor der Beute, weil in den Nachbargästen Flugbetrieb ist - und in dem "Flachboden-Volk" nicht. Denkt sich: "Lieber schnell wegräumen, bevor noch geräubert wird." Dann hebelt man die Zarge des totgeglaubten Volkes ab, um sie ins Auto zu tragen - und steht mitten in einer Wolke auffliegender Bienen!

    Die konnten einfach vor lauter Totenfall nicht mehr ans Flugloch gelangen... (Was meinst du, wie gesprenkelt meine Jacke nach den beiden Aktionen aussah...)


    Wochen später habe ich dann erst gemerkt, dass trotz Reinigen der Flachböden nur ein Teil des Totenfalls beseitigt hat: Bei meinen Naturbauwaben sind meist die Ecken noch nicht ausgebaut. In diesen Ecken (vor Allem im hinteren äußeren Bereich natürlich) steckten noch immer hunderte Bienen-Leichen und gammelten vor sich hin...

    Dennoch - es gibt solche bauwütigen Linien; hatte ich bis dato nicht. Hier würde ich um so früher Raum nach oben schaffen.

    Genau danach suche ich noch: Eine richtig ordentlich "bauwütige Linie": Nur dann habe ich die Hoffnung, wirklich endlich komplett auf Mittelwände (Fremdwachs, evtl. Nachteilen für die Kommunikation im Volk, Mehraufwand beim Einlöten und beim Ausschmelzen etc.) verzichten zu können!

    Jetzt der Bogen zurück zum Thema...:
    Ich habe in den letzten beiden Jahren mir zusätzlich (geschlossene) Flachböden gebaut und für mich als Standimker bisher folgendes Fazit ziehen können: Die Völkerführung in Flachböden ist im Verlaufe des Sommers einfacher. Es kann ja nur oben gebaut werden, was mir zeitlichen Puffer verschafft und die Bearbeitung erleichtert.

    In den Beuten mit Flachböden habe ich im Frühjahr deutlich öfter Schimmel. Der Totenfall staut sich die Rähmchen hoch, weshalb aktue Gefahr des Erstickens im Frühjahr ohne Eingriff durch mich besteht. Der Futterverbrauch ist kleiner, wobei auch die Völker im Frühjahr kleiner sind. Die Überwinterungsrate scheint bei beiden Böden gleich zu sein.
    Daher werde ich das Jahr über weitestgehend die flachen Böden verwenden, überwintert wird ausschließlich im hohen, offenen Boden mit geschlossener Windel.


    Frohe Ostern wünscht

    DOMMY

    Das stimmt. Ich hatte auf dem IFT2019 per Volksentwicklungssimulation gezeigt, warum ein schwaches Volk sich nicht wie die anderen Völker entwickeln kann.

    Genau diese Info deines Vortrages war einer meiner "Aha-Momente" des IFT-Wochenendes. Nochmals vielen Dank dafür! :thumbup: