Beiträge von Dommy

    Hallo Ralf,


    herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten, gleich so erfolgreichen Versuch!


    Persönlich verarbeite ich meinen Entdeckelungswachs-Honig zu Met - übrigens ebenfalls mit Portweinhefe. Nun würde auch ich dir garantieren, dass dein Ansatz keinesfalls mit Gären fertig sein kann, wenn du ihn erst im Januar angesetzt hast. Zumal durch jedes Nachsüßen die Hefezellen nochmal so richtig in die Hände klatschen.


    Vorschlag: Kippe deine Flaschen nochmal zurück in den Ballon, setze das Gärröhrchen drauf und lass Alles noch locker einen Monat ruhen. Zwei Dinge sollten dabei passieren:

    -> Die Nächgärung wird dafür sorgen, dass dein Met dir dann nicht mehr zu süß schmeckt.

    -> Die abgestorbenen Hefezellen setzen sich als Trub an den Boden, der Honigwein beginnt sich zu klären.


    Wenn du ihn dann gaaaaanz vorsichtig abziehst - ohne den Ballon vorher zu bewegen, ohne dass die Strömungen aus deinem Abzieh-Schlauch den Trub aufwühlen - wirst du also noch glücklicher über das Ergebnis deiner Arbeit (und deiner Geduld :)) sein.


    Übrigens: Da du für den Starter Apfelsaft verwendet hast, dürftest du deinen Wein keinesfalls als "Met", sondern lediglich als "Honigwein" etikettieren.


    Prosit und ein schönes Wochenende

    DOMMY

    Dommy : liegt auf deinen Rähmchen unter dem Zwischenboden noch etwas dazwischen?

    Im Winter nicht. Klappt super, wird nicht verbaut:

    Bei der Hohenheimer sind oberhalb der Rähmchen 7 mm. Die Sperrholzplatte des Zwischendeckels ist nach bereits 3 mm eingelassen. Somit sind da 10 mm Platz, in den die Bienen nur einzelne Wachsbrücken bauen.


    Den Rest des Jahres liegen bei mir generell Propolismatten auf.


    (Folien habe ich übrigens genau nur eine: Die brauche ich zum Befüllen des Messbechers zur Varroabefallsermittlung mittels Puderzucker.)

    Dommy, ich bin ziemlich sicher, dass du keine Feuchtigkeitsprobleme in deiner Beutenkonstruktion hast.

    Genau diesen Punkt empfinde ich als DEN wichtigsten Punkt hier überhaupt: Ich meine, dass kein Klimadeckel ohne Hinterbelüftung ordentlich funktionieren kann. Für mich habe ich es geschafft, mit diesem hinterbelüfteten Stülpdeckel dieses "Ur-Warré-Prinzip" für eine normale Beute umzusetzen.


    Welchen (diffusionsoffenen) Aufbau man dann unter diesen Deckel setzt, kann jeder für sich selbst entscheiden! Die 12 cm Höhe des Stülpdeckels (auch von Warré, weil das originale Strohkissen 10 cm hoch ist) geben da ordentlich Spielraum.

    Berggeist :ich bin dir noch das Foto des Innendeckels schuldig. IMG_20210307_152129_copy_1368x1824.jpg

    Man kann den Deckel ja auch umgedreht auflegen, dann kann die Luft oben durch den Deckel zirkulieren. Auf dem Innendeckel liegt dann im Sommer ein Abstandhalter (Stein o. ä) damit der Blechdeckel schräg aufgelegt werden kann und somit nicht direkt aufliegt an heißen Tagen.

    In Fütterungszeiten liegt der Deckel auf dem Nicot Fütterer auf, dann werden die Löcher einfach mit fertigen Holzdübeln aus dem Baumarkt verschlossen,denn Wespen passen durch.

    7878-innendeckel

    Hallo Bettina,


    bei mir habe ich noch zwei Löcher in die Sperrholzplatte des Innendeckels gesägt: Das große mittig ist für die Bienenflucht und einen 2-Liter-Adamfütterer. Das kleinere am Rand ist zum fluglochfernen Füttern kleinere Ableger mittels Glas mit durchlöchtertem Deckel.


    Liebe Grüße

    DOMMY


    TiHeBo :du warst schneller😂

    So ganz klar ist mir der Aufbau des Deckels auch nicht, ich würde mich aber über eine detailliertere Beschreibung sehr freuen.

    Ich versuch´s - von unten nach oben:

    - zweiteiliger Beutenbock

    - Beutenboden

    - Flachzargen (zwei bei der linken Beute, rechts ist ein kleiner Ableger)

    - Innendeckel mit eingelegter Weichfasermatte und aufgepinten Stockkarten

    - Absperrgitter

    - Stülpdeckel

    - Aludeckel


    Liebe Grüße

    DOMMY

    Aber gern doch, liebe Bettina! :)


    TiHeBo hat absolut Recht: Das unter dem Anflugbrett sind meine Beutenböcke.

    Die haben genau Außenmaß, damit alles - ohne gegen den Beutenboden spritzendes Wasser - möglichst schnell abtrocknen kann. Und sie bestehen aus zwei Lagen 19 cm breiter Lärchenbrettern, da ich so mit der Oberkante des Brutraumes ziemlich genau auf Kniehöhe lande.


    Die Weichfasermatten sind 22 mm dick und sind die "Steico Universal". Hier kann ich die z.B. in Berlin bei Holz-Possling erstehen. Wenn ich dir jetzt aber noch den Preis hier rein schreibe, löscht der Hartmut mir glatt diesen Eintrage wegen "Unerlaubter Werbung"...

    Siehst du, es sind zwei vollkommen unterschiedliche Aufbauten, von denen du selber schreibst.

    Du behauptest das Warrèsystem erfolgreich zu nutzen. Das stimmt aber gar nicht.

    Boah Berggeist, bist du kleinlich... :rolleyes:


    Für mich geht es hier in dem Faden um Klimadeckel. Einer der Schwerpunkte dabei war die Belüftung, um das Kondensat abzuleiten. Und genau dieses Prinzip habe ich für mich von Warré übernehmen können.


    Hier - natürlich nur für die, denen die peinlichst genaue Einhaltung des originalen Warrésystem nicht so wichtig ist - ein paar Fotos, die ich extra für euch heute Morgen auf dem Weg ins Büro gemacht habe...:


    https://www.imkerforum.de/gale…r-image-list/13933-dommy/

    13933-dommy

    Hallo Berggeist,


    genau diese dicht aufliegende, 1 cm dicke Holzplatte im hinterbelüfteten Deckel mag ich persönlich sehr: Da kann ausreichend Kondenswasser durch, so dass der Innendeckel zu jeder Jahreszeit wunderbar trocken bleibt.


    Das im Original 10 cm hohe Strohkissen hatte ich dagegen nur zwei Jahre im Einsatz, es hat mich nicht überzeugt: Nur die stärksten Völker erzeugen genug Wärme, damit der Jutestoff nicht schimmelt. Dazu kommt noch, dass die Kissen sehr unpraktisch sind: Will man z.B. nachfüttern, muss das Kissen durch einen Zwischendeckel ausgetauscht werden.

    Daher habe ich die Kissen allesamt (mindestens 10) ausrangiert und nutze nur noch Zwischendeckel. In diesen übernimmt eine bis zu den Innenrändern reichende Weichfasermatte (Steico Universal) die Funktion des Strohs.


    Viele Grüße

    DOMMY

    dass das Außendach von unten gesehen eine geschlossene Wanne bildet, in der die Kissenzarge liegt.

    Das ist ein wenig verwirrend ausgedrückt, aber das Problem ist vorhanden.

    Eventuell gab es in den rohen, massiven Brettern, die bei der Volksbeute verwendet wurden, Risse und Unebenheiten, die einen Luftzug ermöglichten und es deshalb funktionierte.

    Wenn ich aber schon bei Warré von "Wenden des Kisseninhalts, um ihn trocken zu halten" lese, werden die möglichen Schwierigkeiten bei der Klimadeckelkonstruktion deutlich.

    Da man den Mäusen und anderen Tieren den Zutritt zum Kisseninhalt aber verwehren sollte, ist vielleicht beim Material des Dachbodens eher so etwas wie eine Bausperre zu verwenden, wenn man bei Holz bleiben will. Also auf leichten Abstand gesetzte, schmale Brettchen.

    Guten Morgen!


    Der hinterbelüftete Stülpdeckel mit dem Kissen ist doch nicht an die Warré-Beute gebunden. Was hindert dich, dir diese beiden Teile für deine Dadant-Beuten zu bauen?


    Viele Grüße von

    DOMMY

    (der genau dieses System seit mindestens vier Jahren bei seinen Hohenheimern einsetzt. :))

    Hallo Christoph,


    ich habe auch die blaue, luftgekühlte - und anfangs ordentlich Schwierigkeiten mit zerreißenden Mittelwänden. Hier die mir bekannten Stellschrauben:

    1. Dir wurde ja hier bereits empfohlen, mit der Temperatur hochzugehen. Wenn das Wachs zu heiß ist, dauert nur die Entnahme länger. Bei zu kalt ist der Riss von Anfang an drin.

    2. Lass am Anfang die Lüfter aus! Die Lüfter schaltest du erst ein*, wenn nach vier, fünf MW das Erkalten anfängt deutlich länger zu dauern.

    3. Dann hilft ganz sicher auch - genau wie von Marcus Göbel bereits erwähnt - nur eine Seite einzusprühen. Ich neble immer nur jede dritte, vierte MW kurz den Deckel ein. (Wenn du ein Wasser-Alkohol-Gemisch nimmst, ersparst du deinen Bienen die Tenside.)

    4. Warte länger mit dem Aufmachen! Erst, wenn das Wachs nicht mehr weiß ist, sondern dunkel wird, startest du mit der vorsichtigen Entnahme.

    5. Sorge dafür, dass es in dem Raum ordentlich kalt ist! 10 Grad Temperaturunterschied wirst du deutlich in der Verarbeitungsgeschwindigkeit merken.


    * Ich habe mich lange gewundert, dass Risse IMMER auf der linken Seite entstehen. Des Rätsels Lösung: Hier bläst bei geöffneter Form der obere Lüfter in den Sekunden auf das frisch eingefüllte heiße Wachs, die du brauchst, die Form zu schließen.

    Außerdem begannen nach längerer Betriebszeit irgendwann die Mittelwände am Deckel zu kleben. Auch das scheint der obere Lüfter zu verursachen: Da der je dauerhaft läuft, wird während Entnahme und dem Neubefüllen nur das Unterteil der Form gekühlt. Oben klebt dann halt irgendwann besser, weil deutlich wärmer...


    Lösen konnte ich beide "Schwierigkeiten" mittels eines Steckdosen-Fußschalters. Mit dem unterbreche ich die Stromzufuhr der Form vor jedem Aufklappen.


    Viel Erfolg und ein schönes Wochenende

    DOMMY

    Meine Holzweichfaserplatten sind trocken und warm!

    Mit mindestens 2 Leimschichten im Sperrholz ist das kein Wunder.

    Außerdem: In einem Flussbett kann kein Wasser abfließen, ohne dass sich Wasser darin befindet.

    Ich finde es erstaunlich, wieviel Wasser durch Sperrholz diffundiert: Auf meinen Beuten habe ich 4 mm Sperrholz, 30 mm Weichfaserplatte und den Blechdeckel liegen. Wenn ich hier nicht für einen kleinen Spalt unterm Blechdeckel sorge, ist die Weichfaserplatte im Frühjahr klatschnass. So nass, dass meine Stockkarten durchweichen und die Schrift sich in unleserliche Flecken auflöst.

    Ich habe es ja dieses Jahr zum ersten Mal gemacht und habe, da ich etwas spät dran war, einfach alle alten BW raus und ausgeschleckte Honigwaben im Austausch gegeben. Das ist der Vorteil bei Zander, gleiches Maß in BR und HR. Nächstes Jahr will ich aber früher starten und es dann so machen wie Dommy .

    Fang nur nicht zu früh an: Wenn draußen noch Tracht ist, werden sonst die frei von Brut werdenden Zellen vollgetragen, die Honigräume bleiben leer...

    Wie machen das denn die anderen Bannwabennutzer?


    VG, Timo

    Hallo Timo,


    unmittelbar bevor ich die Weisel wieder freilasse, richte ich den Wintersitz der Völker: Lediglich nicht einwandfrei ausgebaute und mir zu dunkle Brutwaben fliegen raus. Die guten Brutwaben bilden einen Block, an den Mittelwände angehangen werden.


    Wenn du den Block der Mittelwände zum Flugloch hin einhängst, wird beim Einfüttern zügig ausgebaut. Außerdem riskierst du so zum Frühjahr auch keinen Futterabriss, da das Volk dann ausschließlich auf eigenen und bereits bebrüteten Waben sitzt.


    Viele Grüße

    DOMMY

    Vielleicht passt ihnen bei mir der Boden nicht. Wer weiß. Sie werden aber auch nicht groß gepflegt, sondern stehen in einer kleinen angelegten "Hecke", zusammen mit Kornelkirschen, Schneebeeren usw.

    Hier ist´s offensichtlich ähnlich doof mit dem Boden:


    Vor drei Jahren habe ich mit 9 bereits im Topf bewurzelten Stecklingen aus drei Sorten und mit etwa 40 cm Abstand einen kleinen Weidenzaun angelegt. Im ersten Jahr sind die Hälfte einige Stecklinge kaum gewachsen, drei Pflanzen sind ausgefallen. Von den Nachpflanzungen (wieder andere Sorten) ist einer gleich eingegangen, ein weiterer hat sich übers Jahr gequält (mit immer wieder gelben Blättern an der Basis und blassgrünem Neuaustrieb. Die ganze Hecke ist noch längst nicht bei 2 Metern angekommen...


    Vor dem Pflanzen habe ich in Spatentiefe ordentlich Lehm in den märkischen Sandboden hier gegeben. Aufgefüllt würde mit einer Mischung aus normaler Erde und gesiebtem Kompost. Im Sommer gibt´s zweimal pro Woche extra für die Weidenreihe eine ganze Gießkanne. Für die Tage dazwischen schützt eine drei, vier Zentimeter dicke Mulchschicht aus geschreddertem Strauch- & Baumabschnitt.


    Ich bin echt ratlos! Hat jemand eine Idee, was ich jetzt noch verändern könnte?


    Neugierige Grüße

    DOMMY