Beiträge von Dommy

    einem AFB-Monitoring

    Sorry, "AFB Monitoring" liegt im Interesse des Veterinäramtes und wird bei mir auch von dort angeregt. Auch kann ich daran ohne Verein mitmachen - in Bayern fördert das der Bundesland und Vereinsmitgliedschaft ist nicht Voraussetzung dafür...

    Wo die Grenzen dieses Systems hier liegen, wurde uns hier in Hennigsdorf vor wenigen Jahren sehr deutlich vor Augen geführt: Die Stadt hatte einem Investor, der - O-Ton des Bürgermeisters - "natürlich erst einmal einen Vertrauensvorschuss genießt" - ein Gewerbegrundstück verkauft. Nur handelte es sich leider um einen großen türkischen Honigabfüller, der hier mitten im Ort sein mehrere tausend qm großes Betriebsgelände so gestalten wollte, dass täglich etliche Tonnen Importhonig verarbeitet werden...


    Unglaublich, was wir hier als Verein monatelang alle greifbaren Hebel in Bewegung setzen - und halten mussten, damit der ordentliche Auflagen bekommt, die dann auch noch regelmäßig kontrolliert werden! Da war von der Stadtverwaltung, der Stadtverordnetenversammlung, der lokalen Presse dem (benachbarten) Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf, dem Veterinärsamt und dem Kreistag alles dabei.


    Und es hat geklappt: Seine Baugenehmigung wurde nachträglich noch verändert (z.B. musste er noch Tore und Türen mit Luftduschen ausstatten), er musste seine Lieferanten einem zu dokumentierenden AFB-Monitoring unterziehen, seine Außenanlagen in Zusammenarbeit mit Hohenheim extra bienenunfreundlich gestalten, wird nachweislich regelmäßig von der zuständigen Amtstierärztin unangekündigt besucht.


    Was hättest du hier als allein vor dich hin wurschtelnder Imker mit einem freiwilligen AFB-Monitoring erreichen können? Also für mich zumindest gilt hier ganz besonders: "Nur gemeinsam bist du stark."

    ...

    Zum Imkern ist das zwar manchmal nett, man braucht es aber nicht zwangsläufig.

    Grüße von Kikibee,

    die lieber zum IFT als zum lokalen Imkerverein geht.

    Hallo Kikibee,


    das hier sehe ich als Vereinsvorsitzender natürlich grundlegend anders! :) Ohne (vernünftig arbeitenden) Imkerverein fehlen dir zum erfolgreichen Imkern eigentlich elementare Dinge direkt vor Ort:


    Möglichst lückenloses Faulbrutmonitoring im Flugkreis deiner Immen dürfte ziemlich teuer sein. Neuimker in deinem Umkreis werden nicht aufgefangen und wenigstens so geschult, dass Sie nicht für deine Bienen eine Gefahr darstellen. Du privat hast kaum Möglichkeiten, in deiner Gemeinde-/Stadtverwaltung Einfluss auf die kontinuierliche Verbesserung des Trachtbandes bei dir zu nehmen.


    Liebe Grüße

    DOMMY

    Hallo Martin,


    das mit diesen weißen Krümeln der Kammhefe auf dem Ansatz habe ich dieses Jahr auch erstmalig "geschafft". Darum interessiert mich ernsthaft, wie ich das wegbekomme.

    Hast du das mit dem Schwefeln und dem anschließenden Neustart schon selbst probiert? (Schafft die neue Hefe wirklich sich trotz des enthaltenen Sulfids sich durchzusetzen?)


    Mit neugierem Gruß

    DOMMY

    Hallo Ralf,


    herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten, gleich so erfolgreichen Versuch!


    Persönlich verarbeite ich meinen Entdeckelungswachs-Honig zu Met - übrigens ebenfalls mit Portweinhefe. Nun würde auch ich dir garantieren, dass dein Ansatz keinesfalls mit Gären fertig sein kann, wenn du ihn erst im Januar angesetzt hast. Zumal durch jedes Nachsüßen die Hefezellen nochmal so richtig in die Hände klatschen.


    Vorschlag: Kippe deine Flaschen nochmal zurück in den Ballon, setze das Gärröhrchen drauf und lass Alles noch locker einen Monat ruhen. Zwei Dinge sollten dabei passieren:

    -> Die Nächgärung wird dafür sorgen, dass dein Met dir dann nicht mehr zu süß schmeckt.

    -> Die abgestorbenen Hefezellen setzen sich als Trub an den Boden, der Honigwein beginnt sich zu klären.


    Wenn du ihn dann gaaaaanz vorsichtig abziehst - ohne den Ballon vorher zu bewegen, ohne dass die Strömungen aus deinem Abzieh-Schlauch den Trub aufwühlen - wirst du also noch glücklicher über das Ergebnis deiner Arbeit (und deiner Geduld :)) sein.


    Übrigens: Da du für den Starter Apfelsaft verwendet hast, dürftest du deinen Wein keinesfalls als "Met", sondern lediglich als "Honigwein" etikettieren.


    Prosit und ein schönes Wochenende

    DOMMY

    Dommy: liegt auf deinen Rähmchen unter dem Zwischenboden noch etwas dazwischen?

    Im Winter nicht. Klappt super, wird nicht verbaut:

    Bei der Hohenheimer sind oberhalb der Rähmchen 7 mm. Die Sperrholzplatte des Zwischendeckels ist nach bereits 3 mm eingelassen. Somit sind da 10 mm Platz, in den die Bienen nur einzelne Wachsbrücken bauen.


    Den Rest des Jahres liegen bei mir generell Propolismatten auf.


    (Folien habe ich übrigens genau nur eine: Die brauche ich zum Befüllen des Messbechers zur Varroabefallsermittlung mittels Puderzucker.)

    Dommy, ich bin ziemlich sicher, dass du keine Feuchtigkeitsprobleme in deiner Beutenkonstruktion hast.

    Genau diesen Punkt empfinde ich als DEN wichtigsten Punkt hier überhaupt: Ich meine, dass kein Klimadeckel ohne Hinterbelüftung ordentlich funktionieren kann. Für mich habe ich es geschafft, mit diesem hinterbelüfteten Stülpdeckel dieses "Ur-Warré-Prinzip" für eine normale Beute umzusetzen.


    Welchen (diffusionsoffenen) Aufbau man dann unter diesen Deckel setzt, kann jeder für sich selbst entscheiden! Die 12 cm Höhe des Stülpdeckels (auch von Warré, weil das originale Strohkissen 10 cm hoch ist) geben da ordentlich Spielraum.

    Berggeist :ich bin dir noch das Foto des Innendeckels schuldig. IMG_20210307_152129_copy_1368x1824.jpg

    Man kann den Deckel ja auch umgedreht auflegen, dann kann die Luft oben durch den Deckel zirkulieren. Auf dem Innendeckel liegt dann im Sommer ein Abstandhalter (Stein o. ä) damit der Blechdeckel schräg aufgelegt werden kann und somit nicht direkt aufliegt an heißen Tagen.

    In Fütterungszeiten liegt der Deckel auf dem Nicot Fütterer auf, dann werden die Löcher einfach mit fertigen Holzdübeln aus dem Baumarkt verschlossen,denn Wespen passen durch.

    7878-innendeckel

    Hallo Bettina,


    bei mir habe ich noch zwei Löcher in die Sperrholzplatte des Innendeckels gesägt: Das große mittig ist für die Bienenflucht und einen 2-Liter-Adamfütterer. Das kleinere am Rand ist zum fluglochfernen Füttern kleinere Ableger mittels Glas mit durchlöchtertem Deckel.


    Liebe Grüße

    DOMMY


    Innendeckel

    TiHeBo :du warst schneller😂

    So ganz klar ist mir der Aufbau des Deckels auch nicht, ich würde mich aber über eine detailliertere Beschreibung sehr freuen.

    Ich versuch´s - von unten nach oben:

    - zweiteiliger Beutenbock

    - Beutenboden

    - Flachzargen (zwei bei der linken Beute, rechts ist ein kleiner Ableger)

    - Innendeckel mit eingelegter Weichfasermatte und aufgepinten Stockkarten

    - Absperrgitter

    - Stülpdeckel

    - Aludeckel


    Liebe Grüße

    DOMMY

    Aber gern doch, liebe Bettina! :)


    TiHeBo hat absolut Recht: Das unter dem Anflugbrett sind meine Beutenböcke.

    Die haben genau Außenmaß, damit alles - ohne gegen den Beutenboden spritzendes Wasser - möglichst schnell abtrocknen kann. Und sie bestehen aus zwei Lagen 19 cm breiter Lärchenbrettern, da ich so mit der Oberkante des Brutraumes ziemlich genau auf Kniehöhe lande.


    Die Weichfasermatten sind 22 mm dick und sind die "Steico Universal". Hier kann ich die z.B. in Berlin bei Holz-Possling erstehen. Wenn ich dir jetzt aber noch den Preis hier rein schreibe, löscht der Hartmut mir glatt diesen Eintrage wegen "Unerlaubter Werbung"...

    Siehst du, es sind zwei vollkommen unterschiedliche Aufbauten, von denen du selber schreibst.

    Du behauptest das Warrèsystem erfolgreich zu nutzen. Das stimmt aber gar nicht.

    Boah Berggeist, bist du kleinlich... :rolleyes:


    Für mich geht es hier in dem Faden um Klimadeckel. Einer der Schwerpunkte dabei war die Belüftung, um das Kondensat abzuleiten. Und genau dieses Prinzip habe ich für mich von Warré übernehmen können.


    Hier - natürlich nur für die, denen die peinlichst genaue Einhaltung des originalen Warrésystem nicht so wichtig ist - ein paar Fotos, die ich extra für euch heute Morgen auf dem Weg ins Büro gemacht habe...:


    https://www.imkerforum.de/gale…r-image-list/13933-dommy/

    13933-dommy

    Hallo Berggeist,


    genau diese dicht aufliegende, 1 cm dicke Holzplatte im hinterbelüfteten Deckel mag ich persönlich sehr: Da kann ausreichend Kondenswasser durch, so dass der Innendeckel zu jeder Jahreszeit wunderbar trocken bleibt.


    Das im Original 10 cm hohe Strohkissen hatte ich dagegen nur zwei Jahre im Einsatz, es hat mich nicht überzeugt: Nur die stärksten Völker erzeugen genug Wärme, damit der Jutestoff nicht schimmelt. Dazu kommt noch, dass die Kissen sehr unpraktisch sind: Will man z.B. nachfüttern, muss das Kissen durch einen Zwischendeckel ausgetauscht werden.

    Daher habe ich die Kissen allesamt (mindestens 10) ausrangiert und nutze nur noch Zwischendeckel. In diesen übernimmt eine bis zu den Innenrändern reichende Weichfasermatte (Steico Universal) die Funktion des Strohs.


    Viele Grüße

    DOMMY

    dass das Außendach von unten gesehen eine geschlossene Wanne bildet, in der die Kissenzarge liegt.

    Das ist ein wenig verwirrend ausgedrückt, aber das Problem ist vorhanden.

    Eventuell gab es in den rohen, massiven Brettern, die bei der Volksbeute verwendet wurden, Risse und Unebenheiten, die einen Luftzug ermöglichten und es deshalb funktionierte.

    Wenn ich aber schon bei Warré von "Wenden des Kisseninhalts, um ihn trocken zu halten" lese, werden die möglichen Schwierigkeiten bei der Klimadeckelkonstruktion deutlich.

    Da man den Mäusen und anderen Tieren den Zutritt zum Kisseninhalt aber verwehren sollte, ist vielleicht beim Material des Dachbodens eher so etwas wie eine Bausperre zu verwenden, wenn man bei Holz bleiben will. Also auf leichten Abstand gesetzte, schmale Brettchen.

    Guten Morgen!


    Der hinterbelüftete Stülpdeckel mit dem Kissen ist doch nicht an die Warré-Beute gebunden. Was hindert dich, dir diese beiden Teile für deine Dadant-Beuten zu bauen?


    Viele Grüße von

    DOMMY

    (der genau dieses System seit mindestens vier Jahren bei seinen Hohenheimern einsetzt. :))