Beiträge von rase

    Vielen Dank schonmal!


    Ich brauch den Raum nur für die Aufbewahrung der Zargen zwischen Ernte und dem Schleudern, und ich möchte die dabei nur ungern höher als brusthoch stapeln, überkopf sicher nicht (42:3=14; 14x141mm = 2,10m). Wenn ich sechs Stapel a 12 Zargen hab komm ich auf 72 Zargen. Dann bräuchte ich eine Nettofläche von +\- 2qm (Die Zargen sind ja grob 50x50cm). Da ich händisch unterwegs bin, muß ich nicht zusätzlich noch einen Stapler drin parken. Leider. Also doch eher ein Kabuff als eine Kammer.


    Mit der Radialschleuder hab ich mal geliebäugelt, aber bis jetzt raten mir alle die eine benutzen davon ab. Meine Schleuder ist auch ok, wir kommen gut miteinander klar.


    Jörg : Mein Imkerkollege hat auch einen Schleuderraum von ungefähr 14qm, das wird mitunter ziemlich eng. Es steht eigentlich immer alles im Weg. Da noch was abtrennen würde ich nicht machen.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Hallo,


    diesen Winter geht's an einen neuen Schleuderraum. Ich würde gerne mittels Trockenbau einen Wärmeraum abzutrennen, wo ich die mittels Bienenflucht abgeräumten HR zwischenlagern kann und diese sich wieder etwas aufwärmen können. Damit der Honig kein Wasser ziehen kann, kommt eine Heiz- Trocknungseinheit zum Einsatz.


    Frage, wie groß mach ich das? Ich hab noch nie mit dem Messer entdeckelt, wieviel Flachzargen Dadant schafft man mit etwas Übung am Tag? DN schaff ich mit meiner 4'er Selbstwendeschleuder genau fünf zu entdeckeln während einer Schleuderung. Also vielleicht dreißig Waben pro Stunde. Kommt mir grade sehr wenig vor, aber man neigt ja sich zu betrügen. Wenn ich den Wärmeraum zu groß baue, fehlt mir woanders der Platz. Also klassisch Ego gegen Vernunft.


    Hat jemand einen Tipp für mich?


    Beste Grüß,
    Ralf

    Ist denn die Imkerei ein so schwerer Beruf, dass es eine Praxiserfahrung von mehreren Jahren vor der Ausbildung (nicht Meisterprüfung) erfordert? Ist ein Studium also einfacher als die Ausbildung zum Imker? Bei einem Studium hat man auch nicht vorher jahrelang in diesem Beruf gearbeitet. Warum muss man das als Imker?


    Lehrer ist da ein gutes Beispiel. Da hat mancher jahrelang studiert und die Arbeit mit echten Kindern stellt sich dann als was ganz anderes heraus. Kinder sollte man schon mögen als Lehrer. Das lernt man nicht im Studium. Was ganz anderes ist die fiese Realität, die den Traum einer harten 40 Stundenwoche mit einer schlichten allergischen Reaktion unterläuft. Oder eins der Kinder reagiert etwas allergisch. Ich kenne persönlich keine Imkerei, wo man nich auch einfach mal so eben in ein Bienchen greift. Passiert. Du kannst Dein Leben lang davon träumen Kfz-Schlosser zu werden, aber die Berührungspunkte sind doch viel größer, das kann man vielleicht eher einschätzen. Für jemanden, der keine Bienen hat, sind die Konsequenzen die sich daraus ergeben NULL einzuschätzen. Wenn die Familie immer schon Bienen hatte, dann kennt man das. Die Brutalität, wie dieses Bienending plötzlich das ganze Leben auf links dreht und auch Interessen dritter berührt. Just saying. Mich hat's auch erstaunt. Bevor man da sein Leben drauf ausrichtet, sollte man üben der Freundin zu erklären, warum statt dem Versöhnungswochenende und Quality-Time jetzt Schwarmfang beim Nachbarn mit anschließendem Mittelwandeinlöten angesagt ist. Zum üben eignen sich fünf Völker besser als drölf. Paßt auch besser zu Budget, lese ich aus dem Text heraus.


    Für mich liest sich das wie: 'wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann!' :)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Wenn Du die Völkerzahl entsprechend den örtlichen Verhältnisse anpaßt, kein Problem. Also ein Honigraum pro Jahr sollte aber doch wohl mindestens drin sein. :eek:


    Wenn Du sehr hoch imkerst und die Vegetationszeit entsprechend kurz ist, kann auch weniger einen guten Ertrag bedeuten. Ob gut oder nicht ist doch immer in Relation zu anderen Imkern unter ähnlichen Bedingungen. Und die sagen NIE die Wahrheit ;)


    Wenn also Du 30kg pro Volk erntest, Deine Standkollegin aber nix und sogar füttern muß, dann kann das bedeuten, daß Du ein besserer Imker bist und sie nicht, oder das Du ein miserabler Imker bist und sie ein noch schlechterer.


    Allzeit volle Honigtöpfe wünsche ich Euch!
    Ralf

    Ich würde dir gerne glauben dass 50kg in der Standimkerei im Schnitt problemlos machbar sind (wer würde das nicht), frage mich aber was man tun muss, um da hinzukommen?


    'Problemlos' führt auf die falsche Fährte. Das geht, wenn Deine Umgebung das hergibt, ich imker am Ortsrand, eine Bahntrasse führt hier vorbei mit Brombeere und Robinie, es gibt Raps usw., usf., der Dorffriedhof ist mit alten Linden bepflanzt, durch den Ort geht eine Allee mit Linden und ein paar Kastanien hat es auch. Aufbautracht ist das Obst in den Gärten, die Weiden am Waldrand und eine Läppertracht hab ich durch die Gärten rundum auch immer.


    Dazu kommst dann Du, wenn alle Deine Völker schwärmen oder so schwach einwintern, daß sie zum Jahresende erst wieder auf Sollstärke sind, wird es trotzdem nix.


    Dann das Wetter. Wenn es beim Raps dauernd regnet, danach aber sofort 28*c Grad wird und die Robinienblüten einfach in drei Tagen durch sind, wird es auch schwierig.


    Wenn Alles optimal läuft, sind 50+ kg pro Volk in der Standimkerei drin, HIER. Im Nachbarort vielleicht, auf der Alm mit Sicherheit nicht. Den Schuh, daß wenn Du weniger Ertrag hast, Du ein schlechterer Imker bist, brauchst Du Dir mit Sicherheit nicht anzuziehen, das hängt von so vielen Faktoren ab, da pauschalisiert '50kg sind immer drin' zu sagen ist in meinen Augen Quatsch.


    Beste Grüße,
    Ralf


    Edith sagt, Klimazone 7b und beste Böden, also auch im Hochsommer alles gut versorgt. Ziemlich ideale Bedingungen also :)

    Hallo,


    Danke für Eure Hilfe. Ich hab mir heute den Mund fusselig telefoniert, es sieht folgendermaßen aus:


    Das Grundstück gehört der Stadt und gehört zum Projekt 'Grünes Band NRW' und soll als Teil eines Grünkorridors mit 'Wildobst' bepflanzt und dann extensiv gepflegt werde (2x Jahr wird gemäht, das war's). Diese Woche geht es los. Die Gehölzliste liest sich brutal langweilig, Prunus spinosa, Malus sylvestris, ein paar Nußbäume. Dazu Cornus mas, C. saguinea, Rosa canina, sowas halt. Salix sind keine vorgesehen, 'wenn ich welche pflanze weiß davon niemand was, schaut aber auch keiner hin'. Ich werd mal ein paar S. alba und caprea stecken, feucht genug isses da.


    Ein Staudenflor ist nicht vorgesehen, die Brennessel- u. Reitgrassfläche wäre jetzt aus der Sicht der Stadt so fertig.


    Alles in Allem klingt das nach einem wirklich ungeliebten Projekt. Die Planer waren richtig begeistert und wollten mir helfen, aber je weiter ich in der Kette Planer-Kreisverwaltung-Stadtplanung-Ausführende Behörde kam, je lustloser wurde das. Jetzt warte ich mal ab, was passiert und melde mich in zwei Jahren nochmal, wenn der Topf aufgebraucht und guter Rat teuer ist.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Einer sucht ein neues Hobby, wo er möglichst weder Geld, Zeit noch Arbeit investieren muß, der nächste will gleich Berufsimker werden, ohne je eine Biene gehabt zu haben. Unterhaltsam isses.


    Beste Grüße,
    Ralf


    Aber in meinen Augen ist es immer noch besser, wenn zumindest auf der Seite der Muttervölker durch eine große Anzahl von züchtenden Imkern die genetische Breite höher gehalten wird, als wenn von einer gekauften Königin für ein oder zwei Generationen per Standbegattung nachgezogen wird, um dann die gerade entstehende Linie wieder wegzuschmeißen und per Nachkauf einer neuen Zuchtmutter, wieder auf den Mainstream zurückzugreifen.


    Die Diskussion ist doch angesichts der Realität müßig. Die meisten Imker die ich kenne, züchten nicht bzw., vermehren nicht mal gezielt, sondern verwursten Weiselzellen, die sie irgendwo finden. Kann sein, daß es bei Dir anders ausschaut, aber was hier bei mir flog war richtiger Schrott, sauvital, aber schlimme Stecher. Wenn sich nur ein Bruchteil der Imkerschaft regelmäßig eine gute Queen zum Nachziehen leisten würde, wäre das in vielen Ecken D'lands schon eine immense Verbesserung gegenüber dem Status Quo. Die Mehrheit wird dafür zu geizig sein. Wir haben einige Jahre gebraucht und viel Arbeit investiert, um wenigstens mit standbegatteten F1 vernünftig arbeiten zu können.


    Das Internet hat natürlich andererseits die genetische Situation drastisch verschärft, heute ist jede noch so exotische Queen gleichermaßen nur noch einen Klick weit entfernt, früher hätte es eine Expedition gebraucht und/oder mächtig gute Kontakte. Ein paar wenige Imker, die mit Geld und ohne das Wissen und Demut kurzfristig ihre neue Superbiene in den lokalen Genpool drücken und ein paar Jahre mitimkern, gegen die verkalkten Heinis in den Vereinen lästern und sofort die Welt verändern wollen, nur daß sich das Wirken und Engagement in kurzer Zeit wieder anderen Themen zuwendet.


    In die Rubrik paßt die gestellte Aufgabe, ein Backrezept für DIE Biene zu erklären. Wär ja toll, wenn's da eins gäbe, ich lern gern was dazu. Meine Befürchtung ist nur, das mit geballtem Halbwissen und viel Einsatz die zukünftige Landbiene so aussieht wie eine Fußgängerzone in einer beliebigen Metropole: viel bling-bling, überall gleich, und zwar gleichermaßen mittelmäßig.


    Skeptische Grüße,
    Ralf

    Hallo,


    gibt es eine verläßliche Saatgutmischung für stickstoffreichen Boden? Die meisten Mischungen sind ja eher für magere Standorte zusammengestellt. Hier ist ein kleiner Acker dauerhaft stillgelegt worden, nachdem sich Anwohner über den massiven Eintrag von Ackerdistelsamen beschwert haben, wird das Grundstück jetzt vom Bauer nebenan (?) einmal im Jahr mit einem Herbizit gegen zweikeimblättrige mitbehandelt. Ergebnis: grüne Grasswüste mit Brennnesselinseln.


    Standort: volle Sonne, frischer, lehmiger Boden, Jahrzehnte mit Zuckerrüben, Kartoffeln und Getreide bespielt. Beste Bodenqualität. Anhand der Zeigerpflanzen vermutlich völlig überdüngt.


    Frage: gibt es eine passende, konkurrenzstarke Mischung ('gefällig') und ein Pflegekonzept?


    Ich wollte die Tage mal an die Verantwortlichen herantreten und suche im Vorfeld nach Alternativen und einem Konzept.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Aus diesem Grund hier die Ausdrückliche Frage, hat irgendwer Bienenverluste aufgrund vermutlicher Vergiftung und in diesem Zusammenhang Schönheitsreparaturen mit Farbe vorgenommen?


    Moin,


    da würde ich mir keinerlei Sorgen machen. Du stellst das Teil ja nicht streichfrisch da hin. Wenn das jetzt über den Winter schön ablüften kann passiert da nichts, außer das es länger hält. Du hast ja nicht vor, Deine Beuten innen damit zu streichen, oder? (Hab ich schon gesehen!)


    Es gibt keinen bienenfreundlichen chemischen* Holzschutz: wenn es wirkt, dann weil es für Pilze und Schadinsekten giftig ist. Nur fressen Bienen kein Holz. Bei fachgerechter Anwendung sind die Wirkstoffe genügend festgelegt und schaden im Außenbereich nicht. Was nicht heißt, das die ungiftig sind und man alles damit machen kann, siehe Xylamon Dekor :(


    Für ein Untergestell meiner Meinung nach sehr brauchbar.


    Beste Grüße,
    Ralf


    *100% Bienenungefährlicher Holzschutz ist nur konstruktiver Holzschutz.

    Hallo, normal Fluglochkeile in klein möchte ich nur ungern, nur mit Schaumstoff verschlossen gehen die bei Kellerhaft gerne mal auf. Einmal reicht da. Die Nirosta-Drehrosetten wie sie bei EKW's zum Einsatz kommen mag ich auch nicht, entweder sie sind zu locker, oder man bricht sich die Fingenägel ab. Zur Zeit benutze ich die kleinen 'normalen' gelben Schieber, allerdings gibt es da keine Funktion 'Königinnenabsperrgitter'.


    Ich dachte, vielleicht gäb's da was eleganteres.


    Beste Grüße,
    Ralf