Beiträge von rase

    Aber die Beleidigungen sind teilweise schon …..

    .... unterirdisch.:thumbup:


    Ich hatte letzte Woche einen Schwarmfang auf einer Terrasse, dabei konnte ich auf die im Nachbargarten stehenden Segeberger schauen. Auf meine Frage, warum sie denn mich riefen und nicht den Besitzer, kam die Antwort: hätten sie, aber der hätte gesagt er hätte eh schon zuviele Bienen, und daher kein Interesse. Da geht bei mir dann auch der Puls hoch.

    Schwärme werden immer als potentielle Faulbrutschleudern beschrieben, oft so, als ob jeder Schwarm Faulbrut durch die Gegend trägt. Mir leuchtet das nicht ganz ein. (...) Warum birgt dann der Naturschwarm diese Gefahr?

    Der Schwarm als solcher ist relativ harmlos. Das Problem beginnt, wenn in einer Region die AFB ausbricht, und sich das Volk im Baum wie auch andere Völker infiziert. Im Gegensatz zu den Völkern in Menschenhand ist eine Sanierung natürlich unmöglich, und wenn die AFB auch nicht ausbricht (Eric 1 z.B. dauert ja, wenn es überhaupt zu einer Klinik kommt) dann bricht das Volk eben doch, spätestens im zweiten Jahr, auf seinen Vorräten an der Varroa zusammen. Und dann kommen andere Bienen und holen sich den gesammelten Honig. Und die Sporen. Jetzt wissen wir alle, wie sehr Schwärme altes Wabenwerk lieben - im nächsten Mai zieht dort, aller Voraussicht nach, also wieder ein neuer Schwarm ein (das ist übrigens der Grund, warum manche Höhle seit Jahren durchgängig bewohnt scheint! Die Lücke von Ende September bis Anfang Mai bekommt man nicht mit.) Wenn dieser neue Schwarm dann der Varroa erliegt, war sein Wabenwerk schon vom Vorgänger mit Sporen geimpft. Und wenn Du da in der Nähe imkerst, bekommst Du so von diesem hohlen Baum jedes zweite Jahr die Sporen zurück. DAS ist das Problem, nicht der Naturschwarm. Der ist nur der Vektor für die Faulbrut.

    Ich fürchte, wir müssen wilde Schwärme, die sich in die letzten vorhandenen Baumhöhlen verkriechen zähneknirschend akzeptieren.

    Seh ich ja ähnlich. Nur sich lautstark freuen, oder wie der Schiffer medienwirksam befeuern muß man es als Imker ja nicht. Frag mal jemanden, der wiederholt seine Völker sanieren mußte, wegen regelmäßigem Sporeneintrag von außen... Da gönne ich niemandem, nichtmal meinen Feinden. Schon garnicht deren Bienen.

    Lassen, und beobachten. Ich bin da zwiespältig. Ich hab ja nix gegen das Volk, aber die reine kind(l)ische Freude wie bei Keinimker oder dem Schiffer kann ich halt auch nicht nachempfinden. Für mich wär das Existenzbedrohend.

    Die hauptsache der Schwarm ist im Kasten.


    Beim Schwarm und in der Liebe ist alles erlaubt!


    Gibt Schwärme, die sind regelrecht bösartig. Hungrige Schwärme z.B. - sieht man denen aber nicht an. Meistens sind sie lieb.

    Sehr schön! Aber kaum einer will das!

    Komisch, ne!? Was kann's schöneres geben, als so eine potentielle Faulbrutschleuder, die keiner findet und in deren gammeliges Wabenwerk jedes Jahr ein neuer Schwarm einzieht, um dann im nächsten Herbst an der Varroa zu verrecken und so die Sporen jedes Jahr aufs neue an die räubernden Bienen aus den x Mal sanierten Völkern zu verteilen? Das ist Natur pur! Sehr schön! In so'nem Sperrgebiet kommt man dann endlich wieder zur Ruhe, die doofe Wanderei ist doch eh zu nah an der industriellen Bienenhaltung. Dann schnitzen wir uns alle 20cm dicke Deckel und gehen allen anderen auf den Sack. Junge, Du hast doch Lack gesoffen...