Beiträge von rase

    Ich hab gute Erfahrungen mit ausreichend Platz gemacht. Ich hab immer einen HR mehr drauf, als man vermutlich brauchen würde. Aber irgendwo muß der Nektar ja auch getrocknet werden.


    Zudem ist unser Schleuderraum gut warm & knochentrocken. Sprich da steht ein leistungsfähiges Trockengerät. Die vollen Zargen stehen da zumindest einen Tag (um 45° versetzt) um wieder auf Temperatur zu kommen, da ich mit Bienenfluchten arbeite.


    Das System funktioniert ganz gut.

    So richtig pikant wird

    Zitat

    Deshalb habe ich immer genug Völker in Reserve. Bisher sind mir die überzähligen Völker immer irgendwie abhanden gekommen.

    wenn man sich vor Augen führt, das die Ecke Aachen/Heinsberg aktuell nicht frei von Faulbrut ist.

    Waldhonig, wie 1976!, soviel, dass ich gar nicht alles gechleudert habe und viele Völker auf Honig überwintert habe!

    Das ist bestimmt Dein Erfolgsrezept! - liest man ja immer, wie gut die Bienen auf Waldhonig überwintern ;)


    Ich bin echt der letzte, der behauptet nix mehr dazulernen zu können, aber das ich die Völker aufreißen soll in Zeiten, wo sie nicht ausfliegen können vor Kälte, um dann Wasser auf die Oberträger zu schütten, das halte ich persönlich für eine bizarre Handlungsanweisung.


    Dazu die ständige Prahlerei.... Du kommst jetzt auch auf Igno in den Keinimker Spam-Ordner ;)

    Nicht die Erkrankung, sondern der Umgang mit dieser ist das Problem. Wir sind beim dritten brennenden Bienenstand..... Daher bin ich dünnhäutig bei dem Thema. Seuchen machen Angst und Angst macht Dumm.

    Das ist genau der Punkt. Und die unklare Interessenlagen helfen auch nicht.

    rase Du magst das Risiko überschaubar halten.


    Weißt du,(...) Kennst du alle deine Imkernachbarn und bist da safe?

    Das ist eine sehr komplexe Geschichte, und für mich ein absolutes Reizthema. Das AFB Krisenmanagement ist der Realität inzwischen so dermaßen weit hinterher, wie es es irgendwann bei der Milbe war, wo man zu einem Zeitpunkt auch einsehen mußte, daß das ganze Abschwefeln & Co uns nicht retten wird.


    Fakt ist, ich fürchte mich schon viel länger vor der Medizin, als vor der Krankheit. Gegeben ist bei mir ein Umfeld, in dem gefühlt in jedem dritten Garten oder Hofstück Bienen stehen, an Balkonen hängen, propagiert oftmals von einer Klientel, die mich als Erwerbsimker für das personifizierte Böse hält, und die alle Mauerritzen mit Schwärmen aus ihrer naturgemäßen 'Keinimkerei' versorgt. Ein Ausbruch hier, und die Faulbrut singt 'gekommen um zu bleiben'. Die Völker sind hier unmöglich alle zu finden.


    Na klar steigert das Überwintern auf eigenem Honig das Risiko, vor allem wenn zusätzlich adäquate Varroabehandlung verpönt ist und die Völker im September die Grätsche machen!


    Dazu kommen eine immer feinere und bessere Analytik, die schon einzelne Sporen erkennt, freidrehende Wissenschaftler, deren Unterhalt und Zukunft direkt vom Umgang mit der AFB abhängt, zusammen mit der riesigen Dunkelziffer von nicht gemeldeten Völkern.


    Ich gehe von einem Grundrauschen an Sporen in den Völkern aus, je besser/feiner die Analyse, desto eher findet man etwas, und ab da ist es weniger eine medizinische, sondern eine politische Frage, wie man damit umgeht. Wenn ich 30-100 Völker am Winterstandort beprobe, wandert dann nämlich zukünftig kein einziger Berufsimker mehr.


    Ich bin für gutes Wabenmanagement, gutes Imkern und der pragmatischen Sanierung von Völkern mit klinischen Symptomen.


    Das ist eine der drängensten Fragen der Imkerei, es ist mir unverständlich, warum man von den Verbänden dazu nichts hört. Furchtbar.