Beiträge von Christian S.

    Nur das kann Herr Maske gemeint haben, wenn er das neue VerpackG richtig gelesen hat.

    Du scheinst Dich mit dem neuen Verpackungsgesetz auseinandergesetzt zu haben. Kannst Du Deine Ausführungen daher konkret am Gesetzeswortlaut festmachen?

    Ich bin da etwas skeptisch, ob Du mit Deiner Auslegung richtig liegst. Nach der Legaldefinition in § 3 Absatz 8 VerpackG sind systembeteiligungspflichtige Verpackungen "mit Ware befüllte Verkaufs- und Umverpackungen, die nach Gebrauch typischerweise beim privaten Endverbraucher

    als Abfall anfallen". Danach ist ein Honigglas so lange keine systembeteiligungspflichtige Verpackung, wie dort kein Honig (Ware) eingefüllt ist. Erst das Befüllen eines Glases mit Honig macht das Glas zu einer systembeteiligungspflichtigen Verpackung. Daher werden wir Imker als "Abfüller" im konkreten Fall regelmäßig die ersten in der Kette sein und somit als Hersteller systembeteiligungspflichtige Verpackung gelten.

    Also: Brutzarge mit nur Mittelwänden und einer Nachschaffungsbrutwabe, dazu über dem Absperrgitter alle Honigwaben des Wirtschaftsvolks.

    Ich würde sagen, hier fehlt das Brutnest unter dem Honigraum und damit die Wärme für die Honigtrocknung. Du wirst feuchten Honig ernten.

    Die Besetzung der Honigwaben ist zumindest bei mir immer viel geringer als die Besetzung der Brutwaben, geschätzt höchstens 20%. Damit ist der so gebildete Ableger viel zu klein für den großen Raum. Der Ableger hat Schwierigkeiten, die nötige Brutwärme zu erzeugen und kann sich nicht optimal entwickeln.

    Gruß Ralph

    Vollkommen richtig: zurück zur Ausgangsfragestellung! Sorry, Axel!

    Dass die Bienen bei der AS-Behandung aus der Brut gehen, ist für die Winterbienenaufzucht aber kontraproduktiv. Verzicht auf AS geht um diese Jaherszeit natürlich nur mit Brutentnahme.

    Vielen Dank, Wolfgang, genau das meinte ich. Mit derartigen Sachinformationen (bei der AS-Behandlung gehen die Bienen aus der Brut) kann man doch sehr gut "arbeiten". Eine solche Sachinformation kann von anderen vielleicht bestätigt oder widerlegt werden und schon kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er diesen oder den alternativen Weg gehen möchte.

    DR schneiden und 3-tägige Windelkontrolle ist ABM für Leute, die "irgendwas" an den Bienen machen wollen, ohne echten Nutzen

    Bist Du wirklich der Auffassung, DR schneiden hätte keinen Nutzen?

    Was ist denn mit einem (angeblich) positiven Effekt auf:

    - die Varroadezimierung,

    - die Scharmdämpfung wegen der Möglichkeit zum Bauen,

    - das Erkennen einer Schwarmtendenz durch die Art des Wabenbaus und

    - die Erzeugung von Wachs?

    Bessere Königinnenqualität, schwarmträge, keine 1W-Ableger nachschaffen lassen

    In einem Vortrag hat Guido Eich neulich davor gewarnt, die Schwarmeigenschaft zu verteufeln. Er hat dabei Parallelen zur Korbimkerei (ja, anderer Ansatz) gezogen und das natürliche Verhalten als Möglichkeit zur Gesunderhaltung erklärt.

    Es ist zumindest wert, derartige Überlegungen beim Herantasten an eine eigene passende Betriebsweise zu berücksichtigen.



    1 BR (egal welches Maß) kann fast alles besser

    Diese pauschale Aussage ist schon sehr gewagt. Ich würde mich nicht trauen, den Brutraum auf eine Zander Flachzarge zu beschränken.


    AS halte ich generell für Unsinn, 85%ige sowieso und den komischen Liebigdispenser erst recht

    Was ist gegen AS-Behandlung einzuwenden, wenn es nach der Spättrachternte einer Behandlung bedarf? Zu diesem Zeitpunkt ist noch viel verdeckelte Brut vorhanden und zur Vorbereitung einer Aufzucht gesunder Winterbienen ist es m. E. ein Mittel der Wahl.

    Wir haben hier schon deutlich bessere (modernere?) Methoden besprochen.

    Woran machst Du denn fest, dass es sich um "deutlich bessere (modernere?) Methoden" handelt? Bei dem angesprochenen Projekt waren über 100 Imkerinnen und Imker mit weit über 1000 Völker beteiligt. Ich bezweifele, dass es ähnliche "Forschungsansätze" für die hier besprochenen Methoden gibt. Damit möchte ich die Erkenntnisquelle dieses Forums keinesfalls in Abrede stellen, denn ich bin froh, dass es sie gibt. Jede zusätzliche Erfahrungen von Imkerinnen und Imkern ist hilfreich! Allein die Absolutheit, mit der hier manchmal bestimmte Verhaltens- /Betriebsweisen verteufelt oder gepriesen werden, ist aus meiner Sicht etwas überspitzt.

    Letztlich muss jeder für sich den richtigen Weg finden und sollte dabei die vielfältigen Erkenntnismöglichkeiten nutzen, die enthaltenen Informationen aber auch einordnen können. Beim Einordnen wiederum helfen Sachinformationen mehr, als pauschale Wertungen wie "besser" oder "schlechter". Gut wäre es, wenn zu einer solchen Bewertung die zugrundeliegende Sachinformation hinzugefügt würde. Dann kann ein jeder seine eigene Wertung vornehmen.

    Aber nochmal, ich bin froh, dass es dieses Forum gibt!

    Es geht ja nicht darum, genau nach diesem Modell zu imkern, sondern diese Zusammenstellung als Ansatz für eigene Überlegungen zu nehmen. Sinnvoll ist es dann natürlich, sich ergänzend und bei Bedarf die Erkenntnisse aus dem Gesamtprojekt anzuschauen.


    Für den Ersteller dieses Themas könnte beispielsweise Folgendes interessant sein:

    Eine KS-Bildung zur (besser mit der) Frühtrachternte entspricht dem Celler Rotationsverfahren. Dort wurde stets propagiert, der KS solle 1,5 kg Bienenmasse ausmachen. Die Erkenntnis aus dem Projekt ist, dass es einer derartigen Bienenmasse für den Aufbau von einwinterungsfähigen Völkern nicht bedarf.


    Insgesamt sehe ich daher das Projekt als Erkenntnisquelle für eigene Überlegungen.

    Aus der Begründung zum Gesetzentwurf:


    "Die Definition der Mehrwegverpackungen ist gegenüber § 3 Absatz 3 Satz 1 der Verpackungsverordnung erweitert worden und enthält nun insbesondere die Anforderung, die Rückgabe und anschließende Wiederverwendung durch eine ausreichende Logistik zu ermöglichen. Damit genügt nicht allein die Zweckbestimmung zu einer mehrfachen Verwendung, sondern die Wiederverwendung muss durch die Einrichtung von Rücknahmestellen für die Endverbraucher auch tatsächlich ermöglicht werden. Bei Mehrweggetränkeverpackungen gehört zu einer ausreichenden Logistik außerdem das Vorhandensein von entsprechenden Spülvorrichtungen.

    Außerdem wird vorausgesetzt, dass die Rückgabe an den Hersteller durch geeignete Anreizsysteme gefördert wird. Geeignet sind Anreizsysteme, wenn sie die Endverbraucher in aller Regel dazu motivieren, die restentleerten Verpackungen an den Vertreiber beziehungsweise Hersteller zurückzugeben. Ein ausreichend hohes Pfand stellt ein geeignetes Anreizsystem dar. Denkbar sind aber auch andere Anreizsysteme, auch solche nicht monetärer Art, wenn sie sich in der Praxis als wirksam erweisen.

    Durch die zusätzlichen Merkmale bei der Definition der Mehrwegverpackungen soll sichergestellt werden, dass nur solche Inverkehrbringer von den regulatorischen Vorteilen der Mehrwegverpackungen, insbesondere von der Befreiung von der Systembeteiligungspflicht, profitieren, bei deren Verpackungen aufgrund der im Voraus getroffenen Vorkehrungen davon auszugehen ist, dass sie tatsächlich mehrfach verwendet werden."


    Damit soll künftig vermieden werden, dass man "pseudomäßig" seine Verpackung (auch ein Honigglas) als Mehrwegverpackung kennzeichnet. Wichtig ist hierbei das Merkmal des wirksamen Anreizsystems. Wenn man nach der neuen Definition keine Mehrwegverpackung nutzt, kann man auch nicht (mehr) die Erleichterungen für ein Mehrwegsystem in Anspruch nehmen.

    ...bei 200kg/Jahr brauchst du aber auch kein doppelwandiges, beheizbares Rührgerät für 1700€, oder?

    Es geht auch nicht darum, ob ich etwas für mein Hobby "brauche", sondern ob ich mir ein Gerät anschaffen möchte, welches mir das Hobby noch etwas angenehmer macht. Eine betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise möchte ich bei diesem Hobby wirklich nicht anstellen, sonst müsste ich vermutlich weinend wegrennen.



    Peace.

    Peace!

    50l ist völlig sinnfrei.

    Ist diese Aussage nicht etwas vermessen? Kann nicht jeder Einzelne für sich entscheiden, ob die Anschaffung eines Hilfsmittels individuell sinnvoll ist?

    Wenn ich beispielsweise nur 200kg Honig pro Jahr verarbeiten würde, wäre für mich ein Rührgerät, mit dem ich jeweils 70kg Honig rühren könnte, eine durchaus willkommene Erweiterung meines Set-up.

    Ich möchte hier nicht überempfindlich erscheinen, aber ein Forum lebt doch eher von begründeten Argumenten, nicht aber von solchen verallgemeinernden und spitz formulierten Meinungsbekundungen.


    Im Ergebnis aber ist es richtig, dass man sich genau überlegen sollte, welche Kapazität ein Rührgerät den eigenen Bedürfnissen am ehesten entspricht.

    Verflüssigen in diesem doppelwandigen Gerät würde ich auf keinem Fall. Es dauert viel zu lange, bis die Temperatur wieder im annehmbaren Bereich ist.

    Das ist ein sehr guter Punkt. Dann müsste der verflüssigte Honig jedenfalls sofort aus diesem Gerät in andere Behälter umgefüllt werden.


    Zur Steuerung:

    Es gibt keinen Grund für eine aufwändige elektronische Steuerung. Drehzahlveränderungen, wofür?

    Geht die Zeitschaltuhr beim Fritz kaputt, stecke ich den Motorstecker eben ohne Uhr ein, oder kaufe für ein paar Euro eine Neue.

    Bei diesem Elektronikteil wäre das etwas problematischer.

    Die Drehzahlveränderung ist vermutlich tatsächlich nicht so entscheidend. Die Zeitsteuerung halte ich hingegen für einen Vorteil, denn so kann ich den Honig rühren lassen, ohne mich weiter drum zu kümmern.

    Allerdings hast Du vollkommen recht mit dem Hinweis, dass jeder technische "Fortschritt" mit einem entsprechenden Risiko eines nur aufwändig (und teuer) behebbaren Defekts einhergeht.

    Mich überzeugt aber letztlich der Doppelmantel mit Heizung und den gibt es bei CFM nur ab 100kg Fassungsvermögen und entsprechend höherem Preis.

    Zuvorderst ist dieses Gerät ja dazu gedacht, frischen, nicht kristallisierten Honig cremig zu rühren. Insoweit handelt es sich um eine andere Methode, um den Honig in die gewünschte Konsistenz zu bringen.


    Wenn ich dann doch mal zu grob kristallisierten Honig verflüssigen muss/möchte, wird man mit dem Honigspaten arbeiten müssen. Das ist dann ja genau der Schritt, den auch ein Melitherm erfordert.


    Viele Grüße

    Christian

    Eine Frage habe ich noch:

    Hat jemand Erfahrung im Verflüssigen mit diesem Rührgerät. Ich meine damit das Auflösen aller Kristalle. Das müsste ja ganz gut gehen und es könnte dann auch einen Melitherm ersetzen. Das hängt aber sicher davon ab, wie lange der kristallisierte Honig der Wärmeeinwirkung ausgesetzt sein muss. Durch das Rühren wird sich das Verflüssigen sicherlich beschleunigen lassen.