Beiträge von Christian S.

    Ich habe ribes mehrfach in PM darauf hingewiesen, dass seine Auslegungen zum neuen VerpackG bedenklich falsch sind und hier bei Vielen zur Verunsicherung führen.


    Die von einer mir nicht erklärlichen Überzeugung getriebene Meinungs- und Panikmache hat mit dem Aufruf durch ribes, sich und seine Daten vor der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister geheim zu halten, jedoch ein nicht mehr hinnehmbares Ausmaß erreicht, so dass ich mich nun doch nochmal offen zu Wort melde.


    Wer sich und den Verkauf von befüllten Honiggläsern trotz einer ihn nach dem VerpackG treffenden Verpflichtung an der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister "vorbeischmuggelt", begeht eine mit Bußgeld zu ahnende Ordnungswidrigkeit (§ 34 VerpackG).


    Der öffentliche Aufruf zur Begehung solcher Ordnungswidrigkeiten sollte hier im Forum nicht toleriert werden!


    Ribes selbst sollte mal einen Blick auf §§ 14 und 116 OWiG werfen und überlegen, ob sein öffentlicher Aufruf hier nicht schon selbst ein ahndbares Verhalten darstellt.


    Zur Sache:

    Lasst Euch nicht von der Panikmache anstecken, sondern schaut am besten selbst mal ins Verpackungsgesetz. Das nämlich eröffnet all die Möglichkeiten, die hier so sehr als Ausweg proklamiert werden.


    Einzusehen ist aus meiner Sicht zunächst mal der Ansatz des VerpackungsG, Müll zu reduzieren und ordnungsgemäßes Recyceln zu stärken. Wir als Imker bringen nun mal mit unseren Gläsern und zugehörigen Deckeln potentiellen Müll in Umlauf, der irgendwann entsorgt und recycelt werden muss. Und irgendwer muss dafür die Kosten übernehmen bzw. sich an den Kosten beteiligen. Macht das bspw. der Glasproduzent und bestätigt uns das beim Glaseinkauf, sind wir Imker fein raus. Haben wir Imker ein funktionierendes Mehrwegsystem, sind wir ebenfalls fein raus. Kaufen wir aber Gläser möglichst billig ohne Einkalkulierung einer "Recycling-Abgabe" und werden die Gläser nicht wiederverwendet, dann ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn wir unseren Beitrag zum Umweltschutz leisten müssen.

    Jeder Imker sollte da vielleicht mal selbstkritisch drüber nachdenken. Und bei diesen Überlegungen sollte jeder auch Bedenken, über welchen Kostenbeitrag bei einer Beteiligung an einem Recyclingsystem wir überhaupt reden. Diese sind natürlich anbieterabhängig, aber dürften bei 1.000 (eintausend) Gläsern wohl nicht über EUR 100,00 liegen. Wir reden also von einer finanziellen Mehrbelastung von 10 Cent je 500 g Glas.


    Ich für meinen Teil werde einen Vertrag mit einem Recyclingunternehmen schließen und die 10 Cent pro Glas nicht auf den Verkaufspreis aufschlagen. Ich nehme ohnehin einen marktgerechten Preis von EUR 6,50 je 500 g Honigglas und kann die 10 Cent Mehrbelastung verkraften. Außerdem ist es meine persönliche Entscheidung, Honiggläser nicht wiederzuverwerten, also ist es auch nur recht und billig, dass ich die Entsorgungskosten übernehme und nicht auf den Kunden abwälze, der das Glas vielleicht sogar zurückbringen wollte.

    Rainer :

    Kannst Du bitte Deine Meinung zu diesen beiden Aspekten mit sachlichen (!) Informationen zu eigenen Erfahrungen unterlegen? Ich möchte nicht provozieren, sondern aus Erfahrungen anderer lernen. Dabei bin ich allerdings auf die tatsächlichen Erkenntnisse angewiesen, auf der eine Meinung fußt.

    Besten Dank,

    Christian

    Mir stellt sich aber schon die Frage, warum der (aktuell) unerkannt bleiben wollende Night Shadow sich hier derart engagiert zeigt. Da ich persönlich nicht glaube, dass er das hier zur reinen Freude und Freizeitbeschäftigung macht, dürfte sein Mitwirken hier im Forum schon einer gewissen Intention folgen. Eine solche Intention mag vielleicht in Zusammenhang stehen mit der von Dir, Anni, gerade zitierten Information. Das sollte aber jeder selbst beurteilen.

    Ralf, wenn es Dir um Beispiele geht, ich hab auch eins:


    Der Motor meines Autos springt nicht an. Jetzt geht es um die Identifizierung der Ursache. Obwohl ich noch nie aufgrund Benzinmangels liegen geblieben bin und auch niemanden kenne, dem das schon mal passiert ist, bleibt es eine mögliche Ursache. Die statistische Wahrscheinlichkeit ist nun gering, dass der Motor aufgrund eines leeren Tanks nicht anspringt. Nun fällt mir aber ein, dass ich vorletzte Woche die Reservewarnleuchte wahrgenommen, aber bisher nicht getankt habe. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Benzinmangel eine Ursache sein kann. Wenn ich dann noch darüber nachdenke, bin ich seit dem Aufleuchten der Warnlampe noch ca. 70 km gefahren. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit erneut. Würdest Du an meiner Stelle - ich hatte schon mal ein Kfz. mit Startschwierigkeiten aufgrund mangelnder Kompression im Verbrennungsraum - nun den Zylinderkopf demontieren und im Inneren des Motors nachschauen, woran es liegt? Ich würde in Erwägung ziehen, ob ein Schluck Benzin Abhilfe schaffen kann.


    So viel zur individuell zu gewichtenden Betrachtungsweise von möglichen Ursachen.


    Ralf, insgesamt glaube ich, Du möchtest diese Diskussion nicht sachlich führen. Ich möchte mich aber nicht daran beteiligen, Deine Tendenzen hier unters Volk zu bringen. Ich halte - wie Du - nichts von Panikmache, aber ich halte auch nichts von Stimmungsmacherei. Für - gern auch kontrovers zu führende - Diskussionen auf rein sachlicher Ebene und ohne Polemik bin ich jederzeit zu haben. Danach aber sieht es mir hier nicht aus und deshalb bin ich hier raus.

    In einem zweiten Schritt sollten dann natürlich auch Wahrscheinlichkeiten eine Rolle spielen.

    Ok, und wie wahrscheinlich ist der Fall, daß es das Wachs ist? Wieviel Imker sind denn betroffen?


    Beste Grüße,

    Ralf

    Bitte meine Ausführungen nicht aus dem Zusammenhang reißen, sondern lesen und verstehen!


    Es geht nicht darum, wie viele Imker von möglichen Wachsproblemen betroffen sind, waren oder sein werden. Lass uns bitte diese Diskussion hier nicht erneut führen!

    Vielleicht könnte man aber inzwischen die Gewichtung wieder umdrehen: erstmal von profanen Ursachen ausgehen, das abklären, und wenn das nicht weiterführt, DANN das Wachs als Ursache ins Auge fassen.

    Lieber Ralf, ich denke, man sollte in einem ersten Schritt wertneutral und gleichrangig sämtliche mögliche Ursachen in Erwägung ziehen.

    In einem zweiten Schritt sollten dann natürlich auch Wahrscheinlichkeiten eine Rolle spielen. Diese können aber nur sehr individuell gewichtet werden. Das gilt auch hinsichtlich des Wachses als mögliche Ursache. Der eine hat vielleicht ausschließlich Naturbau, dann kann er eine mögliche Wachsursache eher vernachlässigen. Hat ein anderer aber erst das Symptom festgestellt, nachdem er eine neue Charge Mittelwände verbaut hat, liegt die Einbeziehung des Wachses als mögliche Ursache nicht unbedingt so fern, dass nur eine nachrangige Erwägung dieser Ursache gerechtfertigt wäre.

    Insgesamt möchte ich damit sagen, dass die Gesamtumstände eine Rolle spielen sollten, aber keine vorgegebene Rangfolge möglicher Ursachen. Bei den Gesamtumstände sollte dann auch geschaut werden, ob es weitere Auffälligkeiten gibt, die sich mit der einen oder anderen möglichen Ursache erklären ließen. Eine solche Vorgehensweise ist ja nicht imkerspezifisch, sondern bietet sich doch in vielen Lebenssituationen an.

    Ja, Night Shadow, Du zeigst, dass es zu jedem vermeintlichen "Symptom" auch eine alternative Erklärung gibt. Deshalb sollten keine absoluten Rückschlüsse gezogen werden, sondern man sollte achtsam sein. Erkennt man eine Auffälligkeit, sollte man über deren mögliche Ursache nachdenken. Erkennt man viele Auffälligkeiten, sollte man auch in Betracht ziehen, ob es gemeinsame Ursachen geben kann. Und wenn eine Wachsproblematik eine Erklärung für verschiedene "Symptome" sein kann, sollte man auch darüber nachdenken.

    Stets für jedes "Symptom" eine (theoretische) Alternativursache zu bemühen, (nur) um eine andere mögliche (und natürlich unerwünschte) Ursache auszuschließen, führt nicht zur Erkenntnis. Insbesondere dann, wenn die vermeintliche Ursache eine Erklärung für eine Mehrzahl von "Symptomen" geben kann, sollte man sich mit dieser möglichen Ursache ernsthaft auseinandersetzen.

    Rainer, das ist ein guter Ansatz.

    Die Wenigsten werden ihr Wachs ohne besondere Veranlassung einer teuren Untersuchung zuführen. Daher sind von außen feststellbare Kriterien, die in einem Zusammenhang mit Wachsproblemen stehen können, für die praktische Handhabung wichtig. Weder sollte allein aus der Feststellung einzelner Anzeichen ein (möglicherweise sogar vermeintlich sicherer) Rückschluss auf eine Belastung des Wachses erfolgen. Sie können aber Anlass geben, genauer hinzusehen.

    Verstehe ich es richtig, dass diese Wabe nie bebrütet wurde?


    Warum bist Du Dir so sicher, dass die unterschiedliche Färbung nicht in irgendeinem Zusammenhang mit der Zusammensetzung des Wachses steht?


    Bitte diese Fragen nicht missdeuten, es geht mir um Sachinformationen!

    Besten Dank, Ralf!

    Wird dieses Afrika-Wachs bisher gut angenommen, ausgebaut und erfolgreich (ohne wesentliche Lücken) bebrütet?

    Konntest Du einen Unterscheid bei der Dicke der Mittelwände feststellen?

    Bei Geller habe ich vorhin telefonisch erfahren, dass ein 2 kg-Paket Afrika-Wachs im Maß Zander flach aus 38 Mittelwänden bestehen soll.

    Auf der Homepage von CFM heißt es zu diesem Maß: 22-26 Mittelwände pro kg.

    Das macht also 3 bis 7 Mittelwände pro kg mehr bei CFM.

    Das würde bedeuten, dass Geller entweder produktionsbedingt dickere Wände fertigt oder es am Afrika-Wachs liegt.

    Hallo zusammen,


    mir ist bewusst, dass das Thema Wachs/Mittelwände schon rauf und runter diskutiert wurde. Ich möchte nun hier keine neue Diskussion (und erst recht keinen Streit) über Analysemethoden oder dergleichen vom Zaun brechen, sondern auf tatsächliche Erfahrungen von Euch zurückgreifen. Hintergrund ist, dass ich aktuell Mittelwände bestellen möchte.


    Hat jemand von Euch eigene Erfahrungen (bitte kein theoretisches "Wissen" abladen!) zu den Qualitäten der von CFM (hat eine "Qualität") und Geller (hat drei "Qualitäten") angebotenen Mittelwände? Ich nenne diese beiden Händler, da ich bei beiden schon sehr zufrieden eingekauft habe und die Preise für die Mittelwände moderat erscheinen. Biorat/Wallner käme grundsätzlich auch in Betracht, jedoch ist mir hier die Kontaktaufnahme zu mühselig (aktuell gar nicht möglich).


    Besten Dank!

    Christian

    Ja, ja die Begründungen - sind eben auch nur Interpretationen + Zielvorstellungen.

    Anzuwenden ist der Gesetzestext. Da lese ich in § 3 Abs. 14, daß derjenige, der die Verpackung erstmals in den Verkehr bringt, der Hersteller bzw. Importeur ist -> keineswegs also erst der Abfüller.

    Das genau ist auch das Ziel des VerpackG: Das Übel mit dem vielen Verpackungsmüll möglichst nah an der Wurzel zu packen und deshalb die Verantwortung für das Entsorgungsystem gleich beim Hersteller (wegen der an der Grenze endenem/beginnendem Regelungsbereich nationaler Vorschriften: auch beim Importeur) anzusiedeln.


    p.s.: § 3 Abs. 8 definiert i.ü. nicht einen Personenkreis, sondern die Sache "Verpackung".

    Ich gebe es auf!

    Ich halte es nur für gefährlich, wenn Du hier eine Rechtsauffassung verbreitest, die mit dem Gesetzeswortlaut kaum in Einklang zu bringen ist. Aber ich möchte mich hier weder auseinandersetzen noch geht es mir darum, Recht zu haben. Deshalb bin ich an dieser Stelle raus.

    Kannst Du Deine Ausführungen daher konkret am Gesetzeswortlaut festmachen?

    Von einer "Abgabe" auf die Einweggläser steht im VerpackG nicht direkt etwas, dafür sehr deutlich, wer sich wann und mit welchen Maßnahmen an der Entsorgung von Einwegverpackungen bzw. an Mehrwegsystemen zu beteiligen hat. Die Produktverantwortung für Einweg-Verpackungen wird bspw. in § 7 VerpackG festgeschrieben. § 3 enthält nur die Definitionen von Begriffen, die im Gesetz dann verwendet werden, nicht aber die an die Begriffe angeknüpften Rechte + Pflichten.

    Vollkommen richtig, dass in § 3 Begriffe definiert und in § 7 Pflichten festgeschrieben werden. Die Pflicht in § 7 Absatz 1 Satz 1 richtet sich an "Hersteller von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen". Was ein Hersteller ist und was systembeteiligungspflichtige Verpackungen sind, ist halt in § 3 definiert. Daher muss der § 7 Absatz 1 mit den Definitionen des § 3 gelesen werden.

    Die Begründung zum Gesetzentwurf fasst es wie folgt zusammen:


    "Zu § 7 (Systembeteiligungspflicht)



    Zu Absatz 1


    Satz 1 entspricht im Wesentlichen dem bisherigen § 6 Absatz 1 Satz 1 der Verpackungsverordnung und beinhaltet die Grundpflicht eines Herstellers von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen, sich zur Gewährleistung der flächendeckenden Rücknahme dieser Verpackungen an einem oder mehreren Systemen zu beteiligen. Als Hersteller von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen gilt nach den Begriffsbestimmungen des Herstellers in § 3 Absatz 14 und der systembeteiligungspflichtigen Verpackungen in § 3 Absatz 8 derjenige, der mit Ware befüllte Verkaufs- und Umverpackungen, die nach Gebrauch typischerweise beim privaten Endverbraucher als Abfall anfallen, erstmals gewerbsmäßig in Verkehr bringt, also in der Regel der „Abfüller“. Durch die neue Formulierung „mit diesen Verpackungen“ wird in Satz 1 noch klarer als bislang in der Verpackungsverordnung zum Ausdruck gebracht, dass der Hersteller sich mit allen von ihm in Verkehr gebrachten Verpackungen im obigen Sinne an einem oder mehreren Systemen zu beteiligen hat."