Beiträge von DerBergische

    Es mag sein, dass mehr Völker durch die Varroa bzw. eine nicht optimale Varroabehandlung als durch PSM eingehen. Allerdings ist es für mich inakzeptabel, deshalb PSM einen "Freifahrschein" zu geben. Wenn wir Imker - und die Wissenschaft - nicht wachsam sind, befürchte ich ein Ansteigen der Verluste durch PSM. Von einem allgemeinen Völkersterben sollten wir allerdings nicht sprechen.
    Bzgl. Pollenversorgung sehe ich einen Widerspruch in den Aussagen von Dr. L, falls ich die richtig verstanden habe. Einerseits sei der Mais sehr positiv für die Pollenversorgung, andererseits gebe es in D keine Pollenmangelgebiete. Kann Dr. L. wissenschafliche Untersuchungen benennen, die eine positive Auswirkung des Maisanbaus auf die Bienenpopulation belegen? Falls auch ohne vermehrten Maisanbau kein Pollenmangel herrscht, wird ein Mehr an Maispollen nichts positives bewirken, ebenso wie sich positive Effekte durch die Einnahme von solchen Vitaminen oder Spurenstoffen, an denen kein Mangel herrscht, nicht belegen lassen.
    Im übrigen fokussiert Dr. L. extrem auf sein Lieblingstierchen. Negative Einflüsse von PSM, Maisanbau und Monokulturen allgemein auf diverse Organismen, auf die Biodiversität und im Einzelfall auch Risiken für die menschliche Gesundheit sind allgemein bekannt. Das muss in einem "Bienenvortag" nicht thematisiert werden, interessiert aber sicher viele Imker, die sich um unsere Umwelt sorgen.
    Was Gentechnik in der Bienenzucht angeht, werden wohl Imker und Verbraucher entscheiden, ob sie das wollen. Eine gentechnisch gezüchtete Biene, die "resistent" gegen Varroa und Beutekäfer ist, hätte einiges für sich. Allerdings halte ich auch da Risiken, insbes. für andere Tierarten, nicht für ausgeschlossen. Strikt ablehnen würde ich die gentechnische Züchtung eine Biene, die z. B. gegen höhere Dosen von Perizin oder Amitraz resistent ist.

    Habe mir Untergestelle aus kesseldruckimprägniertem Holz gebaut und diese mit unbedenklicher Lasur (ApiNord Beutengrün) überstrichen. Hoffe, dass dadurch die Giftstoffe aus dem Untergestell nur seeehr lansam ausgelaugt werden / diffundieren und den Bienen nicht schaden.
    Putze und Farben, u. a. bei Wärmedämm-Verbundsystemen, werden seit einigen Jahren häufig mit Bioziden, konkret zur Verhinderung von Algenbewuchs, versetzt, die dann durch Regen ausgewaschen werden und im Verdacht stehen, Grundwasser und Gewässer zu belasten. Inwieweit auch Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit festzustellen sind, weiß ich nicht.
    Karl

    Meine Buckfast fliegen zwar noch einige Stunden am Tag. Ich habe aber den Eindruck, dass seit der letzten Fütterung vor ca. 2 Wochen das Stockgewicht zumindest nicht mehr zugenommen hat. Wann sollte eigentlich das "Zielgewicht" erreicht sein bzw. ab wann kann ich einer langsamen Gewichtsabnahme der Beuten beruhigt zuschauen?

    Meiner Meinung nach sollte in Deutschland oder besser auf EG-Ebene der Import von Bienen aus Italien umgehend verboten werden, worunter auch das Überwintern von Völkern mit anschließendem Zurückholen fallen müsste. Allerdings habe ich keine Ahnung, wer für solche Verbote zuständig ist.
    Ebenso verboten gehört der Import des Kleinen Beutekäfers - auch zu Forschungszwecken. Wenn unsere Institute und Unis an ihm forschen wollen, sollen sie es dort machen, wo er schon etabliert ist; die Reisekosten müsste der deutsche Staat sich noch leisten können.

    Bin Anfänger und habe zu Hause 2 Völker und bei meinem Imkerpaten 1 Volk, jeweils in Dadant. Habe bei letzterem Volk gerade die zweite Ameisensäurebehandlung abgeschlossen. Bei Kontrolle gestern war AS-Behälter (Nassenheider Prof.) wie erwartet leer. Weder Königin noch unverdeckelte Brut war auffindbar, jedoch Nachbeschaffungszellen mit schon recht dicken Rundmaden. Lässt das recht sicher auf Weisellosigkeit schließen oder evtl. nur Brutpause nach AS-Behandlung? Sollte ich weiter nach Kö/Brut suchen oder - auch um Drohnenbrütigkeit vorzubeugen - möglichst schnell versuchen, eine neue Kö aufzutreiben?
    Der Bergische

    Hallo miteinander,
    habe das Imkern gerade begonnen mit 2 Völkern, die ich, falls ich sie gut über den Winter bringe, nächstes Jahr gern verdoppeln würde. Eines der Völker hat eine Königin von 2013. Die gestellte, noch nicht beantwortete Frage interessiert mich auch.
    Karl