Beiträge von DerBergische

    Nö, Raps ist nicht meins. Ich kenne nur Einen, der mehr Völker meuchelt als ich, er ist gelb und überall.

    Viele Grüße

    Wolfgang, kein Freund von vergifteten Ackerpflanzen

    Nur ärgerlich, das Fakten sich nicht an Meinungen halten ;)

    Noch ärgerlicher, wenn ein Labor im Frühtrachthonig genau die Fungizide und ggf. "bienenungefährlichen" Insektizide findet, die ein Landwirt auf dem nächsten etwa 1,5 bis 2 km entfernten Rapsfeld gespritzt hat! Die Konzentrationen im Honig können durchaus nahe den geltenden Grenzwerten liegen.

    Dieses Jahr haben meine Bienen zum Glück - zumindest nach der Farbe ihres Makeups und der eingetragenen Pollen zu schließen - die GELBE PESTizidkultur wohl weitgehend gemieden. War wohl meist zu trocken und an einigen Tagen zu kalt.

    Trotzdem konnte ich in den letzten Tagen pro Volk etwa 16 kg überwiegend recht würzige Frühtracht schleudern.

    Karl

    soweit alles o.k.

    Aber meinst Du das mit dem Schleier ernst? Verschlechtert die Sichtdes Fahrers. Wenn die Beuten dicht sind, dürften allenfalls einige Bienen unter dem Beuten boden "frei" mitfahren. Nach meiner Erfahrung sammeln sich Bienen im Auto fast immer an den Scheiben und belästigen den Fahrer nicht. Wenn bei mir bei Abfahrt zu viele Bienen im Auto schwirren, fahre ich ein paar Meter mit offenen Fenstern und Heckklappe möglichst auf Parkplatz.

    Karl

    Bei uns blüht auf etwa 300 m+NN seit einigen Tagen der Raps. Als ich heute bei einem Feld vorbeigeschaut habe, wurde dieses jedoch nicht von Bienen beflogen, wohl aber Löwenzahnblüten daneben. Ob das allerdings aromatischen Löwenzahnhonig bedeutet oder wegen zu niedriger Temperaturen oder Trockenheit die Bienen nur Pollen holen können, bleibt abzuwarten.

    Löwenzahn-vor-Raps_klein_20200417_153041.jpg


    Die derzeitige Trockenheit verhindert vermutlich, dass der Raps honigt. Der "zuständige" Landwirt sagte mir, durch die Trockenheit sei derzeit Pilzbefall kein Problem und somit momentan auch keine Fungizidspritzungen angesagt. Im Interesse eines zufriedenstellenden Ertrages benötige er jedoch Niederschlag.

    Karl

    Auf dem Grundstück mit Bürogebäuden mit einer großen Parkanlage, Wald und Alleebäumen in der Nähe halte ich seit etwa 5 Jahren erfolgreich Bienen. Maximal hatte ich dort 5 Völker; derzeit sind es nach Winterverlusten 2 Völker.

    Bienenstadn-Barmen_klein_20170430_082425.jpg


    Im Frühjahr 2019 hat der Grundstückseigentümer etwa 10 m von meinem Bienenstand nach Beratung durch eine "Biologische Station" ein Wildbienenhotel ( siehe Fotos) aufstellen lassen. Die Wände sind etwa nach Osten bzw. Süden ausgerichtet (Fotos etwa 11:00 Uhr aufgenommen).

    Wildbienenhotel-WV-Ost_klein_20200412_110006.jpg

    Wildbienenhotel-WV-Süd_klein_20200412_110040.jpg

    Zu meinem Erstaunen konnte ich weder vergangenes Jahr noch aktuell in den letzten Tagen eine Besiedlung durch Wildbienen feststellen. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?


    Im Moment plane ich, an dem obigen Standort sowie bei mir zu Hause im Garten jeweils ein einfaches, wahrscheinlich selbst gebautes Wildbienenhotel aufzustellen. Dabei möchte ich mich orientieren an https://www.nabu.de/tiere-und-…nsekten-helfen/00959.html
    und an https://www.wildbee.ch/uploads…en-Anleitung_wildBee_.pdf .

    Erscheinen diese Quellen vernünftig?


    Karl

    Danke für die Hinweise. Meine Völker hier am Rand eines großen Sperrbezirks wurden - zuletzt am 26.9.19 - negativ beprobt. Der nächste nach einer nur teilweise erfolgreichen Sanierung an diversen Ständen noch positiv beprobte Stand liegt wohl einige Kilometer entfernt. Von daher hält sich meine Furcht vor der AFB inzwischen in Grenzen. Sicherheitshalber habe ich mir für meine Stände getrennte Werkzeugkästen und Handschuhe zugelegt und meine Völker außerhalb des Sperrbezirks mindestens jährlich beprobt/beproben lassen. Material für die beiden Völker im Sperrbezirk wird keinesfalls mit dem von Völkern außerhalb getauscht.

    Karl

    Ich habe an meinem Haus-Bienenstand, der momentan leider im AFB-Sperrgebiet liegt, ein recht starkes Volk mit 8 Waben Dadant vor dem Schied, das auf 7 Waben Brut hat, den vor ca. 10 Tagen gegebenen 1. HR bereits angetragen und den Drohnenrahmen voll ausgebaut hat. Das zweite Volk an diesem Stand ist deutlich schwächer mit Brut auf 4 der 6 Waben vor dem Schied. Ich erwäge, das schwächere Volk mit einer weitgehend verdeckelten Brutwabe aus dem stärkeren Volk zu verstärken. Meine Bedenken sind allerdings, dass Räuberei ausgelöst werden könnte, falls ich nicht alle Bienen von der Wabe abgekehrt bekomme. Da weder meine Bienen noch ich das Abkehren lieben, erwäge ich, beim Entnehmen der Wabe erst Bienen abzustoßen und nur die verbleibenden abzukehren. Allerdings tut, wenn ich richtig informiert bin, Abstoßen zumindest Weiselzellen nicht gut. Besteht analog auch eine relevante Gefahr, dass Arbeiterinnenbrut dabei geschädigt wird?

    Karl

    Meine Erfahrung mit Dadant-US 12er: Häufig WG zwischen 17,5% und 18,5%. Ich vermarkte in Neutralgläsern, bei so hohem WG nur Mindesthaltbarkeit etwa 8 bis 12 Monate. Zweck Vermeidung von Phasentrennung und Gärung verfahre ich bzgl. Rühren weitestgehend nach "DieHonigmacher", wobei ich meist am Anfang mit Vorjahreshonig animpfe, bei späteren Schleuderungen oft, indem ich beim Abfüllen einen Rest als "Impfhonig" für die nächste Charge im Rühr-/Abfülleimer lasse. Um möglichst wenig Hefesporen in den Honig zu bekommen, lasse ich HR-Waben vor herbstlicher Einlagerung durch Bienen auslecken. Ich fülle nach dem Schleudern zeitnah in Gläser ab und lagere diese im Keller bei etwa 12° bis 18°C. Zeitlich kann ich mir ein solches Vorgehen leisten, da ich Rentner bin.
    Ich habe in den 5 Jahren, die ich imkere, noch nie ein Problem mit Entmischung oder Gärung gehabt. Ausnahme: Bei kleiner Charge Sommertracht, die ich 8/2019 probeweise ohne Rühren flüssig abgefüllt hatte, hat jetzt Phasentrennung eingesetzt.

    Karl

    Die Zulassung braucht man echt nicht und seit dem Dieselgate eh ein Witz.

    Schon längst wird mit Flohmitteln und mit Mitteln aus dem Internet behandelt.

    Daher bringen die schönen Umfragen nichts.

    Der Standardimker füllt den Fragebogen meistens nicht aus und damit erfahren andere Methoden häufig eine Überbewerung.

    Deine Meinungen kann ich leider nicht ganz teilen.

    "Dieselgate" und Deutsche Bank haben sicherlich dem zuvor seriösen Ruf der deutschen Wirtschaft massiv geschadet. Auch ich habe von diversen Imkern gehört, die im Gegensatz zu mir schon Oxalsäure, die sicherlich häufig über das Internet bezogen wird, verdampfen, was ich hinsichtlich Wirksamkeit bei wechselhaften Witterungsbedingungen und Bienenschonung auch für besser als AS-Verdampfung und OS-Träufeln und bzgl. Anwendersicherheit für ähnlich gefährlich wie OS sprühen und AS halte. Bei Flohpulver (oder vor Jahren hier in der Region "polnischen Tabletten") denke ich eher an Amitraz, das ich wegen der Gefahr von Rückständen in Wachs und Honig ablehne.


    Die Aussagekraft/Sicherheit der Statistik aus der Mayener Umfrage ist sicherlich begrenzt, da diese nicht repräsentativ im strengen Sinne sein kann. Gerade auf Grund der Anonymität der Umfrage sehe ich aber eine Chance auf ehrliche Antworten und hoffe, dass diese den Druck auf DIB und Bieneninstitute erhöht, sich massiv und koordiniert für eine Zulassung der OS-Verdampfung einzusetzen, was ich in der Vergangenheit leider nicht erkennen konnte.


    Als Imker einerseits von Landwirten einen restriktiven Einsatz von Pestiziden zu fordern und andererseits das Nichtvorhandensein von Zulassungen bei der Varroabehandlung zu ignorieren, kann den (noch seriösen?) Ruf der deutschen Imker schädigen und dem Imker ggf. auch Ärger mit zuständigen Behörden einbringen.

    Karl

    Habe heute hier auf etwa 250 m+NN blühende Weiden mit gelben Staubgefäßen gesehen; leider sind diese hier nicht allzu häufig. Schlehen blühen zum Teil auch schon, Kirschpflaumen wohl in wenigen Tagen.

    Karl

    Schlehe kommt nach der Weide. Hier blühen schon vor der Weide (jetzt) wilde Mirabellen, die ich früher mal für Schlehen hielt ... :wink:

    Wahrscheinlich handelt es sich bei den "wilden Mirabellen" um die von Kikibee erwähnten Kirschpflaumen.

    Bei mir blühen die Schlehen noch nicht; habe aber bei Bahnfahrt von Bayern nach Wuppertal schon blühende Schlehenbüsche gesehen.

    Karl

    Aldi ist DAS Synonym für Discount und Discount ist nun so gar nicht mit Premium in Verbindung zu bringen.

    Diese Assoziation ist wohl noch weit verbreitet. In Tests der Stiftung Warentest, die meist einigermaßen nachvollziehbare Kriterien anlegen (die nicht immer den persönlichen Präferenzen entsprechen müssen) schneiden Produkte von ALDI im allgemeinen keineswegs schlechter ab als die von teureren Anbietern wie REWE oder EDEKA.

    Die Begriffe "Discount" und "Premium" haben nur bedingt mit Qualität zu tun, sondern primär mit Image und Marketing.


    Für Honig gibt es wohl nach Honigverordnung auch "amtliche" Premium-Merkmale, siehe
    http://www.bmel.de/SharedDocs/…df?__blob=publicationFile . Diese sind aber nach meiner Einschätzung bei Honigkunden wie bei Imkern wenig bekannt.

    Erläuterungen des LAVES und Vergleich mit DIB-Anforderungen siehe: https://deutscherimkerbund.de/…neue_Leitsaetze_Honig.pdf .


    Ich kenne "DIB-Hobbyimker" und würde DIB-Honig unabhängig von ALDI nicht generell mit Premiumqualität in Verbindung bringen.

    Karl

    Mögliche Alternative: Das DIB-Glas darf zukünftig nur noch ausschließlich und unmittelbar für die Vermarktung des Honigs aus EIGENER Imkerei genutzt werden. Aber wie wäre das zu erreichen? :/

    Das fände ich ja nett und vor allem ehrlich gegenüber den Kunden, wenn es kontrolliert würde / werden könnte. Leider ist es gang und gebe unter "DIB-Imkern" und wohl auch legal, zugekauften Honig (nicht nur Sortenhonige, die man nicht selbst erzeugen kann) wie eigenen zu vermarkten, ohne den Kunden über dessen Herkunft zu informieren. Da ist es kein prinzipieller, sondern nur noch ein gradueller Schritt, die Eigenproduktion ganz einzustellen und mit Honig nur noch zu handeln. Was macht es da für einen Unterschied, ob der Händler nun Bihop... oder Schmalsamer oder ALDI heißt ?

    Es steht jedem frei, seine Honiggläser mit DIB-Etiketten / Gewährverschlüssen zu "schmücken", wenn er die Vorgaben des DIB einhält. Ich träume gelegentlich davon, dass das vom DIB auch wirksam geprüft wird.

    Karl