Beiträge von DerBergische

    Habe heute hier auf etwa 250 m+NN blühende Weiden mit gelben Staubgefäßen gesehen; leider sind diese hier nicht allzu häufig. Schlehen blühen zum Teil auch schon, Kirschpflaumen wohl in wenigen Tagen.

    Karl

    Schlehe kommt nach der Weide. Hier blühen schon vor der Weide (jetzt) wilde Mirabellen, die ich früher mal für Schlehen hielt ... :wink:

    Wahrscheinlich handelt es sich bei den "wilden Mirabellen" um die von Kikibee erwähnten Kirschpflaumen.

    Bei mir blühen die Schlehen noch nicht; habe aber bei Bahnfahrt von Bayern nach Wuppertal schon blühende Schlehenbüsche gesehen.

    Karl

    Aldi ist DAS Synonym für Discount und Discount ist nun so gar nicht mit Premium in Verbindung zu bringen.

    Diese Assoziation ist wohl noch weit verbreitet. In Tests der Stiftung Warentest, die meist einigermaßen nachvollziehbare Kriterien anlegen (die nicht immer den persönlichen Präferenzen entsprechen müssen) schneiden Produkte von ALDI im allgemeinen keineswegs schlechter ab als die von teureren Anbietern wie REWE oder EDEKA.

    Die Begriffe "Discount" und "Premium" haben nur bedingt mit Qualität zu tun, sondern primär mit Image und Marketing.


    Für Honig gibt es wohl nach Honigverordnung auch "amtliche" Premium-Merkmale, siehe
    http://www.bmel.de/SharedDocs/…df?__blob=publicationFile . Diese sind aber nach meiner Einschätzung bei Honigkunden wie bei Imkern wenig bekannt.

    Erläuterungen des LAVES und Vergleich mit DIB-Anforderungen siehe: https://deutscherimkerbund.de/…neue_Leitsaetze_Honig.pdf .


    Ich kenne "DIB-Hobbyimker" und würde DIB-Honig unabhängig von ALDI nicht generell mit Premiumqualität in Verbindung bringen.

    Karl

    Mögliche Alternative: Das DIB-Glas darf zukünftig nur noch ausschließlich und unmittelbar für die Vermarktung des Honigs aus EIGENER Imkerei genutzt werden. Aber wie wäre das zu erreichen? :/

    Das fände ich ja nett und vor allem ehrlich gegenüber den Kunden, wenn es kontrolliert würde / werden könnte. Leider ist es gang und gebe unter "DIB-Imkern" und wohl auch legal, zugekauften Honig (nicht nur Sortenhonige, die man nicht selbst erzeugen kann) wie eigenen zu vermarkten, ohne den Kunden über dessen Herkunft zu informieren. Da ist es kein prinzipieller, sondern nur noch ein gradueller Schritt, die Eigenproduktion ganz einzustellen und mit Honig nur noch zu handeln. Was macht es da für einen Unterschied, ob der Händler nun Bihop... oder Schmalsamer oder ALDI heißt ?

    Es steht jedem frei, seine Honiggläser mit DIB-Etiketten / Gewährverschlüssen zu "schmücken", wenn er die Vorgaben des DIB einhält. Ich träume gelegentlich davon, dass das vom DIB auch wirksam geprüft wird.

    Karl

    Habe heute bei etwa 10°C bei 7 Völkern OS gesprüht. Bei 5 davon war zumindest keine verdeckelte Brut zu finden (Stifte hätte ich durch 2 Brillen + Schleier nicht erkannt).

    Zwei Völker hatten leider nur noch wenige Bienen, aber noch verdeckelte Brut, die vermutlich mangels wärmender Pflegebienen nicht mehr zum Schlupf kommt. Bei diesen beiden Völkern war die Varroa-Sommerbehandlung wohl nicht ausreichend gewesen.

    An einem anderen Stand mit 5 Völkern habe ich nur die Varroaschubladen kontrolliert, die ich mit etwa 1 bis 2 cm Abstand zum Boden untergeschoben hatte. Bei allen 5 waren die geölten Küchenkrepp-Windeln zerzaust und es lagen längliche schwarze Partikel mit etwa 2mm Durchmesser und 5 mm Länge drauf. Ich nehme an, es handelt sich um Kot von Mäusen, die das gute Rapsöl aus den Windeln lutschen wollten.


    Karl

    Jetzt, Ende November rückt die Zeit für die Winterbehandlung der Bienen näher. Die Witterung in Hamburg ist dazu denkbar ungünstig. Viel zu warm. Das Thermometer strebt die 10°C Marke an, fehlt nicht mehr viel, und die Bienen fliegen wieder durch die Gegend.

    Nach Wetter.com und Wetteronline sind für Hmburg in den nächsten Tagen morgendliche Temperaturen etwa zwischen 4° und 7°C zu erwarten. Bei 4° könnten nach meiner Erfahrung zumindest in Holzbeuten mit offenem Gitterboden die Bienen so dicht sitzen, dass ein OS-Träufeln sinnvoll ist, falls die Völker - zumindest nahezu - brutfrei sind. Bei Mittagstemperaturen um 10°C könnte ich mir allerdings auch das Sprühen von OS vorstellen, was ich noch nicht praktiziert habe.

    Für ein Bedampfen dürfte der Temperaturbereich unproblematisch sein. Ich habe es - obwohl sinnvoll - wegen rechtlicher Bedenken, die hier im Forum schon ausgiebig diskutiert wurden, noch nicht gemacht.

    Karl

    Habe Dadant gewählt, da es das Format meines Imkerpaten war und die Entscheidung nicht bereut. Besitze die 3 empfohlenen Bücher. Bei der praktischen Imkerei halte ich mich am ehesten an Gerdes.

    Karl

    Die Milben in der verdeckelten Brut kannst mit keiner Diagnostik finden. Sie sind im Sept. dann plötzlich da....


    Und ob die Brutscheune viele oder wenige Milben hat, zeigt eine konsequente Blockbehandlung mit OXS (7 * 3 Tg.).

    Doch, eine größere Menge mindestens 7 Tage verdeckelte Brutzellen öffnen und nachsehen. Das ist meiner Meinung nach die einzige Diagnostik, die wirklich schlüssige Resultate liefert.

    Liebe Grüße Bernd.

    2018 habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Varroazahlen bei der Gemüllkontrolle von August nach September sprungartig anstiegen. Vermutlich müsste man, um den Varroabefall eines Volkes realistisch zu quantifizieren, wirklich viele Brutzellen öffnen, was absolut nicht meine Lieblingstätigkeit ist.

    Karl

    ... es kann auch am Brutrhytmus der Volker liegen, wenn viele Waben verdeckelt sind (bei mir nicht, da fast die ganze Brutfläche von Kastanien überpollt war) stecken auch viele Milben mit drinn die du nicht erfasst. Und plötzlich peng, die Prozente steigen gen Milbengefahr.

    Seid bitte Aufmerksam, ich traue dem Braten nicht!

    So ein Schüttelbecher plus Spritus kosten nich die Welt, gemacht ist das auch ganz schnell....

    Nur wer wirklich und dauernd weiß was Sache ist........:daumen:

    Was ich bei allen Diagnoseverfahren unbefriedigend finde, ist dass die Varroen in der Brut nicht mit erfasst werden, es sei denn ich würde Brutzellen öffnen. Insofern fürchte ich, dass uns weder die "Varroawindel" noch Puderzucker, CO2 oder Alkohol die ganze Wahrheit über den Varroabefall offenbaren. Nach meinem Verständnis müsste die Vergleichbarkeit am besten sein, wenn bei allen untersuchten Völkern ein gleicher Brutstatus vorliegt, z.B. sowohl Brut kurz vor der Verdeckelung, die Varroen "aufnimmt", als auch schlüpfende Brut.

    Karl