Beiträge von DerBergische

    Habe letzten Samstag bei 4 Völkern an einem Stand TBE durchgeführt. Habe je einen teilgefüllten HR (Dadant) als "Futterreserve" draufgelassen. Alle 4 Völker haben Stifte und 3 bis 4 MW ausgebaut.

    Merkwürdig: Ein Volk lagert massenhaft Pollen im HR ein. Weiß nicht, was ich mir dabei denken soll. Ich hoffe, die Bienen wissen warum. Vielleicht auch jemand aus dem Forum?

    Karl

    Bis etwa Anfang Juni, als ich noch mit MW erweitert habe, hatte ich auch solche Brutwaben. Derzeit nur gemischte verdeckelt /offen/Stifte. Erweiterst Du noch bis/im JuLi mit MW?

    Karl

    Finde den Vorschlag von Reiner mit der "Geprüften Qualität" top, könnte man sogar ausbauen und freudlich bei FoodQS nachhacken oder nachhacken lassen , ob deren Name auf so ein Siegel dürfte :whistling:;)

    Alles gut und schön.

    Was macht der Ralf dann nächstes Jahr, wenn er das Geld nicht mehr ausgeben will?

    Dann steht es nicht mehr drauf und der Kunde fragt dann vielleicht: Ist der Honig gar nicht mehr geprüft? Warum nicht?

    Nächstes Jahr könnte auch die PSM-Belastung höher sein, z.B. wegen vermehrtem Fungizideinsatz aufgrund nasserem Wetters. Dann erhebt sich die gleiche Frage.

    Karl

    2.) Die Nachweisgrenze war vorher 0,001mg (Milligramm) was viel besser klingt als 10µg (Mikrogramm), aber genau das Gleiche ist. Das ist im Übrigen auch der von der EU vorgegebe Wert und dieser ist seit Jahren unverändert. Aluhut wieder zur Seite legen. Ich hab gebeten, ob man für mich (aus Nettigkeit) mal tiefer reinzoomen kann, das Ergebnis hab ich aber noch nicht.

    0,001 mg sind 1 µg, nicht 10 µg. Die von mir bei der gleichen Firma erstellte Analyse (siehe oben) weist auch eine Bestimmungs- bzw. Berichtsgrenze von 10 µg/kg aus. Ob diese früher niedriger lag, weiß ich nicht.


    Karl

    Ich denke, dass man i.d.R. nicht z.B. auf dem Glas mit der "Schadstoffarmut" werben sollte, da die gleiche Honigsorte, vor allem Raps bzw. Frühtracht, in einem ungünstigeren Jahr stärker belastet sein und man dann in Erklärungsnot kommen könnte. Zudem wird zumindest kaum ein Hobbyimker für jede Honigcharge >100 € für eine Untersuchung auf eine Schadstoffauswahl ausgeben.

    Karl

    Ich wandere zwar keinen Raps an, habe aber leider ungewollt Raps im Flugradius. Eine Analyse bei FoodQS von einem diesjährigen Honig mit etwa 80% Rapspollen ergab lediglich Spuren des häufig eingesetzten Fungizids Boscalid zwischen Nachweis- und Bestimmungs- bzw. Berichtsgrenze, keine Neonics. 2017 ermittelte Hohenheim bei einem ähnlichen Honig zwei andere Fungizide nahe dem Grenzwert 50 Microgramm/kg. Ich vermute, dass 2017 wegen nasserem Wetter mehr Fungizide (wohl legal!) als 2018 in die Rapsblüte gespritzt wurden.


    Auch an zwei urbanen Standorten, wo ich in 3km Umkreis keinen Raps gefunden habe, ergab eine Pollenanalyse übrigens etwa 20% Raps oder ähnliche. Ich weiß nicht ob meine Bienen da noch weiter geflogen sind oder es sich um Pollen verwandter Pflanzen handelt. Kennt jemand entsprechende im April /Mai blühende Arten, deren Pollen mit Raps zu verwechseln ist ?


    Karl

    Ausschlecken ausgeschleuderter bzw. teilgefüllter Waben nach TBE / HR bei Ableger unter Brutraum?

    In den letzten Jahren habe ich bei den meisten meiner Dadant-Völkern Anfang Juli eine TBE in Anlehnung an das Kirchhain-Merkblatt 337 durchgeführt und dabei von je 2 Völkern einen Brutableger gewonnen. Mühsam gestaltete sich das Ausschlecken-lassen ausgeschleuderter HR oder von Waben mit zu hohem WG. Habe diese nach Vorschlägen im Forum - teils über Leerzarge und/oder Folie mit umgeschlagener Ecke oder offener Bienenflucht auf einen Brutraum aufgesetzt in der Hoffnung, dass die Bienen sich den Resthonig zum sofortigen Verbrauch oder als Winterfutter runterholen. Das funktionierte nur teilweise bzw. sehr mühsam, am ehesten wenn ich die HR-Zarge mit einer lichtdurchlässigen Abdeckung versehen habe.

    Dieses Jahr möchte ich wieder eine TBE durchführen, bei den ersten Völkern an einem Standort, wo ich nach der Linde nicht mehr viel erwarte, am 29.6. zusammen mit dem Abschleudern. Ich erwäge, je einen HR mit Resthonig-Waben UNTER die TBE-Brutableger zu setzen in der Hoffnung, dass die Bienen dann eine größere Neigung zum Umtragen zeigen. Etwas Bedenken habe ich bzgl. Räuberei. Die Ableger sollen alleine bei mir am Haus stehen; Flugloch selbstverständlich sehr stark eingeengt. Suboptimal wäre es allerdings, wenn die Bienen in dunkle Waben, die ich eigentlich nach Auslaufen der Brut aussondern möchte, umtragen würden; diesbezüglich muss ich ggf. Ableger auswählen bzw. sukzessive ausgelaufene alte Waben gegen bessere oder MW tauschen. Untersetzen bei einem weiselrichtigen Volk möchte ich nicht, da ich dann Stifte im HR oder Probleme mit Drohnen bei ASG-Einsatz befürchten würde. Wie seht Ihr das? Wer hat Erfahrungen mit dem Ausschlecken-lassen aus untergesetztem HR?

    Karl

    Nachträgliches Trocknen ist sicher mit Aromaverlust verbunden, vor allem bei so einem offenen System, wie hier angepriesen wurde. Wenn es sein muß, dann sollte es schon möglichst schnell und effizient in einem geschlossenen System passieren.

    Und nicht perfekt ist der Trend, den ich merke, sondern Natur.

    Über 19% Wassergehalt sind aber auch nicht nur "nicht perfekt" sondern nicht verkaufsfähig. Das hat nichts mit Naturbelassen zu tun. Der Trend geht auch nicht dorthin solche Plörre zu verkaufen.

    Es ist plausibel, dass nachträgliches Trocknen mit Aromaverlust verbunden sein kann; ob es "geschlossene Systeme" ohne diese Gefahr gibt, weiß ich nicht. Ich würde eine nachträgliche Trocknung nicht einsetzen, zumal eine solche rechtlich zumindest grenzwertig ist und wir uns damit auf eine Stufe mit vom DIB / im Bienenjournal gescholtenen chinesischen Billighonigproduzenten stellen würden. Allenfalls eine Entfeuchtung von Schleuder-, Lager- und Abfüllraum wäre für mich diskutabel.


    Honig mit 19 bis 20 % WG ist nach Honigverordnung rechtlich durchaus verkaufsfähig; der DIB ist da nicht dass Maß aller Dinge. Solchen Honig würde ich nicht als "Plörre" bezeichnen; ich hatte schon sehr leckeren, aromatischen Honig mit 20 % WG. Vermarkten sollte man ihn aber allenfalls mit kurzem MHD. Meine persönliche Grenze setze ich derzeit bei etwa 19 % WG; wobei ich solchen Chargen ein MHD bis maximal März nach dem Erntejahr mitgebe.


    Karl

    ...Um Risiken zu minimieren, Gebrauchsanweisung und Arbeitsschutz beachten.

    Oder den Kopf in eine andere Richtung anstrengen PDF in #1 genau durchdenken, auch und besonders die Vorbemerkung):TBE mit weiselrichtigem Brutsammler

    Ich präferiere auch die TBE als erste Maßnahme. Wenn diese alleine aber nach Windelkontrolle im August nicht ausreichend ist oder aus irgend einem Grund bei einem Volk nicht durchgeführt wurde, kommt bei mir Aß zum Einsatz.

    Karl