Beiträge von DerBergische

    Grenzwerte in Lebensmitteln sind usus und es gibt die weil etwas was sehr geringfügig vorhanden ist, eben vorhanden ist. Lasst Euren Rapshonig untersuchen (ich weiss es wird vermieden das zu tun;)) so manch einer würde wechschütten oder verdünnen müßen, zu mindest staunen:saint:

    Ich find das scheinheilig, nicht untersuchten Rapshonig unter die Leute zu bringen, aber auf funktionierende und wichtige Tierarznei besonders im Anfängerfall zu verzichten.

    Bzgl. Rapshonig hast Du leider recht. Ich habe nie Raps gezielt angewandert; aber auch von einer Streuobstwiese am Biobauernhof mit viel Löwenzahn drumherum fliegen Bienen zum Raps. Gemäß Pollenanalyse eines Bieneninstituts finden sich dann keine bis wenige Löwenzahn- und u.U. über 80% Rapspollen. Wenn einem sein Hobby wie mir noch einige hundert € mehr wert ist, zeigen Schadstoffanalysen z.B. von Hohenheim (siehe https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/jahresbericht ), dass Fungizide in wechselnden Konzentrationen in solchen Frühtrachthonigen häufig sind und auch Insektizide vorkommen können. Ich habe in einem Jahr mit einigem Aufwand zur Rapsblütezeit Völker vom Raps weg an einen urbanen Standort mit Allee und Parkbäumen gebracht. Dort war der Rapspollenanteil deutlich geringer, aber trotz >3km zum nächsten Rapsfeld immer noch nicht 0. Ob mein Rücken und mein Zeitbudget das nächstes Jahr wieder zulassen, weiß ich noch nicht.
    Karl

    Welches Tierarzneimittel meinst Du mit "ein Packen Streifen" ?

    Bayvarol (Flumethrin) meint er.
    Apitraz und Apivar (Amitraz) sind verschreibungspflichtig.

    Auch ich hatte an u.a. an Bayvarol gedacht, bei dem mir keine Rückstandsproblematik im Honig bekannt ist. Rezepte für vom Vet verschriebene Amitraz-Streifen dürften aber auch in der Apotheke einzulösen sein. Perizin-Streifen, die wohl von Bayer nicht mehr in D verkauft werden, dürften auch noch bei so manchem Imker im Schrank liegen. Rückstände von Perizin und von Amitraz bzw. Metaboliten wurden durchaus schon in Honig gefunden. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gibt es Thymol auch u.a. als Streifen, die zwar nicht apothekenpflichtig, aber auch über Apotheken erhältlich sein dürften.
    Karl

    Geh mit des Gesetzes Segen in die Apotheke, ein Packen Streifen is billiger als ein totes Volk, und macht neben der Sicherheit viel weniger Arbeit.

    Hallo Wasgauer,

    bzgl. SICHERHEIT sollte man verschiedene Aspekte abwägen, insbesondere :

    - Sicherheit, Varroen zu reduzieren

    - Sicherheit oder besser gesagt Wahrscheinlichkeit, Königin und Brut nicht zu schädigen

    - Sicherheit, keine Rückstände im Honig zu verursachen.

    Welches Tierarzneimittel meinst Du mit "ein Packen Streifen" ?

    Karl

    Hallo, bei mir tropft das alles in den Entdeckelungswachsschmelzer und ergibt 10% verkaufsfähigen Honig auf die Gesamtmenge.

    Bis bald

    Marcus

    Ich besitze weder einen Entdeckelungswachsschmelzer noch so einen Mellidingsbums. Vielleicht sollte ich auf meinen Honig "kalt geschleudert cremig gerührt und direkt ins Glas abgefüllt" schreiben, um mich von den deutschen und chinesischen "Honigkochern" abzuheben. 😉

    Ich erwarte Euren Proteststurm und den Hinweis, dass eine solche Deklaration unzulässig ist.

    Karl

    Erfahrung habe ich mit Analysen auf bei Rapskultur typische PSM:
    Wenn's gut läuft, erhältst Du die Analysenergebnisse in etwa in der z.B. per Mail oder am Telefon in Aussicht gestellten Zeit. Wenn in Hohenheim etwas schief läuft, z. B. ein wichtiges Gerät am "Bienen"-Institut selbst oder bei einem "befreundeten" Institut aus dem Chemiebereich ausfällt, unbestimmte Wartezeit von vielen Wochen auf Analysenergebnis. So ging es mir jedenfalls letztes Jahr. Mein Eindruck war, dass kein Geld für Redundanz bei den Geräten da ist und, wenn dann Analytik an andere Institute der Uni "weitergereicht" wird, die Honigproben von Hobbyimkern eine geringe Priorität haben.
    Mit einem privaten Labor habe ich bzgl. Analysendauer bessere Erfahrungen gemacht, allerdings deutlich teurer und erst 1mal von mir beauftragt.
    Verpackung war bei mir 250g-Glas gut gepolstert in Karton als DHL-Paket mit Sendungsverfolgungsmöglichkeit.
    Karl

    Hier war die Frühtracht zwar ergiebig, aber der Raps wohl wieder ein Reinfall.

    Freu Dich doch vor allem über einen guten Ertrag. Für meinen Geschmack ist so ziemlich jeder Honig aromatischer/leckerer als Rapshonig.

    Auch bei mir haben Völker, die Rapsfelder im Flugradius hatten, diesen - nach dem Aussehen der Bienen zu urteilen - wohl kaum aufgesucht. Trotzdem habe ich einen guten Ertrag. Da ich ein neugieriger Mensch bin, habe ich von 3 Ständen je eine Probe zur Pollenanalyse eingesandt, um zu erfahren, welchen Pflanzen ich den leckeren Honig zu verdanken habe.
    Karl

    Entschuldigung; die "PEST" war wohl etwas überzogen. Allerdings finde ich den Hype hier im Forum um den Raps auch reichlich stark. Zumindest akute Bienenschädigungen durch Rapsblütenspritzungen dürften selten sein. Der Verzehr von Rapshonig dürfte wohl ähnlich wie der Verzehr von Obst zu sehen sein: Gelegentliche Grenzwertüberschreitungen sind vermutlich nicht gefährlich für den Menschen. Ein geringes Restrisiko und ggf. ein ungutes Gefühl können trotzdem verbleiben.

    Den Vergleich mit Honig aus der Kleingartenanlage halte ich allerdings für spekulativ, so lange Du dafür keine Belege anführen kannst.

    Danke für den Hinweis auf Rase, dem ich noch folgen möchte.

    Karl

    DerBergische : Ich halte es für völlig legitim, dass du deine Bienen vom Raps weg halten möchtest, das ist deine Entscheidung, Und auch, wenn du das mit Angst vor Pestiziden begründest, würde ich das für legitim halten. Auch wenn das unbegründet ist. Aber meine Höhenangst ist auch irrational. Dennoch finde ich es unangemessen, wie du hier Rapshonig mehr oder weniger pauschal (gelbe Pest, können nahe Grenzwerten belastet sein) die Existenzberechtigung absprichst. Muss das sein?


    Die reale (nicht gefühlte) Wahrheit ist die, dass jedes Jahr zehntausende Imker hunderttausende Völker nahe am Raps haben oder sie bewusst dorthin bringen. Die kippen auch nicht jedes Jahr Tausende Tonnen Honig in den Müll - der wird auch oft genug untersucht. Rapshonig ist sicher, sowohl für den menschlichen Verzehr als auch für die Bienen. Raps ist eine wichtige Aufbautracht, in manchen Ecken gar die mit Abstand Wichtigste. Honig aus der Kleingartenanlage ist vermutlich höher belastet als Rapshonig - ganz ohne Landwirt.


    rase hats oben kurz angerissen, hier auch einmal ausführlicher beschrieben. Lies es dir mal durch, auch wenns nicht ins Weltbild passt ;)

    Entschuldigung; die PEST w

    Nö, Raps ist nicht meins. Ich kenne nur Einen, der mehr Völker meuchelt als ich, er ist gelb und überall.

    Viele Grüße

    Wolfgang, kein Freund von vergifteten Ackerpflanzen

    Nur ärgerlich, das Fakten sich nicht an Meinungen halten ;)

    Noch ärgerlicher, wenn ein Labor im Frühtrachthonig genau die Fungizide und ggf. "bienenungefährlichen" Insektizide findet, die ein Landwirt auf dem nächsten etwa 1,5 bis 2 km entfernten Rapsfeld gespritzt hat! Die Konzentrationen im Honig können durchaus nahe den geltenden Grenzwerten liegen.

    Dieses Jahr haben meine Bienen zum Glück - zumindest nach der Farbe ihres Makeups und der eingetragenen Pollen zu schließen - die GELBE PESTizidkultur wohl weitgehend gemieden. War wohl meist zu trocken und an einigen Tagen zu kalt.

    Trotzdem konnte ich in den letzten Tagen pro Volk etwa 16 kg überwiegend recht würzige Frühtracht schleudern.

    Karl

    soweit alles o.k.

    Aber meinst Du das mit dem Schleier ernst? Verschlechtert die Sichtdes Fahrers. Wenn die Beuten dicht sind, dürften allenfalls einige Bienen unter dem Beuten boden "frei" mitfahren. Nach meiner Erfahrung sammeln sich Bienen im Auto fast immer an den Scheiben und belästigen den Fahrer nicht. Wenn bei mir bei Abfahrt zu viele Bienen im Auto schwirren, fahre ich ein paar Meter mit offenen Fenstern und Heckklappe möglichst auf Parkplatz.

    Karl

    Bei uns blüht auf etwa 300 m+NN seit einigen Tagen der Raps. Als ich heute bei einem Feld vorbeigeschaut habe, wurde dieses jedoch nicht von Bienen beflogen, wohl aber Löwenzahnblüten daneben. Ob das allerdings aromatischen Löwenzahnhonig bedeutet oder wegen zu niedriger Temperaturen oder Trockenheit die Bienen nur Pollen holen können, bleibt abzuwarten.


    Die derzeitige Trockenheit verhindert vermutlich, dass der Raps honigt. Der "zuständige" Landwirt sagte mir, durch die Trockenheit sei derzeit Pilzbefall kein Problem und somit momentan auch keine Fungizidspritzungen angesagt. Im Interesse eines zufriedenstellenden Ertrages benötige er jedoch Niederschlag.

    Karl

    Auf dem Grundstück mit Bürogebäuden mit einer großen Parkanlage, Wald und Alleebäumen in der Nähe halte ich seit etwa 5 Jahren erfolgreich Bienen. Maximal hatte ich dort 5 Völker; derzeit sind es nach Winterverlusten 2 Völker.


    Im Frühjahr 2019 hat der Grundstückseigentümer etwa 10 m von meinem Bienenstand nach Beratung durch eine "Biologische Station" ein Wildbienenhotel ( siehe Fotos) aufstellen lassen. Die Wände sind etwa nach Osten bzw. Süden ausgerichtet (Fotos etwa 11:00 Uhr aufgenommen).

    Zu meinem Erstaunen konnte ich weder vergangenes Jahr noch aktuell in den letzten Tagen eine Besiedlung durch Wildbienen feststellen. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?


    Im Moment plane ich, an dem obigen Standort sowie bei mir zu Hause im Garten jeweils ein einfaches, wahrscheinlich selbst gebautes Wildbienenhotel aufzustellen. Dabei möchte ich mich orientieren an https://www.nabu.de/tiere-und-…nsekten-helfen/00959.html
    und an https://www.wildbee.ch/uploads…en-Anleitung_wildBee_.pdf .

    Erscheinen diese Quellen vernünftig?


    Karl