Beiträge von DerBergische

    Habe heute bei etwa 10°C bei 7 Völkern OS gesprüht. Bei 5 davon war zumindest keine verdeckelte Brut zu finden (Stifte hätte ich durch 2 Brillen + Schleier nicht erkannt).

    Zwei Völker hatten leider nur noch wenige Bienen, aber noch verdeckelte Brut, die vermutlich mangels wärmender Pflegebienen nicht mehr zum Schlupf kommt. Bei diesen beiden Völkern war die Varroa-Sommerbehandlung wohl nicht ausreichend gewesen.

    An einem anderen Stand mit 5 Völkern habe ich nur die Varroaschubladen kontrolliert, die ich mit etwa 1 bis 2 cm Abstand zum Boden untergeschoben hatte. Bei allen 5 waren die geölten Küchenkrepp-Windeln zerzaust und es lagen längliche schwarze Partikel mit etwa 2mm Durchmesser und 5 mm Länge drauf. Ich nehme an, es handelt sich um Kot von Mäusen, die das gute Rapsöl aus den Windeln lutschen wollten.


    Karl

    Jetzt, Ende November rückt die Zeit für die Winterbehandlung der Bienen näher. Die Witterung in Hamburg ist dazu denkbar ungünstig. Viel zu warm. Das Thermometer strebt die 10°C Marke an, fehlt nicht mehr viel, und die Bienen fliegen wieder durch die Gegend.

    Nach Wetter.com und Wetteronline sind für Hmburg in den nächsten Tagen morgendliche Temperaturen etwa zwischen 4° und 7°C zu erwarten. Bei 4° könnten nach meiner Erfahrung zumindest in Holzbeuten mit offenem Gitterboden die Bienen so dicht sitzen, dass ein OS-Träufeln sinnvoll ist, falls die Völker - zumindest nahezu - brutfrei sind. Bei Mittagstemperaturen um 10°C könnte ich mir allerdings auch das Sprühen von OS vorstellen, was ich noch nicht praktiziert habe.

    Für ein Bedampfen dürfte der Temperaturbereich unproblematisch sein. Ich habe es - obwohl sinnvoll - wegen rechtlicher Bedenken, die hier im Forum schon ausgiebig diskutiert wurden, noch nicht gemacht.

    Karl

    Habe Dadant gewählt, da es das Format meines Imkerpaten war und die Entscheidung nicht bereut. Besitze die 3 empfohlenen Bücher. Bei der praktischen Imkerei halte ich mich am ehesten an Gerdes.

    Karl

    Die Milben in der verdeckelten Brut kannst mit keiner Diagnostik finden. Sie sind im Sept. dann plötzlich da....


    Und ob die Brutscheune viele oder wenige Milben hat, zeigt eine konsequente Blockbehandlung mit OXS (7 * 3 Tg.).

    Doch, eine größere Menge mindestens 7 Tage verdeckelte Brutzellen öffnen und nachsehen. Das ist meiner Meinung nach die einzige Diagnostik, die wirklich schlüssige Resultate liefert.

    Liebe Grüße Bernd.

    2018 habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Varroazahlen bei der Gemüllkontrolle von August nach September sprungartig anstiegen. Vermutlich müsste man, um den Varroabefall eines Volkes realistisch zu quantifizieren, wirklich viele Brutzellen öffnen, was absolut nicht meine Lieblingstätigkeit ist.

    Karl

    ... es kann auch am Brutrhytmus der Volker liegen, wenn viele Waben verdeckelt sind (bei mir nicht, da fast die ganze Brutfläche von Kastanien überpollt war) stecken auch viele Milben mit drinn die du nicht erfasst. Und plötzlich peng, die Prozente steigen gen Milbengefahr.

    Seid bitte Aufmerksam, ich traue dem Braten nicht!

    So ein Schüttelbecher plus Spritus kosten nich die Welt, gemacht ist das auch ganz schnell....

    Nur wer wirklich und dauernd weiß was Sache ist........:daumen:

    Was ich bei allen Diagnoseverfahren unbefriedigend finde, ist dass die Varroen in der Brut nicht mit erfasst werden, es sei denn ich würde Brutzellen öffnen. Insofern fürchte ich, dass uns weder die "Varroawindel" noch Puderzucker, CO2 oder Alkohol die ganze Wahrheit über den Varroabefall offenbaren. Nach meinem Verständnis müsste die Vergleichbarkeit am besten sein, wenn bei allen untersuchten Völkern ein gleicher Brutstatus vorliegt, z.B. sowohl Brut kurz vor der Verdeckelung, die Varroen "aufnimmt", als auch schlüpfende Brut.

    Karl

    Doch. Nicht alle, aber es gibt durchaus verschiedene Gruppen von Bakterien, die Sporen bilden.


    Gruß von Kikibee, Mikrobiologin

    Hierzu z. B. https://www.spektrum.de/lexiko…pakt/bakteriensporen/1202

    Karl


    Bzgl der Dienstleister, die Kleinmengen von Wachs umarbeiten, vermute ich, dass längt nicht jeder ganz offiziell mit Billigung der zuständigen Behörde "Seuchenwachs" verarbeiten darf. Mein Umarbeit jedenfalls nicht.

    Karl

    Wenn die FKP über das Amt läuft, geht das Ergebnis sehr schnell. Doch als einfacher Einsender für ein Gesundheitszeugnis..... Sehr langsam

    Da im Nachbarort AFB ausgebrochen ist und mein Haus-Bienenstand im Sperrbezirk liegt, habe ich mehrfach Futterkranzproben gezogen oder durch BSV ziehen lassen und nach Mayen zur Untersuchung geschickt. Überwiegend, insbes. bei Hinweis auf AFB in der Nachbarschaft, kamen die -glücklicherweise bisher immer negativen - Untersuchungsergebnisse innerhalb etwa 2 Wochen. 2018 habe ich allerdings bei selbst eingesandten Proben wegen Überlastung des Labors auch mal deutlich länger warten müssen.

    Unsere Vet-Ämter schicken Proben auch an ein NRW-Landesinstitut in Krefeld. Als ich dieses per Email wegen Kosten/Bedingungen für die Untersuchung einer Futterkranzprobe angefragt habe, hielt man nicht einmal eine Antwort für nötig.

    Karl

    Ich lasse nach dem Abschleudern HR-Rähmchen vor dem Einlagern von den Bienen ausschlecken. Bei Waben, in denen wenige Zellen mit Pollen sind, schneide ich diese aus, um die Gefahr des Wachsmottenbefalls zu verringern. HR-Waben mit viel Pollen gehen gemeinsam mit mir zu dunkel bzw. älter als etwa 2 Jahre gewordenen Waben zum Einschmelzen. Das gewonnene Wachs lasse ich gemeinsam mit Wachs vom Drohenbrutschneiden zu MW für die BR umarbeiten.

    Karl

    Ich hatte weniger Völker als gemeldet, das kann zum Problem werden.

    Ich habe die Anforderungen der TSK bei uns in NRW so verstanden, dass am Jahresbeginn die maximal für das Jahr zu erwartende Völkerzahl einschl. Ablegern zu melden ist (mag sein, dass früher mal die Zahl der "eingewinterten" Völker zu melden war). Insofern würde ich zumindest bei uns in NRW Probleme mit der TSK nur erwarten, wenn man zu wenige Völker gemeldet hat. Liege ich da falsch oder ist einfach die Rechtslage in anderen Bundesländern anders?

    Karl

    In Wuppertal Sommerlinde weitgehend verblüht, späte Lindenart (Silberlinde?) noch in Knospe.

    Ansonsten fliegen die Bienen kräftig auf Brombeeren.

    Karl