Beiträge von DerBergische

    3 Wochen nach den ersten Frösten kann man sicher sein, dass Sie ziemlich aus der Brut gegangen sind (ein kleines Brutnest ist fast immer im Volk). Um diese Jahreszeit ist es schon zu kalt um die Beuten zu öffnen, die Bienen können die Bruttemperatur mangels Außentemperatur und Bienenmasse nicht mehr so einfach halten. Meistens A. Dezember haben wir diese Fröste und so ist eine Behandlung um Weihnachten zeitlich nicht falsch

    ...

    Habe ich noch was vergessen?

    Die "ersten Fröste" sehe ich leider bei uns als nicht so klar definierbar an. Hatte diesen Herbst etwa Anfang Oktober ein paar mal Eis auf Autoscheiben und etwas Rauhreif, ohne dass empfindliche Kübelpflanzen Schaden genommen haben. Einige Bienenvölker waren Anfang Oktober brutfrei, andere hatten noch Brut auf mehreren Waben. Vor kurzem hatten wir eine einzelne Frostnacht mit Schäden an Pflanzen, seitdem wieder lauwarme Nächte und tagsüber 10 bis 15°C (Ist das wirklich zu kalt zum Beuten öffnen?). Ich sehe mich da nicht in der Lage, Brutfreiheit von außen zu beurteilen, habe allerdings in den letzten Wochen keine Beuten geöffnet.

    Werde wohl kurzfristig mal Windeln unterschieben und u.a. schauen, ob helle Milben fallen, was wohl ein Indiz für Brut wäre. Ansonsten hoffe ich, dass wir bis Anfang Dezember noch ein paar aufeinanderfolgende Frostnächte und -tage bekommen sowie 3 Wochen später geeignete Temperaturen für das OS-Träufeln. Zu der Frage, bei welchen Temperaturen geträufelt werden sollte, widersprechen sich Angaben von OS-Lieferanten, Instituten etc. leider.

    Karl

    Was soll ich sagen? Ein sehr langer Anlauf, Geduld, absolute Ehrlichkeit und Offenheit ohne taktische Tricks und auch mal auf den Nachtschlaf verzichten, mehr Geben als Nehmen/Fordern und - natürlich vor allem: die Kraft der Argumente rufen beim Gegenüber Ähnliches und im besten Fall Vertrauen hervor. Mein Großvater sagte oft: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Ich bin nicht so der Typ für Megafon und Plakate...

    Was mich wirklich enttäuscht hat und auch nachwirken wird: Wie wenig elemantarste Sachinformationen der DIB dort hinterlassen hat.


    :

    Danke für Dein Engagement!

    Vor allem bewundere ich die Geduld, mit der Du Fragen hier im Forum beantwortest und Deinen Umgang auch mit von wenig Sachkenntnis getrübten Statements.

    Karl

    OS kann man auch prima sprühen, das ist wesentlich angenehmer für den Imker. 3%ig ohne Zuckerzusatz. Und es wirkt deutlich besser.

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind die Anforderungen bzgl. Arbeitsschutz beim Sprühen von OS deutlich höher als bei MS, u.a. Atemschutzmaske. Wenn man das missachtet, könnte es weniger angenehm für den Imker werden.

    Karl

    RASE:Radial mit kleinem Durchmesser ist Murks. Ich würde sagen, unter einem Meter. Da sind die Selbstwender dann um Längen effektiver.

    Jetzt werde ich sie mir nochmals genau in Donaueschingen ansehen und dann entscheiden!

    Radial mit kleinem Durchmesser ist Murks. Ich würde sagen, unter einem Meter. Da sind die Selbstwender dann um Längen effektiver.

    Hallo Rase,

    es ist zu bewundern, wie Du Dir die Zeit nimmst, geduldig zu fast jeder Frage Stellung zu nehmen. Bzgl. Radialschleudern sind die von Dir dargestellten physikalischen Zusammenhänge sicher zutreffend. Eine Durchmesser-Untergrenze von 1 Meter zu fordern ist nach meinen Erfahrungen jedoch überzogen. Welche praktischen Erfahrungen hast Du mit Radialschleudern von 50 bis 80 cm Durchmesser?

    Karl

    "Logar 9-Waben-Radialschleuder mit 110 W Motor , Kessel Ø 520 mm

    Diese 9-Waben-Radialschleuder ist für 9 Flachzargenrähmchen im Radialbetrieb oder 3 Großrahmen im Tangentialprinzip geeignet"

    Deshalb meine Fragen:

    -- hat jemand Erfahrungen beim Schleudern mit den eingehängten Gittern im Tangentialmodus, wackelt, rutscht, klappert.... oder alles super?

    -- kann mir jemand sagen bzw. nachmessen, wie weit der Abstand der Füße unten am Boden zueinander ist? Also die drei Beine ergeben ja ein gleichschenkeliges Dreieck, wie lang ist eine Seite?


    Susanna

    Hallo Susanna,

    von LOGAR besitze ich die 9-Waben Radialschleuder mit ca. 52cm Durchmesser in der Ausführung mit Handantrieb.

    Ich habe gerade den Abstand der Füße voneinander gemessen und bin auf ca. 60cm von Mitte Fuß zu Mitte Fuß gekommen.

    Ich schleudere Dadant Flachzargenrähmchen mit etwa 145 mm Höhe im "Radialmodus", dieses Jahr von 12 Wirtschaftsvölkern, und bin mit der Schleuder zufrieden. Im ersten Jahr - bei wohl recht "sportlichem" Anschleudern - sind uns 2 Waben zu Bruch gegangen. In diesem Jahr bei vorsichtigerem Anschleudern hatte ich keinen Wabenbruch, obwohl etwa die Hälfte der Waben im Naaturbau mit Anfangsstreifen ausgebaut waren. Mit Schleudern im "Tangentialmodus" habe ich keine Erfahrung.

    Karl

    Bei mir sind mindestens 2 Völker seit September aus der Brut. Diese haben wahrscheinlich noch ungezeichnete Kö von 2016, die ich vor wenigen Tagen noch gesehen habe. 2017 waren diese beiden Völker etwa zur gleichen Zeit aus der Brut; 2018 brachten beide eine gute Leistung.

    Andere Völker, insbes. Ableger mit Kö von 2018, haben noch mehr oder weniger Brut, teils bis zu 3 Waben, und hatten teilweise im September eine so hohe Varroabelastung, dass ich eine MS-Blockbehandlung durchgeführt habe (über deren Sinn und Erfolgschancen möchte ich hier nicht diskutieren, das Frühjahr wird's zeigen). Bei den noch brütenden Völkern mache ich mir etwas Sorgen, u. a. zum Futterverbrauch.

    Pollen haben zumindest einige Völker eingelagert; aktuell wird trotz Trockenheit welcher eingetragen. Allerdings ist's hier im traditionell regenreichen Bergischen Land wohl nicht ganz so trocken wie in Teilen Norddeutschlands.

    Eine Folge der Trockenheit war bei mir wie bei Nachbarimkern wenig Sommertracht insbes. an ländlichen Standorten, wo ich auf Brombeere & Co gehofft hatte.

    Karl

    Beim Glas so, bei Deckeln lohnt der Aufwand nicht, wenn sie zu sehr kleben. Der kommt dann in die Tonne, bzw. ins Altmetall.

    Verwende Neutralgläser mit Etiketten, die sich günstigstenfalls trocken vom Glas abziehen lassen. Wenn ich sie, was wohl meistens der Fall ist, nach Spülmaschine zurückerhalte, lassen sie sich nach etwa 30 Min Einweichen in warmem Wasser mit Spülmittel leicht entfernen.

    Meine Twistoff-Deckel mit PVC-/Weichmacher-freier Dichtung verwende ich nicht wieder, da

    a) sich Etiketten/Preisschilder schwer lösen lassen

    b) der Deckel im Ausnahmefall Geruch von was auch immer angenommen haben könnte und

    c) ich den Eindruck habe, dass bei Rückläufern der Anteil schlecht schließender/verformter Deckel höher ist als bei neuen.

    DIB-Gläser, die ich auch häufig erhalte, schenke ich einem Nachbarimker, der mir gelegentlich mit Rat und Tat zur Seite steht.

    Karl

    Ich hasse das Geklebe beim entfernen des Wildbaus! Alles klebt: Stockmeisel, Rähmchen, Blechdeckel, die Imkerin und das Lenkrad!


    Susanna

    Kann ich nachvollziehen. Habe allerdings den Eindruck, dass unsere Bienen manchmal künstlerische Ambitionen haben, die wir nicht verstehen. Am liebsten leben sie diese bei mir in den geliebten Futtertaschen aus.

    Karl

    Bei zwei starken Völkern - vermutlich mit Kö aus 2016; eines davon war mein bestes in 2018 - ohne Stifte / offene Brut hatte ich letzten Donnerstag Weiselprobe reingehängt, nachdem ich bei mehrmaliger Durchsicht die ungezeichnete Kö nicht finden konnte. Bei Nachschau heute / optimalen Sichtverhältnissen habe ich in beiden Völkern keine WZ, aber die Kö gesehen. Also wie übrigens auch letztes Jahr bei den selben Völkern wahrscheinlich nur frühe Brutpause, was angesichts der Volksstärke i.O. ist.
    Karl

    Ich versuche im allgemeinen, das Zielgewicht spätestens Ende September zu erreichen, was mir dieses Jahr nicht bei allen Völkern gelungen ist. Ende Oktober darf meiner Meinung nach das Gewicht etwas niedriger sein, da in Durchschnitsjahr kaum Nektareintrag im Oktober. Wenn es - z.B. im März - wirklich knapp wird, ist u.U. noch eine Notfütterung mit Futterteig, wie von Bernhard Heuvel hier im Forum beschrieben, möglich.

    Karl

    Fand es etwas schwach, dass nur über 5 Proben berichtet wurde und kein Bezug zu anderen Untersuchungen hergestellt wurde. Nur 5 Proben und Interview mit Passanten auf dem Markt sind eine sehr schwache Basis für die Empfehlung "Kauft (echten) deutschen Honig".

    Karl