Beiträge von DerBergische

    Hier im Bergischen Land auf etwa 200m+NN weisen die Blütenstände der Linden erst recht kleine kugelige Knospen auf. Ich vermute, dass es bis zum Aufblühen noch mindestens eine Woche dauert.

    Karl

    Hallo Fjordimker,

    einiges an Informationen findest Du z.B. bei https://www.llh.hessen.de/bild…seuchenrecht-vergiftungen . Ich führe z.B. kurz vor Trachtende Anfang Juli eine Totale Brutentnahme nach Arbeitsblatt 307 durch.

    Einen guten Überblick gibt auch https://www.staff.uni-marburg.…arroa_unter_kontrolle.pdf , allerdings - wenn ich das richtig sehe - Stand 2007.


    Die Diagnoseverfahren Varroaschublade/Windel, Puderzucker und CO2 haben alle auch ihre Schwachstellen. Puderzucker ist problematisch bei Feuchtigkeit (Wetter ...), beim CO2-Verfahren landen nach meiner Erfahrung nicht alle Varroen da, wo sie landen sollten, sondern einige hängen u. U. an anderen Stellen im Probenahmegefäß. Die Messergebnisse bei Varroaschublade/Windel sind sicherlich z.B. davon abhängig, ob gerade eine große Menge Bienen schlüpfen oder evtl. gerade Brutpause z.B. bei Königinverlust.

    Selbst sezte ich zur Diagnose vor allem Varroaschublade/Windel ein. Ende Mai lag der Varroafall bei meinen Völkern in den letzten Jahren meist zwischen 1 und 5 pro Tag. Aber auch ein Volk mit 10 V/Tag im Mai 2017 hat schon bis zur TBE Anfang Juli "durchgehalten" und zählt jetzt zu meinen besten.

    Eine TBE führe ich bei fast allen Völkern durch. Je nach Varroabefall setze ich auch alternativ oder ergänzend im August/September ein- bis zweimal AS im Langzeitdispenser ein.
    Bei Völkern, die bei für AS zu kühlem Wetter im September/'Oktober noch zu viele Varroen hatten, habe ich diese auch schon mit Milchsäure sprühen im Schach gehalten. Besser wäre vermutlich das neue Oxuvar 5,7 oder die in D nicht zugelassene OS-Verdampfung.

    Im Dezember behandle ich i.d.R. durch OS-Träufeln; versuchsweise habe ich bei wenigen Völkern mit geringem Varroafall auch schon drauf verzichtet.

    Was ich hier schildere sind aber nur meine Erfahrungen aus 4 Jahren Hobbyimkerei, wobei ich im Ausnahmefall auch schon Varroaverluste durch "Kahlfliegen" im Herbst und Exitus im Winter hatte.

    Karl

    Kapiro's Erlebnis kann ich mir durchaus vorstellen. Ich denke, dass die heute 80jährigen in ihrer Jugend durchaus ähnliche Erlebnisse und Empfindungen im Umgang mit ihrer damaligen "Großelterngeneration" hatten. Nur konnten diese nicht im Internet vor breitem Publikum kommuniziert werden, sondern vermutlich im Wirtshaus. Mag sein, dass "Respekt/Ehrfurcht" vor dem Alter früher auch weiter verbreitet waren als heute, ohne dass ich das bewerten möchte. Für wichtig halte ich allerdings Toleranz gegenüber anderen Meinungen. Vor diesem Hintergrund sollte man meiner Meinung nach nicht jedes Wort von Kapiro "auf die Goldwaage legen".


    Zum inhaltlichen: Ich kann mir vorstellen, dass so mancher "alte" Imker ohne Refraktometer einen guten Honig ohne Gärungsprobleme produzieren kann. Als 65jähriger "Anfänger" bin ich auf ein Refraktometer angewiesen.

    Eine Wandlung weit verbreiteter Vorstellungen, die nicht jeder ältere Mensch mitgemacht hat, hat sich beim Umgang mit den "Segnungen" der modernen Chemie vollzogen: Ich kann mich zum Beispiel noch erinnern, wie fortschrittlich mein Vater in den 60er Jahren das Aufkommen "moderner" Unkrautvernichter fand oder dass in den damaligen Medien ein Tipp für den Schutz von Blumenzwiebeln vor Wühlmausfraß das Einpudern dieser mit Bleimennige(!) war, heute für die meisten unvorstellbar.

    Ältere Imker pfleg(t)en vermutlich häufig einen "unbefangeneren" Umgang mit chemisch-synthetischen Varroa-Mitteln. Ein Imker, bei dem ich bis vor wenigen Jahren regelmäßig sehr leckeren Heidehonig gekauft habe, sagte mir z.B., als ich ihn nach Beginn meiner eigenen Imkerei zur Varroa-Behandlung fragte, dass er Perizin einsetzt. Im Verein tat ein älterer Imker letztes Jahr im Februar kund, man müsse allmählich "die Bayvarol-Streifen aus den Beuten holen, damit der Honig nicht nach Thymol schmeckt" (In Wirklichkeit enthält Bayvarol kein Thymol, sondern ein Pyrethroid und darf meines Wissens zwischen 1.1. und Abschluss Honigernte nicht eingesetzt werden).


    Karl

    Solche Stempelkärtchen werden bei verschiedenen Kunden unterschiedlich ankommen. Ich hasse zu viele Kärtchen, die meine Brieftasche aufblähen. Bewahre ich sie zu Hause oder im Auto auf, habe ich sie im Zweifelsfall nicht dabei.

    Karl

    Entschuldigung, ich habe mich falsch ausgedrückt: 13 kg ist nicht das Gewicht einer vollen Halbzarge, sondern das Gewicht des daraus geschleuderten Honigs. Habe gerade noch eine ausgeschleuderte Dadant-Halbzarge mit der Kofferwaage gewogen: ca. 4,2 kg. Das ergibt für eine Dadant-Halbzarge mit Honig etwa 17 kg. Eine sehr gut vollgetragene Dadant-Halbzarge mag auch etwas über 20 kg wiegen. Um Irrtümern vorzubeugen: Bei geteilten HR-Zargen entsprechen diese Gewichte der Summe beider Hälften.

    Karl

    Habe gerade mal eine gut gefüllte 141er Dadant-Halbzarge (geteilt in 2*5 Waben) gewogen, indem ich bei beiden Zargenteilen jeweils an beiden "Schmalseiten" die Federwaage angesetzt habe. Ergebnis etwa 4*6 = 24 kg, natürlich einschl. Zargen- und Rähmchen-/Wabenmaterial. Ob geteilte oder "normale" 141er Dadant-Halbzarge dürfte keinen nennenswerten Unterschied ausmachen, da die Sperrholz-Trennwände nur etwa je 7 mm dünn sind und wohl die einzulagernde Honigmenge geringfügig reduzieren.

    Habe leider auch das Problem mit dem Bienenquetschen. Manchmal gelingt mir, entsprechend Beiträgen #2 und #3 dieses zu minimieren. Wenn ich allerdings fast schon über Kopf einen gut gefüllten dritten HR aufzusetzen habe, bin ich froh, den ohne meinen Rücken zu verrenken zügig hoch zu bekommen.

    Geteilte HR-Zargen, die ich mir sukzessive zulege, haben Vor- und Nachteile: Das halbierte Gewicht macht den Aufsetzvorgang natürlich rückenfreundlicher und besser kontrollierbar. Andererseits können zwischen den Zargenhälften auch Bienen gequetscht werden. Fegt man die "Hälften-Trennwände" ab. krabbeln in dieser Zeit schon wieder Bienen aus oberer und unterer Zarge auf die "Aufsetzflächen" der Bretter.

    Gebe zu, dass mir mein Rücken manchmal "näher" als das Wohl einzelner Bienen ist. Den Tipp mit einnebeln vor/nach ASG-Aufsetzen werde ich auch mal probieren, obwohl ich in HR-Nähe nicht gerne Wasser einbringen möchte.

    Karl

    Hatte inzwischen auch wohl meinen ersten Schwarmabgang 2018: Bei meinem schwächsten Volk, von dem ich es am wenigsten erwartet hatte, ist der HR immer noch nicht angenommen und der BR innerhalb 1 Woche total verhonigt. Statt der gezeichneten Kö fand ich 4 verdeckelte Schwarmzellen; die Bienenmasse war augenscheinlich verringert. Der Kö trauere ich nicht nach. Beim zweiten Volk am selben Standort im Wald war der bis vor 6 Tagen zögerlich angetragene HR plötzlich fast voll; habe natürlich sofort zweiten gegeben. Weiß der T... , welche Tracht die plötzlich finden. Himbeeren habe ich bisher nur in Knospe gesehen. Evtl. lasse ich eine Pollenanalyse machen..
    Karl

    Für einen Imker mit vielen Völkern mag das praktikabel sein, wenn die Landwirte sich an Absprachen halten. Bernhards Vorgehen ist anzuerkennen. Für einen HobbyImker wie mich mit etwa 10 Völkern und Rapsfeldern von mehreren Landwirten im Flugradius habe ich da weniger Hoffnung und deshalb meine Völker für etwa 5 Wochen weitgehend aus dem Umkreis der Rapsfelder "evakuiert". Belastungen von Frühtracht/Rapshonig wurden u.a. von Stiftung Warentest, Ökotest, Bieneninstitut Hohenheim und wohl auch BUND veröffentlicht.

    Karl

    Für mich ist es unverständlich, dass Wallner im Kontext Raps angeblich gesagt hat, in Honig seien keine Spritzmittelspuren nachzuweisen. Der aktuelle Jahresbericht von Hohenheim sagt das Gegenteil. In einer von mir eingesandten Probe, bei der meine Bienen statt Streuobst und Löwenzahn in unmittelbarer Nähe 1,5 km entfernten Raps angeflogen hatten, detektierte Hohenheim 2 Fungizide nicht nur in Spuren.

    Karl