Beiträge von DerBergische

    Zwei meiner Völker, die sich jetzt als die stärksten erwiesen haben, fliegen offensichtlich zu einem seit wenigen Tagen blühenden Rapsfeld in knapp 2 km Entfernung. Da bei einem der Völker der 1. HR und beim anderen der 2. HR zu mehr als 50 % gefüllt und die Bienen hochaktiv waren, habe ich gestern den 2. bzw. 3. HR (Dadant Halbzargen) aufgesetzt. Von morgen bis Samstag fahre ich auf einen Verwandtenbesuch. Ich frage mich nun, ob die Völker in diesen 6 Tagen Bedarf haben könnten, mehr als einen Honigraum mit Raps zu füllen und ich deshalb heute noch je einen weiteren HR aufsetzen sollte. Ist die Gefahr, dass ich nach Ende der Rapstracht in geschätzt 2 Wochen mehrere halbvolle HR mit zu hohem Wassergehalt habe, groß oder ist eher anzunehmen, dass die Bienen auch bei dem prognostizierten kühleren Wetter noch etwa 2 HR (ab gestern) weitgehend mit Rapshonig füllen und ausreichend trocknen?

    Karl

    Ein kleiner Beitrag: Ich imkere mit Dadant mit Schied und ASG. Im HR allerdings setze ich seit letztem Jahr keine MW mehr ein, sondern nur noch ausgeschleuderte, von den Bienen "ausgeleckte" Waben vom Vorjahr und Anfangsstreifen. Das klappt einigermaßen; allerdings tragen die Bienen zuerst in die ausgebauten Waben ein, bevor sie die Anfangsstreifen daneben ausbauen. Statt Anfangsstreifen soll es auch ausreichen, die Nut im Oberträger mit Wachs auszugehen.

    Karl

    Den Bienen Honigraum(e) geben- schafft Platz und Baustelle abseits vom Brutnest. Wer baut geht nicht auf Reisen.

    So habe ich das auch gemacht, und zwar die HR teils mit Waben vom Vorjahr, teils mit Anfangsstreifen bestückt. Da habe ich allerdings den Eindruck, dass die Bienen erst an's Ausbauen gehen, wenn sie den "Lagerraum" dringend für den Nektareintrag benötigen.

    Karl

    Ist das ein Aurorafalter ?


    Dieser Schmetterling saß heute bei etwa 5°C reglos an einem Blatt unseres Quittenbaums. Zum Entfalten der Flügel und Wegfliegen war's ihm wohl zu kalt. Bewegt wurden Tier und Pflanze durch den kräftigen Wind, was Fotografieren mit dem Handy erschwerte. So etwa der zwanzigste Versuch gelang dann.

    Karl

    "Im Garten blüht die Kirsche seit Sonntag, die Felsenbirne seit Montag, die Mirabelle seit heute."

    Verkehrte Welt oder gibt es "spätblühende" Mirabellen (regionale Art)? Ich kenne diese, wie auch andere Wildpflaumen, als frühe Blüher, die bei Beginn der Kirschblühe am Verblühen sind.

    Die relativ spät blühende Mirabelle wird gern mit der sehr früh blühenden und fruchtenden Kirschpflaume verwechselt, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Mirabelle , erster Absatz.

    Karl

    Ich habe da schon dran teilgenommen, ich verdampfe und habe Null Verluste.

    Schön für Dich, insbes. wenn das behördlicherseits nicht verfolgt wird.

    Ich würde zwar auch gern verdampfen, mich aber andererseits - jedenfalls bis auf weiteres - vorsichtig gesagt, nicht in eine rechtliche Grauzone begeben, zumal hier eine Amtveterinärin das OS-Verdampen vehement ablehnt.

    Karl

    Ein zu schattiger Platz ist sicher nicht gut. Sonne ermöglicht es u.a. den Bienen im Vorfrühling die Beute zum Abkoten zu verlassen.

    Zu berücksichtigen :

    In der "Einflugschneise" vor den Beuten kann es zu Konflikten (Stiche) kommen, wenn man sich dort z.B. zum Unkraut jäten aufhält und ein Volk mal nicht so friedlich wie erhofft ist. Auch von "abgestürzten" halbtoten Bienen dort kann man Stiche abbekommen, wenn man drauf tritt. Schnelles Vorbeigehen stört die Bienen i.d.R. nicht. Hinter den Beuten halten sich kaum Bienen auf, es sei denn dort wachsen attraktive Pflanzen.

    Karl

    Zu den genannten Pflanzen fällt mir noch ein, dass Holunder, den wir auch im Garten haben, schnell recht hoch und breit wird und ggf. stark geschnitten werden muss. Meines Wissens hat er Bienen weder nennenswert Nektar noch Pollen zu bieten.

    Kornelkirsche finde ich gut, allerdings auch Schnittarbeit erforderlich, um sie auf 2m Breite zu begrenzen.

    Pollen- und Nektarwert siehe auch https://www.die-honigmacher.de/kurs2/index.html .

    Karl

    Ich habe jetzt alle Futterwaben entfernt. Das war auch wichtig, da einige Völker der Meinung waren, diese mit dem einkommenden Nektar auffüllen zu müssen.

    Gruß Ralph

    Heute habe ich bei meinen 12 Völkern an 4 Ständen die Runde gemacht und - mit 2 Ausnahmen - HR (Dadant-Halbzargen) aufgesetzt, wo noch nicht geschehen. Hatte auch an mehreren Ständen das Problem, dass viertel- bis halbvolle Futterwaben - auch zum Ausschlecken hinter das Schied gehängte - mit neuem Nektar und Pollen aufgefüllt worden waren. Sogar ein sehr starkes Volk, das schon vor etwa 1 Woche den mit leeren Waben bestückten HR bekommen und angenommen hatte, lagerte in der letzen als Reserve belassenen viertelvollen Futterwabe hinter dem Schied ein. Daraufhin habe ich die Futterwabe hinter dem Schied rausgenommen und einen zweiten HR mit 50% Waben/50% Anfangstreifen aufgesetzt, obwohl der erste nur schätzungsweise zu 20% gefüllt war.

    Karl

    ...

    - Mein "Lieblingsvolk", das in den letzten beiden Jahren bzgl. Honigertrag, Sanftmut und Varroaverhalten gut war, hat eine Kö von 2016. Bei einer kurzen Durchsicht im Februar war es noch unauffällig. Vorgestern fiel mir auf, dass dieses Volk kaum Stifte hat, während nahezu alle anderen Völker viele Stifte aufwiesen.

    ...

    Karl

    Überraschung heute: Bei Blick durch die Folie fiel auf, dass beim "Lieblingsvollk" die einzige hinter dem Schied verbliebene Wabe mit Futterresten stark von Bienen belagert war und die Bienen dort Wildbau angelegt hatten. Eine nähere Untersuchung ergab, dass die nicht gezeichnete Kö offensichtlich hinter das Schied geraten war und dort fleißig stiftete. Da dort nur 1 Wabe hing, "behalfen" sich die Bienen mit Wildbau zwischen dieser und dem Schied.

    Ich habe dann diese Wabe mit Bienen vor das Schied gehängt; dort befinden sich nun 7 Waben. Den frisch bestifteten Wildbau habe ich zum Einschmelzen mit nach hause genommen, obwohl es mir leid um die Stifte tat.

    Zukünftig werde ich wohl systematisch neue Königinnen zeichnen. Angefangen habe ich heute mit der leicht zu findenden Kö meines schwächsten Volkes.

    Zukünftig

    Karl