Beiträge von DerBergische

    Rührend, wie Ihr Euch um Eure Kleintiere sorgt. Aber macht bitte nur nicht den Fehler, mal für 100++€ eine Analyse auf PSM einschl. Fungiziden in Auftrag zu geben. Im nassen Jahr 2017 wurden die in unserer Region wohl "reichlich" gespritzt (in die Rapsblüte ist zugelassen), im trockenen Jahr 2018 wohl weniger. Aber der typische sparsame "Hobby"imker sagt sowieso "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".

    Karl

    Und falls du den Lift benutzen darfst, dann denk daran, dass da wirklich keine Biene drinnen bleibt und nichts schmutzig ist nachher sonst hast du dann ganz schnell Reklamationen.


    Einfach ist anders.

    Beides dürfte nicht so ganz einfach sein. Beim Transport von Zargen/Honigräumen können leicht mal Bienen drunter sitzen. Auch an/in der Kleidung trägt man gelegentlich welche spazieren.

    Und woher die Wachs-/Propolisflecken, die sich schnell schwarz einfärben, in unserem Treppenhaus stammen, hat meine Frau schnell herausbekommen und den Verantwortlichen zur Reinigung (teilweise manuelles Abkratzen mit Spachtel) herangezogen.:(

    Und für viele Nicht-Imker sind lästige Wespen auch Bienen, wenn Ihnen ein Bienenstand in der Nähe bekannt ist.

    Karl

    Als dritte Variante fällt mir ein Wabenstück im Glas mit Honig aufgefüllt ein. Hab ich mal im Edeka gesehen und fand es sehr ansprechend.

    Diese Variante habe ich dutzendweise in einem gut sortierten türkischen Laden gesehen. Bei den teureren Produkten Wabenhonig aus der Türkei in flüssigem Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern, bei billigen in "Fruktose-Glukose-Sirup".

    Karl

    Das Aufsetzen und Abnehmen des HR ist kein Aufwand und könnte schnelle Abhilfe schaffen, falls man wie ich ausgebaute HR-Waben hat. Ich würde es allerdings ungern machen, da ich danach Reste unreifen Honigs in den Waben befürchten würde, die im nächsten Frühjahr zumindest bei grenzwertigem Wassergehalt des neuen Honigs eine Gärung begünstigen könnten. Habe meine Dadant-HR-Waben gerade teils von den Bienen sauber ausschlecken und teils (vor allem solche mit Pollen) einschmelzen lassen.

    Moin zusammen,

    wie sieht es bei euch mit Zwischenfrüchen oder Gründünger auf den Äckern aus?

    Gruß Jörg

    Bei mir am Ostrand von Wuppertal sind mir bisher kaum blühende Zwischenfrüchte oder Gründünger aufgefallen, allerdings Senf, der wohl in einigen Wochen blühen wird. Seit vor etwa 2 Wochen hier die Trockenheit ein Ende hatte, wird im ländlichen Raum auch das Springkraut, das schon seit Juli blüht, beflogen. Pollenvorräte haben die meisten Völker wohl nicht viel.

    Karl

    Warum ein HR aufgesetzt werden sollte, erschließt sich mir nicht so ganz. Das hielt ich nur dann für sinnvoll, wenn in den nächsten Wochen noch mit starkem Nektar- oder gar Honigtau-Eintrag von außen zu rechnen wäre, was mich etwas wundern würde. Bei mir haben etwa 2 von 17 Völkern im trockenen August wohl Waldhonig eingetragen (Probleme / Maßnahmen siehe andere Threads). Nachdem es jetzt hier kälter und feuchter geworden ist, dürfte das wohl vorbei sein.

    Für mich ist derzeit ein wichtiges Kriterium das Gesamtgewicht der Beuten. Von meinem Imkerpaten habe ich vor 4 Jahren gelernt, dass bei 12er Dadant-Holzbeute ein Zielgewicht (Gesamtgewicht, ob mit oder ohne Gewicht einer Futtertasche weiß ich nicht mehr) von 40 bis 42 kg anzustreben sei. Je nach Stärke des Volks und Witterungsverlauf kann das natürlich variieren. In der Realität hatte ich Ende September im allgemeinen Beuten-Gesamtgewichte ohne Fütterungseinrichtung von 38 bis 40 kg, was sich als ausreichend erwies. Dafür reichen 10 Dadant-Waben aus. Beim ersten Öffnen der Beute (z. B. zwecks Schieden an einem warmen Tag Anfang März) kann man ggf. noch zwischen Völkern ausgleichen oder eine Notfütterung einleiten.

    Bei dem warmen Wetter der letzten Wochen hier im Raum Wuppertal wurden bei mir an den Rand des Brutnests gegebene MW noch gut ausgebaut und Sirup wurde eingelagert (Ausnahme bei einem Volk mit Adamfütterer, warum auch immer; habe diesen gestern gegen Futtertasche getauscht). Bei einem deutlichen Abfall der Temperatur kann das aber schnell zu Ende gehen oder zumindest unterbrochen werden.

    Karl

    ralf_2 Das stimmt schon. Aber ich habe letzten Winter wochenlang kein Auge zugetan, weil ich mich ständig in einer nie enden wollenden Spirale aus Zukunftsplänen für die Saison und Ängsten um meine «Kleinen» befunden habe. Das wünsche ich niemandem. ;)

    Mir geht's manchmal ähnlich, obwohl ich inzwischen 12 Wirtschaftsvölker habe und die Imkerei nicht aus wirtschaftlichen Gründen betreibe bzw.Verluste eigentlich kein großes Problem für mich wären. Bisher ist es aber ganz gut gelaufen: 2017 14 Völker eingewintert; im Frühjahr 2018 lebten noch 13 (wohl Varroaverlust), davon eines weisellos.

    Karl

    Bei mir haben die Bienen an einem Stand vor kurzem noch Waldhonig eingetragen. Seit es geregnet hat, kommen sie im weißgepuderten Springkraut-Look heim. Da ich Waldhonig evtl. entfernen möchte, ergibt sich die Frage, ob ich diesen nur am Geschmack unterscheiden kann oder auch an der Farbe (welche hat Springkrauthonig?).

    Karl

    gibt´s das echt?

    Hier ist es anders, dieses Jahr nix mit Waldanteil oder gar Wald.

    Aber in der Schweiz ist ja vieles anders, woll?

    Hallo Andreas,

    ich imkere am anderen Ende des Sauerlandes, im Grenzbereich zum Bergischen Land (Ennepetal/Wuppertal) mit mehreren kleinen Bienenständen.

    Ebenso wie bei Nachbarimkern haben einige Völker, nachdem ich nach Ende der Lindentracht bzw. weitgehend ausgebliebener Tracht von Brombeere & Co schon abgeschleudert hatte, noch Waldtracht eingetragen, meist nur in Teilbereiche von Waben (schmeckt "malzig"). Teilweise fällt es mir von der Farbe her schwer zu entscheiden, ob Wald oder evtl. Blüte z.B. Springkraut.

    Eine Imkerkollegin, die ich gestern besuchte, sagte mir, sie habe erlebt, wie ein Vereinskollege durch zu viel ballaststoffreichen Honigtau in den Wintervorräten fast alle Völker verlor (ruhrartige Symptome mit Abkoten in der Beute, Ursache durch Bieneninstitut festgestellt). Vor diesem Hintergrund steht für mich die Entscheidung an, was machen mit Waben, die bereichsweise dunklen Honig enthalten. Werde wohl einige herausnehmen, obwohl ich sie nicht schleudern kann. Im IV hatte jemand gehört, Honigtau von Laubbäumen sei weniger gefährlich als von Tannen; das schien aber eine unzuverlässige Information zu sein.

    Karl

    Im Moment habe ich bei 4 Dadant-Völkern Nassenheider professional mit großem Docht am laufen. Die tägliche Verdunstungsmenge liegt bei allen im Sollbereich 20 bis 25 ml/d. Allerdings kann ich mich erinnern, in früheren Jahren auch mal größere Abweichungen beobachtet zu haben, damals möglicherweise bei kleinem oder mittleren Docht.

    Heute gegen 8:30 habe ich bei etwa 8°C nach ca. 6°C Tiefsttemperatur bei zwei Völkern kontrolliert. Den nach diversen Forumsbeiträgen nach kalten Nächten befürchteten "AS-See" konnte ich nicht feststellen. Möglicherweise wurde die AS auf den Brutraum-Oberträgern nicht "kalt genug", da die Beuten gut mit Bienen besetzt sind. Totenfall auf den Anflugbrettern konnte ich nicht beobchten.

    In früheren Jahren hatte ich allerdings 1- oder 2-mal einen Kö-Verlust während der AS-Behandlung mit Nassenheider professional.

    Karl